Blasphemie
Pfarrer schlägt beim Ritterschlag zu
Eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen feierte kürzlich Geburtstag. Doch dem Ortspfarrer waren nicht alle Veranstaltungen geheuer.
Begrüßungsschild vor den Ortseinfahrten von Wormersdorf
Begrüßungsschild vor den Ortseinfahrten von Wormersdorf
© Pascua Theus, CC
(kreuz.net, Wormersdorf) Ein Eklat überschattete die Feierlichkeiten, die am vergangenen Wochenende zum 1175jährigen Bestehen der Ortschaft Wormersdorf organisiert wurden.

Wormersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Rheinbach im Süden von Nordrhein-Westfalen. In der Nähe liegt die Burgruine Tomburg, um die sich zahlreiche Sagen ranken.

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Ortschaft begannen am vorletzten Freitag abend mit einer lateinischen Totenmesse.

Auch am vergangenen Sonntag war die Sonntagsmesse um 10.00 Uhr ein offizieller teil des Programms.

Danach war um 12.30 Uhr auch ein „Ritterschlag der Tomburg Ritter“ vorgesehen.

Dabei gab es eine auf Latein gehaltene, aber nur gespielte Messe. Sie wurde nach Angaben der Tageszeitung ‘Bonner General-Anzeiger’ von dem „ehemaligen Diakon“ Wolfgang Lörch inszeniert.

Doch nach Beginn des Römischen Kanons griff Pfarrer Michael Jung – der für Wormersdorf zuständig ist, aber in Meckenheim-Merl residiert – mutig und lautstark ein:

„Schluß“, rief er nach Angaben des ‘Generalanzeigers’: „Ich unterbreche hier vor den Wandlungsworten.“

Er nannte die Messe „unsäglich“ und eine „Blasphemie“.

Die Behauptung des Diakons, daß sein Tun vom Erzbistum schriftlich genehmigt sei, zweifelte er an.

Pfarrer Jung informierte das Generalvikariat in Köln und die Veranstalter.

Diakon Lörch konnte die Aufregung nicht nachvollziehen.

Es sei offensichtlich, daß man sich auf einem Ritterfest in einer gespielten Welt befinde: „Dann dürfte auch keine Trauung in einem Spielfilm nachvollzogen werden.“

Der Kölner Generalvikar Dominik Schwaderlapp
Der Kölner Generalvikar Dominik Schwaderlapp
© Pressestelle des Erzbistums Köln
Er habe ein Schreiben vom Generalvikariat erhalten, daß ihm eine gespielte Messe erlaube.

Bei Ritterspielen auf der mittelalterlichen Wasserburg Satzvey am nordöstlichen Rand der Eifel führe er sogar „Trauungen“ durch.

Der Pressesprecher des Kölner Erzbistums bestätigte vor dem ‘General-Anzeiger’ die Erlaubnis des Erzbistums. Diese gelte allerdings nur für Satzvey.

Für andere Veranstaltungen habe die Erlaubnis grundsätzlich nicht gegolten.

Der Pressesprecher räumte aber ein, daß es durchaus denkbar sei, eine Messe im Rahmen einer szenischen Handlung darzustellen.

Das Spiel dürfe bei den Anwesenden nur nicht zu dem Mißverständnis führen, daß es sich um eine Messe handle.
      
51 Lesermeinungen
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#53   lichtimherzen   10:22:22 | Dienstag, 28. August 2007
warum so entrüstet?
Guten Tag,
Ich kann nicht verstehen, das jemand sich so darüber echauffieren kann, der doch eindeutig weiss, dass er sich auf einem Mittelalterevent befindet. Oder ist er von seinem Tun und seinem Glauben bereits so verblendet, dass er die Realität nicht mehr richtig wahrnimmt?
Christus soll gesagt haben, dass der Weg nach oben nur durch ihn geht. Also durch die Annahme und die Überzeugung der Werte wie Liebe, Mitgefühl, Gütigkeit, Vergebung, Selbstlosigkeit. Und dass ein jeder selbst für seine Taten im Tuen, Denken, Fühlen und auch Nichttuen verantwortlich ist.
Kein Glaube, Institution oder Religion vermag dem Menschen den einzig richtigen Weg zu zeigen. Nur die innere Überzeugung an die kristallklare Liebe des Allmächtigen.
Um zur Überzeugung zu gelangen, bedarf es mehr als einfach nur zu Glauben. Glaube und Überzeugung sind Zweierlei. Glaube ist nur die Annahme einer Idee. Ein Wissen um die Wahrheit dieser Idee ist nicht gegeben. Blinder Glaube ist das extremste und ungesündeste was man seinem Geiste antuen kann. Das Wort „Blind“ impliziert ja schon, dass etwas nicht gesund ist. Nur Überzeugung führt zum Ziel. Das überzeugte Wissen um die Vorgänge des grossen Werkes, und das tiefe Empfinden der reinen klaren Liebe sind der einzig richtige Weg. Doch diese Überzeugung ist nur in den Menschen selbst möglich. Keine Institution und keine Religion vermag dies einem Menschen zu geben. Man muss es selbst im Geiste spüren. Und mit allem, was man tut und denkt, auch zeigen.
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#52   Luzie van Pelt   09:57:20 | Dienstag, 28. August 2007
Darstellung Mitteleuropäischer Kultur
Man sollte sich vielleicht mal fragen, warum im Vorfeld der Planung einer solchen „Geburtstagsfeier“ in einer katholischen Gemeinde, der zuständige Seelsorger sich nicht selber um darum bemüht hat, die Veranstaltung mit einer echten lateinischen Messe zu unterstützen.
Wo Menschen zusammenkommen um sich auch mit Geschichte und Kultur auseinander zu setzen, hätte sich die kath. Kirche in einem entsprechend positiven Licht darstellen können und manchem Zweifler vielleicht einen Denkanstoss gegeben.
Die Kirche wurde weder verunglimpft, es wurde lediglich der Versuch unternommen geschichtlich authentisch zu sein.
Und im Rahmen einer Veranstaltung, bei der vom Knappen, über die Ritter, Burgfäulein und der kämpfenden Zunft alles nur dargestellt wird, ist ein Missverständnis, wie es hier vorgeworfen wird, eigentlich ausgeschlossen.
Wer da etwas anderes animmt ist wohl sehr naiv.
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#51   Rainer Tobak   10:11:01 | Sonntag, 26. August 2007
Hast Du Töne?
„ein aus theologischer Sicht motiviertes Bemühen…“
:-!
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#50   ezzo   10:03:11 | Sonntag, 26. August 2007
Schauspiel, Drama, Tragödie
;-) „Welch ein Schauspiel“, so berichtet von Augenzeugen des Geschehens.
Schauspiel, Drama, Tragödie?
Einfach nur peinlich oder hat hier jemand in seiner Sorge etwas nicht richtig verstanden?
Anmerkung: :)3 Seelsorge ist übrigen ein aus theologischer Sicht motiviertes Bemühen um die Seele des Menschen und dessen Beziehung zu Gott.
So der Auszug aus einem Leserbrief im Blick Rheinbach, Ausgabe 34_2007 zu finden im Internet unter
www.kruppdruck.de/krupp-sinzig/system/epaper.php?ordner=RS-07-34&
archiv=1
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#48   athanasius1957   08:07:37 | Dienstag, 21. August 2007
Messe gespielt
Pater Brown=Heinz Rühmann
Don Camillo=Fernandel
Oder jener Film, der Titel ist mir leider entfallen, der im KZ mit einer Hl. Messe beginnt, während jener der zelebrierende Priester nach der Wandlung stirbt und noch vor der Exspiration einem jungen Häftling die Info gibt, daß ein „abgefallener“ Priester unter den Häftlingen ist. Letzterer zeigt widerwillig dem jungen Gefangenen wie er die Hl. Kommunion austeilt. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft löst der junge Häftling seine Verlobung und wird Priester. Nach seiner Weihe begibt er sich zu diesem abgefallenen Priester, um ihn zurückzuholen. Es kommt zum Kampf, der Junge gibt ihm noch die Absolution und stirbt. Die letzte Szene zeigt den Älteren den Toten tragend mit dem Ruf: Ich bin Priester der Heiligen Katholischen Kirche.
In diesen Filmen wird die Messe immer im Ritus aller Zeiten gezeigt.
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#47   Leblhuber   03:34:55 | Dienstag, 21. August 2007
Das Licht leuchtet nicht, wenn wir es verdunkeln!
Ich verabschiede mich von diesem Forum. Vielen Dank an alle, die versuchen, gleich welchen Standpunkt sie einnehmen, ob eher christlich konservativ oder progressiv, ob jüdisch, atheistisch oder agnostisch, auf Unflätigkeiten und Hasstiraden zu verzichten.
Dieses Forum ist nicht christlich, so wie ich das verstehe. Hier wird versucht, eine Geisteshaltung zu verbreiten, die mit meinem Wertekanon nicht vereinbar ist.
Wenn Extrempositionen wie die von Kasperschüler und solche Psychopathen wie Sentinel geduldet werden, ist meine Stimme deplaziert. Wer wissen will, wie Hetzkampagnen gegen unliebsame Kontrahenten laufen, ist hier an der richtigen Stelle. Ich nicht!
Ich bedauere, dass hier ein völlig verzerrtes Bild der Kirche sichtbar wird. Sollten wir nicht eher heilen können, statt verdammen und überzeugen statt belehren.
Die Aufmachung dieses Forums ist gut aber die offensichtliche Intention ist mir zuwider.
Leblhuber
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#46   Pünktchen   09:06:56 | Montag, 20. August 2007
Leblhuber
Dann besprechen Sie mit einer Schulklasse (dem verbliebenen Rest!) die Mariologie.
In den Schulklassen wird nicht einmal der Kernbestand des christlichen Glaubens (die Artikel des Glaubensbekenntnisses) „besprochen“! An die Stelle der christlichen Botschaft treten Sozialethik, Kirchengeschichte und allgemeine Religionskunde.
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#45   Kurt K.   04:10:18 | Montag, 20. August 2007
@ Leblhuber
Besprechen Sie mit den Schülern das Gebot der Nächstenliebe und lassen Sie sich an der Kirchengeschichte messen. Viel Erfolg!
Ja, kenn ich. Mein Religionslehrer hat genau das mal versucht – und wir Arschlöcher (tschuldigung, solche waren wir in der 8. Klasse) haben ihn nur ausgelacht.
Das eigentliche Problem ist eben auch, dass sich die Kirchen da in den letzten Jahrhunderten auch wirklich nicht mit Ruhm bekleckert haben, eigentlich egal welcher Glaue oder Konfession. Alle haben Dreck am Stecken.
Immerhin: Eines muss man den Kirchen Zugute halten: Sie setzen sich mit ihrer Vergangenheit schon auseinander, jedenfalls ansatzweise.
Jedoch hilft das im Grunde nichts. Für mich (und viele meiner Freunde und Bekannte) ist die Zeit in der wir leben die beste in der Menschheitsgeschichte*, auch und gerade ohne bzw mit wenig Einfluss der Religionen. Um diese Position zu bestätigen braucht man ja auch nur in sehr religiöse Weltregionen zu schauen. Der Atheismus/Agnostizismus ist für die meisten Jugendlichen (ich weiss wovon ich rede, ich arbeite manchmal mit welchen) die beste Entwicklung, die Europa nehmen konnte.
Der Blick in die Geschichte gibt ihnen Recht.
* Wenn Pünktchen das liesst, wird er sicher mit „Abtreibungen!!“ kommen wollen, aber das interessiert in dem Zusammenhang nur wenig, da es die Lebensqualität des einzelnen im Grunde nicht berührt.
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#44   Leblhuber   00:52:24 | Montag, 20. August 2007
@Pünktchen:
Dann besprechen Sie mit einer Schulklasse (dem verbliebenen Rest!) die Mariologie. Wie gehen Sie das an, ohne Hohn und Spott zu ernten?
Besprechen Sie mit dem Häuflein kritischer und unwilliger Schüler ( Religion in der letzten Stunde!) die katholische Morallehre inkl. Enthaltsamkeit und Kondom- und Pillenverbot. Gute Unterhaltung ist vorprogrammiert.
Besprechen Sie mit den Schülern das Gebot der Nächstenliebe und lassen Sie sich an der Kirchengeschichte messen. Viel Erfolg!
usw. usf.
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#43   GerdEric   00:41:12 | Montag, 20. August 2007
@Leblhuber
Die erste große Austrittswelle gab es unter dem Nationalsozialismus.
Hm, ich glaube, die war schon früher, um 1915 o.O
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#42   Benedikt   00:34:32 | Montag, 20. August 2007
@ Kurt K.
Ich finde ja ihr Argument, dass Priester Akademiker seien, was beweisen würde, dass auch gebildete Leute glauben können, etwas – nunja – seltsam. Immerhin sind Kleriker – entschuldigen Sie den Ausdruck – Fachidioten.
Also erstens: Solche Pauschalitäten sind nicht zielführend
Zweitens: Was ändert das? Es sind auf jeden Fall Gebildete mit höherem Schulabschluss und allem Pipapo
Drittens: Immer mehr Priester und Ordensleute haben ein weltliches Vorleben, einen weiteren Studienabschluss oder erlernten Beruf. Die klassische Laufbahn, Abitur, Seminar, Weihe wird dagegen immer seltener. Die meisten Weihekandidaten sind über 30.
Es kann schon sein, dass man mit Theologischen Spitzfindigkeiten alle wissenschaftlichen Erkenntnisse irgendwie mit dem Glauben in Einklang bringen kann.
Nein, dazu sind keine Spitzfindigkeiten notwendig. Nur weil Sie damit nichts anfangen können, muss eine Einheitlichkeit in dieser Frage nicht unmöglich sein. Glauben Sie nicht, dass Sie da den absoluten Durchblick haben. Den hat keiner.
meinte, dass wissenschaftliches Wissen für kritische Schüler leicht zugänglich ist, während katholische Theologie eher weniger bekannt ist
Das ist doch eines der Probleme. Dadurch entstehen Widersprüche, die in Wirklichkeit keine sind. Eine bessere religiöse Bildung würde dem auf jeden Fall abhelfen.
@ Leblhuber
Zivilehe nicht möglich.
Gibt’s doch seit Bismarck, kann nichts beweisen.
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#41   Pünktchen   00:31:45 | Montag, 20. August 2007
Leblhuber
Jesus und seine Botschaft ist nicht für den Gläubigenschwund verantwortlich, sondern kirchliche Dogmatik, Kirchengeschichte und Morallehre.
Nein, es spricht viel mehr dafür, daß die Jugendlichen in viel höherem Maße verbindlichen und klaren Lehren Gehör, Verstand und schließlich auch Herz schenken würden, wenn sie ihnen nur dargeboten und glaubhaft vorgelebt würden. Genau daran hapert es!
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#40   Ydefix   00:31:07 | Montag, 20. August 2007
„Bildungsstand“
„Die Gläubigen sind deshalb „nicht schon früher weg“, weil sie bis vor 60-70 Jahren und vorher zum einen noch nicht so einen hohen Bildungsstand hatten und ihnen somit eigenes, freies Denken noch nicht so zu Eigen war, zum anderen die Wissenschaft noch nicht soweit war wie heute, und zum dritten: Die wisssenschaftlichen Erkenntnisse, die es schon gab, nicht so weit verbreitet im Volk waren wie heute.“
Man kann ja mal die Probe auf’s Exempel machen und sich von 10 x-beliebigen Abiturienten die Evolutionstheorie erklären lassen. Ich wage mal die Prognose, dass das nicht unbedingt einen Erkenntnisgewinn bedeuten wird. Aber dass er „vom Affen abstammt“, das weiß natürlich der Mann auf der Straße. Hat man mal in der Schule irgendwo gehört. Dann muss es ja wohl stimmen.
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#39   Kurt K.   00:23:10 | Montag, 20. August 2007
Hm, Benedikt
Ich finde ja ihr Argument, dass Priester Akademiker seien, was beweisen würde, dass auch gebildete Leute glauben können, etwas – nunja – seltsam. Immerhin sind Kleriker – entschuldigen Sie den Ausdruck – Fachidioten.
Es kann schon sein, dass man mit Theologischen Spitzfindigkeiten alle wissenschaftlichen Erkenntnisse irgendwie mit dem Glauben in Einklang bringen kann. Daher mag es sein, dass jemand, der Theologie studiert, Erklärungen für etwas findet, in dem der „Normalo“, also der theologisch ungebildete Mensch, einen Widerspruch sieht.
Und zu Leblhubers Post: Ich habe das so verstanden, dass er mit „Kritischen Schülern kann man nicht allein mit Dogmen antworten.
Das Wissen ist heute leicht zugänglich und wird argumentativ gegen die Kirche genützt, wenn diese glaubt, sich nur auf tradierte Lehre berufen zu sollen.“ meinte, dass wissenschaftliches Wissen für kritische Schüler leicht zugänglich ist, während katholische Theologie eher weniger bekannt ist.
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#38   Leblhuber   00:16:30 | Montag, 20. August 2007
Kurt K.:
Sie vergessen die sozialen und politischen Zwänge. Zivilehe nicht möglich. Ehe mit Nichtkatholiken nicht möglich. Katholizismus als disziplinierende und autoritäre Leitkultur, die den Sozialismus, die Aufklärung, die Demokratie usw. verdammt. Die erste große Austrittswelle gab es unter dem Nationalsozialismus. Das ist ein Faktum!
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#37   Benedikt   00:00:14 | Montag, 20. August 2007
@ Kurt K.
Und schon ists mit meiner und Ihrer Übereinstimmung schon wieder vorbei…
Überflüssigerweise allerdings, da Sie ganz andere Gründe als Leblhuber nennen, nämlich den höheren Bildungsstand. Problem hier: Die religiöse Bildung hat, wie ich unten schon andeutete hier nicht mitgehalten. Man versuchte stattdessen, alles umzudeuten und somit auch für „rationales“ Denken irgendwie akzeptabel zu machen. Das war aber unnötig und falsch:
Erstens, weil die Lehre nunmal feststehend ist. Und wenn man nicht behaupten will, dass alle Generationen etwas falsches geglaubt und etwas falsches tradiert haben, so bleibt es bei der Verbindlichkeit des Überlieferten, dass seine Wahrhaftigkeit auch dadurch nicht einbüßt, dass Geselschaftskreise Probleme mit der Akzeptanz haben.
Zweitens, weil es natürlich immer eine katholische Bildungselite gegeben hat, also Leute, denen die katholische Lehre „trotz“ ihres Bildungsstandes plausibel erschien. Es wäre also auf jeden Fall möglich gewesen (und ist auch weiterhin möglich), die Lehre in unserer Zeit dem Bildungsbürgertum zu vermitteln. Das beweisen nicht nur die Kleriker selber, die allesamt Akademiker sind, sondern auch tausende berühmte Geistegrößen, Erfinder etc. die trotz allem gläubig gewesen sind.
Der Fehler ist gewesen, dass vielerorts erst gar nicht der Versuch unternommen wurde, die neuen Erkenntnisse und ihre Auswirkung auf die Religion zu behandeln, obwohl dies ohne weiteres möglich (und nötig) gewesen wäre.
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#36   Kurt K.   23:49:35 | Sonntag, 19. August 2007
@ Benedikt
Und schon ists mit meiner und Ihrer Übereinstimmung schon wieder vorbei… :-$
Leblhuber: Jesus und seine Botschaft ist nicht für den Gläubigenschwund verantwortlich, sondern kirchliche Dogmatik, Kirchengeschichte und Morallehre.
Benedikt: Sie wissen doch, dass das nicht sein kann. Warum sind diese Gläubigen denn nicht schon früher weg? Wo alles sogar noch viel strenger war?
Doch, Leblhuber hat wahrscheinlich Recht, oder wenigstens ist das was er gesagt hat ein Teil der Wahrheit.
Die Gläubigen sind deshalb „nicht schon früher weg“, weil sie bis vor 60-70 Jahren und vorher zum einen noch nicht so einen hohen Bildungsstand hatten und ihnen somit eigenes, freies Denken noch nicht so zu Eigen war, zum anderen die Wissenschaft noch nicht soweit war wie heute, und zum dritten: Die wisssenschaftlichen Erkenntnisse, die es schon gab, nicht so weit verbreitet im Volk waren wie heute.
Je mehr Bildung, desto weniger Gläubige. Das können Sie überall beobachten. Auch im Islam beispielsweise.
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#35   wsxyz   21:33:02 | Sonntag, 19. August 2007
@Leblhubr
Wenn „Kirchenschwund“ bedeutet den Abfall von Ungläubigen und Ketzer wie Frau Bussman und Sie, dann stellt es nicht nur kein Problem dar, sondern ist herzlich zu begrüßen.
Die Behauptung, dass es keine Kirche Christi gibt, ist ein Leugnung der Gottheit Christi und somit ein Leugnung der christlichen Religion.
Ihre sogennante „Wissenschaft“ ist doch keine Wissenschaft, weil die Aussage, dass Jesus Gott ist und damals seine Gottheit voll bewusst war nicht verfälschbar ist. Wiederum unbeweisbar sind die Behauptungen, dass Christus seine Gottheit unbewusst war oder dass er keine göttliche Natur besitz.
Bei solchen verwirrten Geistern wie Sie wird die Annahme, dass Jesus nur Mensch wie auch jeder Andere war, glatt als Faktum dargestellt, und daraus wird dann irrtümliche und ketzerische Schlüsse gezogen.
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#34   Benedikt   21:19:45 | Sonntag, 19. August 2007
@ Leblhuber
Was glauben Sie wird im Religionsunterricht an öffentlichen Gymnasien gelehrt?
Kritischen Schülern kann man nicht allein mit Dogmen antworten.
Das Wissen ist heute leicht zugänglich und wird argumentativ gegen die Kirche genützt, wenn diese glaubt, sich nur auf tradierte Lehre berufen zu sollen.
Die kirchl. Lehre ist durchaus argumentativ vermittelbar und zwar auch gegen Widerspruch. Vom Religionsunterricht wäre also zu erwarten, dass er sich mit den Gegenargumenten befasst, anstatt einfach die Segel zu strecken. Denn wie Sie richtig sagen: Das Wissen ist leicht zugänglich, d.h. die Schüler bekommen die Lehre ja so oder so mit.
Wenn wir also den Schwund nicht noch anheizen wollen, dürfen wir uns nicht scheuen, wissenschaftliche Erkenntnisse, auch wenn sie uns nicht passen, mit Fingerspitzengefühl zu diskutieren.
Ja sicher. Nur: Wo wird das denn gemacht? Der Religionsunterricht dient meist nur dazu, die Glaubenslehre zu unterminieren, damit der Glaube schön vermittelbar erscheint. Andernorts ist es mehr Religionslehre als Religionsunterricht. Da ist oft schon der Ethikunterricht ansprechender.
Jesus und seine Botschaft ist nicht für den Gläubigenschwund verantwortlich, sondern kirchliche Dogmatik, Kirchengeschichte und Morallehre.
Sie wissen doch, dass das nicht sein kann. Warum sind diese Gläubigen denn nicht schon früher weg? Wo alles sogar noch viel strenger war?
Es kann doch nicht der Sinn sein, wenn man die Lehre zusammenstreicht um sie besser vermittelbar zu mache…
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#33   monti   20:20:14 | Sonntag, 19. August 2007
ich find’ das lustig
normalerweise streiten sich hier die verschiedenen Fraktionen darüber, ob der NOM eine gültige Messe ist, ob die von den FSSPX Priestern gelesenen Messen gültig sind usw.
Und jetzt wird Messe „gespielt“, und da regen sich die Gemüter darüber auf. Weswegen eigentlich? Weil die Wandlung stattfinden könnte ?
Und allen Besuchern der Ritterspiele sollte klar sein, dass sie KEINER gültigen Messe beiwohnten. Das einzige „Geschmäckle“ an der Sache ist für mich, dass sich ein ehemaliger Diakon dafür hergibt.
Und wenn nächstes Jahr der Kardinal Meisner seine Erlaubnis für Satzvey zurückzieht, soll doch ein Atheist oder Moslem die „Spielmesse“ lesen. Der kümmert sich um ein Verbot vom Kardinal nämlich nicht. Und der Graf gibt zu allem seinen Segen, was ihm Geld einbringt…
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#32   Leblhuber   17:47:17 | Sonntag, 19. August 2007
Pünktchen:
Verbeißen Sie sich nicht so in Frau Bussmann.
Was glauben Sie wird im Religionsunterricht an öffentlichen Gymnasien gelehrt?
Kritischen Schülern kann man nicht allein mit Dogmen antworten.
Das Wissen ist heute leicht zugänglich und wird argumentativ gegen die Kirche genützt, wenn diese glaubt, sich nur auf tradierte Lehre berufen zu sollen.
Was galuben Sie, in wievielen Klassen gar kein Religionsunterricht zu Stande kommt, weil sich die Mindestzahl an Schülern nicht findet. In Deutschland wird es nicht anders sein.
Wenn wir also den Schwund nicht noch anheizen wollen, dürfen wir uns nicht scheuen, wissenschaftliche Erkenntnisse, auch wenn sie uns nicht passen, mit Fingerspitzengefühl zu diskutieren. Jesus und seine Botschaft ist nicht für den Gläubigenschwund verantwortlich, sondern kirchliche Dogmatik, Kirchengeschichte und Morallehre.
Kritiker und Zweifler sind mit alleinigem Wahrheitsanspruch und Himmel und Hölle nicht zu gewinnen. Und dass es heute viele kritische Stimmen gibt, ist der Kirche selbst anzulasten.
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#31   Pünktchen   17:09:44 | Sonntag, 19. August 2007
Leblhuber
Sie können sich noch so sehr bemühen, niemanden kauft Ihnen ab, daß die Bussmannsche Behauptung, es gebe keine „Kirche Christi“ und auch keinen „Christus“
(s. posting vom 7. Juli 10:06 Uhr, weiter unten verlinkt!) eine Mehrheitsmeinung unter Katholischen Gläubigen dastellt. Aber auch wenn dies der Fall wäre, müßte eine solche Behauptung zwingend zur Entlassung desjenigen kirchl. Amtsträgers führen, der sie sich zueigen macht und öffentlich vertritt.
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#30   Leblhuber   16:04:05 | Sonntag, 19. August 2007
@Heger:
Es genügt zu wissen, was sie tatsächlich tun. Ich verweise auf die „Sippenhaft“ gegen die Kinder des jüdischen Dissidenten Rabbi Friedmann.
Dass Ihnen Friedman (mit einem n!) am Herzen liegt, ist nahe liegend. Aber spricht das für Sie?
Katholische Privatschulen handeln mitunter nicht anders. Da kann schon die Scheidung der Eltern, bzw. deren Wiederverheiratung oder der Austritt der Eltern aus der Kirche den Ausschluss nach sich ziehen. Von die Gemeinschaft schädigenden Handlungen der Eltern ganz zu schweigen.
Leblhuber multipliziert wohl das eigene Ego, um eine „Mehrheit der [Un)Gläubigen konstruieren zu können.
Ich weiß sehr wohl, wovon ich spreche. Einige Familienmitglieder sind in diversen Pfarren engagiert und auch ich nehme am Leben meiner Pfarre regen Anteil.
Ihre Gesinnungsfreunde machen zwar viel Wind (Humer, Der 13. usw. usf.) sind aber weder in Deutschland, noch in der Schweiz noch in Österreich für die kath. Kirche repräsentativ.
Dieses „Grüppchen“ bekommt überhaupt nichts von der Kirchensteuer, sondern zahlt sie.
Die Hardliner bilden in diversen Seminaren Priester aus, schicken ihre Kinder in kath. Privatschulen, sitzen in diversen Gremien und nutzen die Einrichtungen der Kirche um ihre Politik zu verfolgen.
Herr Dr. Heger, ich habe schon besseres von Ihnen gelesen.
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#29   Ydefix   15:58:46 | Sonntag, 19. August 2007
Otto Walter -Pius XII. Leben und Persönlichkeit
„Auf einem kleinen Tische baute er sich seinen Altar auf, mit Kerzen und Blumenbüscheln, die er sorgfältig um ein Heiligenbild stellte. Von der Mutter erbat er sich Silbergeschirr, und er fand vergilbten Seidendamast, den er sich als Stola um die Schultern legte.
Wieviele Kinder Italiens und der ganzen Welt spielen heilige Messe!-
Aber Eugenio war tiefernst dabei. Und in der Haltung seines ovalen Köpfchens mit den großen tiefen Augen, in seinen schmalen Handbewegungen lag eine so vollendete Würde, dass die Schwestern und die Mutter gerne seinem kindlichen Gottesdienst beiwohnten und ihn durch kein Lächeln störten.“
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#28   athanasius1957   15:42:44 | Sonntag, 19. August 2007
Messe spielen?!?!?!
im Rahmen eines Theaterstückes Teile der Messe zu inszinieren noch dazu eine lateinische ist immer drin gewesen. Ok der Pfarrer hat dies vor den Wandlungsworten unterbrochen, nachdem die Gefahr einer Meßsimulation bestanden hat.
Was hält ihr aber davon:
Bis in die Zwischenkriegszeit war das Messespielen in katholischen Gebieten durchaus üblich und es gab für die Buben Meßgewänder, Paramenten für den Altar, Kelch, das Ganze Programm inkl. Kanontafeln. Ich hab noch solches Spielzeug von meinem Vater (Jg 1927) inkl. kleinem Altar und von ihm weiß ich, daß er sogar mit Hilfe seiner Tante seinen toten Hund als „Priester“ eingesegnet hat (vor 39).
Damals wurde dieses Priester- und Messespielen durchaus seitens der röm. Kirche gefördert. Das „Spielzeug“ erhielt man nur in ausgewählten katholischen Geschäften.
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#27   Dr. Christoph Heger   15:17:03 | Sonntag, 19. August 2007
Die „Mehrheit“ der (Un)Gläubigen
Sie sollten sich nicht ständig den Kopf darüber zerbrechen, was Juden innerhalb ihrer Gemeinschaft zu tun hätten oder auch nicht.
Es genügt zu wissen, was sie tatsächlich tun. Ich verweise auf die „Sippenhaft“ gegen die Kinder www.muslim-markt.de/…/2007/rosenzweig.htm des jüdischen Dissidenten Rabbi Friedmann.
Es ist schon unerträglich genug, dass Sie sich anmaßen, einen anderen Katholiken innerhalb oder außerhalb der Kirche stellen zu können.
Was Leblhuber nicht ertragen kann ist das Ergebnis eigenen Differenzierungsmangels. Pünktchen hat niemanden außerhalb der Kirche gestellt, sondern rechtmäßig dagegen protestiert, daß jemand ein kirchliches Amt ausübt, der massiv gegen die Lehren dieser Kirche lehrt.
Wann kapieren Sie endlich, dass Ihr Kirchenverständnis das einer unbedeutenden Minderheit ist und für die Mehrheit der Gläubigen keine Bedeutung hat.
Leblhuber multipliziert wohl das eigene Ego, um eine „Mehrheit der [Un)Gläubigen konstruieren zu können.
Ich zum Beispiel bedauere, dass ich mit meiner Kirchensteuer dieses Grüppchen von nur vermeintlich Rechtgläubigen Ihres Zuschnittes mitfinanziere.
Dieses „Grüppchen“ bekommt überhaupt nichts von der Kirchensteuer, sondern zahlt sie. Vielleicht sollte es das nach der jüngsten vatikanischen Klarstellung einfach einstellen. Auf anderes schienen derzeitige Kirchenoberen nicht zu achten.
MfG
Christoph Heger
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#26   Benedikt   15:15:50 | Sonntag, 19. August 2007
@ juergen
Im Fernsehen oder im Kino ist klar, daß es sich um Fiktion handelt, bei einem Theaterstück auf einer Freilichtbühne nicht – oder wie?
Wenn nicht erkennbar ist, dass es sich um eine Inszenierung handelt nicht nein. Und eine Messesimulation auf einer Bühne, die sich an die Formalien hält ist nicht ohne weiteres als solche zu erkennen. Allerdings fehlt mir natürlich vorliegend der Augenschein.
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#25   wsxyz   15:03:08 | Sonntag, 19. August 2007
Von ungläubigen selbstgenannten „Christen“
Frau Bussmanns Behauptungen sind mit der Glaubenslehre der katholischen Kirche unvereinbar. Jesus war doch sowohl wahrer Gott als auch wahrer Mensch. Ihm war seine Gottheit voll bewusst und genauso bewusst hat er seine katholische Kirche gegründet.
Weiter gibt es doch absolute Wahrheit; das ist nämlich die von Gott geoffenbarte und von der katholischen Kirche vertreten Währheit, die die Glaubenslehre der Kirche bildet.
Aufgrund ihre Beiträge ist Frau Bussman durchaus eine Ketzerin und sollte umgehend von allen kirchlichen Ämter befreit werden und von der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen bis sie bereit ist die Gesamtheit der katholischen Lehre zu glauben, Buße zu tun, und reumütig um die Wiederaufnahme zu bitten.
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#24   Pünktchen   14:37:33 | Sonntag, 19. August 2007
Die neutestamentliche Botschaft
läßt gar keinen Zweifel zu, daß Jesus schon mit der Wahl seiner zwölf Jünger (in Parallele zu den zwölf Stämmen Israels) eine neue Heilsgemeinschaft gegründet hat. Diese neue Gemeinschaft ist sehr wohl eine „messianische“ (=„christliche“), denn nur so ist die ganze Radikalität des Aufrufs zur Nachfolge zu rechrtfertigen! (s. das heutige Evangelium!).Wenn Bussmann behauptet, daß es keine Kirche Christi gebe, dann bezweifelt sie natürlich nicht die soziologische Realität von „Kirche“ als einer menschlichen Organisation, sondern sie spricht dieser realen Gemeinschaft jeden Zusammenhang mit dem im NT berichteten Handeln u Wirken Jesu Christi ab. (Wie es tendentiell leider auch Sie tun!)
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#23   Leblhuber   14:30:01 | Sonntag, 19. August 2007
@Pünktchen:
Frau Bussmann hat geschrieben:
Die Kirche Christi gibt es überhaupt nicht. Punkt.
Und Frau Bussmann begründet das schlüssig. Christus hat die kath. Ekklesia (Gemeinschaft, Versammlung) nicht gegründet.
Er war Jude und hat als Jude für die Juden gepredigt. Daran ändert sein jüdisch messianisches Verständnis gar nichts.
Erst die sich entwickelnde Tradition der dann heidenchristlichen Gemeinde schafft die Kirche.
Frau Bussman hat nicht gesagt, dass es keine Kirche gebe. Sie verdrehen hier polemisch wie bei Ihnen üblich die Worte und den Sinn.
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#22   Pünktchen   14:11:57 | Sonntag, 19. August 2007
Leblhuber
Wann kapieren Sie endlich, daß Frau Bussmann keineswegs irgendein angeblich mehrheitsfähiges „Kirchenverständnis“ geäußert hatte, sondern die Feststellung traf, daß es keine Kirche gebe und einen Christus auch nicht. Daß dies die Meinung einer Mehrheit von Katholiken sei, glauben Sie doch wohl selber nicht. Und wenn es die Mehrheit wäre, die so dächte: um so schlimmer für die Mehrheit!
Die Fragen, wie es um das Verständnis der Tora bei Orthodoxen und Liberalen im Judentum bestellt sein mag, können wir uns sparen, denn die einzig gültige Parallele zur Bussmann im Judentum wäre die Aussage: es gibt kein „Gesetz“ (Tora) und keinen Gesetzgeber!
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#21   Leblhuber   14:04:37 | Sonntag, 19. August 2007
@Pünktchen:
Sie sollten sich nicht ständig den Kopf darüber zerbrechen, was Juden innerhalb ihrer Gemeinschaft zu tun hätten oder auch nicht. Es ist schon unerträglich genug, dass Sie sich anmaßen, einen anderen Katholiken innerhalb oder außerhalb der Kirche stellen zu können.
Wann kapieren Sie endlich, dass Ihr Kirchenverständnis das einer unbedeutenden Minderheit ist und für die Mehrheit der Gläubigen keine Bedeutung hat.
Ich zum Beispiel bedauere, dass ich mit meiner Kirchensteuer dieses Grüppchen von nur vermeintlich Rechtgläubigen Ihres Zuschnittes mitfinanziere.
Das progressive Judentum in seiner liberalen und reformorientierten Ausprägung ist als Alternative zum orthodoxen Judentum die vorherrschende Richtung innerhalb der jüdischen Religionsgemeinschaft.
Dabei wird die Offenbarung nicht als ein einmaliger Akt verstanden, bei dem Moses durch Gott wörtlich die Thora („schriftliche Lehre“) sowie alle Auslegungen („mündliche Lehre“, später im Talmud niedergeschrieben) erhalten hat, sondern als ein fortdauernder, von Gott ausgehender und durch Menschen vermittelter dynamischer und fortschreitender („progressiver“) Prozess begriffen.
Die jüdische Tradition verpflichtet daher sowohl zur Bewahrung als auch zur Erneuerung. Die Texte der hebräischen Bibel sind einer historisch-kritischen Erforschung nicht entzogen. Dabei wird dem inhaltlichen Sinn der Gebote (Mizwot) der Vorrang eingeräumt vor ihrer verbindlichen Festlegung als „Zeremonialgesetz“.
www.liberale-juden.de
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#20   juergen   13:54:45 | Sonntag, 19. August 2007
Theaterspiel
Wie auch – es ist im Fernsehen und es ist vermutlich ein Spielfilm. Da liegt es auf der Hand, dass es sich um Fiktion handelt. Bei einer Simulation im Freien und unter Einhaltung aller Formalien wird das schon schwieriger sein.
Achwas!?
Im Fernsehen oder im Kino ist klar, daß es sich um Fiktion handelt, bei einem Theaterstück auf einer Freilichtbühne nicht – oder wie?
o.O
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#19   maliems   13:36:40 | Sonntag, 19. August 2007
Erzbistum
Ich schäme mich heute einmal ausnahmsweise für meine kirchliche Heimat.
Ähnliche Fälle aus der Vergangenheit haben aber gezeigt, dass eine solche Erlaubnis aus Unwissenheit und der Einschätzung der Harmlosigkeit gegeben wurde.
Wenn dann einmal die Suppe hochkocht, entscheidet der Kardinal ziemlich konsequent: Einmal und nie wieder. Sollche wir wetten: Die Erlaubnis für Satzvey wird für das nächste Jahr zurückgezogen werden.
Der dort residierende Graf (habe den Namen vergessen) ist gut katholisch und wird sich, egal was dieser komische Diakon denkt, darum kümmern, dass ein solches, von mir vermutetes, künftiges Verbot von den Veranstaltern respektiert wird.
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#18   Pünktchen   13:34:42 | Sonntag, 19. August 2007
Knapp daneben ist auch verfehlt!
Ich sprach nicht von einer Exkommunikation, sondern nur von einer Entpflichtung von einem Amt, das der Inhaber ehrlicherweise nicht mehr statutengemäß ausfüllen kann.
Das würde so auch für den Rabbi gelten, der seinen jüdischen Glauben verloren hätte und daraus auch kein geheimnis mehr macht.
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#17   GerdEric   13:31:06 | Sonntag, 19. August 2007
@Domenico Tuttisanti alias Pünktchen
Ein Rabbi, der erklärt, die Tora sei in seinen Augen nur Menschenwerk, die Gebote „G’TT“es könnten allesamt gebrochen werden, wäre in der jüd. Glaubensgemeinschaft auch nicht länger tragbar.
Wäre in einer jüd. Glaubensgemeinschaft nicht länger tragbar?
Er bliebe dennoch in der Gemeinschaft und niemand kann ihn ausschliessen.
Frau Bussmann sieht möglicherweise die Kirche Christie anders als Sie, eben doch universaler, inklusive der Protestanten und Anglikaner und anderer, eben keine Ausschliessende Gemeinde der Römer.
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#16   Pünktchen   13:23:40 | Sonntag, 19. August 2007
GerdEric
Von einer Pastoralreferentin muß erwartet werden, daß sie in „Übereinstimmung mit der Glaubenslehre dem Glaubensleben der Kirche“ steht (aus dem Gedächtnis zitiert: das Rahmenstatut für Pastoralreferenten). Steht sie nicht mehr in Übereinstimmung mit dem Glauben der Kirche – und zwar ganz fundamental nicht wie Frau Bussmann – dann ist es vonseiten des sog Pastoralreferenten eine Sache der Ehrlichkeit und des Anstandes, den Dienst zu kündigen. Vonseiten der Vorgesetzten wäre es die Pflicht, auf die Beendigung des Dienstverhältnisses hinzuwirken.
Ein Rabbi, der erklärt, die Tora sei in seinen Augen nur Menschenwerk, die Gebote „G’TT“es könnten allesamt gebrochen werden, wäre in der jüd. Glaubensgemeinschaft auch nicht länger tragbar.
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#15   GerdEric   13:14:38 | Sonntag, 19. August 2007
@Domenico Tuttisanti alias Pünktchen
Wo Frau Bussmann Recht hat da hat Sie Recht!
Dass Sie ihr verübeln, an Ihre Kirchensteuern ran zu kommen, halte ich für Anmassung, denn es werden wohl auch andere, die eher der Meinung von Frau Bussmann sind, gern zu ihrem Gehalt beitragen; und so hoch wird Ihr Steuerbeitrag kaum sein, ihr Gehalt zu bezahlen.
Allerdings kann es auch sein, dass Sie der Meinung sind, alle Kirchensteuern seien Ihr Geld. ^-^
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#14   Pünktchen   13:07:49 | Sonntag, 19. August 2007
Die Erzdiözese duldet doch auch Pastoralsimulationen wie im Fall Bussmann, einer erklärten
Gegnerin der Kirche und Christentumsfeindin, die dennoch – trotz Leugnung von Kirche und Christus (s. posting vom 7. Juli 10.06 www.kreuz.net/…der.1140-page.2.html) – als „Pastoralreferentin“ monatliche Bezüge kassiert!
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#13   Benedikt   13:07:16 | Sonntag, 19. August 2007
@ aurelia
Im Fernsehen finden doch auch echte und gespielte Trauungen statt, da verwechsel selbst ich nichtzs.
Wie auch – es ist im Fernsehen und es ist vermutlich ein Spielfilm. Da liegt es auf der Hand, dass es sich um Fiktion handelt. Bei einer Simulation im Freien und unter Einhaltung aller Formalien wird das schon schwieriger sein.
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#12   Krak des Chevaliers   13:01:45 | Sonntag, 19. August 2007
unglaublicher Skandal
eine Heilige Messe nachspielen? Das soll tatsächlich vom Bistum genehmigt worden sein? Wenn das der Fall ist, halte ich das für einen unglaublichen Skandal, der unbedingt nach personellen Konsequenzen auf höchster Ebene schreit.
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#11   Pünktchen   12:32:51 | Sonntag, 19. August 2007
Hier der
Artikel www.schnebele.de/…Nach/1175ganach.html aus dem „Generalanzeiger“!
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#9   aurelia   11:54:47 | Sonntag, 19. August 2007
Hochzeiten
sind doch ganz was feines. aber warum sollte eine da was verwechseln? Im Fernsehen finden doch auch echte und gespielte Trauungen statt, da verwechsel selbst ich nichtzs.
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#8   Kurt K.   11:34:05 | Sonntag, 19. August 2007
Hihi, leider nein
Leider leider nicht, mein liebes Pünktchen. :'(
Sie werden mich in der Fotostrecke nicht finden. Ich hab keine Fotos von mir gefunden. Daher hab ich einfach nach irgendwelchen Fotos vom Liverollenspiel mit „christlicher Symbolik“ gesucht.
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#7   Pünktchen   11:30:14 | Sonntag, 19. August 2007
Hallo Kurt,
sind Sie identisch mit dem Ritter auf diesem teleute.discordia.ch/…llery/view_photo.php?set_albumName=… Foto? :-]
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#6   Kurt K.   11:20:47 | Sonntag, 19. August 2007
Gespielte Messen
Ich kenne das Problem vom Live-Rollenspiel. Hier mal ein paar Bilder teleute.discordia.ch/…llery/view_photo.php?set_albumName=….
Ist es möglich, Messen zu spielen, ohne die Gefühle anderer zu verletzen?
Schwierig.
Deshalb halte ich es so (ich spiele hin und wieder einen Ordensritter), dass ich und meine Mitspieler keine „echte“ Messe halten, sondern in dem lateinischen Text einfach die Worte „Gott“ „Christus“ etc etc. durch z.B. „Der Eine“, „Der Mächtige“ etc ersetzen oder ganz weglassen, so es möglich ist.
Ich denke schon, dass man das allgemein machen kann, allerdings muss folgendes beachtet werden, wie im Artikel schon gesagt:
Das Spiel dürfe bei den Anwesenden nur nicht zu dem Mißverständnis führen, daß es sich um eine Messe handle.
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#5   Pünktchen   11:13:59 | Sonntag, 19. August 2007
Hier eine
Bildersammlung www.schnebele.de/…veranstaltungen.html von den rhein. Karnevalsjecken!
(Auf einem Bild – unter „Festumzug“ – ist der priesterlich verkleidete Diakon zu sehen!)
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#4   Flashnews   11:01:01 | Sonntag, 19. August 2007
Wie der Pfarrer, so der Kathole
Der Pfarrer schlägt beim Ritterschlag zu?
Yo, und der Kathole schlägt bei seiner Ehefrau zu, nicht wahr?
…iandomesticdiscipline.com/
Sadomasochist bleibt Sadomasochist… wenn auch versteckt unter dem D(r)eckmäntelchen des Katholizismus…
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#3   Pünktchen   10:56:09 | Sonntag, 19. August 2007
Juergen: Aber ja doch!
Und nun frage ich mich, was hat den Pfarrer wohl mehr gestört: die Ähnlichkeit oder die Unähnlichkeit mit einer gültigen Hl. Messe… o.O
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#2   juergen   10:52:16 | Sonntag, 19. August 2007
@ .chen
und in jedem Film oder Theaterstück, in dem es eine Trauung gibt, haben wie eine Trausimulation,
und in Filmen oder Theaterstücken, wo es eine Taufe gibt, eine Taufsimulation
etc.
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#1   Pünktchen   10:46:59 | Sonntag, 19. August 2007
„Achtung, Achtung:
Dies ist eine Meßsimulation!“
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