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Du sollst nicht töten – auch nicht die Halbtoten + UNO: Italien behindert das „Recht auf Prostitution“ + Weihbischof: Seelen retten ist für die Katze + Papst als Gipfelstürmer + Der Kopf grüßt aus dem Sand
Du sollst nicht töten – auch nicht die HalbtotenVatikan. „Das Leben des Menschen ist ein kostbares Geschenk, das in jeder Phase geliebt und verteidigt werden muß. Das Gebot: „Du sollst nicht töten!“ fordert die Achtung und Förderung des menschlichen Lebens von seinem Anfang bis zum natürlichen Ende. Dieses Gebot gilt auch, wenn sich Krankheiten einstellen und die Abnahme der Kräfte den Menschen in seiner Selbständigkeit stark beeinträchtigt. Wenn das Altwerden mit seiner unvermeidlichen Mühe gelassen im Lichte des Glaubens angenommen wird, kann es zu einer wertvollen Gelegenheit werden, das Geheimnis des Kreuzes tiefer zu erfassen, das der menschlichen Existenz vollen Sinn verleiht.“ Auszug aus der Fastenbotschaft von Papst Johannes Paul II.
UNO: Italien behindert das „Recht auf Prostitution“
USA. Am vergangenen Dienstag haben die Vereinten Nationen die italienische Regierung wegen einer angeblichen Diskriminierung von Immigrantinnen kritisiert. Das „Komitee für die Eliminierung der Diskriminierung gegen Frauen“ (CEDAW) hat der italienischen Regierung vorgeworfen, Ausländerinnen würde der Weg zur Prostitution in Italien zu schwer gemacht werden. Glenda P. Simms, eine aus Jamaika stammende UN-Expertin, argumentierte, in Italien sei Prostitution auf öffentlichen Plätzen verboten und nur in Privathäusern erlaubt. Viele Ausländerinnen besäßen jedoch kein eigenes Heim. Es handle sich in bezug auf das italienische Prostitutionsgesetz um eine ethnische und aus Rassegründen motivierte Diskriminierung gegen Immigrantinnen.
Weihbischof: Seelen retten ist für die Katze
USA. Der für seine ultraliberalen Positionen bekannte Weihbischof von Detroit, Thomas Gumbleton, vollendete am vergangenen Mittwoch sein 75. Lebensjahr. Bischof Gumbleton wird auch von der Presse als „offener und freimütiger Bekenner liberaler Positionen“ beschrieben. Gegenüber der US-amerikanischen Tageszeitung „Toledo Blade“ kritisierte der Auxiliarbischof den vatikanischen Umgang mit den altersbedingten Rücktrittsangeboten aus dem Weltepiskopat: „Einige Resignationen ignorieren sie völlig. Aber, wehe wenn einer nur ein bißchen progressiv ist, dann nehmen sie den Rücktritt an, ohne mit der Wimper zu zucken.“ Weihbischof Gumbleton fühlte sich in den vergangenen Jahren besonders den Homosexuellen verpflichtet. Einer seiner leiblichen Brüder ist ein militanter Homosexueller. Auch gegen das angeblich „diskriminierende Frauenbild der Kirche“ hat er sich immer wieder ausgesprochen. Der Weihbischof zeigt sich stolz, seinen Vorstellungen von einer sozial aktiven Kirche stets die Treue gehalten zu haben: „Mit dem Retten von Seelen – jeweils eine alle heilige Zeit – kommt man schlußendlich nicht sehr weit,“ meinte er gegenüber dem „Toledo Blade“.
Papst als Gipfelstürmer
Italien. Nach Angaben der linksliberalen italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ soll ein Berg im Gebiet des berühmten „Gran Sasso“ im Nordosten von Rom nach Papst Johannes Paul II. benannt werden. Ein 2424 Meter hoher Gipfel, der bisher von Alpinisten „Gendarme“ genannt wurde, soll in Zukunft „Cima Wojtyla“, „Wojtyla Spitze“ heißen. Die Initiative dazu ging vom Bürgermeister der Stadt L’Aquila aus. L’Aquila ist die Hauptstadt der Abruzzen. Ebenso entschied sich die Stadtverwaltung, den Pfad, der zum Gipfel führt, fortan „Johannes Paul II. Weg“ zu nennen. Der Bürgermeister folgte damit der Anregung eines „Komitees Wojtyla“. Das Komitee begründete seinen Vorschlag damit, daß Papst Johannes Paul II. während seines Pontifikates die Berge um L’Aquila mehrmals aus offiziellem oder privatem Anlaß besucht hatte.
Der Kopf grüßt aus dem Sand
Zuerst kamen sie, die Ungeborenen zu töten. Ich sagte nichts, ich war nicht ungeboren.
Dann kamen sie, die Kranken zu töten. Ich sagte nichts, ich war nicht krank.
Dann kamen sie, die Alten zu töten. Ich sagte nichts, ich war nicht alt.
Dann kamen sie, die politisch Aktiven zu töten. Ich sagte nichts, ich war nicht politisch aktiv.
Dann kamen sie, die Christen zu töten. Ich sagte nichts, ich war kein Christ.
Wenn sie kommen, um mich zu töten, wird dann noch jemand dasein, der für mich spricht?
(frei nach Martin Niemöller)
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