Alte Messe
Nein, nein und nochmals nein
Im Alten Ritus ist die Gemeinde überhaupt nicht eingebunden. Sie feiert auch nicht mündig mit. Man weiß gar nicht, wie die Gemeinde unter diesen Umständen in den Himmel kommen kann. Pressesplitter zur Alten Messe.
Sakramentaler Segen nach einer altrituellen Firmung in London, 2005
Sakramentaler Segen nach einer altrituellen Firmung in London, 2005
© Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
Kein Schaden

„Der Pontifex erstattet der katholischen Kirche einen kostbaren, jahrhundertealten Teil ihres Traditionsbestands zurück, der nahezu verschüttet war. Die klassische und die neue Form der Messfeier stehen nun nebeneinander. Das ist kein Schaden.“

Michael Kluger, Kulturredaktor der ‘Frankfurter Neuen Presse’, in der Tageszeitung ‘Rhein Main’ vom 9. Juli.

Latein muß sein

Überschrift eines Artikels von Marc Wolko in der ‘Neuen Ruhr Zeitung / Neuen Rhein Zeitung’ vom 13. Juli.

Nein, nein und nochmals nein

„Ich kann’s nicht, ich will’s nicht, ich tu’s nicht.“

Pfarrer Norbert Schulze-Raestrup von St. Antonius in Gronau am 19. Juli vor der Tageszeitung ‘Westfälische Nachrichten’.

Getaufte Landschaft

„Die Konzentration des Heiligen, der Allerheiligste, Jesus Christus, der Herr, daß der von seinem Opfer, von seiner Auferstehung her die Welt heiligt und verwandelt, so wie man das für eine getaufte Landschaft, wie sie die Heimat des Papstes in Bayern sehr gut immer wieder anmerken kann.“

Der Obere des Berliner Philipp-Neri-Instituts, Hw. Gerald Goesche am 7. Juli vor Radio Vatikan.

Altrituelle Osternacht 2007
Osternacht 2007 in LondonDas OsterfeuerDie Osterkerze

Schon erstaunlich

„Es ist schon erstaunlich, das es Prälat Goesche gelungen ist, an diesem Ort eine kleine, aber offenkundig lebendige Kirchengemeinde zu gründen. Denn der von sozialen Brüchen gezeichnete Stadtteil ist stark muslimisch geprägt. Aus Sicht der christlichen Kirchen geht hier eigentlich fast nichts.“

Aus einem Artikel von Joachim Peter in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 23. Juli über die altgläubige Kirche Sankt Afra in Berlin-Wedding

Keine mündige Mitfeier

„»Die Gemeinde ist dabei überhaupt nicht eingebunden. Es kann keine Rede davon sein, daß sie mündig mitfeiert«, sagt der Ihrlersteiner Pfarrer Martin Stempfhuber.

Aus der Tageszeitung ‘Mittelbayrische’ vom 21. Juli.

Das Vaterunser auf deutsch

„Der Landsberger Stadtpfarrer und Prodekan Reiner Hartmann plädiert für eine »Grundverläßlichkeit« im Gottesdienst, doch dies müsse nun mal nicht die lateinische Messe sein. „Wichtig ist, daß wir durch den Gottesdienst in eine lebendige Beziehung mit Gott kommen“, meint der Geistliche, und da müsse nicht unbedingt in der lateinischen Sprache vorgetragen werden. „Ich bin ja schon froh, wenn meine Kommunionkinder das Vaterunser auf deutsch auswendig können«.“

Aus der ‘Augsburger Allgemeinen’ vom 16. Juli.

Verständnisvoller Pfarrer

„»Wir werden die Bitte um die Alte Messe aufgreifen, wissen aber noch nicht, wie wir konkret damit umgehen«, sagt Pfarrer Klaus Hurtz von Mönchengladbach-Rheydt. Er glaubt nicht, »daß nun Heerscharen zu uns strömen und um den alten Ritus bitten«. Er sieht jedoch, daß das Mystische in der ordentlichen Liturgie zu kurz kommt. »Das ist in der Muttersprache immer schwierig«, so Hurtz.“

Aus einem Artikel der Tageszeitung ‘Rheinische Post’ vom 4. August.

Konzelebration im Alten Ritus?

„Der Wiesbadener Stadtdekan, Hw. Johannes zu Eltz, weist darauf hin, »daß es schon vor dem jüngsten Papstbrief die Möglichkeit gab, lateinische Messen zu feiern. Sogar in der St. Bonifatiusgemeinde gab es die ganzen Jahre über eine kleine Gruppe von schätzungsweise dreißig Leuten, die an Werktagen in althergebrachter Weise den Gottesdienst feierte.«“

Aus der Online-Ausgabe der Tageszeitung ‘Wiesbadener Kurier’ vom 10. Juli.
      
18 Lesermeinungen
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#19   Aleph †   00:56:58 | Freitag, 24. August 2007
Tanz der Priester um den goldenen Altar
Mehrmals wurde hier in Beiträgen festgestellt, dass nach dem alten Ritus die Gemeinde überhaupt nicht erforderlich ist. Das machen die Ministranten. Es geht eigentlich im alten Ritus nur um den Tanz goldgewandeter Kultubeamten um den goldenen Altar (Kalb?), verschleiert durch Weihrauchschwaden,… oder? Da muss man sich doch nicht die Zunge zerbrechen, wie der Gottesdienst der Zunkunft aussehen soll: den die Priester ganz unter sich, für sich und mit sich, ungestört vom gaffenden Volk, feiern werden.
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#18   möchtegern-kathole   23:50:02 | Mittwoch, 22. August 2007
@athanasius
Danke für Ihre Beispiele. Den Opfergedanken zu vernichten ist offensichtlich der Modernisten höchstes Ziel. Ihr Beispiel mit dem „Haydn-Messe Schlußlied“ zeigt dies gut.
Das ehemals „Nun ist das Lamm geschlachtet, das Opfer ist vollbracht“ in Bezug auf die Messe ist den Modernisten nicht genehm weil katholisch
„heute In Frieden lasst uns gehen,…“ ist so allgemein, dass es auch bei den Protestanten durchgeht.
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#17   Artois †   13:36:13 | Mittwoch, 22. August 2007
Die Umdichterei
war schon im 18. Jh. gang und gäbe, so richtig los ging es aber wohl so ca. ab 1955. Ab der 1. Hälfte des 19. Jh. wurde die Umdichterei ziemlich zurückgedrängt, seit 1955 aber wurde ihr mehr und mehr Raum gegeben. Akteuere: Theologische, hymnologische, poetische Idioten und Schwachköpfe, angetrieben von krankhaftem Ehrgeiz, das Wahre und Schöne zu zerstören, beauftragt und gedeckt vom modernistischen Episkopat und von „Priestern“ á la Gotthard hier und ähnlichen Schießbudenfiguren.
Das heutige „Gotteslob“ ist eine Hölle von Häßlichkeit und Verlogenheit und reicht allein schon aus, die angebliche Verpflichtung des NOM zu widerlegen.
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#16   stat crux   11:46:38 | Mittwoch, 22. August 2007
Erstaunlich!
Dre Redaktion zitiert zum wiederholten Male „witzige“ Wortverhedderungen des „Prälaten“ (Propstes) an St. Afra. Gab’s da Krach zwischen k.n und IPN –- oder ist das ein Anflug von Humor?
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#15   Inderwld   10:56:33 | Mittwoch, 22. August 2007
Umdichtung
Umdichtungen gibt es viel zu viele, gerade erst Ende des 20. Jhd. z.B.:
Stille Nacht aus „uns zu versühnen“ wurde „um uns zu dienen“
oder die vielen Geschlechtsbereinigungen, wo man zwanghaft entweder das Wort Brüder ersetzt hat, z. B. „Lasst uns loben, Brüder(jetzt freudig), loben“, oder zwanghaft noch Schwestern eingefügt hat, z. B. alt „Wir sind einander Brüder und niemand ist uns fern“ neu „Als Schwestern und als Brüder sind wir uns nicht mehr fern“ uvm.
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#14   Benedikt   10:35:03 | Mittwoch, 22. August 2007
Konzelebration?
Welchen Sinn hat denn die Überschrift über dem letzten Zitat?
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#13   athanasius1957   10:04:03 | Mittwoch, 22. August 2007
Gotteslob Umdichtungen
Ich möcht nur wissen, wann die Arbeit im Vorfeld des Gotteslobes schon begonnen hat, denn die vielen Neutexte und auch theologischen Verwässerungen sowie Verfälschungen sind ohne Vorarbeit nicht zu leisten.
„Großer Gott wir loben Dich“ 3. Strophe
ehemals …Himmelsheere, starke Helfer in der Not (gemeint waren die Engel)
heute starker Helfer in der Not
„Haydn-Messe Schlußlied“
ehemals Nun ist das Lamm geschlachtet, das Opfer ist vollbracht
heute In Frieden lasst uns gehen,…
„Heilges Kreuz“
ehemals …hartes Ruhbett meines Herrn. Einsmals sehn wir Dich verkläret…
heute …Baum, an dem der Heiland hing, wo sich seine Lieb bewähret…
Damals wurden die Texte umgeschrieben ohne das Volk zu befragen.
Dieses Vorgehen erinnert mich ein wenig an die Geschichtsumschreibungen in Anlehnung an das Wahrheitsministerium Huxleys „Schöne, neue Welt“.
Kleine feine Änderungen, die auch theologische „Änderungen“ mit sich brachten.
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#12   28.IX-28.X   07:59:44 | Mittwoch, 22. August 2007
Korrekte Feststellung!
Man muß schon froh sein, wenn die Erstkommunionkinder das „Vater unser“ auf deutsch können.
Im sogenannten „Religionsunterricht“, erteilt von ungebildeten „PastoralreferentIinen“ und anderen „KommunionshelferIinen“ bekommen sie dieses wunderschöne Gebet, das uns der Herr ja selst gelehrt hat, nicht gelernt.
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#11   r.ruhrgebietler   07:12:17 | Mittwoch, 22. August 2007
es wird Zeit, daß die hlg. tried. Messe
verbindlich einmal am Sonntag in den V-II-Gebäuden zelebriert werden muss!! Es wird kommen, aber bedauerlicherweise weiß niemand genau wann das sein wird!
Das nächste V-II liegt hier 10 Fußminuten entfernt. Um eine gültige Liturgie zu haben muss ich 30 Autominuten fahren.
Mal ehrlich – die V-II-Kleriker fördern nicht gerade den Umweltschutz!
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#10   möchtegern-kathole   23:10:18 | Dienstag, 21. August 2007
wenn kein Ministrant …
… da ist, geht es auch ohne. Zumindest bei der Alten Messe. Aber ist das ein Argument? Wieviele Heilige Messopfer mögen in den Jahrhunderten ohne Ministrant dargebracht worden sein, den Menschen zum ewigen Heile, Gott zu seiner ewigen Herrlichkeit …
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#9   monti   22:02:34 | Dienstag, 21. August 2007
@Gotthard
eine alte Messe kann NICHT ohne Ministranten (mindestens einer) zelebriert werden.
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#8   Riese1835   21:29:29 | Dienstag, 21. August 2007
@Gotthard
Ich habe einst selbst im NOM gedient. Wo sind die vielen Aufgaben für Meßdiener im NOM (zumindest in der heute gängigen Praxis, einzelne Ausnahmen gibt es sicherlich):
– Austeilung des Weihwassers an Sonntagen vor der Messe
– Mehrmaliges Umkleiden:
x Nach der Austeilung des Weihwassers
x In der Osternachtfeier (weiß – violett)
x Bei der Aussetzung des Allerheiligsten
– Stufengebet und Responsorien
– Confiteor
– Weihrauch beim Amt (heute selten)
– Ortswechsel des Meßbuches von der Epistel- auf die Evangelienseite und zurück
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#7   Gotthard   21:08:11 | Dienstag, 21. August 2007
@riese
Oder ein anderes Beispiel: Was haben die Ministranten heute noch zu tun? Überwiegend Statisten!
früher konnte die Messe mit oder ohne Ministranten zelebriert werden – heute auch! Wo ist der Unterschied?
Ich habe mal gezählt: hier in der Pfarrei sind normalerweise sonntags 11 Ministranten im einsatz – ALLE mit Diensten versehen!
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#6   Riese1835   20:55:04 | Dienstag, 21. August 2007
Gläubige im überlieferten Ritus nicht eingebunden?
Ein Beispiel: Wo sind die vielen Kirchenchöre geblieben? Wo der gregorianische Choral?
Die Einführung des NOM mit den seichten, politisch korrigierten und an den Zeitgeist angepaßten, von einem amusikalischen „Kirchenvolk“ gesungenen (oder besser gekrächzten) Kirchenliedern hat vielen einst blühenden und nach Vollendung strebenden Kirchenchören ein jähes Ende bereitet.
Beispiele:
4. Strophe „Stille Nacht“: „… wo sich heut alle Macht väterlicher Liebe ergoß und als Bruder huldvoll umschloß …“ wird zu „… wo sich heut alle Macht jener Liebe huldvoll ergoß die uns arme Menschen umschloß …“
„Herr, ich glaube …“: Der Text „einen Gott in drei Personen“ komplett und ersatzlos gestrichen.
Oder ein anderes Beispiel: Was haben die Ministranten heute noch zu tun? Überwiegend Statisten!
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#5   möchtegern-kathole   19:48:52 | Dienstag, 21. August 2007
Die Alte Messe …
… ist viel abwechslungsreicher. Es gibt die Stille Messe mit und ohne laut gesprochenene Lesung+Evangelium, die Bet-Sing-Messe, schließlich das Amt. Eine Vielfalt, die man im NOM vergeblich sucht.
Viele NOM-Besucher wissen nicht einmal, wie erhaben eine Stille Messe sein kann, wenn das Laute dieser Welt verklingt – damit wir die Stimme des ewigen und demütigen Hohepriesters hören.
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#3   Hyazinth   18:56:12 | Dienstag, 21. August 2007
Artois
horriblu dictu-brrrrrr
:-!
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#2   Artois †   17:57:04 | Dienstag, 21. August 2007
Die „altrituelle“
Osternacht ist eine recht zweifelhafte Modernisierung der 1950er Jahre. Außerdem steht da ein verbotenes keyboard rum – horriblu dictu – – – brrrrr
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#1   zeitundewigkeit   15:58:01 | Dienstag, 21. August 2007
Die Heilige Messe nach dem alten Ritus
ist für Priester und Gläubige geistlich sehr anspruchsvoll. Sie erfordert von den Gebeten und Riten her eine viel stärkere, innere Hingabe (und das ist Aktivität!!) an Christus (Nimm mich mit in Dein Opfer!), als die Hl. Messe nach dem neuen Ritus.
Wer als Priester beide Formen pflegt – und das wird wohl die Zukunft sein- merkt schnell die Unterschiede:
theozentrisch die eine Form, mehr anthropozentrisch die andere.
Dass die lateinischen Texte vom NOM und besonders vom AOM eine theologische Tiefendimension haben, von der der deutsche Text meilenweit entfernt ist, sei nur nebenbei erwähnt.
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