Sühnewallfahrt wegen der Tatenlosigkeit des Klosters
Mehrere hundert Traditionalisten zogen mit dem Rosenkranz durch die Straße, um für eine mit kirchlicher Beteiligung inszenierte Verhöhnung der Religion Abbitte zu leisten.
(kreuz.net, Einsiedeln) Die mit Rom im Streit liegende Priesterbruderschaft St. Pius X. hat eine Sühnewallfahrt
für die Freilichtaufführung Einsiedler Welttheater veranstaltet.
Fünfhundert Gläubige marschierten
am Fest Mariä Himmelfahrt von der Ortschaft Rothenthurm mehrere Kilometer zum bekannten Benediktinerkloster
Einsiedeln im Zentralschweizer Kanton Schwyz.
Das erklärte der Organisator, Pater Martin Bayer, vor
der Lokalzeitung ‘Linth Zeitung’. Pater Bayer wirkt in der Gemeinde Littau im Kanton Luzern.
Die dem
kirchenfeindlichen Medienunternehmen ‘Ringier’ gehörende Tageszeitung ‘Neue Luzerner Zeitung’ zählte
in ihrer Donnerstagsausgabe nur 300 der Gläubigen.
Die Wallfahrer wollten Beleidigungen und Schmähungen
Gottes und der Jungfrau Maria in der Aufführung sühnen.
Mehrere Fahnenträger führten den Zug der Beter in die Klosterkirche Einsiedeln.
Für die Lokalpresse hat die Sühnewallfahrt dem Protest gegen die Freiluftinszenierung „eine größere
Dimension“ verliehen.
Auch das Päpstliche ‘Radio Vatikan’ berichtete über die Aktion der Piusbruderschaft.
Ein Zeichen gesetzt
Die Piusbruderschaft forderte vergebens, daß die Inszenierung abgesetzt werde.
Pater Bayer zeigte sich enttäuscht: „Wir haben natürlich gehofft, daß die Aufführungen abgesagt würden.
Dies vor allem auch, weil sich der Abt selber kritisch geäußert hatte.“
Letztendlich liege es aber
nicht an der Bruderschaft, das Stück zu unterbinden. „Wir haben unseren Teil getan und ein Zeichen gesetzt.“
Viele Leute hätten der Bruderschaft dafür gedankt.
Ob weitere Aktionen folgen werden, ließ Pater Bayer
offen. Schon jetzt treffen sich Gläubige jeden Abend in Einsiedeln, um gemeinsamen den Kreuzweg zu beten.
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18 Lesermeinungen
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#18 Leblhuber 03:34:10 | Dienstag, 21. August 2007
Das Licht leuchtet nicht, wenn wir es verdunkeln! Ich verabschiede mich von diesem Forum. Vielen Dank
an alle, die versuchen, gleich welchen Standpunkt sie einnehmen, ob eher christlich konservativ oder progressiv,
ob jüdisch, atheistisch oder agnostisch, auf Unflätigkeiten und Hasstiraden zu verzichten. Dieses Forum
ist nicht christlich, so wie ich das verstehe. Hier wird versucht, eine Geisteshaltung zu verbreiten,
die mit meinem Wertekanon nicht vereinbar ist. Wenn Extrempositionen wie die von Kasperschüler und solche
Psychopathen wie Sentinel geduldet werden, ist meine Stimme deplaziert. Wer wissen will, wie Hetzkampagnen
gegen unliebsame Kontrahenten laufen, ist hier an der richtigen Stelle. Ich nicht! Ich bedauere, dass
hier ein völlig verzerrtes Bild der Kirche sichtbar wird. Sollten wir nicht eher heilen können, statt
verdammen und überzeugen statt belehren. Die Aufmachung dieses Forums ist gut aber die offensichtliche
Intention ist mir zuwider. Leblhuber
@ Pünktchen Liebes Pünktchen: Nein, ein Mönch bin ich nicht. Und ich bin auch nicht der Veranstalter.
Aber ich bin – wie im Titel geschrieben – ein Einsiedler. Da das Stück auf „unserem“ Klosterplatz spielt,
habe ich mich damit intensiv auseinandergesetzt. Nein, ich spiele auch nicht mit, finde das Stück jedoch
sensationell! Eine Frage an Sie: Sollte ihre „Frage“ unterstellen, dass ich ohnehin nicht objektiv schreibe?
Nun denn, es scheint mir, dass nun, wo Antworten schwer fallen und Argumente fehlen, nur noch Nebelgranaten
gezündet werden.
@ einsiedler Es geht bei der vorgebrachten Kritik wohl nur noch um Zerstörung. So in etwa. Was sie nicht
verstehen, das machen sie kaputt. So siehts leider aus. In vielerlei Hinsicht.
@ominoso „…Eine der Szenen gestaltet das Phänomen religiöser Hysterie, wobei ein selbsternannter Guru
eine Ziege hochstemmen und „Das Lamm Gottes“ rufen muss, während die Masse ergriffen in die Knie fällt…
Jetzt nähert sich der Bauer des Stücks, zwei weitere Ziegen an der Leine führend, und macht dem frommen
Spektakel ein Ende: „Huere Schiisdräck, das isch mis Gitzi und keis Lamm Gottes! (ins Deutsche übersetzt:
Verdammt noch mal, das ist meine Ziege und kein Lamm Gottes)“ eine herrliche Entlarvung religiöser Hysterie –
zB bei all diesen Privatoffenbarungen! Gegen solche Passagen demonstrieren die Pius-Vereinler? Wenn sie
denn meinen … auf ein Neues!
Keine Spur von Gotteslästerung!! Es geht bei der vorgebrachten Kritik wohl nur noch um Zerstörung. Dies
meist von Menschen, die das Stück nie gesehen haben. Es gibt in unserer Zeit viele „Gurus“ und Verführer,
die angeben, das Heil zu bringen. Sie machen den Menschen oft etwas falsches vor. Wie bildlich dies Thomas
Hürlimann umgesetzt hat! Da macht ein Guru den Menschen vor, eine Geiss sei das „Lamm Gottes“. Der schlaue
Bauer macht dem Schwindel ein schnelles Ende. Er verhindertsomit also eine Gotteslästerung! Wer von lächerlichen
Schreien bei der Kreuzigungszene spricht, hat die Szene definiv nicht gesehen. Kein Textzitat ist richtig
wiedergegeben. Man macht sich also von Seiten der Kritiker und der Journalisten nicht die Mühe, wenigstens
das Textbuch zu lesen. Der Pater im Stück warnt vor dem Ende. Er beklagt sich, dass die Menschen dieses
Ende zum Geschäft machen: „Nein. Ihr macht das Aufflackern des Endwind zum Geschäft. Ihr macht den eigenen
Untergang zu Geld. O Zorn über euch. O Hohn über euch“. Oder an anderer Stelle „Ihr habt die Gabe, die
Gott selbst war, versaut und verhunzt, aber ihr verbrennt nicht in Angst, ihr lebt euer Leben, ihr schnauft,
ihr fresst, ihr sauft. Ihr meint: Wir kommen davon, wir sind immer davon gekommen.“ In anbetracht dieser
Worte kann von Gotteslästerung keine Rede sein. Die Gegner schnipseln aber gerade mal das zusammen, was
ihnen in den Kram passt. Sich eine eigene Meinung bilden? Nein, das könnte ja eine Sünde sein: Also
lieber Flugblätter abschreiben statt zu denken.
Es war Gotteslästerung Hier einige Fakten zum Welttheater: (entnommen aus der NZZ, 21.Juni): „…Eine
der Szenen gestaltet das Phänomen religiöser Hysterie, wobei ein selbsternannter Guru eine Ziege hochstemmen
und „Das Lamm Gottes“ rufen muss, während die Masse ergriffen in die Knie fällt… Jetzt nähert sich
der Bauer des Stücks, zwei weitere Ziegen an der Leine führend, und macht dem frommen Spektakel ein
Ende: „Huere Schiisdräck, das isch mis Gitzi und keis Lamm Gottes! (ins Deutsche übersetzt: Verdammt
noch mal, das ist meine Ziege und kein Lamm Gottes)“ In einer weiteren Szene spielen 7-10-jährige Kinder
die Kreuzigung Christi. Jesus wird auf lächerlichste Weise, auf einer Blechtonne stehend, an das unsichtbare
Kreuz genagelt, dabei lächerliche Schmerzens-Schreie ausstossend. Etwas später ruft Jesus zu Maria:
„Maria, du machst mir auf die Himmelstür.“ Diese antwortet: „Schrei nicht so!“ Die Passion ist für jeden
Christen etwas so zentrales und so heiliges, dass es ihm nie und nimmer in den Sinn käme, auch nur die
kleinste Szene dabei lächerlich darzustellen, wie es hier in diesem Theater der Fall ist. Ich frage mich,
wie so etwas nur möglich ist, in einer Welt der gegenseitigen Rücksichtnahme und des Rspektes gegenüber
anderen Religionen?
Radio Vatikan berichtet teils falsch Radio Vatikan meldete:«Die Aufführung des Dramas „Das große Welttheater“
des spanischen Barockdichters und Priesters Pedro Calderón de la Barca hat in Einsiedeln eine lange Tradition.
Seit 1924 bringen – in unregelmäßigen Abständen – Laienschauspieler das Werk auf dem dortigen Klosterplatz
zur Aufführung.» Das ist nur richtig für das letzte Jahrhundert. Die Aufführungen von Thomas Hürlimanns
Einsiedler Welttheater sind fern vom Grossen Weltheater von Pedro Calderón de la Barca. Die Priesterbruderschaft
hat Mut gezeigt mit ihrem Protest. Der Abt müsste tatsächlich reagieren; er hat aber Angst vor dem Mammon
der Welttheatergesellschaft.
@Gotthard – bevor Sie andere um Details bitten sollten Sie doch bitte zuerst einmal die von IHNEN gewünschten
Details zum Vortrag bringen! Lesen sie doch mal die Postings, die an IHRE Adresse gegangen sind und beantworten
Sie bitte die gestellten Fragen! Danach dürfen Sie in der Tat erwarten, daß Sie Details von anderen
erhalten! Danken wir FSSPX für das überaus gottgefällige Werk gg. diese Aufführung ein Zeichen gesetzt
zu haben! Auch wenn es – wie üblich durch Foren-Schreiberlingen auf +.net – von irrgläubigen direkt /
indirekt zerrissen wird. Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament!
hi Herr Graf denen die Ehre Gottes anscheinend völlig schnuppe ist darf ich Dich um Details bitten, wie
die Ehre Gottes in diesem Theaterstück verunglimpft wurde? Habe bitte keine Scheu vor Details – diese
Seite ist detailgwohnt!
Wider VII Herzlichen Dank an die FSSPx für ihren Protest. Von den VII- Kuschelkatholiken, denen die Ehre
Gottes anscheinend völlig schnuppe ist, kam natürlich so gut wie kein Widerstand. Wer sich nicht wehrt,
der lebt verkehrt.
Evangelium von diesem Sonntag? Im heutigen Sonntagsevangelium spricht Jesus doch von den Auseinandersetzungen
mitten durch die Familien – um seinetwillen. Er fordert Entscheidungen – für ihn oder gegen ihn. Er ist
gegen den faulen Frieden! Gegen Christus zu sein ist keine neue Erfindung unserer Zeit, sondern eine im
Evangelium immer wieder dargestellte Möglichkeit… Entscheidet sich ein Mensch gegen Christus – und
macht diese Entscheidung auch noch eindeutig bekannt, macht mich das traurig – ich werde aber keine Sühnewallfahrt
oder Sühneübungen organisieren – DAS ist das normaste der Welt – vom Realisten Jesus Christus gewußt
und bekannt und gesagt. Gefragt sind verständliche Zeugnis des Glaubens – und nicht unverständliche
Sühnemärsche.
ich weiss zwar nicht, um was es im großen Welttheater geht, nur wird anscheinend (wenigstens aus Sicht
der Traditionalisten) die Religion verhöhnt. Da können die Verantwortlichen noch froh sein, dass nur
eine Sühnewallfahrt stattfindet. Moslems hätten das Kloster gleich angezündet.
warum? bisher sind mir in den Artikeln noch keine Gründe zur Sühne genannt worden… Weil ein Theaterstück
nicht gefällt, muss ja keine Sühnewallfahrt veranstaltet werden. Die Fotomeile gibt auch nichts Anstößiges
her … also: WARUM das Ganze?