Pfarrjubiläum
Rabiate Diskussion
Gekommen war der Bischof für das Jubiläum einer Pfarrei. Doch dann traf er auf einen Gläubigen, der mit diesem Jubiläum nichts zu tun hatte.
Der Bischof von Buffalo, Mons. Edward Kmiec
Der Bischof von Buffalo, Mons. Edward Kmiec
(kreuz.net) Letztes Wochenende mußte sich die Polizei mit einem Gespräch befassen, das der Bischof von Buffalo, Mons. Edward Kmiec (71), kurz zuvor mit einem Gläubigen geführt hatte.

Das berichtete die Tageszeitung ‘The Evening Observer’ am 13. August.

Die Stadt Buffalo besitzt 300.000 Einwohner und liegt im äußerten Westen des US-Bundesstaates New York.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag in der Stadt Dunkirk – achtzig Kilometer südwestlich von Buffalo.

Der Bischof befand sich für einen Empfang im dortigen Clarion Hotel. Der Anlaß war das 120. Jubiläum einer Pfarrei der Diözese Buffalo.

Dabei traf der Bischof zufällig mit Bill Parks zusammen. Parks ist ein Gründungsmitglied der Vereinigung ‘Catholic Parishioners Against Church Suppression’.

Die Gruppe widersetzt sich den von der Diözese Buffalo angeordneten Schließungen von Pfarreien.

Parks befand sich aufgrund eines Klassentreffens im gleichen Hotel.

Nach seinen Angaben kam es dabei um 20.45 Uhr zu einer Auseinandersetzung.

Parks näherte sich dem Bischof und bat ihn um ein gemeinsames Photo.

Dann erzählte er dem Bischof, sein „Brieffreund“ zu sein, und erwähnte einige Schreiben, die er dem Bischof zugesandt hatte, um gegen die Schließung von Pfarreien in der Diözese zu protestieren.

Als der Bischof den Namen von Parks hörte, ergoß er sich angeblich in eine lange Tirade.

„Er begann, mich mit lauter Stimme anzuschreien und stieß mit seinen Fingern immer wieder hart an meine Brust“ – so Parks.

Noch in der gleichen Nacht begab sich Parks um 3.25 Uhr auf die Polizeistation von Dunkirk. Dort wurde ihm empfohlen, eine Anzeige wegen „Belästigung mit unerwünschter Körperberührung“ zu erstatten.

Ein Sprecher der Diözese Buffalo erklärte, daß es sich zwar um eine „lebhafte Diskussion“ gehandelt habe. Es sei aber zu keinen Körperkontakten gekommen.

Parks habe die klare Absicht gezeigt, den Bischof zu provozieren statt mit ihm eine vernünftige Diskussion zu führen.

Die Polizei hat inzwischen erklärt, daß Parks keine Klage eingebracht hat:

„Herr Parks hat nur gebeten, daß ein Polizeirapport erstellt und die Diözese über den Vorfall informiert wird.“
      
10 Lesermeinungen
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#10   aurelia   17:40:27 | Samstag, 18. August 2007
Um Himmels
willen. Das ist doch nicht normal.
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#9   Krak des Chevaliers   20:32:48 | Freitag, 17. August 2007
händedruck mit schwerwiegenden folgen
ja, ich konnte es erst auch nicht glauben, als ein Freund aus den USA mit das erzählte: Für einen Händedruck in den Knast. Aber bei Amerika kann ich mir inzwischen alles vorstellen. In ihrer puritanischen Bigoterie ist denen alles zuzutrauen: Nur Beten und Arbeiten, was anderes kennen die da nicht. Hinter allem werden irgendwelche schlimmen oder versauten Sachen vermutet. Jeder verdächtigt jeden. Demnächst darf man sich wahrscheinlich bei einem Gespräch nicht mehr in die Augen sehen, dann kommt schon der Sheriff mit Blaulicht angebraust. Mein u.s. Bekannter sagte mir, dass hat etwas mit der Angst vor neuen Terroranschlägen zu tun: Never again! Die Ammis merken bei all ihrer Vorsicht garnicht, wie Bin Laden ihr Leben im Griff hat. Dabei sind die Leute an sich ganz nett. :-|
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#8   aurelia   07:48:52 | Freitag, 17. August 2007
Aber sicher
mein Mann drückt sehr fest.
Ein Sack Reis? Geht es da um eine Spende? Schön, das freut mich.
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#7   GerdEric   07:19:10 | Freitag, 17. August 2007
@ ???
Und wieder ein Sack Reis…
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#6   möchtegern-kathole   20:51:19 | Donnerstag, 16. August 2007
@aurelia
drückt der deshalb so fest ;-) ?
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#5   landorganist   20:51:05 | Donnerstag, 16. August 2007
Typisch
V-II-Bischöfe…wer sich mit dem NOM abgibt kann ja keine Manieren haben… ^-^
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#4   aurelia   20:26:33 | Donnerstag, 16. August 2007
Die sind
ja verrückt. Gut das die so weit weg sind. Ein richtig fester Händedruck muß schon sein. Mein Mann sagt immer daran erkennt man starke Charaktere.
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#3   Krak des Chevaliers   20:24:14 | Donnerstag, 16. August 2007
für händedruck in den knast
in Amerika ist man jetzt schon soweit, dass leute, die sich auf dem Schulgelände mit Händedruck begrüßen, mit einer Festnahme durch die Polizei rechnen müssen. Diese Leute sind wirklich mehr als neurotisch. Ich sag’s ja immer: home of the free and land of the scared. :-!
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#2   aurelia   17:55:17 | Donnerstag, 16. August 2007
Sexistisch
geht es hier aber zu, finden Sie nicht?
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#1   Pünktchen   17:53:30 | Donnerstag, 16. August 2007
„Belästigung mit unerwünschter Körperberührung“
Wenigstens keine neuen Mißbrauchsvorwürfe … :-S
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