(kreuz.net, Würzburg) Ein früherer Ministrant aus Unterfranken bezichtigte den Diözesanbischof von
Würzburg, Mons. Friedhelm Hofmann, sexuelle Übergriffe eines ihm unterstellten Priesters verschleiert
zu haben.
Das berichtete die Sendung ‘Panomara’ des ‘Ersten Deutschen Fernsehens’ heute Donnerstag nacht.
Der beschuldigte Priester warf sich im November 2006 vor einen Zug.
Seit Jahresende 2001 soll er einen
damals 17jährigen Ministranten ungefähr zwölf Monate lang sexuell belästigt haben.
Der Ministrant,
der anonym bleiben wollte, behauptete, der Geistliche habe ihn zum oralen Geschlechtsverkehr gezwungen.
Nach den Vorfällen suchte der Ministrant das Gespräch mit Bischof Hoffmann.
Der Bischof sei erschrocken
gewesen. Er habe sich „ganz theatralisch“ in seinen Sessel zurückfallen lassen.
Dann habe er gedroht:
Wenn es nicht stimme, werde er dafür sorgen, daß der junge Mann in der Kirche nie mehr Fuß fassen könne:
„Ich kann mich noch erinnern, daß er mir geraten hat, von einer Anzeige Abstand zu nehmen, damit das
nicht so aufgewirbelt wird und damit nichts an die Öffentlichkeit gelangt.“
Der junge Mann schaltete
dennoch die Staatsanwaltschaft ein.
Die Behörden leiteten darauf ein Ermittlungsverfahren gegen den
Priester wegen sexueller Nötigung ein. Nach dessen Selbstmord stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen
ein.
Das Bistum dementiert
Für Bischof Hofmann, der sich derzeit im Urlaub befindet, antwortete Generalvikar
Karl Hillenbrand. Er dementierte die Vorwürfe in einer Pressemitteilung.
Mons. Hofmann habe nichts verschleiert,
sondern unverzüglich – wie in den Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz von 2002 vorgesehen – eine
Untersuchungskommission eingesetzt.
Deren Ziel sei eine Aufklärung der Vorwürfe gewesen. Dabei sei
es gerade auch um den Aspekt des Opferschutzes gegangen.
Deshalb habe die Diözese Würzburg unter Beizug
eines erfahrenen Priesters das begleitende Pastoralgespräch mit dem jungen Mann gesucht.
Der angeblich
Geschändete lehnte das Angebot nach Angaben des Generalvikars ab.
Die Mutter des Ministranten hat dieser
Darstellung widersprochen und der Diözese Würzburg vorgeworfen, keine Hilfe angeboten zu haben.
In
der von der Diözese eingeleiteten Untersuchung soll sich der Verdacht gegen den Geistlichen erhärtet
haben – erklärte der Generalvikar.
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35 Lesermeinungen
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#35 Pascal123 15:44:24 | Mittwoch, 22. August 2007
@Rahna Herr Rahna wer Homosexuell ist vergreift sich nicht an Kindern. Priester die HS sind vergreifen
sich nicht an Kindern. Priester die sich an Kindern vergreifen sind Pädophile oder Päderasten. Und HS
ist keine Neigung sonder eine Sexuelle Identität
Maximale Heuchelei Prinzipiell wird hier auf alles und jeden eingedroschen – nur bei Pädophilen ist auf
einmal die Toleranz grenzenlos, das „in dubio pro reo“ wird hochgehalten und natürlich ist auch Rudolfus
nicht weit, der gleich auf die „linken“ Medien einhackt. Kinderschändenden Pater werden aber wie Unschuldslämmer
angesehen. Dabei macht die Kirche sich selbst das Leben schwer – keiner würde pauschale Urteile über
die Kirche fällen angesichts pädophiler Priester, wenn die Kirche ehrlich mit ihnen umginge und wie
bei allen anderen Straftaten auch die Staatsanwaltschaft ihren Job machen ließe. Aber Bischöfe verhalten
sich bedauerlicherweise oft kontraproduktiv – zum einen strafen sie ihre eigenen Statuten und Versprechungen
von 2002 Lügen. Damals war auf Druck aus Rom Offenheit versprochen worden und zum anderen ist es moralisch
einfach verwerflich im Fall von sexuellen Kindesmisshandlungen auf die Opfer einzudreschen, aber alles
zu tun, um die TÄTER vor Strafverfolgung zu schützen. Erst dadurch, daß die Bischöfe die Situation
so verschärfen, wird ein gesamtkirchliches Problem daraus und logischerweise ist der Imageschaden dann
enorm. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr. Es handelt sich schließlich nicht um einen Einzelfall,
sondern eine allgemeine Verschleierung – die Bistümer Würzburg, Magdeburg und Regensburg handelten alle
so verdorben. Sie haben erst die Taten Einzelner zu einem kirchlichen Muster aufgeblasen, auf das sich
die Medien natürlich stürzen. SELBST SCHULD!
#33 Don Carlos 21:45:34 | Freitag, 17. August 2007
Vorwürfe gegen Bischof… Allen die hier meinen den Stab brechen oder ein Urteil fällen zu müssen gilt:
lesen Sie nach bei Joh 8,7 oder Mt 7, 1 ff oder Lk 6, 37-42 !!!
#32 Karl Rahna 17:23:31 | Freitag, 17. August 2007
Pater Rahna meint: Aber hier lag eindeutig ein Verhältnis zu einem Schutzbefohlenen vor. Und da wirds
dann schon wieder problematisch, weil da eben auch Macht im Spiel sein kann! Und es geht dann darum, daß
jemand nicht mehr in aller Freiheit „Ja!“ oder „Nein!“ sagen kann! Und man kann ein enges Vertauensverhältnis
auch ausnutzen! Auch das ist nicht in Ordnung! Erklären Sie das mal der Homosexuellen-Lobby in diesem
Land, die genau das TOTAL anders sieht und sich intensiv dafür einsetzt, entsprechende Gesetze zu ändern.
Im übrigen zeigt sich immer wieder von neuem, wie dringend dieses www.vatican.va/…4_istruzione_ge.html
Dokument war. jetzt muss es aber auch konsequent und 1:1 umgesetzt werden. Und dabei müssen die Laien
engagiert mitwirken. Wer mitbekommt, wie ein junger mann mit homosexuellen Neigungen in ein Priesterseminar
aufgenommen wird, ist verpflichtet, alles in seiner macht stehende zu tun, damit der da wieder verschwindet.
Zölibatäres Verhalten in der Natur Nicht im engeren Sinne als kulturelles Phänomen, auch wenn kulturelle
Ansätze im Sozialverhalten beispielsweise von Menschenaffen beobachtet werden können. Allerdings gibt
es sehr wohl Individuen, die nicht an der Fortpflanzung teilnehmen, sei es aufgrund individueller Homosexualität
oder aufgrund bauplangemäßer Sterilität, wie sie bei staatenbildenden Arten (etwa bei Ameisen, Bienen
oder auch den sogenannten Staatsquallen) vorliegt.
@Kurt K. / Zölibatäres Verhalten in der Natur Wird in der Natur auch zölibatäres Verhalten beobachtet?
Auch der Mensch gehört zur Natur. Zölibatär lebende Menschen finden sich in sehr vielen Kulturen weltweit,
nicht nur in der christlichen Religion, und auch in den alten Kulturen.
wi-bi da habe ich das doch glatt falsch gelesen. Vielen Dank für den link. Trotzdem schrecklich, der
arme Junge! Nur wegen so einem homosexuellem Geistlichem hat er jetzt einen seelischen schaden fürs leben.
aurelia Nein, nein. Der Junge lebt noch. Der Priester hat sich umgebracht. Den Panorama-Beitrag können
Sie sich übrigens hier daserste.ndr.de/…98_mid-4192426_.html noch einmal anschauen (der ARD-Weboffensive
sei Dank).
@ Luther Warum wird der, im übrigen absolut nicht widernatürliche Vorgang des Zoelibats, als Grund angenommen?
Das liegt daran nicht! Im Tierreich wird auch Pädophilie beobachtet…zuhauf sogar. Ähm…ist das dann
nicht etwa auch natürlich?? Wird in der Natur auch zölibatäres Verhalten beobachtet? Im übrigen ist
zur Eigenschaft „natürlich“ zu sagen: Fast alles menschliche Verhalten ist natürlich. Ob Mord, Pädophilie,
Onanie, Homosexualität, Körperverletzung, Diebstahl – all das ist „natürliches Verhalten“. Nur sind
wir nunmal keine natürliche Gesellschaft mehr. Wir sind uns unserer Taten und deren Einfluss auf andere
und uns selbst bewusst. Um das funktionieren einer Gesellschaft zu gewährleisten, muss man eben manche
Verhaltensweisen, und seien sie noch so „natürlich“, verbieten. Der Löwe beispielsweise verletzt bei
Kampf um ein Weibchen einen Rivalen und nimmt dabei auch dessen Tod in kauf. Es gibt auch Menschen, die
das tun würden, gäbe es keine Gesetze. Das ist tatsächlich eine natürliche veranlagung – die allerding
eben im Interesse eines friedlichen Zusammenlebens gebändigt werden muss. Ebenso ists mit all den natürlichen
Verhaltensweisen, die Andere schädigen. Diese muss jede Gesellschaft domestizieren, sozusagen.
Ich habe ja jetzt nicht gelesen was Sie alles geschrieben haben, aber ist das nicht schrecklich? Ein homosexueller
Priester vergreift sich an einem 17jährigem und der wird noch von kirchenseite bedroht. Das ist einfach
unglaublich. Der arme junge Mann, Gott hab ihn seelig) sah wohl keinen anderen Weg mehr als den Tod. Nein,
nein, nein, was schlimm.
post mortem Es wurde eingestellt, da in Deutschland nicht gegen einen Toten ermittelt werden darf. Es
wäre wohl auch ein Fall von Leichenschändung, wenn man einen Toten für einige Jahre ins Gefängnis
steckt.
Das ist nicht wahr es gibt genauso viele, wenn nicht sogar viel mehr, Missbrauchsfälle von „nicht-Priestern“!
Machen wir uns doch nichts vor. AUch bei ev. Pfarrern gibt es Missbrauch, bei Lehrern, bei normalen Vätern
und Müttern. Aber im Falle kath. Kirche wird das wirklich immer extrem behandelt. Extrem. Nur warum??
Warum wird der, im übrigen absolut nicht widernatürliche Vorgang des Zoelibats, als Grund angenommen?
Das liegt daran nicht! Ausserdem ist die Gleichstellung kath. Priester = ganze Kirche einfach falsch…genauso
wie Lehrer = Schule falsch ist. Die Diskussion von gestern aufgreifend frage ich mal ganz ehrlich: Im
Tierreich wird auch Pädophilie beobachtet…zuhauf sogar. Ähm…ist das dann nicht etwa auch natürlich??
(Ich bin gespannt auf die jetzt kommenden Eindräschungen auf mich, weil man ja sowas nicht mal erwähnen
darf)… Um das aber klar zu stellen…ich distanziere mich ganz ganz deutlich von Pädophilie und empfinde
das als eine abartige, perverse Entstellung der Sexualität, die bestraft gehört!
@ Luther Wenn man in unserer Gesellschaft das Wort Priester und Kinder gemeinsam in den Mund nimmt, schreckt
jeder zusammen und man entwickelt sofort Verurteilungen, hat Vorwände und ist ängstlich. Wissen Sie,
das finde ich ziemlich pervers und abartig! Und wieso ist das so?? Das sollten sie sich mal fragen. Vielleicht
ist auch eher der Grund dafür pervers und abartig. Nieand schreckt bei der gleichzeitigen Verwendung
von Lehrer und Kinder zusammen. Obwohl es da auch schon Missbrauchsfälle gab. Warum? Weil das lange nicht
so häufig vorkommt. Es liegt vielleicht auch daran, dass das Zölibat von den allermeisten menschen als
der menschlichen Natur zuwiderlaufend angesehen wird und es impliziert, dass Priester „nicht normal“ sein
können.
@all: Insgesamt stimme ich schon zu, dass diese Missbrauchsfälle sehr übel sind und dass gerade die
Täter natürlich eine ordentliche Strafe nach deutschem Gesetz bekommen sollten! ABER vorsicht…der
eigentlich tiefverankerte rechtliche Grundsatz, nach dem unsere Dreiteilung der Gewalten NUR NUR NUR funktionieren
kann, wird hier durch die Gesellschaft getreten und vollkommen umgedreht (und das finde ich sehr sehr
alarmierend): „In dubio pro reo“ Wenn man in unserer Gesellschaft das Wort Priester und Kinder gemeinsam
in den Mund nimmt, schreckt jeder zusammen und man entwickelt sofort Verurteilungen, hat Vorwände und
ist ängstlich. Wissen Sie, das finde ich ziemlich pervers und abartig!
@ timpressum Wissen Sie was: der Pfarrer ist tot. Die staatlichen Gerichte konnten somit nicht in Erfahrung
bringen, inwieweit das Verhältnis „freiwillig“ war. Deshalb wurde das Verfahren wohl auch eingestellt.
Es besteht so gesehen kein Grund, sich hier zu entrüsten, zumal ich Ihre Ansicht über „Liebe“ im vorliegenden
Fall absolut nicht teile. Ich weiß aus guten Quellen, dass dieses Verhältnis, das ich eher als Verirrung
bezeichnen würde, kein „Zwangsverhältnis“ war. Ein Verhältnis zu einem Schutzbefohlenen vermag ich
im vorliegenden Fall auch nur sehr eingeschränkt zu sehen. Dies war mein letzter Satz hierzu. Das Thema
eignet sich nicht für kreuznet-Phrasendrescherei.
wechselseitige „Affinititäten“??? Das Opfer scheint mir das allerdings anders zu sehen. daserste.ndr.de/…98_mid-4192426_.html
Besonders brisant ist die aber die Reaktion des Bischofs. Nicht nur, dass er den Täter vor einer Strafverfolgung
schützen möchte. Nein er versucht auch noch das Opfer einzuschüchtern. Zudem übergeht er die deutsche
Rechtssaatlichkeit. Da komme mir noch mal einer mit der Einführung der Scharia in Deutschland. Das ist
doch keinen Deut besser. Widerlich. Ekelhaft. Abstoßend.
#17 timpressum † 10:44:20 | Freitag, 17. August 2007
@ C. Hüller Diesen Satz sagen Sie bitte mal einem Menschen mit Mißbrauchserfahrungen ins Gesicht! Ein
Täter ist niemals Opfer! Jemand ist entweder ein mutmaßlicher Täter und gegebenenfalls nach Feststellung
seiner Schuld durch ein ordentliches staatliches Gericht ein Täter! Das zum einen. Zu den „Wechselseitigen
Affinitäten“: die mag es gegeben haben und die Liebe ist was Schönes, der sich auch keiner in den Weg
stellen sollte! Ich auch nicht! Aber hier lag eindeutig ein Verhältnis zu einem Schutzbefohlenen vor.
Und da wirds dann schon wieder problematisch, weil da eben auch Macht im Spiel sein kann! Und es geht
dann darum, daß jemand nicht mehr in aller Freiheit „Ja!“ oder „Nein!“ sagen kann! Und man kann ein enges
Vertauensverhältnis auch ausnutzen! Auch das ist nicht in Ordnung!
florian geyer interessante thesen, die Sie da haben! zur darstellung homosexueller priester, die das ziel
verfolgen, die katholische kirche zu schädigen: es ist schon bemerkenswert, dass die hier versammelte
glaubensgemeinde im allgemeinen gnadenlos ablehnend mit der frage der homosexualität umgeht. lediglich,
wenn es um einen vertreter gottes auf erden geht, wird eine art toleranz fühlbar. ich würde Ihre gebote
einer „gottlosen gesellschaft“ ein wenig abändern statt „du sollst keinen gott haben“ – z.B. „du sollst
keinen gott haben MÜSSEN“ das bild der „gottlosen gesellschaft“ verliert das von Ihnen implizierten schrecken,
wenn man sich ein wenig dafür interessiert, welches unglück, leid und elend die „gottesfürchtigen gesellschaften“
über die menschen gebracht haben. für Sie verständlicherweise ein tabuthema.
@ timpressum Ich finde es unglaublich, wie sich die Kirche in dieser Beziehung dem deutschen Rechtsstaat
entzieht und ihr eigenes Ding macht! Die schützen ja auch noch die Täter! Sachte, sachte, timpressum,
in diesem Fall hat es meines Wissens nach wechselseitige „Affinititäten“ gegeben, die in den Bereich
dessen fallen, was die Kirche als Unzucht bezeichnet. Der Täter war hier auch ein Opfer, das Opfer auch
ein Täter.
@timpressum / Jedem das Seine Supernebenkriegsschauplatz lenkt grad prima ab vom eigentlichen thema! Keiner
hindert Sie daran, Ihren Themen nachzugehen.
@Die ÖVP und der ORF und die ÖVP bis 1970 Die ÖVP hat bis 1970 aber noch aktiv regiert, und sich selbst
vor allem das damals wichtigere ORF-Radio vorgeknöpft, während sie das „futuristische“ ORF-Fernsehen
als unbedeutend ansah und es gerne der SPÖ überlassen hat, bevor sich die ÖVP dann, mit ihren vielen
„Bünden“, 1970-1986 in die Bundesopposition verabschiedete: Davor hatte sich die ÖVP ihre eigenen Kanzler,
Obmänner und sogar Präsidentenkandidaten selbst regelmäßig demontiert und Präsidentenkandidaten in
manchen Bundesländern wenig unterstützt, nachzulesen in den Geschichtsbüchern der II. Republik Österreich
1945-1970, insbesonders über die ÖVP: ÖVP-Kanzler Alfons Gorbach (1961-1964) erfuhr von seiner Demontage
durch die ÖVP aus der Zeitung. ÖVP-Kanzler Josef Klaus (1964-1970) dachte an seinen Vorgänger, als
er 1970 die absolute Mehrheit verlor. Bereits ÖVP-Kanzler Julius Raab (1953-1961) hatte seinen Freund,
ÖVP-Kanzler Leopold Figl (1945-1953), als Kanzler 1953 demontiert gehabt, ihn aber als Außenminister
behalten. ÖVP-Präsidentenkandidaten wurden nicht ausreichend von allen ÖVP-Ländern unterstützt, sodaß
erst Ex-UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim 1986 der erste unumstrittene ÖVP-Präsidentenkandidat war,
und über den die SPÖ überlegte, auf eine eigene SPÖ-Präsidentenkandidatur 1986 erstmals zu verzichten:
Die SPÖ meinte aber, den ersten ÖVP-Präsidenten der II. Republik doch noch verhindern zu können, ebenso
wie sie das 2000 mit dem ersten ÖVP-Kanzler seit ‘70 versuchte.
#11 timpressum † 01:00:20 | Freitag, 17. August 2007
Umgang mit Missbrauch Es gibt natürlich Mißbrauch in allen gesellschaftlichen Bereichen. Dabei zählen
die Täter übrigens meistens zum engsten familiären Umkreis! Was mich allerdings immer wieder wundert,
ist der Umgang der Kirche mit den Tätern! Ich kenne einen verbürgten Fall in Deutschland, wo das entsprechende
Bistum dem Opfer Schweigegeld geboten hat, damit der Mensch von einer Anzeige absieht! Zum Glück hat
der Entsprechende dies nicht getan! Und es geht auch nicht, daß der Angeschuldigte erstmal zu einem Gespräch
gebeten wird. Sondern es hat die sofortige Suspendierung zu erfolgen, ein Staatsanwalt ist einzuschalten
und nach dem Urteil eines Gerichtes ist der Betroffene aus seinem Amt zu entfernen bzw. in dieses wieder
einzusetzen! So läuft das doch auch in anderen Institutionen! Ich finde es unglaublich, wie sich die
Kirche in dieser Beziehung dem deutschen Rechtsstaat entzieht und ihr eigenes Ding macht! Die schützen
ja auch noch die Täter! Guckt mal da: § 258 StGB bundesrecht.juris.de/stgb/__258.html
#10 Florian Geyer 00:46:43 | Freitag, 17. August 2007
Rudolfus Die roten Gfrieser haben in den 60ern das Fernsehen genommen während die OVP mit dem Radio abgespeist
wurde in völlig verfehlter Erkennung der Wichtigkeit dieses Bildmediums. l.g. @Engelhardt: war natürlich
nur ein kleiner Scherz mit dem „Ihr“
@Florian Geyer / Ihre Punkte treffen genau „ins Schwarze“ Insbesonders Punkt 1 und Punkt 8. Der langjährige
ORF-Monopolstaatsrundfunk Österreichs ist bis heute in roten SPÖ-Händen mit einigen „SPÖVP“lern nach
dem Vorbild der SED’schen „CDU“ in der DDR. Der Staatsfunk ist faktisch eine verfassungswidrige „Überregierung“
über dem verfasungsgemäßen Bundespräsidenten und der Bundesstaatsorgane wie Regierung, Parlament und
Judikative: und sagt, was diese Organe zu beschließen oder zu exekutieren haben. Die einzige Bedrohung
für die SPÖ und deren SPÖ-nahen ÖVP-Teil („SPÖVP“) waren die FPÖ und der FPÖ-nahe ÖVP-Teil, seit
der Existenz der ÖVP-FPÖ-Mehrheit in Österreich seit 1983, wieder seit 1971.
#8 Florian Geyer 00:29:05 | Freitag, 17. August 2007
Thesen: 1.) Die Medien sind überwiegend antiklerikal 2.) Die Medien freuen sich wie ein Piranha über
einen Happen Fleisch wenn sie der Kirche eins auswischen können. 3.) Mißbrauch kommt in allen Berufsständen
und sozialen Schichten vor 4.) Wenn ein Geistlicher so ein Verbrechen begeht wiegt es schwerer da an diesen
besondere moralische Maßstäbe gelegt werden. 5.) Geistliche sind dämonischen Angriffen und Versuchungen
oft verstärkter ausgesetzt als Andere, (was aber nichts entschuldigt) 6.) Das Bild für die Öffentlichkeit
und die Rufschädigung der Kirche ist verheerend 7.) Ein Priester ist nicht gleich katholische Kirche
sondern ein fehlbarer Mensch 8.) Die Darstellung geistlicher als Homosexueller und Kinderschänder war
in den beiden letzten Diktaturen gang und gebe um die Kirche zu schädigen.
Eine (über)wachende Führung Gotthard: Berufsgruppen von Lehrern und Sozialarbeitern sind belastet Und
zwar deshalb, weil diese auch ständig direkt mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Jede dieser Verwaltungsstelle
muß darum entsprechende Verhaltens- und Organisationsregeln besitzen, und eine Führung, die das überwacht.
Missbrauch Die allermeisten Missbrauchsfälle in Deutschland werden von NICHT-zölibatären Menschen begangen…
die meisten sind verheiratet … Berufsgruppen von Lehrern und Sozialarbeitern sind belastet.
#5 timpressum † 00:17:21 | Freitag, 17. August 2007
Die goldene Mitte Ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß der Zölibat nicht nur dazu beiträgt, gesunde
Sexualität zu verkrüppeln, sondern auch, daß Menschen mit einem Hang zu Kindern und Jugendlichen Priester
werden wollen, weil sie meinen, daß der Zölibat sie „heilt“. Weitere Infos zum Thema „Sexuelle Gewalt
in der Kirche“ unter [link]www.ikvu.de/…auch/index.html[link]
Vorwürfe gegen den Bischof’ Gibt es bei kreuz.net etwa auch – wie bei Tageszeitungen – ein „Sommerloch“?
Oder wird nur wieder mal ein Bischof gesucht, den man an den Pranger stellen kann? Bei dem Bischof von
W. sind sie hier sicher an der falschen Adresse. Es gilt auch zu fragen, wo hier bei den/dem Artikelschreiber(n)
die von Leserbriefschreibern gefor-derte Sachlichkeit bleibt? Anscheinend ist man darauf aus, mit solchen
Artikeln auf sich aufmerksam zu machen. Von Seriösität zeugt dies allerdings nicht. Ein Auswechseln
so mancher Schreiber auf dieser Seite wäre kein Verlust sondern nur ein Gewinn.
#3 Rudolfus 23:57:20 | Donnerstag, 16. August 2007
@Gerhard / Die ungeordneten Triebe der Verheirateten und der Nichtverheirateten Wenn zölibatär zu leben
gleichbedeutend ist mit einem Verzicht auf jegliche Äußerung von Sexualität, dann zeigt dieses Beispiel
einmal mehr, wohin es führen kann, wenn Sexualität ein Tabuthema ist. Die meisten Mißbrauchsfälle
geschehen, trotz einem anderen Verhältnis in der Erwähnung in der öffentlichen Berichterstattung, nicht
durch jene, die ein Zölibatsgelübde abgelegt haben, sondern in Familien, durch Verheiratete und Unverheiratete.
Von größerem öffentlichen Berichterstattungsinteresse sind aber vor allem nur Priester mit ungeordnetem
Sexualtrieb, und nicht von Leuten, die jeder andere auch sein könnte. Eine gesunde Sexualität sollte
in eine verantwortlich gelebte Partnerschaft eingebettet sein können. Diese aber wird Priestern und Ordensleuten
verwehrt, die im Nachhinein für sich selber feststellen müssen, dass sie eben doch nicht zölibatär
leben können. Die ungeordneten Triebe der Menschen müssen durch Disziplin geordnet sein, sowohl als
Verheirateter oder als Nichtverheirateter.
Tabuthema Wenn zölibatär zu leben gleichbedeutend ist mit einem Verzicht auf jegliche Äußerung von
Sexualität, dann zeigt dieses Beispiel einmal mehr, wohin es führen kann, wenn Sexualität ein Tabuthema
ist. Eine gesunde Sexualität sollte in eine verantwortlich gelebte Partnerschaft eingebettet sein können.
Diese aber wird Priestern und Ordensleuten verwehrt, die im Nachhinein für sich selber feststellen müssen,
dass sie eben doch nicht zölibatär leben können.
#1 Nachtlaterne 23:36:00 | Donnerstag, 16. August 2007
erschrocken sein… …bzw. erschüttert sein gehört zur betroffenheitskultur dieser gesellschaft. speziell
die politiker haben das so gut drauf. können wir auch mal erschrocken sein über uns selber??