Kürzlich hat der Wiener Arzt Tamás Csáky-Pallavicini die Apotheken der Barmherzigen Brüder in Österreich scharf angegriffen. Jetzt hat der Orden dem Arzt geantwortet. Von Frater Paulus Kohler.
(kreuz.net) Wir, die Barmherzigen Brüder, versuchen mit unseren fast 7.000 Mitarbeitern in unserer Ordensprovinz
fast 800.000 Patienten im Jahr zu betreuen.
Wir bemühen uns, die barmherzige Liebe Christi in der Liebe
zum Mitmenschen darzustellen.
Es ist eine Frechheit, wenn Sie, Herr Csáky-Pallavicini, in einem offenen
Brief Lügen über uns Barmherzige Brüder verbreiten.
Wie Sie wissen, war es vor fünf oder sechs Jahren,
wo wir stundenlang sowohl telefonisch als auch persönlich miteinander dieses Thema „Pille danach“ besprochen
haben.
Zu dieser Zeit war uns nicht bekannt, daß dieses Medikament in unseren Apotheken vorhanden war.
Sie wissen ganz genau, daß dieses Medikament in unseren Apotheken seither weder lagernd ist noch abgegeben
wurde.
Ich ersuche Sie, mit solchen Lügenverbreitungen aufzuhören.
Wenn Sie von einem skandalösen
Ethikkodex für die Ordenswerke der Barmherzigen Brüder sprechen, dann lesen Sie diesen Kodex einmal
ganz genau durch. Sagen Sie uns dann, was daran skandalös wäre.
Wir haben den Ethikkodex vor einigen
Jahren in Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz überarbeitet. Es wurden damals drei oder vier Stellen
abgeändert.
Jene Personen, die das Schreiben von Dr. Csáky-Pallavicini erhalten haben, in welchem von
dem angeblich skandalösen Ethikkodex gesprochen wird, möchte ich ersuchen, ihn zu lesen und selber zu
beurteilen.
Sie können sich dann selber ein Bild davon machen, welchen Geistes Kind Dr. Csaky-Pallavicini
ist.
Ich bitte Sie nochmals, Herr Pallavicini, solche Lügenverbreitungen zu unterlassen.
Fr. Paulus
Kohler ist Mitglied der Provinzleitung der Barmherzigen Brüder in Österreich.
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36 Lesermeinungen
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#36 methusalix † 11:07:07 | Samstag, 28. Juli 2007
Wie kommen Sie auf diesen Schwachsinn? Benedikt: @ PhilomenaWolkenstein Und: Ein Zusammenhang besteht
dahingehend, dass ein Apotheker kaum gezwungen werden kann, ein Medikament von dem er nichts hält zu
verschreiben. Selbstverständlich ist der Apotheker gesetzlich verpflichtet jedes Medikament abzugeben,
für das ihm ein gültiges Rezept vorgelegt wird. Die Therapieverantwortung hat immer noch der Arzt und
wenn der Apotheker sich tatsächlich weigert ein legales Rezept einzulösen, passiert folgendes (in Deutschland
und Österreich). Das Regierungspräsidium oder die Bezirkshauptmannschaft stellen den Apotheker zur Rede.
War die nicht-Einlösung des Rezepts ein einmaliger Vorgang aus Versehen oder Unwissenheit oder Fahrlässigkeit,
wird ein Verweis erteilt. War das nicht so, bekommt der Apotheker einen Aufpasser zur Seite gestellt,
der weisungsberechtigt ist. Weigert sich der Apotheker immer noch, legale Rezepte einzulösen, fliegt
er aus seiner eigenen Apotheke und ein Verwalter wird eingesetzt, bis die Apothekenlizenz neu vergeben
ist.
Hin zu Gott Niemand kommt zu Gott außer durch die Kirche. Da gab es mal einen Herrn, der mit einer Gruppe
von Männern durch die Gegend gelatscht ist und der sagte: „Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“
(Joh 14,6) Aber vermutlich hat der sich geirrt, denn er kannte ja die Rudolfsche Kirche (daher auch die
Abkürzung „rk“) noch nicht.
@ PhilomenaWolkenstein Was Kontrazeptiva mit Contergan zu tun haben, können wahrscheinlich nicht mal
Sie erklären. Dumm nur, dass Sie gar nicht von Kontrazeptiva im Besonderen, sondern von allen rezeptpflichtigen
Medikamenten gesprochen haben. Und: Ein Zusammenhang besteht dahingehend, dass ein Apotheker kaum gezwungen
werden kann, ein Medikament von dem er nichts hält zu verschreiben.
@ PhilomenaWolkenstein Einer Apotheke, die sich weigert, bestimmte rezeptpflichtige Medikamente vorrätig
zu haben, gehört die Konzession entzogen. Es gibt genug junge Apotheker/Innen, die auf eine Konzession
warten. Ja, das ist eine gaaanz tolle Idee. Es war auch besser so, dass Contergan noch vertrieben wurde,
als bereits 1600 Warnungen vorlagen. Wo kämen wir denn dahin, wenn dann jeder Apotheker eigenverantwortlich
handeln würde, gell? Vielleicht mal das Gehirn einschalten.
Sweetdragon höre ich da versteckt gut getarnt postnationalsozialistisches Gedankengut? (im übertragenen
Sinne vielleicht?) Sind sie und philomena wolkenstein vielleicht…???? erklären sie sich mal deutlicher?
Ach übrigens: Wer sich geeigneter Mittel bedient, diese beschafft und zu ihrer Beschaffung beiträgt,
die geeignet sind, menschlisches Leben zu gefährden oder gar zu beenden, der macht sich in einer Weise
strafbar, die nur mit langjährigen Zuchthausstrafen (in manchen Ländern der Todesstrafe) geahndet werden
kann. Wenn man das heutzutage auch sehr oberflächlich handhabt, so können sich die Zeiten und Meinungen
ja auch mal wieder ändern! Und dann???
Konzession entziehen Einer Apotheke, die sich weigert, bestimmte rezeptpflichtige Medikamente vorrätig
zu haben, gehört die Konzession entzogen. Es gibt genug junge Apotheker/Innen, die auf eine Konzession
warten.
@ pascal Die barmh. Brüdern führen auch Spitäler – das wird wohl gemeint sein. Abgesehen davon wird
die Fruchtwasseruntersuchung vor Allem zur Früherkennung des Down Syndroms angewandt – möcglich daß
man auch andere Dinge erkennen kann, aber vor Allem … und was tun, wenn man das Syndrom bei seinem Kind
feststellt ?? abtreiben?? – auf das läuft’s hinaus. Übrigens ist die Abortus Quote bei solchen Untersuchungen
enorm hoch – was gerne verschwiegen wird. Einer Verwandten ist genau das passiert (Totgeburt – Abortus –
nach so einer Untersuchung) – da habe ich mich etws erkundigt … Und zum Allgemeinen Stil … ich bin
geneigt eher den ehrwürdigen Brüdern zu glauben, als Fanatikern, die Anderen die Hölle prophezeien
(Hoffart !!) – und das sage ich als ewiggestriger Tradi und Reaktionär !!
Fruchtwasserpunktion Es wurde gesagt das die Brüder sogar Fruchtwasserpunktion ausführen dürfen. Ich
kenne mich in der Österreichischen Medizin nicht aus, würde aber bezweifeln das dies Personen ohne eine
DR. oder Chirurgenstatus erlaubt ist. Dabei handelt es sich um eine kleine Operation aber es ist eine
Operation. Wo sollte diese stattfinden auf dem Verkaufstresen der Apotheken. Desweiteren werden Fruchtwasserpunktionen
auch dazu genutzt Kranheiten zu erkennen und dadurch Schritte einleiten zu können die Krankheiten zu
heilen oder noch im Mutterleib lebenserhaltende Operationen durchführen zu können. Also auch durchaus
nützlich für das werdende Leben.
@ Benedikt Jawoll – solche Briefe und Artikel über Artikel von kreuts.net, die wiederum von hier veröffentlichten
Artikeln über frühere kreuts.net-Artikel über Differenzen zwischen Dr.Wolfgang Lindemann und DDr.David
Berger handeln… beides zusammen hat das Thema „Schwule“ und auch das Thema „Motu Proprio“ schon um Längen
überholt!
#17 methusalix † 23:46:24 | Donnerstag, 26. Juli 2007
@Stimme Stimme aus dem Tradiland: Hw. Dr. Kohler sagt nicht die Wahrheit Soweit bekannt dürften die Barmherzigen
Brüder … Beides von der kath. Morallehre nicht gedeckt. Außerdem sorgen sie in ihrer Gynäkologie
nicht für katholischen Nachwuchs. Ist das nicht ein bisschen viel verlangt, von den katholischen Mönchen?
Dass sie in ihrer Frauenstation für katholischen Nachwuchs sorgen. Mit wem denn? Etwa mit den Krankenschwestern?
Oder gar den Gynäkologinnen? Und wenn die verheiratet sind? Sollen die Mönche trotzdem versuchen für
katholischen Nachwuchs zu sorgen? Fragen über Fragen und die katholische Morallehre schweigt dazu.
@Fragender / Gott gibt die Dienstanweisungen, nämlich an die Menschheit und durch die Kirche. Niemand
kommt zu Gott außer durch die Kirche. Wer nicht zur Kirche gehört, der kommt auch nicht zu Gott – die
„katholischen“ Kinderabtreibungspillenverkäufer gehören dazu.
#14 Fragender 22:23:50 | Donnerstag, 26. Juli 2007
@ Rudolfus Vergiß nicht, Gott entsprechende Dienstanweisungen zukommen zu lassen, sonst weiß er womöglich
nicht, was er im Falle des Falles zu tun hat!
Jeder, der Kinderabtreibungsmittel und -pillen verkauft, ist direkt schuld an der Kinderabtreibung, ähnlich
wie Firmen, die Giftgas an die SS verkauften, die die Vernichtungslager für Hitler betrieben hat. Diese
Leute sind automatisch exkommuniziert und kommen im Todesfall in die Hölle, wenn sie nicht die Vergebung
ihrer schweren Verbrechen erlangen.
#12 Fragender 21:56:34 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Naja- Lügen sind ja auf dieser Homepage… … etwas durchaus alltägliches. Wobei der in diesem Artiken
besprochene Text von Tamás Csáky-Pallavicini ja seine Lügen nicht hinter der Anonymität versteckte
und somit eine Ausnahme darstellt. Traurigerweise wird halt versucht, mit diesen Lügen etwas zu verbreiten,
was oberflächlich katholischem Glauben recht ähnlich sieht… Ekelhaft und gotteslästerlich ist es
allemal…
diese ignoranz und diese fanatische verdammung von allem das nicht in euer weltbild passt, ist immer wieder
faszinierend… wer will schon in einen himmel in dem es von leuten wie euch wimmelt
Die „Pille danach“ ist eine Kinderabtreibungspille Die „Pille danach“ ist eine Kinderabtreibungspille.
Eine Apotheke, die Kinderabtreibungspillen führt, ist keine katholische Apotheke, sondern eine sozialistische
SP-Apotheke. Ebenso eine Apotheke, die Empfängnisverhütungsmittel führt. Alle Katholiken, die sich
am Kinderabtreibungsmassenmord direkt schuldig machen, indem sie die Mittel dazu herstellen oder verkaufen,
sind automatisch aus der Kirche ausgeschlossen, auch wenn sie Ordensmitglieder wären – und im Stand der
schweren Sünde: Wer so verstirbt, der geht ins ewige Feuer der Hölle ein, und zwar auf ewig.
#9 Catholicus 20:40:17 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Sog. Ethikkodex nicht mehr in Kraft Der „Ethikkodex“ der Barmherzigen Brüder, welcher in einigen Punkten
nicht mit dem Lehramt der Kirche übereinstimmte, wurde 2005 durch die für alle kirchlichen Krankenhäuser
geltenden Leitlinien der Österreichischen Bischöfe „Leben in Fülle www.bischofskonferenz.at/…cle_detail.siteswift?so=all&do=all&…“
abgelöst.
Rezeptpflichtig Es gibt auch Medikamente, die eine Apotheke haben MUSS, weil sie gesetzlich dazu verpflichtet
ist. Ich persönlich muss sogar die „Pille“ aus hormonellen Gründem einnehmen, obwohl ich gerne Kinder
hätte. Also für mich ist dieses Medikament wirklich ein wichtiges Medikament für meine Gesundheit und
kein „Tötungsmittel“
Aber mir geht es darum! Verhütungsmittel sind eine Lieblosigkeit und keine Apotheke die einer christlichen
Gemeinschaft unterliegt sollte diese ausgeben.
@ Stimme Außerdem sorgen sie in ihrer Gynäkologie nicht für katholischen Nachwuchs. 1. Die Barmherzigen
Brüder sind zum Zölibat verpflichtet, können also gar nicht für katholischen Nachwuchs sorgen. 2.
Überhaupt niemand kann für katholischen Nachwuchs sorgen. Das kann nur der Heilige Geist.
Hw. Dr. Kohler sagt nicht die Wahrheit … denn die „Pille danach“ wurde auch nach den Gesprächen mit
Dr. Csaky-Pallavicini weiter abgegeben. Abgesehen davon, dass auch „die“ Pille weiter abgegeben wird,
die als frühabtreibendes gesundheitsschädigendes Mordikament genauso zu beurteilen ist wie die „Pille
danach“. Soweit bekannt dürften die Barmherzigen Brüder auch Fruchtwasserpunktationen durchführen (deren
Ergebenis- die angebl. oder tats. Entdeckung von Trisomie 21 – nur zur Abtreibung führen kann; außerdem
ist die Untersuchung für den Embryo gefährlich) und Sterilisationen. Beides von der kath. Morallehre
nicht gedeckt. Außerdem sorgen sie in ihrer Gynäkologie nicht für katholischen Nachwuchs. Hw. Dr. Kohler
möge also seinen Mund nicht so voll nehmen und von „Frechheit“ udgl. schwadronieren!
es wäre immerhin interessant… Teile bzw. problematische Stellen dieses Ethikkodex anzuführen. Ansonsten
ist es unmöglich sich ein Meinung darüber zu bilden.
Mal abwarten Mal abwarten, wie lange dieser Artikel hier stehen bleibt. Ich kann mir kaum vorstellen,
dass die Provinzleitung der Barmherzigen Brüder der Veröffentlichung zugestimmt hat.