18:58:59 | Samstag, 18. August 2007
Der Innsbrucker Bischof wünscht sich, daß auch die positiven Seiten der priesterlichen Ehelosigkeit dargestellt werden. Selber spricht er die Sprache der Zölibatsgegner.

Bischof Manfred Scheuer von Innsbruck
© Pressebild Diözese Innsbruck(kreuz.net, Innsbruck) Über den Zölibat „darf und soll auf alle Fälle“ diskutiert werden. Das erklärte
der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer (52) heute Samstag vor der regionalen Tageszeitung ‘Neue Zeitung
für Tirol’.
Gleichzeitig kritisierte der Bischof die Tendenz, Bereiche der Intimität öffentlich zu
plakatieren.
Mons. Scheuer bezog sich offensichtlich auf
den Fall des früheren Pfarrers von Leutasch,
Hw. Roland Walch (46), von dem Anfang August bekannt wurde, daß er sein Priesteramt niederlegen will.
Eine Frage der Mehrheiten?Bischof Scheuer betont nun, daß der Priester das Zölibatsversprechen freiwillig
ablege. Das sei eine Grundsatzentscheidung für das Leben.
Der Bischof sieht aber auch „die Nöte“, die
mit dieser Entscheidung verbunden seien: „Da mache ich mir nichts vor.“
Die Ehelosigkeit der Weltpriester
müsse „nicht unbedingt“ dogmatisch sein. Mons. Scheuer erinnert an verheiratete byzantinische Weltpriester
oder konvertierte verheiratete protestantische Pastoren, welche die Priesterweihe erhalten.
Der Bischof
erklärt, die Priesterehe bei der
Bischofssynode im Jahr 2005 zur Sprache gebracht zu haben. Doch sie
sei nicht „mehrheitsfähig“. Deshalb rechnet er in absehbarer Zeit nicht mit Veränderungen.
Zudem würde
die Zulassung der Priesterehe andere Fragen der Kirche „auch nicht lösen“.
Bischof Scheuer findet die
Diskussion um den Zölibat zuweilen einseitig. Man solle nicht vergessen, auch die positive Seite des
Zölibats hervorkehren – erklärt er, ohne eine einzige zu nennen. Zumeist kämen nur „die Gegner“ zur
Sprache.
Es allen recht gemachtIn dem Interview distanzierte sich Bischof Scheuer auch von der Personalprälatur
Opus Dei, das diesen Herbst in Innsbruck ein
neues Bildungszentrum eröffnet: „Man sagt mir ein Naheverhältnis
nach, aber davon kann keine Rede sein.“
Er unterhalte sich einmal im Jahr mit Vertretern. Die letzte
Messe bei Opus Dei zelebrierte er nach eigenen Angaben vor zwei Jahren.
Immerhin gesteht der Bischof
ein, bezüglich des Opus Dei „bisher keine Vorurteile bestätigt“ zu sehen.
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#19
Riese1835 19:57:47 | Dienstag, 21. August 2007
#18
Rodolfo Panetta 14:26:27 | Sonntag, 19. August 2007
#17
Aliatus 11:26:42 | Sonntag, 19. August 2007
#16
Tridentinus 11:23:27 | Sonntag, 19. August 2007
#15
Sirilo 11:11:40 | Sonntag, 19. August 2007
#14
Kurt K. 10:59:14 | Sonntag, 19. August 2007
#13
Nachtlaterne 08:58:58 | Sonntag, 19. August 2007
#12
Krak des Chevaliers 07:06:03 | Sonntag, 19. August 2007
#11
Kurt K. 03:29:36 | Sonntag, 19. August 2007
#10
Dagmar Kunze 00:11:23 | Sonntag, 19. August 2007
#9
Sentinel 00:06:28 | Sonntag, 19. August 2007
#8
Bruder Theophil 00:03:31 | Sonntag, 19. August 2007
#6
Sentinel 22:11:43 | Samstag, 18. August 2007
#5
Bruder Theophil 21:07:01 | Samstag, 18. August 2007
#4
Gunsenum 20:19:00 | Samstag, 18. August 2007
#3
Bruder Theophil 20:01:00 | Samstag, 18. August 2007
#2
Gotthard 19:43:12 | Samstag, 18. August 2007
#1
Gunsenum 19:28:24 | Samstag, 18. August 2007