15:48:52 | Mittwoch, 1. August 2007
Die Linken sind gegenwärtig dabei, die „Lufthoheit über die Kinderbetten“ zu erzwingen. Von Rodolfo E. Panetta.
(kreuz.net, Köln) Anfang der 90er Jahre schwappte von den USA eine Welle nach Deutschland herüber. Sie
bot radikalen Feminismus-Ideologen eine willkommene Spielwiese: im ganzen Land sexuelle Mißbräuche zu
wittern.
Die Kampagne steigerte sich zur Inquisition. Ihr Ziel: in jedem Manne einen potentiellen Kinderschänder
auszumachen und die traditionelle Familie als Hort der Unzucht zu diffamieren.
Ihre logistische Basis
fand die Mißbrauchs-Industrie meist in den Jugendämtern der Städte und Landkreise.
Gefördert mit
Millionenbeträgen, entwickelten sich Vereine mit Namen wie „Zartbitter“, „Wildwasser“, „Allerleirauh“,
„Belladonna“.
Die Medien machten natürlich voll mit. Die Täter waren männlich, die Opfer durchwegs
weiblich. Doch das schrill gezeichnete Bild bekam mit der Zeit Risse.
Darum ist zwischenzeitlich schon
die nächste Ideologie, die Gender-Propaganda, angetreten.
Diese schickt sich an, einen angeblich neuen
Menschen zu schaffen. Dazu sollen soziale, verhaltensbedingte Unterschiede zwischen Mann und Frau eingeebnet
werden.
Die Gender-Ideologie will die Erziehung der Kinder nicht den Eltern überlassen, sondern weitere
Personen einbinden, durch die das Kind nach Möglichkeit ein modernes Rollenverhalten erlernen soll.
Die Linken wollen die „Lufthoheit über die Kinderbetten“ erzwingen.
Dem Begriff „Familie“ kommt nur
mehr eine untergeordnete Bedeutung zu. Das neue Zauberwort heißt Lust.
Es wird ein „lustbetonter Umgang
mit dem eigenen Körper und der eigenen Sexualität“ angemahnt.
Die Gender-Propaganda muß die alte Ideologie
überwinden, wonach der Mann ständig der Täter und die Frau immer das Opfer ist.
In ihr finden die
Geschlechter und Generationen wieder zusammen: Mütter und Väter, Onkel und Tanten, Tagesväter und Kinderladen-Opas.
Sie alle sind künftig gleichermaßen für ein lustbetontes Aufwachsen von Mädchen und Jungen verantwortlich.
Die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Verhütung und Familienplanung“ rät ihnen dabei
Verhaltensmuster und Praktiken an, die hart an der Grenze zur Pädophilie entlangschrammen.
Diese Grenze sei längst überschritten, meint Ulla
Lang, eine engagierte
Bürgerin aus dem hessischen Bruchköbel. Sie ist evangelisch, konservativ und parteiunabhängig.
Mitte
Juli erstattete Frau Lang Strafanzeige gegen die Autorin des Elternratgebers
„Körper, Liebe, Doktorspiele,
1.-3. Lebensjahr“, sowie gegen die verantwortliche Bundeszentrale, welche dieses Werk publiziert hat.
Tatbestand: „öffentliche Aufforderung zum sexuellen Mißbrauch von Kindern, gemäß den Paragraphen
111 und 176 des deutschen Strafgesetzbuches“.
Frau Lang bezieht sich in ihrer Anzeige auf Passagen, in
denen die Verantwortlichen – damit sind in der Schrift nicht nur die Eltern gemeint – zu einer aktiven
Sexualisierung des Kleinkindes aufgefordert werden.
So ergeht auf Seite 16 die Aufforderung, beim Waschen
des Kindes „das Notwendige mit dem Angenehmen“ zu verbinden, „indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt,
gestreichelt, liebkost, an den verschiedenen Stellen geküßt wird“.
Oder auf Seite 27: „Dem gegenüber
erfahren Scheide und vor allem Klitoris kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder
seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es dadurch für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit
zu entwickeln.“
Und: „Da ist keine Körperregion vor intensiver Erkundung sicher und natürlich auch
nicht die Genitalien, die manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen.“
Zwar versucht diese
Schrift eine Grenzziehung zum Kindesmißbrauch vorzunehmen. Diese Grenze verläuft nach Meinung der verantwortlichen
„ErzieherInnen“ und „PädagogInnen“ dort, wo der Erwachsene um der eigenen Befriedigung willen handelt.
Aber diese Grenzziehung bewegt sich weitgehend im Subjektiven. Denn ein gemeinsames Wannenbad oder nacktes
Herumtollen im Bett samt wohlwollender Betrachtung kindlicher Selbstbefriedigung wird von der Autorin
als normal und wünschenswert betrachtet.
Daß eine deutsche Staatsanwaltschaft Frau Langs Klage gegen
eine Bundesbehörde weiterverfolgen wird, ist eher unwahrscheinlich.
Jetzt wurde bekannt, daß die Broschüre
von der deutschen Familienministerin zurückgezogen wurde.
Das wäre nur dann eine gute Nachricht, wenn
das der erste Schritt ist, um die Gender-Ideologie zu demaskieren und zu korrigieren. Denn bereits wurden
weit über eine halbe Million Exemplare der skandalösen Broschüre verteilt.
Wie gedenkt die Deutsche
Bundesregierung den Schaden zu beheben, der durch dieses Propagandawerk angerichtet wurde?
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