Bis zum Erscheinen des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ bekämpften die Bischöfe die Alte Messe, wo und wie sie nur konnten. Ein Beispiel aus Paderborn – um nicht zu vergessen.
Erzbischof Hans-Josef Becker von Paderborn im Juli 2003
(kreuz.net, Paderborn) Zwei Jahre lang kämpfte eine altgläubige Gemeinde in Paderborn vergeblich um
den Erhalt ihrer monatlichen Alten Messe.
Alles begann im Juli 2004. Damals wandten sich 350 Katholiken
mit folgenden Zeilen an den Erzbischof von Paderborn, Mons. Hans-Josef Becker (59):
„Mit großem Befremden
mußten wir am Dienstag, dem 13. Juli 2004, in Mönninghausen erfahren, daß der neue Gemeindepfarrer
Thomas Schmidt kurz vor Beginn der Heiligen Messe unserem hochgeschätzten Pastor und Beichtvater, Winfried
Pietrek, das Betreten der Kirche verbot und Hausverbot für alle Zukunft erteilte, um ihn daran zu hindern,
die Heilige Messe im Römischen Ritus zu feiern, wie Pastor Pietrek es seit vielen Jahren tut.“
Die knapp
1000 Seelen Ortschaft Mönninghausen befindet sich dreißig Kilometer westlich von Paderborn.
Hw. Pietrek
wirkte dort 23 Jahre lang jeweils
Prälat Camille Perl:
„Wir haben an den Erzbischof von Paderborn geschrieben
und ihn gebeten, eine Lösung für das angegebene Problem zu suchen. Die Antwort des Erzbischofs war offen
und kategorisch ablehnend.“
am 13. des Monats in einer Sühnenacht als Beichtvater und Zelebrant.
Der
Paderborner Prälat Heribert Schmitz beantwortete das Bittschreiben im Auftrag von Erzbischof Becker mit
folgenden Worten:
„Die Maßnahme des Pfarrers Thomas Schmidt, Herrn Pfarrer Pietrek die Zelebration in
der Mönninghausner Pfarrkirche zu untersagen, ist in Absprache mit uns – also mit dem Erzbischof von
Paderborn – erfolgt.“
Beschwerde in Rom
Daraufhin wandte sich Pfarrer Pietrek an die Päpstliche Kommission
‘Ecclesia Dei’ in Rom. Er erinnerte dabei auch an sein von der Kommission erteiltes Zelebret für die
Alte Messe.
Der Präsident der Kommission, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, antwortete ihm persönlich
und versicherte sein Wohlwollen.
Ein erwachsener Meßdiener von Hw. Pietrek, der ebenfalls an die Kommission
geschrieben hatte, erhielt ebenfalls eine Antwort aus Rom – dieses Mal von Prälat Camille Perl, dem Sekretär
der Kommission ‘Ecclesia Dei’.
Der Prälat versprach ihm, daß Kardinal Castrillon bei Erzbischof Becker
intervenieren werde. Gleichzeitig bat er um einen Vorschlag, wie das berechtigte Anliegen praktisch verwirklicht
werden könnte.
Doch der neue Pfarrer von Mönninghausen sperrte sich trotz römischer Intervention. Deshalb
versuchten die beiden Meßdiener von Pfarrer Pietrek, in die Kleinstadt Geseke – zehn Kilometer südöstlich
von Mönninghausen – auszuweichen.
Der dortige Pfarrer war bereits von Paderborn angewiesen worden, die
erbetene Erlaubnis auf keinen Fall zu erteilen.
Nach einigen Monaten ergab sich in der Wallfahrtsbasilika
Werl die Gelegenheit, jeweils am Herz-Jesu Freitag die Alte Messe zu feiern. Das ging ein halbes Jahr
gut.
Dann verbot der Guardian der Franziskaner, die den Marienwallfahrtsort betreuen, Pfarrer Pietrek
die Zelebration der Alten Messe:
„Nach dem Veto des Erzbischofs von Paderborn habe ich mir überlegt,
daß das nichts für uns ist. Wir dürfen auf keinen Fall in den Geruch des Fundamentalismus kommen.“
Hw. Pietrek beschwerte sich erneut in Rom.
Sie sind nicht von Rom in Stich gelassen worden
Dieses Mal
antwortete ihm Mons. Perl auf sein Schreiben:
„Haben Sie Dank für Ihren Brief vom 16. Februar 2006,
indem Sie sich berechtigterweise beklagen. Aber eines muß richtiggestellt werden: Sie sind nicht von
Rom in Stich gelassen worden.
Wir haben sofort an den Erzbischof von Paderborn geschrieben und ihn gebeten,
eine Lösung für das angegebene Problem zu suchen.
Die Antwort des Erzbischofs war offen und kategorisch
ablehnend.
Sie hatten gehofft, Rom würde ein Machtwort sprachen. Leider haben wir als Kommission diese
Macht nicht.
Man kann nur hoffen, daß der Heilige Vater die ganze Frage der katholischen Traditionalisten
die der Alten Lateinischen Liturgie verbunden sind, bald neu ordnet wie er es vorhat und dazu präzise
Anweisungen gibt.“ – so Prälat Perl im Februar letzten Jahres.
Die Informationen zu diesem Artikel stammen
aus dem Vortrag ‘Allahs Krieg gegen Christen’, der bei einer Veranstaltung der deutschen Partei ‘Christliche
Mitte’ gehalten wurde.
Eine Audiodatei des Vortrags ist seit 11. Februar 2007 auf der Webseite der Partei
abrufbar.
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46 Lesermeinungen
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gute Zeiten diese Mess-Zeiten sind doch klasse – denn mit dem Beiwohnen der einzig würdigen, schönen
und heiligen Messe beginnt der Tag einfach gesegnet.
Pastor P. et.al. Erstmal: Pastor P. ist kein Paderborner Priester, sondern Priester die Diözese Osnabrück
Zudem: Pastor P. ist sehr politisch aktiv. Ich persönlich halte es für nicht gut, wenn das Thema der
trid. Messe politisch (Partei: Christliche Mitte) instrumentalisiert wird. Ferner: Es laufen seit längerem
Gespräche und es zeichnet sich ab, daß es – auch wenn meine Infos noch unbestätigt sind – in Zukunft
(möglicherweise sogar täglich) eine trid. Messe im Dom geben wird. Erstmal in der Marienkapelle, da
sich diese bautechnisch anbietet und von der Größe der nicht allzugroßen Zahl der Gläubigen angemessen
erscheinen kann. Wenn es dort zu voll wird, wird sich zeigen, wie man weiter verfährt. Nach den ebenfalls
unbestätigte Infos wird die trid. Messe VOR der ersten NOM-Messe im Dom, die um 6:30 Uhr ist, um 5:45
Uhr stattfinden; sonntags um 6:00 Uhr, ebenfalls VOR ersten NOM-Messe um 7:00 Uhr Weiter: Im Hinblick
auf den Artikel ist es besonders drollig, daß… Achne, das sage ich jetzt nicht.
Erzdiözese Paderborn Zur Kichenprovinz der Erzdiözese Paderborn zählen ja neben Fulda auch die Bistümer
Erfurt und Magdeburg (ohne Belang: geographisch ergibt das einen nach oben geöffneten Halbmond). Über
Mons. Algermissen (Fulda) wurde hier schon viel berichtet. Weiß hier jemand auch etwas über die Stellung
des Thüringer und Sachsen-Anahlter Oberhirten zu den traditionsbewussten Katholiken?
byzantinischer Ritus im Herzen der Paderstadt Man kann der Bistumsleitung beim besten Wille keine mangelnde
Toleranz der Tradition vorwerfen: Im Herzen der Paderstadt, gleich einen Steinwurf vom Bischofshaus entfernt,
wird Mittwoch für Mittwoch die Heilige Messe im byzantischen Ritus – dem ostkirchlichen Pendant zum tridentinischen
Ritus – gelesen. Man ist ja garnicht so in Paderborn wenn es um die Tradition anderer geht. Nur eben der
eigenen Tradition gegenüber ist man da etwas indigniert. Schwarz – schwärzer – Paderborn gilt schon
lange nicht mehr. Schade eigentlich.
wo bleibt die tolle ranz? Ich finde es nicht mehr nachvollziehbar, dass hier ein „ katholischer“ Bischof,
Metropolitanbischof gar nicht die Toleranz gegenüber den Gläubigen aufbringt, die die Traditionelle
Katholische Liturgie in der Sprache der römischen Kirche feiern wollen. Das oft vorgebrachte Argument,
dass die Kirche durch zwei Riten gespalten würde widerspricht der Empirie. In der Weltkirche gibt es
eine Vielzahl von Riten: den griechisch katholischen, den assyrischen, den syro-malabarischen und den
Koptischen Ritus um nur einige zu nennen. Und ausgerechnet der traditionelle Ritus, der keineswegs eine
Erfindung des Tridentinums ist soll nun die Gemeinden spalten? Übrigens kann jeder Besitzer eines alten
Missale nachlesen, dass die tridentinische Messe für alle Zeiten gilt. Hierarchen die die Alte Messe
verbieten handeln rechtswidrig und gegen den Willen des Papstes Gläubigen sollten die Bischöfe mit allem
Respekt zunächst bitten. Sollte das keinen Erfolg haben so kann man die Nuntuiatur auf das Fehlverhalten
aufmerksam machen.
@ruhrgebietler Es MUSS jeden Sonntag eine hlg. im tried. Ritus zelebriert werden! Sagen wir: die 8-Uhr-Messe.
Das ist das Ziel des Motu Proprio, Lesen und Verstehen sind schon 2 verschiedene Begabungen!
nicht nur einmal monatlich! Es MUSS jeden Sonntag eine hlg. im tried. Ritus zelebriert werden! Sagen wir:
die 8-Uhr-Messe. Das ist das Ziel des Motu Proprio, was sage ich! Die hlg. im tried. Ritus ist doch DER
Start in einen guten Tag! Ich wünsche einen solchen Start allen Leserinnen und Leser dieses Forums! Gottbefohlen!!
Sursum corda, n’abend Auch mir ist der besagte Domvikar bekannt, der an der Fakultät für’s Künstlerische
zuständig war und darum auch entsprechend so genannt wurde – ein ganz lieber Kerl. Zu seiner Zeit war
allerdings auch noch Kardinal Degenhardt EB und Kresing GV, die dem alten Ritus vielleicht noch etwas
wohlwollender gegenüberstanden. Degenhardt hat ja sogar seine Erlaubnis zur Alten Messe erteilt, hat
aber drauf bestanden, dass die neue Leseordnung zur Anwendung kommt. Daran ist’s dann gescheitert. Ich
kann mir vorstellen, dass sich demnächst Priester und Gläubige auch im EB Paderborn zusammenfinden werden.
Mir ist auch der ein oder andere bekannt. Vielleicht sieht man sich ja übermorgen.
#31 Sursum Corda 19:14:14 | Donnerstag, 23. August 2007
Stimmt, aber… Danke für die Antwort. Es stimmt, die sauerländer Messe war „undercover“, aber zumindest
fand eine duldung statt. Was die Dommessen in den Seitenkapellen angeht: Auch hier stimmt es, daß sie
fast durchweg im neuen ritus gelesen werden / wurden. Besagter Domvikar allerdings zelebrierte tatsächlich
den alten. Ich habe besagten Ritus länger ministriert, kenne ihn also. Bis in die 80er jahre gab es noch
zwei Gemeinden, in denen regulär der alte Ritus als Gemeindemesse von (allerdings zuletzt sehr alten)
Pfarrern in Gebrauch war. Ich stimme dir allerdings zu, daß die Situation nunmehr wirklich nach einer
„ordentlichen“ Lösung schreit. Leider ist es ja so, daß vor allem unter den jungen vikaren hier einige
sind, die sich nicht „trauen“, da sie Schwierigkeiten befürchten. Sie sind in keiner sehr schönen Lage.
Wie gesagt ist es auchschwierig, im ländlichen Raum die sehr zerstreuten Häuflein zu sammeln. Ich wäre
glücklich, wenn man zu ihnen einmal Kontakt bekommen könnte, dann ließe sich sicherlich auch etwas
in die Wege leiten.
Lieber Sursum corda Man muss dann auch sagen, dass die Messe am Samstag Morgen in der Sauerlandgemeinde
„under cover“, also ohne offizielle Erlaubnis der Bistumsleitung von diesem mutigen Priester gelesen wurde.
Hätten das die entsprechenden Leute aus dem GV mitbekommen, hätte das sicherlich Konsequenzen für den
Pfarrer gehabt. Was den Domvikar angeht, der im Paderborner Dom in einer Seitenkapelle lateinisch zelebriert
hat – vielleicht sah es auch nur optisch nach einer tridentinischen Messe aus – da dort nur Wandaltäre
stehen, so muss man sagen, dass dieser verehrte Priester krank war und man wohl deswegen ein Auge zugedrückt
hat. Im übrigen finden in diesen Seitenkapellen regelmäßig „Winkelmessen“ statt, sicherlich auch die
ein oder andere in Latein. Nach allem, was ich darüber weiß, handelt es sich um den neuen Messritus,
der dort von den Prälaten zelebriert wird. Es ist leider so, wie es manche hier schon festgestellt haben:
In Paderborn wird der Alte Messritus kategorisch abgelehnt. Mal sehen, wie lang man diese Haltung noch
durchhalten kann.
#29 Sursum Corda 18:08:33 | Donnerstag, 23. August 2007
Einige Anmerkungen Ich möchte hier zunächst einmal klarstellen, dass auch ich mir an einem oder mehreren
Orten unserer Diözese die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Messfeier im alten Ritus sehr wünschen
würde. Es ist richtig, dass dieses Anliegen durch die Diözese bislang nicht unterstützt wurde. Richtig
ist aber auch: Ein Domvikar hat bis zu seinem Tode vor einigen Jahren jeden Morgen in einer Kapelle der
Domkirche die hl. Messe im alten Ritus gelesen. Ich habe ihr mit anderen Gläubigen öfter beigewohnt
und bin nie daran gehindert worden. Des öfteren zelebrierte dieser Domvikar auch das „offizielle“ Kapitelsamt
um 9.00 Uhr im Dom, dann allerdings nach dem 1965er Missale. Bis vor wenigen Wochen wurde in einer Gemeinde
im Sauerland ebenfalls jeden Samstagmorgen eine Messe im alten Ritus durch den Ortspfarrer gesungen, was
nun krankheitsbedingt ausfällt. Es wäre nunmehr wirklich an der Zeit, eine neue Möglichkeit zur Messfeier
im alten Ritus zu schaffen, allerdings ist es im ländlichen Raum auch schwer, die entsprechenden Gläubigen
zu sammeln. Zudem bewirkt der Priestermangel auch hier leider, daß es sehr schwer ist, einen Geistlichen
zu finden, der nicht nur Willens ist, sondern auch die Zeit hat, eine solche Messfeier in den Zeitplan
seiner zu betreuenden Gemeinden mit einzubauen. Dies festzustellen, gebietet hier einfach auch die Ehrlichkeit.
Zu den Titulaturen: In der Diöz. Paderborn werden die Pfarrer traditionell mit „Herr Pastor“ tituliert,
Pfarrvikare und Kapläne mit „Herr Vikar.“
Also, es widerstrebt mir schon, wenn so je- mand wie ausgerechnet dieser Gunsenum französisch zitiert –
und sei es auch nur ein so belangloses Trallala einer dann abgefallenen Nonne. Und: wenn Sie wüßten,
wie peinlich die Wiederholung von „nique, nique, nique“ war und ist! Und: joie? Sie?? Ennäääh.
#25 Gunsenum 17:55:42 | Donnerstag, 23. August 2007
@cum te „Dominique, nique, nique S’en allait tout simplement, Routier, pauvre et chantant En tous chemins,
en tous lieux, Il ne parle que du Bon Dieu, Il ne parle que du Bon Dieu Certains jours un hérétique,
Par des ronces le conduit Mais notre Père Dominique, Par sa joie le convertit“ Da steht nix von piusbrüderlicher
Sauertöpfigjkeit, da steht JOIE!!!!
zu Gilbert und anderen Es ist klar, dass die MP Gegner, zu denen der Herr Gilbert offensichtlich auch
gehört, sich nun nach ihrer am 07.07.07 erlittenen Niederlage auf das Kriminalisieren der Altrituellen
verlegen, wie es hier unter Beweis gestellt wird. Im übrigen sehe ich nicht, dass die Messfeier von Pfarrer
Pietreck Unfrieden gestiftet hat. Überhaupt hört man jedesmal, wenn irgendwo jemand um die Alte Messe
nachfragt, das abgedroschene Argument, damit würde Unfrieden gesät und die Gemeinde gespalten. Wir sollten
einmal zur Kenntnis nehmen, dass ca. 90 % einer durchschnittlichen katholischen Kirchengemeinde eh nicht
mehr regelmäßig an der Messfeier teilnimmt. Vielleicht liegt das auch an der Art und Weise, wie die
Messe zelebriert wird. Aber auf dem Auge sind die Bischöfe offensichtlich mit Blindheit geschlagen.
#22 Defensor Fidei 17:20:02 | Donnerstag, 23. August 2007
@ gilbert Der Paderborner Erzbischof wird schon wissen was er tut Mal unterstellt, daß dem so sei, dann
hieße dies noch lange nicht, daß das, was er tut, auch gut ist. Er will keine Messe im alten Ritus und
das ist alles. Wehret den Anfängen! Das klingt ja ganz so als ob es hier um etwas Verbotenes ginge. Genau
dies ist die Feier der Messe im Alten Ritus aber nicht. Eine Gemeinde ist schnell zerrüttet, wenn dann
plötzlich zwei Riten angeboten gleichberechtigt werden, die eben nicht gleichberechtigt sind. Meinen
Sie etwa, daß die Gemeinde nicht zerrüttet wird, wenn dem einen Teil für die Feier der Messe die Besenkammer
zugewiesen wird? Wenn Altrituelle ihre Messe haben wollen können Sie ja auch in anderen Räumen feiern.
Warum sollte sie? Im Gegensatz zu den Neuerern (Sie selber haben ja im Artikel „Der ordentliche und der
unordentliche Ritus“ noch gesagt, daß Sie sich die Hl. Messe auch an Deck eines Ausflugsdampfers sehr
eindrucksvoll vorstellen) ist es den Altrituellen nämlich ausgesprochen wichtig, in einem Sakralraum
zu feiern. Auch im Münchner Herkulessaal haben die Piusgebrüder an einem wunderschönen Altar unter
einer wunderschöne Madonna eine ebenso wunderschöne Messe zelebrieren lassen. Möglich ist das sicher,
aber eben doch nur zweite Wahl. Der Alte Peter wäre der FSSPX bestimmt lieber gewesen. Außerdem sagte
Benedikt schon zurecht, daß dieser Vergleich hinkt, weil bei der FSSPX ein ganz anderes Problem vorliegt.
@gotthart Allerwertester, bitte erst lesen und denken, dann poltern. Die Vorgänge ereigneten sich – und
der Vortrag wurde gehalten – NACH dem ausdrücklich in Bezug genommenen MP, nämlich dem MP „Ecclesia
Dei“. Darin wurde angeordnet, dass Messen nach dem Missale von 1962 GROSSZÜGIG zu gewähren seien; eben
hiergegen verstieß der Herr Erzbischof. Wo ist die Desinformation?
#20 Benedikt 16:49:05 | Donnerstag, 23. August 2007
@ gilbert Eine Gemeinde ist schnell zerrüttet, wenn dann plötzlich zwei Riten angeboten gleichberechtigt
werden, die eben nicht gleichberechtigt sind. Dann braucht das Gebet um Einheit nicht mehr gehalten zu
werden. Die ist dann dahin. Laut Artikel war das ja nun keine erst seit kurzem existierende Möglichkeit,
vielmehr gab es sie schon seit einiger Zeit. Es muss ja nicht unbedingt eine Kirche sein. Sie offenbaren
hier keine christliche Einstellung. Es ist gar nicht einzusehen, warum eine kleine Gemeinde extra einen
Raum anmieten sollte, und anschließend noch für hunderte, eher tausende Euro entsprechendes Gerät anschaffen
müsste, während in der Kirche nebenan eine einfach Möglichkeit zur Zelebration bestünde. Zudem muss
dies jeder dieser Besucher als Ausgrenzung und Herabwürdigung begreifen. Ihr Vergleich mit der Piusbruderschaft
ist hinfällig, da die Piusbruderschaft mit Rom im Streit liegt und sich der kirchlichen Hierarchie entzieht,
während Pietrek zumindest laut Wikipedia im Bistum Osnabrück inkardiniert ist. Selbst wenn es sich Pietrek
„etwas geleistet“ hätte müsste erstmal geprüft werden, in wie weit sich das von den Ausfällen einiger
weiterhin wohlgelittener Kleriker und Theologen unterscheidet.
#19 Gotthard 16:40:25 | Donnerstag, 23. August 2007
UNGEHEUERLICH!!! Die Informationen zu diesem Artikel stammen aus dem Vortrag ‘Allahs Krieg gegen Christen’,
der bei einer Veranstaltung der deutschen Partei ‘Christliche Mitte’ gehalten wurde. Eine Audiodatei des
Vortrags ist seit 11. Februar 2007 auf der Webseite der Partei abrufbar. 1. Es ist schon interessant,
bei welchen Vortragsthemen Alt-Rituelle über ihre angebliche Verfolgung jammern… 2. Dieser Vortrag
muss vor dem 11.2.2007 gehalten worden sein… 3. Wann wurde das MP veröffentlicht? Dieser Artikel ist
eine absolute Desinformation…
#18 Aleph † 16:26:13 | Donnerstag, 23. August 2007
zeitundewigkeit Ist Ihnen eigentlich bewußt, wem hier ohne Not die schuldige Ehre verweigert wird? (Messopfer
nicht in einem Sakral- , sondern Profanraum? Wie lieblos handeln hier Pfarrherren! Soll darauf der Segen
Gottes ruhen? Es gibt die reguläre Messe für alle und die extordinaire. Wer auf ästhetizistische Sonderwege
aus ist nun der muss sich halt danach strecken, Ausschau halten. Vor allem sollten die Personen ihr Leid
nicht so lautstark anstimmen. Darüber kann man eh nur ins Schmunzeln geraten.
#17 nonnobisdomine 16:17:36 | Donnerstag, 23. August 2007
Durch die „Nichtzulassung“ des außerordentlichen Ritus treiben die sogenannten Hirten (ich schreibe bewußt
„sogenannt“, denn diese Hirten handeln nicht für das GANZE Kirchenvolk ihres Bereiches) in die Hände
der Priesterbruderschaft St. Pius X. So sehe ich es. Somit sind die Bischöfe, insb. der Erzbischof von
Paderborn, Mitglied in einer Freimaurer-Vorfeldorganisation, Kirchenspalter. – Und genau diese Herrschaften
lasten die Kirchenspaltung der FSSPX an. Nein. – Diese Herren, Becker, Mixa … & Co. spalten die Kirche.
Ganz bewußt.
Dieser Pfarrer Pietrek scheint ja ein mutiger Mann zu sein. Das erfordert schon etwas, sich z.B. solch’
satanischen Horden wie in Tübingen entgegenzustellen und deren abartige Provokationen auszuhalten. Wer
stellt sich da wohl mehr bloß? Pietrek jedenfalls hat anscheinend aufrecht Flagge gezeigt. Die Gegenseite…
Na ja.
#14 nonnobisdomine 16:12:45 | Donnerstag, 23. August 2007
Die Feier, die gemäß dem Idult in Dortmund beantragt wurde, hat nichts mit dem „rechtslastigen“ Pietrek
zu tun. Es war eine Initaitive, die seitens Paderborn als unerheblich eingestuft worden ist. Oder täusche
ich mich?
@gilbert Es muss ja nicht unbedingt eine Kirche sein. Auch im Münchner Herkulessaal haben die Piusgebrüder
an einem wunderschönen Altar unter einer wunderschöne Madonna eine ebenso wunderschöne Messe zelebrieren
lassen. Warum soll das ähnlich nicht auch in Paderborn möglich sein? Ist Ihnen eigentlich bewußt, wem
hier ohne Not die schuldige Ehre verweigert wird? (Messopfer nicht in einem Sakral- , sondern Profanraum?
Wie lieblos handeln hier Pfarrherren! Soll darauf der Segen Gottes ruhen?
#10 nonnobisdomine 15:53:45 | Donnerstag, 23. August 2007
Erzbischof Becker und sein Vorgänger haben bislang die Feier der Hl. Messe im überlieferten Ritus unterbunden,
ja sogar verboten. Erbischof Becker – übrigens ein Rotarier – will offenbar nicht zulassen, was von vielen
Gläubigen gewünscht wird. Eine Kirche sowie ein Zelebrant, der die Hl. Messe feiert wurden dem Erzb.
GV bekanntgegeben. – Und der Erbischof bzw. seine „Hanseln“ verweigerten die Zustimmung. Und nun soll
Becker mal ganz ruhig sein, vielleicht mal eine rauchen, um ruhiger zu werden. Er soll sich mal nicht
so aufregen.
#9 Don Camillo 15:38:11 | Donnerstag, 23. August 2007
@semper reformandus Könnte es sein, dass Ecclesia Deiauch nicht über die Hintergrundinformationen verfügte,
die den Konflikt zwischen dem Priester Pietrek und der Bistumsleitung auslösten? Man macht es sich schon
sehr einfach, wenn man die Bischöfe ständig zu Buhmännern macht, die an allem Schuld sind.
Wehret den Anfängen… Der Paderborner Erzbischof wird schon wissen was er tut und dort die Türen verschließen,
wo es notwendig sein wird, auch wenn Altrituelle noch so hartnäckig die Feier ihrer Messe einfordern.
Auch in dem Fall gilt: Wehret den Anfängen!. Eine Gemeinde ist schnell zerrüttet, wenn dann plötzlich
zwei Riten angeboten gleichberechtigt werden, die eben nicht gleichberechtigt sind. Dann braucht das Gebet
um Einheit nicht mehr gehalten zu werden. Die ist dann dahin. Wenn sich die altrituellen Gruppen einmal
irgendwo eingenistet haben, werden sie das als missionarischen rfolg verbuchen, als Auftrag umdeuten und
ihr zerstörerisches Werk, hinter den Geist des Vat. II zurück, beginnen. Mons. Hans-Josef Becker zeigt
Mut! Wenn Altrituelle ihre Messe haben wollen können Sie ja auch in anderen Räumen feiern. Es muss ja
nicht unbedingt eine Kirche sein. Auch im Münchner Herkulessaal haben die Piusgebrüder an einem wunderschönen
Altar unter einer wunderschöne Madonna eine ebenso wunderschöne Messe zelebrieren lassen. Warum soll
das ähnlich nicht auch in Paderborn möglich sein? Der Schönheit ihrer, der altrituellen Liturgie, wird
das profane Umfeld bestimmt keinen Abbruch tun … oder vielleicht doch?
@don c. Nur „… irgendwelche Probleme …“ ? Das hat Ecclesia Dei gerade in diesem Fall aber offenbar
anders gesehen, und, andersherum gefragt: Warum spielen Sie den offenkundigen Skandal so herunter? Das
Hauptargument der „konservativen“ Anhänger des ordinären Ritus ist immer „Gehorsam“ und „Einheit“. Wie
kann Gehorsam verlangen, wer gegenüber Rom so ungehorsam ist? Wie kann Einheit propagieren, wer die Tradition
so missachtet und anders Empfindende so schikaniert, anstatt die Hand zu reichen? Gewiss, der Artikel
läßt, was seinen Informationsgehalt angeht, zu wünschen übrig – sollten aber, bei allen kritikwürdigen
Auslassungen, die dargebotenen Informationen zutreffen, reichen diese aus, um das Urteil zu fällen, dass
die Diözesanleitung sich hier skandalös verhalten hat.
#6 Don Camillo 15:22:57 | Donnerstag, 23. August 2007
@Krak des Chevaliers Die Bezeichnung „Pastor“ wird in norddeutschen Gefilden auch für katholische Priester
gebraucht. Meines Wissens wird in diesen Regionen „Pastor“ synonym zu Pfarrer gebraucht, d.h. er ist nicht
einfach ein Priester ohne im anvertraute Gemeinde, sondern ein mit allen Rechten und Pflichten eines Pfarrers
ausgestatteter Priester, der eine Gemeinde leitet.
Es ist zum Schräglachen, daß nun die FSSPX ganz offensichtlich notwendig wird, um dem Anliegen des Heiligen
Vaters (keine Behinderung der Messe aller Zeiten) zum Durchsetzen zu verhelfen – gegen die Amtskirchen-Bischöfe,
von denen sie, dem Himmel sei Dank, unabhängig sind. Was für Charaktere diese Herren Kathedra-Inhaber
doch sind…
keine MP-freien Zonen zum glück katholisch! guten Tag! Die Bezeichnung „Pastor“ wird in norddeutschen
Gefilden auch für katholische Priester gebraucht. Nicht jeder Priester ist ja zugleich Pfarrer, also
muss man die Nicht-Pfarrer unter den Priestern ja auch irgendwie ansprechen, wenn man das nicht, wie es
manche Kirchenvolksbegeher und andere basiskirchlich bewegten Gemüter gern tun, mit „Herr Meier, Müller,
Schule, tun will. Für süddeutsche Ohren klingt die Bezeichnung „Pastor“ zugegebenermaßen protestantisch.
Was Paderborn angeht, so scheint man sich dort besonders heftig gegen die Alte Messe zu streuben, vom
Fall Pietrek mal abgesehen. Eines aber ist klar: Es gibt keine MP-freien Zonen, auch das EB-Paderborn
nicht.
#3 Don Camillo 14:50:51 | Donnerstag, 23. August 2007
Hintergrundinformationen? Dieser Artikel ist wiederum äusserst dürftig. Könnte es auch sein, dass mit
diesem Priester Winfried Pietreck etwas faul ist. Ein Bischof und seine Mitarbeiter haben im Normalfall
anderes zu tun, als sich mit solchen Dingen, die übrigens auch die meisten Gläubigen überhaupt nicht
interessieren, zu beschäftigen. Und: Wenn dieser Priester tatsächlich Pastor – also Pfarrer – wäre,
hätte er eine eigene Gemeinde. Wie wärs also, wenn etwas seriöser recherchiert würde und nicht einfach
zu schauen, wo es irgendwo irgendwelche Probleme im Zusammenhang mit dem ausserordentlichen Ritus gibt
und dann einfach einen Artikel zusammenzuwursteln. Dieses Denkschemata wonach alle, die dem ausserordentlichen
Ritus anhängen a priori die Guten, Unfehlbaren und sich des Himmelreiches sicheren sind und die grosse
Mehrheit, die im ordentlichen Ritus ihre geistige Heimat hat, sozusagen böse ist. Da macht man sich’s
sehr sehr leicht.
#1 Pünktchen 14:25:05 | Donnerstag, 23. August 2007
Die Maßnahmen des Bischofs erinnern ja geradezu an eine Verfolgung! Hat jemand eine Erklärung dafür?
Im MP „Ecclesia Dei“ hatte der Hl. Vater doch gesagt: es [link]mußüberall das Empfinden derergeachtet
werden, die sich der Tradition der lateinischen Liturgie verbunden fühlen,indem die schon vor längerer
Zeit vom Apostolischen Stuhl herausgegebenen Richtlinien zum Gebrauch des Römischen Meßbuchs in der
Editio typica vom Jahr 1962, weit und großzügig angewandt werden[link]www.vatican.va/…a-dei_ge.html[link].
Wieso konnte sich der Erzbischof von Paderborn über diese klare Anweisung des Nachfolgers Petri hinwegsetzen?
Hat jemand eine Erklärung dafür?