10:52:01 | Mittwoch, 1. August 2007
In Deutschland beginnen die Priester, die Freigabe der Alten Messe in die Tat umzusetzen. Mit Unterstützung der Pfarrjugend: „Nach ‘ner Stunde Meß-Musik im Kelly-Familiy Stil sehnt man sich zum Tantum Ergo zurück.“
(kreuz.net, Aachen) Der Pfarrer von
St.Gertrud in Herzogenrath, Hw. Guido Rodheudt, hat kürzlich eine
Stellungnahme zum Motu Proprio abgegeben. Der Artikel von Hw. Rodheudt erschien am 14. Juli in der ‘Süddeutschen
Zeitung’.
Der Geistliche ist Priester des Bistums Aachen und Gründungsmitglied des ‘
Netzwerks katholischer
Priester’. Diesem gehören im deutschsprachigen Raum etwa 400 Priester an.
In seinem Artikel erzählt
Hw. Rodheudt – Jahrgang 1964 –, wie er mit dem Alten Ritus in Kontakt kam. Er entdeckte ihn während des
Theologiestudiums in Bonn und Augsburg:

Hw. Guido Rodheudt aus Herzogenrath im Bistum Aachen.
„Ich bin damals quasi geheim zur Priesterbruderschaft St. Pius
X. gegangen, weil man sich als Seminarist immer einem Verdacht aussetzt, wenn man sich für den Alten
Ritus interessiert.“
Als Priester machte er nie einen Hehl daraus, die klassische Liturgie zu befürworten,
obwohl er sie bislang nicht zelebriert hat.
In seiner Pfarrei versucht Hw. Rodheudt, den Neuen Ritus
im Licht der Tradition zu feiern: „Ich muß mich ja auch am Volksaltar nicht als Nachrichtensprecher oder
wie ein Fernsehkoch gebärden und tausend persönliche Einlassungen machen.“
Die meisten Priester seien
dem Mißverständnis erlegen, daß der Gottesdienst eine kommunikative Handlung zwischen Gemeinde und
Priester sei – bedauert er:
„Aber wer sich am Sonntag aus dem Bett erhebt, tut das nicht, weil ihm am
Altar ein netter Mann gegenübersteht. Bei der Messe geht es um Gott.“
Durch das Wenden des Altares
habe sich ein unguter Subjektivismus eingeschlichen. Der Priester, seine Brille, seine Schlauheit seien
plötzlich wichtiger als die Sache.
Dieses anthropozentrische Moment habe Gott letztlich verdrängt:
„Der liturgische Verfall zeigt sich oft in Kleinigkeiten, geht aber bis zur Groteske, wenn Priester
hemdsärmlig
am Altar stehen.“
Bei besonderen Gelegenheiten zelebriert Pfarrer Rodheudt am Hochaltar zum Herrn hin:
„Das hat überhaupt keinen Ärger gegeben, weil ich es vernünftig begründet habe.“
Zum Latein erklärt
er, daß jede große Religion ihre Kultsprache besitzt. Diese sei zur Identitätsfindung „notwendig“.
Ab dem ersten Advent will er in seiner Pfarrei einmal pro Woche eine Alte Messe feiern.
Seine Ministranten
hätten nichts dagegen, weil sie Freude an der Liturgie besitzen:
„Vor kurzem hatten wir in einer Messe
Musik im ‘Kelly-Family-Stil. Da haben die Jugendlichen gesagt: War ja ganz schön, aber nach ‘ner Stunde
sehnt man sich zum Tantum Ergo zurück.“
© Video: Pressevideo der ‘Aktion Alte Messe’
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#9
Aleph † 09:25:20 | Donnerstag, 2. August 2007
#8
r.ruhrgebietler 07:17:58 | Donnerstag, 2. August 2007
#7
Aleph † 20:32:52 | Mittwoch, 1. August 2007
#6
matt2 † 15:04:26 | Mittwoch, 1. August 2007
#5
Karl Murx 13:57:32 | Mittwoch, 1. August 2007
#4
Heggi 13:27:06 | Mittwoch, 1. August 2007
#3
Karl Murx 13:16:13 | Mittwoch, 1. August 2007
#2
stat crux 12:42:03 | Mittwoch, 1. August 2007
#1
Tridentinus 12:01:36 | Mittwoch, 1. August 2007