Kardinal Joseph Ratzinger war ein Fundamentalist
Mit einem Sammelsurium provinzieller Skurrilitäten hat kürzlich ein altliberaler Theologe die Freigabe der Alten Messe kommentiert: „Wir waren wirklich alle froh, als der tridentinische Ritus verboten wurde.“
(kreuz.net) Die Alte Messe ist „Ausdruck elitärer katholischer Hochkultur“ – glaubt Markus Arnold (54).
Arnold ist Präsident der kirchenfeindlichen ‘Christlich- demokratischen Partei’ im Kanton Zürich und Studienleiter am Religionspädagogischen Institut der Universität Luzern. In seiner Jugend war er vier Jahre lang Mitglied des Dominikanerordens.
Seine Meinung gab er in einem Artikel zum Besten, den die ‘Neue Zürcher Zeitung’ abdruckte.
Arnold weiß: „Kardinal Joseph Ratzinger war ein Fundamentalist: Er hütete die fundamentalen, unverbrüchlichen Wahrheiten der Kirche Roms.“
Papst Benedikt XVI. bezeichnet er als „Ästhet“. Der wahre Glaube allein reiche ihm nicht. Jetzt sei die Schönheit des Glaubens angesagt.
Ein erstes päpstliches Zeichen sieht Arnold darin, daß Benedikt XVI. dem päpstlichen Hofschneiderei Gammarelli die Treue kündete und „bei der Konkurrenz“ verzierte Pontifikal-Schuhe und „das hermelinumrandete rote Käppchen aus Renaissancezeiten“ eingekauft habe.
„Sein Vorgänger hätte sich für dieses Geld ein Paar neue Ski gekauft“ – witzelt er.
Benedikt XVI. erste Enzyklika war entgegen der Befürchtungen Arnolds kein „dogmatischer Rundumschlag“. Der Papst widme sich darin „auf hohem Niveau“ dem Thema Liebe.
Arnold bezeichnet den Papst als „postmodern!“. In der Postmoderne sei Selbstinszenierung angesagt: „Benedikt steht für Hochkultur-Milieu und katholische Akademiker-Szene.“
Dazu gehöre für ihn das Latein: „Die Rehabilitierung der lateinischen Messe war daher ein überfälliger Schritt.“
Verboten sei das Latein nie gewesen: „Eine gepflegt gestaltete gregorianische Messe ist nicht nur schön, es ist auch für die Beteiligten die beste Psychohygiene, die ich kenne.“
Dagegen sei der tridentinische Ritus untersagt worden.
Nach Arnold kam der Alte Ritus „zusehends in die Krise“. Er selber habe in Peru einen Priester erlebt, der in dreißig Minuten drei Messen hintereinander las: „Für jede bekam er ein Schaf. Er lebte davon.“
„Zum Glück hat das Zweite Vatikanische Konzil vor gut vierzig Jahren hier Remedur geschaffen“ – atmet Arnold auf.
Er glaubt, daß das Konzil den Hochaltar durch einen Altar-Tisch ersetzt habe.
Dieser Tisch erinnert Arnold daran, daß es bei der Messe angeblich darum gehe, sich des letzten Abendmahles Jesu bewußt zu werden.
Jetzt könne sich der Priester „mit Ministranten und auch Ministrantinnen“ dem Volk zuwenden. Man spreche angeblich nicht mehr von „Messe“. Das Wort komme von „ite missa est“:
„Das sagt der Priester am Schluß und fordert damit die Gläubigen auf, zu gehen.“
Angesichts der Kirchenaustritte können wir – so Arnold – das Wort „Messe“ heute wirklich nicht mehr brauchen.
Bei der Alten Messe gehe es letztlich um das „Kirchenbild“ – philosophiert Arnold weiter.
Heute sei der Priester Teil des Kirchenvolkes – „aber mit einer besonderen Aufgabe“.
Die Kirche sei kein Mysterium mehr, sondern in erster Linie eine Gemeinschaft, die sich zum „Brechen des Brotes“ versammle:
„Wir waren wirklich alle froh, als der tridentinische Ritus verboten wurde.“
Die Alte Messe ist für Arnold etwas für akademische Atheisten: „Hochkultur-Milieu“.
So habe ihm einmal ein Universitätsprofessor – ehemaliger Klosterschüler aus Engelberg – erklärt, nicht zu glauben, daß Jesus gelebt habe:
„Dann wurde er streng, aber die Messe, die Messe müsse wieder so wie früher auf Lateinisch zelebriert werden, sozusagen als Erinnerung an einen, der nie gelebt hat.“
Damit ist für Arnold „klar“, welches Milieu und welche Szene Papst Benedikt mit seinem Erlaß bedient: „Hochkultur, katholische Akademiker“.
Tragisch sei nur, daß immer weniger Akademiker Latein könnten.
Etwas zusammenhanglos macht Arnold sodann noch einmal das „Kirchenbild“ aus, das mit der Freigabe der Alten Messe angeblich gefördert werde: „Priester-Elite gegen Kirchenvolk“ – meinte er klassenkämpferisch.
Ein offenbar gegenwärtig existierendes „gemeinschaftliches Miteinander“ sei vorbei: „Der Priester zeigt dem Volk die kalte Schulter.“
Das sei natürlich nicht so gemeint, aber so komme es an – so Arnold, der sich anschließend um die „Folgen von solchen Entscheiden“ sorgt.
„Diese sind zu verantworten“ – sagt er und meint wohl: Für diese müsse man Verantwortung übernehmen: „Vor allem dann, wenn es um mehr als Meß-Riten geht.“
So sollten zum Beispiel „Risiken und Nebenwirkungen“ von ökumenisch relevanten Erklärungen bedacht sein – hüpft er zum nächsten Thema.
Die Frage, ob diese Erklärungen wahr oder falsch sind, scheint Arnold nicht zu berühren.
Die Verletzungsgefahr sei erheblich – fährt er weiter.
Nächster Hüpfer: Das gelte auch für die Ernennung neuer Bischöfe: Da stelle sich die kritische Frage, welche Szenen denn bedient werden sollen, wenn neue Bischöfe nicht auch „im Kirchenvolk verwurzelt“ seien.
Arnold wohnt im Bistum Chur, für das gerade ein neuer Bischof ernannt wurde.
Die Folgen einer solchen Personalpolitik seien „verheerend“.
Das sehe man aber nur, wenn man den Gläubigen nicht den Rücken zuwende.
Der Beitrag von Arnold erhielt in der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ einen einzigen Leserkommentar unter dem Titel: „CVP-Präsident als neuer Religionsstifter“.
Darin stellt ein Heinz I. Ackermann fest, daß der CVP-Präsident und Theologe Markus Arnold dem Papst theologische Wortklauberei vorwerfe und zugleich dasselbe tue.
Ackermann vermutet, daß es vielleicht wieder an der Zeit ist, daß es zu einer neuen Reformation und zu weiteren Absplitterungen von der römisch-katholischen Kirche komme:
„Der Zürcher CVP-Präsident könnte der neue Religionsstifter werden, einer neukatholischen Religion mit Priestern und Priesterinnen, ohne Zölibat, Volkswahl der Bischöfe usw.“
© Janusza Stachonia, CC
Arnold ist Präsident der kirchenfeindlichen ‘Christlich- demokratischen Partei’ im Kanton Zürich und Studienleiter am Religionspädagogischen Institut der Universität Luzern. In seiner Jugend war er vier Jahre lang Mitglied des Dominikanerordens.
Seine Meinung gab er in einem Artikel zum Besten, den die ‘Neue Zürcher Zeitung’ abdruckte.
Arnold weiß: „Kardinal Joseph Ratzinger war ein Fundamentalist: Er hütete die fundamentalen, unverbrüchlichen Wahrheiten der Kirche Roms.“
Papst Benedikt XVI. bezeichnet er als „Ästhet“. Der wahre Glaube allein reiche ihm nicht. Jetzt sei die Schönheit des Glaubens angesagt.
Ein erstes päpstliches Zeichen sieht Arnold darin, daß Benedikt XVI. dem päpstlichen Hofschneiderei Gammarelli die Treue kündete und „bei der Konkurrenz“ verzierte Pontifikal-Schuhe und „das hermelinumrandete rote Käppchen aus Renaissancezeiten“ eingekauft habe.
„Sein Vorgänger hätte sich für dieses Geld ein Paar neue Ski gekauft“ – witzelt er.
Benedikt XVI. erste Enzyklika war entgegen der Befürchtungen Arnolds kein „dogmatischer Rundumschlag“. Der Papst widme sich darin „auf hohem Niveau“ dem Thema Liebe.
Arnold bezeichnet den Papst als „postmodern!“. In der Postmoderne sei Selbstinszenierung angesagt: „Benedikt steht für Hochkultur-Milieu und katholische Akademiker-Szene.“
Dazu gehöre für ihn das Latein: „Die Rehabilitierung der lateinischen Messe war daher ein überfälliger Schritt.“
Verboten sei das Latein nie gewesen: „Eine gepflegt gestaltete gregorianische Messe ist nicht nur schön, es ist auch für die Beteiligten die beste Psychohygiene, die ich kenne.“
Dagegen sei der tridentinische Ritus untersagt worden.
Nach Arnold kam der Alte Ritus „zusehends in die Krise“. Er selber habe in Peru einen Priester erlebt, der in dreißig Minuten drei Messen hintereinander las: „Für jede bekam er ein Schaf. Er lebte davon.“
„Zum Glück hat das Zweite Vatikanische Konzil vor gut vierzig Jahren hier Remedur geschaffen“ – atmet Arnold auf.
Er glaubt, daß das Konzil den Hochaltar durch einen Altar-Tisch ersetzt habe.
Dieser Tisch erinnert Arnold daran, daß es bei der Messe angeblich darum gehe, sich des letzten Abendmahles Jesu bewußt zu werden.
Jetzt könne sich der Priester „mit Ministranten und auch Ministrantinnen“ dem Volk zuwenden. Man spreche angeblich nicht mehr von „Messe“. Das Wort komme von „ite missa est“:
„Das sagt der Priester am Schluß und fordert damit die Gläubigen auf, zu gehen.“
Angesichts der Kirchenaustritte können wir – so Arnold – das Wort „Messe“ heute wirklich nicht mehr brauchen.
Bei der Alten Messe gehe es letztlich um das „Kirchenbild“ – philosophiert Arnold weiter.
Heute sei der Priester Teil des Kirchenvolkes – „aber mit einer besonderen Aufgabe“.
Die Kirche sei kein Mysterium mehr, sondern in erster Linie eine Gemeinschaft, die sich zum „Brechen des Brotes“ versammle:
„Wir waren wirklich alle froh, als der tridentinische Ritus verboten wurde.“
Die Alte Messe ist für Arnold etwas für akademische Atheisten: „Hochkultur-Milieu“.
So habe ihm einmal ein Universitätsprofessor – ehemaliger Klosterschüler aus Engelberg – erklärt, nicht zu glauben, daß Jesus gelebt habe:
„Dann wurde er streng, aber die Messe, die Messe müsse wieder so wie früher auf Lateinisch zelebriert werden, sozusagen als Erinnerung an einen, der nie gelebt hat.“
Damit ist für Arnold „klar“, welches Milieu und welche Szene Papst Benedikt mit seinem Erlaß bedient: „Hochkultur, katholische Akademiker“.
Tragisch sei nur, daß immer weniger Akademiker Latein könnten.
Etwas zusammenhanglos macht Arnold sodann noch einmal das „Kirchenbild“ aus, das mit der Freigabe der Alten Messe angeblich gefördert werde: „Priester-Elite gegen Kirchenvolk“ – meinte er klassenkämpferisch.
Ein offenbar gegenwärtig existierendes „gemeinschaftliches Miteinander“ sei vorbei: „Der Priester zeigt dem Volk die kalte Schulter.“
Das sei natürlich nicht so gemeint, aber so komme es an – so Arnold, der sich anschließend um die „Folgen von solchen Entscheiden“ sorgt.
„Diese sind zu verantworten“ – sagt er und meint wohl: Für diese müsse man Verantwortung übernehmen: „Vor allem dann, wenn es um mehr als Meß-Riten geht.“
So sollten zum Beispiel „Risiken und Nebenwirkungen“ von ökumenisch relevanten Erklärungen bedacht sein – hüpft er zum nächsten Thema.
Die Frage, ob diese Erklärungen wahr oder falsch sind, scheint Arnold nicht zu berühren.
Die Verletzungsgefahr sei erheblich – fährt er weiter.
Nächster Hüpfer: Das gelte auch für die Ernennung neuer Bischöfe: Da stelle sich die kritische Frage, welche Szenen denn bedient werden sollen, wenn neue Bischöfe nicht auch „im Kirchenvolk verwurzelt“ seien.
Arnold wohnt im Bistum Chur, für das gerade ein neuer Bischof ernannt wurde.
Die Folgen einer solchen Personalpolitik seien „verheerend“.
Das sehe man aber nur, wenn man den Gläubigen nicht den Rücken zuwende.
Der Beitrag von Arnold erhielt in der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ einen einzigen Leserkommentar unter dem Titel: „CVP-Präsident als neuer Religionsstifter“.
Darin stellt ein Heinz I. Ackermann fest, daß der CVP-Präsident und Theologe Markus Arnold dem Papst theologische Wortklauberei vorwerfe und zugleich dasselbe tue.
Ackermann vermutet, daß es vielleicht wieder an der Zeit ist, daß es zu einer neuen Reformation und zu weiteren Absplitterungen von der römisch-katholischen Kirche komme:
„Der Zürcher CVP-Präsident könnte der neue Religionsstifter werden, einer neukatholischen Religion mit Priestern und Priesterinnen, ohne Zölibat, Volkswahl der Bischöfe usw.“
© Janusza Stachonia, CC
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Samstag, 1. September 2007 18:07
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Herr Otterbeck,
alles aber nach der Norm der Heiligen Väter (eine trid. Formel!)
… was sagt uns diese Absichtserklärung? Nichts! Um das zu überprüfen müssen wir uns schon die Texte angucken. Wurden wir doch in so vielen anderen Dingen auch in die Irre geleitet.
… was sagt uns diese Absichtserklärung? Nichts! Um das zu überprüfen müssen wir uns schon die Texte angucken. Wurden wir doch in so vielen anderen Dingen auch in die Irre geleitet.
Samstag, 1. September 2007 17:18
Dr. Otterbeck: P.S.:
Hier nochmal die Passage aus SC (50):
Ordo missae ita recognoscatur ut singularum partium propria ratio necnon mutua connexio clarius pateant, atque pia et actuosa fidelium participatio facilior reddatur. Quamobrem ritus, probe servata eorum substantia, simpliciores fiant; ea omittantur quae temporum decursu duplicata fuerunt vel minus utiliter addita; restituantur vero ad pristinam sanctorum Patrum normam nonnulla quae temporum iniuria deciderunt, prout opportuna vel necessaria videntur.
– Teilhabe der Gläubigen erleichtern
– Riten vereinfachen
– weniger Sinnvolles weglassen
– Günstiges und Notwendiges wiederherstellen,
alles aber nach der Norm der Heiligen Väter (eine trid. Formel!); Fazit: novus ordo geht „in Ordnung“.
Ordo missae ita recognoscatur ut singularum partium propria ratio necnon mutua connexio clarius pateant, atque pia et actuosa fidelium participatio facilior reddatur. Quamobrem ritus, probe servata eorum substantia, simpliciores fiant; ea omittantur quae temporum decursu duplicata fuerunt vel minus utiliter addita; restituantur vero ad pristinam sanctorum Patrum normam nonnulla quae temporum iniuria deciderunt, prout opportuna vel necessaria videntur.
– Teilhabe der Gläubigen erleichtern
– Riten vereinfachen
– weniger Sinnvolles weglassen
– Günstiges und Notwendiges wiederherstellen,
alles aber nach der Norm der Heiligen Väter (eine trid. Formel!); Fazit: novus ordo geht „in Ordnung“.
Mittwoch, 29. August 2007 12:46
cum te: @möchtegern
Der normale „Standard“ der alten Messe in der Nachkriegszeit konnte keinen Frommen mehr anziehen. Unzufriedenheit
über klerikalen Ritualismus und Rubrizismus breitete sich aber seit ca. 1800 (!) erst allmählich, dann
stärker, vor allem nördlich der Alpen aus. „Solesmes“ wollte den reinen, römischen Typus des Mittelalters
wiederherstellen. Spätere Liturgiker griffen in das 1. Jtsd. zurück (nicht immer frei von „zurückprojizierten“
Bildern). Allen Freunden liturgischer Erneuerung war aber die Festschreibung der frühneuzeitlichen Standards
seit 1570 (definitiv erst 1917, CIC!) mehr und mehr als Hemmnis missionarischen Kircheseins bewusst geworden.
Die Geistlichkeit an St. Severin (Paris) wagte seit 1948, auf dem Boden des geltenden Missale, ein Wiederanknüpfen
an ältere Traditionen und erzielte so auch beachtliche „Bekehrungen“.
Die „alte Messe“ wird heute von ihren Fans mit einer exemplarischen „Reinheit“ zelebriert, die unvergleichlich viel höher steht als der pastorale Durchschnitt vor 1962 je vermuten ließ. Insofern gehört DIESE Neuentdeckung mit zu den Früchten des Konzils.
Die „alte Messe“ wird heute von ihren Fans mit einer exemplarischen „Reinheit“ zelebriert, die unvergleichlich viel höher steht als der pastorale Durchschnitt vor 1962 je vermuten ließ. Insofern gehört DIESE Neuentdeckung mit zu den Früchten des Konzils.
Mittwoch, 29. August 2007 11:30
Sozialkatholisch: @ Stimme
Der Missbrauch im alten Ritus ist zum größten Teil wie auch im NOM durch die Herzenshaltung des Priesters
geschehen. Der NOM öffnet dem Missbrauch natürlich Tor und Tür, der alte Ritus ist da viel geschützter.
Ich sehe auch Missbrauch der Liturgie vor dem Konzil, nur so aus Spaß wird Papst J. 23 das Konzil ja nicht eingerufen haben. Das V2 ist nur aus dem Ruder gelaufen und missbraucht worden.
Das Motu Proprio von Papst B.16 ist sicherlich keine Abkehr vom V2, aber eine Abkehr von dessen Wildwüchsen. Mit der Zeit wird das V2 immer mehr an Bedeutung verlieren, oder es wird wohl überarbeitet werden.
Die Bezeichnung Postmodern für Papst Benedikt find ich gut, er wird die Kirche nicht nur weiterführen, sondern auch Wildwüchse beschneiden und helfen verschüttete Schätze der Kirche wieder freizulegen.
Ich sehe auch Missbrauch der Liturgie vor dem Konzil, nur so aus Spaß wird Papst J. 23 das Konzil ja nicht eingerufen haben. Das V2 ist nur aus dem Ruder gelaufen und missbraucht worden.
Das Motu Proprio von Papst B.16 ist sicherlich keine Abkehr vom V2, aber eine Abkehr von dessen Wildwüchsen. Mit der Zeit wird das V2 immer mehr an Bedeutung verlieren, oder es wird wohl überarbeitet werden.
Die Bezeichnung Postmodern für Papst Benedikt find ich gut, er wird die Kirche nicht nur weiterführen, sondern auch Wildwüchse beschneiden und helfen verschüttete Schätze der Kirche wieder freizulegen.
Mittwoch, 29. August 2007 11:02
stimme der vernunft: @Sozi
Selbst wenn der alte Ritus wieder im kommen wäre (und wenn morgen die Einkommensteuer abgeschafft würde)
hat das nix mit V2 zu tun, denn zu der reaktionären Kirche vor dem 2. Vatikanum will auch von den jüngeren
Leuten keiner zurück, die sich jetzt vielleicht an der (für sie) neuen prunkvollen Liturgie freuen mögen.
Und je weiter die alte Liturgie Verbreitung findet, desto mehr wird auch der vorkonziliare alltägliche Missbrauch bei der alten Liturgie wieder Einzug halten. Nur Naivlinge glauben, dass damals die alte Liturgie überall würdig gefeiert wurde
Und je weiter die alte Liturgie Verbreitung findet, desto mehr wird auch der vorkonziliare alltägliche Missbrauch bei der alten Liturgie wieder Einzug halten. Nur Naivlinge glauben, dass damals die alte Liturgie überall würdig gefeiert wurde
Mittwoch, 29. August 2007 09:02
Sozialkatholisch: Ich wage mal eine positive Prophezeiung,
die jüngeren Gläubigen werden die vielen katholischen Schätze, die die V2 Turboreformer über Bord geworfen haben und die die Tradis bewahrt haben, mehr und mehr wiederentdecken. Das V2 wird nicht abgeschafft, sondern mit der Zeit immer mehr an Bedeutung verlieren. Die tridentinische Messe wird wieder die Messe der Röm/kath. Kirche, hartnäckige V2’ler konvertieren zu den Altkatholiken und verschwinden immer mehr in der Versenkung.
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