(kreuz.net, Paris) Kardinal Jean-Marie Lustiger (80) ist am Sonntag an Krebs verstorben.
„Seine letzten
Wochen waren besonders schmerzhaft und beschwerlich“ – erklärte sein Nachfolger, Erzbischof André Vingt-Trois
(64), in einer Pressemitteilung.
Kardinal Lustiger regierte die Erzdiözese Paris 24 Jahre lang – von
1981 bis 2005.
Sein Leichnam wird am kommenden Freitag um 10.00 Uhr in der Kathedrale Notre Dame in Paris
beigesetzt.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy würdigte den Kirchenfürsten als „große Figur
des geistigen, moralischen, intellektuellen und religiösen Lebens“.
Kardinal Lustiger stammt aus einer jüdischen
Familie. Seine Eltern waren Anfang des 20. Jahrhunderts von Polen nach Paris gekommen. Dort erblickte
ihr Sohn Aaron am 17. September 1926 das Licht der Welt.
Während der nationalsozialistischen Besetzung
Frankreichs trennte sich die Familie. Aaron wurde bei einer katholischen Familie in Orléans im Süden
von Paris versteckt.
Die Mutter blieb alleine in der Hauptstadt zurück. Sie wurde von den Besatzungstruppen
verhaftet, zurück nach Polen deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet.
Ähnlich
erging es einem Großteil der väterlichen Verwandtschaft des späteren Kardinals.
Der kleine Aaron hatte
in seinem sozialistisch orientierten Elternhaus keine religiöse Erziehung mitbekommen. Er war von der
Frömmigkeit seiner katholischen Gastfamilie sehr beeindruckt.
1940 ließ er sich 14jährig im Untergrund
taufen. Der Jude Aaron wurde als Jean-Marie wiedergeboren.
Der heilige Ritus wurde in der bischöflichen
Kapelle von Orléans vorgenommen. Niemand konnte damals wissen, daß der junge Täufling 1979 als Bischof
von Orléans in diese Kapelle zurückkehren sollte.
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20 Lesermeinungen
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Tjaja, für Leute, die ungern denken und tatsachen (wahrscheinlich aus bequemlichkeit oder verblendung)
nocht sehen wollen, ist die braune Keule immer noch am einfachsten dahergerotzt.m Sie sind Knechte der
Stimmungmache und Propaganda anderer. Lassen wir diese armen Menschen in Ruhe!
@landorganist Sagen Sie mir doch bitte einmal, was hier „braun“ sein soll? Es geht hier ausschließlich
um theologische Fragen, falls Sie das nicht gemerkt haben sollten…!
Korrektur Es muß natürlich heißen: „…die blutigen Opfer durch das eine Opfer Jesu Christi, das in
jeder gültig gefeierten Heiligen Messe auf unblutige Weise erneut gegenwärtig wird…“ Ich bitte, den
Fehler zu entschuldigen!
Daniel Stöhr hat recht! Wenn die von ihm angeführten Zitate tatsächlich auf Lustiger zurückgehen,
wovon ich ausgehe, wirft dies ein bezeichnendes Licht auch auf die von der Konzilssekte bevorzugte Selbstbezeichnung
„Volk Gottes“, die keinen Unterschied zwischen dem vorchrist-lichen alten Israel und dem christlichen,
neuen Israel, d.h. der allein seligmachenden Kirche Christi, macht und dies – nach Wunsch und Wille so
mancher Prälaten, wohl bis hinauf in die oberste Spitze der „Hierarchie“ (Ratzinger) – auch gar nicht
soll. Das Gerede vom „nicht gekündigten“ Alten Bund (ähnlich wie das vom „Gott Jesu Christi“ oder vom
„Jude Jesus“!) ist ein Produkt der gezielten (!) Judaiserung der katholischen Kirche und ihres Glaubens
mit dem Ziel einer Welteinheitsreligion, in der das Judentum die führende Rolle übernimmt und die anderen
„monotheisitschen Religionen“ allenfalls im Rahmen der noachidischen Gebote eine Randfunktion übernehmen
dürfen. Die katholische Lehre war und ist eine andere (man kann sie wohl nicht oft genug wiederholen!):
Der Alte Bund wurde durch den Neuen Bund abgelöst; das Gesetz/die Torah als Heilsweg durch das Evangelium
und die Sakramente; die blutigen Opfer durch das eine unblutige Opfer Jesu Christi, das in jeder gültig
gefeierten Heiligen Messe erneut gegenwärtig wird und dessen Gnaden allen zugute kommen, die willens
sind, sie anzunehmen. o^/
#14 landorganist 08:19:40 | Dienstag, 7. August 2007
Meine Güte, manche Leute hier müssen sich wirklich in Grund und Boden schämen, dieser Stöhr fängt
am Besten an! Selbst im Angesicht des Todes hört die fundamental-traditionalistische Hetze nicht auf.
Es ist einfach nur ekelerregend, welches Bild Leute wie Exbochumer u. a. hier abliefern.
@„Don Camillo“ / Das ist die Lehre der Kirche. Die Kirche hat eine eigene Lehre, wie jede andere Religion
auch. Wenn Sie das nicht wissen, dann wissen Sie wohl überhaupt nichts.
@rudolfus danke!!! dann wissen Sie ja viel mehr als alle anderen!!! Schön wenn man so sein kleines Gedankengebäude
hat. Gut, dass sie die zeitliche Reihenfolge der Ewigkeit (merken sie den Widerspruch???) so gut kennen.
Danke vielmals.
@„Don Camillo“ / Das ist klare katholische Lehre: Woher die Gewissheit, dass Kardinal Lustiger vor den
Richterstuhl getreten ist. Die Seele jedes Menschen tritt unmittelbar mit dem irdischen Tod des Menschen
vor dem Richterstuhl Christi. Die Kirche lehrt die folgenden Letzten Dinge: 1. Tod. 2. Gericht. 3. Himmel
oder Hölle.
so einfach ist das? @Stöhr: Er vertrat außerdem die Meinung, dass der neue Bund Christi den alten sinaitischen
nicht beendet habe. Und das ist Häresie. Wieso? Hab noch nie was davon gehört. Belege? @kreuz.net: Woher
die Gewissheit, dass Kardinal Lustiger vor den Richterstuhl getreten ist. Da haben Sie ja ein klares eschatologisches
Denkmodell, das Gott in seiner Allmacht doch ziemlich einschränkt.
Lustiger: „Ich bin Jude, und ich (…) werde es bleiben; die Konversion eines Juden zum Christentum kann
nur als eine Verleugnung angesehen werden.“ (4.2.1941) „Ich bin Jude; für mich sind die beiden Religionen
(die jüdische und die christliche) nur eine einzige.“ (3.2.1981) Er vertrat außerdem die Meinung, dass
der neue Bund Christi den alten sinaitischen nicht beendet habe. Und das ist Häresie.
@ Stöhr Hmmm. Auch Paulus war Christ UND bekennender Jude. Man MUSS doch sich zum Judentum bekennen,
um überhaupt Christ sein zu können. Schließlich setzt das Neue Testament ja die Anerkennung des Alten
voraus, um überhaupt verstanden werden zu können. Auch der Herr selbst beruft sich auf die Geschichte
seines Volkes. Zu DER muss man sich bekennen – ansonsten kann man gar nicht Christus verstehen. Auch „das
Gesetz“, das Jesus mit seinen Worten zusammenfasst, muss man zunächst einmal anerkennen – sonst kann
man ja auch die Worte Jesu, die sich auf das Gesetz beziehen, nicht anerkennen. Auch Petrus und Konsorten
waren bekennende Juden – warum sonst hätten sie – als Christen – an Synagogengottesdiensten teilgenommen,
wie es die Apg berichtet?
Vat-II Schelte Inzwischen wundert mich hier nix mehr, auch nicht, daß einem Ruhrgebietler nix besseres
einfällt, als gleich eine Vat-II-Schelte loszulassen. Hier noch ein schönes Zitat von Kardinal Lustiger
aus dem Buch „Gotteswahl“: Die »aktive Teilnahme« der Gläubigen, die eines der Ziele des Konzils war,
ist eine gutgemeinte Idee. Doch mußte man bei der Verfolgung dieses Ziels so vorgehen wie Mao bei seiner
Kulturrevolution und die Mitwirkung zur Pflicht machen?
Anerkennung der Shoah durch kreuz.net Die Mutter blieb alleine in der Hauptstadt zurück. Sie wurde von
den Besatzungstruppen verhaftet, zurück nach Polen deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
ermordet. Hat sich kreuz.net jetzt doch mal dazu durchgerungen, den millionenfachen Mord an den europäischen
Juden anzuerkennen? WOW!