Alte Messe
England, England über alles
Ein US-Bischof hat kürzlich den Versuch unternommen, in seiner Diözese das Prinzip der liturgischen Einheitssprache durchzuboxen.
Der Weihbischof von Westminster firmt 40 Jugendliche im Alten Ritus, London 2005
Der Weihbischof von Westminster firmt 40 Jugendliche im Alten Ritus, London 2005
© Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
(kreuz.net) Hw. Robert Johansen aus der Diözese Kalamazoo im US-Bundesstaat Michigan unterhält seinen persönlichen Webblog.

Am 10. August befaßte er sich darin mit der Reaktion der US-Bischöfe auf das päpstliche Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe.

Bischof Patrick Cooney von Gaylord in Michigan
Bischof Patrick Cooney von Gaylord in Michigan
Dabei erwähnt er auch die Diözese Gaylord in Michigan und den dortigen Bischof, Mons. Patrick Cooney (73).

In der Diözese Gaylord leben 76.000 Katholiken in 81 Pfarreien.

Ende Juni erließ Bischof Cooney bei einem Priestertreffen verschiedene liturgische Direktiven.

Dabei dekretierte er, daß alle Liturgien in der Diözese Gaylord bis zur Promulgierung eines anderen Gesetzes vom „vorsitzenden Zelebranten“ gänzlich auf Englisch zelebriert werden müssen.

Der Gebrauch anderer Sprachen in Liedern und Hymnen könne „gelegentlich“ vorkommen, dürfe aber den Gebrauch des Englischen „niemals überschatten“ – so Mons. Cooney.

Der Bischof verlangte auch, daß jede Abweichung von diesen Vorgaben vom Bischof der Diözese Gaylord „auf einer individuellen Basis“ erbeten werden muß.

Dabei ist ein Formular zu verwenden, daß beim Sekretariat für Gottesdienst und Liturgische Weiterbildung der Diözese oder beim Büro des Bischofs erhältlich ist.

Der Bischof fügt seinen Bestimmungen in Fettdruck an: „Diese Vorgaben treten ab sofort in Kraft.“

Altrituelle Firmung in London, 2005
Der Weihbischof von Westminster, Mons. Bernard Longley (52), spendete im Dezember 2005 in London die Firmung im Alten Ritus.Die Gläubigen vor Beginn der Messe.Ankleidung des Bischofs mit den liturgischen Gewändern am Beginn der Messe.

In den erwähnten Formularen wird der Anfragesteller aufgefordert, seine „Gründe für die Anfrage um eine Abweichung von der diözesanen Vorgabe bezüglich der Verwendung der Nationalsprache während der Zelebration der Liturgie“ zu erklären.

Hw. Johansen äußert die Vermutung, daß die neuen Vorschriften ein vorauseilender Schlag gegen die lateinischen Liturgien sein könnten.

Dem Bischof müßte eigentlich bekannt sein, daß die Originalversion der Messe des Römischen Ritus im Novus Ordo lateinisch sei: „Der Bischof kann ihre Verwendung nicht verbieten.“

Bischof Cooney hat kürzlich auch angeordnet, daß die Heilige Kommunion bei jeder in der Diözese zelebrierten Messe unter beiderlei Gestalten ausgeteilt werden muß.

„Das könnte auch als Schlag gegen die Alte Messe gewertet werden“ – meint Hw. Johansen – „denn dort gibt es keine Kommunion unter beiden Gestalten.“
      
14 Lesermeinungen
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#14   Aurelius   15:58:16 | Samstag, 18. August 2007
@durchfuxt: English for uphill gardeners
Von Stehlen kann doch keine Rede sein. Es wird im engl. nach wie vor im Sinne von lustig/fröhlich verwendet…
Ja? Von wem denn? Ich habe lange in England gelebt und habe auch hier beruflich bedingt viel Kontakt mit Muttersprachlern, bin selber EFL Teacher und arbeite als Übersetzer, habe aber noch nie jemanden unter 75 Jahren erlebt, der gay im Sinne von „lustig / fröhlich“ verwendet.
Schön allerdings finde ich aber die Bezeichnung uphill gardener :-D
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#13   Tarcisius   15:46:01 | Samstag, 18. August 2007
„V2-Episkopat“ – Ich kann diese Sektenparolen nicht mehr hören!
@ artois „V2-Episkopat“ Sie schreiben Unsinn. Hier geht es nur um einen Bischof – der hl. römisch-katholischen Kirche – , der sich über 1. bestehende Liturgische Vorschriften hinwegsetzt (Die Grundform der Hl. Messe & der Liturgia horarum ist Latein), 2. Das Dokument „Sacrosanctum Concilium“ des Zweiten Vatikanischen Konzils mit Füßen tritt, das ausdrücklich wünscht, man möge das Latein in der Liturgie erhalten und der Volkssprache lediglich breiten Raum geben. Diese Eigenmächtigkeiten haben im Zweiten Vatkanischen Konzil keine Grundlagen. :-@
Die allgemeine Anweisung, die Hl. Kommunion stets unter beiderlei Gestalt zu reichen entspringt dem lobenswerten Anliegen, einen wünschenswerten Zustand herzustellen.
Eigentlich lobenswert und durchaus umsetzbar:
Intinctio und Mundkommunion – kein Problem. :)3
Ich wüßte auch nicht, was dagegen sprechen sollte, in der Hl. Messe des usus antiquior die Kommunion unter beiderlei Gestalt zu spenden.„Corpus et sanguis Domini nostri Jesu Christi custodiant animam tuam…“ O:)
Wenn das ein Schuß gegen die „Alte Messe“ sein soll – der geht nach hinten los. :-D
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#12   Typ   20:10:07 | Donnerstag, 16. August 2007
Sehr gut!
Bischof Cooney hat kürzlich auch angeordnet, daß die Heilige Kommunion bei jeder in der Diözese zelebrierten Messe unter beiderlei Gestalten ausgeteilt werden muß.
In Übereinstimmung mit dem Wort des Herrn: Joh 6,53.56; Mt 26,27 usw.
„Das könnte auch als Schlag gegen die Alte Messe gewertet werden“ – meint Hw. Johansen – „denn dort gibt es keine Kommunion unter beiden Gestalten.“
Würde es denn der Alten Messe sehr schaden, wenn in ihr das Wort Christi beachtet – sprich die Kelchkommunion eingeführt würde? – Igitt, Worte des Herrn! Pfui Teufel! Daran halten wir uns nicht! Diese Modernistensau Jesus soll bleiben, wo der Pfeffer wächst! Ans Kreuz mit ihm!
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#11   landorganist   14:44:14 | Donnerstag, 16. August 2007
Sehr bezeichnend,
dass sich unsere „Forumsfachleute“ zunächst mal mit dem Namen der Diözese auseinandersetzen. Nun, es kommt irgendwie „schwul“ drin vor…also ist es interessant!
Die Empfehlung unter beiderlei Gestalten zu kommunizieren, stammt aus November 1991. Das nennt Hetznet also kürzlich!
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#10   Rudolfus   13:56:30 | Donnerstag, 16. August 2007
@Inabikari / Der Gebrauch dieses Wortes nach 1945
1945 aber sicher noch nicht für den ganzen US-englischsprachigen Raum.
Dies geht aus Film- und Theaterzeugnissen aus den USA hervor, die sich auf die 1950er beziehen,
z.B. eine (herausgeschnittene) Szene in Back to the Future I (Zurück in die Zukunft I, USA 1985), die im Jahr 1955 spielt,
und in der der Zeitreisende aus dem Jahr 1985 das Wort in der heutigen Bedeutung benützt,
der spätere Erfinder der Zeitreisen im Jahr 1955 das Wort aber nur in der alten Bedeutung kennt.
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#9   Inabikari   13:39:18 | Donnerstag, 16. August 2007
@Rudolfus
Die Bedeutung „schwul“ hat das Wort „gay“ schon seit ca. 1945!
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#8   durchfuxt   13:37:05 | Donnerstag, 16. August 2007
@ Rudolfus
Von Stehlen kann doch keine Rede sein. Es wird im engl. nach wie vor im Sinne von lustig/fröhlich verwendet…
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#7   Rudolfus   13:29:24 | Donnerstag, 16. August 2007
@Sirilo / Die neue heutige Bedeutung dieses englischen Wortes
ist ja erst vor wenigen Jahrzehnten aufgekommen,
nachdem es die Sodomiten für sich vereinnahmt und damit quasi gestohlen haben.
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#6   Sirilo   13:06:39 | Donnerstag, 16. August 2007
Gaylord…
Wie kann eine katholische Diözese nur so heißen: Gaylord = Gay Lord = Schwuler Herr…?
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#5   Benedikt   12:36:40 | Donnerstag, 16. August 2007
Am Ende…
…des Gebets heißt es jetzt nicht mehr „Amen“, sondern „That’s it“.
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#4   Rudolfus   11:53:15 | Donnerstag, 16. August 2007
Alle Bestimmungen, die dem universalen Gesetz der Universaljurisdiktion des Römischen Papstes wider-
sprechen,
sind klarerweise automatisch null und nichtig.
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#3   möchtegern-kathole   11:39:06 | Donnerstag, 16. August 2007
vielleicht …
… sollte sich die FSSPX mal in dieser Diözese niederlassen :-]
Ich kenne sogar überzeugte Anhänger der Neuen Messe, die erbost sind über das Verhalten ihrer Bischöfe gegenüber der Alten Messe.
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#2   Krak des Chevaliers   10:59:23 | Donnerstag, 16. August 2007
private Konzile in den Diözesen
Offensichtlich fangen nun die ersten Bischöfe an, ihr eigenes Konzil im bischöflichen Arbeitszimmer einzuberufen und die dort gefassten Beschlüsse ihren Diözesen aufzudrücken. Hier zeigen sich wieder einmal die schlechten Früchte des VII Konzils: Jeder macht, was er will. Die Bischöfe gehen mit schlechtem Beispiel vorran. Den Papst nimmt keiner mehr ernst. Der Einheit der Kirche wird damit ein schlechter Dienst erwiesen. Es wird Zeit, dass sich Rom den ein oder anderen Episkopen und wohl auch manchen Priester mal tüchtig zur Brust nimmt. o.O
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#1   Artois †   10:49:41 | Donnerstag, 16. August 2007
Typisch für
den gemeingefährlichen V2-Episkopat und letztlich nicht der Erwähnung wert …
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