(kreuz.net) Janosch (76) ist ein bekannter deutscher Illustrator, Kinderbuchautor und Schriftsteller.
Er wurde in Oberschlesien geboren und heißt mit wirklichem Namen Horst Eckert.
Dem Autor ist alles Christliche –
oder besser: alles Katholische – verhaßt.
Die Kinderbücher von Janosch sind voller Wärme, Solidarität und Freundschaft.
Rund 300 Bücher hat er geschrieben. Manche wurden in vierzig Sprachen übersetzt.
Viele seiner Figuren
sind zu Markenzeichen geworden.
In seinem Verhältnis zur Religion scheint Janosch ebenfalls in der Kindheit
steckengeblieben zu sein: „Katholisch geboren zu sein, ist der größte Unfall meines Lebens.“
„Die Taufe
ist für die Eltern ein Zwang unter Androhung der ewigen Hölle“ – weiß er. Oder: „Katholisch ist das
Reizwort, dann gerate ich in eine unerträgliche Wut“.
Wie es dazu kam
Seine Abneigung gegen die Kirche
geht auf unverarbeitete Kindheitserfahrungen zurück:
Sein Vater – ein Alkoholiker – habe eine Hundepeitsche
benützt, „um mir beizubringen, was er für richtig hielt. Er prügelte auch meine Mutter und sie wiederum
mich.“
Dann habe man ihn in die Kirche gesteckt: „Wenn du nicht glaubst, was wir dir sagen, wenn du nicht
tust, was wir dir sagen, dann kommt das Schlimmste, was nämlich nach dem Tod passiert.“
Mit 13 Jahren
sei er eine totale Psychose gewesen.
Als Janosch sich in einem Zeitungsinterview fünf Charaktereigenschaften
zusprechen sollte, sagte er: „Autist. Ketzer. Lümmelhaft. Vertrottelt. Eine fünfte fällt mir jetzt
nicht ein.“
Nach selbstzerstörerischen Jahren in München verbrannte er allen überflüssigen Besitz
und zog sich 1980 auf die Kanaren-Insel Teneriffa zurück, wo er bis heute lebt.
Dort hat er weder Telefon
noch großes Interesse an sonstigem Kontakt mit der Welt.
Anfang Juni stiftete eine Pressemitteilung für Verwirrung, nach
der Janosch alle Rechte an seinen Werken an die religionsfeindliche deutsche „Giordano Bruno-Stiftung“
abgetreten habe.
Der Stiftungsvorsitzende, Herbert Steffen, erklärte dazu, daß er sich über das große
Vertrauen, das Janosch der Stiftung entgegenbringe, sehr freue: „Als Gegenleistung bekommt er 50 Prozent
der Einnahmen, sofern es denn je Einnahmen geben wird.“
Der gottlose Jubel hielt nicht lange.
Am Montag
darauf verkündete die „Janosch Film & Medien AG“ in Berlin, daß die Meldung eine Ente sei. Die Rechte
an Janoschs Werken gehören nach wie vor ihr.
„Janosch Film & Medien AG“ verkauft seit einigen Jahren
Lizenzen für Bücher, Filme und Tigerenten. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Betrieb einen Umsatz
von knapp 1,2 Millionen Euro.
Janosch gehört der „Giordano Bruno-Stiftung“ als Beirat an.
Zudem schreibt
er an einem neuen Buch mit dem Titel „Tagebuch eines frommen Ketzers“. Es soll den Lesern, vor allem „den
Christlichen Parteien ein wenig Religionsunterricht geben“, sagte Janosch kürzlich der ‘Frankfurter Allgemeinen
Zeitung’.
„Die wissen ja nichts über ihren Katechismus – wetten?“ Wie der Zeichner gegenüber dem kirchenfeindlichen
„Humanistischen Pressedienst“ mitteilte, arbeite er zur Zeit „mit großer Freude“ an diesem „autobiographischen
Werk“.
Janoschs Abneigung gegenüber der Kirche trat zuletzt durch eine primitive Karikatur zum Vorschein,
die den Titel „Taufe“ trug.
Darauf ist ein Pfarrer zu sehen, der mit einem Hammer einem kleinen Täufling
ein Kreuz in den Bauch rammt.
Email-Adressen der Empfänger
47 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#47 Bokrug † 23:21:32 | Samstag, 29. September 2007
@obelix: Meines Wissens nach wollte Savonarola eine christliche Republik errichten… Ein Unterschied
zur Freimaurer-Oligarchie und Plutokratie in der wir leben… DEMOKRATIE hat nur die Schweiz…eventuell
noch Venezuela…mit Plebisziten und Volksabstimmungen…! Wir leben in einer Diktatur des Relativismus,
des Reduktionismus und De-Konstruktivismus…nicht umsonst zerfallen die Ehen…auf Hass, Gier und Neid
wurde der Freihandels- und Finanzkapital basierte Kapitalismus aufgebaut…! Grüsse Bokrug
Das mag alles richtig sein, aber es IST ein Galgen, eine Hinrichtungsmaschine, der infelix arbor. Wer
im Kreuz nur den Galgen erkennt, der verkennt die Bedeutung des Kreuzes vollkommen. Das Kreuz ist Zeichen
der Stärke, des Sieges und vor allem das Zeichen der vollkommenen Liebe. Diese Liebe ist es, die wir
nacheifern sollen. Die christliche Liebe ist immer auch eine gekreuzigte Liebe, hat aber mit der dem romantisierenden
Verständnis des modernen Liebesbegriffes nicht viel zu tun. Dass das Kreuz für uns Katholiken auch eine
andere Bedeutung hat, ist selbstverständlich. Dabei gibt es wahrscheinlich so viele Bedeutungen und Ansichten,
wie es Gläubige gibt (ja ich weiss, für Sie muss alles katholisch uniform sein und mit dem Strom schwimmen).
Wer immer nur diese Galgen vor Augen hat, der kann gar nicht richtig „erlöst“ sein, wenn er sich die
Bedeutung ins Gedächtnis ruft. Ist aber, wenn Sie es so wollen eine „Privatoffenbarung“. Bleiben Sie
ruhig bei Ihrem Glagen, wenn Sie daraus Trost ziehen können. Wünsche gesegnete Nachtruhe.
@ obelix: das Kreuz mit dem Kreuz Ich habe keine „Kreuz-Allergie“. Ich finde es gibt aber für die Religion
der Liebe (die Sie anscheinend gar nicht sehen können) bessere Symbole als einen Galgen. Ich fasse es
nicht! Mir bleibt nur ein Bibelzitat: Denn die Juden fordern Zeichen, und die Heiden suchen Weisheit;
wir hingegen predigen Christum den Gekreuzigten, der den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit
ist, den Berufenen aber aus den Juden sowohl als den Heiden (predigen wir) Christum als Gottes Kraft und
Gottes Weisheit; den was an Gott (ihnen) töricht scheint, ist weiter als die Menschen; und was an Gott
(ihnen) schwach scheint, ist starker als die Menschen. (1. Kor. 1, 22 ff.) Wer im Kreuz nur den Galgen
erkennt, der verkennt die Bedeutung des Kreuzes vollkommen. Das Kreuz ist Zeichen der Stärke, des Sieges
und vor allem das Zeichen der vollkommenen Liebe. Diese Liebe ist es, die wir nacheifern sollen. Die christliche
Liebe ist immer auch eine gekreuzigte Liebe, hat aber mit der dem romantisierenden Verständnis des modernen
Liebesbegriffes nicht viel zu tun.
als methusalix @Rudolfus Rudolfus: @Methusalix / Wer das Kreuz ablehnt, der lehnt die gesamte katholische
Lehre ab – und bleibt damit ein Sohn der Welt, und ist kein Sohn der Kirche. Ich lehne „das Kreuz“ (welchen
Mystizismus Sie auch immer darunter verstehen wollen) nicht ab, ich muss es nur nicht dauernd in Überlebensgrösse
um mich haben. Auch auf meinen Ikonen ist ein Kreuz und an meinem Rosenkranz selbstverständlich auch.
Ich habe keine „Kreuz-Allergie“. Ich finde es gibt aber für die Religion der Liebe (die Sie anscheinend
gar nicht sehen können) bessere Symbole als einen Galgen. … wie es die sozialistische Republik Österreich,
Kuba und Nordkorea beanspruchen. Na ja und blind sind Sie auch. Da wundert mich Ihre Kreuzverliebtheit
schon viel weniger. Habe grade einen Beitrag über Savonarola gesehen. Der Vorsteher des Dominikanerklosters
aus dem Savonarola kam, Pater Sbaffi hat auch über die Verurteilung des S. gehadert. Er hätte, genau
wie Sie wahrscheinlich auch Rudolfus einen katholischen Gottesstaat errichtet, nach iranischem Vorbild.
Eben nicht mit Allah, sondern unserem römisch-katholischen Gott an der virtuellen Spitze. Da sei Gott
vor!
@Methusalix / Das ist die katholische Lehre vom Kreuz, die allen Heiden zu allen Zeiten eine Torheit war,
und den Juden ein Ärgernis (vgl. Neues Testament, St. Paulus). Wer das Kreuz ablehnt, der lehnt die gesamte
katholische Lehre ab – und bleibt damit ein Sohn der Welt, und ist kein Sohn der Kirche. Gemäß dem hl.
Johannes dem Evangelisten haben wir es mit „Söhnen der Finsternis“ und mit „Söhnen des Lichtes“ zu tun –
das Ziel ist ja das ewige Seelenheil, und nicht irgendein irdisches Wohlergehen oder irdisches Arbeiterparadies
wie es die sozialistische Republik Österreich, Kuba und Nordkorea beanspruchen.
#42 methusalix † 18:53:50 | Sonntag, 5. August 2007
@Rudolfus Ist ja alles sehr katholisch, was Sie da schreiben und einiges verstehe ich sogar. Ich hoffe
nur, dass hier nicht allzuviele normale Nichtkatholiken mitlesen. Wenn die uns nicht wegen des lächerlichen
Streits um die Blickrichtung am Altar für verrückt halten, dann allerspätestens für Ihre Erklärung
über Leiblichkeit von Heiligen und Nichtheiligen und Göttern und Nichtgöttern. Das ist doch wirklich
nur etwas für ein Oberseminar in verschwurbelter katholischer Mystik. Und nix für den ganz normalen
katholischen Christenmenschen wie mich. Da bleibe ich leiber bei meiner weitesghend kreuzfreien Wohnung
und meinem kleinen Rosenkranz. Da liegt mehr Trost drin, als in Ihrer ganzen Kreuzes- und Hinrichtungsmystik.
@Methusalix / Das ist die menschliche Natur von Natur aus ja nicht, auch nicht die Menschenleibesnatur
der Heiligen und auch nicht der Menschenleibesnatur Jesu Christi selbst, des Erlösers. Auch Christus
betete, daß der göttliche Wille „diesen Kelch an Ihm vorübergehen lassen wolle“ – auch Er hätte als
Mensch den furchtbaren Kreuzweg und die schreckliche Kreuzigung gerne vermieden. Allerdings war der Kreuzestod
vom göttlichen Willen und von der göttlichen Gerechtigkeit gefordert, um die in den göttlichen Fluch
gefallene Menschheit wieder in den Gnadenstand zu versetzen. Christus hat den göttlichen Willen vollkommen
erfüllt, aus Liebe zu Gott.
#40 Nachtlaterne 18:37:02 | Sonntag, 5. August 2007
janosch und christus wie hat janosch, wie hat christus auf unerträgliche widersprüche innerhalb und
außerhalb des hauses gottes reagiert?? erkennt den unterschied!! janosch zieht sich auf eine insel zurpück,
christus hat sich den widersprpüchen gestellt, bis in den tod. trägt janosch keine widersprüche der
eigenen person in sich? er ignoriert oder beschönigt sie, wie es scheint. noch schlimmer: er wirft alle
schuld auf seine eltern un co.
@Methusalix / „Das Kreuz ist der Welt und den Heiden eine Torheit“, wie der hl. Paulus bereits lehrt.
Die Welt lehnt das Kreuz ab, und haßt das Kreuz, weil das Kreuz der weltlichen Leibesnatur entgegengesetzt
ist. Ihre Haltung ist nur natürlich für einen Sohn der Welt, die nicht die Haltung der Söhne der Kirche
ist.
#37 methusalix † 17:59:52 | Sonntag, 5. August 2007
Haben wir katholischen Christen das wirklich nötig? HeinrichderZweite: Lieber Methusalix,das Kreuz ist
ja das Symbol der Liebe: Eine Hinrichtungsmaschine als „Symbol der Liebe“. Da haben wir doch wirklich
besseres zu bieten.
#35 methusalix † 17:11:04 | Sonntag, 5. August 2007
Hallo Herr Doktor! Natürlich! Ebenso typisch für gewisse Charaktere, daß sie sich – wie schon St. Paulus
bemerkte – darüber ärgern. Oder wie der greise Simeon sagte: „… daß die Gedanken vieler offenbar
werden.“ In jüngeren -und heftigeren- Jahren ja, da habe ich mich geärgert, dass die Religion der Liebe
den römischen „infelix arbor“, den Unglücksbaum als Symbol hatte. Aber das ist vorbei. Bis auf einzelne,
sehr kleine Kreuze, z. B. an meinem Rosenkranz, habe ich alle aus meinem Haus verbannt und durch wunderschöne
Bilder des Chefs ersetzt. In allen Wohnräumen hängt jeweils eine Ikone des „Christos Pantokrator“. Hat
zwar ein wenig Geld gekostet, ist mir die Sache aber wert. Und die Kreuze drauf sind erträglich. Vor
allem die auf meiner Reiseikone, die ich überall hin mitnehme, da ich einen „nomadisierenden“ Beruf ausübe.
@methusalix, Absalom: Natürlich … typisch für eine Religion, die zwar das Jesuskind anbetet, aber
Jesus Kreuzestod noch mehr. … und möglicherweise typisch für eine Religion, die sich eine Hinrichtungsmaschine
zum zentralen Symbol ihres Glaubens erkoren hat. Natürlich! Ebenso typisch für gewisse Charaktere, daß
sie sich – wie schon St. Paulus bemerkte – darüber ärgern. Oder wie der greise Simeon sagte: „… daß
die Gedanken vieler offenbar werden.“ MfG Christoph Heger
#33 methusalix † 16:08:46 | Sonntag, 5. August 2007
@Absalom … typisch für eine Religion, die zwar das Jesuskind anbetet, aber Jesus Kreuzestod noch mehr.
… und möglicherweise typisch für eine Religion, die sich eine Hinrichtungsmaschine zum zentralen Symbol
ihres Glaubens erkoren hat. Oder umgekehrt?
Kindesmisshandlung „Steckengeblieben“ – der Artikel impliziert, Herr Janosch sei an seiner Wut selbst
Schuld, misshandelt hat ihn aber wohl sein Vater, da ist es gesund und heilsam, Wut auf den Misshandler
zu empfinden, und da er es im Namen seines Glaubens tat, auch auf die katholische Kirche! Diese ist mir
noch nie dadurch aufgefallen, besonders engagiert gegen Kindesmisshandlung anzugehen, im Gegenteil habe
ich immer wieder erleben müssen, wie Eltern trotz oder wegen ihres katholischen Glaubens ihre Kinder
schlugen, straften, anschrien, ihnen Schuldgefühle machten, um sie zum Gehorsam zu bringen. Und das,
obwohl Jesus niemals zur Kindesmisshandlung aufrief! Aber vielleicht ist Kindesmisshandlung typisch für
eine Religion, die zwar das Jesuskind anbetet, aber Jesus Kreuzestod noch mehr.
@Rudolfus: Wieso Geistesgift? Bislang sind, denke ich, keine Fälle bekannt, in denen Kinder psychische
Störungen durch die Janosch-Literatur bekamen. In „Alice im Wunderland“ sprechen ebenfalls Tiere, in
der harmlosen Sesamstrasse auch und und und. Kinder lernen alsbald, das Tiere anders kommunizieren. Sie
begreifen auch irgendwann, dass mal wieder Papa (Onkel, Opa,Nachbar…9 im Weihnachtsmannkostüm steckt:
Na und? Sie findes’s trotzdem toll, weil sich in ihrer Phantasie dabei etwas abspielt. Man kann mache
Dinge aber auch so überbewerten, dass man überall drohende Schatten der Verderbnis sieht. Das ist dann
aber eher ein individuelles Problem des Bestrachters.
@Def. F. Mal ganz abgesehen davon, daß die Werke von Grass wohl kaum mit der Bibel vergleichbar sind.
Nein, ganz bestimmt nicht. Aber sicher aus anderen Gründen als Sie glauben. Bezüglich Sex und Gewalt
in der Bibel dachte ich an die wunderschöne Geschichte des Urias. Oder über Hiob, der von Gott ja regelrecht
veräppelt wird. Aber Sie kennen die unzähligen Geschichten der Bibel, die man KIndern unbedingt vorenthalten
muss, sicher viel besser als ich. Meine Lieblingsstelle ist übrigens das erste Wunder Jesu. Wasser in
Wein, das ist schon was. Prost!
@ methusalix Wenn Grass Werk für Sie pornografisch ist, was ist dann die Bibel? Bitte zeigen Sie mir
eine Bibelstelle, die mit der gleichen Detailtreu wie Grass (gähn…laaaaaangweilig) sexuelle Handlungen
beschreibt. Mal ganz abgesehen davon, daß die Werke von Grass wohl kaum mit der Bibel vergleichbar sind.
#28 methusalix † 18:36:41 | Freitag, 3. August 2007
Grass pornografisch, Defensor? Als wenn die Bravo noch nicht pornographisch genug wäre, braucht es nun
auch noch Grass. Wenn Grass Werk für Sie pornografisch ist, was ist dann die Bibel? Ein Kunstwerk versammleter
Gewalt und tödlicher Lüste? Von Kindern strikt fernzuhalten? Oder wollen Sie die Heilige Schrift zensieren?
@ methusalix Die Mädels und Jungs werden sich zu Tode langweilen! Wenn in unseren Schulen nur das gelesen
werden würde, was unsere Schüler „cool“ fänden, dann Hut ab zum Gebet. Dann doch lieber Hans Erich
Nossack und Günter Grass. Als wenn die Bravo noch nicht pornographisch genug wäre, braucht es nun auch
noch Grass.
#26 methusalix † 18:23:48 | Freitag, 3. August 2007
Kommt drauf an, was SIE für „gute Literatur“ halten. Rudolfus: @Sigur v. Th. / Auch der deutsche Nachwuchs
soll eine gute Literatur bekommen,… Thomas Mann: Buddenbrooks, oder aus derselben Familie: Der Untertan?
Oder doch lieber noch viiiiel klassischer? Heinrich von Kleist: Der Prinz von Homburg und Penthesilea?
Nein, ich kann mir vorstellen, was Sie mögen: Heinrich Heine: Deutschland ein Wintermärchen und Hauptmann:
Die Weber. Die Mädels und Jungs werden sich zu Tode langweilen! Dann doch lieber Hans Erich Nossack und
Günter Grass.
@Sigur v. Th. / Auch der deutsche Nachwuchs soll eine gute Literatur bekommen, und nicht irgendein Geistesgift,
das schleichend daherkommt, von welchen aufrührerischen Kreisen auch immer.
Kinder mögen Janosch-Bücher… Als erwachsener Mensch über den vermeintlich (un-)künstlerischen Anspruch
der Bücher zu resümieren ist also albern. Wären Kinder gelangweilt, käme es nicht zu solch hervorragenden
Auflagen. Das sich in Janoschs Kritik am Kathlolizismus subjektive Wahrnehmung mengt, ist doch klar. Andersrum
liest man hier heftigste Seitenhiebe gegen Protestanten, Andersgläubige oder Ungläubige. Die oft darin
enthaltene willkürliche Vermenung von Fakten und Hirngespinsten müssen sich die Opfer dieser Attacken
ja auch anhören. Also: Respekt einfrodern ist nur solange okay, wie man selbst respektvoll mit anderen
umgeht.
@monti Janoschs Bücher waren niemals antichristlich oder antikirchlich angehaucht. Da verwechseln Sie
Ihn wohl mit dem Autor von Kapitän Blaubär, Moers! Moers hat durchaus einige Comicbücher veröffentlicht,
die sich sehr kritisch mit den Handlungen der Kirche auseinander setzen. Zudem gilt er als Koriphäe in
der schwulen und lesbischen Literatur, da er einige Dinge wirklich sehr gut auf den Punkt bringen kann.
Janosch hat nur den Geist von Kindern verdrehenden Müll gezeichnet. Seine Figuren besitzen nicht einmal
eine genaue Charakterisierung. So kann die Tigerente durchaus als Tiger ein Fleischfresser sein, während
sie als Ente immer ins Wasser scheißt! Ein wenig mehr Objektivität bitte.
Wer Janoschs Bücher nicht mag, tut dies vor allem wohl deswegen, weil er sie nicht versteht. Und kirchenfeindliche
oder religionskritische Bücher können nur gut sein! Und jetzt bekomme ich bestimmt wieder von Rudolfus
meinen Platz in der „Hölle“ reserviert.
#21 Fragender 20:14:06 | Donnerstag, 2. August 2007
@sentinel: Harry Potter naja- ob der so viel realitätsnäher ist, wage ich aber auch zu bezweifeln…
obwohl ich quidditch ziemlich cool finde, denke ich doch, daß es darin nicht so bald Europameisterschaften
geben wird … welche Märchen der Papst liest, ist mir ehrlichgesagt auch recht egal… so lange er
nicht Rudolfus liest
#20 Sentinel 20:03:00 | Donnerstag, 2. August 2007
@Fragender Ich mag Märchen ebenfalls! Aber nicht den Janosch-Schrott. Und ich kann Ihnen einige sehr
realitätsnahe Märchen empfehlen. Harry Potter zum Beispiel, den liest sogar der Papst im Original!
#19 Fragender 19:55:10 | Donnerstag, 2. August 2007
@sentinel: stimmt… … jetzt verstehe es sogar ich… Mein Respekt vor Gott bleibt übrigens im Versuch,
seine Gebote zu halten. Und der Ruf nach mehr feindseligkeit ist da – nach meinem bescheidenen theologischen
Wissen- nicht dabei… besser als Rudolfus ist kein Qualitätskriterium. Sein ultrarechtskonservativkatholisches
Geschreibsl ist schon für ein Forum bedenklich, von einem Buch gar nicht zu reden… und abgesehen davon
ist es für alle unter 18 als gefährdend einzustufen… Sprechende Tiere – so was hat es seit der Arche
nicht mehr gegeben. Wie würden Sie Kinderbücher schreiben? nur mit Realismus???? Ich mochte als Kind
alle möglichen Märchen sehr gerne, auch wenn sie nicht ganz dem rationalen Weltbild eines Erwachsenen
ensprachen…
#18 Sentinel 19:33:48 | Donnerstag, 2. August 2007
@Fragender Jedes von Janoschs Büchern ist besser, als alles daß Rudolfus jemals geschrieben hat. Aber
schlechter als Ernest Hemmingway! So herum soll der Satz lauten! Danke fürs drauf aufmerksam machen,
daß etwas gefehlt hat. Aber jetzt dürfte es verständlich sein.
#17 Rudolfus 19:31:38 | Donnerstag, 2. August 2007
Herr „Janosch“ ist Oberschlesier. 50% aller Oberschlesier wurden aber von der Vertreibung durch Polen
und durch die polnisch-katholische Hierarchie verschont, da die Polen „Arbeiter für den oberschlesischen
Bergbau“ behalten wollten. (siehe die verschwiegene deutsche Geschichte in: Schwarzbuch Vertreibung v.
Heinz Nawratil.) Oberschlesien ist darum das einzige deutsche Ostland, in dem sich heute noch Deutsche
finden – die deutsche Minderheit und Sprache in Oberschlesien wurde aber unter der Volksrepublik Polen,
zusammen mit der polnisch-katholischen Hierarche unter den Primaten Hlond und Wyszynski, verleugnet und
unterdrückt, und man versuchte, den dortigen Deutschen die deutsche Sprache wegzunehmen (erwähnt auch
in Österreichs Kronprinz Dr. Otto v. Habsburgs Schriften).
#16 Fragender 19:28:33 | Donnerstag, 2. August 2007
@Sentinel: ??? Jedes von Janoschs Büchern ist alles, daß Rudolfus jemals geschrieben hat. Aber schlechter
als Ernest Hemmingway! Was soll das wohl bedeuten????
#15 Sentinel 19:24:16 | Donnerstag, 2. August 2007
@Fragender Ich bin nicht neidisch. Absolut nicht! Jedes von Janoschs Büchern ist alles, daß Rudolfus
jemals geschrieben hat. Aber schlechter als Ernest Hemmingway! Wie kommen Sie auf die Idee, mir ihre Gedankengänge
unterschieben zu wollen? Als ich noch Kind war, sah unsere Lehrerin Janoschs Zeichenkunst schon als verwerflich
für uns an. Sprechende Tiere – so was hat es seit der Arche nicht mehr gegeben. Ich bitte Sie, wo bleibt
ihr Respekt vor Gott!
#14 Fragender 19:20:51 | Donnerstag, 2. August 2007
@ sentinel; NEID ist Neid nicht eine der Todsünden? Ihr Kommetar über den Autor, der halt etwas mehr
Erfolg hat als Sie, trieft ja geradezu davon… … und der Ruf nach mehr Feindseligkeit zeichnet Sie
auch nicht gerade als Christ aus… Schämen Sie sich!
#13 Sentinel 19:20:03 | Donnerstag, 2. August 2007
@Rudolfus Hätten Sie Janoschs Biographie gelesen, wüßten Sie es! Und ich erkläre es Ihnen nicht noch
einmal! Janusch ist das Ding, daß ein Kater zwischen seinen Hinterläufen spazierenträgt!
#10 Rudolfus 19:06:36 | Donnerstag, 2. August 2007
@Sentinel / Die DDR wollte die Figuren nicht – und im Westen sind sie auch nicht besonders beliebt, höchstens
als Lückenfüller. Vielleicht sind ja die Norddeutschen Janusch-Fans.
qRudolfus Janosch ist leider reiner Westquatsch! In der DDR waren seine Malbücher sogar verboten, weil
die alte SED-Regierung darin eine Gefahr für die Intelligenz der Kinderlein sah! Janosch ist echt kein
Künstler. Ich kenne andere, die können besser zeichnen als er – und werden dennoch von keinem Verlag
genommen, obwohl ihre Geschichten bedeutend intelligenter sind.
Besonders einflußreich sind Herr Janusch und seine „Januschs-Traumstunden“-Figuren ohnehin nicht. Ich
glaube auch nicht, daß diese Fernsehserie so viele Fans hat. Vielleicht im alten DDR-Fernsehen mangels
Alternativen aus den USA.
@Redaktion Ich mag Janosch auch nicht! Gebe ich offen zu. Mir tut nur Leid, wie wenig schlechtes Haar
sie an ihm lassen. Der Text hätte viel gemeiner ausfallen müssen, wäre er meiner Feder entsprungen.
Janosch mag vielleicht ein von den Kindern geliebter Kinderbuchzeichner sein, aber in meinen Augen besitzt
seine Kunst nicht einmal den Anspruch des Titels Kunst, weil es so etwas ist wie mit Rinderblut in einer
Kirche herumzuschmieren. Janosch verbreitet sowieso mit seinen Geschichten um sprechende Tiere nichts
als Schwachfug, dem man unsere Kinder nicht aussetzen sollte. Allein der von der ARD gegründete Tigerentenclub
versorgt den werten Herrn mit soviel Lizenzgebühren, daß er sich ohne weiteres eine ganze Serverbank
in Amerika leisten könnte. Ich wäre dafür, daß dieser Text noch einmal überarbeitet und dann richtig
feindselig gemacht wird, nämlich so, wie er im Moment ist, ist er Käse. Und ein schlechter noch dazu!
@Sirilo: meine Biographie besorgen andere… das ist es ja wovon ich rede. Die machen das für mich und
zwar viel besser, als ich es könnte. Ich überlasse es ihnen daher auch gänzlich und freue mich darüber.
Ja, ich muss es sogar erst selbst durch sie begreifen lernen und mir wieder ins Gedächtnis rufen.
Die Misshandlung durch die Eltern ist sicher bedauerlich… und man mag darin wohl auch eine entartete
Form des Katholizismus orten. Von mir zu reden: ich habe keine Unterdrückung weder durch die Kirche,
noch durch meine Eltern erfahren und habe niemandem etwas vorzuwerfen. Meine wahre Erbauung habe ich darin
aber auch nicht gefunden. Die musste ich mir schon selber verschaffen. Ich kann auch von mir sagen, dass
ich die längste Zeit ein sehr autistisches Dasein geführt habe. Der Clue ist jetzt, man denkt nur, man
ist mit sich alleine, aber es tut immer einer mit, es horcht einer auf und das ist bestimmt nicht der
Gemeindepfarrer. Das ganze ist ein wenig ein Mysterium. Wenn man eine Empfindung hat und die ist so klar
und bestechend und so bewegend, das man mit ihr enrückt und verzückt ist, dann bleibt das nicht ohne
Folgen. Das ist so wie ein Akt, wie wenn man die Welt als Ganze liebt. Und über Umwege kommen die Früchte
so einer Liebe zum Vorschein. Das ist das große Mysterium, was ich selbst einmal einsehen musste und
mir bewußt machen musste als ich es schon vielfach erlebt hatte. Und dann sieht man plötzlich etwas
in dieser Welt und fühlt sich ihm sehr stark verbunden, fühlt diese bestechende Seelenverwandtschaft
und man weiß: das sind Früchte dieser Liebe. Und man ist voller Freude, weil man sieht wie das zum Vorschein
kommt, was in einem verborgen liegt.