(kreuz.net) Wer während des Evangelischen Kirchentages im vergangenen Juni den Süd-Eingang zu den Hallen
der Kölnmesse benutzte, mußte fast zwangsläufig an meinem Info-Fahrrad der Initiative ‘Nie Wieder!’
vorbei.
Vom Deutzer Bahnhof führte eine kleine Straße direkt zum Haupteingang Süd. Ich hatte mein
Info-Rad kurz vor dem Treppenaufgang – auf öffentlichem Gelände – auf dem Gehweg abgestellt.
Sobald
der Besucherandrang etwas nachließ oder der Geräuschpegel der sogenannten Musikanten erträglich wurde,
blieben viele Besucher bei meinem Info-Rad stehen.
Es dauerte nicht lange – ich erinnerte mich an den
Katholischen Kirchentag in Saarbrücken vor einem Jahr –, bis mir jemand mit dem Finger auf die Schulter
tippte.
Ein junger Mann im Pfadfinderlook gab sich als Abgesandter der Kirchentagsleitung aus. Höflich
fragte er mich, ob ich mal die Genehmigung der Kirchentagsleitung für meine Aktion zeigen könnte.
Nun begann ein ähnliches Theater wie in Saarbrücken. Der
junge Mann wollte sich nicht überzeugen lassen, daß ich mich auf öffentlichem Gelände befände, worüber
die Kirchentagsleitung keinerlei Weisungsberechtigung hätte.
Mein Fahrrad wäre ebenfalls so abgestellt,
daß es niemanden behinderte. Im Notfall könnte ich mein Info-Fahrrad schnell zur Seite schieben.
Meine
Argumente fruchteten nicht. Nachdem der junge Mann mich sogar mit Fristsetzung aufforderte zu verschwinden,
machte ich den Vorschlag, bei der Polizei direkt nachzufragen. Der junge Mann kündigte an, wieder vorbeizukommen.
Tatsächlich erschien dreißig Minuten später ein „kölsche Polizist“. Er ließ sich meinen Ausweis
zeigen und erklärte gerufen worden zu sein, um eine Ordnungswidrigkeit zu beenden.
Nachdem er mein Info-Fahrrad
und meine Flugblätter inspiziert hatte, konnte er nichts Ordnungswidriges feststellen. Nach Nachfrage
beim Kölner Ordnungsamt bestätigte er mir, daß alles korrekt wäre und ich weiter mit meinem Info-Rad
stehen und Flugblätter verteilen dürfte. Er schrieb mir sogar seinen Namen und seine Dienststelle auf,
damit ich anderen Polizisten gegenüber beweisen könnte, daß ich bereits kontrolliert worden wäre.
Weder der junge Mann von der Kirchentagsleitung noch die immer wieder vorbeieilenden Polizisten sprachen
mich in der Folgezeit an.
So konnte ich ungehindert einige tausend Flugblätter gegen den Mord an ungeborenen
Menschen verteilen, die gerade wegen der farbigen Aufmachung gerne genommen wurden.
Auch die Unterschriften-Aktion
„Keine Zukunft – Keine Kinder“ verlief sehr erfolgreich.
Email-Adressen der Empfänger
26 Lesermeinungen
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Und das ist jetzt so interessant das darüber berichtet werden muß? Bei uns im Dorf steht fast jeden
Winter ein Wanderzirkus und sammelt für die Tiere, damit sie über den winter kommen. Wäre darüber
dann nicht auch mal ein Artikel angebracht?
@methusalix Ich habe mir die Mühe gemacht, hinter die Fassade von solchen selbsternannten Lebensschützern
zu schauen und manchmal wirklich erschreckendes zu Tage gefördert. Ihnen ist bekannt, daß in München
ein Abtreibungsarzt lebt, der mit seinem Beruf brach, weil auf einmal seine Freundin schwanger wurde –
und er nicht ihr Kind wegmachen wollte? War ein interessanter Fall, heute hilft er mit, fanatische Lebensschützer
aufzuhalten. Zusammen sind wir im Moment gerade dabei, ein Projekt aufzuziehen (mit politischer Hilfe),
der es auch sozial schwachen Familien erlaubt, mehr als nur ein Kind zu haben. Natürlich konzentrieren
wir uns nur auf die einheimische, sprich bayrische, Bevölkerung! Manche Projekte brauchen halt ihre Zeit,
bis sie richtig ins Laufen kommen. Und nachdem dieser befreundete Arzt selbst feststellte, daß die Firma
McKinsey in so einigen Dingen weltweit steckt (nicht nur hinter den Tafeln), die den Lebensstandart für
die Mehrheit effektiv senken sollen, sagte er sich sogar von seiner Partei (die Grünen/B90) los und ging
in Opposition. Inzwischen ist er fest integrierter CSUler und ein Gegner jeglicher Heuschrecke oder NeoCons.
Hin und wieder sollte man sich getrauen hinter den Teppich der Wirklichkeit zu schauen, dann erkennt man
schnell, daß vieles ein wenig anders ist, als man vorher glaubte. Als ich erfuhr, daß McKinsey beim
Hartz IV-Projekt aktiv mitgemischt hat und mir dann auch bekannt wurde, daß der RWE-Chef ebenfalls ein
Alumni davon ist, war mir alles klar.
#24 methusalix † 19:46:32 | Donnerstag, 9. August 2007
@Sentinel Und? Sollen wir jetzt unsere Arbeit einstellen, weil Daimler uns einen Kühltransporter kostenlos
vor die Tür gestellt hat? Und auf den Brutalo-Katholizismus der selbst ernannten „Lebensschützer“ übergehen,
die überhaupt keine einzige Abtreibung verhindern können, sondern nur ihr Ego füttern? Da nehme ich
lieber das Geld von den Sponsoren und miete dafür Läden an, um die nächste Tafel zu eröffnen. Wird
im September der Fall sein. Und wissen Sie was wir planen? Eine spezielle Kinderabteilung. Nur Pudding
und Co. Und was haben Sie so die letzten zwei Jahre getan, um Abbrüche zu verhindern? (Ausser hier alles
mies zu machen natürlich)
@methusalix/obelix Naja, wen wunderts! Schauen Sie mal nach, welche Alumni in besagten Sponsorenfirmen
das Sagen haben. Und von wo diese Personen Alumni sind. Wichtigster Satz bei McKinsey: „Einmal ein Kinsey,
immer ein Kinsey. Wer einmal zu uns gehört, ist immer einer von uns!“ Steht sogar im Büro in NY auf
einer Bronzetafel direkt über dem Haupteingang! Wer also einmal bei McKinsey war, bleibt auch einer.
Also kontrolliert McKinsey nach wie vor die Tafeln! Lesen bildet, wissen Sie!
#22 methusalix † 00:36:50 | Sonntag, 5. August 2007
@Sentinel Sentinel: @methusalix Dies wird nichts nützen, die Tafeln in Europa werden von McKinsey-Brackman
finanziert und unterhalten. Woher haben Sie denn das her? Tagte gerade das jüngste Gerücht? Die Tafeln
haben eine ganze Reihe von Sponsoren (wenn Sie’s wirklich interessiert, was ich SEHR bezweifle, gehen
Sie zu www.tafel.de www.tafel.de/), aber McKinsey ist dort nicht aufgeführt. Und wie wir alle wissen,
war es McKinsey-Brackman, die Hartz IV erst in Deutschland ermöglicht hatten. Nette Verschwörungstheorie,
natürlich von ganz grossem Informationswert. Wahrheitswert auf Niveau von Zimmertemperatur. Deshalb wird
es nichts bringen, zu einem Laden zu fahren, der direkt denen gehört, die durch ihre Beratertätigkeit
am meisten durch die Abtreibungspolitik weltweit verdienen. Noch ne schwachsinnige Verschwörungstheorie.
Betreibt McKinsey „„als Eigentümer der Tafeln““ auch „Kinderschlachthöfe“? Dann sollten Sie Herrn Annen
vielleicht nicht dahin … Intelligenter ist es sich nackt vor der Paulskirche in Frankfurt/Main anzuketten
und das Demofahrrad direkt daneben abzustellen. … sondern dorthin … Königsallee 60c, 40027 Düsseldorf
www.mckinsey.de/ … schicken.
@methusalix Dies wird nichts nützen, die Tafeln in Europa werden von McKinsey-Brackman finanziert und
unterhalten. Und wie wir alle wissen, war es McKinsey-Brackman, die Hartz IV erst in Deutschland ermöglicht
hatten. Deshalb wird es nichts bringen, zu einem Laden zu fahren, der direkt denen gehört, die durch
ihre Beratertätigkeit am meisten durch die Abtreibungspolitik weltweit verdienen. Intelligenter ist es
sich nackt vor der Paulskirche in Frankfurt/Main anzuketten und das Demofahrrad direkt daneben abzustellen.
#20 methusalix † 01:12:06 | Dienstag, 31. Juli 2007
@Sentinel Vielleicht verkaufen dann einige Banker ihre Chemiekalien- und Medizinalaktien und der Spuk
hört auf! Die haben direkt etwas mit Schwangerschaftsabbrüchen zu tun? Und Sie glauben, das würde Abbrüche
verhindern? Da habe ich einen VIEL besseren Vorschlag für Herrn Annen und sein Fahhrad, um proaktiv etwas
gegen Schwangerschaftsabbrüche zu unternehmen. Jeden Morgen mit dem Fahrrad bei der „Tafel“ seines Wohnortes
vorfahren und sich und sein Fahrrad in den Dienst dieser Einrichtung stellen. Am besten bis zum Abend.
Aber das würde wahrscheinlich das Häuserblockgrosse Ego des Herrn Annen nicht genug füttern, weil er
da ja nicht mehr im Mittelpunkt steht und sich als der Verteidiger von irgendwas gerieren kann. Aber es
wäre bedeutend wirksamer gegen Abbrüche als die Showeinlagen von Herrn Annen.
@S. Freud Mit allen Dingen, die man den Menschen Nahe bringen will, kommt es auf das richtige Marketing
an. So auch die Sache des Herrn Annen, von dem ich wirklich hoffe, daß er nicht mit dem gleichnamigen
Politiker ident ist. Wenn Herr Annen also richtig aufsehen erregen will, muß er sich den richtigen Ort
suchen. Die Paulskirche in Frankfurt/Main ist dafür optimal geeignet. Dort nackt neben dem Kircheneingang
stehend, auf der anderen Seite sein Werbefahrrad – und der Skandal, der danach entsteht, reicht, um die
gesamte Angelegenheit in das Bewußtsein der Menschen zu rufen. Unter Umständen wäre noch ein nackter
Veitstanz direkt vor dem Bullen der frankfurter Börse angebracht, damit es richtig Wellen schlägt. Vielleicht
verkaufen dann einige Banker ihre Chemiekalien- und Medizinalaktien und der Spuk hört auf! Dies wäre
zumindest etwas, wie Ich die Werbekampagne starten würde. Und ich hätte damit auch den Erfolg, den ich
mir dabei erhoffe!
ich schlage ein Gesetz … … zur Kontrolle von Info-Fahrrädern vor. Vielleicht aus Gründen der Terrorbekämpfung
oder sowas. Und zwar mit Onlinedurchsuchung der Fahrräder, um die grosse Gefahr, die von denselben ausgeht,
schnell und wirksam zu bekämpfen. Darüber hinaus sollte man überlegen, ob man in besonderen Fällen
nicht auch einen Abschuss durch die Bundeswehr auf Anordung des Bundesinnenminsteriums und eine Eliminierung
des betreffenden Terroristen … Deutschland im Jahr … sagen wir 2007 oder war es 45? Auch schon egal.
Dem fleissigen Lieschen der Kirchentagsleute: Schäuble wählen
@Sentinel Habe mit meinem Namensvetter nichts gemein! Entschuldigen Sie übrigens, dass ich Sie so verkannt
habe! (Auch ernst gemeint!!!!) Ich wusste nicht, dass Sie Annen bei seinem Apostolat wirklich unterstützen
wollen. :)3 Da verstehe ich aber wirklich nicht, dass Sie sich an der Terminologie der richtigen Bezeichnung
aufhängen?! Ob nun Babycaust, Kindermord,… die Wahl des richtigen Begriffs ist doch im Angesicht der
Tatsachen wirklich nur zweitrangig!
@S. Freud Auch vom Peniswahn besessen wie das Original? Also doch ne Schwuchtel oder Schwullette oder
wie Ihresgleichen sonst noch Menschen betitelt? Ist ja auch egal! Mein Vorschlag war Ernst gemeint. Daran
merkt man, daß viele der Kommentatoren hier absolut keine Ahnung von Marketing im richtigen Stil haben.
Aber mit einer Sache haben Sie eindeutig Unrecht: Es gibt keinen Babycaust – und jeder, der solchen Schwachsinn
behauptet, gehört eingeliefert oder bei den Erben ihres Namensvetters zur Untersuchung eingebracht.
@Sentinel Eigentlich sind Sie es ja nicht wert, dass ich diese Zeilen schreibe, aber wer jemanden, der
ein himmelschreiendes Unrecht mutig beim Namen benennt, auf diese Art und Weise lächerlich macht, zieht
den Verdacht auf sich, dass er diesem Unrecht eventuell sogar zustimmt. Also lassen Sie das bitte
in Zukunft sein! Man darf ja ruhig mal lästern, aber manchmal ist es einfach unangebracht! Aber das werden
Sie sicher noch lernen!
Ich weiss gar nicht, wo… tja, wo hier das Problem besteht. Soll er doch auf seine Meinung aufmerksam
machen, ist ja schliesslich sein gutes Recht. Am Ende hat er ja auch Recht bekommen. Das Bürschchen was
ihn da weg haben wollte, war wahrscheinlich etwas übereifrig. Nunja… Wen juckts?
@Bruder Theophil Wenn Herr Annen wirklich Erfolg haben will, sollte er es so machen, wie ich es hier geschrieben
habe! Ansonsten wird er niemals mit seinen Aktionen, geschweige denn mit seinen Flyern irgendeinen Erfolg
erzielen! Ich wäre auch gerne bereit, die Bilder, die ich an der Paulskirche von Ihm machen werde, in
einigen christlichen Blogs zur Veröffentlichung freizugeben – sowie ein großes Photo seines Fahrrades
an die Bildzeitung weiter zu reichen, damit sein Erfolg wirklich weithin spürbar sein wird.
@Günter Annen Ihr letzter Text über den Bischof von Trier war ja auf eine gewisse Art und Weise noch
amüsant, weil Ihnen in Trier genau das geschah, daß immer geschehen sollte: Sie wurden schlichtweg ignoriert!
Wenn Sie es richtig machen wollen – und mit ihrem Fahrrad wirklich auffallen möchten – stellen Sie sich
nackt an die Paulskirche in Frankfurt/Main und direkt daneben das Fahrrad! Dann erhalten Sie genau die
Aufmerksamkeit, nach der es Sie gelüstet. Aber nicht einmal die Saarländer sind so doof, auf ihr Geschmiere
hereinzufallen. Schicken Sie mir bitte als PDF ihren Flyer, damit ich ihn auf Rechtschreibfehler überprüfen
kann.
@ Samurai Die Aktion fand natürlich in Münster statt (hatte ich vergessen zu erwähnen). Es handelte
sich dabei um einen Gebetszug vom Domplatz zur Tötungsklinik am Hohenzollernring. Am Grab des seligen
Kardinal von Galen im münsteraner Dom wird monatlich für das ungeborene Leben gebetet. Bischof Lettmann
weiss von diesen Aktionen und wurde mehrfach kontaktiert, eine Reaktion gab es nie. Die Münsteraner Kirchenzeitung,
wie auch Bischof Lettmann, ziehen die political correctness vor und schweigen nicht nur, sondern behindern
Pro-Life-Aktionen.
… Sie glauben aber zuständig sein zu müssen. Plötzlich ereifern sich Kirchenleute über etwas. Würden
sie sich nur so über Abtreibung ereifern. So viel ich weiß, hat Herr Annen überhaupt keine verwandschaftliche
Beziehung zu dem ehemaligen Vorsitzenden der Jusos Annen.
@ Agmen Betrifft: Pro-Life-Aktion Wo sollte die Aktion denn stattfinden? In Münster? Und wieso ist die
Ablehnung der Anzeige in der Bistumszeitung „ganz auf der Linie des Ortsbischoffs“? Was den Infostand
in Köln betrifft: Wenn er sich auf städtischem Gelände befand, war die Stadt Köln für die Genehmigung
des Infostandes zuständig, befand sich das Fahrrad mit Samt Infos auf dem Gelände des Messezentrums
Köln lag die Zuständigkeit dafür bei der Leitung des Messezentrums Köln. Die evangelische oder katholische
KIrche wäre so oder so nicht zuständig gewesen – zumindest nicht nach geltendem deutschen Recht. samurai
Kindstötungen Herr Annen zeigt mit seiner Initiative gegen die Kindstötungen sehr viel Mut, sein Engagement
ist wirklich bewundernswert. Es ist eine Schande, dass solche Aktionen von Seiten der protestantischen
Kirchenleitung und auch von den Amtsträgern der katholischen Kirche kaum unterstützt werden. Im Mai
dieses Jahres verweigerte die Münsteraner Kirchenzeitung W. Hering, Mitglied des Lebenszentrum München
und Organisator vieler Pro-Life-Aktionen in Deutschland, eine bezahlte Anzeige für den Gebetsmarsch in
ihre Zeitung zu setzen. Die Anzeige war keineswegs auffällig und provokant gestaltet. Die Münsteraner
Kirchenzeitung verfolgt somit nur die Linie ihres Ortsbischofs, was soll man da auch anderes erwarten…
Lieber Herr Annen machen Sie weiter so. Gottes Segen wünsche ich Ihnen. Gruß Unschuld P.S.: Habe vor
ein paar Tagen im CDU Forum das Thema „Kinderschlachthof Deutschland“ eingestellt. Die Reaktionen waren
heftig, aber auch hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein.