Alte Messe
Zur Tat geschritten
Der Ritus von Papst Paul VI. ist nicht nur ein Einfallstor für subjektive Verformungen der Liturgie, sondern auch für viele Priester eine Überforderung.
Der Film der Piusbruderschaft zur Erlernung der Alten Messe ist in der Pfarrkirche St. Gertrud in Herzogenrath aufgenommen.
Der Film der Piusbruderschaft zur Erlernung der Alten Messe ist in der Pfarrkirche St. Gertrud in Herzogenrath aufgenommen.
(kreuz.net, Herzogenrath) Vom 27. bis 29. August findet in Herzogenrath bei Aachen eine Schulung von Priestern und Laien im Alten Ritus statt.

Das berichtete das Sprecherteam des ‘Netzwerks katholischer Priester’ in einer Aussendung.

Das ‘Netzwerk katholischer Priester’ versammelt rund vierhundert Geistliche aus dem deutschen Sprachraum. Es tritt für eine unzensurierte Verkündigung der kirchlichen Lehre, die Respektierung der liturgischen Vorschriften sowie die Umsetzung der priesterlichen Leitungsaufgaben ein.

Zum Sprecherteam des ‘Netzwerkes’ gehört Pfarrer Dr. Guido Rodheudt von Herzogenrath im Bistum Aachen, Pfarrer Uwe Winkel von Spahl im Bistum Fulda, Pfarrer Hendrick Jolie von Mühltal im Bistum Mainz.

In der jüngsten Aussendung teilt das ‘Netzwerk’ mit, dem Papst für das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe gedankt zu haben: „Mit dieser Danknote wissen wir uns einig mit vielen – auch jüngeren – Priestern im Weltklerus unserer Diözesen.“

Das Motu Proprio richte sich nicht nur an einige wenige Traditionalisten, sondern solle zu einer Reform des Neuen Meßritus beitragen:

„Nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte hat sich gezeigt, daß der Ritus von Papst Paul VI. nicht nur ein Einfallstor wurde, subjektive Verformungen in den Kult der Kirche zu tragen, sondern auch eine Überforderung für viele Priester darstellt, ohne die eindeutigen Rubriken eines festen Ritus die Heilige Messe objektiv und würdevoll zu feiern.“

Deshalb solle die Freigabe des Alten Ritus für Priester und Gläubige dazu beitragen, „den Wert und die Gestalt des christlichen Kultes wiederzuentdecken, so wie er seit den Zeiten Papst Gregors des Großen die Kirche geformt hat.“

Das Priesternetzwerk bedauert, daß offizielle Stellungnahmen aus den bischöflichen Ordinariaten diese Aspekte des Motu Proprio nicht selten unterschlagen.

Man versuche, die Zelebration des Alten Ritus als eine bloße Konzession an kleine traditionalistische Gruppen hinzustellen.

Dabei habe die vatikanische Kommission ‘Eccelsia Dei’ eine großzügige Auslegung des Motu proprio gefordert, damit es nicht das Schicksal des Indults von 1984 erleide:

„Um die Restriktionen der Vergangenheit zu vermeiden, sind daher nicht mehr die Bischöfe die Genehmigungsinstanzen, sondern der einzelne Priester entscheidet über seine private Zelebration und über Formen der Teilnahme von Gläubigen, die an seinen Messen als »stabile Gruppe« teilnehmen wollen.“

Nach Auskunft von Ecclesia Dei sind – entgegen der Äußerungen mancher Bischöfe – normale Gemeindemessen im Alten Ritus auch an Sonn- und Feiertagen und in feierlicher Form durchaus möglich.

Das Priesternetzwerk zitiert eine Stellungnahme des Sekretärs der Kommission Ecclesia Dei, Prälat Camille Perl, in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’ vom 14. Juli:

„Das jüngste Motu proprio ist für die ganze Kirche des Römischen Ritus gedacht und in Zukunft überall verbindlich.

Es kann nirgends ‘grundsätzlich nicht zur Anwendung kommen’, da es sich um ein positives Gesetz des Obersten Hirten der Kirche handelt, der damit seine höchste, allgemeine Jurisdiktion über die ganze Katholische Kirche ausübt, der sich eine untergeordnete Autorität nicht legitim widersetzen kann.“


Auch die Sorge der Bischöfe, daß der Alte Ritus zu „Spaltungen innerhalb der Gläubigen“ führen könnte, sei angesichts des allerorts vorfindbaren Ungehorsams in den liturgischen Vollzügen unnötig.

Die Befreiung des Alten Ritus werde eher das Gegenteil bewirken – eine Rückführung der Gläubigen zur kultischen Mitte der Kirche:

„Das Korrektiv, das der Alte Ritus an die Neue Messe anlegt, wird nicht zur Spaltung, sondern zur Zukunftsfähigkeit liturgischer Formen führen.“

Viele Mitbrüder des ‘Netzwerkes’ seien der Ansicht, daß allein die öffentliche Anwesenheit des Alten Ritus bereits eine Gesundung des Neuen Ritus bewirken könnte.

Das Netzwerk weiß darauf hin, daß verschiedene Gruppen Schulungen für Priester anbieten, um den Alten Ritus aus der Verbannung zu befreien und der Öffentlichkeit zurückzuschenken.

So hat der Initiator des Priesternetzwerks – Pfarrer Guido Rodheudt – seine Pfarrei in Herzogenrath mit ihren Kirchen für eine Schulung von Priestern, Scholasängern und Ministranten zur Verfügung gestellt. Diese wird vom 27. bis 29 August stattfinden.

In Herzogenrath gibt es die notwendigen Räumlichkeiten, Kirchen und Übernachtungsgelegenheiten.

Durch diese Gastfreundschaft der Pfarrei soll auch deutlich werden, daß der Alte Ritus nicht in ein Ghetto, sondern in die Pfarrkirchen gehört.

Die liturgische Schulung wird von der Petrusbruderschaft durchgeführt. Für den musikalischen Teil ist die Vereinigung ‘Sinfonia Sacra’ verantwortlich.
      
21 Lesermeinungen
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#21   Aleph †   14:37:24 | Dienstag, 31. Juli 2007
Ziemlich trostlose Zustände, wa?
Dann ewäre die Arbeit mit dem Aufbauen des Infostands und der politischen Betreuung der Besucher ja nicht ganz umsonst gewesen, wenn die Aktion wenigstens in der Tagespresse Erwähnung findet, weil schon nichts anderes in dieser Saure-Gurken-Zeit passiert. Wie das Leben in der Libori-Stadt doch trotstlos sein kann. Das ist kaum zu glauben.
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#20   juergen   13:46:29 | Dienstag, 31. Juli 2007
Infostand III
Ja. Der Infostand ist direkt neben dem sog. „Adam und Eva Haus“.
–----
Achja,
während ich dort war, kam auch die Presse. Der Stand wird also wohl auch dort Erwähnung finden.
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#19   Sozialkatholisch   13:44:37 | Dienstag, 31. Juli 2007
@ Jürgen
Kann man von dem Infostand den ca. 2,50 m großen Totenschädel sehen der ca. 50 m direkt vor dem Dom platziert worden ist?
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#18   juergen   13:43:24 | Dienstag, 31. Juli 2007
Infostand II
Ich hatte die Info am Samstag wohl etwas missvertanden. Ich dachte es gäbe um 11:30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Sinne eines Vortrags o.ä.
Es war so, daß für 11:30Uhr die beiden Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus am Infostand erwartet wurden. Da die beiden aus Köln kamen und es doch ein recht weiter Weg ist, haben die sich leider um etwa eine halbe Stunde verspätet.
Währenddessen verteile die Dame an Kinder Heiligenbilder und an Erwachsene das von „Kirche in Not“ herausgegebene Faltblatt mit Grundgebeten in lateinischer und deutscher Sprache.
Ferne wurde auch die Zeitung „Kurier“ der Partei „Christliche Mitte“ verteilt.
Die Dame sagte mir, daß die Priester bis etwa 16:30 dort am Infostand bleiben werden. Danach werden sie an der Prozession zur Beisetzung der Reliquien im Hohen Dom zu Paderborn teilnehmen (Beginn 17:00Uhr).
Ich habe kurz mit einem der Priester (P. Daniel Eichhorn) sprechen können, der sehr nett war und Fragen von einigen Interessierten Leuten kompetent beantwortete.
–----
Die Dame erzählte mir übrigens, daß sie seit fast einem Jahr mit einem Priester in Paderborn in Verbindung stehe, und dieser vorraussichtlich bereit sei, die Messe im außerordentlichen Ritus zu zelebrieren.
(Den Namen des Priesters möchte ich hier nicht bekanntgeben.)
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#17   Aleph †   13:21:40 | Dienstag, 31. Juli 2007
jürgen
Das Ergebnis ist ja nicht unbedingt berauschend, wie Sie von dem Infostand zur Messe der Altrituellen berichten. Etwas mehr Feuer vom Heiligen Geist hätte schon dabei sprühen sollen. War wirklich nicht mehr los oder hat man die Gerätschaften gleich fortgeräumt als Sie sich dem Infostand genähert haben…?
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#16   juergen   13:14:20 | Dienstag, 31. Juli 2007
Infostand
Ich war gerade mal bei dem Infostand zur „alten Messe“, den eine Dame aus Paderborn aufgebaut hat.
Anwesend sind auch zwei Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus als Ansprechpartner für Interessierte.
Zudem ist Pastor W. Pietrek aus Lipstadt-Liesborn anwesend, der im Schlepptau eine Dame mitgebracht hat, die – nach meiner Vermutung – zur Partei „Christliche Mitte“ gehört.
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#15   ottaviani   18:49:52 | Montag, 30. Juli 2007
das ist ihre
privatmeinung sie sind ja nicht gezwungen einer messe nach dem meßbuch von 1962 teilnehmen ich finde den riitus paul VI eine insitte in seiner gesammtheit und bleibe ihm daher fern
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#14   Freinsberg   18:27:58 | Montag, 30. Juli 2007
@ ottaviani
Grundsätzlich halte ich den stillen Kanon für eine Unsitte, auch wenn das Missale 1962 das vorsieht. Unsitte ist m. E. auch eine komplett geflüsterte Messe; aber die gibt es gemäß dem Missale 1962 eh nicht mehr.
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#13   ottaviani   18:22:12 | Montag, 30. Juli 2007
das leise beten des kanons ist keine unsitte sondern
eine klare rubrik des Neßbuchs von 1962 ich persöhnlich denke man solle sich strikt an die rubriken des heweilligen buches halten
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#12   Freinsberg   17:55:18 | Montag, 30. Juli 2007
@ iustus
In dem Punkt kann ich Kard. Ratzinger bei allem Respekt nicht folgen. Das Unhörbar-Ausführen widerspricht der literarischen & liturgischen Gattung „Eucharistia“ / „Anaphora“: lobpreisendes Ausrufen von Gottes Taten vor Gott und der Gemeinde.
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#11   iustus   17:49:43 | Montag, 30. Juli 2007
Der Geist der Liturgie
,,Zum Verdruss mancher Liturgiker habe ich 1978 einmal gesagt, daß keineswegs der ganze Kanon laut gesprochen werden muss. Ich möchte das nach allem Uberlegen hier noch einmal nachdrücklich wiederholen in der Hoffnung, daß sich nach zwanzig Jahren mehr Verständnis für diese These finden lässt. Inzwischen haben die deutschen Liturgiker bei ihrem Bemühen für eine Reform des Missale selbst ausdrücklich bekundet, daß ausgerechnet der Höhepunkt der Eucharistiefeier, das Hochgebet, zu ihrem eigentlichen Krisenpunkt geworden ist. Man hatte dem seit der Reform zunächst durch die Erfindung fortwährend neuer Hochgebete zu begegnen gesucht und ist damit immer noch weiter ins Banale abgesunken. Die Vermehrung der Wörter hilft nicht, das ist inzwischen allzu offenkundig… Es ist gar nicht wahr, daß der vollständige, ununterbrochene laute Vortrag des Hochgebets die Bedingung für die Beteiligung aller an diesem zentralen Akt der Eucharistiefeier sei… Wer je eine im stillen Kanongebet geeinte Kirche erlebt hat, der hat erfahren, was wirklich gefülltes Schweigen ist, das zugleich ein lautes und eindringliches Rufen zu Gott, ein geisterfülltes Beten darstellte“ (S.184f).
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#10   Freinsberg   17:45:18 | Montag, 30. Juli 2007
Einflüsse
Ich fürchte eher etwas anderes: dass Zelebranten des NOM Unsitten des alten Ritus, wie etwa das Leisebeten des Kanons, übernehmen.
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#9   ottaviani   17:42:41 | Montag, 30. Juli 2007
der hochwürdige herr
hält sich korrekt an die rubriken
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#8   iustus   17:36:55 | Montag, 30. Juli 2007
Leider, leider …
Hier die Original-Antwort eines Priesters, der im Auftrag des Bischofs nur ab und zu die „Alte Messe“ zelebrierte, auf meine Frage ob er Daumen und Zeigefinger auch im NOM nach der Wandlung zusammenhält: „Nein. Im neuen Ritus ist das ja nicht vorgeschrieben.“
:-[
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#7   Benedikt   17:07:59 | Montag, 30. Juli 2007
@ Monti
Wie sieht es aber mit Priestern aus, die die Alte Messe nur bei Bedarf zelebrieren ?
Halten die Daumen und Zeigefinger nach der Wandlung zusammen, weil es eben dazugehört?
Und im NOM bleibt alles wie gehabt?
Na das wäre doch schon eine Sache, bei der auf den Vollzug der Forma ordinaria eingewirkt werden könnte. Das ist doch Absicht.
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#6   monti   15:10:31 | Montag, 30. Juli 2007
Das Ganze wird scheitern…
Mal ein Beispiel:
in der trid. Messe hält der Priester nach der Wandlung Daumen und Zeigefinger zusammen, damit kein Krümel der konsekrierten Hostie entweiht wird, weil er z.B. auf den Boden fällt.
Bei der FSSPX setze ich voraus (ich hoffe, dass dem so ist !!), dass der Priester dies aus vollem Herzen und dem Glauben heraus tut, dass in jedem Krümel des verwandelten Brotes Jesus Christus selbst ist.
Wie sieht es aber mit Priestern aus, die die Alte Messe nur bei Bedarf zelebrieren ?
Halten die Daumen und Zeigefinger nach der Wandlung zusammen, weil es eben dazugehört?
Und im NOM bleibt alles wie gehabt?
Ein Beispiel von vielen. Traditionalisten werden entweder weiterhin die Messen bei Ihren Bruderschaften und Instituten besuchen oder ihre eigenen Priester in Diözesankirchen mitbringen (wahrscheinlich auch ihre eigenen Organisten ). Jedenfalls sollten sie das tun, wenn sie glaubwürdig bleiben wollen.
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#5   juergen   14:58:59 | Montag, 30. Juli 2007
Bündelung von Interessen – Sammlung von Interessierten
In Paderborn feiern wir zur Zeit Libori www.i-basis.de/…rzbistum/index.phtml?dia_id=2&ber_i…. Am Liborisamstag wurde ich informiert, daß sich Leute, die Interesse an der Etablierung einer Messe im außerordentlichen Ritus hier in der Stadt haben, sich am Sonntag und auch am Dienstag treffen werden. Ein Priester wird über den außerordentlichen Ritus informieren.
Das Treffen am Sonntag konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht besuchen, ich werde mal schauen ob es sich morgen einrichten läßt.
^-^
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#4   r.ruhrgebietler   13:51:48 | Montag, 30. Juli 2007
Danke Redaktion für den hervorragenden Artikel!
Da haben die V-II’ler nunmehr keinen Grund zu sagen, es hätt sie niemand unterweisen können!
Schluß mit dem protestantischen Abendsmahlgeschwafel und den in der V-II-Sekte so üblichen Anleihen an die Welt und endlich Rückkehr zur Demut, Anbetung, Gottverherrlichung.
Sollten tatsächlich noch Wunder passieren?
Allenortes nur noch die würdige Zelebrierung des hhlg. Messopfers?? Also ganz im Sinne des 1. Gebotes?? „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“
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#3   Aleph †   12:40:53 | Montag, 30. Juli 2007
Bloß keine Hybris wegen der alten Messe
Bloß keine Hybris wegen der extraordinären Messe. Auch da wird nur mit Wasser gekocht und „kostbares Blut“ ver-oder gewandelt? Wenn kein Bedarf besteht, brauchen sich Priester nicht dazu ausbilden zu lassen. Die Mehrheit läuft dem alten Kult ohnehin nicht nach. Nur weil etwas alt ist, muss es nicht als lebensnotwendig aufgebauscht werden, weil es durch NOM viel Lebensnotwendigeres und -wchtigeres gibt. Alles andere ist liturgischer Voyeurismus schlimmster Sorte, gepaart mit einem üppigen Maß an Denkfaulheit, weil es doch so schön ist, gedankenlos die Rubriken abzurattern. Das machen auch die vermeintlichen Lateinkenntnisse nicht besser. Latein versteht ja eh’ kaum jemand, und durch die dichten Weihrauchschwaden kann sich nur schwer ein Blick zum Altar schieben. Für was also der ganze Aufwand für die personifizierte Rückständigkeit der katholischen Winkellogen. Sollen Sie Ihre Feier doch halten wie 18-hundert-toback: Kleriker ganz unter sich, ohne die störende Gemeinde, damit die Kommunion nur den vorbehalten ist, die dem Verwandlungsauftrag (?)nachkommen.
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#2   matt2 †   11:01:06 | Montag, 30. Juli 2007
Die Alte Messe sitzt der Neuen von nun an wie Big Brother im Rücken…
indem Sie ihr bewußt den kalten Rücken gleich einem Mahnmal hinstellt. Die rückwärtige Gegenwart des Alten soll das Neue zur Frömmigkeit anstacheln im Sinne einer Abkehr vom Profanen. Ein Rücken kann entzücken heisst auch in Zukunft die Devise. Nein, die Tradis sind mitnichten ein verschrobener Haufen und es wächst ihnen alsbald ein 3. Auge am Hinterkopf um die Reaktionen auf die Fulminanz ihrer Abkehr auch still und heimlich auszukosten. Was für ein Schwelgen! Oh, was ist der Kirche da nur entgangen.
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#1   Arwen   10:18:43 | Montag, 30. Juli 2007
Hmmmm
Sogar die bischöfliche ‘KNA’ berichtete gestern mittag über das wichtige Angebot des Priesternetzwerks.
Frage: Welches Medium unterschlägt die Nachricht?
29.07.2007 13:44:
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P.S. Professioneller Film. Hochachtung.
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