17:19:18 | Freitag, 3. August 2007
Seit Mitte dieser Woche hat der Apostolische Administrator der Erzdiözese München und Freising, der zuhause auf einen Nachfolger wartet, ein neues Amt inne.

Friedrich Kardinal Wetter mit dem Federschmuck eines indianischen Häuptlings im Vorfeld des Weltjugendtages
im August 2005
© Pressestelle der Erzdiözese München und Freising(kreuz.net, Cotacachi) Der Apostolische Administrator der Erzdiözese München und Freising, Friedrich
Kardinal Wetter, ist zum Inka-Häuptling ernannt worden. Das gab die Pressestelle der Erzdiözese München
am Freitag bekannt.
Die Würde wurde ihm am Mittwoch vom Bürgermeister von Cotacachi verliehen. Die
Stadt liegt im Norden von Ecuador und ist überwiegend von Indios bewohnt.
Kardinal Wetter befindet sich
gegenwärtig in Ecuador. Dort ist er Gast der Bischofskonferenz des Landes.
Zum letzten Mal besucht er
als Oberhirte der Erzdiözese München und Freising jene kirchliche und sozial-caritative Einrichtungen
im Land, die ganz oder teilweise von seiner Erzdiözese finanziert werden.

Der Bürgermeister von Cotacachi
Kardinal mit Häuptlingsstab
Der Kardinal sei es gewohnt, bei liturgischen Handlungen einen Hirtenstab zu tragen – so das Erzbistum.
Künftig dürfe er „ehrenhalber“ auch einen Häuptlingsstab führen.
Der Häuptlingsstab symbolisiere
die Verwaltungshoheit und Gerichtsbarkeit über die Indiogemeinde von Cotacachi.
Die Erzdiözese München
und Freising betont, daß der Vorname Friedrich des Kardinals im Althochdeutschen Friedensherrscher bedeutet:
„»Häuptling Friedensherrscher« zeigte sich von der Geste des Bürgermeisters gerührt und dankte mit
bewegten Worten für die Auszeichnung.“
Die Symbolik des Häuptlingsstabs geht in die Zeit der Inka-Herrschaft
zurück. Auch in der Kolonialzeit beließen die Spanier den indianischen Autoritäten dieses Symbol.
Heute wird der Stab vom Bürgermeister bei besonderen Anlässen und Festlichkeiten benützt – beispielsweise
bei der Fronleichnamsprozession.
Der Stab ist aus dem eisenharten Holz der Chontapalme gefertigt, oft
mit kostbaren Stoffen umwickelt und mit Streifen aus Edelmetall geschmückt. Der Knauf besitzt in der
Regel die Form eines Tierkopfes.
Der Häuptlingsstab des Kardinals mündet an dieser Stelle in ein als
Sonne dargestelltes Kreuz.
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#8
stimme der vernunft † 09:06:11 | Montag, 6. August 2007
#7
Gunsenum 20:11:52 | Sonntag, 5. August 2007
#6
Rudolfus 23:45:08 | Freitag, 3. August 2007
#5
Typ 22:12:35 | Freitag, 3. August 2007
#4
Rudolfus 19:27:46 | Freitag, 3. August 2007
#3
Typ 19:25:28 | Freitag, 3. August 2007
#2
Rudolfus 19:16:03 | Freitag, 3. August 2007
#1
Typ 18:28:56 | Freitag, 3. August 2007