Österreich. Im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell werden rund 1.000 Sicherheitsbeamte
für den Schutz von Papst Benedikt XVI. sorgen. Das erklärte der österreichischen Innenminister Günter
Platter gegenüber der ‘Austria Presseagentur’. Für den direkten Schutz des Heiligen Vaters sorge eine
Spezialeinheit von rund 150 Sicherheitsbeamten. Platter möchte aber trotzdem, daß auch ein Kontakt zwischen
dem Papst und den Gläubigen ermöglicht wird.
Ein Kaddisch für den Kardinal
Frankreich. Am Freitag
morgen wurde auf dem Vorplatz der Pariser Kathedrale auf Wunsch des verstorbenen Kardinals Jean-Marie
Lustiger ein Kaddisch – das jüdische Gebet für einen Verstorbenen – gesungen. Das berichtete die katholische
Tageszeitung ‘La Croix’. Zuerst las Jonas Moses-Lustiger, ein Großneffe des Kardinals, Psalm 112 auf
Hebräisch und Französisch. Danach sang der deutsche Historiker Arno Lustiger (83), ein Cousin des Kardinals,
den Kaddisch. An dem Ritual nahm auch der israelische Botschafter in Frankreich, Daniel Schek, teil. Bei
den Begräbnisfeierlichkeiten nach katholischem Ritus waren 5.000 Menschen anwesend.
Verhandelbar?
Österreich.
Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, hat am Donnerstag gemeinsam mit der österreichischen
TV-Moderatorin Barbara Stöckl in Wien sein neues Interview-Buch „Wer brauch Gott?“ vorgestellt. In dem
Buch nimmt der Kardinal auch zum Zölibat Stellung. Das Zölibat „ist insofern längst verhandelbar, als
daß es für mich kein Thema ist“. Er wisse – so Kardinal Schönborn – daß es „sehr gute Ehen der verheirateten
Priester gibt und sehr gute unverheiratete Priester“.
Ein anderer Richter
Niederlande. Der ehemalige
Dekan von Gulpen/Gronsveld im niederländischen Bistum Roermond, Hw. Joep Haffmans, ist verstorben. Der
Priester war im vergangenen Juli wegen finanzieller und romantischer Skandale in die Schlagzeilen geraten.
Der Priester erlag am 28. Juli einem Herzversagen und wurde am 2. August beerdigt.
Aus für Sankt Pius
Deutschland. Die Filialkirche St. Pius in Gladbeck-Brauck – am Nordrand des Ruhrgebietes – wird im Rahmen
der Neustrukturierung der Pfarreien im Bistum Essen geschlossen. Heute abend um 18.00 Uhr feiert der Essener
Weihbischof, Mons. Franz Vorrath, in der Kirche aus dem Jahr 1973 die letzte Heilige Messe. Anschließend
profaniert er das Gotteshaus. Es wird an ein Elektrounternehmen verkauft, dessen Kerngeschäft „Erneuerbare
Energien“ ist. „Es war keine andere Alternative möglich“ – so die Diözese.
Email-Adressen der Empfänger
101 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#101 Rudolfus 13:32:39 | Dienstag, 14. August 2007
Latein als christliche Kultsprache und die heutigen Volkssprachen als christliche Kultsprachen In bezug
auf das Thema „Kultsprache Latein“ darf auch auf einen wichtigen Ausspruch des Retters der alten Messe,
und des Retters der alten Riten, Erzbischof Marcel Lefebvre, verwiesen werden: Vor die Wahl gestellt,
die Neue Messe in lateinischer Sprache, oder die Alte Messe in der Volkssprache zelebrieren zu müssen,
welche Entscheidung würde Erzbischof Marcel Lefebvre da getroffen haben? Die Antwort Erzbischof Marcel
Lefebvres war natürlich gewesen, die Alte Messe in der Volkssprache! B. Johannes XXIII. gestattete 1962,
die Schriftlesungen in der hl. Messe unmittelbar in der Volkssprache zu lesen. 1965 entsprach Paul VI.
ausnahmsweise einigen Liturgieanregungen des Pastoralkonzils Vaticanum II und dehnte die Volkssprache
auch auf andere Teile der hl. Messe aus. Diese Meßreform im Sinne des Pastoralkonzils wurde von Paul
VI. überraschenderweise und autoritär abgeschafft: Und völlig papstautoritär der Novus Ordo Missae
dekretiert, der die Ausrottung der alten Messe zum Ziel hatte: 2007 bestätigt Benedikt XVI. in Summorum
Pontificum, daß die alte römische Messe nie rechtmäßig verboten wurde, d.h. Erzbischof Lefebvres Ungehorsam
gegenüber der Person Pauls VI. war damit auch vollkommen begründet und kirchlich rechtmäßig, nämlich
um der illegitimen Ausrottung der alten römischen Messe, des alten römischen Ritus’ und der alten Riten –
durch die Praxis Pauls VI. – entgegenzuwirken. Die Praxis der Ritenverfolgung Pauls VI. wurde erst 1988
durch Johannes Paul II. abgemildert.
#100 virOblationis 13:02:57 | Dienstag, 14. August 2007
Kultsprache Rudolfus schrieb: „Es kommt drauf an, zu welcher Zeit.“ Natürlich. – Ich bezog mich auf die
Inschrift auf einer Münze aus der Zeit des Jüd. Krieges (66 – 70 n. Chr.).
@virOblationis / Kult- und Alltagssprachen Hebräisch war Kult-, nicht Alltagssprache. Es kommt drauf
an, zu welcher Zeit. Auch die nicht mehr im Alltag gesprochene Kultsprachen waren einmal gesprochene Alltagssprachen,
aus denen sie für den Kult übernommen wurden, da diese Sprachen ja nicht künstlich geschaffen wurden,
wie einige menschlich erdachte Kunstsprachen der Neuzeit. Die Kultsprache kann jahrhundertelang fixiert
werden, nicht aber die Alltagssprache, die in Jahrhunderten zu einer anderen Sprache werden kann: siehe
auch unsere Kult- und Religionssprache Latein, die ehemalige Alltags- und Amtssprache des Römischen Reiches,
und die vielen lateinischen Tochtersprachen, die heute eigenständige Sprachen sind.
Ups aber auch als wenn die „Schriftgelehrten“ die Seligmachenden einers Kultes sind. Hier kristallisiert
sich doch wohl nur, dass sich die vermeintlich Gebildeten erheben die Führerschaft in ihrem Kult zu nehmen,
doch G’TT allein gibt den Heiligen Geist, wer aber an den Buchstaben klebt ist dessen verlustig. o^/
#97 virOblationis 11:58:09 | Dienstag, 14. August 2007
Welcher Art war die hebr. Aussprache des Namens der Stadt Jerusalem? Hebräisch war Kult-, nicht Alltagssprache.
Aber dies bedeutet ja nicht, daß es nicht benutzt wurde oder daß die Aussprache der Willkür des einzelnen
überliefert wurde. Schon durch die Rezitation der hll. Schriften, aus denen das AT entstand, wurde doch
das Hebräische weitertradiert wie in der Kirche die lateinische Sprache, obwohl sich die Volkssprache(n)
davon ablöste (vgl. romanische Sprachen – Aramäisch). Aber es wurde – zumindest von Gelehrten – auch
außerhalb Palästinas verstanden (vgl. Alexandria als Ort der Entstehung der griech. LXX). Also handelte
es sich bei der hebr. Aussprache des Namens der Stadt Jerusalem während des Jüd. Krieges (66 – 70) nicht
um die später durch Punktation von Masoreten entstandene (Jeruschalajim), sondern um eine solche, wie
sie die zeitgenössische LXX nahelegt (Jeruschalem).
@virOblationis Die Aussprache wird die damals übliche (hebräische*) gewesen sein. Was war zu der Zeit
die „übliche“ Aussprache, wenn Hebräisch auf der Strasse kaum gesprochen wurde?
#95 virOblationis 10:29:44 | Dienstag, 14. August 2007
Anmerkung „… VirOblationis … wollte nur anmerken, dass die Schreibweise mit ‘jod’ als vorletztem Buchstaben
nicht die Aussprache ‘Jeruschalajim’ nach sich zieht.“ Denn die Dual-Endung geht ja, wie Burgorus schrieb,
auf die Punktation der Masoreten zurück. Kasperschüler schrieb: „Auf … einem Silberschekel aus der
Zeit des jüdischen Befreiungskriegs (68/69 nC.), sind natürlich keine Vokalzeichen, wohl aber Konsonanten
in der Folge jrwšljm hkdwšh (= Jerusalem, die Heilige) zu erkennen. Das ‘Jod’ ist also vorhanden!“ Daraus
ist meiner Meinung nach nicht mehr zu schlußfolgern, als daß dort die Plene-Schreibung einen Vorzug
vor der defektiven Schreibweise erhielt; vgl. auch das Waw als Vokalbuchstabe im folgenden Wort hkdwšh*.
Dies dürfte kein Zufall sein: Auch bei den vier Jerusalem-Belegen mit Plene-Schreibung (1 Chr 3,5; 2
Chr 25,1; Est 2,6; Jer 26,18) sind zumindest drei in späterer Zeit entstanden (Ausnahme Jer. 26, 18?).
M.a.W.: Ich denke an eine Tendenz zur Plene-Schreibung, die sich im Laufe der Jhh mehr und mehr durchgesetzt
hat. (* Ich vermute ein Kal-Part. Pass. „die Geheiligte“) Kasperschüler schrieb: „ob man tatsächlich
die Aussprache auf einer Münze ablesen kann?“ Die Aussprache wird die damals übliche (hebräische*)
gewesen sein. Wenn die Dual-Endung erst durch die Masoreten aufkam, kann es sich nicht um eine Aussprache
mit Dual-Endung gehandelt haben. Es müßte sich demnach um „Jeruschalem“ handeln. (* Die Inschrift ist
hebr., nicht aram, s. den Artikel h[a]- vor kdwšh)
Vokalisation Mir scheint, dass Punktuation einzig einer einheitlichen Aussprache diente, mit Jota oder
sonstwas, das ändert nichts am Inhalt, ansonsten hielten sich kaum irgend welche Aussagen des Christentums
im Bezug auf die Schrift, denn es müsste dann schon konkret heissen, dass Jesus durch sich selbst gezeugt
wurde… und das ist im Judentum nicht vorstellbar, einzig im heidnischen Umfeld.
@Burgorus, VirOblationis VirOblationis … wollte nur anmerken, dass die Schreibweise mit ‘jod’ als vorletztem
Buchstaben nicht die Aussprache ‘Jeruschalajim’ nach sich zieht. Stimmt so nicht ganz! Ich würde es so
formulieren: „dass die Schreibweise mit ‘jod’ als vorletztem Buchstaben die Aussprache ‘Jeruschalajim’
nicht zwingend nach sich ziehen muß“; wahrscheinlich ist sie aber dennoch in Zeiten, als das Jod noch
nicht zur Kennzeichnung des gedehnten Vokals (hier also ē) verwendet wurde. Es dürfte allerdings nicht
einfach sein, den Übergang von der einen in die andere Periode einigermaßen sicher zu datieren…
Der Glaube an die „Hebraica veritas“ „Was mich nur so stört, ist die Anpassung unserer Heiligen Schrift
an die Masoreten, um angeblich dem ‘Original’ näher zu kommen, …“ Meine Kenntnisse in dieser Materie
sind eher bescheiden. Doch scheint auch mir das ein richtiger und wichtiger Einwand zu sein. Der Glaube
an die „Hebraica veritas“ wird bei aller Anerkennung der philologischen Leistung der Masoreten denn doch
wohl der tatsächlichen Textgeschichte nicht gerecht – ganz abgesehen von theologischen Erwägungen. MfG
Christoph Heger
#90 virOblationis 08:33:17 | Dienstag, 14. August 2007
Zustimmung Burgorus schrieb: „Was mich nur so stört, ist die Anpassung unserer Heiligen Schrift an die
Masoreten, um angeblich dem ‘Original’ näher zu kommen, obwohl doch die masoretische Vokalisation viel
später als die der Septuaginta erfolgt ist.“ Dieses gegen das Unternehmen der Reformatoren, mit dem AT
der Masoreten (Hebraica veritas) die LXX und Vulgata abzuwerten, gerichtete Vorgehen unterstütze ich
gern. Kasperschüler schrieb: „Das ‘i’ kommt nur in der Punktation (Qere) vor, …“ Sie haben recht. Kasperschüler
schrieb: „…ein Konsonant ‘Jod’ existiert in der geschriebenen Version (Ketib) nicht…!“ So ist es. –
Wie Burgorus anmerkte, erscheint dieses Jod nur selten im Konsonantentext. Wenn es aber erscheint, so
handelt es sich um einen – unhörbaren – Vokalbuchstaben. Burgorus schrieb: „VirOblationis … wollte
nur anmerken, dass die Schreibweise mit ‘jod’ als vorletztem Buchstaben nicht die Aussprache ‘Jeruschalajim’
nach sich zieht.“ Genau.
Mit einem Wort: So leicht wird man zum Schriftgeleerten… Ob man nun die Grammatik kann oder die Orthographie
beherrscht, ohne den Heligen Geist ist alles nichts.
@Leblhuber Noja, zimperlich bin ich mit den Masoreten heute nicht umgegangen. In Wirklichkeit finde ich
aber so manche seltsamen Vokalisationen der Masoreten (wie Jeruschalajim statt Jeruschalem) eher amüsant
(und meinen Komilitionen im Hebräisch-Unterricht gings z.T. ähnlich). Klingen tut’s ja nicht schlecht,
dieses „Jeruschalajim“. Wo ich mich aber wirklich ärgere, ist, wie ich erwähnt habe, dass unsere Theologen
den Masoreten alles nachmachen („Noach“ statt „Noe“) und sogar die Nummerierung der Psalmen, obwohl doch
die Septuaginta viel älter ist. Dieses Durcheinander, das wir heute haben! Ich weiß gar nicht recht,
wie ich einen Psalm korrekt und zur Zufriedenheit aller zitieren soll.
@Burgorus: Ich bin halt auch auf vermeintliche antisemitische Zurufe allergisch. Man soll tunlichst nicht
alles auf die Goldwaage legen. Freundliche Grüße
@Leblhuber und Kasparschüler: @Leblhuber Ihre jetzige Info trifft den Kern. Sie können eben etwas Neuhebräisch
(Evrit oder Ivrit) und ich etwas Althebräisch. Und da hatte ich schon mal so einen lustigen Streit, als
einer, dessen Vater in Jerusalem war, „Jeruschalajim“ sagte. Und ich verteidigte die ältere Form: „Jeruschaleeeeeemmmmmmmmm“.
Und weil’s damals so lustig war, hatte ich halt Lust, diese Neckerei nochmals anzustoßen. So wichtig
war mir Ihre Übersetzung natürlich nicht. Aber Sie sind gleich mit „Dummschwätzer“ gekommen, dann wird
halt die Diskussion etwas hähmischer. Ich hatte das „Dummschwätzer“ wieder aus meinem Posting entfernt,
das Entfernen aber in der Überschrift vergessen. @Kasperschüler: Ich glaube nicht, dass es VirOblationis
darum ging, welche Form früher war. Er wollte nur anmerken, dass die Schreibweise mit „jod“ als vorletztem
Buchstaben nicht die Aussprache „Jeruschalajim“ nach sich zieht. Ob man aus VirisOblationis Antwort schließen
kann, dass er Ihre Reihenfolge, welche Form die frühere war (wo Sie ja Recht hatten), kritisieren wollte,
da bin ich mir nicht so sicher. (Jedes männl. nicht im Konstruktus stehende Pluralnomen endet geschrieben
mit „jod“ „mem“, wird aber (außer im Dual) nur mit „im“ gesprochen. „Jeruschalem“ oder „Jeruschalim“
stammt aber kaum von einer Pluralform.) Noch was Lustiges: Wenn wir schon dazu neigen, (entgegen Qumran)
jeden Buchstaben als Radikal zu sprechen, wieso hat dann noch keiner „Jerawaschalajim“ (also auch das
„waw“ als Radikal) gesprochen?
Lieber Burgorus! Und jetzt sollen wir im Deutschen auch noch „Jeruschalajim“ sagen! Nicht mit mir! Nein,
sollen wir nicht!!! Ich habe das Gebet so wiedergegeben, wie ein Jude es auf Deutsch beten würde, wenn
er nicht Hebräisch könnte und das sind nicht wenige. Gerade habe ich mir das Kaddish-Gebet in der Vertonung
von Salomon Sulzer und gesungen von Kantor Shmuel Barzilai angehört. So wie in Iwrit wird auch in Hebräisch
„Jeruschalajim“ gesungen. Damit sind wir Christen aber keineswegs an diese Sprechweise gebunden. Auch
für mich bleibt Jerusalem Jerusalem. Diese folgende unnötige Diskussion hätte leicht unterbleiben können.
Ich hätte auch nicht von rechts nach links buchstabiert, wenn ich gewusst hätte, dass Sie vom Hebräischen
eine Ahnung haben. Ich spreche etwas Iwrit und bin beileibe kein Experte. Grüße Leblhuber
@Burgorus So ist es in der BHS auch. Alle vier Stellen finden sich im letzten Drittel und stammen somit
wohl auch erst aus späterer Zeit. Die urtümlichere Variante ist jedenfalls die auch in der LXX zu findende:
„Jerusalem“. („VirOblationis“ lag mit seiner letzten Aussage wohl daneben, auch wenn er sonst ein Profi
zu sein scheint…?!)
@Kasperschüler: Viermal Jeruschale:m mit Langvokal In der Hebräischen Version des AT auf bibleserver.com
kommt Jeruschalem ohne Langvokal in 617 Versen vor; aber Jeruschale:m in der Schreibweise mit Langvokal
(‘רושל’ם) kommt immerhin auch viermal vor, wie ich weiter unten bereits erwähnt habe. Es sind die
Stellen: 1 Chr 3,5 2 Chr 25,1 Est 2,6 Jer 26,18
@VirOblationis Geschrieben (ketib) wurde zwar das – wie Burgorus zu recht anmerkt: eigentümliche – jeruša-lajim,
doch die Aussprache (Qere perpetuum) ist jeruša-le-m Die Biblia Hebraica (mir liegt sie in Form der BHS
vor), hat es so, wie es im Bibellexikon steht: Das „i“ kommt nur in der Punktation (Qere) vor, ein Konsonant
„Jod“ existiert in der geschriebenen Version (Ketib) nicht…!
@Leblhuber: Mir gings nur um die Übersetzung In meinem ersten Posting hierzu hatte ich Sie gebeten, auch
den Stadtnamen in „Jerusalem“ zu übersetzen. Es ging mir doch gar nicht um die vorgetragene Liturgiesprache.
Deutsch heißt es nun mal „Jerusalem“ und nicht „Jiruschalajim“. Dann hatte ich in einem Zusatz noch begründet,
warum die deutsche Übersetzung gut ist. Dass das jetzt zu einer wissenschaftlichen Diskussion ausgeartet
ist, hat das jemandem geschadet? Was mich nur so stört, ist die Anpassung unserer Heiligen Schrift an
die Masoreten, um angeblich dem „Original“ näher zu kommen, obwohl doch die masoretische Vokalisation
viel später als die der Septuaginta erfolgt ist. Jetzt müssen wir auf einmal „Noach“ oder so sagen anstatt
Noe wie in Septuaginta und Vulgata; ebenso gibt’s zahllose weitere Namens-Änderungen. Die Psalmnummern
haben sich dem hebräischen „Original“ angepasst und sich damit natürlich geändert. Um den zitierten
Psalm zu finden, muss man nun auch in benachbarten nachschauen. Oder wenn in Klammern ein anderer zitiert
ist, sollte man wissen, welcher (der angegebene oder der in Klammern) sich auf welche Version bezieht.
Nur noch Durcheinander, seit wir uns den Masoreten angepasst haben! Und jetzt sollen wir im Deutschen
auch noch „Jeruschalajim“ sagen! Nicht mit mir! So haben’s die Masoreten fast 2000 Jahre später geschafft,
unsere Heilige Schrift doch noch durcheinanderzuwirbeln. @VirOblationis: Danke für Ihre fachliche Ergänzung.
Sie haben mir wieder einige Fachausdrücke in Erinnerung gerufen.
@GerdEric ob man tatsächlich die Aussprache auf einer Münze ablesen kann? Auf der betreffenden Münze,
einem Silberschekel aus der Zeit des jüdischen Befreiungskriegs (68/69 nC.), sind natürlich keine Vokalzeichen,
wohl aber Konsonanten in der Folge jrwšljm hķdwšh (= Jerusalem, die Heilige) zu erkennen. Das „Jod“
ist also vorhanden! Die Münze ist im erwähnten Bibellexion übrigens abgebildet (Abb. 75, Fig. 3 u.
4).
Einfach lächerlich ob man tatsächlich die Aussprache auf einer Münze ablesen kann? ob man tatsächlich
den NAMEN G’TT des HERRN richtig aussprechen kann, wenn es einfach und schlicht untersagt ist, den NAMEN
G’TT des HERRN auszusprechen, und man nicht weiss wie er richtig auszusprechen ist? Ich denke, hier, um
der Rechthaberei Willen zu erläutern, wie der NAEM G’TT des HERRN auszusprechen ist, ist den NAMEN G’TT
des HERR unnütz führen. Kann man sich weiter entfernen?!
@Burgorus und virOblationis: damit man’s halt trotzdem wie „Jeruschalajim“ lesen soll (ähnlicher Unfug
wie bei JHWH mit der adonai-Vokalisation), um halt den Christen mit ihrer korrekten Septuaginta-Aussprache
eine auf den Deckel zu hauen. Haben Sie eigentlich in Ihrem Geschirrschrank heute schon Ihre Tassen gezählt?
Ich fasse es nicht! Da wird anlässlich einer Totenmesse für einen Kardinal von dessen jüdischem Bruder
ein jüdisches Gebet gesprochen und Sie mokkieren sich über die Aussprache des Wortes Jerusalem. Können
Sie es nicht den Juden überlassen, wie sie den Namen ihrer hl. Stadt schreiben und vokalisieren? Ihre
Absicht wird ja durch Ihren obigen Satz überdeutlich. Diese Bitzlerei und Besserwisserei ist ja schon
nicht mehr zum Lachen, sondern viel mehr zum Schreien.
#75 virOblationis 18:54:09 | Montag, 13. August 2007
Anmerkung Kasperschüler schrieb: „Das Wort Jerusalem ‘ist eine Transkription des kanaanitischen urusalim,
das im 14. Jh. vC. durch die Amarnabriefe bezeugt ist… auf dem Sanherib-Prisma (7. Jh. vC.) lautet der
Name ursalimu, … Die Bedeutung des Namens J. ist vermutlich ‘Stadt (uru oder jaru = Gründung) des Gottes
Schalem.“ Ergänzend dazu: Die kanaanische Stadt Jerusalem wurde in der Mittleren Bronzezeit (2100 – 1550
v. Chr.) gegründet. urusalim / ursalimu / uruslimmu sind akkad. Varianten des kanaan. Namens der Stadt.
Kasperschüler schrieb: „In MT wurde der Name als jeruša-le-m (Ketib) geschrieben, aber ein Qere perpetuum
verlangt die Aussprache jeruša-lajim. Diese Aussprache ist zweifellos jüngeren Datums, da sie selbst
im NT noch nicht bekannt ist; wohl findet man sie auf Münzen aus der Zeit von 66-70 nC.; …“ Ich denke,
hier liegt in bezug auf Ketib und Qere eine Verwechslung vor: Geschrieben (ketib) wurde zwar das – wie
Burgorus zu recht anmerkt: eigentümliche – jeruša-lajim, doch die Aussprache (Qere perpetuum) ist jeruša-le-m;
so jedenfalls Gesenius. Dies scheint mir auch einleuchtend.
@Vorposter: Jerusalem Wenn ich ergänzend aus Herbert Haags Bibellexikon (S. 820) zitierten darf? Das
Wort Jerusalem „ist eine Transkription des kanaanitischen urusalim, das im 14. Jh. vC. durch die Amarnabriefe
bezeugt ist. In MT wurde der Name als jərušālēm (Ketib) geschrieben, aber ein Qere perpetuum verlangt
die Aussprache jərušālajim. Diese Aussprache ist zweifellos jüngeren Datums, da sie selbst im NT noch
nicht bekannt ist; wohl findet man sie auf Münzen aus der Zeit von 66-70 nC.; auf dem Sanherib-Prisma
(7. Jh. vC.) lautet der Name ursalimu, in den protokanonischen Büchern der LXX und in Off Іερουσαλήμ,
die deuterokanonischen Schriften des AT und die übrigen Schriften des NT gebrauchen auch (Lk; Paulus)
oder ausschließlich (Mt; Mk; Jo; außer Mt 23,37 und Mk 11,1f) die griechische Form ˀІεροσόλυμα.
Die Bedeutung des Namens J. ist vermutlich ‘Stadt (uru oder jəru = Gründung) des Gottes Schalem.“
#72 virOblationis 18:11:11 | Montag, 13. August 2007
Jerusalem Burgorus schrieb: „Ich habe jetzt keine Hebräisch-Bibel da, aber ich glaube mich, erinnern
zu können, dass da die Masoreten ein „Pattach + i-Punkt“ drunter gemalt haben, damit man’s halt trotzdem
wie „Jeruschalajim“ lesen soll…“ So ist es: Unter dem Lamed ein Patach und unter dem Schluß-Mem ein
Hiräk. Dies ist die Ketib-Form, also die Schreibweise der Masoreten. (Zur Aussprache, Qere, s.u. *).
Wenn gelegentlich ein Iod auftaucht, hat dies weder für die Aussprache, noch für den Wortsinn irgendeine
Bedeutung. Es ist eben nur der Unterschied zwischen sere(*) und sere magnum bzw. segol(+) und segol magnum
in defektiver bzw. Plene-Schreibung, da sere bzw. segol mit Jod homogen sind. Das Jod ist also nur ein
Vokalbuchstabe. (*) Qere: Jeruschalem (+) jüd.-aram. Jeruschläm
Man darf diesem Dummschwätzer Ledlhuber einfach nichts glauben! Wenn jemand behauptet, die Schreibweise
von Jerusalem sei mit „jod“ als vorletztem Buchstaben, ist man zunächst geneigt, das zu glauben. Und
ganz falsch ist es ja gar nicht. Trotzdem ist es immer besser, bevor man Ledlhuber glaubt, seine vagen
Erinnerungen an den Hebräisch-Unterricht zu reaktivieren. Da, glaubte ich gehört zu haben, es gäbe
beide Formen. Und was bringt biblesever.com? ‘רושלם (Form ohne „jod“) tritt auf in 617 (!) Versen
‘רושל’ם (Form mit „jod“) tritt auf in 4 Versen (ja, nur viermal) Und bei der viel häufigeren Form
ohne „jod“ lässt sich beim besten Willen kein Jeruschalajim hineininterpretieren. Beim besten Willen,
sage ich! Mit Schwindel natürlich schon. Ich habe jetzt keine Hebräisch-Bibel da, aber ich glaube mich,
erinnern zu können, dass da die Masoreten ein „Pattach + i-Punkt“ drunter gemalt haben, damit man’s halt
trotzdem wie „Jeruschalajim“ lesen soll (ähnlicher Unfug wie bei JHWH mit der adonai-Vokalisation), um
halt den Christen mit ihrer korrekten Septuaginta-Aussprache eine auf den Deckel zu hauen. Natürlich
weiß man, dass sich die Orthographie des geschriebenen Hebräisch in Richtung zunehmender Lang-Vokalschreibweise
geändert hat. Bei Qumran findet man besonders viele Schreibweisen mit Langvokal. Aber dann ist natürlich
auch ein Langvokal gemeint und nicht ein Radikal. Die Aussprache „Jeruschalajim“ ist definitiv nicht hebräisch,
sondern eben masoretisch.
@Heger: Mein Gespräch mit Burgorus sollten Sie zuerst verfolgen, ehe Sie kommentieren. Der Ausgangspunkt
war meine Wiedergabe des haKadisch anlässlich der Totenmesse für Kardinal Lustiger. Sein darauf folgender
infantiler Einwand „Städte-Namen werden übersetzt; also sollte man das masoretische J.ruschalajim ebenfalls
ins Deutsche übersetzen“ führte zu dieser sinnlosen Diskussion. Es ist schon an der Grenze zur Lächerlichkeit,
wenn jemand meint, ein jüdisches Gebet ausbessern zu sollen. Warum dieser „G’tt“, den Sie im AT nicht
lesen, komisch sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Kann es vielleicht daran liegen, dass wir durch
Wort und Bild einen Gott projiziert haben, von dem wir alles zu wissen meinen und dabei die besondere
Ehrfurcht auf der Strecke blieb, eine Ehrfurcht, die im Judentum ua. auch durch diese Schreibweise ausgedrückt
wird.
Jerusalem, „G’tt“ Natürlich ist der vorletzte Buchstabe von „Jeruschalem“ ein „jod“, aber eben als Langvokal
für ein ein langes „e“ und nicht als Radikale. Die Septuaginta ist doch aus hebräischen Texten übersetzt.
Denen lag doch der Text auch mit dem „jod“ vor, und trotzdem haben sie kein „iota“ reingezaubert. Burgorus
gibt wohl den Stand der Wissenschaft richtig wieder. @Leblhuber: wie können Sie dann vom Gott des Ersten
Testaments als „zweifelhaftem Gott“ sprechen. Tu ich doch gar nicht. „Zweifelhaft“ ist lediglich der komische
„G’tt“, den ich nicht im AT lese, sondern in Beiträgen von GerdEric und anderen judaisierenden Personen.
Im übrigen verweise ich auf die kurze Diskussion, die ich in einem anderen Strang mit GerdEric darüber
hatte. MfG Christoph Heger
@Heger: Wo bitte würde ich das AT (oder Tanach, wie Sie sich judaisierend auszudrücken belieben) in
den Schmutz ziehen? Das gesamte AT (und nicht nur die in den späteren jüdischen Kanon aufgenommenen
Schriften des Tanachs) sind Heilige Schriften. Wenn Sie das glauben, wie können Sie dann vom Gott des
Ersten Testaments als „zweifelhaftem Gott“ sprechen. Wenn der Gott des Ersten Testaments nicht der Gott
ist, als dessen Sohn sich Jesus versteht, sondern ein anderer, hätten wir ein Problem, denn dann wäre
die Bibel von 2 Göttern inspiriert. In Dtn 32,39 heißt es: „Ich bin es, der tötet und der lebendig
macht. Ich habe verwundet, nur ich werde heilen. Niemand kann retten, wonach meine Hand gegriffen hat.“
So spricht Gott, der Herr, im Ersten Testament. Ist das der Spruch des „zweifelhaften Gottes“?
@Ledlhuber: Sie haben vom Hebräischen überhaupt keine Ahnung! Schon mal was von Langvokalen gehört?
Natürlich ist der vorletzte Buchstabe von „Jeruschalem“ ein „jod“, aber eben als Langvokal für ein ein
langes „e“ und nicht als Radikale. Die Septuaginta ist doch aus hebräischen Texten übersetzt. Denen
lag doch der Text auch mit dem „jod“ vor, und trotzdem haben sie kein „iota“ reingezaubert. Sie gehören
wohl noch der primitiven Sorte an, die meinen, die masoretische Gegenbibel käme der Original-Aussprache
näher als die Septuaginta, die doch viel früher die hebräischen Namen vokalisiert hat.
@Heger Natürlich. Es geht auch nicht um Namen, die bekanntlich Schall und Rauch sind, sondern um die
Wirklichkeit, die mit einem Namen angegeben wird. Und da erweckt die provozierende Gegenüberstellung
dieses komischen „G’ttes“ gegen das im Deutschen übliche „Gott“ den begründeten Verdacht, daß damit
auch eine andere Wirklichkeit bezeichnet werden soll. Sehr wohl geht es Kasperschüler darum, damit klar
stellen zu wollen, es handele sich dabei um verschiedenen Götter. Meine abweichende Schreibweise nur
damit zu tun, um deutlich zu machen, es handelt sich um den G’TT Abrahms, Isaaks und Jakobs, eben sicher
nicht um den Gott des Kasperschülers. Das Wort Gott heisst erstmal nichts weiter, als dass da irgend
jemand irgend einen Gott, aus welcher Vorstellung auch immer, seinen Gott nennt (wenn Sie Werbung verfolgen
sollten (und sei es ausversehen), so hat da irgend ein Gott die Gebete der Fussballfans erhört…) PS.:
Vielleicht sollten Sie sich auch mal mit den GottesVorstellungen Kasperschülers auseinander setzen.
Neuer Bund, G’tt, AT Der „neue“ Bund bindet nur Heiden, … Nein, das widerspräche schon der Jeremias-Prophezeiung.
ad 2. Im 1. Testament gibt es viele Namen für Gott. El, Eloah, Elohim, JHWH, Jah, El Shaddai, Zebaot,
Adonai … Korrekt! Natürlich. Es geht auch nicht um Namen, die bekanntlich Schall und Rauch sind, sondern
um die Wirklichkeit, die mit einem Namen angegeben wird. Und da erweckt die provozierende Gegenüberstellung
dieses komischen „G’ttes“ gegen das im Deutschen übliche „Gott“ den begründeten Verdacht, daß damit
auch eine andere Wirklichkeit bezeichnet werden soll. @Leblhuber: Wo bitte würde ich das AT (oder Tanach,
wie Sie sich judaisierend auszudrücken belieben) in den Schmutz ziehen? Das gesamte AT (und nicht nur
die in den späteren jüdischen Kanon aufgenommenen Schriften des Tanachs) sind Heilige Schriften. MfG
Christoph Heger
@Heger & @Kasperschüler Der „neue“ Bund bindet nur Heiden, denn G’TT der HERR ruft auch die Heiden, auf
dass diese sich zu IHM kehren. doch ist das Christentum auf dem Weg stecken geblieben. ad 2. Im 1. Testament
gibt es viele Namen für Gott. El, Eloah, Elohim, JHWH, Jah, El Shaddai, Zebaot, Adonai … Korrekt! Kasperschüler:
Und es hat sich eben nicht um ein und denselben Gott gehandelt. Das ist er erst durch nachträgliche „Harmonisierung“
dieser – sehr unterschiedlichen – Stammesgötter geworden! Gibt es im Christentum nicht auch den „Namen“
der Allmächtige für G’TT? – nichts anderes heisst El Schaddei Wenn Ihre Überzeugung ist, das seinen
mehrere Götter, dann sollten Sie ihr Christnetum prüfen.
@Heger: Die Prophezeiung eines „Neuen Bundes“ steht so beim Propheten Jeremias. Auf sie spielt Jesus beim
Letzten Abendmahl an. Es ist also nicht zu sehen, wieso mein Hinweis auf tönernen Füßen stehen sollte.
Die Schreiber der Evangelien legitimieren Jesus als den Christus durch das Erste Testament. Kein Christus
ohne den Tanach. Ziehen Sie den Tanach in den Schmutz, versinkt darin auch Jesus. Das wollen Sie doch
hoffentlich nicht.
@Leblhuber Die Prophezeiung eines „Neuen Bundes“ steht so beim Propheten Jeremias. Auf sie spielt Jesus
beim Letzten Abendmahl an. Es ist also nicht zu sehen, wieso mein Hinweis auf tönernen Füßen stehen
sollte. und es ist vor allem nicht das, was die Kirche heute lehrt. Vor allem? Nein, vor allem ist die
Kirche nicht das Zentralkomitee irgendeiner fortschrittlichen Partei, die heute etwas anderes lehren könnte,
als sie es immer schon gelehrt hat. MfG Christoph Heger
@Heger: Jeremia 32,37 ff Seht, ich sammle sie aus allen Ländern, wohin ich sie in meinem Zorn… versprengt
habe. Ich bringe sie wieder zurück an diesen Ort und lasse sie in Sicherheit wohnen. Sie werden mein
Volk sein, und ich werde ihr Gott sein. Ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund, dass ich mich nicht
von ihnen abwenden will…Denn so spricht der Herr: Wie ich über dieses Volk all das große Unheil gebracht
habe, so bringe ich über sie all das Gute, das ich ihnen verspreche. Man wird wieder Felder kaufen in
diesem Land… Herr Dr. Heger, Ihr Verweis auf Jeremia steht auf sehr tönernen Füßen. Dieser in Ihren
Augen „zweifelhafte Gott“ des Jeremia ist Gott. Es ist der Gott Jesu, von dem er als seinem und unserem
Vater spricht. Und er hat sein Versprechen, das er seinem Volk gegeben hat, immer wieder gehalten, bis
heute. Ihre billigen Umdeutungsversuche sind leicht durchschaubare Winkelzüge, die der Wahrheit nicht
standhalten und es ist vor allem nicht das, was die Kirche heute lehrt.
Der „Alte Bund“ bindet niemanden mehr. GerdEric stellt eine Behauptung auf, die schon öfters hier kurz
angesprochen wurde: es ist der Bund mit G’TT, den Ihr „Christentum“ nicht bindet, aber den Jesus mit keinem
Wort in Zweifel zog. Das ist falsch. Jesus Christus stiftete den vom Propheten Jeremias verheißenenen
„Neuen Bund“, und zwar nicht mit einem in seiner Identität zweifelhaften „G’tt“, sondern mit Gott. Der
„Alte Bund“ bindet niemanden mehr. MfG Christoph Heger
@Maurice Corvisier Maurice Corvisier: Wie nennen Sie denn dann die auch in Islam übliche erste, brutale
Gewalterfahrung völlig hilfloser männlicher Kleinstkinder? Auch Jesus wurde, wie Sie wissen könnten,
auf diese Art brutal der Gewalterfahrung ausgesetzt, es ist der Bund mit G’TT, den Ihr „Christentum“ nicht
bindet, aber den Jesus mit keinem Wort in Zweifel zog. Mit Ihrer Art herablassend diesen Bund zu diffamieren,
entfernen Sie sich Schritt um Schritt von G’TT dem HERRN, und selbst Ihrem vermeintlichen Ihrem Jesus.
Erst als das Heidentum die Macht unter den Christen an sich riss, wurden die Kultischenhandlungen der
frühen Christen, die selbstverständlich waren, durch heidnsiche Riten ersetzt. Wäre Jesus ein Gott
gewesen, er hätte sich nicht das Judentum erwählt, es sei denn, er hätte es zerstören wollen, – doch
dann wäre er wohl der Antichrist selbst.
@Maurice Corvisier: Leblhuber ist …mit absoluter Sicherheit vom katholischen Glauben in Lichtjahrgröße
entfernt. Möge er sich endlich genital verstümmeln und uns in unserer katholischen Kirche in Ruhe lassen.
Ich lasse Sie in „Ihrer Kirche“ gerne in Ruhe. „Ihre Kirche“ ist nicht meine. Da trennen uns tatsächlich
Lichtjahre. Welcher Kirche Sie anhängen, kann ich nicht beurteilen. Röm. katholisch ist sie jedenfalls
nicht. Den Rest Ihres Postings lasse ich unkommentiert. Es gibt Tiefen, in die begebe ich mich nicht.
Wie nennen Sie denn dann die auch in Islam übliche erste, brutale Gewalterfahrung völlig hilfloser männlicher
Kleinstkinder? Und: meinen Sie wirklich, daß das psychologisch folgenlos bleibt?
@Maurice Corvisier Maurice Corvisier: Lieber viroblationis, Leblhuber ist nach alldem, was er kürzlich
über Jesus, Gott, die Trinität und die Gottesmutter Maria so abgelassen hat, nur noch mit psychologischen
Kriterien faßbar und mit absoluter Sicherheit vom katholischen Glauben in Lichtjahrgröße entfernt.
Na, dann ist Lebelhuber Jesus doch immer noch um das Tausendfache näher bei Jesus als Sie, was Ihr werter
Satz: Möge er sich endlich genital verstümmeln und uns in unserer katholischen Kirche in Ruhe lassen.
nur betätigt.
Lieber viroblationis, Leblhuber ist nach all dem, was er kürzlich über Jesus, Gott, die Trinität und
die Gottesmutter Maria so abgelassen hat, nur noch mit psychologischen Kriterien faßbar und mit absoluter
Sicherheit vom katholischen Glauben in Lichtjahrgröße entfernt. Möge er sich endlich genital verstümmeln
und uns in unserer katholischen Kirche in Ruhe lassen.
#50 virOblationis 07:17:58 | Montag, 13. August 2007
Rückwärts-Leser Leblhuber schrieb: „Halten Sie die Luft an! Widerlegen Sie mich, wenn Sie können, oder
halten Sie den Mund. Ihr ‘Lesen Sie Worte häufiger rückwärts’ ist aussagekräftig genug. Sie können
so wenig Hebräisch, wie ich Chinesisch.“ Sie haben die Konsonanten des Wortes Jeruschalajim / Jeruschläm
von links nach rechts buchstabiert, beginnend mit dem Schluß-Mem. Sie haben das Wort also von hinten
nach vorn durchbuchstabiert. Das nenne ich „rückwärts“. Wenn Sie es noch einmal wagen sollten, mir das
Hebraicum abzusprechen, werde ich Sie öffentlich einen „Verleumder“ nennen.
@virOblationis: Leblhuber schrieb: „Hebräisch ist wohl eher Spanisch für Sie! Haben Sie Ihren Kommentar
aus einer Anleitung für der hebräischen Sprache Unkundige kopiert?“ Wie kommen Sie dazu, mir meine Hebräisch-Kenntnisse
abzusprechen? Wie wollen Sie dies denn beurteilen, da Ihre Worte das ganze Ausmaß Ihrer Unkenntnis ahnen
lassen. Halten Sie die Luft an! Widerlegen Sie mich, wenn Sie können, oder halten Sie den Mund. Ihr „Lesen
Sie Worte häufiger rückwärts“ ist aussagekräftig genug. Sie können so wenig Hebräisch, wie ich Chinesisch.
@Samurai Das Alte Testament bekommt seinen vollen Sinn erst aus der Hinordnung auf Jesus Christus und
muß daher immer im Lichte des christlichen Glaubens gelesen werden. Gegen liturgische Lesungen aus dem
AT habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden; es muß halt immer klar der Christusbezug bzw. der geistliche
Sinn erkennbar sein. Auch in der „alten Messe“ finden sich viele nicht wenige Passagen aus dem AT, insbesondere
den Psalmen… Darüber hinaus wird man aber immer auch die Ergebnisse der modernen Forschung berücksichtigen
müssen, die für „Jahwe“ eben nicht nur Positives zum Vorschein gebracht haben und auch das Bild von
Jahwe als dem angeblichen „Herrn des Himmels und der Erde“ und „Gott aller Menschen“ widerlegt hat…
Auf keinen Fall entspricht es dem christlichen Gottesbild eines liebenden Gottes, der will, daß wir einander
lieben und Ehrfurcht vor allem Leben, insbesondere aber vor unseren Mitmenschen (womit nicht nur Juden
gemeint sind!), haben, wenn einfach so mal schnell ganze Völker „geopfert“ werden, nur um seinem „auserwählten“
Volk Platz zu machen…!
@ kasperschüler Zwei Frage habe ich an Sie: 1. Sollte man nicht aus Ihrer Sicht als guter Katholik auf
sämtliche liturgischen Lesungen aus dem „Alten“ Testament verzichten? 2. Welche Schrift zitierte Jesus
in der Synagoge von Kapernaum? samurai
#46 virOblationis 21:28:59 | Sonntag, 12. August 2007
Unwissenheit Leblhuber schrieb: „Hebräisch ist wohl eher Spanisch für Sie! Haben Sie Ihren Kommentar
aus einer Anleitung für der hebräischen Sprache Unkundige kopiert?“ Wie kommen Sie dazu, mir meine Hebräisch-Kenntnisse
abzusprechen? Wie wollen Sie dies denn beurteilen, da Ihre Worte das ganze Ausmaß Ihrer Unkenntnis ahnen
lassen. Leblhuber schrieb: „Da gibt einer einen lächerlichen und inkompetenten Kommentar zu einem jüdischen
Gebet ab und Sie sind der Klaqueur. Ich wusste gar nicht, dass es unter kath. Fundis Hebräischexperten
gibt!“ Ja, da können Sie ‘mal sehen: Man lernt immer noch dazu.
Lieber Stephanus, … sondern die Überzeugung, daß er bei seinem anstrengenden Job wohl nicht auch noch
Frau und kindern könnte gerecht werden, hätten ihn Single bleiben lassen. … nach allem was ich weiß,
würde ihm Frau Stoiber da wohl zustimmen.
@virOblationis: „Mem (m), Jod (j ), Lamed (l), Schin (sch), Waw (w), Resch ( r ), Jod (j)“ Lesen Sie Worte
häufiger rückwärts? Wird Jeruschläm gelesen, so wird das Jod nach Segol als scriptio plena nicht gesprochen
(sere segol). – Was spricht also gegen Burgorus? Hebräisch ist wohl eher Spanisch für Sie! Haben Sie
Ihren Kommentar aus einer Anleitung für der hebräischen Sprache Unkundige kopiert? Da gibt einer einen
lächerlichen und inkompetenten Kommentar zu einem jüdischen Gebet ab und Sie sind der Klaqueur. Ich
wusste gar nicht, dass es unter kath. Fundis Hebräischexperten gibt!
Verhandelbar????? Der gute Kardinal hat wohl noch nie darüber nachgedacht, wie seine Mitmenschen leben
müssen, die sich in den Dienst des Nächsten stellen: Ich denke hier an Soldaten, an Feuerwehrleute,
Polizei, aber auch andere Berufsgruppen die im Dienst am nächsten keinen 8 Stundentag kennen und wo dadurch
das sogenannte geregelte Familienleben stark strapaziert wird. Wie viele Ehe sind schon allein an der
Tatsache gescheitert, daß der Mann im Wechseldienst oder in längeren Zeiteinheiten abwesend war. Männer
auf Bohrinseln, im Speditionsgewerbe usw. Feuerwehrleute leisten Rundumdienste, sind in sekundenschnelle
in ihren bereitstehenden Fahrzeugen usw usw. Und ein Priester, der Tag und Nacht in „sekundenschnelle“
und jederzeit den Kampf um die Seelen der Mitmenschen führen können sollte, der ist halt eben kein „guter“
Ehemann, jedenfalls nicht immer und bei all den notwendigen Gegebenheiten. Keine Frau läßt sich den
Mann wiederholt aus trauter Zweisamkeit herausklingeln. Das kann einige Zeit gutgehen, es geht aber fast
nie gut! Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz B.Vogel einmal auf die Frage, warum er ledig
geblieben sei: Nicht unbedingt der Mangel (wegen der vielen Arbeit) an Gelegenheit, sondern die Überzeugung,
daß er bei seinem anstrengenden Job wohl nicht auch noch Frau und kindern könnte gerecht werden, hätten
ihn Single bleiben lassen. Verheiratete Theologen taugen als Relilehrer, für die Verwaltung, aber nicht
für einen 24Studenjob 365 mal pro Jahr als Seelsorger!
@Daniel Stöhr, Leblhuber @Daniel Stöhr: Sie scheinen meine letzten Einträge nicht richtig gelesen oder
einfach nicht verstanden zu haben. Spätestens mit dem letzten Beitrag von „Leblhuber“ sollte Ihnen nun
doch einiges klar geworden zu sein. Werde nun auf die einzelnen Argumente von „Leblhuber“ eingehen in
der Hoffnung, daß Sie dann verstehen, worauf ich hinaus wollte. ad 1. In der LXX steht für Gott Theos,
Kyrios Falsch! Die LXX übersetzt JHWH mit kyrios, El oder Elohim (Mehrzahl!) mit theos; entsprechend
im Deutsche: „Herr“ für JHWH, „Gott“ für El bzw. Elohim. ad 2. Im 1. Testament gibt es viele Namen für
Gott. El, Eloah, Elohim, JHWH, Jah, El Shaddai, Zebaot, Adonai … Korrekt! Und es hat sich eben nicht
um ein und denselben Gott gehandelt. Das ist er erst durch nachträgliche „Harmonisierung“ dieser – sehr
unterschiedlichen – Stammesgötter geworden! ad 4. JHWH ist der „persönliche Gott“, der einen ganz besonderen
Bund mit seinem Volk am Sinai geschlossen hat Und der dann Palästina gleich durch mehrere „Holocauste“
erobern lies…! ad 6. Das Gebot der Nächstenliebe ist im Judentum begründet und kein neues Lehrgut
Jesu Das habe ich auch nie behauptet! Dennoch besteht die Spannung zum völkervernichtenden, Menschenopfer
fordernden jüdischen „Nationalgott“ Jahwe! Hier einige Stellen aus dem AT (das Nachschlagen überlasse
ich – nicht zuletzt aus Platzgründen – Ihnen): Ex 34,11-13; Num 33,50-56; Dtn 2,32-35; 7,1-3.9-10.14-16.21-24;
20,10-18; 32,41-42; Jos 8,24-28; 10,22-40; 1 Sam 27,8-9; 2 Sam 12,26-31
@Kasperschüler: Sie sind bloß ein Schmierfink mit unchristlicher Absicht. Katholischer Theologe sind
Sie jedenfalls keiner. Und was Sie mit dem Judentum verbindet ist Hass und nicht Kenntnis. 1. In der LXX
steht für Gott Theos, Kyrios, Ich bin der Seiende ( egô eimi ho ôn) usw. 2. Im 1. Testament gibt es
viele Namen für Gott. El, Eloah, Elohim, JHWH, Jah, El Shaddai, Zebaot, Adonai … 3. Hallelu-jah = Preiset
Jah (Kurzform von JHWH) 4. JHWH ist der „persönliche Gott“, der einen ganz besonderen Bund mit seinem
Volk am Sinai geschlossen hat. Daher wird auch dieser Name ab diesem Zeitpunkt häufig verwendet. 5. Die
anderen Namen sind Titeln gleich. 6. Das Gebot der Nächstenliebe ist im Judentum begründet und kein
neues Lehrgut Jesu. Lev 19,18:Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin JHWH. Oder im
Talmud Gittin 61 a: Unsere Meister lehrten: Man versorge die Armen aus den Völkern mitsamt den Armen
Israels, und man besuche die Kranken derer aus den Völkern mitsamt den Kranken Israels, und man begrabe
die Toten derer aus den Völkern mitsamt den Toten Israels, des Friedens wegen. Leviticus 19, 33-34:Wenn
ein Fremdling bei dir wohnt in eurem Lande, so sollt ihr ihn nicht bedrücken. Wie ein Einheimischer aus
eurer eigenen Mitte soll euch der Fremdling gelten, , der bei euch wohnt, und du sollst ihn lieben wie
dich selbst – seid ihr doch auch Fremdlinge gewesen im Lande Ägypten. Num 9,14: Für den Fremden und
für den Einheimischen soll bei euch dasselbe Gesetz gelten.
@Heinrich II.: Albert Maria Weiss… …hatte als Apologet dann doch nochmal ein bißchen mehr Biß als
die anderen beiden… Ich halte übrigens lange nicht alles von dem, was diese drei gelehrt haben, aufgrund
der fortgeschrittenen Wissenschaft für überholt. Sie haben m.E. eher das Zeug zu Kirchenlehrern als
so viele andere, angefangen bei K. Rahner über v. Balthasar bis hin zu „Papa Ratzi“…!
@Kasperschüler: Warum haben Sie denn die eben von Heinrich zitierte Zeitdifferenzierung gebracht ? Das
war doch wohl, weil Sie sich auf die Zitate des Konzils von Florenz beziehen wollten. Und den Kern ihres
Anliegens haben Sie doch schon mehrmals eindeutig formuliert: Gott des AT (Konkret: der vom Volk Israel
verehrte Gott Jahwe) ist nicht Gott des NT. Und genau das hat das Konzil verurteilt.
Lieber Kasparschüler, Ist Ihnen bewußt, daß der Stand der Wissenschaft, zu der ich auch die Glaubenswissenschaft,
genannt Theologie, rechne, im 21. Jahrhundert ein vollkommen anderer als der im 5., 10. oder 15. Jahrhundert
ist? … wenn man Ihre Ansichten so liest und unterstellt, dass Sie einigermaßen auf der Höhe der Zeit
sind, dann haben Sie allerdings recht! Dann hat sie einfach nicht mehr den Stand, den sie bei Augustinus
und bei Albert Maria Weiss hatte!
@Daniel Stöhr Es wäre mir neu, daß die Kirche die Interpretation der betreffenden Schriftstellen (Jahwe
befiehlt die Vernichtung ganzer Völker, zu deutsch den Völkermord, gell P. Lingen?!) irgendwann einmal
für alle Zeiten verbindlich festgelegt hätte. Ihre Argument zieht in unserem Fall daher leider nicht!
@Kasperschüler: Der „Fortschritt der Wissenschaft“ geeignet unfehlabre dogmatische Definitionen zu modifizieren ?
„Wer sagt, es sei möglich, daß man den von der Kirche vorgelegten Glaubenssätzen entsprechend dem Fortschritt
der Wissenschaft gelegentlich einen anderen Sinn beilegen müsse als den, den die Kirche verstanden hat
und versteht, der sei ausgeschlossen“ (NR 61, cf. DS 3043).
@P. Lingen, den Ewiggestrigen Hochwürden! Ist Ihnen bewußt, daß der Stand der Wissenschaft, zu der
ich auch die Glaubenswissenschaft, genannt Theologie, rechne, im 21. Jahrhundert ein vollkommen anderer
als der im 5., 10. oder 15. Jahrhundert ist? Wie ich bereits „Daniel Stöhr“ gegenüber ausführte, wird
man mit Pacelli (an der Stelle hat auch dieser Apostat mal recht) zwischen dem vom Verfasser intendierten
Wortsinn und dem nur im Heiligen Geist erkennbaren geistlichen Schriftsinn unterscheiden müssen. Nur
im Licht des Hl. Geistes wird man daher auch einschlägige Stellen, die nach Ansicht nicht weniger moderner
Exegeten faktisch nun einmal von einem National- und Kriegsgott, oder gar von einem Wüstendämon oder
menschenfressenden Moloch Jahwe sprechen, so (um)interpretieren können, daß sie mit dem christlichen
Gottesbild harmonisierbar sind. o^/ Oder sind Sie wie Ihr Mitstreiter Stöhr der Ansicht, Gott könne
gleichzeitg das Gebot „liebe deinen Nächsten“ und die Vernichtung ganzer Völker anordnen??
Lieber Pater Lingen, „Der Gott des Alten Testaments ist nicht der des Neuen Testaments, das ist nicht
der Vater unseres Herrn Jesus Christus“ das ist richtig und falsch! Falsch ist: Der Gott des Alten Testaments
ist nicht der des Neuen Testaments Nicht ganz unrichtig ist: Der Gott des Alten Testaments, das ist nicht
der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Der Grund hierfür ist sehr einfach. Im Alten Testament ist nicht
differenziert zwischen den göttlichen Personen. Die Theologie schreibt, mit gutem Grund, nicht alle Wirkungen
Gottes im Alten Testament Gott Vater zu. Auch der Heilige Geist und Christus Jesus waren an den Offenbarungen
des Alten Testaments als handelnde Personen beteiligt. Insofern gilt es nicht den Irrtum der Anhänger
des Talmuds und vieler modernistischer Theologen zu folgen.
#31 Pater Lingen 22:07:49 | Samstag, 11. August 2007
DS 198, 854, 1336 Das waren die Texte (bzw. Denziger-Hünermann, also mit deutscher Übersetzung), die
ich in Chur ans Schwarze Brett gehängt habe, nachdem der „Alttestamentler“ Beat Zuber im Seminar verkündet
hatte: „Der Gott des Alten Testaments ist nicht der des Neuen Testaments, das ist nicht der Vater unseres
Herrn Jesus Christus“ Der „Regens“ Peter Rutz vom „Opus Dei“ erklärte dann vor den versammelten Churer
„Priesterkandidaten“, ich hätte „etwas falsch verstanden“. Na ja, ganz war die Mannschaft nicht versammelt,
wenigstens einer davon fehlte: ich. Mir wurde auch von niemandem erklärt, *was* ich denn angeblich falsch
verstanden hatte. Rutz äußerte sich mir privat gegenüber, ich sei der „intelligenteste Student“ von
Chur (na ja, bei der Konkurrenz…). Dann hätte er es doch auch mir erklären können, wo mein Fehler
liegt – warum heult er sich statt dessen nur vor den „weniger Intelligenten“ aus? Insofern: Das Kasperle-Theater
von „Malachias“ etc. ist mir aus meinem V2-„Studium“ bestens bekannt.
#29 Pater Lingen 21:51:59 | Samstag, 11. August 2007
Eine von „Kasperschülers“ Apostasien: „der jüdische Nationa- und Kriegsgott Jahwe“ Typisch für „Malachias“ /
„Christus vincit“ / „Kasperschüler“ etc.: Er erkennt nur einen einzigen Papst an – sich selbst. Jeder
Papst, der eine von seine apostatischen Exzessen abweichende Lehre vertritt, wird mal eben schnell öffentlich
zum Nicht-Papst deklariert. Das ist ähnlich schlimm wie die typische V2-„Theologie“. Hier der Einfachheit
halber die unfehlbare Lehrentscheidung von Florenz (1442), Neuner-Roos 177 (eine Zusammenstellung aus
DS 1333-1336): „Fest glaubt, bekennt und verkündigt sie, (die hochheilige römische Kirche,) daß der
eine wahre Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, der Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren
ist. Aus seiner Güte schuf er, wann er wollte, alle Geschöpfe: geistige wie körperliche. Sie sind gut,
weil sie vom höchsten Gute erschaffen wurden, doch veränderlich, weil sie aus dem Nichts erschaffen
worden sind. Keine Natur ist vom Bösen, weil alle Natur, insoweit Natur, gut ist. Sie bekennt, daß ein
und derselbe Gott Urheber des Alten wie des Neuen Bundes ist: des Gesetzes, der Propheten und des Evangeliums;
denn unter Eingebung desselben Heiligen Geistes haben die Heiligen beider Bünde gesprochen. Ihre Bücher
nimmt sie in Ehrfurcht entgegen. Weiter belegt sie die widersinnige Lehre (insania) der Manichäer mit
dem Bann, die zwei erste Ursachen annahmen, eine für die sichtbaren Dinge, die andere für die unsichtbaren.
Auch sagten sie, der Gott des Neuen Bundes sei nicht der Gott des Alten Bundes.“
@Daniel Stöhr: Pacelli und Jahwe wenn Sie Pius XII. ansprechen, dieser hat auch immer wieder betont,
dass die einzelnen Opfer- und sonstigen Vorschriften, wie sie im AT erwähnt sind von Gott genau so angeordnet
wurden -und das ist ja dann „Jahve“ Sie erinnern sich doch bestimmt, daß ich für Pacelli reklamiere,
daß auch er kein Papst gewesen sein kann. Sein die Juden und die jüdische „Religion“ – letztlich auch
Katholiken und der katholischen Kirche gegenüber! – bevorzugendes Verhalten hat ihn als Apostaten geoffenbart.
o^/ Seine von Ihnen angeführte Haltung dem jüdischen National- und Kriegsgott Jahwe (manchen Exegeten
zufolge handelt es sich gar um ein Wüstendämon!) gegenüber, die mir so bisher nicht bekannt war (danke
für den Hinweis! :(3 ), bestätigt meine These mehr als daß es sie widerlegen würde…
@kasperschüler Bevor Du weiter solchen theologischen Unsinn von dir gibst, wandle dich erstmal vom Schüler
zum Meister. Auf Deinem Niveau kann niemand diskutieren…
@Kasperschüler: Es kann ja durchaus sein, dass das vorchristliche Judentum ein wenig anders geglaubt
hat, als der Christ glaubt. Aber Sie sind gaz sicher nicht mit der Tradition, wenn Sie eine Unterscheidung
zwischen Jahwe – „Kriegsgott“ und Hl. Dreifaltigkeit machen. Im Übrigen, wenn Sie Pius XII. ansprechen,
dieser hat auch immer wieder betont, dass die einzelnen Opfer- und sonstigen Vorschriften, wie sie im
AT erwähnt sind von Gott genau so angeordnet wurden -und das ist ja dann „Jahve“.
@Daniel Stöhr Es ist jedenfalls unkatholisch und gegen das Zeugnis der gesamten Kirchengeschichte zwischen
AT und Christentum ein anderes Gottesbild zu propagieren Glauben Sie denn nicht, daß sich mit Jesus Christus
auch das Gottesbild gewandelt hat? Nicht nur damit, daß nun Gott als der Dreifaltige offenbar war, sondern
auch als der Gott des Lebens und der Liebe? Natürlich lehrt die Kirche die Inspiration der ganzen Heiligen
Schrift. Allerdings ist – und da dürfte Pacelli („Pius XII.“) mit seiner Enzyklika Divino afflante spiritu
wohl nicht ganz daneben liegen – immer auch zwischen dem Wortsinn, d.h. dem vom menschlichen Verfasser
intendierten Sinn, und dem geistlichen, vom Hl. Geist intendierten, Sinn zu unterscheiden. In bestimmten
Fällen dürfte dann wohl auch der letztere der wichtigere Sinn…
@Kaperschüler: Meinen Sie denn die Kirchenväter hätten die Erzählungen des AT nicht als Tatsachenberichte
aufgefasst ? Ich bin kein Altestlamentler, aber wenn im AT Jahve „zitiert“ wird, dann muss man doch als
orthodoxer Katholik annehmen, dass er auch gesprochen hat. Außerdem: Das Leben des Menschen wird nunmal
genommen, dem einen sehr früh, dem anderen sehr spät. Und Krankheiten und Leid gibt es auch, also wird
es zumindest zugelassen. Es ist jedenfalls unkatholisch und gegen das Zeugnis der gesamten Kirchengeschichte
zwischen AT und Christentum ein anderes Gottesbild zu propagieren.
@Daniel Stöhr Und Sie glauben allen Ernstes, ohne mit der Wimper zu zucken, daß der Gott des Lebens
und der Liebe die Ausrottung ganzer Völker anordnen kann? Können Sie einen Papst oder Kirchenvater nennen,
der das so etwas gelehrt hat?
@Kasperschüler: „Oder können Sie mir erklären, wie ein und derselbe Gott die Ausrottung der Kanaaniter
und weiterer Völker befehlen, andererseits aber Gebote wie „du sollst nicht morden“ oder „liebe deinen
Nächsten wie dich selbst“ erlassen kann?“ Weil eine von Gottangeordnete Ausrottung eines Volkes niemals
Unrecht sein kann.
@gilbert: Theodizee Es ist doch ein Unterschied, ob Gott als derjenige gesehen wird, der alles, was geschieht,
fügt, oder ob er Dinge verfügt, die den von ihm gegebenen Geboten widersprechen. Oder können Sie mir
erklären, wie ein und derselbe Gott die Ausrottung der Kanaaniter und weiterer Völker befehlen, andererseits
aber Gebote wie „du sollst nicht morden“ oder „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erlassen kann?
#19 virOblationis 19:42:37 | Samstag, 11. August 2007
Jod als Vokalbuchstabe „Mem (m), Jod (j ), Lamed (l), Schin (sch), Waw (w), Resch ( r ), Jod (j)“ Lesen
Sie Worte häufiger rückwärts? Wird Jeruschläm gelesen, so wird das Jod nach Segol als scriptio plena
nicht gesprochen (sere segol). – Was spricht also gegen Burgorus?
@Burgorus: 1. Das Kadisch stammt aus einem Sidur(Gebetbuch), das die Texte in Hebräisch und in Deutsch
enthält. 2. Im Hebräischen heißt es ‘ ר ו ש ל ‘ ם = Mem (m), Jod (j ), Lamed (l), Schin (sch),
Waw (w), Resch ( r ), Jod (j) 3. Mit dem griechischen ierousalem hat das gar nichts zu tun. 4. Sie sind
ein Schwätzer, nichts weiter. 5. Zwischenrufer wie Sie sind so entbehrlich, wie Pest und Cholera.
Kasperschüler Nun, Gott hat nicht nur die pflegeleichte, liebe Seite, Gott kann auch Abgrund bedeuten.
Im Christentum hat sich die Sicht vom lieben Gott fixiert. Deshalb kommt es im Christentum häufige zur
Frage: Wie kann Gott das zu lassen? Gott ist nicht nur für das Gute und Angenehme zuständig, sondern
für das Leben, das er eigentlich ist und dazu gehört der Abgrund. Nur der liebe Gott macht nicht die
Fülle des Lebens aus.
@Vorposter @Heinrich v. O. Die Septuaginta übersetzte „Jahwe“ mit „Kyrios“, entsprechend steht in deutschen
Übersetzungen dafür „Herr“. Vom Bedeutungsgehalt her kann damit nach christlichem Verständnis sowohl
Gott Vater, Gott Sohn oder Gott Heiliger Geist gemeint sein, niemals jedoch der jüdische Nationa- und
Kriegsgott Jahwe. Entsprechend muß auch das „Halleluja“ im Sinne des christlichen Gottesbildes verstanden
werden. @gilbert Wie kommt es Ihrer Meinung nach, daß sich Jahwe erst dem Mose unter diesem Namen offenbart
(der m.E. korrekter mit „Ich bin der, der ich sein werde“ zu übersetzen ist – eine nicht sonderlich viel
sagende Quasi-Tautologie), nicht aber bereits dem Noah, Abraham, Isaak und Jakob offenbart hatte? Wie
läßt sich dieser Gott Jahwe, der zur Ausrottung ganzer Völker auffordert, mit dem christlichen Gottesbild
eines menschenfreundlichen, lebensbejahenden Gottes vereinbaren?
Lieber Kasperschüler! Halleluja ist die deutsche Transkription des hebräischen halelu-Jáh, das sich
aus dem Imperativ Plural von halal (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform
des Gottesnamens JHWH, zusammensetzt. Wörtliche Übersetzung: Lobpreiset Jah! (WIKIPEDIA) In der katholischen
Liturgie ist das Halleluja mit eingefügtem Psalm- oder Christus-Wort als Bestandteil des Propriums die
feierliche Begrüßung des Evangeliums, gelegentlich zudem dessen Abschluss. (WIKIPEDIA) Jahwe kommt also
sogar in der Liturgie vor! Sonst noch Fragen?
Stupides Beharren Was soll denn das stupide Beharren: Als Christen glauben wir nicht an Jahwe…? Als
Christen glauben wir sehr wohl an den Gott der Da Ist. Etwas anderes enthält das Tetragrammaton nicht:
Ich bin, der ich bin; Ich bin, der da ist.
@timpressum als Christen glauben wir doch auch an den Gott Israels, an den Jesus geglaubt hat Als Christen
glauben wir an den Dreifaltigen Gott, d.h. Vater, Sohn und Heiligen Geist, nicht jedoch an Jahwe. o^/
Im Neuen Testament ist auch nicht von Jahwe die Rede, genauso wenig wie bei den Kirchenväter und Kirchenlehrern.
Jesus selbst spricht immer nur vom Vater (oder vom „Beistand“ für den Heiligen Geist), wenn er von Gott
spricht. Wer von einem „Gott Jesu Christi“ oder einem „Juden Jesus“ (eine Gotteslästerung, bedenkt man,
daß „Juden“ für die Ermoderung Jesu, also auch Gottes, verantwortlich waren!) ohne gleichzeitig von
„Gott Vater“ zu sprechen, verleugnet den christlichen Dreifaltigkeitsglauben. Auch wenn es in unserer
überaus judaisierten nachkonziliaren Ära unkonventionell geworden ist, setze ich hier gerne Gegenakzente,
indem ich eben auch vom „Kriegsgott Jahwe“ spreche. Daß „JHWH“ weder der einzige Gottesname im AT ist,
noch für eine universale, allumfassende Gottheit steht, kann Ihnen jeder Alttestamentler bestätigen…!
#10 timpressum † 13:47:22 | Samstag, 11. August 2007
Kasparschüler Der „Kriegsgott JHWH“? Mit diesem Ausdruck wäre ich vorsichtig, denn als Christen glauben
wir doch auch an den Gott Israels, an den Jesus geglaubt hat – oder etwa nicht???
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 17, 14-20 In jener Zeit trat ein Mann auf ihn
zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat
schwer zu leiden. Immer wieder fällt er ins Feuer oder ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern
gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation!
Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Dann
drohte Jesus dem Dämon. Der Dämon verließ den Jungen, und der Junge war von diesem Augenblick an geheilt.
Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den
Dämon nicht austreiben? Er antwortete: Weil euer Glaube so klein ist. Amen, das sage ich euch: Wenn euer
Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach
dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.
Ein neues Zion leuchtet…! Was lese ich da im Neuen Lexikon des Judentums (Gütersloh 2000, 440? „Bei
Bestattungen, aber auch bei Abschluß des Studiums eines Talmudtraktats (Sijum) ist im Teil (a) des Kaddisch
(der die Heiligung des Namens Gottes und die Bitte um Errichtung seines Königreichs enthält) ein Passus
über die Auferstehung und den Wiederaufbau Jerusalems eingefügt.“ Mit „Gott“ wird wohl der Kriegsgott
„Jahwe“ gemeint sein, zum „Wiederaufbau Jerusalems“ wird wohl auch der des Tempels inkl. Wiederauflebenlassen
der Tempelriten gehören…?!
@Ledlhuber: „Jerusalem“ bitte! Städte-Namen werden übersetzt; also sollte man das masoretische „J.ruschalajim“
(.=Schwa) ebenfalls ins Deutsche übersetzen. Im Hebräischen heißt es übrigens „J.ruschalem“. Den Masoreten
gefiel halt die Dual-Endung „-ajim“ besser, aber mit der ursprünglichen Form hat sie nichts zu tun. Die
Septuaginta, die der richtigen Aussprache des Hebräischen zeitlich viel näher ist als die mosoretische
„Gegenbibel“, verwendet auch die Endung „-em“.
Als Katholik bekomme ich bei meiner Beer- digung (und bin glücklich darüber) zwei wunderschöne Gesänge:
LIBERA ME Libera me, Domine, de morte aeterna, in die illa tremenda quando coeli movendi sunt et terra,
dum veneris judicare saeculum per ignem Tremens factus sum ego, et timeo dum discussio venerit, atque
ventura ira. Dies illa, dies irae, calamitatis et miseriae, dies magna et amara valde. Requiem aeternam,
dona eis, Domine, et lux perpetua luceat eis. IN PARADISUM In paradisum deducant te angeli, in tuo adventu
suscipiant te martyres, et perducant te in civitatem sanctam Jerusalem. Chorus angelorum te suscipiat,
et cum Lazaro quondam paupere aeternam habeas requiem.
haKadisch- Die Heiligung Erhoben und geheiligt, sein großer Name, in der Welt die er erneuern wird. Er
belebt die Toten, und führt sie empor zu ewigem Leben, Er erbaut die Stadt Jiruschalajim und errichtet
seinen Tempel auf ihren Hoehen, Er tilgt die Goetzendienerei von der Erde und bringt den Dienst des Himmels
wieder an seine Stelle, und regieren wird der Heilige, gelobt sei er, in seinem Reiche und in seiner Herrlichkeit,
in eurem Leben und in euren Tagen und im Leben des ganzen Hauses Israel schnell und in naher Zeit, Und
sprechet: Amejn. Sein großer Name sei gelobt, in Ewigkeit und Ewigkeit der Ewigkeiten! Es sei gelobt
und verherrlicht und erhoben und gefeiert und hocherhoben und erhoeht und gepriesen der Name des Heiligen,
gelobt sei er, hoch hinaus über jede Lobpreisung und jedes Lied, jede Verherrlichung und jedes Trostwort,
welche jemals in der Welt gesprochen, Und sprechet: Amejn. Es sei der Name des EWIGEN gelobt, von nun
an bis in Ewigkeit! Es sei Fülle des Friedens vom Himmel herab, und Leben, über uns und über ganz Israel,
Und sprechet: Amejn. Meine Hilfe kommt vom EWIGEN, dem Schoepfer des Himmels und der Erde. Der Frieden
schafft in seinen Hoehen, er schaffe Frieden unter uns und ueber ganz Israel, Und sprechet: Amejn.
Kaddish Eben! Und auch Paulus sagte noch Jahrzehnte nach seiner Berufung zum Apostel Jesu Christi über
sich: „Ich bin (!) Israelit, ein Nachkomme Abrahams aus dem Stamme Benjamin“ (Röm 11,1), und er redet
Petrus selbstverständlich als Jude (und nicht als „Christ“, eine Bezeichnung, die erst später aufkam)
an (Gal 2,14). Im paulinischen Sinen sind die meisten von uns „Heiden, die an Christus glauben“, während
Kard. Lustiger ein „Jude, der an Christus glaubte“, war. Genau genommen ist die Kirche keine neue, „dritte“
Religion, sondern „Kirche aus Juden und Heiden“ (1Kor 1,24). Menschen wie Lustiger oder auch Edith Stein
können uns arrogante Heidenchristen an die „Wurzel“ erinnern – und dann ergreift uns ein jüdisches Kaddish
(ein Gebet, das sicherlich auch Jesus und seine Mutter gebetet haben, anstatt „Radio Maryja“ zu hören…)
für den „Judenchristen“ Lustiger umso mehr.