Homosexualität
Vorwürfe gegen den Bischof
Ein Priester, der sich im November 2006 vor einen Zug warf, soll in die homosexuelle Schändung eines Halbwüchsigen verwickelt gewesen sein.
Bischof Friedhelm Hofmann von Würzburg
Bischof Friedhelm Hofmann von Würzburg
© Pressestelle Bistum Würzburg
(kreuz.net, Würzburg) Ein früherer Ministrant aus Unterfranken bezichtigte den Diözesanbischof von Würzburg, Mons. Friedhelm Hofmann, sexuelle Übergriffe eines ihm unterstellten Priesters verschleiert zu haben.

Das berichtete die Sendung ‘Panomara’ des ‘Ersten Deutschen Fernsehens’ heute Donnerstag nacht.

Der beschuldigte Priester warf sich im November 2006 vor einen Zug.

Seit Jahresende 2001 soll er einen damals 17jährigen Ministranten ungefähr zwölf Monate lang sexuell belästigt haben.

Der Ministrant, der anonym bleiben wollte, behauptete, der Geistliche habe ihn zum oralen Geschlechtsverkehr gezwungen.

Nach den Vorfällen suchte der Ministrant das Gespräch mit Bischof Hoffmann.

Der Bischof sei erschrocken gewesen. Er habe sich „ganz theatralisch“ in seinen Sessel zurückfallen lassen.

Dann habe er gedroht: Wenn es nicht stimme, werde er dafür sorgen, daß der junge Mann in der Kirche nie mehr Fuß fassen könne:

„Ich kann mich noch erinnern, daß er mir geraten hat, von einer Anzeige Abstand zu nehmen, damit das nicht so aufgewirbelt wird und damit nichts an die Öffentlichkeit gelangt.“

Der junge Mann schaltete dennoch die Staatsanwaltschaft ein.

Die Behörden leiteten darauf ein Ermittlungsverfahren gegen den Priester wegen sexueller Nötigung ein. Nach dessen Selbstmord stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.

Das Bistum dementiert

Für Bischof Hofmann, der sich derzeit im Urlaub befindet, antwortete Generalvikar Karl Hillenbrand. Er dementierte die Vorwürfe in einer Pressemitteilung.

Mons. Hofmann habe nichts verschleiert, sondern unverzüglich – wie in den Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz von 2002 vorgesehen – eine Untersuchungskommission eingesetzt.

Deren Ziel sei eine Aufklärung der Vorwürfe gewesen. Dabei sei es gerade auch um den Aspekt des Opferschutzes gegangen.

Deshalb habe die Diözese Würzburg unter Beizug eines erfahrenen Priesters das begleitende Pastoralgespräch mit dem jungen Mann gesucht.

Der angeblich Geschändete lehnte das Angebot nach Angaben des Generalvikars ab.

Die Mutter des Ministranten hat dieser Darstellung widersprochen und der Diözese Würzburg vorgeworfen, keine Hilfe angeboten zu haben.

In der von der Diözese eingeleiteten Untersuchung soll sich der Verdacht gegen den Geistlichen erhärtet haben – erklärte der Generalvikar.
      
35 Lesermeinungen
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#35   Pascal123   15:44:24 | Mittwoch, 22. August 2007
@Rahna
Herr Rahna wer Homosexuell ist vergreift sich nicht an Kindern. Priester die HS sind vergreifen sich nicht an Kindern. Priester die sich an Kindern vergreifen sind Pädophile oder Päderasten.
Und HS ist keine Neigung sonder eine Sexuelle Identität
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#34   Tammox †   13:58:47 | Montag, 20. August 2007
Maximale Heuchelei
Prinzipiell wird hier auf alles und jeden eingedroschen – nur bei Pädophilen ist auf einmal die Toleranz grenzenlos, das „in dubio pro reo“ wird hochgehalten und natürlich ist auch Rudolfus nicht weit, der gleich auf die „linken“ Medien einhackt.
Kinderschändenden Pater werden aber wie Unschuldslämmer angesehen.
Dabei macht die Kirche sich selbst das Leben schwer – keiner würde pauschale Urteile über die Kirche fällen angesichts pädophiler Priester, wenn die Kirche ehrlich mit ihnen umginge und wie bei allen anderen Straftaten auch die Staatsanwaltschaft ihren Job machen ließe.
Aber Bischöfe verhalten sich bedauerlicherweise oft kontraproduktiv – zum einen strafen sie ihre eigenen Statuten und Versprechungen von 2002 Lügen. Damals war auf Druck aus Rom Offenheit versprochen worden und zum anderen ist es moralisch einfach verwerflich im Fall von sexuellen Kindesmisshandlungen auf die Opfer einzudreschen, aber alles zu tun, um die TÄTER vor Strafverfolgung zu schützen.
Erst dadurch, daß die Bischöfe die Situation so verschärfen, wird ein gesamtkirchliches Problem daraus und logischerweise ist der Imageschaden dann enorm.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr.
Es handelt sich schließlich nicht um einen Einzelfall, sondern eine allgemeine Verschleierung – die Bistümer Würzburg, Magdeburg und Regensburg handelten alle so verdorben.
Sie haben erst die Taten Einzelner zu einem kirchlichen Muster aufgeblasen, auf das sich die Medien natürlich stürzen.
SELBST SCHULD!
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#33   Don Carlos   21:45:34 | Freitag, 17. August 2007
Vorwürfe gegen Bischof…
Allen die hier meinen den Stab brechen oder ein Urteil fällen zu müssen gilt: lesen Sie nach bei Joh 8,7 oder Mt 7, 1 ff oder Lk 6, 37-42 !!!
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#32   Karl Rahna   17:23:31 | Freitag, 17. August 2007
Pater Rahna meint:
Aber hier lag eindeutig ein Verhältnis zu einem Schutzbefohlenen vor. Und da wirds dann schon wieder problematisch, weil da eben auch Macht im Spiel sein kann! Und es geht dann darum, daß jemand nicht mehr in aller Freiheit „Ja!“ oder „Nein!“ sagen kann! Und man kann ein enges Vertauensverhältnis auch ausnutzen! Auch das ist nicht in Ordnung!
Erklären Sie das mal der Homosexuellen-Lobby in diesem Land, die genau das TOTAL anders sieht und sich intensiv dafür einsetzt, entsprechende Gesetze zu ändern.
Im übrigen zeigt sich immer wieder von neuem, wie dringend dieses www.vatican.va/…4_istruzione_ge.html Dokument war. jetzt muss es aber auch konsequent und 1:1 umgesetzt werden. Und dabei müssen die Laien engagiert mitwirken. Wer mitbekommt, wie ein junger mann mit homosexuellen Neigungen in ein Priesterseminar aufgenommen wird, ist verpflichtet, alles in seiner macht stehende zu tun, damit der da wieder verschwindet.
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#31   santo domingo 2   16:51:13 | Freitag, 17. August 2007
Zölibatäres Verhalten in der Natur
Nicht im engeren Sinne als kulturelles Phänomen, auch wenn kulturelle Ansätze im Sozialverhalten beispielsweise von Menschenaffen beobachtet werden können.
Allerdings gibt es sehr wohl Individuen, die nicht an der Fortpflanzung teilnehmen, sei es aufgrund individueller Homosexualität oder aufgrund bauplangemäßer Sterilität, wie sie bei staatenbildenden Arten (etwa bei Ameisen, Bienen oder auch den sogenannten Staatsquallen) vorliegt.
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#30   Rudolfus   16:43:28 | Freitag, 17. August 2007
@Kurt K. / Zölibatäres Verhalten in der Natur
Wird in der Natur auch zölibatäres Verhalten beobachtet?
Auch der Mensch gehört zur Natur.
Zölibatär lebende Menschen finden sich in sehr vielen Kulturen weltweit, nicht nur in der christlichen Religion, und auch in den alten Kulturen.
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#29   aurelia   16:03:11 | Freitag, 17. August 2007
wi-bi
da habe ich das doch glatt falsch gelesen. Vielen Dank für den link. Trotzdem schrecklich, der arme Junge! Nur wegen so einem homosexuellem Geistlichem hat er jetzt einen seelischen schaden fürs leben.
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#28   GerdEric   15:48:36 | Freitag, 17. August 2007
@Kurt K.
Wird in der Natur auch zölibatäres Verhalten beobachtet?
Was sind Bienen?
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#27   wi-bi   15:43:42 | Freitag, 17. August 2007
aurelia
Nein, nein. Der Junge lebt noch. Der Priester hat sich umgebracht.
Den Panorama-Beitrag können Sie sich übrigens hier daserste.ndr.de/…98_mid-4192426_.html noch einmal anschauen (der ARD-Weboffensive sei Dank).
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#26   Kurt K.   13:28:33 | Freitag, 17. August 2007
@ Luther
Warum wird der, im übrigen absolut nicht widernatürliche Vorgang des Zoelibats, als Grund angenommen? Das liegt daran nicht!
Im Tierreich wird auch Pädophilie beobachtet…zuhauf sogar. Ähm…ist das dann nicht etwa auch natürlich??
Wird in der Natur auch zölibatäres Verhalten beobachtet?
Im übrigen ist zur Eigenschaft „natürlich“ zu sagen: Fast alles menschliche Verhalten ist natürlich. Ob Mord, Pädophilie, Onanie, Homosexualität, Körperverletzung, Diebstahl – all das ist „natürliches Verhalten“.
Nur sind wir nunmal keine natürliche Gesellschaft mehr. Wir sind uns unserer Taten und deren Einfluss auf andere und uns selbst bewusst. Um das funktionieren einer Gesellschaft zu gewährleisten, muss man eben manche Verhaltensweisen, und seien sie noch so „natürlich“, verbieten. Der Löwe beispielsweise verletzt bei Kampf um ein Weibchen einen Rivalen und nimmt dabei auch dessen Tod in kauf. Es gibt auch Menschen, die das tun würden, gäbe es keine Gesetze. Das ist tatsächlich eine natürliche veranlagung – die allerding eben im Interesse eines friedlichen Zusammenlebens gebändigt werden muss.
Ebenso ists mit all den natürlichen Verhaltensweisen, die Andere schädigen. Diese muss jede Gesellschaft domestizieren, sozusagen.
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#25   aurelia   13:17:03 | Freitag, 17. August 2007
Ich habe
ja jetzt nicht gelesen was Sie alles geschrieben haben, aber ist das nicht schrecklich? Ein homosexueller Priester vergreift sich an einem 17jährigem und der wird noch von kirchenseite bedroht. Das ist einfach unglaublich. Der arme junge Mann, Gott hab ihn seelig) sah wohl keinen anderen Weg mehr als den Tod. Nein, nein, nein, was schlimm.
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#24   juergen   12:54:29 | Freitag, 17. August 2007
post mortem
Es wurde eingestellt, da in Deutschland nicht gegen einen Toten ermittelt werden darf.
Es wäre wohl auch ein Fall von Leichenschändung, wenn man einen Toten für einige Jahre ins Gefängnis steckt.
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#23   Luther   12:30:41 | Freitag, 17. August 2007
Das ist nicht wahr
es gibt genauso viele, wenn nicht sogar viel mehr, Missbrauchsfälle von „nicht-Priestern“!
Machen wir uns doch nichts vor. AUch bei ev. Pfarrern gibt es Missbrauch, bei Lehrern, bei normalen Vätern und Müttern.
Aber im Falle kath. Kirche wird das wirklich immer extrem behandelt. Extrem. Nur warum??
Warum wird der, im übrigen absolut nicht widernatürliche Vorgang des Zoelibats, als Grund angenommen? Das liegt daran nicht!
Ausserdem ist die Gleichstellung kath. Priester = ganze Kirche einfach falsch…genauso wie Lehrer = Schule falsch ist.
Die Diskussion von gestern aufgreifend frage ich mal ganz ehrlich: Im Tierreich wird auch Pädophilie beobachtet…zuhauf sogar. Ähm…ist das dann nicht etwa auch natürlich??
(Ich bin gespannt auf die jetzt kommenden Eindräschungen auf mich, weil man ja sowas nicht mal erwähnen darf)…
Um das aber klar zu stellen…ich distanziere mich ganz ganz deutlich von Pädophilie und empfinde das als eine abartige, perverse Entstellung der Sexualität, die bestraft gehört!
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#22   Kurt K.   12:09:41 | Freitag, 17. August 2007
@ Luther
Wenn man in unserer Gesellschaft das Wort Priester und Kinder gemeinsam in den Mund nimmt, schreckt jeder zusammen und man entwickelt sofort Verurteilungen, hat Vorwände und ist ängstlich. Wissen Sie, das finde ich ziemlich pervers und abartig!
Und wieso ist das so?? Das sollten sie sich mal fragen. Vielleicht ist auch eher der Grund dafür pervers und abartig.
Nieand schreckt bei der gleichzeitigen Verwendung von Lehrer und Kinder zusammen. Obwohl es da auch schon Missbrauchsfälle gab. Warum? Weil das lange nicht so häufig vorkommt.
Es liegt vielleicht auch daran, dass das Zölibat von den allermeisten menschen als der menschlichen Natur zuwiderlaufend angesehen wird und es impliziert, dass Priester „nicht normal“ sein können.
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#21   wi-bi   11:57:13 | Freitag, 17. August 2007
Deshalb wurde das Verfahren wohl auch eingestellt.
Nein. Es wurde eingestellt, da in Deutschland nicht gegen einen Toten ermittelt werden darf.
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#20   Luther   11:28:45 | Freitag, 17. August 2007
@all:
Insgesamt stimme ich schon zu, dass diese Missbrauchsfälle sehr übel sind und dass gerade die Täter natürlich eine ordentliche Strafe nach deutschem Gesetz bekommen sollten!
ABER vorsicht…der eigentlich tiefverankerte rechtliche Grundsatz, nach dem unsere Dreiteilung der Gewalten NUR NUR NUR funktionieren kann, wird hier durch die Gesellschaft getreten und vollkommen umgedreht (und das finde ich sehr sehr alarmierend):
„In dubio pro reo“
Wenn man in unserer Gesellschaft das Wort Priester und Kinder gemeinsam in den Mund nimmt, schreckt jeder zusammen und man entwickelt sofort Verurteilungen, hat Vorwände und ist ängstlich. Wissen Sie, das finde ich ziemlich pervers und abartig!
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#19   Christian Hüller   11:27:29 | Freitag, 17. August 2007
@ timpressum
Wissen Sie was: der Pfarrer ist tot.
Die staatlichen Gerichte konnten somit nicht in Erfahrung bringen, inwieweit das Verhältnis „freiwillig“ war.
Deshalb wurde das Verfahren wohl auch eingestellt.
Es besteht so gesehen kein Grund, sich hier zu entrüsten, zumal ich Ihre Ansicht über „Liebe“ im vorliegenden Fall absolut nicht teile.
Ich weiß aus guten Quellen, dass dieses Verhältnis, das ich eher als Verirrung bezeichnen würde, kein „Zwangsverhältnis“ war.
Ein Verhältnis zu einem Schutzbefohlenen vermag ich im vorliegenden Fall auch nur sehr eingeschränkt zu sehen.
Dies war mein letzter Satz hierzu.
Das Thema eignet sich nicht für kreuznet-Phrasendrescherei.
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#18   wi-bi   11:25:36 | Freitag, 17. August 2007
wechselseitige „Affinititäten“???
Das Opfer scheint mir das allerdings anders zu sehen. daserste.ndr.de/…98_mid-4192426_.html
Besonders brisant ist die aber die Reaktion des Bischofs. Nicht nur, dass er den Täter vor einer Strafverfolgung schützen möchte. Nein er versucht auch noch das Opfer einzuschüchtern. Zudem übergeht er die deutsche Rechtssaatlichkeit. Da komme mir noch mal einer mit der Einführung der Scharia in Deutschland. Das ist doch keinen Deut besser.
Widerlich. Ekelhaft. Abstoßend.
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#17   timpressum †   10:44:20 | Freitag, 17. August 2007
@ C. Hüller
Diesen Satz sagen Sie bitte mal einem Menschen mit Mißbrauchserfahrungen ins Gesicht!
Ein Täter ist niemals Opfer! Jemand ist entweder ein mutmaßlicher Täter und gegebenenfalls nach Feststellung seiner Schuld durch ein ordentliches staatliches Gericht ein Täter!
Das zum einen.
Zu den „Wechselseitigen Affinitäten“: die mag es gegeben haben und die Liebe ist was Schönes, der sich auch keiner in den Weg stellen sollte! Ich auch nicht!
Aber hier lag eindeutig ein Verhältnis zu einem Schutzbefohlenen vor. Und da wirds dann schon wieder problematisch, weil da eben auch Macht im Spiel sein kann! Und es geht dann darum, daß jemand nicht mehr in aller Freiheit „Ja!“ oder „Nein!“ sagen kann! Und man kann ein enges Vertauensverhältnis auch ausnutzen! Auch das ist nicht in Ordnung!
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#16   crossword   09:03:47 | Freitag, 17. August 2007
florian geyer
interessante thesen, die Sie da haben!
zur darstellung homosexueller priester, die das ziel verfolgen, die katholische kirche zu schädigen: es ist schon bemerkenswert, dass die hier versammelte glaubensgemeinde im allgemeinen gnadenlos ablehnend mit der frage der homosexualität umgeht. lediglich, wenn es um einen vertreter gottes auf erden geht, wird eine art toleranz fühlbar.
ich würde Ihre gebote einer „gottlosen gesellschaft“ ein wenig abändern statt „du sollst keinen gott haben“ – z.B. „du sollst keinen gott haben MÜSSEN“
das bild der „gottlosen gesellschaft“ verliert das von Ihnen implizierten schrecken, wenn man sich ein wenig dafür interessiert, welches unglück, leid und elend die „gottesfürchtigen gesellschaften“ über die menschen gebracht haben. für Sie verständlicherweise ein tabuthema.
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#15   Christian Hüller   03:12:28 | Freitag, 17. August 2007
@ timpressum
Ich finde es unglaublich, wie sich die Kirche in dieser Beziehung dem deutschen Rechtsstaat entzieht und ihr eigenes Ding macht! Die schützen ja auch noch die Täter!
Sachte, sachte, timpressum, in diesem Fall hat es meines Wissens nach wechselseitige „Affinititäten“ gegeben, die in den Bereich dessen fallen, was die Kirche als Unzucht bezeichnet.
Der Täter war hier auch ein Opfer, das Opfer auch ein Täter.
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#14   Rudolfus   03:05:59 | Freitag, 17. August 2007
@timpressum / Jedem das Seine
Supernebenkriegsschauplatz lenkt grad prima ab vom eigentlichen thema!
Keiner hindert Sie daran, Ihren Themen nachzugehen.
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#13   timpressum †   01:27:20 | Freitag, 17. August 2007
Supernebenkriegsschauplatz
lenkt grad prima ab vom eigentlichen thema!
o.O
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#12   Rudolfus   01:14:21 | Freitag, 17. August 2007
@Die ÖVP und der ORF und die ÖVP bis 1970
Die ÖVP hat bis 1970 aber noch aktiv regiert,
und sich selbst vor allem das damals wichtigere ORF-Radio vorgeknöpft,
während sie das „futuristische“ ORF-Fernsehen als unbedeutend ansah und es gerne der SPÖ überlassen hat,
bevor sich die ÖVP dann, mit ihren vielen „Bünden“, 1970-1986 in die Bundesopposition verabschiedete:
Davor hatte sich die ÖVP ihre eigenen Kanzler,
Obmänner und sogar Präsidentenkandidaten selbst regelmäßig demontiert und Präsidentenkandidaten in manchen Bundesländern wenig unterstützt,
nachzulesen in den Geschichtsbüchern der II. Republik Österreich 1945-1970, insbesonders über die ÖVP:
ÖVP-Kanzler Alfons Gorbach (1961-1964) erfuhr von seiner Demontage durch die ÖVP aus der Zeitung.
ÖVP-Kanzler Josef Klaus (1964-1970) dachte an seinen Vorgänger, als er 1970 die absolute Mehrheit verlor.
Bereits ÖVP-Kanzler Julius Raab (1953-1961) hatte seinen Freund, ÖVP-Kanzler Leopold Figl (1945-1953), als Kanzler 1953 demontiert gehabt, ihn aber als Außenminister behalten.
ÖVP-Präsidentenkandidaten wurden nicht ausreichend von allen ÖVP-Ländern unterstützt, sodaß erst Ex-UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim 1986 der erste unumstrittene ÖVP-Präsidentenkandidat war,
und über den die SPÖ überlegte, auf eine eigene SPÖ-Präsidentenkandidatur 1986 erstmals zu verzichten:
Die SPÖ meinte aber, den ersten ÖVP-Präsidenten der II. Republik doch noch verhindern zu können,
ebenso wie sie das 2000 mit dem ersten ÖVP-Kanzler seit ‘70 versuchte.
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#11   timpressum †   01:00:20 | Freitag, 17. August 2007
Umgang mit Missbrauch
Es gibt natürlich Mißbrauch in allen gesellschaftlichen Bereichen. Dabei zählen die Täter übrigens meistens zum engsten familiären Umkreis!
Was mich allerdings immer wieder wundert, ist der Umgang der Kirche mit den Tätern! Ich kenne einen verbürgten Fall in Deutschland, wo das entsprechende Bistum dem Opfer Schweigegeld geboten hat, damit der Mensch von einer Anzeige absieht! Zum Glück hat der Entsprechende dies nicht getan!
Und es geht auch nicht, daß der Angeschuldigte erstmal zu einem Gespräch gebeten wird. Sondern es hat die sofortige Suspendierung zu erfolgen, ein Staatsanwalt ist einzuschalten und nach dem Urteil eines Gerichtes ist der Betroffene aus seinem Amt zu entfernen bzw. in dieses wieder einzusetzen! So läuft das doch auch in anderen Institutionen!
Ich finde es unglaublich, wie sich die Kirche in dieser Beziehung dem deutschen Rechtsstaat entzieht und ihr eigenes Ding macht! Die schützen ja auch noch die Täter!
Guckt mal da:
§ 258 StGB bundesrecht.juris.de/stgb/__258.html
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#10   Florian Geyer   00:46:43 | Freitag, 17. August 2007
Rudolfus
Die roten Gfrieser haben in den 60ern das Fernsehen genommen während die OVP mit dem Radio abgespeist wurde in völlig verfehlter Erkennung der Wichtigkeit dieses Bildmediums.
l.g.
@Engelhardt: war natürlich nur ein kleiner Scherz mit dem „Ihr“ :-D
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#9   Rudolfus   00:39:14 | Freitag, 17. August 2007
@Florian Geyer / Ihre Punkte treffen genau „ins Schwarze“
Insbesonders Punkt 1 und Punkt 8.
Der langjährige ORF-Monopolstaatsrundfunk Österreichs ist bis heute in roten SPÖ-Händen mit einigen „SPÖVP“lern nach dem Vorbild der SED’schen „CDU“ in der DDR.
Der Staatsfunk ist faktisch eine verfassungswidrige „Überregierung“ über dem verfasungsgemäßen Bundespräsidenten und der Bundesstaatsorgane wie Regierung, Parlament und Judikative: und sagt, was diese Organe zu beschließen oder zu exekutieren haben.
Die einzige Bedrohung für die SPÖ und deren SPÖ-nahen ÖVP-Teil („SPÖVP“) waren die FPÖ und der FPÖ-nahe ÖVP-Teil,
seit der Existenz der ÖVP-FPÖ-Mehrheit in Österreich seit 1983, wieder seit 1971.
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#8   Florian Geyer   00:29:05 | Freitag, 17. August 2007
Thesen:
1.) Die Medien sind überwiegend antiklerikal
2.) Die Medien freuen sich wie ein Piranha über einen Happen Fleisch wenn sie der Kirche eins auswischen können.
3.) Mißbrauch kommt in allen Berufsständen und sozialen Schichten vor
4.) Wenn ein Geistlicher so ein Verbrechen begeht wiegt es schwerer da an diesen besondere moralische Maßstäbe gelegt werden.
5.) Geistliche sind dämonischen Angriffen und Versuchungen oft verstärkter ausgesetzt als Andere, (was aber nichts entschuldigt)
6.) Das Bild für die Öffentlichkeit und die Rufschädigung der Kirche ist verheerend
7.) Ein Priester ist nicht gleich katholische Kirche sondern ein fehlbarer Mensch
8.) Die Darstellung geistlicher als Homosexueller und Kinderschänder war in den beiden letzten Diktaturen gang und gebe um die Kirche zu schädigen.
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#7   Rudolfus   00:28:00 | Freitag, 17. August 2007
Eine (über)wachende Führung
Gotthard:
Berufsgruppen von Lehrern und Sozialarbeitern sind belastet
Und zwar deshalb, weil diese auch ständig direkt mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.
Jede dieser Verwaltungsstelle muß darum entsprechende Verhaltens- und Organisationsregeln besitzen,
und eine Führung, die das überwacht.
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#6   Gotthard   00:22:39 | Freitag, 17. August 2007
Missbrauch
Die allermeisten Missbrauchsfälle in Deutschland werden von NICHT-zölibatären Menschen begangen…
die meisten sind verheiratet … Berufsgruppen von Lehrern und Sozialarbeitern sind belastet.
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#5   timpressum †   00:17:21 | Freitag, 17. August 2007
Die goldene Mitte
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß der Zölibat nicht nur dazu beiträgt, gesunde Sexualität zu verkrüppeln, sondern auch, daß Menschen mit einem Hang zu Kindern und Jugendlichen Priester werden wollen, weil sie meinen, daß der Zölibat sie „heilt“.
Weitere Infos zum Thema „Sexuelle Gewalt in der Kirche“ unter
[link]www.ikvu.de/…auch/index.html[link]
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#4   Don Carlos   00:15:14 | Freitag, 17. August 2007
Vorwürfe gegen den Bischof’
Gibt es bei kreuz.net etwa auch – wie bei Tageszeitungen – ein „Sommerloch“? Oder wird nur wieder mal ein Bischof gesucht, den man an den Pranger stellen kann? Bei dem Bischof von W. sind sie hier sicher an der falschen Adresse. Es gilt auch zu fragen, wo hier bei den/dem Artikelschreiber(n) die von Leserbriefschreibern gefor-derte Sachlichkeit bleibt? Anscheinend ist man darauf aus, mit solchen Artikeln auf sich aufmerksam zu machen. Von Seriösität zeugt dies allerdings nicht. Ein Auswechseln so mancher Schreiber auf dieser Seite wäre kein Verlust sondern nur ein Gewinn.
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#3   Rudolfus   23:57:20 | Donnerstag, 16. August 2007
@Gerhard / Die ungeordneten Triebe der Verheirateten und der Nichtverheirateten
Wenn zölibatär zu leben gleichbedeutend ist mit einem Verzicht auf jegliche Äußerung von Sexualität, dann zeigt dieses Beispiel einmal mehr, wohin es führen kann, wenn Sexualität ein Tabuthema ist.
Die meisten Mißbrauchsfälle geschehen,
trotz einem anderen Verhältnis in der Erwähnung in der öffentlichen Berichterstattung,
nicht durch jene, die ein Zölibatsgelübde abgelegt haben, sondern in Familien, durch Verheiratete und Unverheiratete.
Von größerem öffentlichen Berichterstattungsinteresse sind aber vor allem nur Priester mit ungeordnetem Sexualtrieb,
und nicht von Leuten, die jeder andere auch sein könnte.
Eine gesunde Sexualität sollte in eine verantwortlich gelebte Partnerschaft eingebettet sein können. Diese aber wird Priestern und Ordensleuten verwehrt, die im Nachhinein für sich selber feststellen müssen, dass sie eben doch nicht zölibatär leben können.
Die ungeordneten Triebe der Menschen müssen durch Disziplin geordnet sein,
sowohl als Verheirateter oder als Nichtverheirateter.
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#2   Gerhard   23:44:22 | Donnerstag, 16. August 2007
Tabuthema
Wenn zölibatär zu leben gleichbedeutend ist mit einem Verzicht auf jegliche Äußerung von Sexualität, dann zeigt dieses Beispiel einmal mehr, wohin es führen kann, wenn Sexualität ein Tabuthema ist. Eine gesunde Sexualität sollte in eine verantwortlich gelebte Partnerschaft eingebettet sein können. Diese aber wird Priestern und Ordensleuten verwehrt, die im Nachhinein für sich selber feststellen müssen, dass sie eben doch nicht zölibatär leben können.
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#1   Nachtlaterne   23:36:00 | Donnerstag, 16. August 2007
erschrocken sein…
…bzw. erschüttert sein gehört zur betroffenheitskultur dieser gesellschaft. speziell die politiker haben das so gut drauf.
können wir auch mal erschrocken sein über uns selber??
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