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Montag, 27. August 2007 19:31
Kardinal Meisner wollte das Fenster nicht
Bis letzten Samstag war das neue Fenster im Kölner Dom verhüllt. Das abstrakte Kunstwerk orientiert sich an einem Bild aus den 70er Jahren.
Das neue Fenster im Kölner Dom
Das neue Fenster im Kölner Dom
(kreuz.net, Köln) Das neue Fenster im Kölner Dom wurde gegen den Willen des Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, realisiert. Das berichtete die Regionalzeitung ‘Kölner Stadtanzeiger’ unter Berufung auf einen ungenannten „langjährigen engen Vertrauten“ des Kirchenfürsten.

Das Fenster im Südquerhaus des Kölner Doms entstand nach einem Entwurf des Kölner Künstlers Gerhard Richter. Es füllt eine Fläche von rund 120 Quadratmetern.

Der „Vertraute des Kardinals“ erklärte ohne Umschweife: „Der Kardinal wollte dieses Fenster nicht.“

Der Kirchenfürst habe sogar versucht, die Verwirklichung des abstrakten Entwurfs von Gerhard Richter zu verhindern. Es sei darüber zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Domkapitel gekommen.

Kardinal Meisner – laut dem ‘Kölner Stadtanzeiger’ ein „Freund moderner Kunst“ – hätte sich figürliche Darstellungen gewünscht. Als Beispiel nennt die Zeitung Heilige oder Märtyrer des 20. Jahrhunderts.

Für eine solche Lösung hätte es auch im Domkapitel Anhänger gegeben.

Das Fenster entstand auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern
Das Fenster entstand auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern
Laut der Tageszeitung ‘Süddeutsche Zeitung’ habe das Domkapitel von Richter auch ausdrücklich figürliche Darstellungen gewünscht.

Doch der sogenannte Künstler lieferte zwischen 2002 und 2006 keinen überzeugenden Entwurf mit figürlichen Darstellungen.

So entschied sich das Domkapitel für die abstrakte Variante. Die Abstimmung ging mit nur einer Gegenstimme für das nunmehrige Fenster aus – berichtete der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff.

Zur Haltung des Kardinals wollte der Dompropst „mit Sicherheit nichts sagen“.

Das neue Fenster
Das neue Fenster besteht aus mehr als 11.000 einzelnen Glasscheiben in 72 Farbtönen, die sich in den anderen historischen Fenstern des Kölner Domes ebenfalls wieder finden. Es ist knapp 20 Meter hoch und knapp 10 Meter breit.

Für den Entwurf benützte Richter das Konzept seines Bildes „4096 Farben“ von 1974.

Die Finanzierung der Produktionskosten in der Höhe von 370.000 Euro erfolgte komplett aus Spenden.

Das ursprüngliche Südquerhausfenster des 19. Jahrhunderts wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Aufgrund verbrannter Unterlagen war es nicht mehr zu rekonstruieren. Nach dem Krieg wurde es durch eine farblose Verglasung ersetzt.

Letzten Samstag weihte Dompropst Feldhoff das neue Südquerhausfenster im Kölner Dom ein.

© Bilder: Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk, Pressestelle der Erzdiözese Köln
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 62 Lesermeinungen:
Samstag, 1. September 2007 15:58
guadalupe: Kardinal Meisner hat doch recht
Ich schätze Gerhard Richter als Künstler sehr, verstehe aber nicht, weshalb man ihm diesen Auftrag erteilte. Er kann doch mit seinen Ansichten nur das Thema verfehlen.

Zitat Rheinische Post:
„Richter ist …aus der ev. Kirche ausgetreten und würde sich heute am ehesten als Agnostiker bezeichnen…
Der Künstler zeigt in seinem Domfenster eigener Aussage zufolge den Zufallals überwältigende Macht.“
Quelle rp-online

Was in aller Welt hat der Zufall als überwältigende Macht in einer katholischen Kirche zu suchen?
Samstag, 1. September 2007 00:39
Sentinel: @an alle
Der größte Witz ist derjenige welcher, daß sogar auf der politischen Plattform Politically Incorrect dieses Fenster mittlerweile einen kleinen Ruhm genießt!

Dort wird dieses Fenster von den Islamophoben als gerade gut genug für eine Moschee befunden! Also wenn das keine gute Stellungnahme ist, was dann …
Donnerstag, 30. August 2007 23:44
Pater Ralf: Höhenkoller
Oh Gott wenn ich dieses Fenster anschaue wird es mir schwindelig, öffnet das Fenster, non abbiate paura!!
Donnerstag, 30. August 2007 16:39
johannes XXIII: Zeugen Jehovas…
„3-tägige Finsternis“, sowas kommt doch nur von Sekten wie den zeugen jehovas… Oder halt von tradis und Sedisvakantisten.

hiermit, ruhrgebitler, verfluche ich dich mit 5 tagen Neue Messe und 3 Tage Durchfall.

Lassen wir mal die blödeleien, auf so ein dummes zeug kommen eh nur solche, die, wie landorganist dankeswerterweise schon erwähnte, dringenst eine Therapie nötig haben… Bitten wir Gott für ihre Seelen, dass er sie reinige und ihnen helfe, sich von ihren Lastern und eingeengtheiten zu befreien.
Mittwoch, 29. August 2007 13:39
landorganist: ruhrgebietler,
wann lassen Sie sich endlich behandeln? Oder zahlt Ihnen jemand etwas für Ihren voller Lügen steckenden Sermon?
Mittwoch, 29. August 2007 10:52
r.ruhrgebietler: @Montfalcone – K-Dome ein Haus Gottes??
Wenn der Hohe Dom nur ein „Gemäuer“ wäre, wäre das nebenbei gesagt kein Problem, ist er aber nicht, sondern Haus Gottes und Abbild des Himmlischen Jerusalem, Schrein der Hl. Drei Könige und noch einiges mehr…
Nun, mal genauer hingesehen WAR der K-Dom(e) das Haus Gottes. Es ist durch eine Unzahl von Sakrilegien doch entweiht! Auch ein Meissner hat leider seinen Teil dazu beigetragen: Faschingsmesse im K-Dom wodurch der K-Dom zum K-DOME wurde. Ja, hier-und-da schimmert noch ein Reststück des „himml. Jerusalems“ durch. Die hlg. 3 Könige drehen sich im Schrein um, würde der Deckel offen sein, könnte man sie ob der Entwürdigungen kotzen sehen ob der ganze Blasphemie!
Der K-Dom wird bei der bald kommenden 3-tägigen Finsternis / Warnung in Schutt und Asche sinken!
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