(kreuz.net, Augsburg) Der Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, hat am 24. Juli Ausführungs- bestimmungen
zur Umsetzung des päpstlichen Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe erlassen.
Aus Inhalt und Tonfall
des Schreibens wird klar, daß der Bischof gedenkt, die vom Papst gewünschte Liberalisierung restriktiv
zu handhaben.
Mons. Mixa gilt als Feind der Alten Messe.
Der Bischof eröffnet seine Ausführungen „eingedenk
der Mahnung des Heiligen Vaters, daß es Aufgabe des Bischofs bleibt, darüber zu wachen, daß alles friedlich
und sachlich geschieht“.
Seine Ausführungsbestimmungen enthalten zehn Punkte.
Der erste Punkt erklärt,
daß das Motu Proprio am 14. September in Kraft tritt und „strikt einzuhalten“ sei.
Im zweiten Punkt
betont der Bischof, daß der Neue Ritus die übliche Form der Feier der Eucharistie „ist und bleibt“.
Im dritten Punkt betont Bischof Mixa das Recht der Gläubigen, den Gottesdienst gemäß den Vorschriften
des eigenen Ritus zu feiern.
Davon wird abgeleitet, daß kein Priester zur Feier der Alten Messe „gezwungen“
werden dürfe – noch dürfe die Alte Messe den Gläubigen, die dies wünschen, vorenthalten werden.
Doch
im weiteren betont dieser Punkt nur den Anspruch auf die Neue Messe, sowohl an Sonn- und Feier- und Werktagen.
Für die vom Motu Proprio genannte Gruppe von Gläubigen, die den Pfarrer um eine Alte Messe bitten,
bestimmt Bischof Mixa eigenmächtig eine Mindestanzahl von 25 Personen, die „in der betreffenden Pfarrei
tatsächlich ihren Wohnsitz oder zumindest dauerhaften Aufenthaltsort haben.“
Der Bitte dürfe der Pfarrer
nur entsprechen, wenn gewährleistet sei, daß die Gläubigen die Verbindlichkeit des Pastoralkonzils
und seiner Beschlüsse anerkennen und „treu zum Papst und zu den Bischöfen stehen“.
Zur „vollen Communio“
gehöre auch, daß die Gläubigen die Feier der Neuen Messe „im Prinzip“ nicht ausschließen – erklärt
der Bischof in Punkt 6.
Es sei daher darauf zu achten, daß Altgläubigen auch Zugang zum „spirituellen
Reichtum und der theologischen Tiefe“ der Neuen Messe finden würden.
Eine religiöse Praxis, die sich
ausschließlich auf die Alte Messe beschränke, dürfe es daher nicht geben.
Bischof Mixa empfiehlt „dringend“,
daß in der Alten Messe die Lesungen in der Volkssprache und nach der neuen Leseordnung vorgetragen werden.
In Punkt 2 hatte er noch gebeten, jede Vermischung der Riten zu unterlassen.
Für Gläubige, die in
ihren Pfarreien die vom Bischof geforderte Mindestanzahl nicht zusammenbringen, soll „nach Möglichkeit“
regional eine Kirche zur Verfügung gestellt werden: „Eine entsprechende Regelung ist in Vorbereitung.“
Punkt 9 erklärt, daß Priester, welche die Alte Messe lesen wollen, einer „besonderen Eignung“ bedürften –
„da der Gebrauch des alten Missale ein gewisses Maß an liturgischer Bildung und einen Zugang zur lateinischen
Sprache voraussetzt, wie sie heute nicht mehr häufig anzutreffen sind“ – zitiert der Bischof das päpstliche
Motu Proprio auf eine restriktive Weise:
„Daher bedürfen Priester, die nicht bereits in dieser Form
ausgebildet wurden vor der öffentlichen Zelebration einer speziellen Qualifizierung.“
Eine entsprechende
Fortbildung durch das Institut für Aus- und Fortbildung und Begleitung sei vorgesehen.
Der Bischof bestimmt
ferner, daß ein Pfarrer, welcher der Bitte einer Gruppe nach der Alten Messe nachgekommen ist, darüber
dem Generalvikariat berichten muß.
Die offizielle Begründung: „Damit der Bischof dem Wunsch des Papstes
nach Berichterstattung der Erfahrungen mit den Regelungen des Motu Proprio nachkommen kann“.
In diesem
Bericht sind die Anzahl der Beantragenden, die Zahl der Gottesdienstbesucher und der Name des Zelebranten
zu nennen.
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57 Lesermeinungen
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Restriktionen sind nichtig Ich weiß nicht, was Bischof Mixa geritten hat, solch restriktive Ausführungsbestimmungen
zum Motu proprio zu erlassen. Das Motu proprio sieht keine Ausführungsbestimmungen vor, es ist eigentlich
selbstredend. Summorum Pontificium soll nicht das Schicksal des Indults von 1984 erleiden. Dann hätte
sich der Papst den ganzen Aufwand ersparen können. Der Augsburger Oberhirte übersieht, dass nach Summorem
Pontificium eben nicht mehr die Bischöfe die Genehmigungsinstanzen sind. Vielmehr entscheidet jetzt der
einzelne Priester über seine private Zelebration und über Formen der Teilnahme von Gläubigen, die an
seinen Messen als „stabile Gruppe“ teilnehmen wollen. Rom wird also feststellen müssen, dass die Ausführungsbestimmungen
von Bischof Mixa von Augsburg nichtig sind.
Beschränkungen Wohlweislich hat das Motu Proprio -Kardinal Hoyos hat noch unlängst darauf hingewiesen-
keine Mindestzahl vorgesehen. Wenn S. Exz. Mixa nun eine solche vorgibt, so überschreitet er wohl seine
Kompetenzen. Immerhin gibt es die Möglichkeit, dass im falle einer zu kleinen Gruppe, das Ordinariat
eine Messe organisiert, indem mehrere kleinere Gruppen zusammengeführt werden. Bezüglich der Schulung:
Dass eine solche angeboten wird, ist prinzipiell zu begrüssen. Es hängt aber an der Durchführung und
der Einstellung derer, die diese Schulung anbieten. Meine Frage: Warum hier nicht einfach auf das in der
Diözese ansässige Institut päpstlichen Rechts, die Priesterbruderschaft St.- Petrus in Wigratzbad verweisen.
Diese könnten Schulungen für interessierte Priester anbieten und über die Teilnahme eine Bestätigung
ausstellen. Ausserdem gibt es m.E. ein „Schlupfloch“: Die Schulung und die Mindestzahl ist nur für die
öffentliche Feier der Messe verlangt. Das Motu proprio erlaubt aber jedem Priester, die „Privatmesse“
(Messe ohne Volk) in diesem Ritus zu feiern und gestattet es zugleich dem Zelebranten, zu dieser Feier
Gläubige zuzulassen, wenn sie dies wünschen.
@Heggi: Der Ersbischof hatte also niemals V2 Häresie vorgeworfen? Das habe ich aber aus dem Seminar noch
ganz anders in Erinnerung. Kurz vor der Bischofsweihe wurde „Sie haben IHN enttrohnt“ als Tischlesung
eingeführt. Zum Skandal derer, die uns damals verlassen hatten, wurde V2 als Räubersynode bezeichnet.
Oder dieses Zitat, Seite 60: „Doch der Gipfel der Gottlosigkeit, der bis dahin noch niemals erreicht worden
war, wurde zur Tat, als die Kirche, sie selbst, oder zum mindesten was für sie gelten wollte, auf dem
V2 durch die Erklärung über die Religionsfreiheit das Prinzip des Staatslaizismus annahm;…“ Auf Seite
62 bezeichnet der Erzbischof diese Irrtümer als Greuel. Seite 102: Es ist eine Gottlosigkeit und eine
an Häresie grenzender Irrtum, zu behaupten, daß der Staat von der Kirche getrennt werden muß…
Bischof Mixa „Eine religiöse Praxis, die sich ausschließlich auf die Meßfeier in forma extraordinaria
beschränkt, darf es daher nicht geben.“ Umgekehrt müsste es sein: „Eine religiöse Praxis, die sich
ausschließlich auf die Messfeier in forma ordinaria beschränkt, darf es nicht geben.“ Wie sieht eigentlich
die „religiöse Praxis“ der überwiegenden Mehrzahl der Gläubigen heute aus? Wer nimmt das Sonntagsgebot
noch ernst? Was ist mit denjenigen, die in den letzten dreißig Jahren der Neuen Messe den Rücken gekehrt
haben und überhaupt nicht mehr praktizieren? Auf welcher Wolke lebt Bischof Mixa?
Auf jeden Fall gibt das Papier aber auch zu, daß die nachkonziliare Priesterschaft wenig Eignung besitzt
ein Gott wohlgefälliges Opfer auch gottwohlgefällig darzubringen. Welch eine wohl unfreiwillige Offenbarung!
Und dabei handelt es sich durchweg um Besoldungen im höheren Dienst, also A14 usw. Und diese überreich
besoldeten Diener Gottes sind nicht in der Lage den Schatz der Kirche ordentlich und würdig aufzubereiten???
Eine Schande, wenn dem so wäre!
#51 Petrus Radii 23:50:39 | Sonntag, 5. August 2007
Null und nichtig! Insofern Hwdst. Mixa die Bestimmungen von „Summorum Pontificum“ überschreitet---was
in vielen Punkten zu beobachten ist---ist sein Dekret, gemäß des CIC, völlig null und absolut nichtig!
Der Untertane kann das nicht verbieten, was der Vorgesetzte erlaubt. Noch darf Bischof Mixa zusätzliche
Einschränkungen setzen, denn Rechte und Privilegien müßen liberal interpretiert werden. Obwohl Hwdst.
Mixa vor Vermischung der Riten warnt, tut er das Gegenteil, indem er die Leseordnung des neuen Ritus anstatt
der des alterwürdigen römischen Ritus „empfiehlt“. Und nicht nur das. Die Idee, daß man so etwas tun
dürfe oder solle, steht nirgends im Motu Proprio. Es heißt lediglich, daß die herkömmliche Leseordnung
des alten, römischen Ritus in approbierten Übersetzungen auf die Volkssprache vorgetragen dürfen. Es
steht nicht einmal da, daß die lateinischen Lesungen ausfallen dürfen. Also geht Bischof Mixa hier ins
Nu! Sein Anspruch auf eine Art Treueeid ist völlig ultra vires, und ein schwerer Anstoß gegen die Gerechtigkeit.
Er kann auch nicht bestimmen, daß eine Pfarrei oder Kirche keineswegs ausschließlich den überlieferten
Ritus verwenden dürfe. Er darf auch nicht---wie er versucht---den neuen Ritus Pauls VI. den sich den
alten römischen Ritus wünschenden Gläubigen aufzwingen. Wenn man Zeit hätte, könnte er noch andere
Vergehen des Bischofs aufzählen. Es scheint mir, daß Bischof Mixa durch sein Dekret schwerste Ungerechtigkeit
begeht, und kaum gut durch Gericht kommen könne.
Graf v. G. Dem II. Vaticanum Häresie vorzuwerfen, ist -ganz nüchtern gesagt- glatter Unsinn. Das hat
Erzbischof L. dem Konzil nicht einmal vorgeworfen. Damit sind Sie außerdem Luther ganz nah.
Danke Graf von Galen, das sehe ich allerdings genauso. Liebe Genoveva, ik relativiere mir! Vielleicht
hat er es auch gelesen und nur nicht kapiert! Ach die Wege des Menschen sind unerforschlich! Das ist ein
weites Feld!
Wider VII Der Erlaß von Bischof Mixa ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit. Er kann ja mal alle die
vom NOM- Besuch ausschließen, die nicht mit der Lehre der kath. Kitche übereinstimmen. Da darf er wahrscheinlich
selber nicht mehr daran teilnehmen, da er das häretische VII unterstützt. Was bin ich froh, daß ich
die Möglichkeit habe, bei der FSSPx an der Messe teilzunehmen und mich nicht dieser Willkür unterwerfen
muß. Die FSSPx ist weiterhin brotnötig. Dies kann man schon einmal festhalten.
Liebe Genoveva, Was unterschreibt Exzellenz denn sonst noch so alles, ohne es gelesen zu haben??? vieles!
Wenn er alles lesen würde, was er unterschreibt, dann hätte sein Tag 48 Stunden! Dass er das nicht gelesen
hat, das ist allerdings unverzeihlich, da stimme ich Ihnen zu.
Heinrich II. Also, die Ausführungsbestimmungen sind veröffentlicht im „Amtsblatt für die Diözese Augsburg
2007, Nr. 09 vom 24. Juli 2007“. Soll Mixa letztendlich vielleicht diese sog. Ausführungsbestimmungen
als „dummes Zeug“ wieder zurückziehen?
Verehrter Heinrich, ich weiß nicht, ob Ihr Beitrag dazu angetan ist, mich zu beruhigen. Was unterschreibt
Exzellenz denn sonst noch so alles, ohne es gelesen zu haben??? In einem Punkt gebe ich Ihnen aber gerne
Recht: Bezüglich relativierender (Un-)Klarstellungen kann man dem Bischof von Augsburg eine gewisse Meisterschaft
wohl kaum absprechen …
Liebe Genoveva, wenn Mixa das geschrieben hätte, würde man ihn wohl zu Recht als Dummkopf bezeichnen
können. Nun hat er es wohl nur unterschrieben und vielleicht nicht einmal gelesen. Daher: Lass uns mal
abwarten, wie er mit den Reaktionen umgeht. Morgen ist Montag und wenn er es gelesen hat, wird er Zeit
haben sich eine (relativierende) Klarstellung zu überlegen.
@Mixam Das Schreiben des Herrn Bischofs spricht in mancherlei Hinsicht Bände: 1. „Eine religiöse Praxis,
die sich ausschließlich auf die Meßfeier in forma extraordinaria beschränkt, dar es daher nicht geben“
Was soll dieser Unfug? Das ist eine Sichtweise, die durch das MP in keiner Weise gedeckt ist. Dort ist
lediglich gefordert, daß die Gläubigen, die dem Alten Ritus anhängen, die Gültigkeit des Neuen voll
umfänglich anerkennen. Die Tatsache, daß im MP auch die Spendung anderer Sakramente nach der Alten Ordnung
erlaubt, meint natürlich dies: die Möglichkeit einer religiösen Praxis, die sich auf die Bücher von
1962 stützt. 2. Die Verwendung der neuen Leseordnung ist geradezu hanebüchen. Natürlich ist das Nebeneinander
von altem und neuem Kirchenjahr ein Problem. Dieses läßt sich aber sicher NICHT lösen, indem man alles
vermischt. 3. Die Ausbildung der Priester, die die Alte Messe lesen wollen, im eigenen Institut durchführen
zu lassen, obwohl Wigratzbad auf dem Territorium der Diözese liegt, ist nichts anderes als ein impertinenter
Akt der Verweigerung der vom Papst gewünschten Versöhnung. 4. Schön, daß der Bischof klar und unumwunden
zugibt, daß seine Priester kein Latein mehr können. 5. Vielleicht könnte Exzellenz auch dafür Sorge
tragen, daß seine Priester wenigstens den Neuen Ritus beherrschen. Die gottesdienstliche Praxis im Bistum
spricht vielfach eine andere Sprache. Alles in allem: ein typisches Dokument des Allmachts- und Kontrollwahns
deutscher Ordinariate.
Monti Mixa fordert zur Gesinnungsschnüffelei auf, wenn er (unter Punkt 5) verlangt, „dass die Bittenden
die Verbindlichkeit des Vaticamums und seiner Beschlüsse anerkennen und treu zum Papst und zu den Bischöfen
stehen“. Wie soll das das denn „gewährleistet“ werden? Wie sollen das die Gläubigen nachweisen? Mündlich
in einem gesonderten Akt“? Schriftlich gegenüber dem Pfarrer oder Mixa persönlich? Wie „heiß“ die Ausführungsbestimmungen
„genäht“ worden sind, beweisen allein die Rechtschreibe- und Grammatikfehler in diesem Mixa-Ukas!
Mindestanzahl liebe Forumteilnehmer: Sehen Sie die Mindestanzahl doch bitte mal so, dass „modernen“ Katholiken
nicht zugemutet werden kann, auf eine Nom-Messe zu verzichten, nur damit zwei oder 3 Tradis ihre Alte
Messe in ihrer Pfarrei beiwohnen können. Und für solche Fälle will Bischof Mixa ja dann eine „Sammel“-Kirche
zur Verfügung stellen. Den Leuten, die dieses Verhalten kritisieren, kann ich nur sagen, dass Sie nicht
alles sofort haben können. Nun seien Sie doch mal froh, dass sich überhaupt etwas bewegt. Und dass Priester,
die die Alte Mess lesen wollen, dafür besonders geschult werden müssen, ist doch wohl auch klar. Sie
wollen doch sicher nicht, dass es zu „Missbräuchen“ kommt. Schliesslich soll die Messe doch genauso schön
sein wie bei der FSSP(X) oder irgendeinem anderen Tradiverein. Man lann auch alles negativ auslegen, wenn
man will.
Lieber Shuca, Sie predigen das totale Himmelreich auf Erden und werden uns eine Hölle unvorstellbaren
Ausmaßes hinterlassen . zumindest ist ihnen die Hölle dankbar. Sie liefern Seelen am laufenden Band!
HeinrichderZweite Wir verstehen uns . Aber die meisten Katholiken sind nicht mehr in der Lage die Wölfe
im Schafspelz zu outen . Sie predigen das totale Himmelreich auf Erden und werden uns eine Hölle unvorstellbaren
Ausmaßes hinterlassen .
Treue Ein Katholik kann nur treu zum Bischof stehen , wenn die Bischöfe treu zum Papst sind . Wir war
das noch mit den Beratungsscheinen ? Mir bleibt doch als Tradionalist nur noch die Treue zu Jesus Christus
und seiner Mutter . Soll ich mich wirklich an Lehmann und Kamphaus orientieren ? Das ist unmöglich .
Die Ursache des Chaos in der Herde Jesu Christie liegt bei den Hirten und nicht bei den Schafen .
Mindestzahl! Früher musste jeder Priester täglich eine Messe lesen. Wenn niemand anderer anwesend war,
was natürlich oft geschah, galt diese Messe trotzdem nicht als „Privatmesse“. Der Grund hierfür war,
dass eine hl. Messe immer eine Gnadenwirkung für die ganze Kirche hat, egal wie viele Menschen der Messe
beiwohnen. Das heißt, man hatte ein anderes Verständnis von dem was eine Messe ist. Heute überwiegt
ein rein naturalistisches Verständnis. Die Messe ist reduziert auf eine Verkündigung des Wortes Gottes
und diese findet natürlich nur dann statt, wenn jemand außer dem Priester anwesend ist. „Früchte“ des
Lutherismus in der Kirche!
Mindestzahl??? Bischof Mixa reagiert hier fast genauso wie der würzburger Bischof Friedhelm Hofmann.
Allerdings ging Bischof Friedhelm fast noch weiter, denn er hat noch am Tag des Motu proprio einen Rundbrief
an alle Priester abgesendet, in dem er ganz ähnliche Bedingungen stellte. Das mit der Mindestzahl ist
gedadezu absurd. 1. widerspricht es dem Paradesatz aus dem Matthäusevangelium „Wo zwei oder drei…“
Zum anderen ist eine absolute Zahl von nötigen Gläubigen absolut unverhältnismäßig. Wenn er in Würzburg
30 Leute in der Messe im alten Ritus vorfindet hat er prozentual viel viel weniger, als wenn ein Dorfpfarrer
mit 500 Seelen 4 oder 5 bei sich hat. Da sind 5 Leute immerhin 1%. Aber was sind dagegen 30 Leute von
100.000? Mal nur so zum Nachdenken an unsere Bischöfe…
„…nur Gläubige die treu zum Papst UND zu den Bischöfen stehen…“ sind nach Mixa berechtigt Forderungen
bzgl des überlieferten Ritus zu stellen. Wäre schön wenn auch alle Bischöfe treu wären zu den Weisungen
des Papstes und nichts eigenmächtig reinterpretieren wie derjenige der diese Forderung stellt. Außerdem
ists an sich schon ein logischer Fehlschluss denn wer bedingungslos dem Papst treu ist kann IMHO eben
auf manche Bischöfe nur begrenzt hören um die Treue gegenüber dem Papst zu erfüllen. Der Wille des
Papstes stimmt meiner Meinung nach nicht immer mit dem der Bischöfe überein – wie ist es den wenn der
Papst den Bischöfen in Rahmen des MPs die Weisung gibt, grüßzügig Angebote bzgl überlieferten Ritus
zu gestalten wobei sich anschließend viele Diözesanfürsten fleißig ans „interpretieren“ des MPs heranmachen,
wie wenn der Papst selbst zu blöd wäre seine Worte richtig zu wählen…?
@Regina 1961 eine „Neue Messe“ auf Latein wäre eine lateinische Messe im „usus recentior“, also dem nachkonziliaren
Missale Romanum folgend, das mittlerweile in der dritten Auflage, der sog. editio typica vorliegt. In
der heutigen Praxis ist es leider schon viel, wenn das Ordinarium Missae (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus,
Agnus Dei) lat. (bzw. beim Kyrie griech.) gesungen werden, was aber nicht als lat. Hochamt zu bezeichnen
ist. Natürlich liegen auch die übrigen Texte in lat. Sprache vor, also das Proprium Missae (Introitus,
Psalm/Alleluja+Vers, Offertorium und Commune), aber auch die Orationen, Präfationen, Hochgebete etc.
Lesung, Evangelium und Fürbitten werden in aller Regel in der Volkssprache vorgetragen. Es ist übrigens
sehr feierlich und erhebend. Besonders schön ist es, wenn auch das Confiteor (Schuldbekenntnis) von den
Gläubigen lat. gesungen wird. Es ist schade, dass der usus recentior eher selten in seiner lat. Sprachgestalt
zelebriert wird. Selbst an Domen ist das wohl eher selten geworden. Gerade an größeren Kirchen, an denen
mehrere Messen an Sonntagen gefeiert werden, wäre es eigentlich kein Problem. Schöne und überzeugende
Beispiele für lat. Messen im nachkonziliaren Usus gibt es etwa in S. Maria Maggiore in Rom oder in St.
Maria in der Kupfergasse in Köln. Möglich ist vieles, es scheitert leider meist am Klerus, der davon
„nichts hält“. Ein Abklingen klerikaler „Lateinphobie“ wäre dringend nötig. Entsprechende Übersetzungen
könnte man auslegen – alles kein Problem
DBK – der Mittelpunkt des Glaubens Es scheint das die deutschen Bischöfe der alten Messe nicht besonders
freundlich gegenüberstehen . Wenn sie vor der Alternative gestellt würden sich für die Tridentinischen
Messe oder der Kirchensteuer zu entscheiden , für was würden sich unsere Oberhirten entscheiden . Wenn
aber unserer Staat sagen würde , wir verdoppeln die Kirchensteuer wenn ihr die die alte Messe zum ordentlichen
Ritus macht . Sie würden den Novus Order über den Haufen rennen . Aber das alles ist unwichtig . Wie
denkt der allmächtige dreifaltige Gott über unser Gezänk . Einer wird gegen den anderen stehen . Sie
werden sich zanken bis zum Anschlag . Am Ende wird nur der gerettet werden der 2000 Jahre als eine langen
Tag begreift .
@ Regina1961 Man kann die Neue Messe sowohl in der Landessprache als auch (vollständig) auf Latein zelebrieren.
Letzteres ist nicht verboten, wird aber in den normalen sonntäglichen Gemeindemessen kaum praktiziert.
Die Alte Messe ist immer auf Latein zu halten, Lesung und Evangelium können übersetzt werden.
#28 Regina 1961 21:48:43 | Sonntag, 5. August 2007
@ Karl Murx Für mich ist eine Messe, bei der nur einige Teile auf Latein vorgetragen oder gesungen werden
eben noch lange keine Neue lateinische Messe Nachtrag. Regina1961
#26 Regina 1961 21:45:16 | Sonntag, 5. August 2007
@Karl Murx Mal wird von einer tridentinischen Messe, dann von der Liturgie in der Landessrprache gesprochen,
dann von einer neuen Messe in Latein. Klar kenn ich die lateinischen Teile der Messe. De Angelis usw.
sind mir vertraut. Aber es sind eben Teile der Messe. Und nicht die ganze Messe. Daher die Verwirrung.
LG Regina1961
Neue Messe auf Latein? Was soll daran schwer zu verstehen sein? Noch nie erlebt? Vor 20 Jahren gab es
in Aachen an bedeutenden Sonntagen sogar die neue Vesper auf Latein.
#24 Regina 1961 21:33:35 | Sonntag, 5. August 2007
@ Karl Murx Können Sie mir bitte erklären, was eine Neue Messe auf Latein ist? Ich komme mit dieser
Befriffsverwirrung bald wirklich nicht mehr klar LG Regina 1961
@Gotthard so manches – nein, jedes – Senfkorn fängt klein an und bringt dann oft 1000 fache Frucht. Wenn
man das Korn aber mit einem Stein zerdrückt? Warum wollen Sie das machen? PS: wir sind per Sie, nicht
per Du, halten sie sich doch an sowas, sonst ist die Höflichkeit perdú ;- )
@möchtegern-kathole Deine Beispiele belegen doch das geringe Interesse an dieser Form der Eucharistiefeier!
Du selbst rechnest nicht mit einer größeren Nachfrage… Ein solcher Aufwand für solche Mini-Gruppen.
Haben wir als Kirche nichts besseres zu tun, als solchen Minigruppen den Teppich auszubreiten?
Negativ und positiv … … kann man das interpretieren. Und im Detail? Dass es einer Mindestanzahl bedarf,
ist einzusehen, und bei „1“ sollte sie nicht liegen. Aber bei 25? Es ist kaum anzunehmen, dass sich ohne
Alte Messe 25 in das Thema soweit vertiefen dass sie die Messe haben wollen, dann einander finden, und
in eine Liste eintragen und dies vortragen. Es sei denn, dies würde organisiert – aber wer wollte das
machen? Mixa? „in der betreffenden Pfarrei tatsächlich ihren Wohnsitz oder zumindest dauerhaften Aufenthaltsort
haben.“ Das heisst: wenn z.B. in Augsburg 100 Leute die alte Messe wollen, aber in verschiedenen 5 Pfarreien
jeweils 20 wohnen, dann bekommen sie gar nichts. Das ist sicher nicht im Sinne der Erfinders – des Hl.
Vaters. Die Forderung nach Ausbildung ist natürlich erlaubt. Auch kein FSSPX-Priester zelebriert ohne
Ausbildung. Nur lässt sich das böse verwenden: man erlaubt nur bestimmten Priestern die Ausbildung,
die liberal sind. So kann man jene Priester, die die Alte Messe lieben, davon abhalten, und ihnen den
NOM aufzwingen.
Dr. Otterbeck, sie nerven! Mag ja sein, daß der alte rheinsiche Grundsatz, sich aus Prinzip jedem der
Stärker ist, einfach so zu unterwerfen, egal ob Franzose oder Preuße, egal ob links oder rechts, egal
ob modern oder traditionell, bei Ihnen zu einer gewissen Politneurose geführt hat. Die gönn ich Ihnen
auch von Herzen, Suum cuique :(3 . Es geht aber nicht an, daß Sie die Anhänger der überlieferten Liturgie
hier ständig mit Dreck bewerfen, indem Sie uns politisch diffamieren. Mir persönlich ist Politik oft
herzlich egal, das katholische Dogma aber nicht. Sie können die Finger nicht von der Verknüpfung zwischen
Politik und Religion lassen, indem sie die eher laue Christdemokratie mit dem wohl noch laueren rheinischen
Katholizismus Schulter an Schulter sehen wollen. Selbst Ihre neokonservativen Freunde bei kath.net www.kath.net/detail.php?id=17436
sehen mittlerweile ein, daß dies hinsichtlich der Christdemokratie wohl nicht mehr ganz so stimmt. PS:
Wiewohl ich nicht so bewandert in politischen Theorien zu sein scheine wie Sie, ist mir nicht entgangen,
daß der Nutzer Rudolfus wohl eher rot-weiß-rot orientiert ist, was sich aus lokalen Gegebenheiten ergib.
Der Nutzer Murx mag zwar goldene Lilien auf blauem Grund favorisieren, das hat mit schwarz-weiß-rot aber
auch nichts zu tun. Es deutet wirklich alles darauf hin, daß der aus dem rheinischen Minderwertigkeitskomplex
entstandene Furor Borussiae sich bei Ihnen mangels Borussia versucht bei den Anhängern der Alten Messe
zu entladen. Das wirkt aber eher peinlich!
Wovon redet Mixa? Die meisten, die zur tridentinischen Messe gehen, haben sich doch gerade vom „spirituellen
Reichtum“ des NOM abgewendet, den sie gut kennen. Mixa tut so, als ob mir und anderen völlig unbekannt
sei, was der NOM ist. Die neue Messe auf Latein kenne ich hinreichend aus dem Kloster Sint Benedictusberg
im niederländischen Lemiers. Selbst das empfinde ich als grauenhaft.
@Gunsenum kreuz.net war von Anfang an nicht an der Freigabe der „alten Messe“ interessiert, sondern hat
das Thema nur zu demagogischen Zwecken wach gehalten. „Denen hier“ ist Liturgie wurscht. Hier versucht
man eine Synthese (jawohl, à la Hegel: Die Negativität negiere sich selbst) aus Schwarz-weiß-rot und
pseudotridentinischem Weihrauch. Typen wie „Rudolfus“ geben zwar vor zu glauben, dass die alleinseligmachende
Lehre der Kirche „rette“; „Lehre“ rettet vielleicht Gnostiker, „Rituale“ retten vielleicht neopagane Anhänger
hermetischer Religionen. Nach christlicher Überzeugung rettet… Wer? Christus. Extra ecclesiam suam
nulla salus; und über deren Grenzen richtet Er.
@Gunsenum / „Wer nicht für Mich ist, der ist gegen Mich“, lehrt Christus im Evangelium. Die Häretiker
haben schon genug Schaden angerichtet – und werden sich sicherlich nicht durch irgendwelche halben Zugeständnisse
an die rechtgläubigen Katholiken irgendetwas „erkaufen“ können.
Die Folge von kreuz.net… Tja „kein Priester dürfe gezwungen werden, die alte Messe zu lesen“… Und
nunr aten Sie mal, wie, unter Anderem der Augsburger Bischof auf solche Gedanken kommt! Richtig! Das ist
das „zurückhaltende, freundliche, friedliche, sachorientierte, kompromißbereite, pragmatische“ Auftreten,
Blöken, und Kreischen der erzkonservativen Kreise hier auf kreuz.net und ihrer entsprechenden Entsprechung
in der Realität!!! Eigentor habts ihr da geschossen!
Lieber Jürgen, … nach den neuen liturgischen Büchern im Prinzip nicht ausschließen. im Prinzip nicht
ausschließen heißt ja nicht, dass ein Priester die neue Messe auch nur einmal lesen muss. Und die Frage
drängt sich natürlich auf, ob ein Priester die Feier der Messe nach den überlieferten liturgischen
Büchern im Prinzip ausschließen darf. Ein völliger Ausschluss wäre nämlich nicht in Übereinstimmung
mit der Anerkennung des Wertes und der Heiligkeit des Ritus in seiner überlieferten Form.
@Defensor …daß kein Priester zur Feier der Alten Messe „gezwungen“ werden dürfe Gilt das auch umgekehrt?
Wenn nicht, warum? Der Papst schreibt in seinem Begleitbrief: Um die volle communio zu leben, können
die Priester, die den Gemeinschaften des alten Usus zugehören, selbstverständlich die Zelebration nach
den neuen liturgischen Büchern im Prinzip nicht ausschließen. Ein völliger Ausschluß wäre nämlich
nicht in Übereinstimmung mit der Anerkennung des Wertes und der Heiligkeit des Ritus in seiner erneuerten
Form.
Punkte 4 und 7 die Punkte 4 und 7 des bischöflichen Schreibens widersprechen eindeutig das Motu Proprio
und der liturgischen Ordnung des Missale 1962. P4. Es bedarf KEINE Mindestzahl an Gläubigen für die
Messe im außerordentlichen Ritus. Da sollte sich Mons. Mixa besser informieren. Der Papst wusste genau
wieso er diese Clausel nicht eingefügt hat. P7. Es gibt eine Leseordnung in der Volkssprache für das
Missale 1962!!! Man darf trotzdem die neue Leseordnung nicht in der außerordentlichen Messe einbringen.
Wer liturgisch gebildet ist weiß auch wieso…vielleicht sollten alle Bischöfe ein Grundkurs in die
Einführung des Missale 1962 erhalten!! o^/
Jetzt fällt Euch Mixa also auch noch in den Rücken… die Tradis haben es ja wirklich nicht leicht mit
ihren Ansprüchen. Es ist schwer ein Tradi zu sein bei all den pösen pösen Oberhirten.
Spießrutenlaufen für traditionell orientierte Gläubige? 25 Gläubige kommen schnell zusammen, wenn
eine tridentinische Messe angeboten wird. Aber will die kirchliche Obrigkeit namentlich wissen, wer das
ist?
…schöne Replik von „Defensor Fidei“! Man mag ja von diesen „Ausführungsbestimmungen“ halten, was man
will – vermutlich dienen diese zum Großteil nur der Beschwichtigung „beunruhigter“ „liberaler Katholiken“…
Wenn man sich jedoch mal ansieht, wie stark die Alte Messe im Bistum Augsburg vertreten ist (inkl. Seminar
in Wigratzbad, aber auch in Augsburg selbst), dann wünscht man sich in Deutschland noch mehr „Gegner
der alten Messe“ von der Art eines Bischof Mixa! Aber eine etwas differenziertere Sichtweise ist halt
leider nicht mit „griffigen“ Schlagzeilen und Bildunterschriften kompatibel…
Eine neu zu errichtende diözesane Inquisition? Der Bitte dürfe der Pfarrer nur entsprechen,wenn gewährleistet
sei, daß die Gläubigen die Verbindlichkeit des Pastoralkonzils und seiner Beschlüsse anerkennen und
„treu zum Papst und zu den Bischöfen stehen“… Wie hätte denn eine solche Gewährleistung auszusehen.
Müssen sich die Interessenten für die außerordentliche Form des röm. Ritus einer peinlichen Befragung
vor einer eigens eingerichteten bischöflichen Inquisitionsbehörde unterziehen? Bekommen Sie nach erfolgreicher
Gesinnungsüberprüfung (geistlicher TÜV) einen „Persilschein“ ausgestellt, der zusammen mit dem Begehren
nach dem alten Ritus beim Ortspfarrer vorzulegen ist (beglaubigte Kopie!)… Oder reicht vielleicht eine
schriftliche (amtlich beglaubigte) Erklärung aus, daß der Bittsteller eine Feier in der ordentlichen
Form des röm. Ritus „im Prinzip“ nicht ablehnt…? In diesem Falle kann ja kreuz.net hier schon einmal
Erklärungsvordrucke als pdf-Datei einstellen, die nur noch zu unterzeichnen und bei Bedarf vorzulegen
sind …
@Defensor Fidei Absolut super Ihre Gedanken und Gegenfragen!! :)3 Ich hätte auch noch eine: Warum braucht
die Tridentina mindestens 25 Teilnehmer? Gehen Sie mal in eine NOM-Werktagsmesse, da sind es auch nicht
immer 25! Diese Messe wird aber trotzdem weiter angeboten…
Der MIXXA „Der Bitte dürfe der Pfarrer nur entsprechen, wenn gewährleistet sei, daß die Gläubigen
die Verbindlichkeit des Pastoralkonzils und seiner Beschlüsse anerkennen und „treu zum Papst und zu den
Bischöfen stehen“.“ Solche Sprüche sind genauso peinlich wie sein Kampf gegen Gebärmaschinen.
Lieber defensor fidei, …bestimmt Bischof Mixa eine Mindestanzahl von 25 Personen da heißt es abzählen
vor jeder Messe! Und wenn noch ein paar Verspätete kommen, kann man ja nochmals von vorne anfangen.
Fragen über Fragen… …daß kein Priester zur Feier der Alten Messe „gezwungen“ werden dürfe Gilt
das auch umgekehrt? Wenn nicht, warum? …bestimmt Bischof Mixa eine Mindestanzahl von 25 Personen Soweit
ich diese Bestimmung recht verstehe, so bezieht sich dies nur auf einen Anspruch der Gläubigen auf eine
Messe im Alten Ritus in der eigenen Pfarrei. Anderenfalls gäbe die Regelung, daß nämlich für Gläubige,
die in ihren Pfarreien die vom Bischof geforderte Mindestanzahl nicht zusammenbrächten, „nach Möglichkeit“
regional eine Kirche zur Verfügung gestellt werden solle, keinen Sinn. Zur „vollen Communio“ gehöre,
daß die Gläubigen die Feier der Neuen Messe „im Prinzip“ nicht ausschließen Gehört zur vollen Communio
auch, daß die Gläubigen die Feier der Alten Messe „im Prinzip“ nicht ausschließen? Wenn nein, warum
nicht? zum „spirituellen Reichtum & der theologischen Tiefe“ der neuen Messe In welchem Punkt geht die
neue Messe denn theologisch tiefer als die Alte Messe? Pkt 9 erklärt, daß Priester, welche die Alte
Messe lesen wollen, einer „besonderen Eignung“ bedürften, „da der Gebrauch des alten Missale ein gewisses
Maß an liturgischer Bildung…voraussetzt Ist der Umkehrschluß zulässig, daß Priester, die die neue
Messe lesen, keiner besonderen Eignung bedürfen? Setzt der Gebrauch des neuen Missale keine gewisse theologische
Bildung voraussetzt? Wenn dem so sein sollte, dann Frage ich mich, wo denn die „theologische Tiefe“ dieses
Ritus liegen soll, von der Bischof Mixa oben noch gesprochen hatte?
Summorum Pontificum Cura sieht keine zusätzlichen diözesanen Ausführungsbestimmungen vor; zusätzliche
Bedingungen, besonders nicht Mindestzahlen und territoriale Bindung stabiler Gruppen, erst recht nicht.
Daher muss man die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei dringend und umgehend ersuchen, die kirchenrechtliche
Nichtigkeit solcher zusätzlicher Bedingungen, sofern sie im Widerspruch zu SPC stehen, verbindlich festzustellen.
Dass ein Bischof etwa die Errichtung einer Personalpfarrei an eine bestimmte Mindestzahl von Gläubigen
knüpft, kann man schon organisatorisch verstehen. Darin, ob er dies tut, ist er ohnehin frei. Jede weitere
Massnahme, die den Radius der neuen Normen faktisch auf die bisherige Indultregelung eingrenzt, ist eine
bischöfliche Kompetenzüberschreitung und daher zu ignorieren bzw. seitens der römischen Autoritäten
unverzüglich zu korrigieren.
Motu Proprio Ich kann Herrn Bischof Mixa nur beglückwünschen zu seinen abgewogenen Ausführungen – nicht
nur beim Thema „Kinderkrippen“ sondern auch hier erweist er sich als wahrer Hirte des Volkes Gottes! Ich
weiß mit dem besten Willen nicht, was Adressaten von kreuz.net an seiner Darstellung aussetzen könnten
und wünschen allen einen gesegneten Sonntag!