Kinderschlachtung
Altpapier – ich sammle Altpapier
Wenn wir nur in der warmen Stube jammern, wird sich nichts ändern. Von Günter Annen.
Ein Mitarbeiter des 'Evangelischen Kirchentags' sammelt die Flugblätter des Lebensschützers Annen ab.
Ein Mitarbeiter des ‘Evangelischen Kirchentags’ sammelt die Flugblätter des Lebensschützers Annen ab.
(kreuz.net, Köln) Bei dem Abschlußgottesdienst des evangelischen Kirchentages in Köln auf den Poller Wiesen wurden fast hunderttausend Menschen erwartet.

Ich wollte diese Gelegenheit nutzen, um Flugblätter über die Abtreibungstötung zu verteilen.

Die Poller Wiesen liegen außerhalb von Köln. So bin ich mit meinem Fahrrad hin geradelt. Das Rad stellte ich seitlich zur Zugangsstraße der Poller Wiesen ab – um ja niemanden zu behindern.

Die Menschenmassen strömten an mir vorbei. Die Leute nahmen mein Flugblatt gerne an. So konnte ich über eine Stunde ungehindert verteilen.

Dann entdeckten mich Ordner der Kirchentagsleitung. Sie forderten mich auf zu verschwinden. Der Ort, auf dem ich mich befände, sei ein gesperrter Bereich des evangelischen Kirchentages. Dort dürften Flugblätter nicht verteilt werden.

Info-Fahrrad am Evangelischen Kirchentag 2007
Am Evangelischen Kirchentag platzierte der Lebensschützer Günter Annen sein Infofahrrad am Süd-Eingang der Kölnmesse.Auf dem Fahrrad finden sich lebenswichtige Informationen gegen die Kinderabtreibung.Der Kirchentagsleitung war das Info-Fahrrad ein Dorn im Auge.

Ich war mit dem Vorschlag nicht einverstanden, da ich wußte, daß die Zugangsstraße eine öffentliche Straße war. Doch die Kirchentagshüter ließen meine Argumente nicht gelten.

Da erschien auch noch eine Verstärkung von weiteren Kirchentags-Helfern. Zeitweise belagerten sie mich sogar mit fünf Personen und behinderten mich beim Verteilen der Flugblätter.

Der Mitarbeiter des 'Evangelischen Kirchentags' rief: "Ich sammle Altpapier!"
Der Mitarbeiter des ‘Evangelischen Kirchentags’ rief: „Ich sammle Altpapier!“
Einer der Aufseherjungs kam auf eine glänzende Idee. Er organisierte sich einen Pappkarton und stellte sich hinter mich. Dann hielt er den Menschen, denen ich ein Flugblatt gegeben hatte, den Karton unter die Nase und rief: „Altpapier, ich sammle Altpapier!“

Viele der verdutzten Gottesdienstbesucher warfen spontan mein Flugblatt in die Kiste. Es ist anzunehmen, daß der junge Mann seine Frechheit für aktives Christentum hielt.

Während dieser Aktion kamen zwei Polizisten hinzu, die meinen Ausweis überprüften. Da die jungen Polizisten unsicher waren, ob meine Aktion statthaft sei, wurde der Chef angefordert.

Dieser war dann auch innerhalb von fünf Minuten zur Stelle. Nach Einschätzung der Lage und Rücksprache mit dem Einsatzleiter verbot mir dieser kölsche Polizist das Verteilen der Flugblätter und sprach sogar einen Platzverweis für alle Zugangsstraßen zum Abschlußgottesdienst auf den Poller Wiesen aus.

Platzverweis bedeutet: den genannten Bereich unverzüglich verlassen, sonst erfolgt Festnahme.

Mein Hinweis auf Personen, die in unmittelbarer Nähe auch Flugblätter verteilten, veranlaßte den Polizisten, nochmals eine Rückfrage beim Einsatzleiter zu machen.

Ich habe heute noch in den Ohren, was ich aus dem Funkgerät hörte: „Das ist alles in Ordnung. Die können ruhig weiter verteilen.“

Für mich zeigten der Katholische Kirchentag 2006 in Saarbrücken und der evangelische Kirchentag in Köln 2007 nicht ein entschiedenes Bekenntnis zum Christentum sondern vielmehr: deutliche Auflösungserscheinungen.

Wenn wir nur in der warmen Stube jammern, wird sich nichts ändern. Veränderung braucht Opfer.
      
19 Lesermeinungen
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#20   Josef Preßlmayer   09:13:37 | Sonntag, 26. August 2007
Information gleich wieder in den Papierkorb?
Dass am evangelischen Kirchentag die Flugblätter des mutigen Lebensschützers Annen vom Veranstalter gleich wieder als „Altpapier“ eingesammelt wurden, erinnert mich an die sadistische Praxis der „Eskorts“ vor der Fleischmarkt-Klinik (die Gasse heißt so) welche den Frauen, die einen Hilfsfolder der Lebensschützer angenommen haben, gleich wieder aus der Hand nehmen.
Sie rauben damit aus Geldgier den Frauen die letzte Hoffnung auf Information und Hilfe, die sie und das Kind retten könnten. Um die Lebensschützer zu verhöhnen zeigen sie ihnen dann die Folder im Papierkorb gleich hinter der Eingangstür.
An diese verhöhnende Praxis der Eskorts vor der Wiener Fleischmarkt-Klinik erinnert mich das Einsammeln der Flugblätter am evangelischen Kirchentag.
Der Einsammler ist ja von den Veranstaltern dazu autorisiert. Der Besucher dieses Kirchentages folgt daher, um nicht im Gegensatz zur Intention des Veranstalters zu geraten, dieser Aufforderung. Widersetzt er sich, stellt er sich auch gegen den Veranstalter, die evangelische Kirche.
In gleicher Weise erhält der Besucher den Eindruck, dass es der Intention dieses evangelischen Kirchentages entspricht, dass sich Schwule und Lesben hier präsentieren dürfen und somit zur Kirche gehören, obwohl diese Praxis nach Lehre der katholischen und wohl auch der evangelischen Kirche ein Todsünde darstellt.
Schwule und Lesben dürfen ihre Todsünde offiziell bewerben, der Lebensschützer Annen darf aber nicht für das Lebensrecht Ungeborener werben!
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#18   Nachtlaterne   07:14:02 | Freitag, 24. August 2007
welche mensch hätte…
…nicht einen an der klatsche? behindert sind wir doch letztlich alle, weil nur in der begegnung frei, die wir nicht machen können, auf die wir uns innerlich aber in reinheit und tredue vorbereirten sollten. mogeln ist also unmöglich!
so viele christen, wie beispielsweise der alpapiersammler sind erzfeinde jesu christi, weil sie nicht begriffen haben, dass zuviel liberalität zuviel schweres unrecht begünstigt. wie auf eine beute haben sich diese ach so christliche antichristen auf einen mann gestürzt, der flugzettel gegen abtreibung verbreitet. so etwas gehört doch nun wirklich nict auf einen modernen kirchentag. habe selber mal solche heinis erlebt, die auf mich eine art hetzjagd machten. wie hies die veranstaltung noch gleich: „movaria bewegt jugend“ auf jedem zweiten stand gab es kondomwerbung und die christlichen rockgruppen sangen: jesus, jesus, jesus. kaum jemand kam zu besuch aber der zeitungsartikel log vor es sei schwer was los gewesen.
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#17   Gotthard   22:25:50 | Donnerstag, 23. August 2007
@nachtlaterne
so ein mensch ist in meinen augen ein schwerverbrecher, der sich in seiner diabolischen verblendung auch noch sagt, dass er ein christ sei.
Du hast doch absolut einen an der Klatsche.
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#16   Nachtlaterne   22:01:37 | Donnerstag, 23. August 2007
schaut euch mal…
…diesen hund an, der da einen karton aufhält und „ailtpapier sammelt. so ein mensch ist in meinen augen ein schwerverbrecher, der sich in seiner diabolischen verblendung auch noch sagt, dass er ein christ sei.so viele christen werden das ewige leben nicht oder erst sehr spät sehen, weil sie sich einen christusgötzen kreiert haben und gar nicht mehr merken, dass sie christus täglich aufs neue kreuzigen. auf der erde kommen diese vervbreche3r ungeschorewn davon und dürfen seelen zerstören.
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#15   St. Sebastian Ewigkeit   16:48:31 | Donnerstag, 23. August 2007
Evangelische Kirche: Schuldig am Kindertod?
Die evangelische Kirche hat sich am linksliberalen Kirchentag eine sehr schlimme Sünde wider Gott und die Menschen geleistet: sie will bewusst hinnehmen, dass die Babys abgetrieben werden und ist damit MITSCHULDIG am Tod von Menschen und an der ZERSTÖRUNG des CHRISTENTUMS. Wann bricht diese Kirche ins sich zusammen?
Gott, warum wird das Greuel an Heiliger Stätte immer gewisser und brutaler und die Kirche macht mit?
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#14   Benedikt   11:09:07 | Donnerstag, 23. August 2007
@ möchtegern-kathole
Ich mache mal vorsorglich darauf aufmerksam, dass der Verein „Donum vitae“ keinesfalls ein Verein der Kirche und somit auch nicht der Bischöfe ist, die Bischöfe im Gegenteil ein Mitgliedschaft dort für nicht vereinbar mit einem kirchlichen Amt erklärt haben.
Oder anders ausgedrückt: Die Aussage, die Bischöfe unterstützten die Abtreibung via „Donum vitae“ ist einfach Schwachsinn.
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#13   möchtegern-kathole   21:44:52 | Mittwoch, 22. August 2007
Totaler Schiffbruch …
… der Kirche:
* die Bischöfe unterstützen die Abtreibung via Donum Vitae
* die Priester nehmen sich eine Frau (oder zwei ?)
* der Alte Ritus wird verfehmt
* manche Bistümer sind pleite (Berlin)
* zwecks Ökumene gibt man Glaubensinhalte auf
* Und ein Abtreibungsgegener wird belästigt und per Polizei hinwegbefördert.
* Bischöfe segnen Homopaare im Dom
Und wenn der Kahn dann kieloben treibt, viele für immer verloren gehen, dann triumphiert die Hölle. Und die Bischöfe erklären uns, dass dies alles seine Richtigkeit habe.
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#12   Nachtlaterne   21:11:37 | Mittwoch, 22. August 2007
ja, herr annen…
…ist viel unterwegs gegen abtreibung und sie, sie sollten sich jede lästerung gegen ihn ersparen. denn er tut im gegensatz zu ihnen aus nächstenliebe das richtige, während sie aus nächstenhass das falsche tun.
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#11   Krak des Chevaliers   17:37:02 | Mittwoch, 22. August 2007
Wi-bi, wie halten Sie’s denn damit?
wi-bi soll das heißen, dass Sie für Abtreibungen sind? bitte um kurze Klärung. Danke
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#10   Benedicta   14:57:00 | Mittwoch, 22. August 2007
@ Alois Hudal
Einmal verteilte Annen während des Kirchentags am Süd-Eingang zu den Hallen der Kölnmesse www.kreuz.net/article.5616.html und einmal auf der Poller Wiesen. Er sollte von beiden Orten verschwinden und durfte bei beiden letzendlich bleiben. Annen ist ein Stachel im Fleisch der kirchlich gedeckten Abtreibungsindustrie.
:&)
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#9   wi-bi   14:29:27 | Mittwoch, 22. August 2007
Alois Hudal
Nein, nein. Das ist schon extra so gemacht. Herr Annen radelt regelmäßig mit seinem Anti-Abtreibungsfahrad zu Großveranstaltungen um dort wieder wegbefördert zu werden. Anschließend schreibt er einen jammernden Artikel und veröffentlicht ihn auf kreuz.net.
Zur Aufklärung trägt dies zwar nicht unbedingt bei (letztendlich ist das Publikum hier ja eh gegen Abtreibungen), aber es poliert sein Ego etwas auf.
Das ist in etwa die selbe Masche, wie die vom Herrn Humer. Nur das Herr Annen noch etwas Grips im Schädel hat.
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#8   Alois Hudal   14:09:08 | Mittwoch, 22. August 2007
@Redaktion, Herr Annen:
Hier scheint mir etwas nicht zu stimmen bzw. unklar zu sein !
Ein Artikel von Herrn Annen zu seiner Flugblattverteilung auf dem ev. Kirchentag erschien nämlich vor einigen Tagen schon einmal auf „kreuz.net“, nur unter einer anderen Überschrift natürlich. Auch der Sachverhalt wurde von Herrn Annen anders als in diesem Artikel geschildet: Die Ordner verpfiffen ihn zwar auch bei der Polizei, aber der „Kölsche Polizist“ erteilte keinen Platzverweis, sondern stellte fest, daß Herr Annen weiterhin Flugblätter verteilen dürfe.
Herr Annen: Ja was denn nun ?
Redaktion: Ist Ihnen das nicht aufgefallen ?
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#7   Nachtlaterne   13:53:07 | Mittwoch, 22. August 2007
der ev. und kath. kirchentag bzw …
…deren vertreter geht der abtreibungstod millionen unschuldiger sprichwörtlich am arsch vorbei. diese hunde nennen ihre verkommenheit jesus!
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#6   Krak des Chevaliers   13:49:54 | Mittwoch, 22. August 2007
Danke, Josefus!
Danke, Josefus! Ich meine natürlich den Verteiler der Flugblätter, Herrn Annen. Nun ja, mit 50 ist man ja auch noch relativ jung. Wenn ich zum evangelischen Kirchentag gegangen wäre, was ich allerdings prinzipiell nicht tue, hätte ich ihm gern zur Seite gestanden. Ich habe nämlich schon in einem früheren Posting zum Protestantentreffen beklagt, dass man da zwar über Klimaschutz und sonstige Dinge disskutiert, jedoch kein Wort über die himmelschreiende Abtreibungssünde verliert. Ich hatte bei diesem Treffen eh den Eindruck, es handele sich um eine Gegenveranstaltung zum G8-Treffen in Heiligendamm. Aber eigentlich ist es heutzutage einerlei, ob man zum Protestanten- oder zum Katholentreffen geht. Die kann man eh nicht mehr so richtig auseinanderhalten. Wer da wohl mehr an Substanz abgegeben hat? :-S
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#5   Nachtlaterne   13:35:11 | Mittwoch, 22. August 2007
ob ev. oder kath. kirchentag…
…vom glauben findet sich nichts mehr. jesus selber würde von dort aus vetrieben und müsste mit seiner festnahme rechnen. denn sie haben sich längst ihren eigenen götzenjesus kreiert. ich erspare mir den weg auf solche riesenveranstaltungen, die größtenteils dem zeitgeist vll in den hintern kriechen und aus dessen after heraus triumphierend lächeln sagen: guckt mal, wir sind voll in!
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#4   Josefus   13:20:04 | Mittwoch, 22. August 2007
an Krak des Chevaliers:
Sie meinen mit dem „jungen“ Mann wohl den Mann mit den orangenen T-shirt. Dieser hat aber nicht die Flugblätter verteilt, sondern versucht durch eiliges Einsammeln das Verteilen der Flugblätter zu verhindern.
Der mutige Verteiler Günter Annen selber ist übrigens katholisch und dürfte geschätzte Anfang 50 sein.
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#3   Pünktchen   13:11:04 | Mittwoch, 22. August 2007
ExBo_
Blöde Frage! Annen spricht von Opfern, die man bringen muß!
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#2   ExBochumer †   11:43:12 | Mittwoch, 22. August 2007
Was will Annen eigentlich?
„Wenn wir nur in der warmen Stube jammern, wird sich nichts ändern. Veränderung braucht Opfer.“
Sieht sich Annen als Opfer?
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#1   Krak des Chevaliers   11:26:17 | Mittwoch, 22. August 2007
einzig sinnvoller Beitrag
Die mutige Aktion des jungen Mannes war vielleicht der einzige wirklich substanzhaltige Beitrag zum evangelischen Kirchentag. Ich habe noch nie von einem namhaften Vertreter des Protestantismus in Deutschland gehört, der gegen den Kindermord protestiert hat. Allerdings sind die auch auf katholischer Seite eher spärlich gesägt. Aber die Protestanten machen nach wie vor munter und voller Überzeugung beim staatlich organisierten Kindermorden mit. Was man nicht alles tut, um in der Öffentlichkeit zu bleiben! :-!
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