Für die Priesterbruderschaft St. Pius X. weist das jüngste Dokument der Glaubenskongregation über Fragen zur Kirche keinen Weg aus der Krise. Im Gegenteil.
(kreuz.net) Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bischof Bernard Fellay, hat sich Mitte
Juli zum Dokument der Glaubenskongregation über die Kirche geäußert.
Der Bischof sprach am 17. Juli
mit der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Register’, die der Ordensgemeinschaft ‘Legionäre Christi’
nahesteht.
Mons. Fellay glaubt nicht, daß das Dokument der Glaubenskongregation die Vieldeutigkeit in
den vatikanischen Texten der letzten vierzig Jahren beseitigen kann.
Es veranschauliche aber das Anliegen
des Papstes, der versuche, den Bruch zwischen der Lehre vor und nach dem Pastoralkonzil zu verbergen.
Er tue dies, indem er sage: „Die Kirche kann mit sich selber nicht im Widerspruch treten. Deshalb müssen
die Vergangenheit und die Gegenwart eins sein.“
Das sei – so Mons. Fellay – zwar nett: „Aber ist es wahr?“
Das jüngste Dokument der Glaubenskongregation ist für ihn „sehr verwirrend“.
Ähnlich äußerte sich
Bischof Fellay bereits am 9. Juli vor der lefebvristischen US-Wochenzeitung ‘Remnant’.
Dabei erklärte
er, daß das Dokument erklärte, daß es vor und nach dem Zweiten Vatikanum in der kirchlichen Lehre angeblich
keinen Widerspruch gebe.
Dabei versuche man die existierenden Widersprüche dadurch aus der Welt zu schaffen,
daß man sie einfach zusammenfüge.
In diesem Sinn kläre der jüngste Text der Glaubenskongregation
nichts, sondern bestätige erneut, daß ein „Ja“ in vatikanischen Dokumenten offenbar ein „Nein“ bedeute.
Dadurch versuche man die Quadratur des Kreises. Das illustriert nach Mons. Fellay, was die Piusbruderschaft
seit sechs Jahren wiederholt: Rom setzt seinen verwirrenden Weg fort, indem es sich kaum um Widersprüche
kümmert – so der Bischof.
Beleg aus dem Dokument
Als Beispiel nennt Bischof Fellay die vom Pastoralkonzil
benützte Formulierung, die Kirche Christi „subsistiere“ in der Katholischen Kirche.
In ihrem jüngsten
Dokument frage die Glaubenskongregation, warum das Konzil den Ausdruck „subsistieren“ und nicht einfach
das Zeitwort „ist“ gebrauche.
Die Antwort: „Die Verwendung dieses Ausdrucks, der die vollständige Identität
der Kirche Christi mit der Katholischen Kirche besagt, verändert die Lehre über die Kirche nicht.
Er
ist in der Wahrheit begründet und bringt klarer zum Ausdruck, daß außerhalb ihres Gefüges »vielfältige
Elemente der Heiligung und der Wahrheit« zu finden sind, »die als der Kirche Christi eigene Gaben auf
die katholische Einheit hindrängen.« (Lumen gentium 8)“
Für Bischof Fellay läßt eine solche Antwort
keine Schlußfolgerungen zu.
Der erste Satz besage, daß „subsistieren“ „est“ bedeute – daß es also
eine Identität zwischen der Kirche Christi und der Katholischen Kirche gebe und daß sich die alte Lehre
nicht geändert habe.
Doch schon der nächste Satz stelle eine Änderung der kirchlichen Lehre dar: „Das
ist ein Widerspruch.“
Als einzig Positives im Dokument erachtet Bischof Fellay, daß den Protestanten
der Titel „Kirche“ verwehrt wird: „Großartig!“
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63 Lesermeinungen
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Wenn die FSSPX glaubwürdig bleiben will, KANN sie nicht von ihren Positionen abrücken. Ich bin zwar
der felsenfesten Überzeugung, dass die katholische Kirche nichts, aber auch gar nichts mit Gott, geschweige
denn mit dem Christentum zu tun hat, aber darum geht es ja auch nicht, sondern nur darum, was katholisch
ist. wenn die Lehre vorm Konzil katholisch war, wenn man vorm Konzil der Meinung war, die wahre Religion
zu lehren, dann ist die FSSPX im besten sinne katholisch. Und das was nach dem Konzil kam, nur eine Anbiedrung
an die Protestanten und den Zeitgeist.
Lieber virOblationis, vielen Dank für Ihre klaren Worte. Im Endeffekt beruht die Schwäche der Kirche
auf einer naturalistischen Grundhaltung, die Grundlage des Modernismus ist, der derzeit die Kirche (immer
noch) verwüstet.
#59 virOblationis 15:16:28 | Sonntag, 5. August 2007
Antworten Botschafter schrieb: „Bitte hört endlich mit Euren Eitelkeiten auf und kämpft gegen die Irrlehre
Mohameds, statt gegen den heiligen Vater!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“ Die Schwäche der Kirche in der
Auseinandersetzung mit dem Islam rührt ja nicht daher, daß eine kleine Bruderschaft dem Heiligen Vater
nicht beisteht. Sie ist begründet in der falschen Sicht des Vat. II von den Fremdreligionen, die ihren
Niederschlag in Nostra Aetate gefunden hat. Tridentinus schrieb: „Wenn sie Gegenbeispiele fordern, müssen
Sie zunächst konkrete Beispiele beibringen, die Ihre Sicht stützen.“ Wenn ich mich darauf berufe, daß
die Tendenz „weg von Rom“ unter allen nicht-kath. Christen verbreitet ist und nach Gegenbeispielen frage,
die dies falsifizieren würden, wieso sollte ich dann noch einzelne Beispiele nennen? Jede nicht-kath.
Gruppierung ist ein Beispiel: die östl. Schismatiker, die Lutheraner, Calvinisten, Methodisten, etc.
Weiter heißt es bei Tridentinus: „Und grundsätzlich auf die Argumente der vorausgehenden Diskussionsbeiträge
eingehen.“ Wo hätte ich dies unterlassen? Zuletzt schreibt Tridentinus: „Wie begegnen Sie konkret dem
Verdacht, im Endeffekt Extra Ecclesiam GRATIA zu befürworten?“ Bloße Verdächtigungen sind eben nicht
konkret. Damit ich antworten kann, müßten Sie schon genauer sagen, was Sie meinen. Zeigen Sie es doch
bitte an Hand dessen auf, was ich geschrieben habe, daß es dort nach meiner Ansicht keine Gewährung
von Gnaden außerhalb der Kirche geben soll.
Lieber defensor fidei, man sollte vielleicht auch erwähnen, dass der Kampf gegen den Islam nicht nur
mit natürlichen Waffen (verbal) geführt wird, sondern auch mit übernatürlichen Waffen. So wurde die
Seeschlacht von Lepanto zwar mit dem Schwert geschlagen, aber mit dem Rosenkranz gewonnen. Insofern tut
die Priesterbruderschaft mit der Erhaltung des rechten Glaubens wohl sehr viel mehr gegen den Islam, als
die heterodoxen modernistischen Bischöfe, soviel sie sich auch verbal gerieren.
#57 Tridentinus 13:00:36 | Sonntag, 5. August 2007
@VirOblationis Wenn sie Gegenbeispiele fordern, müssen Sie zunächst konkrete Beispiele beibringen, die
Ihre Sicht stützen. Und grundsätzlich auf die Argumente der vorausgehenden Diskussionsbeiträge eingehen.
Wie begegnen Sie konkret dem Verdacht, im Endeffekt Extra Ecclesiam GRATIA zu befürworten?
@ Botschafter: der Islam und die FSSPX Bitte hört endlich mit Euren (gemeint ist die FSSPX) Eitelkeiten
auf und kämpft gegen die Irrlehre Mohameds, statt gegen den heiligen Vater!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Keine Sorge Botschafter! Die Muselmanen werden schon nicht vergessen und die Gefahr nicht unterschätzt.
Ich empfehle Ihnen in diesem Zusammenhang die beiden Mitteilungsblätter der Priesterbruderschaft www.fsspx.info/mbonline/archiv.php?mbmonat=2&mbja…
aus den Monaten Februar und März 2007. Hier ist das Thema Islam ausführlichst behandelt worden.
#55 Nachtlaterne 10:54:10 | Sonntag, 5. August 2007
man muss der … … piusbruderschaft zugestehen, dass sie es zwar ehrlich mit dem glauben meint, wahrscheinlich
aber nicht selber bereit ist den riss zu überwinden. denn dann müsste sie privilegien aufgeben und den
letztlich geliebten sonderstatus. die evangelische „kirche“ wird niemals von ihrer weltanschauung lassen
und daher die katholiken auffordern in ihr lager überzuwechseln. jedem müsste klar sein, dass luther
das kind mit dem bade ausschüttete also nicht nur das dreckige wasser sondern jesus gleich mit entsorgen
wollte auf den, angebglich, seine worte gründen.
#53 virOblationis 21:02:22 | Samstag, 4. August 2007
„ekklesiale Fragmente oder Elemente“ Die real existierenden „ekklesiale[n] Fragmente oder Elemente“ drängen
keineswegs nach Rom hin, sondern eher von dort fort. – Gibt es auch nur ein einziges Gegenbeispiel? Ebenso
wie die nicht-christlichen Religionen hat man die nicht-kath. Konfessionen durch das Vat. II aufwerten
wollen. – Doch noch einmal: Sie alle vermitteln das Heil nicht. Wenn jemand ihnen angehört und selig
wird dann trotz und nicht wegen seiner Zugehörigkeit zu diesen nicht-kath. „ekklesiale[n] Fragmente[n]
oder Elemente[n]“ oder gar Fremdreligionen.
#52 Tridentinus 16:26:04 | Samstag, 4. August 2007
Rettungsringe Was sind diese denn anderes als ekklesiale Fragmente oder Elemente, die auf die volle kirchliche
Gemeinschaft hindrängen? Ich frage mich also: Was ist an dem Text der Glaubenskongregation konkret dogmatisch
(oder bereits denk-logisch) unannehmbar? Jetzt muss ich mich für heute leider aus der Diskussion verabschieden.
#50 Tridentinus 16:18:37 | Samstag, 4. August 2007
@Heinrich II., @Artois Wir sollten jetzt nicht zu spitzfindig in Einzelheiten der Gnadenlehre abschweifen.
Aber ich glaube, man kann die Lehre des II. Vaticanums, die die Glaubenskongregation jüngst authentisch
ausgelegt hat dahingehend als Vertiefung und Affirmation der traditionellen Doktrin vom Wirken der Gnade
ausserhalb der Kirche verstehen, als deutlich wird, dass auch dieses Wirken der Gnade ausserhalb der Kirche
nicht ohne die Kirche (erst recht nicht gegen sie) erfolgt. Freilich: So wurde das Vat. II weithin nicht
rezipiert, aber wenn der Papst es im Sinne der Hermeneutik der Kontinuität jetzt authentisch so interpretiert
bzw interpretieren lässt, was will man dann noch daran aussetzen?
Lieber Tridentinus, wenn die Gnade nicht außerhalb der waltete, dann wäre es z.B. nicht möglich, dass
sich jemand bekehrt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es außerhalb der Kirche Heil gäbe. Oder um es
bildhaft zu beschreiben: Gott wirft manchem einen Rettungsring zu, damit er es in die rettende Arche der
Kirche schafft.
Lieber Tridentinus, den Satz verstehe ich schon, ich weiß auch, dass er verurteilt und grundfalsch ist.
Nicht verstanden habe ich den von Ihnen konstruierten Zusammenhang mit dem Text der Glaubenskongregation.
#44 Tridentinus 15:59:58 | Samstag, 4. August 2007
@Heinrich II. Extra ecclesiam nulla gratia heisst zu deutsch: Ausserhalb der Kirche keine Gnade. Dieser
Satz ist bereits verurteilt, ich glaube mich zu erinnern gegen die Jansenisten, habe aber keinen Denzinger
zu Hand momentan. Der folgende Satz meines Postings vorhin ist mit Fragezeichen zu versehen: Wäre die
FSSPX zufrieden, wenn da stünde: Ausserhalb der Kirche keine Gnade? Wenn man diese bejahen müsste, wäre
das Häresie. Was ergibt sich aber im Endeffekt, wenn man den jüngsten Text der Glaubenskongregation
meint, immer noch nicht annehmen zu können?
Lieber Tridentinus, Wann wäre die FSSPX zufrieden: Wenn da stünde „Extra ecclesiam nulla gratia“. Wenn
ja, würde sie damit häretisch. … erklären Sie doch mal, wie Sie diesen Satz meinen.
#42 Tridentinus 15:49:49 | Samstag, 4. August 2007
@Heinrich II. Danke für die Gelegenheit, meine Interpunktionsfehler zu entschuldigen, die flüchtigkeitshalber
entstanden sind. Und jetzt beziehen Sie sich sachlich auf meinen Beitrag oder unterlassen es ganz. Beste
Grüsse, Tridentinus
#40 Tridentinus 15:42:03 | Samstag, 4. August 2007
Das Mitteilungsblatt dieses Montats ist sehr gut insgesamt, Aber diese Stellungnahme… Ist sie das zwanghafte
Suchen eines Bruches? Auch Benedikt XVI. ist sich zweifellos der Spannungen bewusst. Diese will er nicht
verdecken, sondern dadurch, dass er die Hermeneutik der Kontinuität als authentisch erklärt auflösen.
Wann wäre die FSSPX zufrieden: Wenn da stünde „Extra ecclesiam nulla gratia“. Wenn ja, würde sie damit
häretisch.
@ Gotthard Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden.“ Dieser Satz ist viel bedeutungsvoller
als der Satz eines Papstes aus dem 14. Jahrhundert „extra ecclesiam nulla salus“ … DAS war ein politischer
Satz! Was heißt hier bedeutungsvoller? Darauf kommt es im vorliegenden Fall gar nicht an, weil sich die
Sätze nicht widersprechen und deshalb auch nicht entschieden werden muss, welcher Satz dem anderen vorginge.
„Extra ecclesia“ ist genaugenommen sogar die Konsequenz des zitierten Bibelabschnittes. Deshalb handelt
es sich dabei auch nicht um einen politischen, sondern um einen dogmatischen Satz. Abgesehen davon wusste
ich auch noch gar nicht, daß Cyprian von Karthago im Mittelalter gelebt hat. Von ihm stammt nämlich
der Satz „Extra ecclesiam salus non est“, der dann später zum „Extra ecclesiam nulla salus“ wurde.
@ Hans Mohrmann Fellay wird scheitern, wie alle Vereinfacher. Fellay ein Vereinfacher? Das soll ja wohl
ein Scherz sein. Wenn heutzutage jemand die Theologie simplifiziert, dann doch wohl die Anhänger der
liberalen Theologie, die nicht mehr genau hinschauen und differenzieren. Daß Benedikt mit der Freigabe
der Alten Messe ihm ein wichtiges Argument genommen hat, ist in Wahrheit das Problem, daß Fellay mit
diesem Motu Proprio hat. Bischof Fellay hat mit dem Motu Proprio (Summorum Pontificum) kein Problem, sondern
mit dem neuesten Schreiben der Glaubenskongregation. Hierbei geht es ihm um andere, zentrale Fragen des
Glaubens, die vorher auch schon ein zentralen Anliegen der FSSPX waren. Anders als vielleicht viele meinen,
hat die FSSPX nicht ausschließlich für eine Freigabe der alten Messe gekämpft. Genaugenommen war der
Kampf für die alte Messe sogar nur ein Ausfluß der anderen Anliegen der Bruderschaft. Im eigentlichen
Zentrum der theologischen Diskussion stand immer der Begriff der Religionsfreiheit, das Kirchenverständnis
und das Verhältnis der Kirche zu anderen Religionen und Konfessionen (Ökumenismus).
Luther, Calvin, Fellay Nun ist unsere katholische Religion schrecklich wirklich kompliziert. Es ist nicht
einfach, daß Gott allmächtig, wir Menschen aber als Wesen geschaffen sind, die der Schöpfer mit der
Gabe des freien Willens beschenkt hat. Es nicht einfach zu verstehen, daß wir gerechtfertigt sind durch
den Glauben, aber doch das bloße „Führwahrhalten“ nicht genügt. Wieviele große Denker haben sich den
Kopf zerbrochen über das wahre Verständnis der göttlichen Dreieinigkeit. Noch immer haben sich Gottsucher
vor dieser Kompexität geflüchtet und den „einfachen“ Glauben gesucht. Von Muhammad bis Luther und Calvin
gab es immer den Versuch, die Paradoxien des christlichen Glaubens durch eine puritanisch gereinigte und
vereinfachte Lehre zu ersetzen. Alle diese Versuche sind gescheiert. Fellay erinnert mich in seiner Kritik
an der in der Tat nicht einfach zu verstehenden Lehre von der Kirche, die eben nicht mehr die allein seligmachende,
aber dennoch die unam ecclesiam catholicam ist, an die Mohammedaner, Lutheraner, Calvinisten, Altkatholiken
aller Zeiten. Fellay wird scheitern, wie alle Vereinfacher. Daß Benedikt mit der Freigabe der Alten Messe
ihm ein wichtiges Argument genommen hat, ist in Wahrheit das Problem, daß Fellay mit diesem Motu Proprio
hat.
aus dem Evangelium! „Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden.“ Dieser Satz ist viel bedeutungsvoller
als der Satz eines Papstes aus dem 14. Jahrhundert „extra ecclesiam nulla salus“ … DAS war ein politischer
Satz!
„Subsistit in“ in traditioneller, nicht aber vulgärtraditionalistischem Verständnis… Werte Leser,
leider verstehe ich die Logik jenes Widerspruchs nicht ganz. Die Identität der Entitäten „Kirche Jesu
Christi“ und „Katholische Kirche“ wird doch deutlich ausgesagt. Das „subsistit in“ meint ja gerade dieses:
das, was die „Idee“ (in einem durchaus realistischen Sinne verstanden), die „Wesenheit“ der „Kirche Jesu
Christi“ ist, findet sich in der „Katholischen Kirche“ verwirklicht. Und weil das Konzil zuvor von einer
einzigen Kirche Jesu Christi spricht, kann es auch nur eine einzige Subsistenz dieser die Singularität
immer schon einbegreifen Idee „Kirche Jesu Christi“ geben. (Analog subsistiert z.B. das „Oberhaupt-der-Kirche-und-Stellvertreter-Jesu-Christi-auf-Erden-Sein“
in der Person des gegenwärtigen Papstes – und zwar nur in dieser.) In historischer Hinsicht wird die
dargelegte Auffassung des „subsistit in“ durch die Erforschung der Primärquellen, insbesondere der Aufzeichnungen
Sebastian Tromps, durch Alexandra von Teuffenbach neuerdings nur erhärtet. Was die heiligenden Elemente
außerhalb der Kirche anbelangt: Wenn ein Methodist bona fidezu Christus betet und von Ihm Rettung erfährt,
ist es dann nicht tatsächlich ein der Kirche zugehöriges Element, das außerhalb ihrer (und nicht ohne
sie) heilswirksam wird, das zugleich auch, betrachtet man es richtig, zu der wahren Kirche hindrängt,
da ja der Christusglaube konsequenterweise zum Glaubensinhalt der „una sancta catholica et apostolica
Ecclesia“ führen müßte? Also bitte keinen Vulgärtraditionalismus!
wen interessiert es? Wen interessiert eigentlich die Meinung des Herrn Fellay zu einem vatikanischen Dokument?
Vielleicht sollte sich dieser Herr mal bemühen um Reconciliation mit der Kirche – sonst interessiert
seine unmaßgebliche Meinung überhaupt nicht.
#30 virOblationis 20:44:26 | Freitag, 3. August 2007
Anfügung „Der letzte Teil des Textes – ‘die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit
hindrängen.’ – ist lediglich eine Entlastung des gesamten Irrtums,…“ So sehe ich es auch. Man raubte
sie, um sich damit von der Kirche zu entfernen, um eigene „Kirchen“ zu gründen. Wie sollte dies nun wiederum
nach Rom zurück drängen?
Antwort an chatarina Der Widerspruch besteht ganz einfach an der Tatsache, daß außerhalb der Kirche
gibt’s kein Heil. Der zweite Teil der Textes will mit einere raffinierten Textführung aber genau darauf
hinaus, um in den Menschen die falsche, sehr humanistische Hoffnung zu erwecken als es außerhalb der
Kirche auch Teile und Splitter diese Wahrheiten sich vorfinde. Der letzte Teil des Textes – „die als der
Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen.“ – ist lediglich eine Entlastung
des gesamten Irrtums, dass das ganze so aussehe als wenn es mit der Lehre der Kirche in Einklang stünde.Es
ist ein typischer alte irreführende Methode der Modernismus und des II.Vaticanums. Nicht reinfallen!
#28 virOblationis 20:38:00 | Freitag, 3. August 2007
Werte Catharina! Unten schrieb ich: „…denn wenn z.B. ein Heide eine gültige Taufe vornimmt, dann nicht
auf Grund seiner Zugehörigkeit zum Heidentum, sondern trotz derselben. ‘Elemente des Heiles’ sind also
nicht an die nicht-kath. Gemeinschaften gebunden, sondern aus dieser von Einzelpersonen – man muß wohl
sagen – entwendet. Insofern gibt es keine gleichsam akzidentielle Gegenwart der Kirche in anderen Gemeinschaften
neben der substantiellen („subsistit“) in der katholischen.“ Gerade diese Assoziation sollte die Vokabel
„subsistit“ doch wohl wecken, daß es akzidentiell auch „Elemente der Heiligung“ in anderen religiösen
Gemeinschaften gibt. Sie schrieben: „Ein konträrer Gegensatz wäre es, wenn behauptet würde, die Katholische
Kirche sei mit der Kirche Jesu Christi ganz und gar nicht identisch, ein kontradiktorischer Gegensatz,
wenn es hieße, die Katholische Kirche sei mit der Kirche Jesu Christi nicht vollständig identisch.“
Bei vollständiger Identität wäre ein est zu erwarten, kein subsistit. – Wie sollte es eine vollständige –
und das heißt m. E. zugleich: exklusive*- Identität geben, wenn neben der Kirche weitere religiöse
Gemeinschaften existieren, die „Elemente des Heils“ von dieser entwenden dürfen? Es gibt nur einen Heilsweg:
Christus; und Er hat nur eine Kirche gegründet: die katholische. *wie wäre sie sonst vollständig? Werden
Menschen außerhalb der sichtbaren Kirche selig, so keinesfalls durch ihre nicht-kath. Gemeinschaften,
sd. allenfalls trotz ihrer Zugehörigkeit dazu (s.o.)
Bischof Fellay und der Widerspruch In folgender Passage will Weihbischof Fellay einen Widerspruch sehen:
„Die Verwendung dieses Ausdrucks (scil. subsistit in), der die vollständige Identität der Kirche Christi
mit der Katholischen Kirche besagt, verändert die Lehre über die Kirche nicht. Er ist in der Wahrheit
begründet und bringt klarer zum Ausdruck, daß außerhalb ihres Gefüges »vielfältige Elemente der
Heiligung und der Wahrheit« zu finden sind, »die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische
Einheit hindrängen.« (Lumen gentium 8)“ Ist jemand in der Lage, mir klar und deutlich zu sagen, wo der
Widerspruch liegt? Nach den Grundsätzen der Logik vermag ich einen solchen nicht zu erblicken. Ein konträrer
Gegensatz wäre es, wenn behauptet würde, die Katholische Kirche sei mit der Kirche Jesu Christi ganz
und gar nicht identisch, ein kontradiktorischer Gegensatz, wenn es hieße, die Katholische Kirche sei
mit der Kirche Jesu Christi nicht vollständig identisch. Nun aber lese ich in dem vom Weihbischof als
Widerspruch zum Vorausgehenden bezeichneten Satz nur etwas über die »vielfältigen Elemente der Heiligung
und der Wahrheit (…), die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen.«
(Lumen gentium 8)„[kursiv] Wo also ist der Widerspruch? Existiert dieser im römischen Dokument oder im
Denken des Kritikers?
bekennender Reaktionär! @gilbert: „Neokonservativ und Altbacken. Sind die Neokonservativen mit den Altbackenen
identisch?“ Keine Ahnung was die Neocons sind, aber wohl nicht wirklich Konservativ, im eigentlichen Sinne.
Vielleicht kann man sagen, sie sind altbacken Modernistisch Mir aber eigentlich egal, denn ich bin bekennender
Reaktionär! :)3
Zum Thema „Liberalismus“ hat der Hl. Vater einiges Bedenkenswerte hier www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html
gesagt! Der Zusammenstoß des Glaubens der Kirche mit einem radikalen Liberalismus und auch mit den Naturwissenschaften,
die sich anmaßten, mit ihren Kenntnissen die ganze Wirklichkeit bis zu ihrem Ende zu erfassen, und sich
fest vorgenommen hatten, die »Hypothese Gott« überflüssig zu machen, hatte im 19. Jahrhundert seitens
der Kirche unter Pius IX. zu harten und radikalen Verurteilungen eines solchen Geistes der Moderne geführt.
Es gab somit scheinbar keinen Bereich mehr, der offen gewesen wäre für eine positive und fruchtbare
Verständigung, und diese wurde von denjenigen, die sich als Vertreter der Moderne fühlten, auch drastisch
abgelehnt. In der Zwischenzeit hatte jedoch auch die Moderne Entwicklungen durchgemacht. Man merkte, daß
die amerikanische Revolution ein modernes Staatsmodell bot, das anders war als das, welches die radikalen
Tendenzen, die aus der zweiten Phase der französischen Revolution hervorgegangen waren, entworfen hatten.
Die Naturwissenschaften begannen, immer klarer über die eigenen Grenzen nachzudenken, die ihnen von ihrer
eigenen Methode auferlegt wurden, die, auch wenn sie große Dinge vollbrachte, dennoch nicht in der Lage
war, die gesamte Wirklichkeit zu erfassen. So begannen beide Seiten, immer mehr Offenheit füreinander
zu zeigen. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg hatten
katholische Staatsmänner bewiesen, daß es einen säkularen modernen Staat geben …
@ gilbert & pünktchen Und die Pseudo- und Neokonservativen leugnen […] weil sie wissen, was die Folge
wäre Zur Verdeutlichung: Die Folge wäre entweder eine neue Kirche oder ein Konzil, das nicht in allen
Punkten Gültigkeit beanspruchen könnte. Beide Vorstellungen sind für die Pseudokonservativen undenkbar.
Liberale dagegen haben mit dieser Vorstellung kein Problem, weil sie gar nicht den Anspruch erheben, die
Lehre unverändert zu bewahren. Der Konservative schließlich will nur Verwalter der Wahrheit sein. Dieses
Prinzip galt in der Kirche von Anfang an. „Wer auch immer gerettet sein will, dem ist vor allem aufgegeben,
den katholischen Glauben zu bewahren. Wer diesen nicht vollständig & unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel
auf ewig verloren sein. de.wikipedia.org/…s_Glaubensbekenntnis“ Man wäre jedoch ein schlechter Konservativer,
wenn man nur deshalb konservativ ist, weil man das „Alte“ halt schöner findet. Das wäre schnöder Romantizismus.
Unter diese Kategorie fallen wohl auch jene, die Sie als „altbacken“ bezeichnen. Ist das Problem nicht
eher, daß Traditionalisten den Begriff „liberal“ als eindeutig verwenden… Ob das so sehr ein Problem
der Traditionellen ist, weiß ich nicht. Aber Sie haben Recht, wenn Sie sagen, daß oftmals nicht genau
zwischen dem philosophischen, dem theologischen & dem politischen Liberalismus unterschieden wird. Diese
verschiedenen Formen hängen aber insoweit miteinander Zusammen, als sie alle Ausdruck eines neuen Freiheitsbegriffes
sind. Das Problem ist allgemein, daß man nicht mehr genau differenziert.
#23 virOblationis 15:55:55 | Freitag, 3. August 2007
Elemente des Heils und Liberalismus ad Defensor „Das betreffende Dokument besagt, dass eine Identität
zwischen der Kirche Christi und der Katholischen Kirche besteht. Jedoch möchte man gleichzeitig zum Ausdruck
bringen, dass in anderen Kirchen bzw. Gemeinschaften auch einzelne Elemente dieses Heiles – so z.B. in
gültigen Taufen bzw. anderen Sakramenten – zu finden sind. Problematisch wäre diese Äußerung nur,
wenn hier von selbstständigen Heilsmitteln die Rede wäre. Genau das ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr
leiten sich die in den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften vorhandenen Heilsmittel ohne Ausnahme
von der katholischen Kirche ab.“ Dies scheint mir fraglich, denn wenn z.B. ein Heide eine gültige Taufe
vornimmt, dann nicht auf Grund seiner Zugehörigkeit zum Heidentum, sondern trotz derselben. „Elemente
des Heiles“ sind also nicht an die nicht-kath. Gemeinschaften gebunden, sondern aus dieser von Einzelpersonen –
man muß wohl sagen – entwendet. Insofern gibt es keine gleichsam akzidentielle Gegenwart der Kirche in
anderen Gemeinschaften neben der substantiellen („subsistit“) in der katholischen. ad .chen „Ist das Problem
nicht eher, daß Traditionalisten den Begriff ‘liberal’ als eindeutig verwenden, obwohl er ein Homonym
ist: ‘Liberal’: a) in säkularer Anwendung für ein Rechts- und Staatssystem und ‘liberal’ b) in kirchlicher
für den sog. ‘Indifferentismus’.“ Allen verschiedenen Formen des Liberalismus, so scheint mir, liegt
dieselbe (verkehrte) Philosophie zu Grunde.
@Defensor Fidei: „Jedoch möchte man gleichzeitig zum Ausdruck bringen, dass in anderen Kirchen bzw. Gemeinschaften
auch einzelne Elemente dieses Heiles – so z.B. in gültigen Taufen bzw. anderen Sakramenten – zu finden
sind.“ Es ist Lehre der Kirche, dass gültige Sakramente nur in der Kirche Gnadenwirkungen hervorbringen
können. Das Kind, das von einem Akatholiken getauft wird, kann dem Sakarament kein Hindernis entgegensetzen,
es wird durch die gültige Taufe zum Mitglied der Katholischen Kirche. Die Behauptung, dass sonstig gültige
Sakaramente, die unerlaubt außerhalb der Katholischen Kirche gespendet werden, Gnaden bewirken können,
widerspricht der überlieferten Lehre. Ausnahme ist die unüberwindliche Unkenntnis.
Defensor Der Konservative kann keine Vermählung mit dem Liberalismus eingehen. Der Neokonservative versucht
es. Neokonservative denken mir also oft zu wenig. Ist das Problem nicht eher, daß Traditionalisten den
Begriff „liberal“ als eindeutig verwenden, obwohl er ein Homonym ist: „Liberal“: a) in säkularer Anwendung
für ein Rechts- und Staatssystem und „liberal“ b) in kirchlicher für den sog. „Indifferentismus“. Die
Vermengung dieser begrifflichen Anwendungsfelder führt zu zahlreichen Verirrungen bei den Konservativen/Tradis
U.u. ist dies www.kreuz.net/bookentry.1303.html ein Beispiel dafür!
war ja klar… Das jüngste Dokument der Glaubenskongregation ist für ihn „sehr verwirrend“.na, das zeigt
nur , welch ein schlechter theologe herr fellay ist… aber was soll man auch von einem angeblichen bischof
halten, der nicht in der gemeinschaft mit der kirche und dem heiligen vater steht… ein theologisch halbgebildeter
schismatiker… und das dieser tradihaufen keine aussöhnung will, wird jetzt ja nur zu deutlich… war
ja klar !
#19 Regina 1961 15:21:05 | Freitag, 3. August 2007
@Malacarne Lies doch mal das Motu Proprio durch, welches JPII verfasst hat. Punkt 5 c wenn ich mich nicht
vertue. Habe es gerade nicht griffbereit. Erzbischof Lefebvre und die von ihm geweihten Bischöfe sind
excommuniziert. Nichts anderes steht da. Und da gibt es leider auch kein drumherumreden. Auch alle Leute,
die ihnen nachfolgen. Abgesehen davon, tut sich in diesem Strang mal wieder auf, was eigentlich schon
lange immer deutlicher wurde. Es geht bei der ganzen Diskussion um die alte Messe doch nicht nur um die
liturgische Reform, die vor ca. 40 Jahren begonnen hat (und die m.E. auch noch lange nicht abgeschlossen
ist!) es geht um den größten Teil der Vatikan II Texte. So langsam glaube ich, daß die Piusbruderschaft
nichts von diesen Texten anerkennt. Aber auch wirklich nichts. Folglich wollen sie auch keine Einheit
mit Rom. Folglich sind sie draußen vor. BASTA! Schade. Regina1961
Werther Defensor Dass Sie sich so weit herablassen, mir so profund zu antworten, hätte ich kaum für
möglich gehalten. Sie tun damit ein großes Werk zur Aufklärung, wohlwissend, dass die Aufklärung für
die Kirche nie ein Lieblingszeitalter war, weil es der Kirche viele Wunden geschlagen hat, die bis heute
noch nocht verheilen durften.
@ gilbert Sind die Neokonservativen mit den Altbackenen identisch? Nicht zwangsläufig. Die Neokonservativen
sind keine homogene Gruppe. Ich lege jedoch großen Wert auf eine genaue Unterscheidung zwischen „konservativ“
und „neokonservativ“ Mit einem Neokonservativen habe ich oftmals viel größere Probleme als mit einem
Liberalen. Letzterer gibt in der Regel zu, daß er liberal ist, der Neokonservative dagegen verschleiert
seine Prinzipienlosigkeit durch einen Etikettenschwindel. Nur weil Neokonservative im Ergebnis die ein
oder andere richtige Meinung vertreten, ändert sich meine Ansicht nicht. Auf die Herleitung der jeweiligen
Meinung kommt es an! Der Konservative kann keine Vermählung mit dem Liberalismus eingehen. Der Neokonservative
versucht es. Neokonservative denken mir also oft zu wenig. Zumindest sind sie nicht stringent. Der Begriff
„konservativ“ wird von ihnen gefährlich verkürzt. P.S.: Sie können die Fragen ja auch freundlich und
ohne Polemik formulieren. :(3
wiener(wurst?):schizmatiker? sag mir bitte ein grund warum die Piusbruderschaft im Schizma wandeln sollte?Bitte
in den nächste Minuten da ich Feierabend habe…aber diese(vielen)Gründe werden dir doch bestimmt wie
aus der Pistole geschossen kommen.Bitte nimm dir doch erstmal die Zeit herauszufinden was den ein Schizma
ist bevor du so leichtfertig mit solchen tollen wörtern um dich wirfst…
Widerspruch!? einer dieser unsäglichen Versuche des Herrn Fellay, einen vordergründigen Gehorsam gegenüber
dem Papst anzudeuten Hier wird wieder der Glaubensgehorsam (Gehorsam im Glauben) mit dem Gehorsamsglauben
verwechslet. meisten [Zähne] hat ihm B. XVI. ja bereits mit dem MP gezogen. Nun suchen sich Fellay und
seine Getreuen neue „Schlachtfelder“. Das zeigt nur, wie schlecht sich viele mit den Intentionen der FSSPX
auskennen. Von „neuen“ Schlachtfeldern kann gar nicht die Rede sein. dass sich Linke und Rechte gleichen
in der Sicht des Zweiten Vatikanischen Konzils als Bruch: Die Linken finden ihn gut, die Rechten finden
ihn schlecht. Und die Pseudo- und Neokonservativen leugnen, dass es überhaupt einen Bruch gibt, weil
sie wissen, was die Folge wäre. Doch schon der nächste Satz stelle eine Änderung der kirchlichen Lehre
dar Ich kann diesen Widerspruch nicht erkennen. Das betreffende Dokument besagt, dass eine Identität
zwischen der Kirche Christi und der Katholischen Kirche besteht. Jedoch möchte man gleichzeitig zum Ausdruck
bringen, dass in anderen Kirchen bzw. Gemeinschaften auch einzelne Elemente dieses Heiles – so z.B. in
gültigen Taufen bzw. anderen Sakramenten – zu finden sind. Problematisch wäre diese Äußerung nur,
wenn hier von selbstständigen Heilsmitteln die Rede wäre. Genau das ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr
leiten sich die in den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften vorhandenen Heilsmittel ohne Ausnahme
von der katholischen Kirche ab.
landorganist:Vielleicht solltest du dich unterwerfen und buße tun statt unwissend zu verurteilen… Wenn
es wahrlich so ist das die Piusbruderschaft wieder Den HERRN handelt,wird es dir doch bestimmt leichtfallen
uns ein paar Gründe aus deinem reichhaltigen Schatz des wissens aufzuweisen…ich bedanke mich schon
im vorraus für diese belehrung die gleich folgen wird,denn auf solch kräftige Aussage wie die deinige
folgt ja bekanntlich der Grund/Beweis…und auf den bin ich gespannt…also was treibt dich denn dazu
derartiges über der uns in zeiten der not beistehende Bruderschaft zu schreiben…?
Kommentar Der erste Satz besage, daß „subsistieren“ „est“ bedeute – daß es also eine Identität zwischen
der Kirche Christi und der Katholischen Kirche gebe und daß sich die alte Lehre nicht geändert habe.
Doch schon der nächste Satz stelle eine Änderung der kirchlichen Lehre dar: „Das ist ein Widerspruch.“
Ich weiß: die Piusbruderschaft hält sich eng an den Leitsatz: extra ecclesiam salus nulla est. Ausgehend
von diesem Axiom lehnt sie es ab, außerhalb der Kirche irgendeine Heilsmöglichkeiten zu sehen. Aber
was bedeutet „außerhalb“? Ist dieser Ausdruck im streng formalistischen Sinn so zu verstehen, wonach
jeder Nichtgetaufte oder gar jeder Protestant völlig außerhalb jeder heilmachenden Gnade steht, welche
der Kirche Jesu Christi anvertraut ist? Ein solches Verständnis reibt sich schon an der sehr alten Lehre
von der Begierdetaufe, oder, neuwendig ausgedrückt, am rahnerschen Konzept der „anonymen Christen“. Das
II. Vatikanum lehrt daher verschiedene Stufen der Mitgliedschaft bzw. Zuordnung zur Kirche Jesu Christi.
Diese Lehre muss als rechtgläubige Weiterentwicklung älterer Standpunkte betrachtet werden, gab es doch
für Jesus selbst Beispiele guten Tuns und Handelns außerhalb seiner Jüngerschar (Bsp.: barmherziger
Samariter). Außerdem gibt es genügend Bibelstellen, die ganz klar und eindeutig belegen, dass das jenseitige
Heil nicht an die formale Zugehörigkeit zur Kirche Jesu Christi gebunden ist. Dies ist bei der ganzen
Diskussion unbedingt zu berücksichtigen.
@ monarcho Dann wäre warscheinlich eine wirkliche organisatorische Kirchenspaltung herbeigeführt worden,
auf die so manche Modernisten wohl nur allzu gerne warten, um sich dann in den Medien als die armen Opfer
der „bösen Reaktion“ zu inszenieren. hmm. das szenario kommt mir doch irgendwie bekannt vor: – eine (‘organisatorische’)
kirchenspaltung – leute, die sich als opfer stilisieren – die aber in wirklichkeit gar keine veränderung
der spaltung wollen (s. fellay) die pius-schismatiker verbleiben halt in ihrer selbstgewählten trennung
und versuchen jede möglichkeit einer annäherung zu verhindern.
Mit seinen Anmerkungen hat sich Fellay nun eindeutig als Häretiker enttarnt. Was will man mehr. Die Piusbrüder
werden nie zufrieden sein wenn sich nicht Rom unterwirft und das zu ihren Bedingungen. Bevor sie es tun
verraten wie lieber die LEhre. LG Fiore
Die Frage ist doch verkündet die kath. Kirche den ganzen Gott… offenbart sie Gott in befriedigender
Weise für alle Menschen, sodass man wirklich sagen kann: diejenigen, die ihr angehören, haben sich für
Gott entschieden und die es nicht tun, haben sich gegen ihn gewandt? Darauf läuft es ja hinaus. Die These
ist: wer im Widerspruch zur kath. Kirche steht, der steht in Widerspruch zu Gott, weil Gott eben kraft
seines Geistes durch die Kirche wirkt, usf… Diese Anschauung wollen die Tradis ja gerne wieder verwirklicht
sehen. Die Konzilskirche hat sich da gewissermaßen selbst relativiert. Ich gebe den Tradis ja auch recht
in bestimmten Dingen. Z.B. in Hinblick auf den Dialog mit antichristlichen Kulten, der aus meiner Sicht
ein totaler Fehlgang ist. Aber ich glaube schon, dass es ausserhalb der kath. Kirche Strukturen gibt,
die eigenständig sind und auf ihre eigene Art dem Geist der Wahrheit dienen und ihn zutagefördern, wie
sie es eben nicht vermag. Diese Strukturen – oder nennen wir sie jetzt einmal Kirche -stehen aber nicht
in Gegensatz zur kath. Kirche, aber sie sind schon so eigen, dass sie nicht als integrierbar gelten können
insofern die kath. Kirche ihre eigene Würde und Integrität bewahren will. Ich sehe mich doch als einen
wesentlichen Faktor in einer „neuen Kirche“. Ich kann nicht viel sagen über die Evangelischen oder Freikirchler
oder sonstige unkatholische „Bräute“, aber ich kann sagen: für das, was ich als meine Kirche verstehe
werde ich kämpfen, sodass wir eigenständig und frei sind in unserer Liebe, die ich für wahr halte.
es hat sich nichts geändert seit dem 30.6. 1988 in der Priesterbruderschaft werden gültuige sakramente
gespendet weder gläubige noch priester sind exkomuniziert also die bruderschaft kann gern wieder 20 jahre
so weitermachen und sich weiter ausbreiten
#6 landorganist 14:25:29 | Freitag, 3. August 2007
@Ottaviani Sie verkennen die Tatsachen: Die Pius-Brüder sind nicht in der Position irgend etwas von Rom
zu fordern. Sie sollen sich unterwerfen und Buße tun, vielleicht wird dann alles gut! Dann findet sich
für sie vielleicht auch ein Plätzchen im liturgischen Garten der Kirche!
Fragwürdiges Einheitsverständnis Die Verliebtheit in eine fragwürdige Einheit, lässt wenig Bewegungsspielraum.
Das ist nun einmal der Nachteil der römisch verstandenen Einheit. Da haben die orthodoxen Kirchen der
römischen Kirche einiges voraus.
Für die Gläubigen der Tradition ein Sieg Sicher wäre es am Besten gewesen, wenn Papst Benedikt das
NOM verboten hätte und den alten römischen Ritus wieder weltweit allgemein verbindlich eingeführt.
Aber wäre es auch politisch klug gewesen? Dann wäre warscheinlich eine wirkliche organisatorische Kirchenspaltung
herbeigeführt worden, auf die so manche Modernisten wohl nur allzu gerne warten, um sich dann in den
Medien als die armen Opfer der „bösen Reaktion“ zu inszenieren. Für die Gläubigen der Tradition trotzdem
ein großer Sieg. Mehr war z. Z. einfach nicht möglich. Vielleicht sollte man jetzt erst einmal abwarten
und schaun, wie sich weiteres entwickelt.
wie man klar sieht sind die theologischen fragen zwischen der FSSPX und dem hl. stuhl noch lange nicht
gelöst das sagte die FSSPX ja auch deutlich in der Presse erklärung zum Motu proprio summorum ponitificum
cura der wiederspruch besteht. aber ich denke das letzte dekret der gklaubenskongregation kann der beginn
eines neuen dialoges zwischen der FSSPX und Rom sein den die Bruderschaft ja seit langem fordert im überigen
ist es kein neues schlachtfeld sonder einer der abschnitte jenes schlachtfeldes das es seit ddem Konzil
gibt wenn man es so nennen will
Womit wieder deutlich wäre dass sich Linke und Rechte gleichen in der Sicht des Zweiten Vatikanischen
Konzils als Bruch: Die Linken finden ihn gut, die Rechten finden ihn schlecht.
#1 landorganist 13:50:35 | Freitag, 3. August 2007
Das ist doch wieder einer dieser unsäglichen Versuche des Herrn Fellay, einen vordergründigen Gehorsam
gegenüber dem Papst anzudeuten und gleichzeitig zu versuchen, dessen Intentionen für die eigenen Anschauungen
zu verzerren. Sehr durchsichtig auch der Versuch, den Papst gegenüber der Kurie auszuspielen. Nun, am
Intellekt des hl. Vaters wird sich Herr Fellay die verbliebenen Zähne ausbeißen. Die meisten hat ihm
B. XVI. ja bereits mit dem MP gezogen. Nun suchen sich Fellay und seine Getreuen neue „Schlachtfelder“.