Kurienreform
Die Gerüchte erhärten sich
Der Vatikanist eines italienischen Nachrichtenmagazins weiß inzwischen auch, welche Änderungen Papst Benedikt XVI. nach seinem Urlaub an der Römischen Kurie vornehmen wird.
Die Kurienreform geht weiter.
Die Kurienreform geht weiter.
© Pedro Duran Meletti – visitadopap.org.br
(kreuz.net, Vatikan) In der Römischen Kurie stehen demnächst personelle Änderungen bevor. Das berichtete der Vatikanist des italienischen Wochenmagazins ‘Espresso’, Sandro Magister, am Donnerstag.

Bereits seit längerem ist der gegenwärtige Präfekt der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand, Prälat Gianfranco Ravasi (65), als Nachfolger für den Präsidenten des Päpstlichen Kulturrates, Paul Kardinal Poupard, im Gespräch.

Prälat Ravasi ist ein Exeget und häufig oberflächlicher Vielschreiber. Er hat zahllose Bücher und Artikel publiziert. Jahrelang schrieb er für die katholische Tageszeitung ‘Avvenire’ eine tägliche Kolumne, die auf der Titelseite publiziert wurde.

L’Osservatore Romano

Ausgewechselt wird unter anderem der Chefredakteur der vatikanischen Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’. Der gegenwärtige Leiter der Redaktion, der Historiker Mario Agnes (75), soll sein Amt am 1. September an Professor Giovanni Maria Vian (55) abgeben.

Vian unterrichtet an der staatlichen römischen Universität ‘La Sapienza’ patristische Philologie. Er schrieb in der Vergangenheit regelmäßig für die Tageszeitung ‘Avvenire’, die der Italienischen Bischofskonferenz gehört.

Vian soll unter anderem mit dem Ziel eingesetzt werden, die niedrigen Auflagezahlen der vatikanischen Zeitung zu erhöhen.

Unter Agnes, der die Zeitung seit 1984 leitet, hat sich der ‘Osservatore Romano’ zu einem recht langweiligen und langatmigen Blatt entwickelt.

Ein Abt und ein Oratorianer

Der US-Benediktinerabt Christopher Zielinski (54) wird zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission für die kirchlichen Kulturgüter und der Päpstlichen Kommission für die sakrale Archäologie aufsteigen. Bereits im Mai hatte ihn der Papst zum Vizepräsidenten dieser beiden Kommissionen ernannt.

Der Abt führte bisher ein sehr liberales Kloster in den USA und ist zugleich ein erklärter Freund der Alten Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X..

Der für seine Arbeiten zur Römischen Liturgie bekannte Londoner Oratorianer, Pater Uwe Michael Lang, wird demnächst ebenfalls als Mitarbeiter an Kommission für die kirchlichen Kulturgüter wechseln.

Der aus Deutschland stammende Konvertit soll dort für Kunst und Kirchenmusik zuständig sein.
      
7 Lesermeinungen
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#7   aurelia   09:34:45 | Dienstag, 14. August 2007
Hat er
schon die neuen Feindbilder erwähnt?
Ich sag nur Adipositas und impotenz!
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#6   ExBochumer †   14:58:05 | Freitag, 10. August 2007
Ad Schwarzbach
Für Ihre Behauptung sollten Sie schon Beweise vorbringen. Ansonsten sind Sie natürlich disqualifiziert.
Und ein Verleumder – nebenbei gesagt.
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#5   Toby   13:47:25 | Freitag, 10. August 2007
@ Schwarzbach
Sie und Ihre Feindbilder – was wären Sie ohne sie?
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#4   Schwarzbach   13:01:38 | Freitag, 10. August 2007
@ landorganist
Die redaktion besteht aus pius – brüdern und sjm’lern. Viel mehr gibts da wohl nicht.
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#3   ExBochumer †   12:42:43 | Freitag, 10. August 2007
Und was ist mit dem Bugnini-Zögling
Erzb. Marini? – Seine Ablösung ist doch auch schon Jahr und Tag im Gespräch. Oder hat er sich wie „eine Laus im Filz der Kurie“ festgesetzt und läßt sich nicht mehr (ab-)lösen?
:-O O:)
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#2   Aleph †   11:34:45 | Freitag, 10. August 2007
Gesammeltes Blendwissen
Der Artikel ist gesammeltes Blendwissen, das keinen Informationswert hat, sondern ein Geraune (Nix Genaues weis man nicht) über Persönlichkeiten in den Gängen des Vatikans ist.
Jetzt sollen die Leser bis nach den Ferien gespannt sein, was sich dann im Vatikan alles so tuen mag. Möglicherweise wird auch diesmal wieder der Kurienkaplan beauftragt, einen Kassiber zu einem entfernten vatikanischen Papierkorb zu bringen, damit dort rein zufällig ein zuverlässiger Mitarbeiter von kreuz.net. die Geheimbotschaft entnimmt und ganz groß rausbringt.
Natürlich zuerst in USA und dann mit zwei Monaten Verzögerung auch im alten Europa, ähnlich wie die heiße Story von dem nackten Priester. :-!
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#1   landorganist   11:21:18 | Freitag, 10. August 2007
Interessant
sind die hetz-net Bewertungen: Da ist einer ein oberflächlicher Vielschreiber, dann ist eine Zeitung langweilig und langatmig…Ich stelle mir vor, wie einer in der „Redaktion“ über seinem Schreibtisch grübelt und sich die nettesten Gerüchte ausdenkt, ein anderer schreibt dann hübsche Kommentare…oder ist die „Redaktion“ doch nur ein Ein-Mann-Betrieb in Übersee?
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