Requiem
Kardinal Jean-Marie Lustiger von Paris verstorben
Der langjährige Pariser Erzbischof Jean-Marie Kardinal Lustiger ist vor den Richterstuhl Gottes getreten. Der bekehrte Jude starb an Krebs.
Kardinal Lustiger am Weltjugendtag in Köln mit Papst Benedikt XVI.
Kardinal Lustiger am Weltjugendtag in Köln mit Papst Benedikt XVI.
© Erzdiözese Paris
(kreuz.net, Paris) Kardinal Jean-Marie Lustiger (80) ist am Sonntag an Krebs verstorben.

„Seine letzten Wochen waren besonders schmerzhaft und beschwerlich“ – erklärte sein Nachfolger, Erzbischof André Vingt-Trois (64), in einer Pressemitteilung.

Kardinal Lustiger regierte die Erzdiözese Paris 24 Jahre lang – von 1981 bis 2005.

Sein Leichnam wird am kommenden Freitag um 10.00 Uhr in der Kathedrale Notre Dame in Paris beigesetzt.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy würdigte den Kirchenfürsten als „große Figur des geistigen, moralischen, intellektuellen und religiösen Lebens“.

Kardinal Jean-Marie Lustiger R.I.P.
Alte Messe am See von Tiberias, 1956Wallfahrt nach Chartres, 1958Bischofsweihe in Orléans, 1979

Aus seinem Leben

Kardinal Lustiger stammt aus einer jüdischen Familie. Seine Eltern waren Anfang des 20. Jahrhunderts von Polen nach Paris gekommen. Dort erblickte ihr Sohn Aaron am 17. September 1926 das Licht der Welt.

Während der nationalsozialistischen Besetzung Frankreichs trennte sich die Familie. Aaron wurde bei einer katholischen Familie in Orléans im Süden von Paris versteckt.

Die Mutter blieb alleine in der Hauptstadt zurück. Sie wurde von den Besatzungstruppen verhaftet, zurück nach Polen deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet.

Ähnlich erging es einem Großteil der väterlichen Verwandtschaft des späteren Kardinals.

Der kleine Aaron hatte in seinem sozialistisch orientierten Elternhaus keine religiöse Erziehung mitbekommen. Er war von der Frömmigkeit seiner katholischen Gastfamilie sehr beeindruckt.

1940 ließ er sich 14jährig im Untergrund taufen. Der Jude Aaron wurde als Jean-Marie wiedergeboren.

Der heilige Ritus wurde in der bischöflichen Kapelle von Orléans vorgenommen. Niemand konnte damals wissen, daß der junge Täufling 1979 als Bischof von Orléans in diese Kapelle zurückkehren sollte.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Hyazinth   22:10:53 | Dienstag, 7. August 2007
Tjaja,
für Leute, die ungern denken und tatsachen (wahrscheinlich aus bequemlichkeit oder verblendung) nocht sehen wollen, ist die braune Keule immer noch am einfachsten dahergerotzt.m Sie sind Knechte der Stimmungmache und Propaganda anderer. Lassen wir diese armen Menschen in Ruhe!
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#19   Kasperschüler †   14:12:10 | Dienstag, 7. August 2007
@landorganist
Sagen Sie mir doch bitte einmal, was hier „braun“ sein soll? Es geht hier ausschließlich um theologische Fragen, falls Sie das nicht gemerkt haben sollten…! :-@
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#18   landorganist   13:59:00 | Dienstag, 7. August 2007
Entschuldigen Sie sich
lieber für Ihr braunes Gedankengut, dass Sie hier transportieren. :-!
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#17   Kasperschüler †   13:46:12 | Dienstag, 7. August 2007
Korrektur
Es muß natürlich heißen:
„…die blutigen Opfer durch das eine Opfer Jesu Christi, das in jeder gültig gefeierten Heiligen Messe auf unblutige Weise erneut gegenwärtig wird…“
Ich bitte, den Fehler zu entschuldigen!
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#16   landorganist   12:56:25 | Dienstag, 7. August 2007
@Schülerkasper
Es lohnt nicht, Ihren unsäglichen Sermon zu kommentieren. Sie sind einfach nur krank!
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#15   Kasperschüler †   10:07:55 | Dienstag, 7. August 2007
Daniel Stöhr hat recht!
Wenn die von ihm angeführten Zitate tatsächlich auf Lustiger zurückgehen, wovon ich ausgehe, wirft dies ein bezeichnendes Licht auch auf die von der Konzilssekte bevorzugte Selbstbezeichnung „Volk Gottes“, die keinen Unterschied zwischen dem vorchrist-lichen alten Israel und dem christlichen, neuen Israel, d.h. der allein seligmachenden Kirche Christi, macht und dies – nach Wunsch und Wille so mancher Prälaten, wohl bis hinauf in die oberste Spitze der „Hierarchie“ (Ratzinger) – auch gar nicht soll.
Das Gerede vom „nicht gekündigten“ Alten Bund (ähnlich wie das vom „Gott Jesu Christi“ oder vom „Jude Jesus“!) ist ein Produkt der gezielten (!) Judaiserung der katholischen Kirche und ihres Glaubens mit dem Ziel einer Welteinheitsreligion, in der das Judentum die führende Rolle übernimmt und die anderen „monotheisitschen Religionen“ allenfalls im Rahmen der noachidischen Gebote eine Randfunktion übernehmen dürfen. Die katholische Lehre war und ist eine andere (man kann sie wohl nicht oft genug wiederholen!): Der Alte Bund wurde durch den Neuen Bund abgelöst; das Gesetz/die Torah als Heilsweg durch das Evangelium und die Sakramente; die blutigen Opfer durch das eine unblutige Opfer Jesu Christi, das in jeder gültig gefeierten Heiligen Messe erneut gegenwärtig wird und dessen Gnaden allen zugute kommen, die willens sind, sie anzunehmen. o^/
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#14   landorganist   08:19:40 | Dienstag, 7. August 2007
Meine Güte,
manche Leute hier müssen sich wirklich in Grund und Boden schämen, dieser Stöhr fängt am Besten an! Selbst im Angesicht des Todes hört die fundamental-traditionalistische Hetze nicht auf. Es ist einfach nur ekelerregend, welches Bild Leute wie Exbochumer u. a. hier abliefern. :-!
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#13   Rudolfus   19:24:57 | Montag, 6. August 2007
@„Don Camillo“ / Das ist die Lehre der Kirche.
Die Kirche hat eine eigene Lehre, wie jede andere Religion auch.
Wenn Sie das nicht wissen, dann wissen Sie wohl überhaupt nichts.
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#12   Don Camillo   19:21:23 | Montag, 6. August 2007
@rudolfus
danke!!! dann wissen Sie ja viel mehr als alle anderen!!! Schön wenn man so sein kleines Gedankengebäude hat. Gut, dass sie die zeitliche Reihenfolge der Ewigkeit (merken sie den Widerspruch???) so gut kennen. Danke vielmals.
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#11   Rudolfus   18:55:58 | Montag, 6. August 2007
@„Don Camillo“ / Das ist klare katholische Lehre:
Woher die Gewissheit, dass Kardinal Lustiger vor den Richterstuhl getreten ist.
Die Seele jedes Menschen tritt unmittelbar mit dem irdischen Tod des Menschen vor dem Richterstuhl Christi.
Die Kirche lehrt die folgenden Letzten Dinge:
1. Tod.
2. Gericht.
3. Himmel oder Hölle.
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#10   Don Camillo   18:40:43 | Montag, 6. August 2007
so einfach ist das?
@Stöhr: Er vertrat außerdem die Meinung, dass der neue Bund Christi den alten sinaitischen nicht beendet habe. Und das ist Häresie. Wieso? Hab noch nie was davon gehört. Belege?
@kreuz.net: Woher die Gewissheit, dass Kardinal Lustiger vor den Richterstuhl getreten ist. Da haben Sie ja ein klares eschatologisches Denkmodell, das Gott in seiner Allmacht doch ziemlich einschränkt.
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#9   Ydefix   16:50:48 | Montag, 6. August 2007
Lustiger:
„Ich bin Jude, und ich (…) werde es bleiben; die Konversion eines Juden zum Christentum kann nur als eine Verleugnung angesehen werden.“ (4.2.1941)
„Ich bin Jude; für mich sind die beiden Religionen (die jüdische und die christliche) nur eine einzige.“ (3.2.1981)
Er vertrat außerdem die Meinung, dass der neue Bund Christi den alten sinaitischen nicht beendet habe. Und das ist Häresie.
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#8   Typ   16:42:20 | Montag, 6. August 2007
@ Stöhr
Hmmm. Auch Paulus war Christ UND bekennender Jude. Man MUSS doch sich zum Judentum bekennen, um überhaupt Christ sein zu können. Schließlich setzt das Neue Testament ja die Anerkennung des Alten voraus, um überhaupt verstanden werden zu können. Auch der Herr selbst beruft sich auf die Geschichte seines Volkes. Zu DER muss man sich bekennen – ansonsten kann man gar nicht Christus verstehen. Auch „das Gesetz“, das Jesus mit seinen Worten zusammenfasst, muss man zunächst einmal anerkennen – sonst kann man ja auch die Worte Jesu, die sich auf das Gesetz beziehen, nicht anerkennen.
Auch Petrus und Konsorten waren bekennende Juden – warum sonst hätten sie – als Christen – an Synagogengottesdiensten teilgenommen, wie es die Apg berichtet?
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#7   Ydefix   16:39:08 | Montag, 6. August 2007
Lustiger war kein Christ
sondern bekennender Jude. Das wurde bereits ausreichend dokumentiert.
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#6   juergen   16:10:57 | Montag, 6. August 2007
Vat-II Schelte
Inzwischen wundert mich hier nix mehr, auch nicht, daß einem Ruhrgebietler nix besseres einfällt, als gleich eine Vat-II-Schelte loszulassen.
:-S
Hier noch ein schönes Zitat von Kardinal Lustiger aus dem Buch „Gotteswahl“:
Die »aktive Teilnahme« der Gläubigen, die eines der Ziele des Konzils war, ist eine gutgemeinte Idee. Doch mußte man bei der Verfolgung dieses Ziels so vorgehen wie Mao bei seiner Kulturrevolution und die Mitwirkung zur Pflicht machen?
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#5   timpressum †   10:13:40 | Montag, 6. August 2007
Anerkennung der Shoah durch kreuz.net
Die Mutter blieb alleine in der Hauptstadt zurück. Sie wurde von den Besatzungstruppen verhaftet, zurück nach Polen deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet.
Hat sich kreuz.net jetzt doch mal dazu durchgerungen, den millionenfachen Mord an den europäischen Juden anzuerkennen?
WOW!
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#4   Ministrant   08:20:57 | Montag, 6. August 2007
Vielen Dank …
für alles was sie für die Kirche getan haben Eminenz!
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#3   r.ruhrgebietler   07:11:36 | Montag, 6. August 2007
ein V-II’ler
Gott sei seiner Seele gnädig!
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#2   Evelin   01:01:23 | Montag, 6. August 2007
Herr, gib ihm die ewige Ruhe.
Und das Ewige Licht leuchte ihm.
Herr, lasse ihn ruhen in Frieden, Amen.
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#1   nachtlaterne71   00:19:45 | Montag, 6. August 2007
Oremus
Gott sei seiner Seele gnädig. Ein netter Mensch. Ich sah ihn im Seminar in Köln…
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