Der Papst hat in seinem Motu Proprio von zwei Ausdrucksformen des Römischen Ritus gesprochen. Doch in Wahrheit sind es drei.
Ein Zauberer zeigt zur Opferung seine Show.
(kreuz.net) Unter dem Titel ‘Chaos am Altar’ kommentierte Albert Richenhagen (55) am 8. August das Motu
Proprio zur Freigabe der Alten Messe.
Richenhagen ist seit 1992 Professor für Musiktheorie an der Universität
der Künste Berlin. Sein Artikel erschien in der Tageszeitung ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.
Die beiden Meßbücher
des einen Römischen Ritus sollen sich nach dem Willen des Papstes gegenseitig bereichern – erklärt Richenhagen:
„Die neue Form kann durchaus so angewandt werden, daß sie nicht als bewußter Traditionsbruch inszeniert
wird, die alte so, daß sie nicht im Stande des Jahres 1962 verbleibt, sondern demnächst neue Heiligenfeste
und Priestergebete aufnehmen kann.“
Auch im Neuen Ritus könnten Latein, Gregorianik und die Zelebration
zu Christus verwendet werden: „Dies geschieht aber leider nur sehr selten.“
Zahlreiche Bischöfe, Priester
und Gläubige würden das Meßbuch von 1970 als „Aufforderung zur Beliebigkeit“ verstehen.
Richenhagen
zählt wilde Bräuche auf, die dazu geführt haben, daß es neben der ordentlichen und außerordentlichen
auch eine dritte – unordentliche – Form der Römischen Liturgie gibt. Solche Bräuche sind:
• die Zentrierung
auf die Person des Zelebranten durch bewußten Verzicht auf ein angemessenes Kreuz, auf das die Blicke
während der Opferbereitung und beim Hochgebet gerichtet werden können
• das andauernde Starren des
Zelebranten in die Schar der Gläubigen
• bürgerliche Höflichkeitsformeln des Zelebranten wie: „Ich
wünsche Ihnen einen schönen Morgen“
• die Auslassung von Meßteilen
• willkürlich gewählte außerbiblische
Lesungen
• frei formulierte oder nicht approbierte Hochgebete sowie beliebig eingefügte Kommentare
und Regieanweisungen des Zelebranten während des Hochgebets
• die Vertauschung wechselnder Meßteile
• Gesänge mit vagen Texten ohne erkennbaren liturgischen Ort
• Wunschkonzerte jeder Stilrichtung
aus Oper, Konzert und Popularmusik an allen nur denkbaren Stellen der Liturgie
• die Vernachlässigung
der liturgischen Priestergesänge und der liturgischen Körpersprache aus Desinteresse, Bequemlichkeit
oder Unkenntnis.
Richenhagen erklärt, daß die Duldung der „unordentlichen Form“ sowie die Unterdrückung
der Alten Messe beiden ordentlichen Ausdruckformen des Römischen Ritus schaden:
„Die orthodoxe Schwesterkirche
sieht diese Störung der Ökumene mit großer Sorge.“
Die Verfassung der Kirche verpflichte die Ortsbischöfe,
den Römischen Ritus durch ihr Beispiel und die Ausbildung der Priester zu bewahren:
„Dieser hat zwei
Ausdrucksformen, nicht nur eine, keinesfalls aber drei.“
Quelle Titelbild: Der Vatikanist der italieinschen
Tageszeitung ‘Il Giornale’, Andrea Tornielli, hat auf seinem Weblog aufgerufen, ihm zur Dokumentation
liturgischer Mißbräuche Bilder zu senden.
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Sozialkatholisch und Dr. Heger S.: Ihrer Auffassung stimme ich zu. H.: Natürlich irren die Juden mit
ihrem Christusverständnis, sogar äußerst folgeträchtig, denn sie waren vom römischen Kaiserkult befreit,
und solange die Christen als Juden galten, hatten Sie dasselbe Privileg. Folge: die Aufkündigung der
Synagogengemeinschaft um 90 n. Chr. hat die Christenverfolgung verursacht. Damit besteht ein Kausalzusammenhang
zwischen Aufkündigung der Synbagogengemeischsft durch die Juden, Christenverfolgung und Judenprogromen.
Ein adäquater Kausalzusammenhang besteht hingegen sicher nicht, denn diese Folgen waren von den damaligen
Entscheidungsträgern kaum beabsichtigt. Bis zum Beweis des Gegenteils, und das kann nur Gott erkennen,
sind wir verpflichtet, vom bona fide des Irrenden auszugehen. Wir verurteilen die Tat, aber nicht den
Täter! Auch bei Exkommunikatinen richtet die Kirche normalerweise nicht über die Schuld des Missetäters,
sondern straft objektives Fehlverhalten, so z.B. bei Irrlehrern, Schismatikern und Straftaten wie sexuellem
Mißbrauch durch Priester. Schuldig vor Gott wird letztlich nur, wer gegen sein gutes Gewissen handelt,
und das erkennen kann Gott alleine. Deswegen urteilen weder Kirche noch Beichtvater über Schuld, sondern
strafen objektives Fehlverhalten bzw. richten über die Bußgesinnung des Beichtenden. Das Gewissen, selbst
das irrende Gewissen, ist nach Lehre der Kirche höchste subjektve Norm. Freilich kann man vor Gott auch
durch fehlende ernsthafte Gewissensbildung schuldig werden.
Vor allem kommt es mir oft so vor das die Toleranz und Akzeptanz der anderen Religionen –-- nur von den
eigenen Sünden ablenken soll. Auch das Scheinargument über das angebliche Richten über den Wahrheitsgehalt
und die Richtigkeit anderer Religionen soll nur davon ablenken über die eigene Religion einmal nachzudenken.
Wenn man die eigene Religion hochhält muss man nicht unbedingt auch sich selbst hochhalten, wenn man
anderen Religionen Wahrheiten abspricht heißt das noch lange nicht alle Anhänger dieser Religion in
die Hölle zu verdammen.
@Jörg Guttenberger: „Juden“ „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Mit dem Maß, mit dem ihr
meßt, werdet auch ihr gemessen werden!“ Auch im Bußsakrament richtet die Kirche nicht über die Schuld
des Beichtenden, sondern ausschließlich über die Bußgesinnung! So ist die Kirche auch nicht berechtigt,
über die Schuld der Juden zu Gericht zu sitzen! Diese Ihre Auslegung des Evangeliums überrascht mich.
Die Kirche hat geradezu täglich „zu Gericht zu sitzen“, gelegentlich mit dem Ergebnis, daß Leute exkommunziert
werden. Die Heiligen aller Jahrhunderte waren darin und auch in der Beurteilung „der Juden“ durchaus anderer
Meinung als Sie. Wenn das 2. Vatikanum sich gegen eine pauschale Verurteilung wendet, so hat es damit
Recht. Man darf eben den Kollektivbegriff „die Juden“ nicht unbedacht auf Einzelpersonen anwenden. Auch
Juden haben normalerweise andere tägliche Sorgen als die, wie sie das Christentum vernichten könnten.
Aber man darf nicht die Tatsache verkennen, daß die Verwerfung des Messias Jesus mit allen Folgerungen
das konstitutive Prinzip des nachchristlichen Judentums ist. Um zu erkennen, daß dieses Prinzip nach
wie vor virulent ist, muß man nur die Zeitung lesen. MfG Christoph Heger
@Bokrug Sie schreiben von Wahrheit und bedienen sich dabei der Lüge: Im ganzen Johannes-Evangelium ist
nirgendwo von der „großen Hure Babylon“ die Rede. (Die kommt erst in der Geheimen Offenbarung vor.)
#51 Bokrug † 02:28:44 | Freitag, 7. September 2007
Die Wahrheit kann nicht schaden… Jörg Guttenberger: Dennoch sind wir der Wahrheit verpflichtet… >>>>Wir
sind verpflichtet, für die Bekehrung aller Menschen, und damit auch der Juden, zu beten, aber eben in
Demut und nicht vonn oben herab! Denn „wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt und wer sich selbst erniedrigt,
erhöht werden“.<<< Im Johannes-Evangelium ist die „grosse Hure Babylon“ auf die Schechinah des talmudischen
Judentums und seine Wucherei und sein spiritueller Mißbrauch bezogen. Und die Gesinnung vieler Juden
ist – talmudisch bedingt – gerade gegenüber dem Christentum und besonders dem katholischen Christentum
aggressiv und bösartig! Sie versuchen zudem systematisch mit Lügen und Verdrehungen Leute vom Glauben
abzubringen…
Dr. Heger: Juden „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Mit dem Maß, mit dem ihr meßt, werdet
auch ihr gemessen werden!“ Auch im Bußsakrament richtet die Kirche nicht über die Schuld des Beichtenden,
sondern ausschließlich über die Bußgesinnung! So ist die Kirche auch nicht berechtigt, über die Schuld
der Juden zu Gericht zu sitzen! Die Beurteilung „perfidus“ ist daher ausschließlich Sache Gottes, so
sehr sich auch der Eindruck nach rein menschlichem Ermessen aufdrängen mag! Wir sind verpflichtet, für
die Bekehrung aller Menschen, und damit auch der Juden, zu beten, aber eben in Demut und nicht vonn oben
herab! Denn „wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt und wer sich selbst erniedrigt, erhöht werden“.
@Jörg Guttenberger: Ein kühner Vorwurf Nicht durch die Fürbitten als solche, sondern mit der Formulierung
hat die Kirche m. E. gegenüber den Juden gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoßen. Das ist ein ziemlich
kühner Vorwurf, daß nämlich nicht fehlbare Menschen, sondern die Kirche in ihrem über Jahrhunderte
geübten liturgischen Beten gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe. Abgesehen von seiner Kühnheit,
ich finde den Vorwurf auch sachlich nicht begründet: Daß Gott, um etwa prosaischer zu sprechen, den
Juden das Brett weniger vor dem Kopf, als vor dem Herzen wegnehmen möge, ist ein frommer Gedanke. Und
daß die Braut Christi das Volk, das sich mit der Verwerfung ihres Bräutigams konstituiert hat und und
daran auch festhält bis zu dem Punkt, daß es niemanden von sich ausschließt, außer wenn er Christ
wird, perfidus nennt, ist allemal richtig und, ich möchte sagen, auch geboten. MfG Christoph Heger
Dr. Heger: Karfreitagsfürbitten für die Junden Nicht durch die Fürbitten als solche, sondern mit der
Formulierung hat die Kirche m. E. gegenüber den Juden gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoßen.
Denn, wie schon festestellt, das Gebet für die Juden ist genauso unsere Aufgabe, wie das Gebet für alle
anderen Menschen auch. Die Kirche kommt mir in diesem Zusammenhang wie der Pfarisäer im Gleichnis vom
Pharisäer und Zöllner vor. Natürlich ist die Kirche durch das Evangelium im Vollbesitz der geoffenbarten
Wahrheit. D. h. aber noch lange nicht, daß jeder einzelne Christ im Vollbesitz dieser Wahrheit ist. Auch
wir sind auf dem Weg, schließlich spricht Jesus Christus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.
Christus ist also gleichzeitig der Weg, den wir gehen (sollen) und die Wahrheit, die wir suchen (sollen),
die wir aber andererseits schon haben, denn sonst könnten wir den Weg, der Jesus Christus selber ist,
nicht gehen. Innerhalb dieses und anderer Paradoxe vollzieht sich christliches Leben. Es ist nicht unsere
Aufgabe, über die Juden zu Gericht zu sitzen, weil sie die Botschaft Christi nicht angenommen haben:
„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“. Das sollen wir lieber der Endabrechnung Gottes überlassen.
Wenn wir erhlich sind: müssen nicht auch wir des öfteren beten: „Herr ich glaube, hilf meinem Unglauben“?
@Jörg Guttenberger: Fürbitten für die Juden am Karfreitag Wollten Sie mit Ihrem Hinweis auf das Gebot
der Nächstenliebe zum Ausdruck bringen, daß die katholische Kirche mit ihrem jahrhundertelang an Karfreitag
üblichen Gebet für die Juden gegen dieses Gebot verstoßen habe? MfG Christoph Heger
#46 Bokrug † 01:37:21 | Dienstag, 4. September 2007
Sowohl talmud. Judentum… …als auch die reguläre anglo-amerikanische Freimaurerei, in der sich das
Hochgradsystem des schottischen Ritus nach Albert Pike verbreitet hat, sind zugunsten des Mammon von Gott
abgefallen. Du kannst nicht Gott und dem Mammon dienen… www.transparentonline.de/…at/TP61%20Tempel.pdf
Der Tempel und das Geld Der Tempel blieb auch unter der römischen Herrschaft Zentrum des Kultes, Wirtschaftsmittelpunkt
und Sitz der innerjüdischen Gerichtsbarkeit. Im Synhedrium (Hohenrat) sassen denn auch die Ansprechpartner
der römischen Okkupatoren. Hier liefen alle Fäden der politischen und religiösen Macht zusammen. Durch
das Eintreiben der Steuern und den Verkauf der Opfergaben war der Tempelbetrieb der entscheidende Hebel,
um einen Großteil des vom Volk erwirtschafteten Mehrproduktes staatlich anzueignen und so das Volk auszubeuten.5
An den Tempel wurde der sog. Zehnt abgeführt. Er betraf Erstlinge von Früchten, Getreide, Wein und Vieh
und ernährte die Priester. (Ex 23,19; Num 18,13; Dtr 26,1ff.; Neh 10,36) Die Priester profitierten auch
von der Priesterhebe (Num 18,12; Neh 10,37) – dem 50. Teil von Ernte und Vieh.6 Zu diesen Abgaben kam
noch die Drachmensteuer, die von den Diasporajuden eingehoben wurde. Für die Auslösung des ersten Sohnes
mussten 5 Silberschekel gezahlt werden und das wurde wie die Armensteuer von den Priestern kontrolliert.
Die Aufrechterhaltung des Opferkultes war gleichbedeutend mit der Aufrechterhaltung der Machtausübung
der Priester.
Fürbitten für die Juden am Karfreitag Natülich bedürfen die Juden genauso, wie wir alle des fürbittenden
Gedenkens. Frage ist nur wie wir bitten. Natürlich soll jedes Gebet füreinander, und damit auch das
für die Juden, von Liebe und Ehrfurcht gegenüber Gott und den Mitmenschen getragen sein, denn es heißt
ausdrücklich: „Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“, und die Juden sind genauso unterschiedslos
unsere Nächsten, wie alle anderen Menschen auch. Schließlich hat Jesus Christus hier keinen Unterschied
hinsichtlich Religionszugehörigkeit genannt. Das Gebot der Nächsteliebe ist dem Gebot der Gottesliebe
laut Schrift ausdrücklich gleichgestellt.
Juden protestieren Bereits Monate vor dem Erscheinen des „Motu proprio“ zur klassischen römischen Liturgie
protestierten und polemisierten zahlreiche Rabbiner und Vertreter „christlich-jüdischer“ Organisationen
gegen deren weltweite Freigabe. Ihre große Sorge ist, daß in der Karfreitags-Liturgie für die Bekehrung
der Juden gebetet wird. „Wir sind tief enttäuscht und verletzt“, erklärte am 7.7.07 Abraham Foxman,
Präsident der jüdischen „Anti-Defamation-League“ gegenüber der internationalen Presse. Wörtlich lautet
die Karfreitags-Fürbitte in der römischen Liturgie:„Laßt uns auch beten für die ungläubigen Juden:
GOTT, unser HERR, möge den Schleier von ihren Herzen wegnehmen, auf daß auch sie unseren HERRN JESUS
CHRISTUS erkennen… Allmächtiger, ewiger GOTT, Du schließest auch die ungläubigen Juden von Deiner
Erbarmung nicht aus: Erhöre unsere Gebete, die wir ob der Verblendung jenes Volkes vor Dich bringen:
Mö gen sie das Licht Deiner Wahrheit, das CHRISTUS ist, erkennen und ihrer Finsternis entrissen werden.„Dieses
Gebet ist inhaltlich der Bibel entnommen, die klar und unmißverständlich zum Ausdruck bringt, daß die
Juden der Bekehrung zu JESUS CHRISTUS bedürfen: „Sie konnten nicht glauben, denn wiederum hat Isaias
gesagt: Er hat ihre Augen verblendet, und ihr Herz verhärtet, daß sie nicht sehen mit ihren Augen und
nicht einsehen mit ihrem Herzen“ (Jo 12,39ff).
Opfercharakter der hl. Messe Dieses Thema ist bereits zur Zeit der Reformation diskutuert worden. M. W.
hat Luther den Opfercharakter mit dem Hinweis abgelehnt, Christus sei einmal geopfert worden und die Liturgie
sei daher nur ein Gedächtis an damals. Dem hat das Konzil von Trient entgegnet, alle Messen, die gefeiert
werden seien eine einzige Messe, eine Vergegenwärtigung des Abendmahls, des Kreuzesopfers und der Auferstehung.
Das christliche Memoria-Verständnis heißt eben nicht, sich in die Vergangenheit zurückzuversetzen,
sondern die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen. Was damals geschehen ist, geschieht jetzt nicht erneut,
sondern wird jetzt, d. h. in jeder hl. Messe, Gegenwart. Hl. Messe ist also keine Wiederholung, sondern
Vergegenwärtigung.
Benedikt Sie werden ja nicht annehmen, dass ich auf Ihre mir vorgeworfenen Details näher eingehe. Damit
würde die von Ihnen postulierte Diskussion in Stagnation geraten. Diskussion sollte weitergehen und sich
nicht auf Interpreatationsfragen kaprizieren. Das ist blanke Beckmesserei.
@ gilbert Es ist immer sehr gefährlich, mit Leuten zu diskutieren, die einem ständig das Wort im Mund
herumdrehen, nur weil sie recht haben wollen. Allerdings. Für dieses Verhalten geben Sie mit Ihrem weiteren
Text ein gutes Beispiel ab: Sie sind unfähig, es zuzubilligen, eine andere Sichtweise in religiösen
Dingen zu haben. Das ist Unsinn. Hier ist eine Diskussion im Gange und ich argumentiere genauso von meiner
Seite aus wie Sie. Sie schwingen lieber die Keule: Willst Du nicht katholisch sein, dann schlag ich dir
den Schädel ein! Wo habe ich da wohl angedeutet? Worauf stützen Sie das? Sie haben recht: Es ist immer
sehr gefährlich, mit Leuten zu diskutieren, die einem ständig das Wort im Mund herumdrehen! Haltungen
dieser Art entstpringen in der Regel engstirnigem Katechismusdenken Wollten Sie diesen Satz unbedingt
mal loswerden, oder wie? Ein Zusammenhang mit der bisherigen Diskussion ist hier nirgendwo ersichtlich.
Benedikt: Wandelt Euch durch neues Denken Was soll daran sektiererisch sein? Sie haben eine Messform der
katholischen Kirche als Tanz ums goldene Kalb bezeichnet. Ich erwiderte, dass Sie also Katholik doch wissen
müssten, worum es wirklich geht. Das ist mE eine äußerst freundliche Erwiderung auf so eine unterirdische
Bemerkung. Es ist immer sehr gefährlich, mit Leuten zu diskutieren, die einem ständig das Wort im Mund
herumdrehen, nur weil sie recht haben wollen. Sie sind unfähig, es zuzubilligen, eine andere Sichtweise
in religiösen Dingen zu haben. Sie schwingen lieber die Keule: Willst Du nicht katholisch sein, dann
schlag ich dir den Schädel ein! Haltungen dieser Art entstpringen in der Regel engstirnigem Katechismusdenken.
Nur die so Denkenden wollen es nicht wissen, obwohl in einem der Paulusbriefe steht: „Wandelt Euch durch
neues Denken!“ Damit hat er bestimmt nicht die alte Liturgie gemeint.
ad Riese bzgl Religionslehrerin und V2-Messe KEIN Opfer. Sie kannte nichts anderes, denn wegen der „quasi
häretischen Instruktionen die erste Auflage der Editio typica des MR 1969 eingestampft werden. Schon
in Die widerliche Lehre von der Transubstantiation sowie in Entspricht nicht den Tatsachen, hier auf Kreuz.net
schrieb ich Mahl oder Opfer: bis 1965 wurde die zu opfernde Hostie auf das Corporale gelegt, die Priesterpatene
unter das Corporale geschoben und erst nach dem Tischgebet („Pater noster“ sowie dem „Libera nos ab omnibus
…“) als konsekrierter Leib wieder auf die Patene gelegt. Der geopferte Leib liegt auf dem Corporale
(Leibtuch=Leichentuch?!). Mit dem Auflegen auf die Patene nach dem Tischgebet wurde es zur „Speise“. Finger-
und Handhaltung: bis zur Konsekration Hände neben dem Corporale, nachher Zeigefinger und Daumen geschlossen,
Hände auf dem Corporale bis nach der Kommunion und Ablution der Finger (Mudras schaut’s oba) Kleine Gesten,
große Wirkung.
@gilbert Für alle die Schnörkeldinge, die nicht entsprechend begründet werden können, ist in NOM kein
Platz und das ist gut so. Was ist damit gemeint? Daß im überlieferten Ritus etwa der Opfercharakter
klar zu Ausdruck kommt, im NOM aber nicht mehr? Hier wären wir gleich mitten im Thema, dem unordentlichen
Ritus. Wie Heinz-Lothar Barth in seinem Buch „Die Mär vom antiken Kanon des Hippolytos“, Editiones Una
Voce, Köln 1999, gezeigt hat, hat man das, was vom alten Kanon des Hippolytus überliefert ist, in Bruchstücke
zerteilt und aus den Trümmern einen neuen Kanon gebaut, wobei unliebsame, nicht mehr dem Zeitgeist entsprechende
Formulierungen wie z.B. die Betonung des Opfercharakters einfach systematisch entsorgt wurden. Deshalb
verwundert es auch nicht, daß eine katholische Volksschulreligionslehrerin gesagt hat, daß die Messe
seit dem V2 auch kein Opfer mehr sei. Und was daraus herauskommt, ist einfach der im Beitrag genannte
„unordentliche Ritus“. Das sind die Früchte! Die Wurzeln liegen aber tiefer. Da hilft es auch nichts,
wenn in irgendwelchen offiziellen Lehrschreiben dogmatischen Charakters, die kaum mehr jemand beachtet,
Gegenteiliges steht. Jetzt ist diese Religionslehrerin in der Religionslehrerausbildung tätig. Da hilft
nur mehr Gebet! Heinz-Lothar Barth liefert die Begründung! Und man brauche sich nur die Früchte anschauen!
Man kann nur zu dem Schluß kommen, daß der NOM schwere Mängel aufweist. Aber zu dieser Einsicht ist
die Zeit offensichtlich noch nicht reif.
@ gilbert Dafür gibt es das MP und die altrituelle Messe. Wofür? Für alle die Schnörkeldinge, die
nicht entsprechend begründet werden können, ist in NOM kein Platz und das ist gut so. Was für Schnörkeldinge?
Die Zeichen im alten Ritus sind alle einer liturgiegeschichtlichen Untersuchung unterzogen worden. Wer
es wünscht, soll die tridentinischen Messen besuchen, sie aber nicht flächendeckend einfordern. Das
ist doch ein Widerspruch in sich. Nicht flächendeckend bedeutet, dass es nicht überall ein Angebot gibt.
Also sind einige vom Besuch ausgeschlossen. Abgesehen davon verbitte ich mir die Frage, ob ich Katholik
sei… Das habe ich nicht gefragt. Lesen Sie nochmal. Im Gegenzug, sind Sie wohl keiner? Welchen Sinn
hat hier die Phrase „im Gegenzug“? Warum beschweren Sie sich über Fragen nach dem persönlichen Glauben
und stellen anschließend selber welche? Sonst würden Sie solche sektiererischen Frage nicht stellen?
Was soll daran sektiererisch sein? Sie haben eine Messform der katholischen Kirche als Tanz ums goldene
Kalb bezeichnet. Ich erwiderte, dass Sie also Katholik doch wissen müssten, worum es wirklich geht. Das
ist mE eine äußerst freundliche Erwiderung auf so eine unterirdische Bemerkung.
Tridentischne Messen nicht flächendeckend einfordern Benedikt: Dafür gibt es das MP und die altrituelle
Messe. Für alle die Schnörkeldinge, die nicht entsprechend begründet werden können, ist in NOM kein
Platz und das ist gut so. Wer es wünscht, soll die tridentinischen Messen besuchen, sie aber nicht flächendeckend
einfordern. Abgesehen davon verbitte ich mir die Frage, ob ich Katholik sei… Im Gegenzug, sind Sie wohl
keiner? Sonst würden Sie solche sektiererischen Frage nicht stellen?
@ Jörg Guttenberger & Benedikt Maria Laach mit Abt Ildefons Herwegen war zweifellos bedeutendungsvoll
für die liturgische Bewegung. Einiges, was das V2 gebracht hat, wurzelt in der liturgischen Bewegung
und wurde von dieser bereits vorweggenommen. Daher ist so manches bereits aus der Zeit vor dem V2 nicht
verwunderlich. Die liturgische Bewegung jetzt zu beurteilen, würde aber den Rahmen sprengen. Nur so weit:
Die Anliegen der liturgischen Bewegung waren sicher richtig (Schott, actuosa communicatio, …). Leider
haben aber manche Entwicklungen in eine falsche Richtung geführt. Zur Frage der Zelebrationsrichtung
hat es mittlerweile bedeutende Erkenntnisse gegeben (Msgr. Gamber, Liturgisches Institut Regensburg &
Uwe Michael Lang). Auch Seine Heiligkeit beruft sich u.a. auf diese Studien: Wesentlich ist nicht der
Anblick des Volkes, sondern die gemeinsame Gebetsrichtung zur aufgehenden Sonne, versus orientem, versus
Deum. Es wäre falsch, per intentionem versus populum zu zelebrieren. Leider geschieht dies heute oft,
und „versus populum“ wird sogar in der Institutio Generalis des NOM von 2002 in Nr. 299 erwähnt. Daß
aber per effectum manchmal versus populum zelebriert werden kann, war nie ein Problem, wie z.B. St. Peter
im Vatikan auf Grund der Westung zeigt.
@ gilbert Mehrmals wurde hier in Beiträgen festgestellt, dass nach dem alten Ritus die Gemeinde überhaupt
nicht erforderlich ist. das ist im neuen Ritus nicht anders. Es geht eigentlich im alten Ritus nur um
den Tanz goldgewandeter Kultbeamten um den goldenen Altar (Kalb?), verschleiert durch Weihrauchschwaden,…
oder? Ganz und gar nicht. Sind Sie kein Katholik? Ansonsten wissen Sie doch, worum es da geht. In der
neuen Liturgie gibt es übrigens auch Kultdiener am Altar, Weihrauch und von gewissen Tanzeinlagen schweigen
wir lieber mal. Da muss man sich doch nicht die Zunge zerbrechen, wie der Gottesdienst der Zunkunft aussehen
soll: den die Priester ganz unter sich, für sich und mit sich, ungestört vom gaffenden Volk, feiern
werden. Es bleibt unklar, worauf Sie diese Schlußfolgerung stützen. Da nach den Trienter Reformen die
Lettner abgebaut wurden herrscht übrigens überall freie Sicht auf den Altar. Aber das ist ja erst 400
Jahre so, das muss man nicht wissen…
Tanz der Priester um den goldenen Altar Mehrmals wurde hier in Beiträgen festgestellt, dass nach dem
alten Ritus die Gemeinde überhaupt nicht erforderlich ist. Das machen die Ministranten. Es geht eigentlich
im alten Ritus nur um den Tanz goldgewandeter Kultbeamten um den goldenen Altar (Kalb?), verschleiert
durch Weihrauchschwaden,… oder? Da muss man sich doch nicht die Zunge zerbrechen, wie der Gottesdienst
der Zunkunft aussehen soll: den die Priester ganz unter sich, für sich und mit sich, ungestört vom gaffenden
Volk, feiern werden.
@ Jörg Guttenberger Im Archiv für Liturgiewissenschaft Jahrgang 2006 ist mW eine größere Abhandlung
über die Missa recitata erschienen. Kann auch 2005 gewesen sein.
@Benedikt Wieso sollte ein sog. Volksaltar die Zelebration der alten Messe versus orientem behindern?
Frei stehende sind die ältere Altarform. Früher hat das offensichtlich auch funktioniert. Bereits der
Ausdruck „Volksaltar“ sagt, daß es nicht um das freie Stehen, sondern in erster Linie um die Zelebration
versus popolum geht. Letztlich hängt es aber von der Situation ab. In meiner Pfarrkirche, die 1964 geweiht
wurde, gibt es einen frei stehenden Altar. Das Presbyterium ist – sogar per intentionem – so gestaltet,
daß es sowohl für die Zelebration des alten Ritus als auch für den NOM bestens geeignet ist: Es gibt
Kommunionbänke, dann führen drei Stufen zum Altar. Zwischen Stufen und Altar gibt es genügend Raum,
sodaß die Zelebration versus orientem problemlos möglich ist. Hinter dem Altar gibt es freien Raum,
sodaß der Altar umschritten werden kann, wie es auch in Kirchen für den byzantinischen Ritus üblich
ist. Dort wo im NOM üblicherweise der Priester steht, könnte man auch problemlos einen „Altaraufbau“,
der aber wie gesagt eine jüngere Entwicklung ist und nichts mit dem Ritus zu tun hat, anbringen. Ich
kenne aber zahlreiche Umbauten neueren Datums, wo ein neuer, feststehender „Volksaltar“ so aufgestellt
ist, daß für eine Zelebration versus orientem gar kein Platz ist, da entweder gleich Stufen hinabführen
oder der Platz sonst irgendwie z.B. durch ein Lesepult verbaut ist. Vermutlich hat man bei der Konzeption
schon darauf geachtet, daß man nicht im alten Ritus zelebrieren kann.
#27 Benedikt 23:42:39 | Donnerstag, 23. August 2007
Richtig In Laach war das schon in den 20ern der Fall. Dort entstand die sog Missa recitata, bzw Missa
dialogata, welche auch einen Opfergang beinhaltete. Die Experimente wirkten sich auf den Neubau des Hauptaltars
Anfang der vierziger aus.
Alte Liturgie und Volksaltar Ich darf noch einmal daran erinnern, daß in manchen Kirchen auch die alte
Liturgie mit dem Gesicht zum Volk zelebriert wurde, so u. a. in Maria Laach und seit 1954 (!) in der Pfarrkirche
„Zum Göttlichen Erlöser“ in Köln Rath!
#25 Benedikt 22:50:45 | Donnerstag, 23. August 2007
@ RieseW Wieso sollte ein sog. Volksaltar die Zelebration der alten Messe versus orientem behindern? Frei
stehende sind die ältere Altarform. Früher hat das offensichtlich auch funktioniert.
#24 Riese1835 22:38:26 | Donnerstag, 23. August 2007
@Gotthard Die „Handkommunion“, die eigentlich eine Fingerkommunion ist, gehört schon zum Ritus. Jeder
Ritus kennt seine eigenen Formen bei der Spendung der Sakramente. Der heute gefeierte überlieferte Ritus,
nun außerordentliche Form des röm. Ritus, ist in den Büchern bis 1962 festgelegt. Bis jetzt ist daran
nichts geändert worden. Also keine Handkommunion im alten Ritus. Und eine Mischung der Riten ist ausdrücklich
untersagt! Überdies besagt auch für den NOM Redemptionis Sacramentum „[92]… Si adsit profanationis
periculum, sacra Communio in manu fidelibus non tradatur.“ Im MP geht es aber um weit mehr als nur um
die Messe. Es geht auch um die Spendung der Sakramente und um das Brevier. Und wenn es um eine würdige
Feier geht, werden auch die notwendigen Einrichtungsgegenstände bereitgestellt werden müssen, auch wenn
diese selbst nicht Bestandteile eines Ritus sind. Ich kenne keine einzige Kirche, in der Chorschranken
oder Kommunionbänke die Zelebration versus Dominum behinderten. Das ist erst mit den „Volksaltären“
und den Umbauten im Kirchenraum nach dem V2 gekommen.
#23 Benedikt 22:27:55 | Donnerstag, 23. August 2007
@ möchtegern-kathole ich schrieb: „wenn Sie wollen“. Wenn Sie wollen, können Sie natürlich auch das
Gegenteil herauslesen. Welche Bedeutung dieses Wortes wollen Sie denn herauslesen, begründet am Text
des MP? Ich will das herauslesen, was drin steht, ohne mir zurechtzulegen, was ich gerne hören würde.
Wenn Sie schreiben, dass MP billige dem NOM allenfalls einen Ehrenplatz zu, dann wüsste ich gerne, wie
SSie das mit den Inhalten des MP vereinbaren: „Johannes Paul II. rekognoszierte die dritte Editio typica
des Römischen Messbuchs. So haben die Päpste daran gearbeitet, dass „dieses ‘liturgische Gebäude’ […]
in seiner Würde und Harmonie neu“ erstrahlte.“ „Das von Paul VI. promulgierte Römische Messbuch ist
die ordentliche Ausdrucksform der „Lex orandi“ der katholischen Kirche des lateinischen Ritus.“ In seinem
Begleitbrief führt B XVI. aus: „An erster Stelle steht die Furcht, hier werde die Autorität des II.
Vatikanischen Konzils angetastet und eine seiner wesentlichen Entscheidungen – die liturgische Reform –
in Frage gestellt. Diese Befürchtung ist unbegründet. Dazu ist zunächst zu sagen, daß selbstverständlich
das von Papst Paul VI. veröffentlichte und dann in zwei weiteren Auflagen von Johannes Paul II. neu herausgegebene
Missale die normale Form – die Forma ordinaria – der Liturgie der heiligen Eucharistie ist und bleibt.“
etc pp. Ihrer Interpretation kann ich mich daher nicht anschließen, da sie sowohl dem Wortlaut als auch
den Motiven des Papstes zuwiderläuft.
#22 Gotthard 21:49:00 | Donnerstag, 23. August 2007
@riese1835 jede Kirche müßte die Möglichkeit bieten, daß auch in der außerordentlichen Form geeignet
gefeiert werden kann, d.h. Kommunionbänke, Beichtstühle, keine Hindernisse vor dem Altar Eine Kommunionbank
gehört nicht zum Ritus. Im Jahre 2007 ist Handkommunion in Deutschland erlaubt, egal in wlechem Ritus
die Messe gefeiert wird. Eine Kommunionbank wäre ein Hindernis vor dem Altar. Wieso gehört ein Beichtstuhl
zum außerordentlichen Ritus?
#21 Aleph † 21:44:03 | Donnerstag, 23. August 2007
Nachtigallenzungenpasteten Jetzt wird über Gleichstellungsbestimmungen gefaselt. Davon kann nicht die
Rede sein. Das MP wird aktzeptiert im originären Wortlaut, dass es den regulären und den extraordinären
Ritus gibt. Nun gut. Was regulär ist, soll auch regulär sein und nicht immer von Ästhetizisten und
anderen liturgischen Feinschmeckern (= Gourmets ?) in Abrede gestellt werden. Das MP gibt auch den, in
der Regel Nachtigallenzungenpasteten (eine Nachtigall hat nur eine Zunge und wieviele Zungen davon braucht
man für eine ordentliche Pastete?) Verspeisenden, die nichts mit dem ganz gewöhnlichen Volk ohne Lateinkenntnisse
etwas zu tun haben wollen, gewisse Chancen. Das sollte doch auch einmal positiv gesehen werden. Es ist
wohl der ganz katholische (?) Kreis ganz mit sich, in sich und um sich…?
#20 Benedikt 21:41:19 | Donnerstag, 23. August 2007
@ Riese Der Papst denkt offenbar nicht daran, die Schlussfolgerungen aus diesem Buch umzusetzen. Er kritisiert
dort ua (und mE zutreffend), dass das Kreuz beiseite gerückt wurde und plädiert für eine Zentrierung.
Nun schauen Sie sich den Papstaltar in St. Peter mal an, wo steht wohl das Kreuz? Dass Ratzinger/Benedikt
XVI. den alten Ritus schätzt, wird von mir nicht bestritten, aber entweder er schätzt auch die neue
Liturgie oder er beugt sich seinen Vorgängern, denn offenbar zelebriert er auch in seiner Privatkapelle
im neuen Usus. Wie auch immer: Das Dokument Summorum Pontificum enthält wie auch der Begleitbrief etliche
Würdigungen des Messbuchs Pauls VI., so dass ich für die Analyse von möchtegern-kathole keine Grundlage
erkennen kann. Auch in der Praxis nimmt der neue Usus im liturgischen Vollzug den wesentlich breiteren
Raum ein. Ob das auch so bleiben wird weiß ich nicht, allerdings ist es mir auch egal, da ich mit beiden
Formen sehr gut leben kann bzw lebe.
#19 Riese1835 21:30:18 | Donnerstag, 23. August 2007
@Benedikt Am ehesten könnte man es umgekehrt interpretieren (was ich ausdrücklich nicht beabsichtige).
Diese Aussage ist interessant, wenn man das Motu Proprio mit anderen Aussagen Seiner Heiligkeit vergleicht,
z.B.: Joseph Kardinal Ratzinger Der Geist der Liturgie Eine Einführung Herder, Freiburg i.Br. 2000 Wenn
man bis Seite 70 liest, baut – damals noch – Kardinal Ratzinger eine durchgehende Begründung für die
überlieferte Messe auf: 70 Seiten pro alte Messe und contra neue Messe. Kein einziges Argument für die
neue Messe. Beim Lesen kommt man immer tiefer zu der Überzeugung, daß am Ende eigenlich nur eine Schlußfolgerung
stehen kann: die neue Messe ist mangelhaft, die alte Messe ist das Wahre. Zurück zur alten Messe! Doch
dann wird man auf etwa einer halben Seite im Regen stehen gelassen. Das, was in der Luft liegt, kommt
nicht. Und es heißt: „Es wäre sicher verfehlt, die neuen Gestaltungen unseres Jahrhunderts in Bausch
und Bogen zu verwerfen.“ Die Konsequenz aus der bis Seite 70 gelieferten Begründung, die Aufforderung
zur Rückkehr zur alten Messe, wird zwar nicht gezogen. Aber die soeben zitierte Aussage läßt mit der
Betonung von „Bausch und Bogen“ zumindest den Schluß zu, daß es dem damaligen Kardinal sehr wohl um
ein Verwerfen neuer Gestaltungen geht, vor allem im Zusammenhang mit seinen langen Ausführungen zur gemeinsamen
Gebetsrichtung versus Dominum.
@Benedikt ich schrieb: „wenn Sie wollen“. Wenn Sie wollen, können Sie natürlich auch das Gegenteil herauslesen.
Welche Bedeutung dieses Wortes wollen Sie denn herauslesen, begründet am Text des MP?
#17 Benedikt 20:59:52 | Donnerstag, 23. August 2007
@ möchtegern-kathole Faktisch ist sind die beiden Riten gleichgestellt. Aber wenn Sie wollen, können
Sie aus dem „ordentlich“ einen Ehrenplatz herauslesen. Mehr nicht. Wieso Ehrenplatz? Das lässt sich weder
aus dem Motu proprio noch aus der tatsächlichen Praxis ableiten. Am ehesten könnte man es umgekehrt
interpretieren (was ich ausdrücklich nicht beabsichtige).
@Benedikt: genau das meinte ich mit dem „diplomatisch: Faktisch ist sind die beiden Riten gleichgestellt.
Aber wenn Sie wollen, können Sie aus dem „ordentlich“ einen Ehrenplatz herauslesen. Mehr nicht.
#15 Riese1835 20:39:26 | Donnerstag, 23. August 2007
Konsequenzen aus dem Motu Proprio? Wenn es nun nur einen römischen Ritus in zwei Ausdrucksformen gibt,
müßte das doch weitreichende Konsequenzen haben: a) Alle angehenden Priester müßten darin unterrichtet
werden, beide Formen des einen Ritus zelebrieren zu können –> generelle Umstellung der Priesterausbildung
b) Mit der Zerstörung von Kirchen müßte endlich Schluß sein (wie z.B. Mariazell): jede Kirche müßte
die Möglichkeit bieten, daß auch in der außerordentlichen Form geeignet gefeiert werden kann, d.h.
Kommunionbänke, Beichtstühle, keine Hindernisse vor dem Altar –> Ende der unverrückbaren sogenannten
„Volksaltäre“ Gerade in den letzten Jahren mußte ich leider immer wieder feststellen, daß viele Kirchen,
die bis vor kurzem noch einen jederzeit beseitigbaren sog. „Volksaltar“ hatten, einer Zerstörung des
Altarraumes unterzogen worden waren: eventuell noch vorhandene Hochaltäre wurden so „umgebaut“, daß
man darauf nicht mehr zelebrieren kann, und der sog. „Volksaltar“ wurde so aufgestellt, daß eine Zelebration
versus Dominum (Ostung) nicht möglich ist. Ich hoffe, daß sich Ecclesia Dei in Hinkunft auch den neuen
„liturgischen Erfordernissen“ im Kirchenbau annehmen wird.
#14 Benedikt 20:30:08 | Donnerstag, 23. August 2007
@ möchtegern-kathole Wie überzeugt B16 vom NOM ist mögen Sie nicht an seinen diplomatischen Worten,
sondern an seinen Taten ermessen: dem MP. Allerdings: „Art. 1. Das von Paul VI. promulgierte Römische
Messbuch ist die ordentliche Ausdrucksform der „Lex orandi“ der katholischen Kirche des lateinischen Ritus.“
@Benedikt Sie wollen die Probleme des NOM nicht sehen, deshalb sehen Sie sie nicht. Da ist es auch nicht
sinnvoll, mit Ihnen zu streiten. Wie überzeugt B16 vom NOM ist mögen Sie nicht an seinen diplomatischen
Worten, sondern an seinen Taten ermessen: dem MP.
nicht nur ein Papst … … sondern gleich drei. Aber solange jeder mit durchschnittlichem Verstand diese
Kritik nachvollziehen kann, warum sollte ich sie zurückziehen?
Das Hauptproblem des NOM … … sind nicht seine Verfremdungen. Statt dessen liegt das Hauptproblem in
den orginalen Texten – die Opferhandlung wird darin verschleiert, der Priester zum Gemeindevorsteher degradiert –
ein insgesamt nicht mehr katholisches, sondern protestantisches Verständnis, oder sagen wir besser ‘Missverständnis’
der Heiligen Messe.
#8 M. Kirschbaum 14:09:00 | Donnerstag, 23. August 2007
@ kaylet „Jeder Satz enthält böse Unterstellungen, vermischt Fakten und Wertungen auf elende Art und
Weise.“ schöner hätten sie die Texte auf hetz-net nicht charakterisieren können! Werter Baron, – keine
Sorge: sie müssen hier nicht Morduafrufe starten – so oft kann ich leider hier sowieso nicht sein, da
ich nun Moderator bei kreuts.net bin und an meinem großen Buch über den gegenwärtigen Traditionalismus
arbeite … also: die meiste Zeit hier und anderswo nur zu Studienzwecken unterwegs …
Die Sprache der modernen Theologen Lesen Sie sich bitte einmal diesen Artikel durch von Leo Karrer. Karrer
ist ein typischer Vertreter der modernen Richtung in der Rahner-Linie. Wer ein so schlechtes Deutsch schreibt
und nicht den einfachsten Gedanken klar und deutlich ausdrücken kann, der – das ist meine Überzeugung –
hat auch inhaltlich nichts zu sagen, dessen Aussagen haben keinerlei Wert. Dieses Theologenneusprech ist
nicht nur unendlich dumm und wimmelt vor semantisch unhaltbaren Konstruktionen, sondern wird in demagogischer
Absicht geschrieben. Jeder Satz enthält böse Unterstellungen, vermischt Fakten und Wertungen auf elende
Art und Weise. www.kath.ch/…a_20070822162947.pdf
Warum soll auf dem Boot keine Messe gefeiert werden? Wenn im regulären Gottesdienst nach den Vorgaben
von NOM zelebriert wird, warum sollen dann bei einer Bootmesse unbedingt die gleichen Regeln gelten? Da
ist es durchaus legitim auch einmal andere Formen ins liturgische Zusammenspiel zu bringen. Die Konzentration
ist, so wie der Bilderfolge vom Burgenland zu entnehmen ist auf die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers
gerichtet. Die räumlichen Umstände sind auf einem Boot, das über den Neusiedlersee schippert, eben
andere als die in einer Kirche. Ich stelle mit das sehr eindrucksvoll vor. Und warum sollte auf einem
Boot keine Messe gelesen werden. Jesus hat vom Boot aus gepredigt, er hat zum reichen Fischfang aufgerufen,
dass die Netze die Fische nicht fassen konnte. Er hat sich ins Boot zurückgezogen. Warum also sollte
das Boot kein gottesdienstlicher Ort sein, um einen eindrucksvollen Gottesdienst im NOM-Ritus zu feiern?
#3 landorganist 10:45:40 | Donnerstag, 23. August 2007
Herr Richenhagen hat Recht. In meiner langjährigen Praxis konnte ich sowas zur Genüge erleben. Dennoch,
meine ich, darf man liturgische Missbräuche nicht verallgemeinern. Wenn das MP in Zukunft im Sinne des
Papstes ausgelegt und umgesetzt wird, ist dies eine Bereicherung für die röm. Kirche. Solange aber aus
bestimmten Kreisen unablässig gegen den NOM, die ordentliche Feier der hl. Messe, agiert und polemisiert
wird, sehe ich das Ansinnen des hl. Vaters in Gefahr.
#2 Perpetua79 10:41:06 | Donnerstag, 23. August 2007
Wie wahr! Richenhagen scheint meine Heimatgemeinde zum Teil zu kennen. Einfach wunderbar zusammengefasst!
Dieses Chaos führt zu leeren Kirchen und zu Desinteresse bei Jugendlichen. Was in der ordentlichen säkularen
Pädagogik gilt, kann getrost auch auf die Kirche überttragen werden: Kinder und Jugendliche brauchen
klare Strukturen und Vorbilder an denen sie sich orientieren können. Eine Willkürlichkeit führt zu
Unsicherheit und Ablehnung. Dies kann auch auf die Gemeinde mit all ihren Altersklassen ausgedehnt werden.
Die leeren Kirchenbänke sprechen da für sich. Ich besuche regelmässig den außerordentlichen Ritus
und dort kommen Eltern mit ihren Kindern (in allen Altersklassen) hin. Diese Messen sind immer sehr gut
besucht. Ich verweise hiermit auch auf einen Artikel von vor einigen Wochen, wo über die Petrusgemeinde
in Österreich informiert wurde und wie schnell dort (ich glaube in Wien) die Messen gut besucht waren.
einseitige Bereicherung des NOM Man merkt bei Priestern, die neben dem Neuen Messordo auch regelmäßig
den Ordo antiquus zelebrieren, eine deutliche Auswirkung auf die Art und Weise, wie sie eben den neuen
Messritus zelebrieren, nämlich würdig, gesammelt, still, sich der Heiligkeit der Handlung bewußt. Ich
wüsste dagegen kein Element aus dem Neuen Messritus, der den Alten Messritus irgendwie bereichern könnte.