Prälat Georg Gänswein
Er läßt sich nicht ins Bockshorn jagen
Seine elektronische Post läßt der Papst, der selber nicht an den Computer geht, von seinem Privatsekretär erledigen. Doch die Frage, wer George Clooney ist, kann auch letzterer nicht beantworten.
Prälat Gänswein begleitet Benedikt XVI. im KZ Birkenau, Mai 2006
Prälat Gänswein begleitet Benedikt XVI. im KZ Birkenau, Mai 2006
© Flickr-Benützer „miqul“
(kreuz.net, Riedern am Wald) Der Privatsekretär des Papstes, Prälat Georg Gänswein, verbringt gegenwärtig zwei Wochen Urlaub in seiner Heimatgemeinde Riedern am Wald im Schwarzwald.

Im Wohnzimmer seines Elternhauses sprach der Prälat mit der regionalen Tageszeitung ‘Südkurier’.

Prälat Gänswein erhält viele Anfragen um Interviews: „Ich könnte jeden Tag eines geben, aber ich tue es nicht.“ Er will den Ball der Medien flach halten: „sehr flach“.

An sein Tagewerk geht der Prälat zielstrebig: „Denn das Riesenfeld der Arbeit kann man nur bewältigen, wenn man ein klares Ziel hat und die Zeit gut einteilt.“ Andernfalls führe es zu einem Tohuwabohu.

Die Spekulation, daß er Erzbischof von München und Freising werden könnte, ärgert den Prälaten „nicht mehr“: „Spekulationen sind eben Spekulationen: Erfindungen von phantasiereichen Journalisten.“

Der Schauspieler George Clooney, mit dem Prälat Gänswein gerne verglichen wird
Der Schauspieler George Clooney, mit dem Prälat Gänswein gerne verglichen wird
© Bild Clooney: Filmszene aus ‘Ocean’s Thirteen’, Warner Bros. Entertainment
Privatsekretär ohne Privatsphäre

Der Vergleich zwischen ihm und George Clooney hat Prälat Gänswein „schon ein wenig überrascht“: „George Clooney kannte ich damals gar nicht und habe mich erst erkundigt, wer das ist.“

Der Prälat kennt nach wie vor keinen Film von Clooney. Es habe sich noch keine günstige Gelegenheit ergeben: „Ein Kinobesuch ist für mich nicht ganz so einfach.“ Der Grund dafür ist die „ziemlich reduzierte“ Privatsphäre des Prälaten – „ein Preis meiner Aufgabe“.

Mit einem Freund an der Ecke einen Kaffee zu trinken, sei schier unmöglich. Für Prälat Gänswein war dieser Zustand zunächst gewöhnungsbedürftig: „Nach zehn Jahren unbefangener Erfahrung mit der Cappuccino- oder Espressobar an der Ecke ist jetzt eine andere Realität in den Vordergrund getreten.“

Fragen zum Papst

Die Frage, ob der Papst Emails schreibe, verneint Prälat Gänswein: „Das mache ich für ihn.“

Der Heilige Vater ziehe dem Computer nicht-elektronische Schreibwerkzeuge vor: Bleistift, Kugelschreiber oder Füller: „klassisch sozusagen“.

Das Papstbuch ‘Jesus von Nazareth’ hat Prälat Gänswein schon zweimal gelesen: „Es ist ein geistliches Vermächtnis eines Mannes, der sich mit Jesus ein ganzes Priesterleben lang auseinandergesetzt hat, als Professor, als Erzbischof und als Kardinalpräfekt, jetzt als Papst.“

Benedikt XVI. überreicht brasilienischen Kindern Geschenke, Mai 2007
Benedikt XVI. überreicht brasilienischen Kindern Geschenke, Mai 2007
© visitadopapa.org.br
Benedikt XVI. ziehe darin die Summe eines Lebens, und er lege ein Bekenntnis ab.

Ansprachen, Predigten und große Texte schreibt der Papst in der Regel selber – so Prälat Gänswein: „Wenn nötig werden freilich einzelne Bausteine geliefert oder Vorschläge erarbeitet.“ Aber Benedikt XVI. sei der Architekt der Texte.

Reaktionen auf seine Ansprachen nimmt der Papst „zur Kenntnis“. Er wäge ab und trenne die Spreu vom Weizen: „Aber er läßt sich nicht ins Bockshorn jagen, weil jemand mit dieser oder mit jener Aussage nicht einverstanden ist oder auch heftig kritisiert.“

Alte Messe

Zum Motu Proprio Summorum Pontificum erklärt der Prälat, daß es „grundsätzlich sehr gut aufgenommen“ worden sei:

„Mit diesem Dokument soll denen eine geistliche Heimat in der Kirche (wieder)gegeben werden, die sich im Zuge der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil als entwurzelt und heimatlos sahen.“
      
14 Lesermeinungen
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#14   Benedikt   13:35:42 | Donnerstag, 16. August 2007
@ Rudolfus
Soweit ich weiß waren es bei Star Wars sechs Filme. Den Film „Ocean’s 10“ gibt es in keiner Videothek, weil es diesen Film gar nicht gibt. Die „Ocean’s“-Reihe begann mit „Ocean’s 11“, wobei „11“ die Anzahl von Danny Oceans Kumpanen war. Die folgenden Filme nannten sich Ocean’s 12 & 13, was eine kreative Art der Fortsetzungsbetitelung ist.
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#13   Rudolfus   00:29:08 | Mittwoch, 15. August 2007
@Benedikt
Also ich wette, dass es den Film „Ocean’s 10“ nirgendwo auf DVD gibt *g*.
Wen interessieren schon neun Fortsetzungen als Kinofilm – außer bei der „Krieg der Sterne“-Saga.
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#12   Benedikt   19:38:37 | Dienstag, 14. August 2007
Krzyszek
Also ich wette, dass es den Film „Ocean’s 10“ nirgendwo auf DVD gibt *g*.
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#11   Monarcho   16:59:28 | Dienstag, 14. August 2007
Mischpoke und Negerküsse
Es gibt leider auch eine Mischpoke von Goys in diesem Land, deren Berufung es ist so eine art Blockwart in Sachen Antisemitismus zu spielen, wobei sie sich die Definitionshoheit darüber, was das eigentlich sein soll selber geben. Es ist wie mit dem Thema Rassismus: ausgelutscht bis zum geht nicht mehr, aber immer wieder wird eine neue Platte aufgelegt. Nach dem Motto: Penetranz siegt und wir bestimmen die immer weiter ausufernden „Inhalte“. Das endet dann beim orwelschen Neusprech von 1984 und der Finanzierung von arbeitslosen subproletarischen Antifagesocks, mit Millionenmitteln aus dem Bundeshaushalt für ihr Wohlleben, in quasi Beamtenstatus in zeitlicher Projektbegrenzung (Nachschlag gibt’s dann nächstes mal),für die Herstellung ihrer dümmlchen Elaborate zum besagten Thema. Das will zwar niemad lesen, aber aus volkspädagogischen Gründen drängt man es dem Bürger über die Medien auf. Auch das darf er natürlich alles bezahlen. So, mir reicht’s. Ich gehe jetzt erst mal einen Negerkusss essen :-D
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#10   Jörg Guttenberger, Köln   23:16:27 | Montag, 13. August 2007
Passionsspiele und Antisemitismus
Nach einem Passionsspiel in Oberammergau meinte ein amerikanischer Journalist zu einem Passionsspieler: „Doch ein recht antisemitisches Stück.“ Antwort des Passionsspielers: „Uns wäre ja auch lieber, es wären die Preußen gewesen!“
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#9   Vering   22:26:41 | Montag, 13. August 2007
Na und?
Antisemitisch oder nicht,wen juckts? der Film ist sehr berührend…bin ich jetzt Antisemit???tsss…
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#8   Lady Integra Wingates Hellsing   20:45:09 | Montag, 13. August 2007
George Clooney
George Clooney ist abgesehen von seinem guten Aussehen kein guter Schauspieler. Abgesehen von einer Rolle: „From Dusk till Dawn“ von Tarantino.
Und „The Passion“ ist sicher nicht antisemitisch, es gab ja auch irgendwann einmal Juden, die irgendetwas nicht richtig gemacht haben, oder?
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#7   Monarcho   19:50:12 | Montag, 13. August 2007
Quatsch
„Die Passion Christi ist anisemitscher Schund“:
Quatsch!
Vollkommener Blödsinn!
Dekadentes Gutmenschengestammel!
Nichts weiter :-P
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#6   PhilomenaWolkenstein   19:13:39 | Montag, 13. August 2007
Gibson
Die Passion Christi ist anisemitscher Schund.
Den besoffenen Gibson mit Cloney zu vergleichen, ist wie billiger Fusel anstatt von Moe.
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#5   Monarcho   19:09:11 | Montag, 13. August 2007
Oceans 10, Oceans 11 …
…kenne ich nicht (Mad Max schon). Er hat wohl auch in viel Mistfilmen gespielt. Aber als Regisseur ist er wirklich nicht schlecht: zumindest Die Passion Christi halte ich für ein Meisterwerk!
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#4   Krzyszek   17:42:33 | Montag, 13. August 2007
Möglichkeiten
„Gibt’s ja auch auf DVD“
So wie Oceans 10, Oceans 11 und viele andere Filme mit George Clooney.
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#3   Monarcho   17:21:08 | Montag, 13. August 2007
Mel Gibson passender ;-)
Ich finde den Vergleich mit Mel Gibson viel passender, sowohl äußerliche Ähnlichkeit, als auch wohl im religiösen Sinne ;-)
de.wikipedia.org/wiki/Mel_Gibson
Sicherlich hat er den Film von Mel Gibson „Die Passion Christi“ gesehen. Gibt’s ja auch auf DVD :-)
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#2   Credo   16:55:23 | Montag, 13. August 2007
@ExBochumer
Im Wohnzimmer seines Elternhauses sprach der Prälat mit der regionalen Tageszeitung ‘Südkurier’.Südkurier www.suedkurier.de/suche/?fs%5Bqall%5D=G…
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#1   ExBochumer †   16:49:51 | Montag, 13. August 2007
Quellenlage …
ist leider nicht belegt. – Kreuz.net bedient sich offebar aus dubiosen Quellen, oder?
Hat kreuz.net selbst das Interview geführt?
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