Die süße Rache des Präsidenten
Seit Jahren profiliert sich ein Erzbischof in seinem Land als Oppositionsführer. Doch jetzt hat er sich selber ein Bein gestellt.
(kreuz.net, Bulawayo) Der Erzbischof von Bulawayo, Mons. Pius Ncube (60), gilt in Zimbabwe als eigentlicher
Oppositionsführer. Die südwestliche Erzdiözese Bulawayo umfaßt 69.456 Quadratkilometer mit einer Bevölkerung
von fast zwei Millionen, von denen 140.000 katholisch sind.
Nach Angaben von Thomas Scheen in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’, hat Mons. Ncube eine Vorliebe für „deutliche Worte“.
Vor einiger Zeit bot er seinem Volk sogar an, einen Aufruhr gegen Präsident Robert Mugabe im Kugelhagel anzuführen.
Im vergangenen März forderte er Großbritannien als ehemalige Kolonialmacht auf, in Zimbabwe einzumarschieren und Präsident Mugabe zu entmachten.
Mons. Ncube betete sogar für einen guten Tod des Präsidenten: Schließlich sei er 83 Jahre alt und habe ein erfülltes Leben geführt.
Mons. Ncube gehört zur ethnischen Minderheit der Ndebele. Diese widersetzten sich in den 80er Jahren der Machtergreifung Mugabes und seines Stammes. Das Ergebnis: Mehr als 20.000 Ndebele wurden zwischen 1982 und 1985 getötet. Die Massaker fanden unter den Augen von Mons. Ncube statt, der damals als einfacher Priester arbeitet.
Anschließend stellt er mit dem damaligen Erzbischof von Bulawayo eine Liste der Ermordeten zusammen und sammelte Augenzeugenberichte.
Die Unterstützung der zimbabwischen Bischofskonferenz erhielt er nicht. Denn der Erzbischof von Harare, Mons. Patrick Chakaipa († 2003) war ein Freund von Mugabe.
Das änderte sich mit der Ernennung des neuen Erzbischofs von Harare, Mons. Robert Christopher Ndlovu (51) – eines Gegners des Präsidenten.
Seither nennt Präsident Mugabe den Erzbischof von Bulawayo einen „Satan“ und läßt keine Gelegenheit ungenutzt, den populären Kirchenmann anzuschwärzen.
Der große Coup gelang Mugabe am 16. Juli. Er konnte den Erzbischof in der nationalen Presse als Zölibats- und Ehebrecher hinstellen.
Der Geheimdienst hatte im Schlafzimmer des Erzbischofs eine Kamera montiert. Die geschossenen Photos zeigen Mons. Ncube mit einer Frau.
Die vom Staat kontrollierte Zeitung ‘The Chronicle’ publizierte acht Fotos, auf denen Mons. Ncube mehr oder weniger eindeutig zu erkennen ist.
Bei der Frau handelt es sich um eine verheiratete Sekretärin der Pfarrei St. Pius in der Stadt Bulawayo. Laut Staatsmedien hat sie ihre Beziehung zu Mons. Ncube gestanden.
Jetzt hat der Ehemann der Dame den Bischof wegen Ehebruchs angeklagt und fordert 120.000 Euro Wiedergutmachung, obwohl er offenbar von seiner Frau geschieden ist.
Der Ehemann ist ein Soldat der nationalen Armee und soll zu seinem Schritt gedrängt worden sein, berichtete die Tageszeitung ‘The Zimbabwe Times’ am 23. Juli.
Mons. Ncube gab das Verhältnis vor dem staatlichen Fernsehen indirekt zu, als er sagte: „Wir haben alle Schwächen. Das ist der Grund, warum wir beten. Wir bitten Gott immer um Vergebung.“
„Wir sind eine sündige Kirche“ – fuhr der Erzbischof wortreich weiter: „Wir tun unser bestes, ja, aber wir versagen, ja, wir leugnen nicht unser Versagen. Ich werde diese Fragen [ob er sein Keuschheitsgelübde gebrochen hat] nicht beantworten, Fragen, die mein Privatleben betreffen. Ja, ich habe ein Gelübde abgelegt, ja. Es gibt eine Menge anderer Umstände, die im Leben eines Menschen stattfinden, darum wäre ich nicht in der Lage, diese Dinge zu beantworten.“
Die Geliebte des Erzbischofs bejahte die Frage eines Reporters, ob Kondome verwendet worden seien.
Der Diktator – der selber katholisch ist – hat seinerseits angekündigt, für den Erzbischof beten zu wollen, daß Gott ihm seine Sünden vergeben möge.
Vor Gericht bemühen sich die Rechtsanwälte des Erzbischofs jetzt zu zeigen, daß die Forderungen des Ehemannes unbegründet sind, weil die Ehe zwischen Rosemary und ihrem Ehemann gar nicht mehr bestand. Ehebruch ist nach der Rechtslage in Zimbabwe ein Verbrechen.
Heute berichtete die in Bulawayo erscheinende Tageszeitung ‘Chronicle’, daß die Anklage gegen den Erzbischof – entgegen anderen Presseberichten – nicht modifiziert wurde.
Nach Angaben von Thomas Scheen in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’, hat Mons. Ncube eine Vorliebe für „deutliche Worte“.
Vor einiger Zeit bot er seinem Volk sogar an, einen Aufruhr gegen Präsident Robert Mugabe im Kugelhagel anzuführen.
Im vergangenen März forderte er Großbritannien als ehemalige Kolonialmacht auf, in Zimbabwe einzumarschieren und Präsident Mugabe zu entmachten.
Mons. Ncube betete sogar für einen guten Tod des Präsidenten: Schließlich sei er 83 Jahre alt und habe ein erfülltes Leben geführt.
Mons. Ncube gehört zur ethnischen Minderheit der Ndebele. Diese widersetzten sich in den 80er Jahren der Machtergreifung Mugabes und seines Stammes. Das Ergebnis: Mehr als 20.000 Ndebele wurden zwischen 1982 und 1985 getötet. Die Massaker fanden unter den Augen von Mons. Ncube statt, der damals als einfacher Priester arbeitet.
Anschließend stellt er mit dem damaligen Erzbischof von Bulawayo eine Liste der Ermordeten zusammen und sammelte Augenzeugenberichte.
Die Unterstützung der zimbabwischen Bischofskonferenz erhielt er nicht. Denn der Erzbischof von Harare, Mons. Patrick Chakaipa († 2003) war ein Freund von Mugabe.
Das änderte sich mit der Ernennung des neuen Erzbischofs von Harare, Mons. Robert Christopher Ndlovu (51) – eines Gegners des Präsidenten.
Seither nennt Präsident Mugabe den Erzbischof von Bulawayo einen „Satan“ und läßt keine Gelegenheit ungenutzt, den populären Kirchenmann anzuschwärzen.
Der große Coup gelang Mugabe am 16. Juli. Er konnte den Erzbischof in der nationalen Presse als Zölibats- und Ehebrecher hinstellen.
Der Geheimdienst hatte im Schlafzimmer des Erzbischofs eine Kamera montiert. Die geschossenen Photos zeigen Mons. Ncube mit einer Frau.
Die vom Staat kontrollierte Zeitung ‘The Chronicle’ publizierte acht Fotos, auf denen Mons. Ncube mehr oder weniger eindeutig zu erkennen ist.
Bei der Frau handelt es sich um eine verheiratete Sekretärin der Pfarrei St. Pius in der Stadt Bulawayo. Laut Staatsmedien hat sie ihre Beziehung zu Mons. Ncube gestanden.
Jetzt hat der Ehemann der Dame den Bischof wegen Ehebruchs angeklagt und fordert 120.000 Euro Wiedergutmachung, obwohl er offenbar von seiner Frau geschieden ist.
Der Ehemann ist ein Soldat der nationalen Armee und soll zu seinem Schritt gedrängt worden sein, berichtete die Tageszeitung ‘The Zimbabwe Times’ am 23. Juli.
Mons. Ncube gab das Verhältnis vor dem staatlichen Fernsehen indirekt zu, als er sagte: „Wir haben alle Schwächen. Das ist der Grund, warum wir beten. Wir bitten Gott immer um Vergebung.“
„Wir sind eine sündige Kirche“ – fuhr der Erzbischof wortreich weiter: „Wir tun unser bestes, ja, aber wir versagen, ja, wir leugnen nicht unser Versagen. Ich werde diese Fragen [ob er sein Keuschheitsgelübde gebrochen hat] nicht beantworten, Fragen, die mein Privatleben betreffen. Ja, ich habe ein Gelübde abgelegt, ja. Es gibt eine Menge anderer Umstände, die im Leben eines Menschen stattfinden, darum wäre ich nicht in der Lage, diese Dinge zu beantworten.“
Die Geliebte des Erzbischofs bejahte die Frage eines Reporters, ob Kondome verwendet worden seien.
Der Diktator – der selber katholisch ist – hat seinerseits angekündigt, für den Erzbischof beten zu wollen, daß Gott ihm seine Sünden vergeben möge.
Vor Gericht bemühen sich die Rechtsanwälte des Erzbischofs jetzt zu zeigen, daß die Forderungen des Ehemannes unbegründet sind, weil die Ehe zwischen Rosemary und ihrem Ehemann gar nicht mehr bestand. Ehebruch ist nach der Rechtslage in Zimbabwe ein Verbrechen.
Heute berichtete die in Bulawayo erscheinende Tageszeitung ‘Chronicle’, daß die Anklage gegen den Erzbischof – entgegen anderen Presseberichten – nicht modifiziert wurde.
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Dienstag, 25. März 2008 18:58
Elendester Sünder: Das beweist gar nichts
Und die cui-bono-Frage könnte in diesem Fall gar nicht eindeutiger zu beantworten sein.
Solche Photos haben grundsätzlich überhaupt keine Beweiskraft. Der Bischof könnte genausogut in eine Geheimdienstfalle getappt sein. Solche Fälle gab es bereits und sind dokumentiert.
Die Köderperson lädt die Zielperson aus irgendwelchen Gründen ein. Im Laufe des Gesprächs veranlaßt die Dame die Zielperson, aus irgendwelchen Gründen kurz das Zimmer zu verlassen. In dieser Zeit entkleidet sie sich und wenn die Zielperson wieder eintritt, hat man ein anrüchig erscheinendes Motiv für ein Photo. Die Aussagen in der Presse können ebenfalls verdreht oder sinnentstellt oder sogar frei erfunden sein.
Solche Photos haben grundsätzlich überhaupt keine Beweiskraft. Der Bischof könnte genausogut in eine Geheimdienstfalle getappt sein. Solche Fälle gab es bereits und sind dokumentiert.
Die Köderperson lädt die Zielperson aus irgendwelchen Gründen ein. Im Laufe des Gesprächs veranlaßt die Dame die Zielperson, aus irgendwelchen Gründen kurz das Zimmer zu verlassen. In dieser Zeit entkleidet sie sich und wenn die Zielperson wieder eintritt, hat man ein anrüchig erscheinendes Motiv für ein Photo. Die Aussagen in der Presse können ebenfalls verdreht oder sinnentstellt oder sogar frei erfunden sein.
Mittwoch, 15. August 2007 22:16
Josefus: 2-fach inakzeptabel
Zwar ist das Verhalten des Erzbischofs völlig inakzeptabel, ich halte jedoch die Veröffentlichung der Bilder, aufgenommen durch eine heimliche Kamera, mittels kreuz.net im Internet auch für inakzeptabel.
Mittwoch, 8. August 2007 10:12
Nachtlaterne: schon das kleinste…
…natürliche sittengesetz nennt ihr faschismus! wenn ihr wirklich aus dem faschismus gelernt hättet, dann würdet ihr eure schande nicht dahihnter verstecken sondern allgemein gegen unrecht sein, dass die fratze des faschismus nicht unbedingt nötig hat sondern untaten auch im namen dieser dekadenten demokratie begeht.
Mittwoch, 8. August 2007 08:04
Fragender: … und wieder mal…
stellt sich kreuz.net auf die Seite der Faschisten und Maasnmörder…
…wie katholisch!!!!
…wie katholisch!!!!
Dienstag, 7. August 2007 19:47
Pünktchen: Gunsenum
Sie glauben doch nicht im Ernst, daß ich meine Zeit an Sie verschwende! – Lächerlich!
Dienstag, 7. August 2007 17:49
Gunsenum: @püntkchen
Lassen Sie sich auf einen Dichterwettstreit ein?
Haben Sie nach ihrer vollmundigen Replik den Arsch nicht nur im Gesicht,
sondern auch in der Hose um sich auf einen Dichterwettkampf hier einzulassen?
Würde kreuz.net doch ungeheuer weiterbringen, und uns beide kräftig amüsieren, oder?
Jury sind die Leser, ein Thema müssen wir ausloben. Wertungskriterium sind Form UND Inhalt!
Naa…wie wärs mit uns Beiden
Haben Sie nach ihrer vollmundigen Replik den Arsch nicht nur im Gesicht,
Würde kreuz.net doch ungeheuer weiterbringen, und uns beide kräftig amüsieren, oder?
Jury sind die Leser, ein Thema müssen wir ausloben. Wertungskriterium sind Form UND Inhalt!
Naa…wie wärs mit uns Beiden
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