Afrika
Die süße Rache des Präsidenten
Seit Jahren profiliert sich ein Erzbischof in seinem Land als Oppositionsführer. Doch jetzt hat er sich selber ein Bein gestellt.
Bild auf der Titelseite der staatlichen Zeitung 'Harald' unter dem Titel "In flagranti erwischt". Kleines Bild: Erzbischof Pius Ncube wartet in seinem Schlafzimmer auf seine Geliebte. Großes Bild: Der Erzbischof zieht sein Hemd aus, während seine Geliebte (zum Teil verdeckt) auf dem Bett sitzt.
Bild auf der Titelseite der staatlichen Zeitung ‘Harald’ unter dem Titel „In flagranti erwischt“. Kleines Bild: Erzbischof Pius Ncube wartet in seinem Schlafzimmer auf seine Geliebte. Großes Bild: Der Erzbischof zieht sein Hemd aus, während seine Geliebte (zum Teil verdeckt) auf dem Bett sitzt.
(kreuz.net, Bulawayo) Der Erzbischof von Bulawayo, Mons. Pius Ncube (60), gilt in Zimbabwe als eigentlicher Oppositionsführer. Die südwestliche Erzdiözese Bulawayo umfaßt 69.456 Quadratkilometer mit einer Bevölkerung von fast zwei Millionen, von denen 140.000 katholisch sind.

Nach Angaben von Thomas Scheen in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’, hat Mons. Ncube eine Vorliebe für „deutliche Worte“.

Vor einiger Zeit bot er seinem Volk sogar an, einen Aufruhr gegen Präsident Robert Mugabe im Kugelhagel anzuführen.

Erzbischof Pius Ncube
Erzbischof Pius Ncube
Im vergangenen März forderte er Großbritannien als ehemalige Kolonialmacht auf, in Zimbabwe einzumarschieren und Präsident Mugabe zu entmachten.

Mons. Ncube betete sogar für einen guten Tod des Präsidenten: Schließlich sei er 83 Jahre alt und habe ein erfülltes Leben geführt.

Mons. Ncube gehört zur ethnischen Minderheit der Ndebele. Diese widersetzten sich in den 80er Jahren der Machtergreifung Mugabes und seines Stammes. Das Ergebnis: Mehr als 20.000 Ndebele wurden zwischen 1982 und 1985 getötet. Die Massaker fanden unter den Augen von Mons. Ncube statt, der damals als einfacher Priester arbeitet.

Anschließend stellt er mit dem damaligen Erzbischof von Bulawayo eine Liste der Ermordeten zusammen und sammelte Augenzeugenberichte.

Die Unterstützung der zimbabwischen Bischofskonferenz erhielt er nicht. Denn der Erzbischof von Harare, Mons. Patrick Chakaipa († 2003) war ein Freund von Mugabe.

Das änderte sich mit der Ernennung des neuen Erzbischofs von Harare, Mons. Robert Christopher Ndlovu (51) – eines Gegners des Präsidenten.

Seither nennt Präsident Mugabe den Erzbischof von Bulawayo einen „Satan“ und läßt keine Gelegenheit ungenutzt, den populären Kirchenmann anzuschwärzen.

Mons. Ncube verabschiedet sich von Frau Rosemary Sibanda
Mons. Ncube verabschiedet sich von Frau Rosemary Sibanda
Der große Coup gelang Mugabe am 16. Juli. Er konnte den Erzbischof in der nationalen Presse als Zölibats- und Ehebrecher hinstellen.

Der Geheimdienst hatte im Schlafzimmer des Erzbischofs eine Kamera montiert. Die geschossenen Photos zeigen Mons. Ncube mit einer Frau.

Die vom Staat kontrollierte Zeitung ‘The Chronicle’ publizierte acht Fotos, auf denen Mons. Ncube mehr oder weniger eindeutig zu erkennen ist.

Bei der Frau handelt es sich um eine verheiratete Sekretärin der Pfarrei St. Pius in der Stadt Bulawayo. Laut Staatsmedien hat sie ihre Beziehung zu Mons. Ncube gestanden.

Jetzt hat der Ehemann der Dame den Bischof wegen Ehebruchs angeklagt und fordert 120.000 Euro Wiedergutmachung, obwohl er offenbar von seiner Frau geschieden ist.

Der Erzbischof blickt zum Abschied auf die Uhr
Der Erzbischof blickt zum Abschied auf die Uhr
Der Ehemann ist ein Soldat der nationalen Armee und soll zu seinem Schritt gedrängt worden sein, berichtete die Tageszeitung ‘The Zimbabwe Times’ am 23. Juli.

Mons. Ncube gab das Verhältnis vor dem staatlichen Fernsehen indirekt zu, als er sagte: „Wir haben alle Schwächen. Das ist der Grund, warum wir beten. Wir bitten Gott immer um Vergebung.“

„Wir sind eine sündige Kirche“ – fuhr der Erzbischof wortreich weiter: „Wir tun unser bestes, ja, aber wir versagen, ja, wir leugnen nicht unser Versagen. Ich werde diese Fragen [ob er sein Keuschheitsgelübde gebrochen hat] nicht beantworten, Fragen, die mein Privatleben betreffen. Ja, ich habe ein Gelübde abgelegt, ja. Es gibt eine Menge anderer Umstände, die im Leben eines Menschen stattfinden, darum wäre ich nicht in der Lage, diese Dinge zu beantworten.“

Die Geliebte des Erzbischofs bejahte die Frage eines Reporters, ob Kondome verwendet worden seien.

Der Diktator – der selber katholisch ist – hat seinerseits angekündigt, für den Erzbischof beten zu wollen, daß Gott ihm seine Sünden vergeben möge.

Die Geliebte Rosemary Sibanda
Die Geliebte Rosemary Sibanda
Vor Gericht bemühen sich die Rechtsanwälte des Erzbischofs jetzt zu zeigen, daß die Forderungen des Ehemannes unbegründet sind, weil die Ehe zwischen Rosemary und ihrem Ehemann gar nicht mehr bestand. Ehebruch ist nach der Rechtslage in Zimbabwe ein Verbrechen.

Heute berichtete die in Bulawayo erscheinende Tageszeitung ‘Chronicle’, daß die Anklage gegen den Erzbischof – entgegen anderen Presseberichten – nicht modifiziert wurde.
      
35 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#35   Elendester Sünder   18:58:04 | Dienstag, 25. März 2008
Das beweist gar nichts
Und die cui-bono-Frage könnte in diesem Fall gar nicht eindeutiger zu beantworten sein.
Solche Photos haben grundsätzlich überhaupt keine Beweiskraft. Der Bischof könnte genausogut in eine Geheimdienstfalle getappt sein. Solche Fälle gab es bereits und sind dokumentiert.
Die Köderperson lädt die Zielperson aus irgendwelchen Gründen ein. Im Laufe des Gesprächs veranlaßt die Dame die Zielperson, aus irgendwelchen Gründen kurz das Zimmer zu verlassen. In dieser Zeit entkleidet sie sich und wenn die Zielperson wieder eintritt, hat man ein anrüchig erscheinendes Motiv für ein Photo. Die Aussagen in der Presse können ebenfalls verdreht oder sinnentstellt oder sogar frei erfunden sein.
Redaktion benachrichtigen
#34   Josefus   22:16:09 | Mittwoch, 15. August 2007
2-fach inakzeptabel
Zwar ist das Verhalten des Erzbischofs völlig inakzeptabel, ich halte jedoch die Veröffentlichung der Bilder, aufgenommen durch eine heimliche Kamera, mittels kreuz.net im Internet auch für inakzeptabel.
Redaktion benachrichtigen
#33   Nachtlaterne   10:12:12 | Mittwoch, 8. August 2007
schon das kleinste…
…natürliche sittengesetz nennt ihr faschismus! wenn ihr wirklich aus dem faschismus gelernt hättet, dann würdet ihr eure schande nicht dahihnter verstecken sondern allgemein gegen unrecht sein, dass die fratze des faschismus nicht unbedingt nötig hat sondern untaten auch im namen dieser dekadenten demokratie begeht.
Redaktion benachrichtigen
#32   Fragender   08:04:47 | Mittwoch, 8. August 2007
… und wieder mal…
stellt sich kreuz.net auf die Seite der Faschisten und Maasnmörder…
…wie katholisch!!!!
:-!
Redaktion benachrichtigen
#31   Pünktchen   19:47:46 | Dienstag, 7. August 2007
Gunsenum
Sie glauben doch nicht im Ernst, daß ich meine Zeit an Sie verschwende! – Lächerlich!
Redaktion benachrichtigen
#30   Gunsenum   17:49:13 | Dienstag, 7. August 2007
@püntkchen
Lassen Sie sich auf einen Dichterwettstreit ein?
Haben Sie nach ihrer vollmundigen Replik den Arsch nicht nur im Gesicht, :-P sondern auch in der Hose um sich auf einen Dichterwettkampf hier einzulassen? :-O
Würde kreuz.net doch ungeheuer weiterbringen, und uns beide kräftig amüsieren, oder?
Jury sind die Leser, ein Thema müssen wir ausloben. Wertungskriterium sind Form UND Inhalt!
Naa…wie wärs mit uns Beiden :-)
Redaktion benachrichtigen
#29   Christian Hüller   17:00:38 | Dienstag, 7. August 2007
„Süße“ Rache?
Was ist an der Aktion „süß“?
Mugabe ist ein korruptes Schlitzohr, der in seinem Land macht, was er will(!), ohne dass ihm jemand Einhalt bietet.
Eine Schande ist das:
Die Gemeinschaft der Völker versagt.
Redaktion benachrichtigen
#28   Nachtlaterne   16:49:28 | Dienstag, 7. August 2007
geheimnisse unwürdiger art
unwürdige geheimnisse soll und muß man verraten, weil positive indiskretion kein denunziantentum ist.
allerdings: die verfehlungen anderer menschen anzuprangern, noch untermauert mit entsprechenden fotos, das halte ich persönlich für nicht angebracht. denn wir sind ja alle sünder und sollten sagen: WIR müssen uns ändern.
die sünde sollen wir unbedingt verurteilen, nicht aber den sünder, zumal wir ja selber auch sünder sind und der gnade gottes bedürfen.
wer schaut schon ernsthaft auf die eigene innere jauchegrube und erkennt wie wichtig die innere müllentsorgung in einer guten beichte wäre? soll man diesen bischof aus der gemeinschaft der gläubigen ausstoßen? nein! denn er hat immerhin seine sünde eingestanden und wird wohl auch buße tun. würde der bischof seine sünden parfümieren dann allerdings soll und muss er mit härteren konsequenzen rechnen.
schauen wir mal in den eigenen spiegel und stellen uns vor alles würde veröffentlicht. oh weh!!
Redaktion benachrichtigen
#27   Sentinel   15:35:58 | Dienstag, 7. August 2007
@.chen
Wenn ihre Denke genauso schwerfällig wie ihre Dichtkunst ist,
behält Gunsenum trotz allem Recht!
Ist ihre Denke schneller, scheints,
kommentieren Sie nur jene Dinge,
von denen Sie sowieso nichts verstehen!
Und das zeichnet Sie hier sowieso aus …
Redaktion benachrichtigen
#26   Pünktchen   15:28:43 | Dienstag, 7. August 2007
„Dichte, wem der Geist gegeben;
Wer’s nicht kann soll einen heben“
Sprach der Leser Gunsenum
von sich selbst, denn er ist dumm.
Redaktion benachrichtigen
#25   Gunsenum   15:04:39 | Dienstag, 7. August 2007
Dichte, wem der Geist gegeben…
wers nicht kann, soll einen heben!
Prost Püntkchen!
Redaktion benachrichtigen
#24   Pünktchen   14:44:08 | Dienstag, 7. August 2007
Gunsenum
Ja, diese Debatte hat bei Ihnen offenbar bleibende Schäden hinterlassen, kommen Sie doch selber aus dem Algermissen-Dunstkreis. Interessant übrigens ist, daß ich dort keinerlei intime Kenntnisse vorgetäuscht hatte und daher aufgefordert wurde, keine Beurteilungen abzugeben. Jetzt konstruieren Sie sogar den umgekehrten Vorwurf, ich hätte auf Hörensagen rekurriert. Das hatte ich aber nirgends. Und insofern sind Sie wieder einmal als der Dummschwätzer bloßgestellt, der Sie nun einmal sind: „Gunsenumm, selten dumm!“ Tut mir leid, daß hätten Sie sich (und mir!) ersparen können, aber wenn Sie so danach lechzen… :-]
Redaktion benachrichtigen
#23   landorganist   14:41:03 | Dienstag, 7. August 2007
Es stimmt wohl,
das „Hörensagen“ ist hier eine weit verbreitete Quelle. Der eine nutzt sie häufiger, der andere ständig. So ist das mit der katholibanischen Quellenforschung.
Redaktion benachrichtigen
#22   Gunsenum   14:37:14 | Dienstag, 7. August 2007
Pünktchen
Heile, heile Gänschen, es wird ja wider gut… :-)
Meine roten Bäckchen gehen sie gar nichts an…aber zur Sache: schauense doch mal in ihre albernen Beiträge zur SJM-Debatte und zu Algermissenbeiträgen… da binsch bestätigt :-)
Redaktion benachrichtigen
#21   Pünktchen   14:30:42 | Dienstag, 7. August 2007
Dumm, Dumm, Gunsenum!
„ich kenne jemanden, der hat gehört, daß…“ oder „man hört ja bekanntlich, daß…
Ja, gucken Sie ruhig mal, wie oft das vorkommt. (Unter bis jetzt 4000 Beiträgen!) Ich wette: Sei kommen nicht einmal auf 0,1 % der Zuschriften!
Gunsenum, Sie gefallen Sich hier sehr in der Rolle des kritischen und intellektuellen Lesers. Leider fehlt es dafür an zwei entscheidenden Voraussetzungen: Kritikfähigkeit und Intellekt. Bei Ihnen wird Bildung durch Einbildung ersetzt. Sie sind unfreiwillig komisch, weil Sie genau darauf Anspruch erheben, was Ihre Beiträge fast durchwegs vermissen lassen: esprit, Intellektualität und Scharfsinn.
So holen Sie sich zwar immer wieder rote Bäckchen :-$ . (Vor kurzem beim Defensor!) Aber Ihr Drang zur Selbstbestrafung ist offenbar stärker!
Redaktion benachrichtigen
#20   Gunsenum   14:18:44 | Dienstag, 7. August 2007
@landorganist
Schenken Sie diesem Ghettoblaster der Piusbruderschaft doch nicht ihre ganze Aufmerksamkeit.
Gugge se ma in pünktchens gesammelte Beiträge: Wie oft sich da Phrasen à la „ich kenne jemanden, der hat gehört, daß…“ oder „man hört ja bekanntlich, daß…“ finden…so jemanden, den wollen wir nicht ernst nehmen.
Redaktion benachrichtigen
#19   Pünktchen   14:10:17 | Dienstag, 7. August 2007
lando
Nein, es würde heißen:
„Selbst die als seriös bekannte FAZ unterlag der Fehleinschätzung, daß Bischof Fellay …“
Redaktion benachrichtigen
#18   landorganist   14:04:38 | Dienstag, 7. August 2007
Oh, schau an,
Pünktchen hat die FAZ zum offiziellen traditionalistischen Mitteilungsblättchen dekretiert.
Sollte Morgen ein, sagen wir mal fellaykritischer Bericht erscheinen, hieß es bei hetznet sicher: „Nach einem Bericht der kirchenfeindlichen FAZ blablabla…“
Redaktion benachrichtigen
#17   Rudolfus   14:03:30 | Dienstag, 7. August 2007
Echte und unechte Campagnen von Anklagen oder Verleumdungen gibt es in Österreich,
seit 1970 bis heute sozialistische Republik Österreich,
z.B. in den republikanisch-österreichischen Campagnen gegen die Amtskirche, insbesonders gegen den Erzbischof von Wien,
S.Em. Cardinal Groer und
gegen Cardinal Groers Wunschnachfolger Prof. Dr. Krenn 1995,
als der Papst Bischof Krenn gerade zum Groer-Nachfolger ernennen wollte,
1986 gegen ÖVP-Bundespräsident Waldheim (dem ersten schwarzen Österreichpräsidenten seit 1938),
und auch gegen die Oppositionsführer wie gegen den überaus erfolgreichen FPÖ-Bundesparteiobmann Dr. Jörg Haider von 1986 bis 2000 –
ab 2000 seltsamerweise nur mehr Landespolitiker,
alles Leute, die gegen die SPÖ-Herrschaft seit 1970 waren, und gegen die der Wiener Monopolfernsehfunk andauernde Hetzcampagnen veranstaltete, zusammen mit den wichtigsten Massenmedien in Österreich.
Die „Gewaltentrennung“ Österreichs lag in jenen Jahren in der SPÖ-Bundeszentrale in Wien: ORF, Massenmedien, Parlament, Regierung: von 1970-2007:
2000-2007 die Regierung ausgenommen!
Redaktion benachrichtigen
#16   Pünktchen   14:01:23 | Dienstag, 7. August 2007
Gunsenum über sich selbst: „wenigstens habe ich Intellekt“
:-D :-D :-D :-D
Redaktion benachrichtigen
#15   Gunsenum   13:58:25 | Dienstag, 7. August 2007
@pünktchen
Sie müssen gerade die Gusch aufmachen – sie haben schon lange keinen weinerlichen Beitrag mehr gebracht…wirds nicht Zeit? „Möchtegernintellektueller“…sehr nett…wenigstens habe ich Intellekt und bemängele es, wenn hier verkürzt zitiert wird und faksch dargestellt wird!
und: Verklausuliert zugegeben heißt eben noch lange nicht zugegeben!…aber dafür fehlen halt ein paar Intellektpünktchen!
Redaktion benachrichtigen
#14   Pünktchen   13:52:45 | Dienstag, 7. August 2007
Typisch lando!
Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Der Bischof hat – lt. FAZ! – die Affäre verklausuliert schon eingestanden, aber lando kann nicht lesen, lando schaut nur Bildchen! tstststs!
Redaktion benachrichtigen
#13   landorganist   13:48:43 | Dienstag, 7. August 2007
Typisch,
statt sich auf diesen Verbrecher Mugabe zu konzentrieren, kolpotiert hetz-net irgendwelche Fotos aus einem Propagandablättchen dieses Tyrannen! Was beweisen die Fotos? Nichts! Das kann doch sonst wer sein! Es ist doch klar, dass mit allen Mitteln versucht wird, Oppositionelle mundtot zu machen. Und Fotos zu manipulieren ist doch inzwischen die einfachste Sache der Welt. Weil aber nun der in Rede stehende Bischof ein in hetz-net Kreisen sog. VII-Bischof ist, wird einem afrikanischen Revolver-Blatt natürlich Glauben geschenkt.
Redaktion benachrichtigen
#12   Pünktchen   13:33:55 | Dienstag, 7. August 2007
semper r.
Eine sehr ausgewogene Beurteilung! Ich habe den Artikel auch gelesen und kann sagen, daß Sie den Sinnschwerpunkt des Artikels richtig wiedergeben. (Gunsenum ist hier schon mehrfach als hilfloser Möchtegern-Intellektueller aufgeflogen. So auch hier mit seinem falschen Alarm in Fettbuchstaben!) Die FAZ fokussiert als überregionale Zeitung natürlich nicht auf den Erzbischof als katholischen Zölibatär, sondern auf den Oppositionspolitiker. Als solchem hat er jedoch mit der (eingestandenen) Affäre eine Schlappe erlitten!
Redaktion benachrichtigen
#11   r.ruhrgebietler   13:29:11 | Dienstag, 7. August 2007
hier mal was ganz schönes zum Thema
leider in english allafrica.com/…es/200707170131.html aber bringt mal etwas mehr Licht ins Geschehen.
Redaktion benachrichtigen
#10   semper reformandus   13:25:45 | Dienstag, 7. August 2007
@gunsenum
in der FAZ stand aber auch, dass der Erzbischof die Verfehlung eingeräumt habe. Von daher geht Ihr Vorwurf ins Leere, insofern muss ich die soeben von mir selbst scharf kritisierte Redakton ein wenig in Schutz nehmen.
Habe schon in dem FAZ-Artikel das Rumgeeiere mit den „schlecht identifizierbaren“ Personen nicht verstanden, wo es nur einen Absatz später hieß, dass die Vorwürfe im Kern unstreitig zutreffen.
Das 11. Gebot lautet nunmal: Man darf sich nicht erwischen lassen. Das gilt zunächst mal natürlich nur im Spaß, gilt aber für Kleriker, die sich als „Oppositionsfüher“ aufspielen, ganz im Ernst. Denn sie schaden, wenn so etwas rauskommt, nicht nur ihrem Anliegen, sondern auch der Kirche.
Redaktion benachrichtigen
#9   r.ruhrgebietler   13:01:06 | Dienstag, 7. August 2007
@semper reformandus – Das jüngste Gericht
Kreuz.net ist nicht das jüngste Gericht.
mag sein, denn das jüngste Gericht wird für diesen sog. Bischof unvorstellbar hart sein – falls er nicht direkt in die Hölle wandert.
Wir sollten vielleicht für alle Beteiligten beten!
Fest steht: Hochmut kommt vor den Fall und wer anderen ‘ne Grube gräbt, fällt selbst hinein!
Bin mal gespannt, wann der BND Fotos von Algermissen und seinen Rotarierfreunden veröffentlich (könnte ja mal ‘was am Photokopierer liegen geblieben sein…)
Redaktion benachrichtigen
#8   Gunsenum   13:00:17 | Dienstag, 7. August 2007
DIE UNWAHRHEIT
Der Autor des Artikels auf kreuz.net HAT DIE MELDUNG DER F.A.Z. VERKÜRZT UND UNRICHTIG WIEDERGEGEBEN: DIE ENTSCHEIDENDEN SÄTZE, WELCHE DIE VORSÄTZLICHE PLANUNG DIESER BILDER SEITENS DES MUGABEREGIMES BELEGEN UND DIE NUR UNZUREICHENDE IDENTIFIKATION B E I D E R POTENTIELL BETEILIGTER WIEDERGEBGEN, SIND F A L S C H Z I T I E R T O D E R
U N T E R S C H L A G E N !!!!
das ist Schmierenjournalismus par excellence! Ist es das,was „katholische Nachrichten“ hier ausmacht? Bewußt die UNWAHRHEIT verkünden?
Redaktion benachrichtigen
#7   semper reformandus   12:51:05 | Dienstag, 7. August 2007
@redaktion
Das Verhalten des Erzbischofs ist zu tadeln. Das der Redaktion aber auch. Es ist überaus überflüssig, diese Bilder zu verbreiten. Kreuz.net ist nicht das jüngste Gericht.
Redaktion benachrichtigen
#6   mrnka   12:50:49 | Dienstag, 7. August 2007
Oppositionsführer
Für einen hohen Geistlichen, der in weltlichen Angelegenheiten den Moralapostel spielt, ist das schon eine peinliche Angelegenheit.
Aber vielleicht macht man sich in Afrika nichts draus. Dann hätte er Glück.
Redaktion benachrichtigen
#5   Rudolfus   12:43:09 | Dienstag, 7. August 2007
Die Fehler des 19./20.-Jahrhundert-Nationalstaatseuropas im Afrika des 20/21. Jahrhunderts
Die vielen Volksstammkriege auf dem afrikanischen Kontinent mit ihren volksstammnationalistischen Diktatoren sind leider ein altes Relikt der ganzen Menschheit auf Erden,
insbesonders des Europas mit seinen Nationalstaaten aus dem 19. und 20. Jahrhundert,
mit seinen völlig irregeleiteten europäischen 19.-Jahrhundert-Nationalismusideologien, die sich insbesonders gegen das althergebrachte europäische multinationale Siedlungserbe richteten, insbesonders in Mittel- und Osteuropa mit seinen vielen Siedlungsinseln, die größtenteils jahrhundertealte deutsche, aber auch ungarische Siedlungsinseln waren.
Es ist noch nicht so lange her, daß sich die europäischen Völker von diesen Zuständen des 19.- und 20.-Jahrhundert-Europas 1945 verabschiedet haben
(die Folgen der national-liberalen Nationalstaatsideologie der europäischen Nationen,
auf dem Kontinentalteil Europas
insbesonders in Frankreich,
im 1871 gegründeten nationalstaatlichen Deutschen Reich
und im nach dem II. Weltkrieg neugegründeten Polenstaat,
sowie in den damals, nach Deutschlands Niederlage 1918, ebenso neugegründeten Vielvölkerstaaten der Tschechoslowakei und Jugoslawiens:
Alles neugegründete Staaten mit Millionen Volksminderheiten, darunter bis 1945 Millionen Volksdeutsche).
(Über Europas Super-GAU der neuen Nationalstaaten mit ihren ethnischen Volksgruppensäuberungen,
im Gegensatz zum alten multinationalen Europa,
schreibt Dr. Otto v. Habsburg, Kronprinz von Österreich und Ungarn, sehr präzise in: Die Reichsidee.)
Redaktion benachrichtigen
#4   Nachtlaterne   12:37:01 | Dienstag, 7. August 2007
unwürdige geheimnisse…
… soll und muß man verraten, weil positive indiskretion kein denunziantentum ist.
allerdings: die verfehlungen anderer menschen anzuprangern, noch untermauert mit entsprechenden fotos, das halte ich persönlich für nicht angebracht. denn wir sind ja alle sünder und sollten sagen: WIR müssen uns ändern.
die sünde sollen wir unbedingt verurteilen, nicht aber den sünder, zumal wir ja selber auch sünder sind und der gnade gottes bedürfen.
wer schaut schon ernsthaft auf die eigene innere jauchegrube und erkennt wie wichtig die innere müllentsorgung in einer guten beichte wäre? soll man diesen bischof aus der gemeinschaft der gläubigen ausstoßen? nein! denn er hat immerhin seine sünde eingestanden und wird wohl auch buße tun. würde der bischof seine sünden parfümieren dann allerdings soll und muss er mit härteren konsequenzen rechnen.
schauen wir mal in den eigenen spiegel und stellen uns vor alles würde veröffentlicht. oh weh!!
Redaktion benachrichtigen
#3   ottaviani   12:28:24 | Dienstag, 7. August 2007
ich verstehe nicht
was denken sich bischöfe bei solchen aktionen ist doch völlig klar das der geheimdienst sowas mitkriegt
Redaktion benachrichtigen
#2   matt2 †   12:22:56 | Dienstag, 7. August 2007
hihi!
amüsant.
Das mit der Kamera ist aber eine Frechheit. Das dürfte vor Gericht überhaupt nicht als Beweismittel zählen. Solche Geheimüberwachungen sind eine schäbige Schnüffelei.
Redaktion benachrichtigen
#1   Gotthard   12:04:14 | Dienstag, 7. August 2007
Mugabe
Mugabe ist einer der miesesten Diktatoren in Afrika, der sein Land ausbluten läßt.
Es ist schade, dass der Erzbischof durch eine private Affäre seine Glaubwürdigkeit – auch im Kampf gegen die Diktatur – eingebüßt hat.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
AfrikaWoher kommt der Terrorismus? NigeriaBischof exkommuniziert säumige Wähler AfrikaVerdreifacht AfrikaDie Geister, die man rief AfrikaPriesteraufstand in Kenia? AfrikaMakabre Probleme AfrikaKopfschuß in der Weihnachtsnacht AfrikaPfarrei im Streik AfrikaSchwerhörig? AfrikaKardinal bricht mitten in der Predigt zusammen Afrika„Situation ist nicht hoffnungslos“ AfrikaBischofsmörder beim Psychiater AfrikaDas letzte Abendmahl AfrikaDer Verdacht wird zur Gewißheit AfrikaExkommunikation gerichtlich durchgesetzt
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net