(kreuz.net) Um „Gottes verstoßene Söhne“ – abgefallene Priester – ging es kürzlich dem österreichischen
Boulevardmagazin ‘profil’.
Der Artikel erklärt, daß in der Erzdiözese Wien mehrere römisch-katholische
Pfarren mit verheirateten griechisch-katholischen Priestern besetzt sind. Diese zelebrieren die Messe
nach dem römischen Ritus.
Zum Thema Zölibat befragt ‘profil’ unter anderem Hw. Nikolaj Hornykewycz –
verheirateter byzantinischer Priester der ukrainisch-katholischen Kirche in Salzburg.
Hw. Hornykewycz
glaubt nicht, daß in der Abschaffung des Zölibats die Lösung des Priestermangels liege: „Auch unsere
Kirche hat im Westen Nachwuchsprobleme. Das Problem ist der Glaubensabfall.“
Bei einer Abschaffung des
Zölibates würden viele die Kostenfrage aus dem Spiel lassen. Derzeit reiche das Priestergehalt in Österreich
nur für eine Person. Eine ganze Familie könne man damit nicht ernähren.
Er selbst habe „gut geheiratet“,
räumt der zweifache Familienvater ein. Frau Hornykewycz ist Augenärztin.
Auch mit dem Einstiegsgehalt
evangelischer Pfarrer, die in der Regel verheiratet sind, lassen sich keine großen Sprünge machen: 2128
Euro brutto werden ihnen monatlich überwiesen. Für jedes Kind gibt es einen Zuschuß in der Höhe von
25 Euro.
Ein katholischer Kaplan erhält 1064 Euro, ein Priester im 25. Dienstjahr rund 1550 Euro.
Um
Priestern eine Familie zu ermöglichen, müßte ihr Gehalt erhöht werden – so Hw. Hornykewycz. Das würde
zwangsläufig eine Erhöhung der Kirchensteuer bedingen.
Abgefallene Priester
Im Artikel wird auch eine
Reihe abgefallener Priester vorgestellt. Unter ihnen ist Ingolf Friedrich, der 1963 geweiht wurde und
sein Amt im Jahr 1975 verließ.
Nach eigenen Angaben hat er seine Suspendierung vom Priesteramt bereits
über hundert Mal gebrochen. Er leitete Begräbnisse, predigte bei Hochzeiten, taufte Kinder und gab vielen
die Letzte Ölung:
„Das Krankenhaus in seiner Nähe hätte ohne ihn einen seelsorgerischen Notstand“ –
so ‘profil’.
Ein anderer abgefallener Priester ist der ehemalige Kapuziner Hans Chocholka. Er empfing
im Jahr 1959 die Priesterweihe und wurde im Jahr 1971 untreu. Wenn er dürfte, würde er sein Amt sofort
wieder aufnehmen:
„Es folgt eine kurze Pause, dann ein schelmischer Blick zu seiner Frau und der Nachsatz:
»Manchmal tue ich es sowieso«.“
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69 Lesermeinungen
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@ crossword; @ timpressum Ich bedanke mich bei der Mitchristin (denn offenbar sind Sie eine Frau) „crossword“
für ihre sachliche Stellungnáhme. Was danach kam beinhaltete leider die auf +.net üblichen persönlichen
An- und Untergriffe. Diesen Umstand habe ich zwar schon moniert, allerdings ohne Erfolg. Dies ist auch
der Grund, warum sich die Anzahl meiner Postings in engen Grenzen hält. In einem solchen Forum kann man
sich halt die Diskussionspartner nicht aussuchen (Sie würden dazu gehören). So krass wie „timpressum“
würde ich es schon deshalb nicht formulieren, da am Abend ein bisschen Argumentationskabarett ab und
zu ganz nett ist. Den durchaus wichtigen Themen dienlich ist ein solcher Stil aber nicht! In der Gewissheit,
dass auch dieses Posting nichts an den teilweise unerträglichen Beflegelungen ändern wird, kann ich
nur mit Bedauern sagen: tempora mutantur, +.net bleibt, wie es ist!
strepto… na, ich weiß nicht, ich vermute, Sie haben da eher schwierigkeiten, zusa,mmenhänge herzustellen.
natürlich so gut wie nie, wenn es darum geht, Ihre argumente zu untermauern. wenn’s um eine kritische
haltung gegenüber der kath. kirche geht, stellen Sie sich doch nur taub und blind. da sind Sie nicht
der einzige – es handelt sich da um ein wundersames kollektivverhalten. methode: die argumente oder ausführungen
des/der anderen ignorieren oder ins lächerliche ziehen und selber scharf zurückschießen- das geschieht
meist reflexhaft, also unter ausschaltung des hirns. eine art katholischer pawlow-reflex. sagt einer was
nicht auf linie ist, wird gegeifert, anders gehts gar nicht. das tragische ist, dass dekonditionierung
nicht (mehr) möglich ist. aber wir können schon damit umgehen, machen Sie sich keine sorgen und ändern
Sie nicht, was nicht zu ändern ist.
@Crossword … machen sie sich doch mal darüber lustig! Sie haben den Zusammenhang nicht erkannt oder
bewusst nicht erkennen wollen oder können, Sie kleiner Vasco da Gama streptolinischer Weisheiten.
strepto kokke lieber streptok. ich habe glatt etwas von Ihnen überlesen, nämlich „Solche Pfeifen wie
Sie würden einem indischen Guru, der drei Jahre frei von jedem Gepoppe auf einem Stein sitzt bedenkenlos
für diese Leistung Anerkennung zollen und Beifall klatschen“ na, wenn ich mir so vor augen führe, wofür
so manche(r) von der kath. kirche heilig gesprochen wurde! da finden sich ganz andere „leistungen“ – von
den lächerlichsten selbstbestrafungsritualen, bis hin zu selbstverstümmelungen und was sonst die pathologie
des menschen zu bieten hat. geschah natürlich alles im dienste gottes und damit wars auch gut, wurscht,
was es war! und heut werden’s einer nach dem anderen in der osternacht runtergeleiert… machen sie sich
doch mal darüber lustig!
Zölibat und Sexualität Das die Sexualität (unter der Voraussetzung gegenseitiger Zuneigung und Achtung)
ein Gottesgeschenk und eine lebensbejahende Freude und Bereicherung ist, sollte spätestens jedem aufgehen,
der einmal das Hohelied Salomos liest. So wie es da steht, ist es eben. Daher sollte auch das Priester-Zölibat,
das lange nach Jesu Lebenszeit ausgedacht wurde, schleunigst abgeschafft werden. Nebenbei: Auch die „natürliche“
Empfängnisverhütung, die gar nicht natürlich ist, weil die wörtliche Befolgung des Gebots „Seid fruchtbar
und mehret euch“ längst die Grenzen unserer natürlichen Grundlagen überfordert, und damit durch Hunger
und Elend dem Leben entgegensteht, sollte bald durch moderne Methoden ergänzt werden.
heinrich, egngay Sie haben recht, ich tendiere dazu, dinge naturalistisch (sachlich)zu sehen. zumindest
bemühe ich mich darum. das bedeutet nicht, dass ich übernatürliches leugne. ich habe nur größte bedenken
gegen den missbrauch übernatürlicher phänomene mit dem ziel, menschen zu gängeln, zu beherrschen und
maßzuregeln bis hinein in ihre intimsten bereiche. das ist alles. egngay, es mag so wirken, aber ich
rege mich nicht wirklich auf. was mich manchmal vielleicht aufregt, sind die argumente, die einem so geboten
werden. die sind manchmal mehr als fadenscheinig. die „aufregung“ (ich nenne es lieber „diskussion“) um
den zölibat mag ihnen unverständlich, vielleicht sogar lächerlich erscheinen. mir geht es dabei um
die auswirkungen auf andere. und die können Sie nicht bestreiten. sexuelle übergriffe auf kinder und
jugendliche sind (leider) keine seltenheit. priester, die eine partnerin und kinder mit ihr haben, ebenso.
denkt irgendjemand an diese kinder und jugendlichen? wie kommen die eigentlich dazu, es ausbaden zu müssen,
wenn menschen in derart unphysiologische, triebverleugnende lebensformen gedrängt werden? tut mir sehr
leid, aber ich kann das nicht so verharmlosend und apologetisch sehen wie die meisten hier.
Lieber Heinrich die von ihnen aufgezeigte Situation ist sicher delikat, nur könnte es genauso gut sein,
dass jemand jetzt beichtet, er habe die Mutter des Priesters überfallen und ermordet. Ist das etwa weniger
schlimm?
@Lieber Heinrich … praktiziert der Dalai Lama nicht sexaultantristische Schweinereien? Dürfte also
nicht allzu lange her sein. Lassen wir dieses Menschenkind, der sich von seinen Anhängern und von der
Welt unwidersprochen mit „Seine Heiligkeit“ anreden lässt, dazu selber ein paar Worte sagen: Zwar hat
sich der Dalai Lama der Ehe- und Gewaltlosigkeit verpflichtet. Doch auf die Frage eines Reporters der
Zeitschrift «Reader’s Digest», was ihm in seinem bisherigen Leben an Erfahrungen gefehlt habe, deutete
er auf seine Leiste, lachte und sagte: «Ich vermisste offensichtlich dieses.» Er sei jedoch nicht traurig
darüber, betonte das geistliche und politische Oberhaupt Tibets. «Für Mönche und Nonnen ist Ehelosigkeit
nicht einfach eine Regel«, so der Dalai Lama. Ziel sei, negative Gefühle zu verringern. Sexuelle Wünsche
seien zwar erfreulich, dienten aber als Grundlage für Ärger, Hass und Eifersucht. www.netzeitung.de/…t/people/249028.html
Bestimmt treibt er es heimlich, denn wer kann schon ein ganzes Leben auf Sex verzichten und einer Regel
dienen
crossword, was schreiben sie denn? sind sie von der evangelischen landeskirche als pr-mann eingestellt?
wenn ein mann der priester werden will auch heiraten will, so kann er doch zu den evangelischen gehen.
ehrlich gesagt, verstehe ich ihre aufregung darüber nicht.
Lieber crossword, das Problem ist, dass Sie alles nur naturalistisch sehen. Wenn man die Übernatur leugnet,
dann kommt man tatsächlich zu solchen Aussagen wie Sie!
matt2 , heinrich ich kann es nicht mehr hören – der „besondere beruf“ , der für nichts anderes mehr
raum läßt als für seine erfüllung. bei allem respekt, ich bin überzeugt, dass priester mehr freiraum
haben als viele andere. der einblick in so manches priesterleben, den ich haben durfte, hat das eindrucksvoll
bestätigt. man muss nicht immer so tun als ob priester tag und nacht celebrieren, beten oder im schweiße
ihres angesichtes in ihrer gemeinde tätig wären. da gibts schon genug auszeiten, keine sorge. diese
überheblichkeit, als ob es da nicht andere berufe im dienste der menschen gäbe, die einem bedeutend
mehr abverlangen. was soll da jemand in der pflege, ärztInnen, die 70 bis 80 stunden in der woche arbeiten,
(nur stellvertretend für viele andere) sagen. sind das keine besonderen berufe? matt2: der herr pfarrer
wird wohl lernen müssen, damit umzugehen, so wie jeder andere auch. das sind die dinge des lebens und
was soll es bringen, jemanden künstlich vom leben fernzuhalten und ihn in einer wahrhaft künstlichen
welt abzuschirmen? und wieder: es ist faszinierend, dass beim gedanken, ein priester könnte verheiratet
sein, jedes mal fast reflexhaft solche argumente kommen. was aber, wenn der priester mit seiner frau streitet,
was wenn sie einander betrügen, was wenn sie sich scheiden lassen wollen usw. usw? die liste der bedenken
ist endlos, was letzlich nichts anderes zeigt als dass ausgerechnet in diesem kreis das vertrauen in das
funktionieren der institution „ehe“ erstaunlich gering is
Lieber Matt2, es würde mich nur interessieren, wie der Herr Pfarrer damit umgeht, wenn jemand beichtet,
dass er ‘s mit seiner Frau getrieben hat. Oder sind verheiratete Priester das ganz normale Ende des Bußsakraments?
Familie kann auch dem Priester Bodenständigkeit verleihen… Die Liebe geht halt manchmal eigene Wege.
Ich glaube, dass die Liebe zu einer Frau für den Priester nicht zwangsläufig in Gegensatz stehen muss
zur Gottesliebe, oder zum Dienst an der Gemeinde. Natürlich kann man sich jetzt fragen, ob sich denn
diese Liebe jetzt auch unbedingt sexuell ausleben muss, aber wenn sie es gerne tut, warum soll man es
ihr verweigern. Ich denke man muss das wieder pragmatischer sehen. Der Priester hat sicher einen besonderen
Beruf, der ihm aber auch noch Raum lassen müsste sein eigenes Leben zu führen.
streptokokke einverstanden, ich werde mich bemühen. mir ging es jedoch gar nicht darum, die „heilige
schrift“ zu verunglimpfen. ich möchte in der auslegung jedoch nicht auf Sie oder andere angewiesen, abhängig
und mit haut und haaren ausgeliefert sein. ich möchte selbst darüber nachdenken dürfen, auch wenn die
ergebnisse mit den ihrigen nicht kompatibel sind. also keine diktatur der (oft genug sowieso selbsternannten)exegeten!
vielen dank
@Crossword aus Ihren niederungen heraus können Sie nichts richtiges vermuten, da liegt jede latte zu
hoch für Sie. verzichten Sie also drauf, auch wenn’s an essentiellen charakterlichen eigenschaften, die
einsichten überhaupt erst ermöglichen, fehlt. Na gut, wenn Sie sich im Gegenzug der Heiligen Schrift
so nähern, wie es immer und für alle Zeiten gültig ist und empfohlen wird, um daraus wirklich geistigen
Gewinn zu ziehen.
strepto strepto immer erste wahl, aber letzlich doch nur ein eitererreger – passt also auch diesbezüglich
hervorragend! im übrigen schlage ich vor, dass Sie sich in Ihren äußerungen ein wenig beherrschen und
es unterlassen, über meine lebensweise (noch dazu falsche und unsinnige) vermutungen anzustellen. ersparen
Sie sich das und mir auch. aus Ihren niederungen heraus können Sie nichts richtiges vermuten, da liegt
jede latte zu hoch für Sie. verzichten Sie also drauf, auch wenn’s an essentiellen charakterlichen eigenschaften,
die einsichten überhaupt erst ermöglichen, fehlt.
@Crossword Ihre „Auslegung“ soll wohl eindrucksvolles Hintergrundwissen offenbaren? Ja, im Gegensatz zu
Ihrer vordergründigen Privatexegese, die in der Heiligen Schrift nur nach Spuren der Lust sucht. in Ihrer
Hilflosigkeit bleibt Ihnen wohl nur mehr die Möglichkeit, andere zu beleidigen. Na, als Apostel der Gemeinde
„Nur poppen macht glücklich“ und Kind einer orgasmusorientierten und verherrlichenden Gesellschaft sollten
Sie nicht so dünnhäutig sein. Darf ich Sie an die Existenz von Frauen erinnern, auch wenn diesen unter
Ihrersgleichen so gut wie keine Bedeutung zukommt, die über die rein zwingend notwendige biologische
Rolle hinausgeht. Sie dürfen! und schließlich: Bei der Wahl Ihres Usernamens haben Sie wenigstens gutes
Gespür bewiesen und geben sich als der(geistige?) Mikroorganismus zu erkennen, der Sie sind. Gratuliere!
Danke, Strepto ist immer 1. Wahl !
Liebe Streptokokke, Wann hat der Dalai Lama eigentlich das letzte Mal … ? … praktiziert der Dalai
Lama nicht sexaultantristische Schweinereien? Dürfte also nicht allzu lange her sein.
cgngay – strepto/kokke die Aussage Ihrer Antwort bleibt mir verborgen – vielleicht mein Fehler. Vielleicht
versuchen Sie es nochmal. ad strepto/kokke na, Sie machen sich’s leicht. Ihre „Auslegung“ soll wohl eindrucksvolles
Hintergrundwissen offenbaren? Wenn Paulus Timotheus bloß vor den damals grassierenden Irrlehren hätte
bewahren wollen, so hätte er diese wohl angesprochen und klar gestellt, dass die Ehelosigkeit nicht als
Loslösung von allem materiellem Sein gedacht ist und ihm den „wahren“ Sinn erklärt. Glauben Sie nicht,
dass er dazu imstande gewesen wäre??? Nein, statt dessen empfiehlt er unmissverständlich die Ehe und
Familie – – – Wenn das nicht für sich selbst spricht, was dann? in Ihrer Hilflosigkeit bleibt Ihnen wohl
nur mehr die Möglichkeit, andere zu beleidigen. Wenn Sie mich als „schwanzgesteuert“ diffamieren, scheinen
Sie davon auszugehen, dass ich männlichen Geschlechts bin. Darf ich Sie an die Existenz von Frauen erinnern,
auch wenn diesen unter Ihrersgleichen so gut wie keine Bedeutung zukommt, die über die rein zwingend
notwendige biologische Rolle hinausgeht. und schließlich: Bei der Wahl Ihres Usernamens haben Sie wenigstens
gutes Gespür bewiesen und geben sich als der(geistige?) Mikroorganismus zu erkennen, der Sie sind. Gratuliere!
werter crossword, natürlich haben sie recht. dennoch ist ihre behauptung damit widerlegt: „Geschlechtsverhalten
ist im Grunde Kommunikation. Gestörtes Sexualverhalten kann man daher als gestörte Kommunikation auffassen.“
cgngay – selbstverständlich müssen Sie meinen Behauptungen keinen Glauben schenken. Ich möchte Sie
keinesfalls missionieren und bin gerne bereit, Gegenteiliges zu überdenken, wenn mir dafür überdenkenswerte
Argumente geboten werden. Eine der Quellen, die ich Ihnen anbieten kann, wenn es um den Zusammenhang von
Sexualiät und Sozialverhalten geht, ist E.J. Haeberle, „Die Sexualität des Menschen“ 8.2.3., S. 287
(„Geschlechtsverhalten ist im Grunde Kommunikation. Gestörtes Sexualverhalten kann man daher als gestörte
Kommunikation auffassen.“). Warum glauben Sie, dass ich Protestant sei? Muss ein Mensch überhaupt glauben?
Ich weiß es nicht. So bin ich Agnostiker – was ich nicht mit ungläubig gleichgesetzt haben möchte und
vor allem nicht mit einer prinzipiellen Abneigung gegen gläubige Menschen. Meine Abneigung beschränkt
sich auf fanatische Menschen, die im Namen ihrer Religion glauben, andere unterdrücken zu dürfen, die
meinen, berechtigt zu sein, von anderen jene Lebensführung einzufordern, die ihnen selbst ihre religiöse
Einstellung abverlangt. Ich wehre mich gegen Verunglimpfung, Verächtlichmachung und Beleidigung von Menschen,
die keiner oder einer anderen Glaubensrichtung angehören, oder jener, die als Mitglieder der Kirche kritisch
auftreten. Das wird wohl nicht zuviel verlangt sein. Wenn ich mir allerdings manche Beiträge durchlese
kommen mir Zweifel und ich fühle mich ins tiefste Mittelalter versetzt – mit all seinen Grausamkeiten ,
die es gegen „Ungläubige“ aufbot.
werter crossword, sie verlangen nach sachlichkeit, aber die scheint mir im glauben schwierig. outen sie
sich doch bitte, damit ich weiss von welchem ufer sie kommen: sind sie protestant? sie schrieben: Übrigens
lautet die Lehrmeinung, dass Menschen die ein gestörtes Sexualleben haben zwingend auch an Kommunikationsstörungen
leiden. leider stosse ich auch bei ihnen auf beliebigkeit, wenn sie von einer „lehrmeinung“ sprechen,
hier wären quellen nötig. zudem würde ich aus meinen erfahrungen dieser aussage von ihnen keinen deut
glaubwürdigkeit schenken.
cgngay – beliebig ich widerspreche Ihnen. Wenn man sich das Ziel setzt, sich diversen Diskussionsthemen
sachlich anzunähern, spielt es keine Rolle, ob man Protestant oder Katholik oder sonstwas ist, weil Sachlichkeit
im Vordergrund steht und es nicht gilt, sich für irgendeine Ideologie – von mir aus einen Glauben – stark
zu machen. Und das tun die meisten hier – blind, wie mir scheint. Auch Sie! Was ist typisch daran? Nun,
zunächst, dass Sie auf meine Ausführungen überhaupt nicht, geschweige denn, sachlich eingehen. Ignorieren,
lautet die Parole! Dabei biete ich Ihnen genügend Diskussionsgrundlagen: die Zitate aus Tim, anerkannte
Kenntnisse über eine gesunde Sexualentwicklung und ein gesundes Sexualleben. Übrigens lautet die Lehrmeinung,
dass Menschen die ein gestörtes Sexualleben haben zwingend auch an Kommunikationsstörungen leiden. Mit
Störungen des Sexuallebens ist im übrigen nicht die sexuelle Orientierung gemeint, sondern die befriedigende
reife (sexuelle) Zuwendung zu einem/einer anderen erwachsenen Person. All dem stellen Sie sich nicht erst.
Dafür wiederholen Sie, automatisiert als hätte Ihnen jemand einen Chip implantiert, die altbekannten
Phrasen vom Priester, der für sein Amt „frei“ (vor allem von Frau und Kindern!) sein muss. Schade, dass
in einem Diskussionsforum so gar keine Diskussion möglich ist. Und, wie es aussieht, auch gar nicht erst
erwünscht. Wozu also kreuz.net überhaupt??????
@Crosswords Stückwerke endlich einmal jemand, der 1 Tim 3, 2-5 und 1 Tim 4, 1,3 anspricht. Deutlicher
und unmissverständlicher kann es nicht formuliert werden, dass die Verehelichung und Familiengründung
Priestern nicht bloß „erlaubt“, sondern sogar dringendst nahe gelegt wird. Jo, jo, wenn man übersieht,
dass Paulus hier dem Timotheus unmissverständlich Ratschlag erteilt gegen die damals in Ephesus aktiven
Irrlehrer vorzugehen, die die vollkommene Enthaltsamkeit und Ehelosigkeit als Loslösung von allem materiellen
Sein verkündeten. Die Irrlehrer propagierten die Loslösung als Pflicht um eine höhere Stufe der Erkenntnis
zu erlangen. Paulus hatte selbst davor gewarnt, dass solche Irrlehrer nach seinem Fortgehen aus Ephesus
auftreten würden. Daher alles nur aus dem Zusammenhang gerissenes Blabla einiger Crosswords und Konsorten.
Der Zölibat schafft unweigerlich eine negative Auslese von Menschen, die den Umgang mit ihrer Sexualität,
vor allem die Zuwendung zu einem/einer anderen Erwachenen nie geschafft haben. Ja, oder deren Ideale und
Geisteshaltung die Ihrige derart übertreffen, dass sie um dieses höheren Ideales willen noch nicht einmal
auf etwas verzichten müssen, was Ihrer und Konsorten Schwanzgesteuertheit als Verzicht gilt. Solche Pfeifen
wie Sie würden einem indischen Guru, der drei Jahre frei von jedem Gepoppe auf einem Stein sitzt bedenkenlos
für diese Leistung Anerkennung zollen und Beifall klatschen. Wann hat der Dalai Lama eigentlich das letzte
Mal … ?
crossword, mir scheint sie sind protestant… ihr plädoyer gegen das zölibat mögen sie gerne bei den
protestanten unterbringen. denn es zeugt für beliebikeit, für die die evangelischen auch immer mehr
stehen. business-bischöfin käsmann zeigt es nach ihren verbalen attacken („wir müssen uns an das wort
trauquote gewöhnen“) und ihrer scheidungsankündigung, wie beliebig mittlerweile die ev. kirche ist.
für die katholische kirche dagegen ist das priesteramt nicht ein beruf wie jeder andere auch, sondern
man muss dafür berufen sein. und wer sich für diesen beruf entscheidet, also gott sein leben widmet,
der wird dafür auch gerne auf eine frau verzichten, um sein leben voll der gemeinde also kirche zu widmen.
pfarrverweser1 endlich einmal jemand, der 1 Tim 3, 2-5 und 1 Tim 4, 1,3 anspricht. Deutlicher und unmissverständlicher
kann es nicht formuliert werden, dass die Verehelichung und Familiengründung Priestern nicht bloß „erlaubt“,
sondern sogar dringendst nahe gelegt wird. Da ereifern sich die leute gerade in diesem Forum endlos über
Bibelstellen, die im Vergleich keineswegs so eindeutig sind oder in völlig anderem Zusammenhang zu sehen
wären, wie etwa Fragen zur menschlichen Sexualität! Dass der ganze Zölibat auf jeden Fall nicht auf
„Gottes wille“ beruht, scheint niemand zu tangieren und Bibelstellen zu diesem Thema, die nicht konvenieren,
werden einfach ignoriert. Der Zölibat schafft unweigerlich eine negative Auslese von Menschen, die den
Umgang mit ihrer Sexualität, vor allem die Zuwendung zu einem/einer anderen Erwachenen nie geschafft
haben. Demnach solche, deren sexuelle Entwicklung keinen normalen Verlauf genommen hat. Da muss sich keiner
wundern, wenn es in diesem Klima immer wieder zu Übergriffen auf Kinder und Jugendliche kommt. Natürlich
nicht durch jeden einzelnen Priester, aber insgesamt stellt es ein immerhin auffälliges Phänomen dar.
Außerdem, ist es glaubhaft, einerseits ein Hohelied auf die Familie zu singen und die Gründung einer
solchen jedem Normalsterblichen abzuverlangen, im selben Atemzug jedoch ausgerechnet seinen eigenen Würdenträgern
eine solche zu verbieten?
Wenn die Priester selber auch für Nachwuchs sorgten, wäre das auch kein Fehler… der Papst könnte
ja auch seinen guten Geist, seine ehemalige Haushälterin heiraten. Bei der schmeckts ihm ja auch am besten.
@ Bussmanns Verlangen nach Anerkennung Wieso brauchen Sie eine Entscheidung des Papstes? Weil diese vom
Dämon inspirierte scheinkatholische Theologin genau weiss, dass eine solche Entscheidung nur dann von
Wert für die Hölle ist, wenn sie vom Papst selber kommt. Solange 1000 und mehr Bussmänner und Frauen
nur danach brüllen ist es nicht mehr als der klägliche Bittgesang Satans an den Stellvertreter GOTTES
auf Erden, der mit diesem Bittgesang die einzigartige Stellung des Papstes nur bestätigt.
@Bussmann Es ist wirklich zum Lachen, wenn jemand, der die Autorität des Papstes in den meisten Dingen
nicht akzeptiert, plötzlich danach verlangt, dass der Papst ein Kirchengesetz annulliert. Wieso brauchen
Sie eine Entscheidung des Papstes? Sie machen doch eh, was Sie wollen…
@Bussmann – Mangel Dabei braucht der Papst nur einen Kugelschreiber um dieses Gesetz für nichtig zu erklären.
Was hindert ihn daran? Der Mangel an Kugelschreibern im Vatikan.
Pfarrverweser1 ich kann Sie nur voll und ganz unterstützen. Die Verknüpfung zwischen Weihesakrament
und sexuell enthaltsamen Leben ist nicht nur unmenschlich, sondern unchristlich. Wann werden das die Bischöfe
verstehen??? Dabei braucht der Papst nur einen Kugelschreiber um dieses Gesetz für nichtig zu erklären.
Was hindert ihn daran? Etwa, dass er zu wenig Seelsorger ist und die Nöte der zölibatär lebenden Priester
nicht sehen will oder sieht?
Nix lex Dei und daher auch nicht katholisch (=allumfassend) Der Zölibat ist bekanntlich eine Erfindung
der Kirche aus dem 12. Jh. Weder Christus noch Paulus haben je davon gesprochen, im Gegenteil: „Deshalb
soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet… Er soll ein guter Familienvater sein…
Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?“ (1 Tim
3, 2-5) Abgesehen davon, dass hier nirgendwo von Ehelosigkeit gesprochen wird, ist im Umkehrschluss anzunehmen,
dass es in den frühen Chrsitengemeinden sehr wohl Ehescheidungen gegeben hat, denn sonst müsste Paulus
ja nicht extra betonen: „nur einmal verheiratet“! Aber es kommt noch besser: „In späteren Zeiten werden
manche vom Glauben abfallen… Sie verbieten die Heirat…“ (1 Tim 4, 1.3). Und weiters steht geschrieben:
„…durch Werke des Gesetzes wird niemand gerecht, sondern durch den Glauben an Jesus Christus.“ (Gal
2, 16) Tja, die Bibel zu lesen hat noch niemandem geschadet und würde manche künstliche Aufregung vermeiden
helfen! Ergo dessen wäre es hoch an der Zeit, die Zölibatsverpflichtung aufzuheben, zumal es ja heute
nicht wie im 12. Jh. um die Erhaltung der Kirchenpfründe geht. Allerdings sehe ich sehr wohl ein Problem
in der Besoldung der Priester, die dann sicherlich erhöht werden müsste. Andererseits zahlen sie ja
weder Miete, noch Gas oder Strom. Also kann das auch kein allzu großes Problem sein! Der Friede Jesu
Christi sei mit euch allen!
Tridentinus: Auswendig lernen, üben, üben… Da hilft doch nur eins: er müsste sie, die Rubriken, öfter
lesen. Vielleicht hat er zu wenig Gelegenheit, die Rubriken bei extrordinären Messen abzulesen. Vielleicht
sollte er die Rubriken auswendig lernen. Einfach so, damit ihm keine Unsicherheit nachgesagt werden kann.
Als Altritueller müsste ihn die Aufgabe doch geradezu beflügeln, die alten heiligen Worte auswendig
zu können.
#34 Tridentinus 11:28:43 | Freitag, 3. August 2007
@gilbert Bei Spiner geht’s hier nicht mehr um Ästhetik. Er bewegt sich auch nicht in einen Grenzbereich.
Er beherrscht die Rubriken nicht. Kein Wunder, wenn man ansonsten Diakoninnen weiht!
Missstand: Tridentinisch unsicher Ab wann zelebriert der Priester tridentinisch unsicher? Eine prachtvolle
Frage, die zu lösen ein Freudenfest für die Liturgieästhetizisten sein mag. Viel Vergnügen. :)3
#32 Tridentinus 10:42:54 | Freitag, 3. August 2007
@Rudolfus Ein gültig geweihter Bischof kann die Priester- und Bischofsweihe gültig spenden. Allerdings:
Dusan Spiners Bischofsweihe kann nach DH 2101 nicht als gültig betrachtet werden, daher ist folgerichtig
Dr. Federspiel nicht Priester. Übrigens: Wäre Spiner Bischof, hätte ich immer noch Zweifel an der Gültigkeit
von ihm gespendeter Weihen, ich habe nämlich beobachten können, wie unsicher er tridentinisch zelebriert.
Da wäre es sehr leicht möglich, dass er bei einer Weihe etwas, was zu deren Gültigkeit notwendig ist,
mangelhaft oder direkt falsch vollzieht!
Ein „sündiger“ Priester kann sehr wohl gültig die Messe zelebrieren Sicher Extrembeispiele. Aber gehen
Sie zu einem Priester in die Messe, der eine Konkubine hat, und deshalb jedesmal schwer sündigt, wenn
er eine gültige Messe zelebriert? Ich hoffe nicht. Das ist eine völlig andere Ebene: Priester im Konkubinat.
Das ist keine Ehe und der Priester ist ausschließlich zur Ehelosigkeit verpflichtet. Daher Zölibat.
Ob ich an einer Messe, die ein Priester im Konkubinat zelebriert teilnehme, möchte ich nicht grundsätzlich
verneinen. Vielleicht habe ich schon an vielen solcher Messen teilgenommen, die ein Priester im Konkubinat
zelebriert hat. Nur habe ich es nicht gewusst, dass der Zelebrant im Konkubinat lebt. Deshalb ist die
von ihm zelebrierte Messe aber nicht ungültig. Ein sündiger Priester kann sehr wohl gültig zelebrieren.
Das steht ähnlich auch im Katechimus. Und wenn ich wüsste, dass ein Priester im Konkubinat lebt, würde
ich nicht in erster Linie deshalb, aus voyeuristischen Gründen, zu ihm zur Messe gehen, sondern vor allem,
weil ich gern zu Messe gehe. Alles andere schmeckt mir so altväterlich moralinsauer.
Zölibat der Zölibat, solange er freiwillig und ohne Zwang gelebt wird, ist in Ordnung, aber so ein Versprechen
sollte nicht für immer und ewig gelten. Aber die Verknüpfung von Weihesakrament und sexueller Enthaltsamkeit
sollte unbedingt abgeschafft werden. Ich brauche keine prophetischen Reden zu halten um zu erkennen, dass
wenn das nicht geschieht, es noch weniger Priester geben wird und es dann mit der Kirche noch mehr talwärts
geht, ganz zu schweigen davon, dass viele Priester, und das sind nicht die schlechtesten, die sexuelle
Enthaltsamkeit nicht leben. Und was ist daran so schlimm, wenn ein Priester, der hier als „abgefallen“
tituliert wird, Sakramente spendet, denn Priester bleibt er immer. Und vor allem sollte nicht noch mehr
in der Kirche abgeschafft werden, sondern „angeschafft“ z.B. im Erzbistum Köln die Wortgottesfeier auch
am Sonntag, wenn kein Priester da ist.
@ wiener – priestergehälter danke, lieber wiener, für die aufklärung! ehrlich, das entspricht ganz
meiner meinung. was der grieche in salzburg sagte, dass man die kirchenbeiträge erhöhen müsse, wenn
priester eine familie haben, ist nonsens. wenn bei uns schon 75% der kirchenbeiträge für die personalkosten
herhalten müssen, dann nur weil die bürokratie überhand nimmt und immer wieder neue laienposten geschaffen
werden. niemand hat noch eine einfache aufwandsbalance errechnet:wieviel ist einem bischof der durchschnittliche
laie im bruttoaufwand wert und wieviel der durchschnittliche kleriker. bei einer solchen prokopfberechnung
müsste man auch die einfachen pfarrhaushälterinnen, die ja angestellte des priesters sein müssen, mitgezählt
werden. deren abfertigung muss vom pfarrer aufgebracht werden, der keinen ersatz dafür bekommt. dazu
kommt noch die vorsintflutliche regelung, dass diözesanpriester nicht den schutz der staatlichen sozialversicherung
genießen dürfen. die superiorenkonferenz hat in den 70er jahren ein einmaliges angebot zur asvg-übernahme
des klerus verhindert. außerdem gibt es unter den priestern bedeutende klassenunterchiede. solche, die
als hauptamtliche religionslehrer, heereskuraten usw. sozialversichert und besser besoldet sind, dazu
die weltpriester, die dreimal mehr pfarren betreuen müssen als ordenspfarrer, wenn sie auf deren steuerfreues
brutto für netto kommen wollen.
priestergehälter in der tat dürften die differenzen bei den genannten summen vor allem daher rühren,
dass die priester in unterschiedlichen ländern (und hier oft auch noch diözesan) unterschiedlich vergütet
werden. ein pfarrer in der erzdiözese wien erhält netto etwa 1.300 €. allerdings ist auch die angleichung
an die bundesbesoldung in deutschland schon längere zeit vergangenheit: zum einen, weil deren erhöhungen
in den letzten jahren nicht mitgemacht wurden, zum anderen, weil der bischof das recht hat, die priestergehälter
zu kürzen. vom kirchenrecht ist er lediglich verpflichtet, seinen priestern eine „angemessene versorgung“
zuteil werden zu lassen – das ist ein durchaus dehnbarer begriff. und in zeiten knapper diözesaner finanzen
wird halt das priestergehalt – da es hier auch keine dienstverträge und keine lohnvereinbarung gibt –
zuerst gekürzt. nur mal zur aufklärung ;)
der „heroische Fels“ etwa, der dann Homo-Unzucht betreibt oder sich gar an Kindern vergreift… nun ich
denke doch, dass Petrus trotz seiner Beweibtheit zum Felsen der Kirche ernannt wurde.
Matt2 Der Gradmesser einer charakterlich großen Priesterpersönlichkeit offenbart sich auch inwiefern
einer Bereit ist zu verzichten, (gerade auf das was die Eelt neben Fressen, Saufen und Geldverdienen)
am meisten schätzt aus Liebe zum Herrn. Einer der das Zölibat hält ist in der heutigen Zeit ein Held
und heroischer Fels in der Brandung dem man mehr Glauben schenkt als Einem der sich für sich richtet
wie ers bracht nach seinen Bedürfnissen.
@Ansbach: Sie sind ein bisschen zu idealistisch, ich sehe das mehr pragmatisch… und ich glaube damit
der Realität auch näher zu stehen. Schauen Sie selbst Petrus hatte eine Frau, und hat sich Christus
etwa daran gestört und hat es seine Liebe zu ihm getrübt. Der erste Papst war beweibt und in der Folge
war von Zölibat noch keine Rede. Also man muss schon ein bisschen am Boden der Tatsachen argumentieren.
matt2 Du hast recht. Die Stammesgeschichte seit Abraman zeigt deutlich auf dassPersonen die von Gott erwählt
wurden, wie zb König David u viele mehr weit daon entfernt waren perfekte Menschen zu sein und vor allem
auf dem Gebiet der Unzucht ziemlich viel am Stecken hatten. Christus hat aber als vollkommener Priester
die Erbsünde der Stammesgeschichte bis Christi Geburt durchbrochen und war als vollkommener Priester
frei von jeglicher Sünde. Jeder Priester hat ihn zum Vorbild und keinen VOR ihm
@Ansbach: wenn schon, dann ist er mit Christus verheiratet… er ist ja selbst Teil der Kirche, wie kann
er da mit ihr verheiratet sein? Nun, ich würde es nicht so eng sehen. Wenn es nun Christus nicht stört,
dass seine Priester neben ihrem Gemeindedienst auch eine natürliche Ehe führen… Abraham, den Gott
berief, hatte ja auch eine Frau. Die ursprünglichen Gemeindevorsteher waren auch verheiratet. Was ist
da dabei. Sie müssen ja nicht, wenn ihre Liebe zu Christus sie so vereinnahmt.
matt2 ein Priester ist mit der Kirche verheiratet. Deshalb kann er kein Weib mehr heiraten da er ich vorher
von der Kirche Scheiden lassen müßte, wobei Scheidung katholich unmöglich ist. Hat der Priester ein
Verhältnis mit dem Weib begeht er Ehebruch an der Kirche
Von mir aus kann der Weltpriester auch heiraten… aber er soll mit seinem Geld für die Familie haushalten.
Das muss doch zu schaffen sein. Schließlich ist er nicht Priester um reich zu werden, sondern weil er
sich berufen fühlt. Der Knecht ist seinen Unterhalt wert.
@ Hank: Don Boscos Zahlen In der Theorie wahrscheinlich korrekt. Aber es gibt auch mittlerweile Gehaltskürzungen
wg. finanzieller Lage. Mein Bsp. ist ein Bsp. aus der Praxis. Wenn Don Boscos Zahlen richtig sind, dann
kann ihr „Beispiel aus der Praxis“ nicht stimmen. Gehaltskürzungen, ja, kann sein. Aber doch nicht um
50 und mehr Prozent! Zumal die Priester wenigstens zum Teil durch Papa Staat bezahlt werden.
@Bosco In der Theorie wahrscheinlich korrekt. Aber es gibt auch mittlerweile Gehaltskürzungen wg. finanzieller
Lage. Mein Bsp. ist ein Bsp. aus der Praxis.
#16 Don Bosco 18:46:15 | Donnerstag, 2. August 2007
Woher habt Ihr die Zahlen? „Die Veranschlagung des monatlichen Pfarrer-Durchschnittseinkommens auf 4.500
EUR (West- Bundesländer, Stand 1.8.04) ist eher abgerundet. 1 Beispiel eines 50-jährigen oder älteren
Geistlichen: Grundgehalt A 14 Endstufe: 4.346,55 EUR Familienzuschlag (verh. ev. Pfarrer ohne Kind 105,28
EUR vermögenswirksame Leistungen 6,65 EUR Zwischensumme 4.458,48 EUR (ohne Kinderzuschläge von 90,05
[1. u. 2. Kind] bzw. [ab 3. Kind] 230,58 EUR) Weihnachts- u. Urlaubsgeld anteilig je Monat: ca. 350 EUR
Ersparnis Dienstwohnung (durchschnittlich) ca. 500 EUR In der kath. Kirche fallen in den meisten Diözesen
noch diverse Zulagen an, die hier vernachlässigt werden. Auch der Zuschuss zur Finanzierung von Pfarrhaushälterinnen
ist nicht mitgerechnet. Wohl erhalten jüngere Pfarrer etwas weniger. Fast 90 % der kath. Geistlichen
erhalten aber die Endstufe. Auch die evangelischen Kollegen (Altersschnitt ca. 45 Jahre) kommen effektiv
im Schnitt auf mehr als 4500 EUR im Monat. Bischöfe werden in der Regel vom Staat besoldet. In den westlichen
Bundesländern beziehen sie ein Gehalt gemäß Besoldungsstufe B6 (7.206,51 EUR), Erzbischöfe gem. B10
(9.965,09 EUR).“ (Zitiert nach Fowid vom 12.08.2005)
#15 Rudolfus 18:11:27 | Donnerstag, 2. August 2007
@Don Bosco / Die drei evangelischen Gelübde legen lediglich die Kleriker und die Laien im gottgeweihten
Ordensleben ab. Weltpriester verpflichten sich nur zur Ehelosigkeit und zum Gehorsam dem Oberen gegenüber
(zwei der evangelischen Räte), nicht aber zur Besitzlosigkeit. Die Besitzlosigkeit ist den Ordensmitgliedern
vorbehalten – Klerikern wie Laien. Für Weltkleriker gelten dieselben Besitztumsrechte wie für alle Weltlaien
auch.
#13 Don Bosco 18:07:06 | Donnerstag, 2. August 2007
1.550 Euro? Katholische Pfarrer werden nach der Bundesbesoldungsordnung vergütet. Das Grundgehalt in
der Vergütungsgruppe A14 beginnt bei 2.939 Euro monatlich und endet bei 4.346,55 Euro mit 53 Lebensjahren.
Dazu kommt das verbilligte Pfarrhaus und sonstige steuerliche Vergünstigungen. Ich habe mich immer gefragt,
was die Priester (die mit den 3 evangelischen Räten = Zölibat auch die Armut gelobt haben) mit so viel
Geld machen?! Sie brauchen normalerweise nicht mal modische Kleidung kaufen, weil sie im schwarzen Einheitslook
auftreten können. Eine Familie damit zu ernähren wäre schon eine gute Idee, auch wenn ich dagegen bin,
dass Priester heiraten.
#12 Rudolfus 18:02:03 | Donnerstag, 2. August 2007
Eine dem überlieferten apostolischen Ritus folgend gültig durchgeführte Bischofs- und Priesterweihe
durch einen seinerseits gültig geweihten Bischof wird auch ohne Zustimmung des Apostolischen Stuhles
gültig weitergegeben – und ist damit gültig, und zwar auch ohne Anerkennung des Stuhles Petri. Die Anerkennung
des Stuhles Petri war für eine gültige apostolische Weihespendung niemals notwendig – siehe die schismatischen
Ostkirchen und Erzbischof Lefebvres röm.-kath. Priesterliche Bruderschaft St. Pius’ X.
#11 Tridentinus 17:38:56 | Donnerstag, 2. August 2007
Aber auch unter der Fahne der Tradition gibt es das! Wie erklärt sich sonst, dass Dr. med. Franz Federspiel,
suspendierter Ständiger Diakon der Diözese St. Pölten, immer noch in Anspruch nimmt, von Dr. phil.
Dusan Spiner, suspendierter Priester, dessen Bischofskonsekration durch Bischof Felix Maria Davidek (!),
vom Vatikan nicht als gültig betrachtet wird, eine gültige Priesterweihe empfangen zu haben? Am vergangenen
Anderlsonntag in Rinn (auch ein Fall für sich, aber das tut hier jetzt nichts wesentliches zur Sache)
hat er Kommunion gespendet und Beichte gehört. Mindestens die letztgenannte Funktion ist eine klare priesterliche
Funktion. Ich hoffe auch, dass das MP Summorum Pontificum Cura bewirkt, dass die Traditionalisten vor
unseriösen Personen dieser Art geschützt werden. Hinsichtlich des beschriebenen Falles, nimmt die FSSPX
übrigens die gleiche Haltung ein, wie der Heilige Stuhl.
@Die Priester der römisch-katholischen Priesterlichen Bruderschaft St. Pius’ X. sind bekanntlich nicht
in Einheit mit der regulären „Amtskirchenhierarchie“, da deren Ämter flächendeckend von nicht-katholischen
Irrlehrern besetzt gehalten werden (vgl. über den Modernismus Pascendi dominici gregis, hl. Pius X. [aufgelistet
auch bei amazon.de]). Für die gültige Sakramentenspendung und für die gültige Abhaltung der Kirchenzeremonien
sind die irrlehrenden Hierarchen, die die römisch-katholische Amtskirche widerrechtlich besetzt halten,
auch gar nicht notwendig – irrlehrende Hierarchen sind nicht-katholisch und dürfen die Katholiken darum
auch gar nicht kümmern (vgl. Apostolisches Schreiben Cum ex apostolatus officio, Paul IV., 1559): Irrlehrende
(= nicht-katholische) Hierarchen, die die Amtskirche besetzt halten, sind falsche Christusse, die versuchen,
selbst die Erwählten irrezuführen (vgl. Christi Reden über die Endzeit, in den Evangelien). Die Kirche
funktioniert in Notstandszeiten automatisch auch ohne Hierarchen – dies war schon in der frühesten Kirche
so. Die Notstandsbedingungen sind für Europas Kirche erfüllt (Verfolgung des apostolischen Glaubens
und der legitimen Liturgie).
was ist eigentlich so schlimm wenn jemand Beerdigungen leitet, oder bei Hochzeiten predigt, oder tauft?
Wo steht geschrieben, dass das nur ein nicht-suspendierter Priester darf? Die Pius-Priester sind übrigens
allesamt suspendiert und lesen sogar die Messe, also, was soll die ganze Aufregung?
Geizig zu sich selber Manchmal ist man einfach zu geizig zu sich selber. Ein paar ordentliche Ablässe
und die Zukunft sähe ganz anders aus. Aber nein die Gelder werden auf Konten zur Verzinsung angelegt,
bis auf die Konten nichts mehr drauf geht und dann ist es ohnehin viel zu spät. Der Geiz zu sich selber
ist eine der schlimmsten Sünden.
@gregorius oder sollen vielleicht Sterbende im Krankenhaus ohne die richtige Vorbereitung sterben? Natürlich,
da geht es ums Prinzip. Und hätten sie sich rechtzeitig einen Ablass erworben, bräuchten sie eh keine
Vorbereitung. Es lebe die schöne neue Welt von hetz.net
Naja. Wenn ich das richtig verstehe, sind die Priester der Ostkirche mit der Röischen Kirche uniert.
Somit können sie, auch wenn sie eine Familie haben, ohne Probleme eine röm.-kath. Pfarrei übernehmen.
Und wenn sie die röm. Liturgie beherrschen spricht gegen einen Einsatz in diesen Pfarreien nichts. Bei
den sog. Abgefallen kommt es darauf an, ob sie ihr Weiheamt gesammt verloren haben, oder, wie im Bericht
gesagt, nur von ihrem Amt dispensiert wurden. Solange sie das weiheband noch besitzen ist es sogar ihre
Pflicht, auch wenn es von der Amtskirche nicht gewünscht wird, Gläubigen zu helfen – oder sollen vielleicht
Sterbende im Krankenhaus ohne die richtige Vorbereitung sterben?
Für den Weltpriester ist der Zölibat vielleicht doch eine Überforderung… ich würde in letzter Zeit
auch eher dazu tendieren ihn abzuschaffen. Es können ja durchaus die Priester optional einem zölibatären
Orden angehören. Schließlich hatten die Priester aus dem Levitenstamm im Alten Isreal auch Frauen. Also
wenn schon „der Alte“ kein Zölibat gefordert hat, wieso sollte es dann „der Junge“ fordern dürfen. Wegen
dem Geld sollen sie sich allerdings nicht beklagen. Die kriegen ja eh Kinderbeihilfe.