18:15:07 | Donnerstag, 23. August 2007
Bei dieser schmutzigen Sache werden viele fromme Gründe vorgeschoben. Aber letztlich geht es immer um eines – ums Geld.

Warum zahlt Berlin jedes Jahr Millionenbeträge in die Kinderschlachtung statt in die Mütterhilfe?
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Donald Townsend, CC(kreuz.net) In Berlin wird jedes vierte Kind abgetrieben. Die Stadt besitzt die höchste Abtreibungsrate
unter den deutschen Bundesländern. Die Quote sinkt zwar – wie überall. Aber sie bleibt auf hohem Niveau.
Im Jahr 2006 wurden auf 1000 Geburten 344 Schwangerschaftsabbrüche gezählt. 1996 waren es noch 393.
Der Durchschnitt in Deutschland lag 2006 bei 174 Tötungen auf tausend Geburten. Den niedrigsten Schnitt
hatte Bayern mit 126 Schlachtungen.
Man hat versucht, die hohe Zahl der Berliner Kindertötungen mit
der „schlechten wirtschaftlichen Lage“ oder mit der ehemaligen DDR zu erklären.
„Doch eine bündige
Erklärung für die hohe Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen in Berlin gibt es nicht“ – erklärt die ‘Frankfurter
Allgemeine Zeitung’ am 6. August: Im Grunde sei man „ratlos“.
Im Jahr 2005 wurden in Berlin 13.775 Frauen
beraten. 12.930 ließen sich danach einen Tötungsschein ausstellen. 10.637 Mütter brachten ihr Kind
anschließend um.

Der Tote in der Hand des Überlebenden
Jede zweite Frau nannte bei der Beratung „wirtschaftliche Gründe“ für die Entscheidung
zur Vernichtung ihres Kindes.
Für fast jede zweite unter den jungen deutschen Frauen waren Probleme
in der Ausbildung oder mit dem Arbeitsplatz ausschlaggebend.
Ausländische Frauen führten diese Sorge
nur zu etwa einem Drittel an.
Mehr als die Hälfte aller Haushalte in Berlin sind Einpersonenhaushalte.
Das Alleinsein mit einer ungewollten Schwangerschaft bewirkt möglicherweise eine Entscheidung gegen das
Kind.
In Berlin gibt es besonders viele Beratungsstellen und Kinderabtreiber.
Beraten wird in 10 staatlichen
und 15 Stellen in freier Trägerschaft. Außerdem bieten 190 Ärzte Schwangerschaftsberatung an.
Die
Caritas stellt zwar seit 2001 keine Tötungsscheine für die Abtreibung mehr aus, berät aber viele schwangere
Mütter.
Die Beraterin Petra Winkler vom Abtreibungsnetzwerk ‘pro familia’ hat die Erfahrung gemacht,
daß bei einem Tötungsentscheid „Geld immer eine Rolle spielt“.
Der vielbeschriebene Babyboom im Ostberliner
Stadtteil Prenzlauer Berg finde seine Entsprechung in einer hohen Nachfrage nach Hilfestellungen bei den
Anträgen auf finanzielle Hilfeleistungen für werdende Mütter.
Die Caritas führt vier Beratungsstellen
für Schwangere. Oft müssen für Termine Wartelisten geführt werden.
Viele junge Frauen fühlten sich
überfordert und brauchten Hilfe beim Ausrechnen ihrer Ansprüche und dem Zugang zu Familienhilfen, sagen
Beraterinnen.
Gabriele Hockertz von der Caritas warnt vor der ‘Frankfurter Allgemeinen’ vor der Ansicht,
es könne den einen einzigen Grund für die hohe Berliner Abtreibungsquote geben.
Die wirtschaftliche
Not sei zweifellos größer geworden, aber auch die Beziehungslosigkeit. Die Familienstrukturen seien
brüchig geworden. Gerade junge Leute fühlten sich von der Mutterrolle überfordert.
Die weitaus meisten
Schwangerschaftsabbrüche in Berlin bezahlt der Staat.
2004 waren es 88,2%, 2005 schon 93,3%. Im Jahr
2005 zahlte das Land insgesamt 3,466 Millionen Euro für Schwangerschaftsabbrüche.
Am schwierigen Zugang
zu Verhütungsmitteln kann die hohe Zahl von ungewollten Schwangerschaften in Berlin nicht liegen. Sie
werden bei Bedürftigkeit gratis abgegeben.
Im übrigen ist in Berlin auch die Zahl der Neuansteckungen
mit HIV und Syphilis besonders hoch. Das kann man als Zeichen der Verantwortungslosigkeit in sexuellen
Dingen deuten.
Der Zugang zur vorgeburtlichen Kindertötung ist in Berlin nicht leichter als anderswo.
Bei der „medizinischen Indikation“ sei es in den vergangenen Jahren spürbar schwieriger geworden, ein
ärztliches Gutachten für die Schlachtung eines Kindes nach der zwölften Woche zu bekommen.
Nur zwei
Prozent aller Schwangerschaftsabbrüche werden wegen der sogenannten medizinischen Indikation – Tötung
von Invaliden – oder kriminologischen Indikation – Tötung von Vergewaltigungskindern – vorgenommen.
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Pascal123 11:15:06 | Samstag, 25. August 2007
#25
Bokrug † 23:38:11 | Freitag, 24. August 2007
#23
VirFortis 18:26:27 | Freitag, 24. August 2007
#22
Pascal123 18:20:23 | Freitag, 24. August 2007
#20
VirFortis 16:35:34 | Freitag, 24. August 2007
#18
VirFortis 16:27:32 | Freitag, 24. August 2007
#15
VirFortis 16:13:16 | Freitag, 24. August 2007
#14
Benedikt 16:12:17 | Freitag, 24. August 2007
#12
Amanda 15:33:07 | Freitag, 24. August 2007
#7
Sentinel 23:08:35 | Donnerstag, 23. August 2007
#6
Gotthard 22:29:15 | Donnerstag, 23. August 2007
#2
Benedikt 19:01:07 | Donnerstag, 23. August 2007
#1
Don Camillo 18:58:19 | Donnerstag, 23. August 2007