Alte Messe
Der Albtraum von Romano Guardini
Nachdem Gott aus den Kirchen verdunstet ist, wurde der Gottesdienst zu einer gemeinsamen Beschäftigungstherapie und Feier der vaterlosen Gemeinde. Pressesplitter zur Alten Messe.
Hw. Romano Guardini († 1968)
Hw. Romano Guardini († 1968)
Mehr eine Gefühlssache

„Es hat weniger mit Theologie zu tun, als mit religiösem Gefühl.“

Der Düsseldorfer Stadtdechant Rolf Steinhäuser in einem Artikel von Marc Wolko in der ‘Neuen Ruhr Zeitung / Neuen Rhein Zeitung’ vom 13. Juli.

Johannes der Vorläufer

„Im Raum Wiesbaden war der 1987 von einem Geistesgestörten ermordete Priester Hans Milch der führende Mann der Priesterbruderschaft St. Pius X. Seine Gemeinde St. Athanasius in Hattersheim hatte seit Jahrzehnten Zulauf von Katholiken, die mit der Aufweichung der alten Regeln und Riten nicht einverstanden waren.“

Aus der Online-Ausgabe der Tageszeitung ‘Wiesbadener Kurier’ vom 10. Juli.

Die Messe aller Zeiten
Die Messe aller Zeiten
Der Albtraum von Romano Guardini

„Was ihm ganz und gar nicht gefällt an dem alten Ritus ist, daß der Pfarrer sich dem Altar zuwendet und dem »Volk« den Rücken zukehrt. Mangold: »Das ist ein deutlicher Widerspruch zur gemeinsamen Feier der Gemeinde.« Der Aufheimer Helmut Mangold, Vorsitzender des Diözesanrats im Bistum Augsburg, zitiert den berühmten Theologen und Religionsphilosophen Romano Guardini, der in seinen Lebenserinnerungen schreibt, daß als Kaplan für ihn die Frühmesse ein »Albtraum« war: »Ich soll am Altar etwas tun, aber das Volk hat nichts mit mir zu tun.«“

Aus der ‘Augsburger Allgemeinen’ vom 10. Juli.

Rektor und Alte Messe

„In Sankt Andreas in Fulda feiert Ehrenprälat Aloysius Winter die heilige Messe nach alter Tradition. Bis zum Jahr 2000 war er Rektor der Theologischen Fakultät Fulda. Jeden zweiten und vierten Freitag im Monat versammelt sich eine Gruppe von 20 bis 50 Gläubigen in der Kirche im Stadtteil Neuenberg.“

Aus einem Artikel von Joachim Peter in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 23. Juli.

Ministrant des deutschen Malers Julius Scholtz († 1893)
Ministrant des deutschen Malers Julius Scholtz († 1893)
Die letzte Hochburg des Latein

„Die Weltkirche sei eine große Gemeinschaft und ihre Anziehungskraft könne man auch an Orten wie dem bei Jugendlichen äußerst beliebten Taizé beobachten: »Fast alle Lieder, die dort gesungen werden sind in Latein.«“

Pfarrer Johannes Rauch von Leipheim am 11. Juli vor der Tageszeitung ‘Augsburger Allgemeine’..

Latein gegen Alte Messe

„Solche Bestrebungen zugunsten der Alten Messe sieht Pfarrer Hund nicht auf die Markdorfer Katholiken zukommen: »Wir haben hier bei uns ohnehin besonders viele lateinische Elemente in unserem Liturgieschatz.« Als Beispiel nennt er Choralämter und Orchestermessen, in denen viele Passagen lateinischen Text aufwiesen. »Auch wenn wir Vespern feiern, haben wir das Magnificat und das Schlussgebet auf Latein.«“

Pfarrer Ulrich Hund Markdorf vor der ‘Schwäbischen Zeitung’ vom 19. Juli auf die Frage, ob er die Alte Messe in seiner Pfarrei einführen wolle.

Etwas Schönes

„Eine gemeinsame Kirchen-Sprache, welche die Nationen überschreitet, ist etwas sehr Schönes.“

Pfarrer und Dekan Hans Maier aus Kelheim vor der Tageszeitung ‘Mittelbayrische’ vom 21. Juli.

Lateinmesse

„Benedikt XVI. hat die Lateinmesse als »außerordentliche Ausdrucksform« wieder zugelassen.“

Aus einem Artikel der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ vom 9. Juli über die Freigabe der Alten Messe.

Späte Umstellung?

„Priester verfügen gar nicht mehr über die Kenntnisse, den alten Ritus zu zelebrieren. Dekan Norbert Kissel vom Dekanat Rüsselsheim: »Auch ich habe das nicht mehr gelernt. Unser Jahrgang wurde 1980 als erster nur noch für den geltenden Ritus ausgebildet.«“

Aus einem Artikel des hessischen Lokalblattes ‘Main-Spitze’ vom 11. Juli.
      
5 Lesermeinungen
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#5   möchtegern-kathole   19:58:40 | Freitag, 24. August 2007
@gilbert: „Wenn man es selbst nicht will“
Da stimme ich Ihnen zu. Sicher aus einem anderen Blickwinkel, die Unterschiede sind bekannt. Aber auch aus meiner Sicht als „Tradi“ hat es seine Ordnung, wenn ein Priester, der den Alten Ritus nicht versteht, ihn auch nicht zelebriert.
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#4   Aleph †   16:25:43 | Freitag, 24. August 2007
Amanda
Warum sollteman etwas neu lernen wollen, wenn es dazu keinen richtigen Grund gibt. Es sei denn, man ist davon überzeugt, dass man es selbst will. Wenn man es selbst nicht will, kann man davon auch ganz gut Abstand nehmen. Es gibt ja d en regulären Ritus. Für den extraordninären Ritus gibt es keine Verpflichtung.
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#3   Amanda   15:44:27 | Freitag, 24. August 2007
Alten Ritus erlernen
Sollte man den Herrn Dekan Kissel vielleicht dezent darauf hinweisen, dass man, was man verlernt hat, auch wieder neu erlernen kann? Oder soll man annehmen, der Herr Dekan will’s gar nicht (neu) lernen?
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#2   ottaviani   15:31:15 | Freitag, 24. August 2007
Ja der gute Hw. Milch
die Piusbruderschaft wird nicht so gern an ihn erinnert
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#1   Hyazinth   14:43:30 | Freitag, 24. August 2007
Dummes
Geschwätz. Pfarrer Milch war nie ein führender Mann der Piusbruderschaft! :-@
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