Schweiz
Der Verräter muß gehen
Verrat ist Verrat. Er muß auch in der Kirche geahndet werden. Denn wo sich Verräter herumtreiben, kann keine Hoffnung aufkommen.
Welcher Domherr ist der Verräter?
Welcher Domherr ist der Verräter?
(kreuz.net, Chur) „23 ausgewählte, würdige Domherren, die unter ausdrücklichem Amtsgeheimnis stehen, wirken von außen durchlässig wie ein zehnjähriger Regenmantel.“

Zu dieser Erkenntnis kam Fridolin Hauser nach der Wahl des neuen Bischofs von Chur, deren Ergebnis ein verräterischer Domherr noch am Tag der Wahl der Presse rapportiert hat.

Hauser ist der ehemalige Bürgermeister der 4.000 Seelen Gemeinde Näfels im Kanton Glarus. Er äußerte sich in einem längeren Artikel für die lokale Gratiszeitung ‘Fridolin’.

Hauser plädiert dafür, den „Sänger“ zu ermitteln und seine sofortige Demission zu veranlassen:

Der Verräter hätte den respektlosen Zeitungsbericht durch „Geschwätzigkeit und Verletzung der Schweigepflicht“ übertroffen.

Der neue Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder
Der neue Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder
Angesichts des Verrates fordert Hauser sogar, das ganze 23köpfige Kollegium stante pede zu entlassen.

Das Domkapitel sei als Kollektiv bestellt, um die Gemeinschaft der Kirche zu repräsentieren:

„Die Abweichung eines einzelnen – oder mehrerer – ist eine unerträgliche Verletzung der Gemeinschaft der Kirche und aller Gläubigen.“ Sie hinterlasse einen „miserablen Eindruck“.

Das Leck sei besonders schlimm, weil es sich bei Domherren an sich um „Eliteleute“ handeln müsse.

Das Amt dürfe laut Kirchenrecht nur Priestern übertragen werden, die sich durch Rechtgläubigkeit sowie einen unbescholtenen Lebenswandel auszeichnen und die ihren Dienst in lobenswerter Weise ausgeübt haben.

Hauser hofft, daß die Gläubigen durch die Meldung des „singenden Domherrn“ und die bereits in Tageszeitungen vorauseilenden „Abqualifikationen“ des neuen Bischofs nicht verwirrt würden.

Vielmehr solle die Wahl des Bischofs ein Dienst zu neuer Hoffnung ist:

„Hoffnung kann aber nur schwerlich aufkommen, wenn eine Bischofswahl, die zum Schutz der Kandidaten, des Wahlgremiums und des Bischofsamtes einem geheimen Verfahren unterstellt ist, aus Selbstverschulden des Wahlkollektivs zur Zeitungskolportage oder Hintertreppenaffäre zu werden droht.“
      
8 Lesermeinungen
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#8   Sentinel   20:33:40 | Samstag, 4. August 2007
@leshandl1
Naja, in dem Fall würde ich die 23 churer Domherren komplett entlassen und den neuen Domherren, in diesem Falle den neuen Bischof, sich einfach einmal bewähren lassen.
Und wenn das alles nichts hilft, gibts noch Alternative B:
Den Churer Dom niederbrennen und die Domherren gleich mit! Und zwar alle 24 dann.
Dann wird hinterher auch keiner benachteiligt.
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#7   leshandl1   11:52:18 | Freitag, 3. August 2007
Wenn man die Churer Domherrn
so verarscht, wie es bei dieser „Wahl“ geschehen ist, warum sollen die auch noch dazu schweigsam sein? Das Auswahlverfahren war doch eine Farce. Mich wundert ja nur, dass und wie lange sich die denkenden Schweizer Katholiken solche Schwindeleien noch bieten lassen.
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#6   Britta   11:30:08 | Donnerstag, 2. August 2007
Amtgeheimnis und Beichtgeheimnis
Aus dem Kreis der Churer Domherren wurde ein „Amtsgeheimnis“ an die Presse weitergegeben. Wer war es? Das weiss keiner und will anscheinend keiner wissen bzw. ahnden. Ich frage mich allerdings: ist bei einem Priester, der ein Amtsgeheimnis preisgibt, noch das Beichtgeheimnis gewahrt?
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#5   matt2 †   00:16:10 | Donnerstag, 2. August 2007
Wenn ein Wahlbetrug vorläge, bitte…
hier gehts doch lediglich darum, dass eine leichtsinnige – oder womöglich auch böswillige Person – ein bereits bestehendes Wahlergebnis frühzeitig ausgeplaudert hat. Großer Skandal, wa? Die Schar der Priester und Gläubigen, die dem Bischof unterstehen, werden sich ja wohl selbst ein Bild machen können über ihn und dafür nicht das Urteil der antikirchlichen Journalie heranziehen. Führende Geistliche, die dem Weltenteufel nicht genehm sind stehen sowieso immer in der Schußlinie und sind seinen Schlichen ausgesetzt. Das sollte uns doch klar sein.
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#4   Aleph †   21:38:03 | Mittwoch, 1. August 2007
matt2
Wieso muss man ständig den alten Schmutz wieder aufwühlen?
Hallo matt 2
Gibt es was schöneres als in altem Schmutz zu suhlen und gebräunt daraus aufzuerstehen? Das hat was. Das isses…!
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#3   matt2 †   20:37:40 | Mittwoch, 1. August 2007
@Heggi: Nun, ich habe momentan nichts besseres zu tun…
„23 ausgewählte, würdige Domherren, die unter ausdrücklichem Amtsgeheimnis stehen, wirken von außen durchlässig wie ein zehnjähriger Regenmantel.“
und was erlaubt sich da dieser Stänkerer Hauser? Der soll doch den Mund halten und was erlaubt sich kreuz.net mit seiner Aussage hier ein Vergehen womöglich nur einer Person aufzubauschen. Etwas, das ohnehin nicht von Bedeutung ist, da es die Öffentlichkeit eben ein wenig früher erfahren hat, na und?
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#2   Heggi   20:23:14 | Mittwoch, 1. August 2007
matt2
Gesetzt den Fall, das Churer Domkapitel hätte sich für die Rückkehr von Erzbischof eingesetzt und das wäre vorzeitig ausgeplaudert worden, hätten Sie vielleicht weniger oder sogar keine Bedenken. Könnte das nicht sein? Und im übrigen: Eine Zeitung, die ich nicht mag, kaufe ich nicht, und ein Internetportal, das so schlimm ist, wie kreuz.net eben ist, klicke ich nicht an. Warum setzen Sie sich nur diesen geistigen Qualen aus? Es lebe die Vielfalt, es lebe der Pluralismus!
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#1   matt2 †   19:00:00 | Mittwoch, 1. August 2007
Eine Affäre unnötig aufzubauschen ist auch schäbig…
hier bei kreuz.net wird ja auch ständig schmutzige Wäsche der Kirche in der Öffentlichkeit gewaschen. Es werden Dinge aufgebauscht zu Skandalen die es garnicht wert sind. Dass es der Kirche nützt muss mir noch wer beweisen. Man muss sich nicht immer zum Oberrichter aufspielen, wo einen die Sache doch garnichts angeht und schon verlaufen ist. Wieso muss man ständig den alten Schmutz wieder aufwühlen?
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