(kreuz.net, Köln) Das neue Fenster im Kölner Dom wurde gegen den Willen des Erzbischofs von Köln, Joachim
Kardinal Meisner, realisiert. Das berichtete die Regionalzeitung ‘Kölner Stadtanzeiger’ unter Berufung
auf einen ungenannten „langjährigen engen Vertrauten“ des Kirchenfürsten.
Das Fenster im Südquerhaus
des Kölner Doms entstand nach einem Entwurf des Kölner Künstlers Gerhard Richter. Es füllt eine Fläche
von rund 120 Quadratmetern.
Der „Vertraute des Kardinals“ erklärte ohne Umschweife: „Der Kardinal wollte
dieses Fenster nicht.“
Der Kirchenfürst habe sogar versucht, die Verwirklichung des abstrakten Entwurfs
von Gerhard Richter zu verhindern. Es sei darüber zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Domkapitel
gekommen.
Kardinal Meisner – laut dem ‘Kölner Stadtanzeiger’ ein „Freund moderner Kunst“ – hätte sich
figürliche Darstellungen gewünscht. Als Beispiel nennt die Zeitung Heilige oder Märtyrer des 20. Jahrhunderts.
Für eine solche Lösung hätte es auch im Domkapitel Anhänger gegeben.
Laut der Tageszeitung ‘Süddeutsche
Zeitung’ habe das Domkapitel von Richter auch ausdrücklich figürliche Darstellungen gewünscht.
Doch
der sogenannte Künstler lieferte zwischen 2002 und 2006 keinen überzeugenden Entwurf mit figürlichen
Darstellungen.
So entschied sich das Domkapitel für die abstrakte Variante. Die Abstimmung ging mit
nur einer Gegenstimme für das nunmehrige Fenster aus – berichtete der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff.
Zur Haltung des Kardinals wollte der Dompropst „mit Sicherheit nichts sagen“.
Das neue Fenster
Das
neue Fenster besteht aus mehr als 11.000 einzelnen Glasscheiben in 72 Farbtönen, die sich in den anderen
historischen Fenstern des Kölner Domes ebenfalls wieder finden. Es ist knapp 20 Meter hoch und knapp
10 Meter breit.
Für den Entwurf benützte Richter das Konzept seines Bildes „4096 Farben“ von 1974.
Die Finanzierung der Produktionskosten in der Höhe von 370.000 Euro erfolgte komplett aus Spenden.
Das ursprüngliche Südquerhausfenster des 19. Jahrhunderts wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Aufgrund
verbrannter Unterlagen war es nicht mehr zu rekonstruieren. Nach dem Krieg wurde es durch eine farblose
Verglasung ersetzt.
Letzten Samstag weihte Dompropst Feldhoff das neue Südquerhausfenster im Kölner
Dom ein.
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62 Lesermeinungen
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#62 guadalupe 15:58:51 | Samstag, 1. September 2007
Kardinal Meisner hat doch recht Ich schätze Gerhard Richter als Künstler sehr, verstehe aber nicht,
weshalb man ihm diesen Auftrag erteilte. Er kann doch mit seinen Ansichten nur das Thema verfehlen. Zitat
Rheinische Post: „Richter ist …aus der ev. Kirche ausgetreten und würde sich heute am ehesten als Agnostiker
bezeichnen… Der Künstler zeigt in seinem Domfenster eigener Aussage zufolge den Zufallals überwältigende
Macht.“ Quelle rp-online www.rp-online.de/…uelles/kultur/474852 Was in aller Welt hat der Zufall als
überwältigende Macht in einer katholischen Kirche zu suchen?
#61 Sentinel 00:39:58 | Samstag, 1. September 2007
@an alle Der größte Witz ist derjenige welcher, daß sogar auf der politischen Plattform Politically
Incorrect dieses Fenster mittlerweile einen kleinen Ruhm genießt! Dort wird dieses Fenster von den Islamophoben
als gerade gut genug für eine Moschee befunden! Also wenn das keine gute Stellungnahme ist, was dann
…
#59 johannes XXIII 16:39:32 | Donnerstag, 30. August 2007
Zeugen Jehovas… „3-tägige Finsternis“, sowas kommt doch nur von Sekten wie den zeugen jehovas… Oder
halt von tradis und Sedisvakantisten. hiermit, ruhrgebitler, verfluche ich dich mit 5 tagen Neue Messe
und 3 Tage Durchfall. Lassen wir mal die blödeleien, auf so ein dummes zeug kommen eh nur solche, die,
wie landorganist dankeswerterweise schon erwähnte, dringenst eine Therapie nötig haben… Bitten wir
Gott für ihre Seelen, dass er sie reinige und ihnen helfe, sich von ihren Lastern und eingeengtheiten
zu befreien.
@Montfalcone – K-Dome ein Haus Gottes?? Wenn der Hohe Dom nur ein „Gemäuer“ wäre, wäre das nebenbei
gesagt kein Problem, ist er aber nicht, sondern Haus Gottes und Abbild des Himmlischen Jerusalem, Schrein
der Hl. Drei Könige und noch einiges mehr… Nun, mal genauer hingesehen WAR der K-Dom(e) das Haus Gottes.
Es ist durch eine Unzahl von Sakrilegien doch entweiht! Auch ein Meissner hat leider seinen Teil dazu
beigetragen: Faschingsmesse im K-Dom wodurch der K-Dom zum K-DOME wurde. Ja, hier-und-da schimmert noch
ein Reststück des „himml. Jerusalems“ durch. Die hlg. 3 Könige drehen sich im Schrein um, würde der
Deckel offen sein, könnte man sie ob der Entwürdigungen kotzen sehen ob der ganze Blasphemie! Der K-Dom
wird bei der bald kommenden 3-tägigen Finsternis / Warnung in Schutt und Asche sinken!
Mir scheint, daß Montfalcone (Gruß!) auch hier recht hat – die Außenwirkung der Kathedrale war im Mittelalter
sehr wohl berechnet. Der Normalfall war, daß man die Kathedrale (wie in Chartres oder eben auch Köln)
schon von weit her sah – über Chartres sagen die Franzosen: „am Horizont ganz nah“. Dann ging man durch
die engen Gassen, sah die Kathedrale nicht, stand urplötzlich und unerwartet vor ihr und staunte. Ich
durfte das ganz ursprünglich in Siena, dem gotischen Traum, dankbar erleben, in Chartres klappt’s auch,
wenn man von Süden kommt. Es trifft zu, daß die Südseite des Kölner Domes recht unglücklich behandelt
worden ist, Weyrich hatte keine so geschickte Hand. Insofern scheint mir das neue Fenster ein Schritt
in die richtige Richtung. Und doch: die Weigerung, etwas figürlich und natürlich darzustellen, ist typisch
für heute. Man fragt sich, ob man das als Dokumentation des noch herrschenden Geistes stehen lassen kann
wie die banalen Fußballerstatuen oben (da sieht man sie wenigstens nicht) oder den seltsamen Volksaltar
vor dem Lettner in Xanten. Bei aller Wirkung: ich bleibe bei diesem Fenster sowohl durch die Außen- wie
durch die Innenwirkung verstört, und ich meine, daß das nicht unbedingt die Wirkung eines Kirchenfensters,
eines Kirchenraumes sein sollte – vor allem nicht bei der „vollkommenen gotischen Kathedrale“. Wie dem
auch sei: wir werden damit leben müssen.
#54 Mr. Poppins 18:02:57 | Dienstag, 28. August 2007
mir gefällt das Fenster! Natürlich fehlt mir der Sachverstand und ich bin kein Kunstexperte! Muss aber
auch nicht sein. Sentinel ist auch keiner, und laut Asphyxs blog ist seine „Freundin Asphyx“ nicht nur
ein Schamane, sondern auch ein MANN! (Das mit David Berger als Schuldiger am Domfenster war eine SATIRE,
lieber Asphyx! Nicht immer alles so heiß essen, wie gekocht.)
#53 Montfalcone 17:11:21 | Dienstag, 28. August 2007
@Benedikt: In Frankreich gibt es einige gotische Kirchen, die von außen betrachtet eher einen Festungscharakter
haben und fast ein wenig abweisend wirken. Doch betritt man ihr Inneres, so weiß man sofort, was mit
dem steinernen Sursum corda gemeint ist… Ich weiß, was Sie meinen, kenne solche Kirchen auch – nicht
nur in Frankreich – und stimme Ihnen zu, daß das eine herrliche Wirkung haben kann. Aber hier ist der
Fall anders, wie ich weiter unten schrieb: Die Farbtäfelchen sind mit Silikon auf Sicherheitsglas geklebt –
angeblich hätte die problemlos durchführbare Bleiverglasung „gestört“. Vom Roncalliplatz aus sehen
Sie also ein sehr großflächiges, meist sehr dunkles Fenster, das extrem glatt und spiegelnd, plastikhaft
wirkt. Insofern beeinträchtigt es meiner Ansicht nach die Südquerhausfassade des Domes ganz erheblich
und völlig unnötig. Die plane, dunkle, dennoch laute Fläche bricht in die Gesamtwirkung dieser wesentlichen
Perspektive vielleicht noch mehr als die elenden Mataré-Türen. Sie wirkt wie der Einbruch des Kommerzes,
weil sie mich eher an ein Stilelement aus einer neuen Bank oder einem Gebrauchtwagentempel erinnern –
oder dem neuen Turm gegenüber auf der Schääl Sick. Ich denke, hier hat man sich einfach zu wenig Gedanken
gemacht und vorher keine Versuche angestellt; ich mag eigentlich nicht glauben, daß das ein absichtlicher
Effekt war, um den Dom von außen zu verhäßlichen, auf daß er von innen umso mehr dem Himmlischen Jerusalem
ähnele.
@ Montfalcone: Zur Wirkung nach außen Das äußere des Fensters kenn ich zwar nicht, dennoch möchte
ich mir eine Bemerkung erlauben: In Frankreich gibt es einige gotische Kirchen, die von außen betrachtet
eher einen Festungscharakter haben und fast ein wenig abweisend wirken. Doch betritt man ihr Inneres,
so weiß man sofort, was mit dem steinernen Sursum corda gemeint ist…
#51 Montfalcone 16:46:18 | Dienstag, 28. August 2007
@Maurice Corvisier: Vielen Dank für Ihren Beitrag! Am Eindrucksvollsten war am Samstagmittag in der Tat
auch für mich der Weihrauchritus vor dem durch die Sonne erstrahlenden Fenster, zu dem nur die für diesen
Anlaß komponierte Klanginstallation des Domkators nicht recht passen wollte. Nein, es hätte für mich
nicht Gregorianik sein müssen – die vorherige Musik von Th. Gabriel, *1957, war sehr passend, und Brahms
auch („Warum ist das Licht gegeben“). (Was für die Ultramodernisten natürlich den Kitschverdacht nahelegt…)
Überhaupt war der sich um Lichtmetaphysik drehene Gottesdienst schön überlegt und recht gut durchgeführt,
wenn auch die Predigt von Domkapitular Pälat Sauerwein deutlich übertrieb und, wie schon gesagt, für
mich zuviel in Richtung neue Kleider des Kaisers ging. Insofern bejahe ich Ihre Frage zum – zumindest
potentiellen – spirituellen „Mehr“ des Fensters durchaus, zumal in seiner Wirkung – ob es die Absicht
war, sei dahingestellt, aber Richter ist m.E. nicht nur ein sogenannter Künstler. Es erinnerte mich in
der Wirkung auf mich schon etwa an Chartres oder Marburg. Dennoch aber bleiben Fragen offen, denn der
Dom entfaltet z.B. seine Wirkung, immer schon, bewußt auch nach außen. Hinzu kommt, daß mich das Negieren
der bloßen Möglichkeit konkret-figürlicher zeitgenössischer Kunst – auch hier – außerordentlich stört,
ebenso wie das Handwerkliche, noch mehr aber das bewußte Abwehren eines Fensters mit Märtyrern unserer
Zeit – für mich liegt etwas ausgesprochen Dunkles in diesem Akt…
@ Pascal123 Meisner hätte das Fenster doch auch selber bezahlten können Das habe ich mit keinem Wort
gesagt. Sie haben um 14:48 gefragt, ob Herr Meisner das Fenster denn nicht hätte selber bezahlen können,
er habe ja genug Geld. Aus den Kontext heraus lässt das keinen anderen Schluss zu als oben zitierten.
Ich meinte eigentlich warum er sich überhaupt dazu geäußert hat. Was ist daran ungewöhnlich, wenn
sich ein Bischof zu einem Fenster äußert, dass in seiner Bischofskirche eingebaut wird? Wenn Sie den
Artikel inzwischen gelesen haben werden Sie ja wissen, dass dies keineswegs gegenüber der Presse erfolgte.
Aber es passt ins Bild das Ihm das Fenster nicht gefällt, mein Gott ist das modern Lol, in welches Bild
denn? In das von Ihnen hier gezeichnete Zerrbild, bar jeder Sach- und Personenkenntnis? Sie verstehen
anscheinend nicht was ich will aber gut. Allerdings nicht. Das ist bei diesen Widersprüchen und grotesken
„Vorwürfen“ auch entschuldbar. Herr Meisner bekommt aber nur sein Geld weil anderen Ihre Arbeitskraft
zur verfügung gestellt haben. Meisner verdient sein Geld auch durch Arbeit. Sie offenbaren weiteres Nichtwissen,
Vorurteile, Klischees. Würde niemand Kirchensteuer auf seinen Lohn zahlen könnte Herr meisner sich nicht
die butter aufm Brot leisten. Wissen Sie, was vielen Arbeitern ohne die anderen Steuerzahler blühen würde?
Die für Kilometerpauschale, Kindergeld etc aufkommen? sonder wofür andere arbeiten gegangen sind. So
ein Quatsch. Die haben das selbst erarbeitet.
Pardon, bitte: der dritte Satz sollte eigentlich werden: „Der Lichteinfall durch diese riesigen Fenster
war ihm beim Hochamt, besonders wenn das Licht den aufsteigenden Weihrauch bunt einfärbte, eine Bestätigung
für die Existenz und Gegenwart Gottes, sowieso eine Gewißheit.“
#48 landorganist 15:52:22 | Dienstag, 28. August 2007
Sie haben wirklich merkwürdige Ansichten! Meinen Sie nicht, dass auch ein Kardinal für sein Gehalt arbeitet?
Vielleicht sollten Sie sich mal nach dem Arbeitsalltag eines Kardinals oder Bischofs erkundigen. Da käme
manch ein Manager mit Millionengehalt wahrscheinlich ins Schleudern.
Schade, daß sich die Diskussion um das neue Fenster nun auf rein Materielles und irgendwie auf Sozialneid
eingrenzt – es gäbe so viel mehr zu sagen. Montfalcone hat völlig zu recht auf die Lichtmetaphysik des
Mittelalters verwiesen: der ma.-Mensch meinte, Licht sei Strahlung aus dem Paradis, insbesondere Gold
sei der Widerglanz Gottes. Der Lichteinfall durch diese riesigen Fenster war ihm beim Hochamt, besonders
wenn das Licht den aufsteigenden Weihrauch bunt einfärbte, die Existenz und Gegenwart Gottes eine Gewißheit.
Deshalb ist der Hohe Dom, die vollkommenste gotische Kathedrale, viel mehr als ein Versammlungs- und Bethaus
der Gemeinde: sie ist ein theologisches Programm, dessen tiefen Gründe sich den heutigen Menschen kaum
noch erschließen. Alle gotischen Dome haben das. Reims ist eine Marienkirche und hat ganz wunderbare
diesbezgl. Symbolik; St. Viktor Xanten zeigt noch heute wunderbar des Gerdanken des im Thronsaal versammelten
Könighofes, usw. usf. Ich meine, so sollte man dann auch an das neue Fenster herangehen: entspricht es
dem Gedanken, dem Programm dieser wunderbaren Kirche? Ist es das Strahlen Gottes aus dem Paradis? Ist
es eben dieses „Mehr“ als nur eine umwerfende Wirkung? Und ich meine auch, daß eine Zeit, die so unendlich
viel reicher und technisch zu so viel mehr in der Lage ist als das kath. Mittelalter, sich selbst kritischer
betrachten müßte als sie es tut, wenn man ihre (gerade kulturellen!!) Leistungen mit denen einer zu
unrecht mißachteten, wohl bewußt mißdeuteten Zeit vergleicht.
#46 Pascal123 15:47:23 | Dienstag, 28. August 2007
@Bene Meisner hätte das Fenster doch auch selber bezahlten können Das habe ich mit keinem Wort gesagt.
Aber ruhig alles verdrehen. Ich meinte eigentlich warum er sich überhaupt dazu geäußert hat. Da er
soviel anderen Sachen zu tun hat, die bestimmt wichtiger als das Fenster sind.Aber es passt ins Bild das
Ihm das Fenster nicht gefällt, mein Gott ist das modern, ui ui ui. Sie verstehen anscheinend nicht was
ich will aber gut. Wenn der Arbeiter Gehalt bekommt, dann bekommt er das von seinem Chef gezahlt, dafür
ist er ja arbeiten gegangen, mit seiner Arbeit oder Dienstleistung hat er Ertrag eingebracht. Herr Meisner
bekommt aber nur sein Geld weil anderen Ihre Arbeitskraft zur verfügung gestellt haben.Würde niemand
Kirchensteuer auf seinen Lohn zahlen könnte Herr meisner sich nicht die butter aufm Brot leisten. Herr
Meisner wie auch andere Würdenträger und Politiker beziehen Geld was Ihnen selber nicht gehört, sonder
wofür andere arbeiten gegangen sind. Von daher macht das schon einen unterschied ob ich von meinem eigenem
erarbeitetem Geld etwas spende, oder nur etwas spenden kann weil andere arbeiten gehen, damit ich was
spenden kann.
@ Pascal123 Hier treten alle als moralisches Gewissen auf nur wenn es gegen die RKK geht ist das natürlich
nicht erlaubt. Sie treten gar nicht als moralisches Gewissen gegen die Kirche auf: Sie haben hier lediglich
eine Reihe von krampfhaft konstruierten Scheinargumenten aufgeboten, die Kritik um ihrer selbst willen
offenbart. Erst werfen Sie Meisner den Einbau des Fensters vor, obgleich dieser damit nichts zu tun hat.
Dann kritisieren Sie, dass dafür Steuergelder verprasst wurden. Als Ihnen erklärt wurde, dass das Fenster
von Spenden bezahlt wurden kritisierten Sie auch dass und meinten, Meisner hätte das Fenster doch auch
selber bezahlten können. Finden Sie nicht auch, dass das ein klein wenig absurd ist, was Sie da bringen?
Also wenn Herr Meisner arbeiten ginge in einer Fabrik und dann von seinem Gehalt was spendet, dann wäre
das eine spende. Da er aber vom Geld anderer Leute bezahlt wird, ist das keine mildtätigkeit. Das ist
doch Quatsch. Man wird immer mit Geld entlohnt, dass anderen vorher gehört hat. Auch ein Fabrikarbeiter.
Doch nach der Entlohnung gehört es diesem, und wenn er es mildtätig weggibt, dann sit dies eine Spende,
so wie es bei jedem ist, der sein Geld so einsetzt. Ihr krampfhaftes Suchen nach irgendeinem Kritikpunkt
wird hier völlig fehlschlagen. Sie bringen nur weitere peinliche Vorschläge: Warum nimmt dafür keine
Kirchensteuern. Genau das haben Sie eben noch als „Prasserei“ kritisiert? Merken Sie denn nicht, dass
Sie sich verrannt haben?
#44 Pascal123 15:20:53 | Dienstag, 28. August 2007
@Bene Woher nehmen Sie angesichts eines solchen Verhaltens noch die Berechtigung her, hier als moralisches
Gewissen aufzutreten? Kehren Sie mal vor Ihrer eigenen Tür. Hier treten alle als moralisches Gewissen
auf nur wenn es gegen die RKK geht ist das natürlich nicht erlaubt. Also wenn Herr Meisner arbeiten ginge
in einer Fabrik und dann von seinem Gehalt was spendet, dann wäre das eine spende. Da er aber vom Geld
anderer Leute bezahlt wird, ist das keine mildtätigkeit. Wobei ja noch zu klären wäre ob er spendet.
Und bei Frau Merkel verhält es sich ähnlich. Sie bezieht Ihr Geld von unseren Steuer, wenn Sie das Geld
wieder spendet, ist das nicht wahre mildtätigkeit. Ob Herr Meisner 370.00 Euro auf dem Konto hat, weiß
ich nicht habe ich auch nicht behauptet zu wissen und war auch nicht die frage. Er sollte das Fenster
ja nicht aus seiner eigenen Tache bezahlen, verlangt ja keiner. Aber extra dafür zu spenden?? Warum nimmt
dafür keine Kirchensteuern. Dann könnte sich später wenigsten keiner künstlich aufregen.
@ Pascal123 Sie wollen mir doch nicht wirklich erzählen das Kardinal Meisner wenn er das Fenster wirklich
nicht gewollt hätte, nicht auch hätte verhindern können. Doch das will ich Ihnen erzählen. Da Sie
hier in offensichtlicher Unkenntnis der Beziehungen zwischen Domkapitel und Bischof argumentieren wird
es Ihnen auch nicht gelingen, das zu widerlegen. Natürlich kenne ich nicht die Konto Auszüge Somit war
Ihre Aussage unten eine reine Behauptung bar jeder Kenntnis. Woher nehmen Sie angesichts eines solchen
Verhaltens noch die Berechtigung her, hier als moralisches Gewissen aufzutreten? Kehren Sie mal vor Ihrer
eigenen Tür. Von wem bekommt er sein Geld?? Wenn er es später wieder spendet ist das nicht wohltätig,
sondern er gibt es nur denen zurück die Ihm es gezahlt haben. Langsam wird Ihre Argumentation völlig
absurd. Erstens spendet er kein Geld an jene, die sein Gehalt bezahlen und zweitens wäre es selbst dann
eine Spende, denn das empfangene Gehalt ist erworbenes Eigentum. Zurückgeben kann man nur was man nicht
selber besitzt. Aber nach Ihrer Argumentation zahlt Frau Merkel ja auch keine Steuern – sie gibt dem Staat
nur ein bißchen davon zurück, was sie von ihm erhalten hat, gell? Au Backe. Auch eigentlich schlimm
das dafür gespendet werdenmuß Ach, das passt Ihnen jetzt auch wieder nicht? Woher wissen Sie, dass Meisner
ein Privatvermögen von 370.000 Euro hat? Ihre „Kritik“ ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Das
ist Kritik um der Kritik willen – bar jeglicher Substanz.
#42 Montfalcone 15:03:11 | Dienstag, 28. August 2007
@Pascal123: Ihr Vulgärsozialismus ist so wirr und simpel, daß ich denke, er ist als Neckerei gemeint;
ernst nehmen kann das niemand. Den Leuten vorzuschreiben, wie sie spenden wollen, wäre bizarr und kontraproduktiv,
und, nochmal: S. Em. Kardinal Meisner hat im Dom wenig zu sagen. Ihm gefällt das Fenster aus sehr guten
Gründen nicht, und zwar weder weil er eine „Kitschfigur“ lieber wollen würde noch weil das Fenster ohne
ästhetische Qualität wäre. Hinzu kommt, daß die Finanzierung von Kirchen, Kirchenausstattung usw.
sehr gute Tradition hat und ausgesprochen sinnvoll und würdig ist. Zudem: Wie hätte man aufgejault,
wäre das Fenster durch die Kirche, also „durch Kirchensteuern“ finanziert worden! Im Übrigen wird die
Hohe Domkirche generell zum übrwiegenden Teil durch den bürgergesellschaftlichen, nichtstaatlichen ZDV
finanziert. @Manuela: Wenn Sie keine Rolle einer Kirche außer Architekturtourismus-Attraktion und Bethaus
sehen, denke ich mal, daß Sie nicht katholisch sind. @Stimme: Auch wieder diese verallgemeindernde tertium
non datur- Rhetorik – halten Sie das für hilfreich? Der Hohe Dom zu Köln ist auch wegen seiner Neogotischen
Elemente berühmt und bedeutend, und das Niedermachen der Neogotik (oft auch aus antikirchlichem Impetus
und weil er „den Leuten gefäll“) ist seit den 1980ern doch selbst unter Kunstgeschichtlern out. Und woher
wissen Sie denn, daß es keine anspruchsvolle, zeitgenössische konkrete Kunst gibt? Das Gegenteil ist
der Fall.
#41 Pascal123 14:48:10 | Dienstag, 28. August 2007
Ihr Beitrag ist eine einzige Peinlichkeit Ihr Beitrag ist eine einzige Peinlichkeit Gucken Sie mal da
bin ich doch in guter Gesellschaft. Sie wollen mir doch nicht wirklich erzählen das Kardinal Meisner
wenn er das Fenster wirklich nicht gewollt hätte, nicht auch hätte verhindern können. Natürlich kenne
ich nicht die Konto Auszüge des guten Herrn Meisner. Von wem bekommt er sein Geld?? Wenn er es später
wieder spendet ist das nicht wohltätig, sondern er gibt es nur denen zurück die Ihm es gezahlt haben.
Auch eigentlich schlimm das dafür gespendet werdenmuß, hatHerr Meisner nicht genug Geld um das selber
zu Finanzieren. Hat doch schliesslich genug.
@ Pascal123 Hat Kardinal Meisner keine anderen Probleme zu bewätigen als sich über ein glasfenster aufzuregen.
Unsinnige Frage. Es gibt immer auch andere Probleme, warum sollte einen das von einer Meinungsäußerung
abhalten? Haben Sie keine anderen Probleme, als sich hier über Kardinal Meisner aufzuregen? Gibt es in
Köln nicht genug was es z ändern gilt, wie wäre es einmal sich mit den menschen zu unterhalten Ihren
Problemen zu zuhören und Ihnen zu helfen Ach glauben Sie, dass die Kirche in Köln nicht sozial engagiert
ist? Vor seiner Domtür sitzen Obdachlose die nicht wissen was Sie essen sollen, uns Sie lassen sich ein
Kirchenfenster für mehrere 100.00 Euro einbauen. Wenn das nicht Hochmut und Völlerei ist was dann. Kardinal
Meisner wollte das Fenster nicht und konnte seinen Einbau auch nicht verfügen. Er ist nicht der Hausherr
im Dom. Wie Sie bereits richtig andeuteten, wollte er das Fenster gar nicht. Wieso behaupten Sie nun,
er habe es einbauen lassen? Und: Das Fenster wurde von Spenden bezahlt. Mit Hochmut und Völlerei hat
es ohnehin nichts zu tun, schlagen Sie die Begriffe lieber mal nach. Er verprasst Kichensteuern für die
andere Leute hart arbeiten Wie gesagt: Spenden. Informieren Sie sich lieber mal. und beschwert sich dann
noch das nicht Märtyrer auf den Fenstern auf die Gläubigen herrunter heule Das wissen Sie woher? Woher
wissen Sie, wofür Meisner sein Gehalt hergibt? Haben Sie seine Kontoauszüge? Ihr Beitrag ist eine einzige
Peinlichkeit.
#39 landorganist 13:07:46 | Dienstag, 28. August 2007
@Pascal123 Fertig? Alle Stammtischparolen abgesondert? Was soll das? Wissen Sie, was Kardinal Meisner
mit seinem Gehalt macht? Wissen Sie, ob er sich nicht für wohltätige Zwecke einsetzt? Ich bin sicher
kein Freund des Kardinals, aber solch plumpe Angriffe hat er nicht verdient. Das Gute dem Nächsten zu
tun heißt nicht gleichzeitig, dass man selber in Sack und Asche gehen muss. Ich bin der Überzeugung,
dass der Kardinal das Fenster hätte verhindern können, wenn er es wirklich gewollt hätte. Das er es
nicht mag und trotzdem zugelassen hat, spricht für ihn.
#38 Pascal123 12:56:59 | Dienstag, 28. August 2007
einziges Problem Hat Kardinal Meisner keine anderen Probleme zu bewätigen als sich über ein glasfenster
aufzuregen. Gibt es in Köln nicht genug was es zu ändern gilt, wie wäre es einmal sich mit den menschen
zu unterhalten Ihren Problemen zu zuhören und Ihnen zu helfen, anstelle sich über ein Glasfenster aufzuregen.
Vor seiner Domtür sitzen Obdachlose die nicht wissen was Sie essen sollen, uns Sie lassen sich ein Kirchenfenster
für mehrere 100.00 Euro einbauen. Wenn das nicht Hochmut und Völlerei ist was dann. Demut sollte man
Ihn lehren, das es Ihm nur so in den Ohren klingelt. Er verprasst Kichensteuern für die andere Leute
hart arbeiten gehen und beschwert sich dann noch das nicht Märtyrer auf den Fenstern auf die Gläubigen
herrunter heulen. Er sollte morgens aufstehen sich für sein sorgenfreies Leben danken, das er durch die
Arbeit andere führen kann. Er sollte die Kölner Tafel ünterstützen und dort bei der Essensausgabe
helfen. Das hätte Jesus getan. Also Her Kardinal Meisner umkehr zu den wahren Werten Gottes Nächstenliebe
und Demut gegenüber Gott sollten sie leben und lehren. Und sich nicht mit Kirchenfenstern aufhalten
@montfalcone genau, die Schönheit alter Fenster. Heute ist aber heute, und ich halte es nicht für erstrebenswert,
nur altes nachzuäffen. Der Dom ist kein Disneyland. Ein Fenster heute kann durchaus die heutige Zeit
widerspiegeln. Ob es jetzt abstrakt sein muss, darüber kann man streiten, aber eine moderne figürliche
Darstellung hätte den traditionalistischen „Kunstfreunden“ sicher ebensowenig gefallen, da die erfahrungsgemäß
nur billige Barocknachäffungen als sakrale Kunst akzeptieren. Am besten wäre es sicher gewesen, man
hätte ein Originalfenster aus der Gotik gefunden, aber der Kölner Dom ist ja nur ansatzweise aus dieser
Zeit.
#35 Montfalcone 11:29:10 | Dienstag, 28. August 2007
@ManuelaTheresia: Ein Dom, und gerade der Hohe Dom zu Köln, ist nicht nur ein Bethaus – wir sind doch
hier nicht bei den Baptisten oder Quäkern! @Stimme der Vernunft: Der Link von Rainer.Tobak zeigt sehr
schön den Reichtum, die Ästhetik, die Würde und Schönheit der alten Glasfenster, eines Höhepunktes
nicht nur abendländischer, nicht nur sakraler Kunst, am Beispiel des Kölner Doms. Es ist ein billiger
rhetorischer Trick (so etwa à la Dombaumeisterin), implizit zu behaupten, die einzige Alternative zu
computergenerierter Abstraktion seien figürliche Kitschbildchen. (Auch wenn, und das sei hier einmal
angemerkt, in Topos und Verachtung des „religiösen Kitsch“ und der gesamten Volksfrömmigkeit eine Verachtung
des „gemeinen Volkes“ liegt, wie sie wirklich nur der saturierten Salonlinken entspringen kann…)
Das Fenster … … von St. Michael sieht zum einen besser aus als das vom kölner Dom, zum anderen ist
es auch bedeutend besser verarbeitet. Allein der kleine Farbabweichungsfehler im linken oberen Quadranten
des Fensters, deutet darauf hin, daß die entsprechenden Mosaiksteine nicht auf Halde produziert wurden,
sondern so verbraucht, wie sie gerade anfielen. Leider wird dadurch das gesamte Kunstverständnis des
Fensters gewaltig betrübt, da die ungefähre mittlere Quersumme aller Teile nicht mehr erreicht wird,
da wir links oben eine Abweichung wahrnehmen. In der rechten Mitte, mittlerer Quadrant zur Mitte hin,
genau derselbe Fehler. Auch hier weicht ein kleines Mosaikteilchen von der generischen Regel ab. Abermals
wird der Geist dadurch verwirrt. Und dann das gleiche noch einmal im Fenster, diesmal jedoch in der rechten
unteren Ecke, rechter unterer Quadrant. Hier ist ein Mosaikstein blau, wo er doch, folgen wir der Farbenlehre,
grün sein müßte. Ein Künstler nennt so etwas Kunst – ein schlechter Kunstkritiker nennt diese Kunst
entartet, als Kunstsachverständiger mit 30 Jahren Erfahrung muß ich persönlich zugeben, daß mir das
Fenster nicht gefällt. Doch die Fehler machen es sehenswert, deuten sie doch die Fehlbarkeit Gottes an!
„Ausriß aus dem bamberger Boten heute Morgen!“
Auf ein ordentliches Domfenster gehört eine schmachtende Madonna, umgeben von feisten Puttos die aussehen
wie Erzbischof Haas als Baby, man muss den Schmalz förmlich triefen sehen und vom bloßen Ansehen müssen
einem ob der Süßlichkeit die Zähne pelzig werden. Das ist dann echte Traditionalistenkunst.
#30 engelhardt † 10:43:06 | Dienstag, 28. August 2007
Sogenannter Künstler…? Wusstes’t Du’s nicht? Kuenstler sind nur solche, die keine entartete Kunst produzieren.
Letztendlich waren da wohl mal wieder die schwulen Freimaurer von der V2-Sekte am Werk. Oder die genozidialen
Talmud-Juden.
Hässlich… …ist das Fenster sicher nicht! Allerdings verstehe ich die Diskussion, die hierüber geführt
wird, ehrlich auch nicht so ganz! Sollte der Kölner Dom nicht in erster Linie der Gemeinschaft der Christen
dazu dienen, schlichte und würdige Gottesdienste zu feiern?! Warum regt sich der Herr Kardinal dann so
auf, über das Fenster?! Es sollte doch einerlei sein, ob es nun seinen Vorstellungen entspricht oder
nicht! Meinungen können schließlich verschieden sein, ob es dabei nun um ein Fenster, eine Tür oder
sonst was geht…
#28 landorganist 09:48:34 | Dienstag, 28. August 2007
Meine Feststellung, dass das Thema nichts hergäbe bezieht sich auf den durchsichtigen Versuch von +net
mal wieder irgendwelche Konflikte aufzubauschen und das ganze am Ende dem Konzil oder dem NOM oder sonst
wem anzukreiden. Das über Kunst diskutiert und möglicherweise auch gestritten wird, ist gut und richtig.
Erst recht wenn sie sich an einer solcher exponierten Stelle ereignet. Allerdings setzt eine solche Diskussion
auch die Auseinandersetzung mit dem Werk voraus und nicht ein blindes Losplappern wie wir es hier immer
erleben. Ich erinnere nur an den gläsernen Altar neulich. Ps. Ich habe das Fenster selber noch nicht
gesehen, könnte mir aber vorstellen, dass es durch sein Farbenspiel im Raum eine unglaubliche Wirkung
hat.
#26 Montfalcone 08:37:04 | Dienstag, 28. August 2007
@landorganist: „Dieses Thema gibt doch wirklich nichts her.“ – „Und das über Kunst gestritten wird, ist
völlig legitim“ Was denn nun? Das Thema gibt eine Menge her, und gerade weil das Fenster in vielerlei
Hinsicht nicht schlecht ist – rein ästhetisch von innen, lichtmetaphysisch im Kontext – gibt es die Möglichkeit
zu einer besonders differenzierten Diskussion zum Thema Kunst und Glaube heute!
#25 landorganist 08:31:55 | Dienstag, 28. August 2007
Und wieder zerreißen sich die allwissenden Tradis die Mäuler über etwas, was sie selber noch nicht
einmal gesehen haben. Dieses Thema gibt doch wirklich nichts her. Da gibt es ein Domkapitel, dass sich
mit großer Mehrheit für diesen Entwurf entschieden hat. Dann gibt es einen Kardinal, der den Entwurf
ablehnt, aber dennoch zulässt, dass er verwirklicht wird. Das zeugt doch von Größe. Und das über Kunst
gestritten wird, ist völlig legitim, solange es nicht zu dümmlichen Vorverurteilungen kommt wie in diesem
Forum.
#23 Rainer Tobak 08:13:03 | Dienstag, 28. August 2007
montf. Und die Lawine lobender Literatur, die auf uns hereingebrochen ist, von Büchern über Predigten
bis zu Zeitungskommentaren, hat in der Tat ein wenig einen Touch von des Kaisers neuen Kleidern. Danke
für diese treffenden Worte, Montfalcone! Ganz ähnlich steht es mit jenen modernen Gotteshäusern, die
zwar Architekturtouristen anziehen, Beter und Gottesdienstbesucher aber in die Flucht schlagen! Man fragt
sich: für wen und für welchen Zweck sind diese Häuser denn gebaut worden, wenn nicht für die Beter
und zum Beten…
so schrecklich hässlich … … finde ich es gar nicht. Aber es hat keine Aussage, und das ist ja auch
eine Aussage. Vom Niveau her ist es sicher keine Kunst, eher Kunsthandwerk – das kann ja jeder.
#21 Montfalcone 08:04:22 | Dienstag, 28. August 2007
Häßlich ist das Fenster sicher nicht, zumindest nicht von innen (von außen schon, gerade im Kontext).
Kirchenfenster sind durch kleine Pixelbildchen nicht zu beurteilen; man müßte sich schon in den Dom
bemühen. Nein, das Problem mit dem Fenster liegt nicht in seiner Ästhetik, sondern u.a. – im plumpen
Abqualifizieren figürlicher zeitgenössischer Kunst – dadurch im Abwürgen eines kontemporären Märtyrerfensters
– in seiner Wirkung von außen – in seiner handwerklichen Machart – in der Übernahme des readymade Und
die Lawine lobender Literatur, die auf uns hereingebrochen ist, von Büchern über Predigten bis zu Zeitungskommentaren,
hat in der Tat ein wenig einen Touch von des Kaisers neuen Kleidern. Wenn der Hohe Dom nur ein „Gemäuer“
wäre, wäre das nebenbei gesagt kein Problem, ist er aber nicht, sondern Haus Gottes und Abbild des Himmlischen
Jerusalem, Schrein der Hl. Drei Könige und noch einiges mehr…
ist das hässlich! sieht aus wie Abfällen aus einer DDR-Glasfabrik! Gott sollte wohl etwas gefälligeres
zustehen – was darüber hinaus auch dem Bauwerk angemessen ist. Aber vielleicht ist der Gemäuer ja auch
über eine Leasingfirma von Meissner geleast – da können schon mal solche groben Schnitzer passieren!
Oder Hat Meissner in seiner Kirche nicht mehr zu sagen?
@Mr Poppins Wollen Sie jetzt wirklich noch behaupten, der unbescholtene, rechtschaffende dr. Dr. David
Berger wäre an diesem Verbrechen von Fenster Schuld? Sie sind mir ja ein ganz schlimmer! Nein, ich fühle
mich von Asphyx nicht angesprochen, solange Sie nicht direkt neben mir sitzt. Aber dies begreifen Sie
bestimmt nicht! Träumen Sie ihre Vaterlandsträume bitte alleine weiter. Hier sind Menschen, die sich
für das Christliche in unserem Leben einsetzen – also auch gegen die Abtreibung sind! Sind sie Abtreibungsgegner?
Oder Abtreibungsgegnergegner?
#18 Mr. Poppins 00:38:37 | Dienstag, 28. August 2007
oh, Sie fühlen sich mit Asphyx angesprochen?? Schon klar! Wer hat denn was von Rassen gesagt?? Und wohnt
Universalsündenbock David Berger nicht auch in Köln? Wenn der nicht schuld war!!
@Mr Poppins Das haben jetzt Sie geschrieben – ein so rassistisches Lügenschwein bin ich nicht! Aber bitte,
wenn Sie unbedingt den unbescholtenen Homosexuellen die Schuld für alles geben wollen – tun Sie sich
keinen Zwang an! Aber ich vergaß, bei ihrer klassifizierten Psychose ist die Wahrheitwahrnehmung eh getrübt!
Also hetzen Sie ruhig weiter – Gott wird sie dafür bestrafen – für ihr unchristliches Verhalten!
Zum Fenster Es sieht einfach nur schrecklich aus – und ja, die Quersumme der Farbwerte ergibt am Ende
der Rechnung 0 !!! Erschreckend – aber leider wahr! So was liebe ich, wenn man eine Kirche (am besten
einen Dom) dadurch komplett verhunzt, in dem man dort keine ordendlichen Bilderfenster unterbringt, sondern
nichtssagenden, teuren Scheiß! Mein Gott, daß Bild hätten auch 10 Hartz IV-Empfänger in 5 Jahren von
Hand zusammenkleben können. [Ach ja, vergaß ich – es waren 10 Hartz IV-Empfänger, die es im Verlauf
von 5 Jahren zusammen klebten.] Genauso sieht es nämlich leider aus!
wohl eher eine Küchenschürze von Grossmutter? Da haben die Kirchenverantwortlichen und Sponsoren wieder
ein schönes Meisterstück in Szene gesetzt. Sieht echt scheuss aus.
#13 Montfalcone 23:17:41 | Montag, 27. August 2007
Mataré-Türen, nicht Fenster, pardon! Mataré hatte übrigens gefordert, die ganze Südquerhausfassade
„leerzuräumen“, also vom neogotischen Figurenschmuck zu „befreien“, damit seine Türen besser wirken
sollten… glücklicherweise ist man darauf nicht eingeganen (d.h. das Domkapitel; den damaligen Dombaumeister
hätte das sehr gefreut; er hat ja auch die kaum beschädigte Marienkapelle „abtragen“ lassen). Die teilweise
noch heute vorhandene Abschätzigkeit gegenüber der Neogotik (die ja den Modernisten schon deswegen so
verhaßt ist, weil sie den Menschen gefällt) hat ja auch Parallelen in dem ganzen Diskurs zum Thema „warum
figürliche Kunst 2007 nicht mehr möglich ist“…
Meisner hat es besser als seine Vorgänger Erzbischof Meisner soll sich nicht beklagen. Er darf wenigstens
in seiner Bischofsstadt wohnen – das durften jahrhundertelang seine Vorgänger nicht – und mußten ins
lebensfrohe Exil nach Bonn. Die Meinung des Kardinals zu dem Fenster wiegt nicht schwerer wie die eines
jeden anderen Kölners auch. Der Erzbischof hat in der Bischofskirche nichts zu sagen und ist nur Gast
dort. Hausherr ist das Domkapitel… eine schlimme Entscheidung dieser Pastoralsynode in den Vor-68er-Jahren.
#11 Montfalcone 21:44:38 | Montag, 27. August 2007
… Fortsetzung: Was hochproblematisch ist, ist die ganz kurze Perspektive der silikongeklebten Fenster –
40-50 Jahre! Von außen sieht das Sicherheitsglas auch ganz entsetzlich aus, passend zu den Mataré-Fenstern;
es würde den Roncalli-Platz (der eigentlich dem ZDV gehört) ruinieren, wenn da noch etwas zu ruinieren
wäre! Immerhin geht man so schnell weiter und unterliegt nicht der Gefahr, vom örtlichen Skatergesindel –
das dort bewußt geduldet wird! – überfahren zu werden! Schon zu den Kommentaren: Es ist wirklich intellektuelle
Hybris, zu behaupten, es würde keine anspruchsvolle figürliche moderne Kunst geben. Natürlich gibt
es sie, auch bei Richter selbst (was hing denn von ihm auf der documenta?), und zu behaupten, das sei
nicht der Fall, spricht lediglich von Ignoranz. Und das ist auch so bei der modischen Galeriekunst – was
malt denn Neo Rauch, bitte? Und zur Vergänglichkeit: Bleiben unsere Gesetze, wie sie sind, wird das Fenster
nie wegnehmbar sein – wie die neobrutale Orgelempore, der gräßliche Dachreiter mit seinen Sparkassenkunst-Engeln
usw. Und schließlich noch dieser Gedanke: Das Richter-Fenster wird sicherlich noch mehr Touristen anziehen,
aber wollen wir das? Noch mehr Gaffer in Shorts und basecap, die mampfend und saufend und rauchend (gibt’s
alles!) sich durch den Hohen Dom wälzen und die Domschweizer so terrorisieren, daß diese froh sind,
am Abend unbeschadet nach Hause gekommen zu sein? Da ist der Kardinal zu loben, der den Dom doch zuerst
als Haus Gottes ansieht…
(=HdZ) hier nur zwei Beispiele für die heute übliche zwischen Kitsch und ordinär angesiedelte Kirchenkunst:
Zum einen zwei Glasbilder …aurentius-kleinostheim.de/…nnen/Glasbilder.html von Sieger Köder, dem
Malerpfarrer aus Ellwangen/Jagst. Zum anderen ein Bild www.hagia-maria-sion.net/…m/kloster/k7.htmldes
ebenfalls anerkannten, aber nichtsdestoweniger ziemlich obskuren Kitsch produzierenden Malers Ernst Fuchs.
(kein Glasbild) Da ist mir die abstrakte Darstellung im hohen Dom zu Köln noch lieber! Vielleicht wird
ja auch irgendwann wieder Kirchenkunst von einiger Würde produziert. Irgendwie scheint der Niedergang
der Kirchenkunst was mit dem postkonziliaren Niedergang des Glaubens zu tun zu haben.
Lieber Montfalcone, Was hochproblematisch ist, ist die ganz kurze Perspektive der silikongeklebten Fenster –
40-50 Jahre! … das ist ein Lichtblick! Vielleicht ist man in 40-50 Jahren wieder so weit würdige figürliche
Darstellungen zu produzieren. Was heute so an figürlichen Darstellungen produziert wird ist meist eine
Mischung aus ordinär und Kitsch. Schade, dass ich das in 40-50 Jahren nicht mehr erleben werde.
Einige Richtigstellungen und Differenzierungen: Ich gehöre zu den Spendern, und ich war am Samstag auch
im Dom zur Weihe-Messe. Ich hätte natürlich lieber ein Fenster mit figürlicher Märtyrerdarstellung
gesehen (Märtyrer des 20. Jahrhunderts kann man gar nicht genug zeigen, und es gibt hervorragende zeitgenössische
Künstler, die figürlich arbeiten), wie es geplant war – nicht, wie der Artikel war, als Beispiel, sondern
konkret. Daß es zu einem solchen Fenster nicht kam, lag nicht am Domkapitel, sondern an der Dombaumeisterin,
die Richter auch rekrutierte. Der Kardinal hat im Dom kaum Rechte; er war in der Tat gegen das Fenster
und ist auch deswegen ferngeblieben. Richter hat wohl nie einen figürlichen Auftrag erhalten; er hätte
das an sich (wenn nicht vitral) sicher gekonnt, wollte aber nicht. Die Abstraktion ist ihm so gemäß
wie die readymade-Komponente á la Duchamp, auch wenn ich diese für pseudointellektuell halte. Man wußte
aber, auf was man sich einläßt. Nach allem ist das Fenster durchaus sehr eindrucksvoll und geht im Kontext
der Hohen Domkirche auch spirituell über das hinaus, was es selbst ist. (Sehr schön hierzu Rossmann
in der heutigen FAZ.) Es ist wohl auch richtig, daß zu Anfangszeiten des Domes die Fenster im Querhaus
ornamental und nicht figürlich waren. Was hochproblematisch ist, ist die ganz kurze Perspektive der silikongeklebten
Fenster – 40-50 Jahre! Von außen sieht das Sicherheitsglas auch ganz entsetzlich aus, passend zu den
Mataré-… [klein]Mehr in einem nächsten posting, da ich kein Zweitkonto
@ Rainer.Tobak Die Zisterzienser hatten sogar nur klares Glas in den Fenstern, die aber ähnlich gegliedert
sind/waren. Was war denn da die Aussage? Das Fenster im Dom erfüllt seinen Zweck, es bringt Farbe in
den Innenraum. Das war in der Gotik ein sehr aktuelles Thema. Die Gestaltung empfinde ich nicht als stilfremd.
Hier in Mainz gibt es auch solche Fenster: de.wikipedia.org/…C3%9Fwerkfenster.jpg nur, dass diese halt
Grauabstufungen haben. Das habe ich schon in etlichen Kathedralen so gesehen.
#3 Rainer Tobak 20:04:06 | Montag, 27. August 2007
Es ist eine Gleichverteilung von Farbwerten über eine Fensterfläche! Aussage: 0! Ästehtik: könnte
schlimmer sein! Für eine Kirche vom Rang des Kölner Domes ist dieses Resümee wohl doch etwas mager!