Piusbruderschaft
Sühnewallfahrt wegen der Tatenlosigkeit des Klosters
Mehrere hundert Traditionalisten zogen mit dem Rosenkranz durch die Straße, um für eine mit kirchlicher Beteiligung inszenierte Verhöhnung der Religion Abbitte zu leisten.
Szene aus dem Einsiedler Welttheater 2007
Szene aus dem Einsiedler Welttheater 2007
© Judith Schlosser, Pressebilder welttheater2007.ch
(kreuz.net, Einsiedeln) Die mit Rom im Streit liegende Priesterbruderschaft St. Pius X. hat eine Sühnewallfahrt für die Freilichtaufführung Einsiedler Welttheater veranstaltet.

Fünfhundert Gläubige marschierten am Fest Mariä Himmelfahrt von der Ortschaft Rothenthurm mehrere Kilometer zum bekannten Benediktinerkloster Einsiedeln im Zentralschweizer Kanton Schwyz.

Das erklärte der Organisator, Pater Martin Bayer, vor der Lokalzeitung ‘Linth Zeitung’. Pater Bayer wirkt in der Gemeinde Littau im Kanton Luzern.

Die dem kirchenfeindlichen Medienunternehmen ‘Ringier’ gehörende Tageszeitung ‘Neue Luzerner Zeitung’ zählte in ihrer Donnerstagsausgabe nur 300 der Gläubigen.

Die Wallfahrer wollten Beleidigungen und Schmähungen Gottes und der Jungfrau Maria in der Aufführung sühnen.

Einsiedler Welttheater
Das "Einsiedler Welttheater" ist eine Freilichtaufführung auf dem Platz des dortigen Benediktinerklosters.Als Hintergrund für die Szene dient die Hauptfassade des Benediktinerklosters Einsiedeln.Die Aufführung folgt Motiven des "Großen Welttheaters" des berühmten spanischen Dramaturgisten und Priesters Pedro Calderón de la Barca († 1681).

Mehrere Fahnenträger führten den Zug der Beter in die Klosterkirche Einsiedeln.

Für die Lokalpresse hat die Sühnewallfahrt dem Protest gegen die Freiluftinszenierung „eine größere Dimension“ verliehen.

Auch das Päpstliche ‘Radio Vatikan’ berichtete über die Aktion der Piusbruderschaft.

Ein Zeichen gesetzt

Die Piusbruderschaft forderte vergebens, daß die Inszenierung abgesetzt werde.

Pater Bayer zeigte sich enttäuscht: „Wir haben natürlich gehofft, daß die Aufführungen abgesagt würden. Dies vor allem auch, weil sich der Abt selber kritisch geäußert hatte.“

Letztendlich liege es aber nicht an der Bruderschaft, das Stück zu unterbinden. „Wir haben unseren Teil getan und ein Zeichen gesetzt.“ Viele Leute hätten der Bruderschaft dafür gedankt.

Ob weitere Aktionen folgen werden, ließ Pater Bayer offen. Schon jetzt treffen sich Gläubige jeden Abend in Einsiedeln, um gemeinsamen den Kreuzweg zu beten.
      
18 Lesermeinungen
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#18   Leblhuber   03:34:10 | Dienstag, 21. August 2007
Das Licht leuchtet nicht, wenn wir es verdunkeln!
Ich verabschiede mich von diesem Forum. Vielen Dank an alle, die versuchen, gleich welchen Standpunkt sie einnehmen, ob eher christlich konservativ oder progressiv, ob jüdisch, atheistisch oder agnostisch, auf Unflätigkeiten und Hasstiraden zu verzichten.
Dieses Forum ist nicht christlich, so wie ich das verstehe. Hier wird versucht, eine Geisteshaltung zu verbreiten, die mit meinem Wertekanon nicht vereinbar ist.
Wenn Extrempositionen wie die von Kasperschüler und solche Psychopathen wie Sentinel geduldet werden, ist meine Stimme deplaziert. Wer wissen will, wie Hetzkampagnen gegen unliebsame Kontrahenten laufen, ist hier an der richtigen Stelle. Ich nicht!
Ich bedauere, dass hier ein völlig verzerrtes Bild der Kirche sichtbar wird. Sollten wir nicht eher heilen können, statt verdammen und überzeugen statt belehren.
Die Aufmachung dieses Forums ist gut aber die offensichtliche Intention ist mir zuwider.
Leblhuber
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#17   einsiedler   22:02:19 | Montag, 20. August 2007
@ Pünktchen
Liebes Pünktchen: Nein, ein Mönch bin ich nicht. Und ich bin auch nicht der Veranstalter. Aber ich bin – wie im Titel geschrieben – ein Einsiedler. Da das Stück auf „unserem“ Klosterplatz spielt, habe ich mich damit intensiv auseinandergesetzt. Nein, ich spiele auch nicht mit, finde das Stück jedoch sensationell!
Eine Frage an Sie: Sollte ihre „Frage“ unterstellen, dass ich ohnehin nicht objektiv schreibe?
Nun denn, es scheint mir, dass nun, wo Antworten schwer fallen und Argumente fehlen, nur noch Nebelgranaten gezündet werden.
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#16   Kurt K.   20:48:24 | Montag, 20. August 2007
@ einsiedler
Es geht bei der vorgebrachten Kritik wohl nur noch um Zerstörung.
So in etwa.
Was sie nicht verstehen, das machen sie kaputt.
So siehts leider aus. In vielerlei Hinsicht.
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#15   Gotthard   20:45:13 | Montag, 20. August 2007
@ominoso
„…Eine der Szenen gestaltet das Phänomen religiöser Hysterie, wobei ein selbsternannter Guru eine Ziege hochstemmen und „Das Lamm Gottes“ rufen muss, während die Masse ergriffen in die Knie fällt… Jetzt nähert sich der Bauer des Stücks, zwei weitere Ziegen an der Leine führend, und macht dem frommen Spektakel ein Ende: „Huere Schiisdräck, das isch mis Gitzi und keis Lamm Gottes! (ins Deutsche übersetzt: Verdammt noch mal, das ist meine Ziege und kein Lamm Gottes)“
eine herrliche Entlarvung religiöser Hysterie – zB bei all diesen Privatoffenbarungen!
Gegen solche Passagen demonstrieren die Pius-Vereinler?
Wenn sie denn meinen … auf ein Neues!
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#14   Pünktchen   20:24:44 | Montag, 20. August 2007
„einsiedler“
Dürfen wir hier einen Mönch aus Einsiedeln begrüßen oder den Veranstalter des Welttheaters?
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#13   einsiedler   20:22:03 | Montag, 20. August 2007
Keine Spur von Gotteslästerung!!
Es geht bei der vorgebrachten Kritik wohl nur noch um Zerstörung. Dies meist von Menschen, die das Stück nie gesehen haben.
Es gibt in unserer Zeit viele „Gurus“ und Verführer, die angeben, das Heil zu bringen. Sie machen den Menschen oft etwas falsches vor. Wie bildlich dies Thomas Hürlimann umgesetzt hat! Da macht ein Guru den Menschen vor, eine Geiss sei das „Lamm Gottes“. Der schlaue Bauer macht dem Schwindel ein schnelles Ende. Er verhindertsomit also eine Gotteslästerung!
Wer von lächerlichen Schreien bei der Kreuzigungszene spricht, hat die Szene definiv nicht gesehen. Kein Textzitat ist richtig wiedergegeben. Man macht sich also von Seiten der Kritiker und der Journalisten nicht die Mühe, wenigstens das Textbuch zu lesen.
Der Pater im Stück warnt vor dem Ende. Er beklagt sich, dass die Menschen dieses Ende zum Geschäft machen: „Nein. Ihr macht das Aufflackern des Endwind zum Geschäft. Ihr macht den eigenen Untergang zu Geld. O Zorn über euch. O Hohn über euch“. Oder an anderer Stelle „Ihr habt die Gabe, die Gott selbst war, versaut und verhunzt, aber ihr verbrennt nicht in Angst, ihr lebt euer Leben, ihr schnauft, ihr fresst, ihr sauft. Ihr meint: Wir kommen davon, wir sind immer davon gekommen.“
In anbetracht dieser Worte kann von Gotteslästerung keine Rede sein. Die Gegner schnipseln aber gerade mal das zusammen, was ihnen in den Kram passt. Sich eine eigene Meinung bilden? Nein, das könnte ja eine Sünde sein: Also lieber Flugblätter abschreiben statt zu denken.
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#12   Ominoso   16:01:59 | Montag, 20. August 2007
Es war Gotteslästerung
Hier einige Fakten zum Welttheater:
(entnommen aus der NZZ, 21.Juni):
„…Eine der Szenen gestaltet das Phänomen religiöser Hysterie, wobei ein selbsternannter Guru eine Ziege hochstemmen und „Das Lamm Gottes“ rufen muss, während die Masse ergriffen in die Knie fällt… Jetzt nähert sich der Bauer des Stücks, zwei weitere Ziegen an der Leine führend, und macht dem frommen Spektakel ein Ende: „Huere Schiisdräck, das isch mis Gitzi und keis Lamm Gottes! (ins Deutsche übersetzt: Verdammt noch mal, das ist meine Ziege und kein Lamm Gottes)“
In einer weiteren Szene spielen 7-10-jährige Kinder die Kreuzigung Christi. Jesus wird auf lächerlichste Weise, auf einer Blechtonne stehend, an das unsichtbare Kreuz genagelt, dabei lächerliche Schmerzens-Schreie ausstossend.
Etwas später ruft Jesus zu Maria: „Maria, du machst mir auf die Himmelstür.“ Diese antwortet: „Schrei nicht so!“
Die Passion ist für jeden Christen etwas so zentrales und so heiliges, dass es ihm nie und nimmer in den Sinn käme, auch nur die kleinste Szene dabei lächerlich darzustellen, wie es hier in diesem Theater der Fall ist.
Ich frage mich, wie so etwas nur möglich ist, in einer Welt der gegenseitigen Rücksichtnahme und des Rspektes gegenüber anderen Religionen?
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#11   Hoby   11:08:09 | Montag, 20. August 2007
Radio Vatikan berichtet teils falsch
Radio Vatikan meldete:«Die Aufführung des Dramas „Das große Welttheater“ des spanischen Barockdichters und Priesters Pedro Calderón de la Barca hat in Einsiedeln eine lange Tradition. Seit 1924 bringen – in unregelmäßigen Abständen – Laienschauspieler das Werk auf dem dortigen Klosterplatz zur Aufführung.» Das ist nur richtig für das letzte Jahrhundert. Die Aufführungen von Thomas Hürlimanns Einsiedler Welttheater sind fern vom Grossen Weltheater von Pedro Calderón de la Barca. Die Priesterbruderschaft hat Mut gezeigt mit ihrem Protest. Der Abt müsste tatsächlich reagieren; er hat aber Angst vor dem Mammon der Welttheatergesellschaft.
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#10   landorganist   08:09:54 | Montag, 20. August 2007
So wie es scheint
weiß niemand von den Befürwortern der Demo über den Inhalt des Theaterstücks Bescheid! Aber immer feste mitkläffen…
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#9   r.ruhrgebietler   07:09:05 | Montag, 20. August 2007
@Gotthard – bevor Sie andere um Details bitten
sollten Sie doch bitte zuerst einmal die von IHNEN gewünschten Details zum Vortrag bringen! Lesen sie doch mal die Postings, die an IHRE Adresse gegangen sind und beantworten Sie bitte die gestellten Fragen! Danach dürfen Sie in der Tat erwarten, daß Sie Details von anderen erhalten!
Danken wir FSSPX für das überaus gottgefällige Werk gg. diese Aufführung ein Zeichen gesetzt zu haben! Auch wenn es – wie üblich durch Foren-Schreiberlingen auf +.net – von irrgläubigen direkt / indirekt zerrissen wird.
Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament!
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#8   Gotthard   21:59:15 | Sonntag, 19. August 2007
hi Herr Graf
denen die Ehre Gottes anscheinend völlig schnuppe ist
darf ich Dich um Details bitten, wie die Ehre Gottes in diesem Theaterstück verunglimpft wurde?
Habe bitte keine Scheu vor Details – diese Seite ist detailgwohnt!
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#7   Graf von Galen   21:45:58 | Sonntag, 19. August 2007
Wider VII
Herzlichen Dank an die FSSPx für ihren Protest.
Von den VII- Kuschelkatholiken, denen die Ehre
Gottes anscheinend völlig schnuppe ist, kam
natürlich so gut wie kein Widerstand.
Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt.
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#6   Gotthard   21:20:45 | Sonntag, 19. August 2007
Evangelium von diesem Sonntag?
Im heutigen Sonntagsevangelium spricht Jesus doch von den Auseinandersetzungen mitten durch die Familien – um seinetwillen.
Er fordert Entscheidungen – für ihn oder gegen ihn. Er ist gegen den faulen Frieden!
Gegen Christus zu sein ist keine neue Erfindung unserer Zeit, sondern eine im Evangelium immer wieder dargestellte Möglichkeit…
Entscheidet sich ein Mensch gegen Christus – und macht diese Entscheidung auch noch eindeutig bekannt, macht mich das traurig – ich werde aber keine Sühnewallfahrt oder Sühneübungen organisieren – DAS ist das normaste der Welt – vom Realisten Jesus Christus gewußt und bekannt und gesagt.
Gefragt sind verständliche Zeugnis des Glaubens – und nicht unverständliche Sühnemärsche.
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#5   Artois †   21:00:51 | Sonntag, 19. August 2007
Die fsspx
wir wohl wieder einmal nicht geblickt haben, worum es überhaupt geht …
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#4   monti   20:22:58 | Sonntag, 19. August 2007
ich weiss zwar nicht,
um was es im großen Welttheater geht, nur wird anscheinend (wenigstens aus Sicht der Traditionalisten) die Religion verhöhnt.
Da können die Verantwortlichen noch froh sein, dass nur eine Sühnewallfahrt stattfindet. Moslems hätten das Kloster gleich angezündet.
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#3   Sirilo   20:08:21 | Sonntag, 19. August 2007
Gotthard: „Warum das Ganze?“
Ganz einfach: Es handelt sich einfach wieder einmal um einen PR-Stunt der PiusX-Leute!
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#2   Gotthard   18:01:25 | Sonntag, 19. August 2007
warum?
bisher sind mir in den Artikeln noch keine Gründe zur Sühne genannt worden…
Weil ein Theaterstück nicht gefällt, muss ja keine Sühnewallfahrt veranstaltet werden.
Die Fotomeile gibt auch nichts Anstößiges her …
also: WARUM das Ganze?
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#1   zum Glück katholisch   17:53:54 | Sonntag, 19. August 2007
Sehr gut
Auch wenns die Piushansel waren-aber sie haben was gemacht! Danke!
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