Mit heißer Nadel gestrickt
Das Ergebnis der Exegese der letzten 200 Jahre: Die Evangelisten waren Betrüger und Schwindler, die sich durch Münchhausengeschichten über Jesus die Grundlage ihrer Prälatenkarriere legten. Und der Papst?
(kreuz.net) Der Neutestamentler Klaus Berger hat sich in der Zeitung ‘Tagespost’ das von Thomas Söding
herausgegebene Buch über das Jesus-Buch des Papstes vorgenommen.
Berger stellt zu Beginn fest, daß zwar alle Beiträge im Söding-Buch „Das Jesus-Buch des Papstes. Die Antwort der Neutestamentler“ den persönlichen Glaubensstil des Papstes anerkennen, aber ihm gleichzeitig bescheinigen, er hätte die Exegese nicht „vorangebracht“.
Diese Neutestamentler haben – so Berger – nicht begriffen, worin die Revolution des Papst-Buches besteht: die „Methoden der Aufklärung“ in den Glauben einzubetten.
Neben wenigen positiven Punkten findet Berger in dem Buch vor allem „unerleuchtete Peinlichkeiten“.
Ein „rheinischer Exeget“ erzähle dem Papst, welche gesicherten wissenschaftlichen Ergebnisse in neun Punkten die Exegese der ganzen Welt in den letzten 200 Jahren angeblich erarbeitet hat:
„Abgesehen von Jesu Existenz und Kreuzigung könnte man ihm diese Liste um die Ohren hauen“ – so Bergers Urteil.
Eine „christliche Dame“ mit Begeisterung für das Judentum bringt dem Papst bei, daß man „so“ nicht mit dem Judentum reden könne.
Zwölffach wundere man sich, wie der Papst denn dazu komme, den Evangelisten zu vertrauen. Dabei gehe es immer um die Frage, ob eine Aussage des Evangeliums „wirklich“ echt sei oder nicht.
Bergers Antwort: „Ich bin in einer langen Exegeten-Existenz zu der These gekommen, daß diese Frage zu stellen nicht sinnvoll und zu beantworten nicht möglich ist.“
Die grandiose Weise, in welcher der Papst mit dem Johannes-Evangelium umgehe, beurteilt ein „Münchener Exeget“ mit der Erkenntnis, Benedikt XVI. habe die „unterschiedlichen Zeugnisse“, die angeblich in diesem Evangelium enthalten sind, „eingeebnet“.
Derselbe Exeget meint, es sei klug gewesen von Benedikt, die Kindheitsberichte auszulassen, weil sie sowieso „legendarisch“ seien.
Bergers Alternative: „Warum folgt man nicht dem Nächstliegenden und geht davon aus: Die Evangelisten sind nicht Betrüger und Schwindler, die sich jeder für sich durch Münchhausengeschichten über Jesus die Grundlage ihrer Prälatenkarriere legen.“
Am meisten ist Berger davon erschüttert, daß keiner der zwölf Berufsbibliker, die an dem Söding-Buch mitgearbeitet haben, dem Papst auch nur entfernt das Wasser reichen könne:
„Die Grundfrage, die der Papst souverän dadurch beantwortet, daß er eine Hermeneutik des Vertrauens (gegenüber den Bibeltexten) an die Stelle der Hermeneutik des Mißtrauens stellt, hat kein einziger auch nur annähernd besser gelöst.“
So sei die Antwort dieses „durchweg mit heißer Nadel gestrickten Buches“ in Wirklichkeit ratloses Schweigen:
„Wäre der Papst ein paar Jahre jünger, so wäre es ihm zuzutrauen, daß er die zwölf Autoren dieses Buches nach Castel Gandolfo einlüde und bis nachts um drei auch den letzten höflichst in Grund und Boden diskutierte“ – so Berger abschließend.
Berger stellt zu Beginn fest, daß zwar alle Beiträge im Söding-Buch „Das Jesus-Buch des Papstes. Die Antwort der Neutestamentler“ den persönlichen Glaubensstil des Papstes anerkennen, aber ihm gleichzeitig bescheinigen, er hätte die Exegese nicht „vorangebracht“.
Diese Neutestamentler haben – so Berger – nicht begriffen, worin die Revolution des Papst-Buches besteht: die „Methoden der Aufklärung“ in den Glauben einzubetten.
Neben wenigen positiven Punkten findet Berger in dem Buch vor allem „unerleuchtete Peinlichkeiten“.
Ein „rheinischer Exeget“ erzähle dem Papst, welche gesicherten wissenschaftlichen Ergebnisse in neun Punkten die Exegese der ganzen Welt in den letzten 200 Jahren angeblich erarbeitet hat:
„Abgesehen von Jesu Existenz und Kreuzigung könnte man ihm diese Liste um die Ohren hauen“ – so Bergers Urteil.
Eine „christliche Dame“ mit Begeisterung für das Judentum bringt dem Papst bei, daß man „so“ nicht mit dem Judentum reden könne.
Zwölffach wundere man sich, wie der Papst denn dazu komme, den Evangelisten zu vertrauen. Dabei gehe es immer um die Frage, ob eine Aussage des Evangeliums „wirklich“ echt sei oder nicht.
Bergers Antwort: „Ich bin in einer langen Exegeten-Existenz zu der These gekommen, daß diese Frage zu stellen nicht sinnvoll und zu beantworten nicht möglich ist.“
Die grandiose Weise, in welcher der Papst mit dem Johannes-Evangelium umgehe, beurteilt ein „Münchener Exeget“ mit der Erkenntnis, Benedikt XVI. habe die „unterschiedlichen Zeugnisse“, die angeblich in diesem Evangelium enthalten sind, „eingeebnet“.
Derselbe Exeget meint, es sei klug gewesen von Benedikt, die Kindheitsberichte auszulassen, weil sie sowieso „legendarisch“ seien.
Bergers Alternative: „Warum folgt man nicht dem Nächstliegenden und geht davon aus: Die Evangelisten sind nicht Betrüger und Schwindler, die sich jeder für sich durch Münchhausengeschichten über Jesus die Grundlage ihrer Prälatenkarriere legen.“
Am meisten ist Berger davon erschüttert, daß keiner der zwölf Berufsbibliker, die an dem Söding-Buch mitgearbeitet haben, dem Papst auch nur entfernt das Wasser reichen könne:
„Die Grundfrage, die der Papst souverän dadurch beantwortet, daß er eine Hermeneutik des Vertrauens (gegenüber den Bibeltexten) an die Stelle der Hermeneutik des Mißtrauens stellt, hat kein einziger auch nur annähernd besser gelöst.“
So sei die Antwort dieses „durchweg mit heißer Nadel gestrickten Buches“ in Wirklichkeit ratloses Schweigen:
„Wäre der Papst ein paar Jahre jünger, so wäre es ihm zuzutrauen, daß er die zwölf Autoren dieses Buches nach Castel Gandolfo einlüde und bis nachts um drei auch den letzten höflichst in Grund und Boden diskutierte“ – so Berger abschließend.
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Sonntag, 21. Oktober 2007 19:31
Rudolfus: @stat crux / Die Sünden gegen den Hl. Geist
Die Aussagen von „Ru-dollfus“ fallen möglicherweise unter Rdnr. 161 des Katechismus Pius X. (Ausgabe
Wien 1981): Sünde wider den Heiligen Geist.
Reden Sie nicht von etwas, worüber Sie keine Ahnung haben.
Eine Sünde gegen den Heiligen Geist, das wäre z.B. auch die Sünde der beharrlichen Irrlehre gegen den Glauben wider die Gnade des göttlichen Glaubens, z.B. der beharrlich irrlehrende Dr. Karl Rahner im Geiste des Dr. Luther.
Reden Sie nicht von etwas, worüber Sie keine Ahnung haben.
Eine Sünde gegen den Heiligen Geist, das wäre z.B. auch die Sünde der beharrlichen Irrlehre gegen den Glauben wider die Gnade des göttlichen Glaubens, z.B. der beharrlich irrlehrende Dr. Karl Rahner im Geiste des Dr. Luther.
Mittwoch, 15. August 2007 16:33
stat crux: @Gilbert
Die Aussagen von „Ru-dollfus“ fallen möglicherweise unter Rdnr. 161 des Katechismus Pius X. (Ausgabe Wien 1981): Sünde wider den Heiligen Geist.
Freitag, 10. August 2007 15:25
Aleph: Capistrano
Was Sie als Irrweg erkennen, muss doch für andere nicht auch ein Irrweg sein. Wenn Sie sich von Rahner entfernt wähnen, verspüren andere dieses Bedürfnis ganz bestimmt nicht.
Donnerstag, 9. August 2007 23:26
Capistrano: @franco.felice:Zum Totlachen!
Oh, ist das die neue Lösung des Problems von ungebildeten Randexistenzen wie Ihnen? Dann mal: auf, auf…
Donnerstag, 9. August 2007 06:26
franco.felice: Nach Gottvater kommt Jesus Christus, der auf Erden vom Papst vertreten wird.
Stimmt! – und der Mond ist ein Loch im Himmel, durch das des Nachts die Sonne scheint.
Nach dem miesen Vorleben der Päpste von der Frühzeit durch das Mittelalter, hin zum „päpstlichen Geleitschutz“ der blutbefleckten Nazigrößen nach Südamerika, den Waffengeschäften und sonstigen Bereicherungen; ja durch „Entschädigung“ für Landbesitz, der durch Hexenverbrennungen bis ins XVIII. Jahrhundert hinein ergaunert wurde etc., etc., ist ein Papst immer noch der Vertreter von Jesus Christus? Das alles taten sie als Vertreter von Jesus Christus? Zum Totlachen!
Und nun lacht ein hintergründig feixender Markomanne auf dem römischen Cäsarenthron noch jene aus, die sein Buch kaufen, das, trotz tiefster Jesuitenschläue, über Christus so wenig beweist, wie das andere hier genannte Buch nicht beweist.
Aber, nach Gottvater kommt Jesus Christus, der auf Erden vom Papst vertreten wird.
Schlaf und träume süß, Baby!
Nach dem miesen Vorleben der Päpste von der Frühzeit durch das Mittelalter, hin zum „päpstlichen Geleitschutz“ der blutbefleckten Nazigrößen nach Südamerika, den Waffengeschäften und sonstigen Bereicherungen; ja durch „Entschädigung“ für Landbesitz, der durch Hexenverbrennungen bis ins XVIII. Jahrhundert hinein ergaunert wurde etc., etc., ist ein Papst immer noch der Vertreter von Jesus Christus? Das alles taten sie als Vertreter von Jesus Christus? Zum Totlachen!
Und nun lacht ein hintergründig feixender Markomanne auf dem römischen Cäsarenthron noch jene aus, die sein Buch kaufen, das, trotz tiefster Jesuitenschläue, über Christus so wenig beweist, wie das andere hier genannte Buch nicht beweist.
Aber, nach Gottvater kommt Jesus Christus, der auf Erden vom Papst vertreten wird.
Schlaf und träume süß, Baby!
Donnerstag, 9. August 2007 01:54
Aleph: Logos
Danke für Ihre Philippika. Eigentlich habe ich gefrasgt, ob ich in ein Wespennest gestochen. Nach der Wortkaskade von Ihnen, kann ich mir die Antwort gut selber geben: ich habe in ein Wespennest gestochen und ich denke, es ist gut so…
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