kreuzmeldungen
Fragen der Jugend + Die Urkirche bemüht + Mächtiger Gesetzeswächter + Neue Anschuldigungen + Wachsender Bedarf
Benedikt XVI.: Anfang September in Loreto
Benedikt XVI.: Anfang September in Loreto
© Flickr-Benützer „Dana“, CC
Fragen der Jugend

Vatikan. Der vatikanische Pressesaal veröffentlichte gestern das Detailprogramm des zweitägigen Papstbesuchs im mittelitalienischen Wallfahrtsort Loreto. Benedikt XVI. pilgert am kommenden Wochenende, dem 1. und 2. September, nach Loreto. Am Samstag abend nimmt der Papst an einer Gebetsvigil mit Jugendlichen teil. Danach hält er eine Ansprache und beantwortet Fragen der Jugendlichen. Am Sonntag zelebriert er vormittags ein Pontifikalamt und hält am späten Nachmittag eine Rede vor den Gläubigen in Loreto.

Die Urkirche bemüht

Österreich. Der Wiener Hochschulseelsorger, Hw. Helmut Schüller, wünscht sich beim Papstbesuch in Österreich mehr „Dialog“. Das erklärte er gestern Freitag vor dem ‘Österreichischen Rundfunk’. Reden möchte der Studentenseelsorger über die altliberalen Themen Priesterehe und Frauenordination. Verheiratete Gemeindeleiter und Frauen in kirchlichen Ämtern habe es in der Kirche angeblich „von Anfang an“ gegeben. Es gehe nicht um einen „Abschied von Glaubensgütern“, sondern um eine Öffnung zur – angeblich – „ursprünglichen Vielfalt“.

Papstbesuch in Österreich
Basilika im österreichischen Marienwallfahrtsort MariazellDie Mariazeller Gnadenstatue mit LiebfrauenkleidDer Pressebeauftragte für den Papstbesuch in Österreich, Paul Wuthe, präsentiert am 16. April in Wien das Plakat.

Mächtiger Gesetzeswächter

Uganda. Der Vizepräsident von Uganda, Gilbert Bukenya, verurteilte kürzlich die Kinderabtreibung und die Sodomie. Das berichtete die ugandische Tageszeitung ‘Monitor’. Bukenya äußerte sich bei einer Benefizveranstaltung zugunsten eines Kirchenbaus in der südugandischen Diözese Masaka. Er werde sich gegen jede Gesetzesvorlage zur Legalisierung der „abnormalen und unmoralischen“ Homosexualität stellen. In einigen westlichen Ländern möge sie erlaubt sein. Doch die kulturellen Normen in Uganda seien anders.

Neue Anschuldigungen

Ungarn. Zwei ungarische Bischöfe sollen mit dem kommunistischen Geheimdienst zusammengearbeitet haben. Das behauptete die ungarische, linksliberale Tageszeitung ‘Nepszabadsag’ am Donnerstag. Das Blatt beschuldigt den emeritierten Bischof von Steinamanger, Mons. Istvan Konkoly (77), und den griechisch-katholische Bischof von Hajdudorog, Szilard Keresztes (75). Als Quelle nennt ‘Nepszabadsag’ zwei Studien in der ungarischen Fachzeitschrift ‘Kirchengeschichtliche Rundschau’. Mons. Konkoly will sich mit solchen „bösartigen Kampagnen“ nicht beschäftigen. Mons. Keresztes erklärte bereits Ende Juli, daß er dem Papst seinen altersbedingten Rücktritt eingereicht und ihn über die jüngst „an die Öffentlichkeit gelangten“ Informationen aufgeklärt habe.

Wachsender Bedarf

„In einem ersten Schritt soll eine »größere Zahl« von Kirchen im Bistum Augsburg ausgewählt werden, in denen die Alte Messe künftig regelmäßig gefeiert werden kann, »damit die Gläubigen keine zu großen Entfernungen zurücklegen müssen«. Auf Nachfrage hieß es, es würden »sicher zehn« Kirchen sein, darunter die Wallfahrtskirche Andechs. Bislang hatte die Bistumsleitung den Bedarf nach der Alten Messe für weitgehend gesättigt angesehen.“

Aus der Tageszeitung ‘Augsburger Allgemeine’ vom 16. August.
      
8 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#9   Jörg Guttenberger, Köln   02:09:10 | Sonntag, 26. August 2007
„Die Urkirche bemüht“
Über das 1. Jahrhundert wissen wir so gut wie nichts. Die Berufung auf die Praxis der Frauenordination ist reine Spekulation. Selbst wenn tatsächlich eine Frau Eucharistie gefeiert haben sollte, ist damit noch lange nicht Einklang mit den Vorschriften der Apostel gesichert.
In Konstantinopel hat es abweichend von der westlichen Praxis bis ins 13. Jahrhundert einen weiblichen Diakonat gegeben. In der Weiheformel für Frauen fehlten jedoch die Worte „für die Mysterien“. („Mysterium“ entspricht unserem Begriff „Sakrament“) Die Diakoninnen durften damit keinen liturgischen Dienst tuen, jedoch in derselben liturgischen Kleidung wie ihre männlichen Kollegen hinter der Ikonostase an der Liturgie teilnehmen.
Daß es verheiratete Funktionsträger gegeben hat, wissen wir aus dem NT, es ist von Petri Schwiegermutter die Rede. Die Vermönchung des Weltklerus ist eine spätere Entwicklung des Westens, im Osten hat es, so weit bekannt, immer verheiratete Kleriker, anfänglich sogar verheiratete Bischöfe, gegeben.
Redaktion benachrichtigen
#7   schlechterGutmensch   18:44:50 | Samstag, 25. August 2007
ja der HW Schüller
ist ein ganz ganz beliebter gesellschaftlich anerkannter, von den Redaktionsbuden gehätschelter und den Logen verwöhnter Exponent des Klerus. Stets trendy und am Puls der Zeit surft der Societypfarrer auch gerne durch die chicke Szene im Großstadtdschungel um zu zeigen wie cool man als Pfäffchen sein kann !
Redaktion benachrichtigen
#6   engelhardt †   18:08:59 | Samstag, 25. August 2007
Uganda…
…hat es tatsaechlich geschafft, eine Vorreiterrolle in Afrika zu spielen.
Das Abstinenzprogramm war allerdings ein voelliger Fehlschlag.
Redaktion benachrichtigen
#5   methusalix †   16:16:53 | Samstag, 25. August 2007
@stephanSchmidt
Die Ideologen sind dabei den Erfolg der AIDS-Aufklärung zunichte zu machen. Das wird viele Menschen umbringen.
In den 90er Jahren kam Uganda eine Vorreiterstellung im Kampf gegen HIV/AIDS zu und ging bei der Aufklärung über HIV offen mit sexuellen Fragen um. Gesundheitsexperten und ugandische AIDS-Organisationen befürchten, die Entwicklung in Richtung der „Abstinence-only“ Programme werde diesen Erfolg zunichte machen. Programme, die Enthaltsamkeit propagieren, werden seit 1981 in den USA eingesetzt, wo sie in zahlreichen unabhängigen Studien als unwirksam und potenziell gesundheitsgefährdend eingestuft wurden. hrw.org/…3/30/uganda10388.htm
Redaktion benachrichtigen
#4   stephanSchmidt   15:48:55 | Samstag, 25. August 2007
Jetzt versteh ich, was die Jungs von Kreuz.net wollen
Ein Deutschland wie Uganda. Verurteilung von Bildung, Homosexualität und Abtreibung in Kombination mit einem Hasserfüllten Polizeistaat und ab und zu mal ein Bürgerkriegchen, eine Epidemie oder eine Hungersnot.
Redaktion benachrichtigen
#3   monti   13:22:42 | Samstag, 25. August 2007
In meiner Pfarrei
müsste nur ein „Volksaltärchen“ weggetragen werden…
Redaktion benachrichtigen
#2   Pünktchen   13:02:03 | Samstag, 25. August 2007
Es ist im Prinzip sicher zweckmäßig,
wenn es in einer Diözese mehrere Orte gibt, in denen regelmäßig oder sogar vorwiegend in der außerordentlichen Form des röm. Ritus zelebriert wird. Der Aufwand für eine ständige „Umrüstung“ derselben Zelebrationsstätte für die beiden Meßformen wäre ja nicht ganz unerheblich www.youtube.com/watch?v=oUNfbgRJOe8 und langfristig auch konfliktträchtig!
Redaktion benachrichtigen
#1   Bruder Theophil   10:25:25 | Samstag, 25. August 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Matthäus 23, 1-12
In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sprach: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.
Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi – Meister – nennen.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.
Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
kreuzmeldungenDritter Aufruf + … kreuzmeldungenAhme ihn nach! + … kreuzmeldungenAppell für den Lebensschutz + … kreuzmeldungenPapst besucht Frankreich + … kreuzmeldungenGegen den Teufel + … kreuzmeldungenKardinal und Bischof beim Papst + … kreuzmeldungenLiturgisches Interesse + … kreuzmeldungenBestürzter Benedikt XVI. +… kreuzmeldungenMaterialistischer Drache + … kreuzmeldungenDer materiellen Sättigung zum Trotz + … kreuzmeldungenEs sickert weiter + … kreuzmeldungenZeit für eine Höllenmeditation + … kreuzmeldungenÖsterreich live in Deutschland + kreuzmeldungenSicher ist sicher kreuzmeldungenBegeisterte Jugend + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net