Pius XII.
Kardinal Pacelli wird Papst
Als Teil ihres Propagandakrieges warfen französische Flugzeuge Flugblätter mit der ersten Enzyklika von Pius XII. auf die deutschen Truppen. Von Ronald J. Rychlak.
Pius XII. - Apostel Christi für Gerechtigkeit und Frieden
Pius XII. – Apostel Christi für Gerechtigkeit und Frieden
(kreuz.net) Nach seiner Wahl zum Papst im März 1939 nahm Kardinal Pacelli zu Ehren seines Vorgängers den Namen Pius an.

Der Name bedeutet auf Lateinisch „fromm“.

Pius XII. wählte als Wappen eine Taube, die in ihrem Schnabel einen Olivenzweig trägt. Sein päpstliches Motto war: „Opus iustitiae pax“ – Das Werk der Gerechtigkeit ist der Friede.

In seiner ersten auf Radio Vatikan übertragenen Botschaft versprach er, für die Einheit zu arbeiten. Gleichzeitig rief er zum Frieden auf.

Leider war Pius XII. nicht in der Lage, den Ausbruch des Krieges zu verhindern.

Im September 1939 marschierte Reichskanzler Hitler in Polen ein.

Mit Europa im Kriegszustand mußte Pius XII. seine Ziele und seine Taktiken ändern. Statt viele Appelle an die weltlichen Herrscher zu richten, entschied er sich, den Kriegsopfern zu helfen und für den Frieden zu beten.

Alle Aktivitäten, welche die Neutralität der Kirche hätten in Zweifel ziehen können, mußten von nun an streng geheim bleiben.

Die Entscheidung, hinter den Kulissen zu arbeiten, erlaubte es Pius XII. das zu vollbringen, was eine jüdische Zeitung später „eine der größten Manifestationen der Menschlichkeit im zwanzigsten Jahrhundert“ nannte.
Die Entscheidung,
hinter den Kulissen zu arbeiten, erlaubte es Pius XII., das zu vollbringen, was eine jüdische Zeitung später „eine der größten Manifestationen der Menschlichkeit im zwanzigsten Jahrhundert“ nannte.


Es gab für Pius XII. viele praktische Gründe, leise zu sprechen, während er gleichzeitig gefährliche lebensrettende Maßnahmen veranlaßte.

Seine offizielle Neutralität erlaubte es dem Papst, seine Dienste als Vermittler anzubieten. Sie erlaubte dem Vatikan, auf beiden Seiten der Fronten zu wirken, um Kriegsopfer zu ernähren, zu kleiden und für sie zu sorgen.

Sie machte es dem Vatikan auch möglich, als Kommunikationsweg zwischen den beiden Seiten zu dienen.

Sie hat ferner vielleicht die Verfolgung unschuldiger Christen verringert, die in den von Nationalsozialisten besetzten Gebieten lebten. Außerdem stimmte sie mit dem Verhalten des Vatikans in früheren Konflikten überein.

Selber gab der Papst allerdings eine andere Erklärung für seine Motive.

Eine einsame Stimme im Schweigen
Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli erblickt am 2. März 1876 das Licht der Welt.

Am 2. April 1899 empfing er die Priesterweihe.Im Juli 1933 unterschreibt er als Staatssekretär das bis heute gültige Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.Am 2. März 1939 wird Kardinal Pacelli zum Papst gewählt und nimmt den Namen Pius XII. an.

In seiner ersten Enzyklika ‘Summi Pontificatus’ über die Einheit der menschlichen Gesellschaft, die im Oktober 1939 erschien, schrieb Pius mit großer Sorge über den Kriegsausbruch und legte seinen Friedensplan vor.

Darin schrieb er, daß die Kirche „ dieser Welt ihre mütterlichen Arme entgegenstrecke, nicht um zu herrschen, sondern um zu dienen. Sie stellt nicht den Anspruch, den Platz anderer legitimer Autoritäten in der ihnen eigenen Sphären zu besetzen, sondern bietet ihnen nach dem Vorbild und dem Geist ihres göttlichen Gründers ihre Hilfe an, der »herumging, um das Gute zu tun« (Apg 10,38).“

Mit einem Zitat von Jesus Christus schrieb Pius XII.: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“

Mit anderen Worten erklärte der Papst, daß die Kirche bei der Lösung von Konflikten in der Welt eine wichtige, aber beschränkte Rolle zu spielen habe.

Die Aufgabe des Papstes sei es, für den Frieden zu beten und die Betrübten zu trösten. Das bedeute aber nicht, daß er für die politischen Realitäten blind sei.

‘Summi Pontificatus’ identifiziert den Grund für die damalige Situation als „die immer größer werdende Menge der Feinde Christi“, welche „die belebenden Wahrheiten und Werte, die im Glauben an Gott und Christus innewohnen, leugnen oder praktisch vernachlässigen.“

Das war eine klare Anspielung auf Hitlers Nationalsozialismus.

Pius XII. schrieb auch über „unser geliebtes Polen, das für seine Treue zur Kirche und für seine Dienste in der Verteidigung der christlichen Zivilisation (…) ein Recht auf die großzügige und brüderliche Sympathie der ganzen Welt hat, während das Land im Vertrauen auf die mächtige Fürsprache Mariens – der Hilfe der Christen – auf die Stunde der Auferstehung in Harmonie mit den Prinzipien der Gerechtigkeit und des wahren Friedens wartet.“

Nachdem die Nationalsozialisten gerade Polen überrannt hatten, gab es keinen Raum für Interpretationen.

Die Zeitung ‘The American Israelite’ nannte die Enzyklika des Papstes eine „Anklage des Nationalsozialismus.“

Später warfen französische Flugzeuge als Teil des Propagandakrieges Flugblätter mit der Enzyklika von Pius XII. auf die deutschen Truppen.

Am gleichen Tag als Deutschland in Polen einmarschierte, telegraphierte Pius XII. dem päpstlichen Nuntius in Warschau und wies ihn an, eine Überführung polnischer Juden nach Palästina zu organisieren.

Ronald J. Rychlak ist Vizedekan für akademische Angelegenheiten und Professor für Recht an der ‘University of Mississippi School of Law’. Er ist der Autor des im Jahr 2000 erschienenen Buches „Hitler, the War and the Pope“ – Hitler, der Krieg und der Papst.

Nächstes Mal: „Wir fürchten uns nicht, in ein Konzentrationslager zu gehen.“
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Die schwarze Legende bröckelt 2. An den Galgen mit ihm? 3. Die Enzyklika des Papstes gegen die Nationalsozialisten 4. Ein verständnisloser Papst
5. Kardinal Pacelli wird Papst
6. „Wir fürchten uns nicht, in ein Konzentrationslager zu gehen“
      
20 Lesermeinungen
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#20   Dr. Christoph Heger   22:57:37 | Donnerstag, 23. August 2007
Unternehmen Seelöwe usw.
@Benedikt
Es ist nun wirklich keine Haarspalterei, daß es (konkurrierende) Eventualplanungen – wie heute solche der USA gegen den Iran – von Marine und Heer unter dem Titel „Unternehmen Seelöwe“ gab, die aber Hitler bekanntermaßen nicht schmeckten und die er nicht ernsthaft verfolgte. Daß er den Krieg mit GB beenden wollte ist völlig klar („Was soll ich denn noch tun? Ich kann doch nicht hinfliegen und mich auf die Knie werfen“).
Die – nur gegen das Deutsche Reich zielende – Garantieerklärung Englands ermunterte Polen zu einer provokativen und obstinaten Haltung. Das war auch der Zweck der Übung. GB wollte die Entscheidung, nämlich Ausschaltung von D als europäischer Großmacht.
Daß der Krieg gegen die Sowjetunion von Hitler für unausweichlich angesehen wurde ist nicht zu bestreiten. Und sachlich hatte Hitler auch Recht; eine andere Chance hatte er nicht.
Ich verweise zum Ganzen auf die Arbeiten von Walter Post, Franz Uhle-Wettler und Stefan Scheil. Eine kurze Zusammenfassung der Arbeiten des letzteren ist sein Aufsatz „Die Eskalation zum Zweiten Weltkrieg swg-hamburg.de/…weiten_Weltkrieg.pdf“.
@Gunsenum: Flegelchen!
MfG
Christoph Heger
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#19   Gunsenum   19:24:16 | Donnerstag, 23. August 2007
@artois
Schon klar. Adolf Hitler-Freund und Förderer des Britischen Empire. Geschichte :6 !
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#18   Benedikt   19:10:27 | Donnerstag, 23. August 2007
@ Artois
Im Gegenteil, er gab sich jahrelang der affirmativen Wahnvorstellung hin, eine deutsch-englische Friedensordnung für Europa sei möglich.
Und als er dies bemerkte ließ er die Invasion planen. Das ist ebenfalls längst erwiesen bzw war es überhaupt zu keinem Zeitpunkt umstritten.
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#17   Artois †   18:07:15 | Donnerstag, 23. August 2007
@gunsenum
Hitler wollte England weder besetzen noch besiegen, das steht für die Geschichtswissenschaft seit langem fest. Im Gegenteil, er gab sich jahrelang der affirmativen Wahnvorstellung hin, eine deutsch-englische Friedensordnung für Europa sei möglich. Da werden ihm die Dämonen etws vorgegaukelt haben.
Letztlich gibt es nur wenige wirklich deutlich erkennbare Leitlinien von Hitlers Weltevrständnis – die deutsch-englische „Freundschaft“ gehört allerdings dazu – und zwar erheblich mehr als die bis zum Überdruß überstrapazierte Formel vom „lebensraum im Osten“
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#16   Gunsenum   17:53:49 | Donnerstag, 23. August 2007
@hegerchen
Neinnein, herr Hitler wollte England niiiiiiiemals kriegerisch unterwerfen,g eschweige denn besetzen…wie abwegig, wie unwahrscheinlich!
Geschichte: 6
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#15   Benedikt   17:51:41 | Donnerstag, 23. August 2007
@ Dr. Heger
Es gab kein solches Unternehmen.
Nagut, das ist jetzt Haarspalterei. Bestreiten Sie, dass die Wehrmacht 1940 unter dem Namen Unternehmen Seelöwe die Invasion Englands geplant hat und dass die sog Luftschlacht um England dazu diente, die Luftherrschaft über England zu erringen, was eine notwendige Voraussetzung für diese Invasion gewesen wäre?
Das war ein gegenseitiges Spiel.
So? Wo hat denn Chamberlain Hitler getäuscht? Der hat ihm doch alles durchgehen lassen, obwohl Hitler nur Krieg wollte. Er war so nachgiebig, dass Hitler wütend wurde, weil er so seinen Krieg nicht beginnen könnte. Und jedes Mal, wenn ein Vertrag geschlossen wurde wusste Hitler schon, dass er ihn brechen würde.
Dafür hat GB mit seiner Garantieerklärung für Polen gesorgt, die ausdrücklich nur für einen Angriff Deutschlands galt
Der Angriff wurde aber nunmal von Deutschland geführt. Die UdSSR trat erst am 17.9.39 an. Da bestand der Kriegszustand zw GB und DR schon.
Das war nach der Kriegserklärung von GB und F
Was spielt das für eine Rolle? GB wäre verückt gewesen zu glauben, dass mit Hitler danach noch Frieden zu machen gewesen wäre. Hitler hatte bis dahin neben den Benelux auch Norwegen besetzt.
Friedensangebote Deutschlands so gründlich negiert wurden, daß sie bis heute verschleiert werden.
Jahrelang sind die Briten Hitlers Friedensangeboten auf den Leim gegangen. So etwas funktioniert nicht endlos. Das ist völlig klar.
Das widerspricht allen Fakten.
Nicht wirklich. Ganz im Gegenteil.
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#14   Dr. Christoph Heger   17:37:36 | Donnerstag, 23. August 2007
@Benedikt
Ich sehe kein Indiz dafür, daß Hitler jemals England besetzen wollte.
Wie bewerten Sie denn den Sinn des Unternehmens Seelöwe?
Es gab kein solches Unternehmen.
daß England keinen Frieden, sondern die Entscheidung, sprich die Ausschaltung des Deutschen Reichs als Großmacht wollte
Hitler hat England und die anderen jahrelang an der Nase herumgeführt.
Das war ein gegenseitiges Spiel.
Mit dem Angriff auf Polen hatte er dann sein Spiel überreizt.
Dafür hat GB mit seiner Garantieerklärung für Polen gesorgt, die ausdrücklich nur für einen Angriff Deutschlands galt, nicht für einen der Sowjetunion.
Dann besetzte Hitler auch noch Frankreich.
Das war nach der Kriegserklärung von GB und F und nach einem Jahr drôle de guerre, in dem Friedensangebote Deutschlands so gründlich negiert wurden, daß sie bis heute verschleiert werden.
nebenher die neutralen Benelux-Staaten
Auf neutrale Staaten nahmen auch die Alliierten keine Rücksicht.
Ein Bündnis mit Hitler (das dieser zu erreichen suchte) hätte England zu einem Vasallenstaat gemacht,
Wieso das denn? GB hätte sein Empire behalten. Aber die Vernichtung der kontinentalen Großmacht Deutschland war ihm die Gefahr einer kontinentalen Großmacht Sowjet-Union wert.
Auch zum Angriff auf die Sowjetunion hat Hitler niemand gezwungen,
Das widerspricht allen Fakten.
genausowenig wie zur Kriegserklärung an die USA
Die Feindseligkeiten wurden von seiten der USA eröffnet, ohne Kriegserklärung.
MfG
Christoph Heger
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#13   Benedikt   17:14:55 | Donnerstag, 23. August 2007
@ GerdEric
Sie sind wohl nicht mehr zu retten, wo trauere ich dem Krieg nach? Glauben Sie, ich wollte in Rußland wohnen? Wenn Sie historische Erläuterung und Wertungen nicht auseinanderhalten können, dann schweigen Sie lieber, anstatt unverschämte Unterstellungen von sich zu geben.
@ Dr. Heger
Ich sehe kein Indiz dafür, daß Hitler jemals England besetzen wollte.
So? Wie bewerten Sie denn den Sinn des Unternehmens Seelöwe?
daß England keinen Frieden, sondern die Entscheidung, sprich die Ausschaltung des Deutschen Reichs als Großmacht wollte
Warum war das wohl so? Hitler hat England und die anderen jahrelang an der Nase herumgeführt. Mit dem Angriff auf Polen hatte er dann sein Spiel überreizt. Dann besetzte Hitler auch noch Frankreich, nebenher die neutralen Benelux-Staaten. Ein Bündnis mit Hitler (das dieser zu erreichen suchte) hätte England zu einem Vasallenstaat gemacht, zudem vertragbrüchig gegenüber jenen nunmehr besetzten Staaten, die britische Garantien hatten.
Auch zum Angriff auf die Sowjetunion hat Hitler niemand gezwungen, genausowenig wie zur Kriegserklärung an die USA.
Der Überfall auf die Sowjetunion war Hitlers „Lebenziel“ (neben der Vernichtung des Judentums in Europa), woraus er niemals ein Geheimnis gemacht hat.
Die Kriegserklärung an die USA war ein weiteres Dilettantenstück Hitlers, da er dies nur aus Kulanz gegenüber dem japanischen Verbündeten tat, aber gleichzeitig auf eine Gegenleistung (Sibirienfront) verzichtete.
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#12   Dr. Christoph Heger   16:57:15 | Donnerstag, 23. August 2007
@Benedikt: die Entwicklung zum Weltkrieg
Nach dem Unfug, den GerdEric von sich gegeben hat, von wegen dem Krieg nachtrauern noch in aller Kürze ein Fragezeichen an die historische Darstellung:
Hitler fürchtete den Zweifrontenkrieg und wollte daher England besetzen, ehe er in Rußland einmarschieren wollte.
Ich sehe kein Indiz dafür, daß Hitler jemals England besetzen wollte. Es war offenbar auch nicht ein Wahn vom „Lebensraum im Osten“, daß er, wie Sie allerdings richtig sagen, den Zweifrontenkrieg wagen mußte.
Für die Entwicklung des Kriegs zum Weltkrieg waren wohl zwei Dinge entscheidend: (1) daß England keinen Frieden, sondern die Entscheidung, sprich die Ausschaltung des Deutschen Reichs als Großmacht wollte und (2) die maßlosen Forderungen, die Molotow im Auftrag Stalins bei seinem Besuch in Berlin stellte.
MfG
Christoph Heger
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#11   GerdEric   14:56:32 | Donnerstag, 23. August 2007
@Benedikt
ist traurig, wie sehr Sie dem verbrecherischen Krieg nachtrauern…
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#10   Benedikt   11:03:03 | Donnerstag, 23. August 2007
@ GerdEric
Wie Sie ja selbst schreiben, waren (zum Glück) grosse Teile der deutschen Armee in Russland gebunden, somit auch die Versorgung und die Beschaffung geteilt, sodass die gesamte Kraft nicht gebündelt werden konnte (zum Glück)
Das habe ich nicht geschrieben, weil es totaler Unfug wäre. Das Unternehmen Seelöwe sollte selbstverständlich VOR dem Rußlandfeldzug stattfinden. Hitler fürchtete den Zweifrontenkrieg und wollte daher England besetzen, ehe er in Rußland einmarschieren wollte. Da sich die Besetzung Englands aber wie beschrieben zumindest innerhalb kürzerer Zeit als illusionär erwies, musste er – vom Wahn des „Lebensraumes im Osten“ erfasst – den Zweifrontenkrieg dennoch wagen.
Dass der Feldzug zu seinem Ende führte, lag vor allem an seinen eigenen Fehlentscheidungen sowie an der Hilfe der Westalliierten für Rußland, die aber wiederum nur möglich war, weil das von Generaloberst Dietl vorgeschlagene Unternehmen „Platinfuchs“, welches die Besetzung des Nordens und somit des eisfreien Hafens in Murmansk beinhaltete von Hitler und dem OKW in seiner Bedeutung gar nicht erkannt wurde. Über diesen Hafen lieferten die Alliierten in kurzer Zeit mehr Kriegsgerät, als die Wehrmacht am 22.7.41 aufgeboten hatte. Nur so konnte Stalin die Verluste seiner unsinnigen Haltetaktik von 41 (Kesselschlachten Wjasma/Brjansk, Kiew) überhaupt ausgleichen.
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#9   GerdEric   23:33:19 | Mittwoch, 22. August 2007
@Benedikt
Benedikt: Das glauben Sie doch selber nicht. Dafür hätte Hitler die komplette englische Flotte zerstören müssen, womit hätte er das tun sollen? Und womit hätte er die englische Luftwaffe ausgeschaltet (ist ja bekanntlich mißlungen). Sogar die alliierte Invasion 1944 stand für kurze Zeit auf Messers Schneide, obohl die Deutschen praktisch keine Luftwaffe mehr hatte und auch kaum Marine vor Ort und obwohl der angebliche GröFaZ wichtige Panzerdivisionen nicht freigab.
Eine Invasion Englands wäre damals nie geglückt, das geplante Landeunternehmen „Seelöwe“ wurde ganz folgerichtig eingestellt.
Wie Sie ja selbst schreiben, waren (zum Glück) grosse Teile der deutschen Armee in Russland gebunden, somit auch die Versorgung und die Beschaffung geteilt, sodass die gesamte Kraft nicht gebündelt werden konnte (zum Glück).
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#8   Benedikt   18:32:09 | Mittwoch, 22. August 2007
@ GerdEric
jaja, ich weiss, es war der Papst, der hat das Christentum durch seine Gebete gerettet…
Wollen Sie gleich wieder polemisch werden?
Ohne Stalins drakonische Massnahmen wäre Russland schnell zusammen gebrochen, und Hitler hätte den Rücken frei gehabt
Stalin wäre(!) zusammengebrochen, wenn die Alliierten ihm nicht über Murmansk Kriegsgerät geliefert hätten.
Hitler hätte den Rücken frei gehabt, er hätte nach England übersetzen können.
Das glauben Sie doch selber nicht. Dafür hätte Hitler die komplette englische Flotte zerstören müssen, womit hätte er das tun sollen? Und womit hätte er die englische Luftwaffe ausgeschaltet (ist ja bekanntlich mißlungen). Sogar die alliierte Invasion 1944 stand für kurze Zeit auf Messers Schneide, obohl die Deutschen praktisch keine Luftwaffe mehr hatte und auch kaum Marine vor Ort und obwohl der angebliche GröFaZ wichtige Panzerdivisionen nicht freigab.
Eine Invasion Englands wäre damals nie geglückt, das geplante Landeunternehmen „Seelöwe“ wurde ganz folgerichtig eingestellt.
und es konnte sich nicht aus der Hand Hitlers befreien.
Solange dies Christen nicht anerkennen,
Ob es noch gelungen wäre können weder Sie noch ich sagen. Versuche gab es ja nun genug.
solange wird der Niedergang des deutschen Volkes weiter gehen,
Ich fühle mich nicht als im Niedergang befindlich.
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#7   GerdEric   14:39:50 | Mittwoch, 22. August 2007
@Benedikt
Benedikt: Stalin hat (Ost-)Deutschland sicher nicht erobern lassen, um die Christen dort zu retten. Seine Religionsfeindlichkeit dürfte bekannt sein. Zudem wäre Stalin ohne Hilfe der Westalliierten niemals bis nach Berlin gekommen.
jaja, ich weiss, es war der Papst, der hat das Christentum durch seine Gebete gerettet…
Hitler hat einen Grossenteil der Truppen zur Eroberung Russlands gebunden, diese fehlten an der Westfront.
Ohne Stalins drakonische Massnahmen wäre Russland schnell zusammen gebrochen, und Hitler hätte den Rücken frei gehabt, er hätte nach England übersetzen können. Zum Glück hatte Hitler einen Fehler, er wollte die Glorie seines Reiches selbst erleben, so blieb ihm nur der Untergang.
Dass Stalin nicht das Christentum befreien wollte, ist mir schon klar, aber das Christentum hat sich leichtfertig in die Hände des Nationalsozialismus begeben und ist zur Schlöachtbank gegangen, und es konnte sich nicht aus der Hand Hitlers befreien.
Solange dies Christen nicht anerkennen, und noch immer davon faseln, dass aufrechte deutsche Soldaten Deutschland retten wollten (nicht im Namen des christlichen Gottes, sondern ihre Treue (Seele) haben sie Hitler (dem Teufel) geschworen (gegeben), solange wird der Niedergang des deutschen Volkes weiter gehen, solange wird der Niedergang des deutschen Volkes weiter gehen…
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#6   Benedikt   14:17:24 | Mittwoch, 22. August 2007
@ GerdEric
und es waren die heruntergekommenen Truppen Stalins, der Geissel G’TTEs, die auch die katholischen Christen vor der Vernichtung durch Hitler retteten.
Stalin hat (Ost-)Deutschland sicher nicht erobern lassen, um die Christen dort zu retten. Seine Religionsfeindlichkeit dürfte bekannt sein. Zudem wäre Stalin ohne Hilfe der Westalliierten niemals bis nach Berlin gekommen.
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#5   GerdEric   14:14:15 | Mittwoch, 22. August 2007
@Rodolfo Panetta
Rodolfo Panetta: Und der Kommunismus als Ideologie ist ebenso kirchenfeindlich wie der Nationalsozialismus.
???
Sicher, aber das Christentum, nicht nur die Evangelen, liessen sich gern von den Nationalsozialisten beschützen, und es waren die heruntergekommenen Truppen Stalins, der Geissel G’TTEs, die auch die katholischen Christen vor der Vernichtung durch Hitler retteten.
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#4   Benedikt   14:02:09 | Mittwoch, 22. August 2007
@ Artois
Es existiert wirklich keine Verpflichtung, noch nach 70 Jahren an die damalige NS-Propaganda zu glauben. Die entsprechenden Dekrete sind alle in Akten belegt.
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#3   Artois †   13:51:12 | Mittwoch, 22. August 2007
Man muß wohl schwachsinnig sein,
Sätze zu formulieren wie Im September 1939 marschierte Reichskanzler Hitler in Polen ein. Im Übrigen hatte die Republik Polen den Krieg herbei-terrorisiert, wenn der Krieg auch ggf. kein gerechter war, so lagen doch berechtigte Kriegsgründe zuhauf vor.
Trotzdem muß man es als höchst dumm bezeichnen, daß Deutschland sich damals in die so plumpe und sperrangelweit geöffnete Falle hinein locken ließ, aber was heißt schon Deutschland – der „Reichskanzler“ war natürlich Akteur der Gegenseite im geplanten antideutschen Vernichtungskrieg …
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#2   Rodolfo Panetta   10:05:05 | Mittwoch, 22. August 2007
Papa Pacelli santo subito!
Aber sicher, diese Passagen lassen sich keineswegs nur gegen den Nationalsozialismus gewendet lesen. Polen wurde zur Hälfte ja auch von Stalin unterjocht. Und der Kommunismus als Ideologie ist ebenso kirchenfeindlich wie der Nationalsozialismus.
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#1   Dr. Christoph Heger   23:01:43 | Dienstag, 21. August 2007
Pius XII. tat sehr recht daran, …
‘Summi Pontificatus’ identifiziert den Grund für die damalige Situation als „die immer größer werdende Menge der Feinde Christi“, welche „die belebenden Wahrheiten und Werte, die im Glauben an Gott und Christus innewohnen, leugnen oder praktisch vernachlässigen.“
Das war eine klare Anspielung auf Hitlers Nationalsozialismus.
Aber bitte keineswegs nur auf den National-Sozialismus. Pius XII. tat sehr recht daran, so zu formulieren, daß sich auch andere den Schuh anziehen konnten.
MfG
Christoph Heger
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