Motu Proprio
Die Alte Liturgie war voll von Mißbräuchen
Zu historisch erstaunlichen Erkenntnissen kam kürzlich ein Kommentator der liturgischen Gegebenheiten von damals und heute. Ein Kommentar.
Messe bei der katholisch-charismatischen US-Jugendbewegung Life Teen.
Messe bei der katholisch-charismatischen US-Jugendbewegung Life Teen.
© The Catholic Sun Newspaper, CC
(kreuz.net) Papst Benedikt XVI. weist völlig zu Recht auf eine Art liturgischer Kreativität hin, die oft zu kaum erträglichen Entstellungen der Liturgie geführt habe.

Das erklärte Urban Fink-Wagner, Chefredaktor der altliberalen ‘Schweizerischen Kirchenzeitung’, am 19. Juli in einem Leitartikel unter dem Titel „Johannes XXIII., das Latein und der alte Ritus“.

Das wöchentlich erscheinende Blatt ist das offizielle Organ der Schweizer Diözesen mit deutschsprachigem Bevölkerungsanteil.

Fink behauptet in seinem Kommentar unter anderem kühn, daß die durch die tridentinische Liturgie gekennzeichneten Jahrhunderte „voll von Mißbräuchen“ gewesen seien.

Als Beispiele nennt er priesterliche „Wettrennen“ – „eine schlanke tridentinische Messe ist in 10 bis 12 Minuten »lesbar«“ – oder eine angebliche „völlige Zweiteilung“ von Klerus und Volk.

Sodann stellt sich nach Fink historisch auch die Frage, warum die Liturgiereform des Zweiten Vatikanums überhaupt stattgefunden habe.

Die moralisch sehr bemühten Priester bei 'Life Teen' finden sich mit Liturgie nicht zurecht
Die moralisch sehr bemühten Priester bei ‘Life Teen’ finden sich mit Liturgie nicht zurecht
© The Catholic Sun Newspaper, CC
Die Konzilsväter haben nach Fink erkannt, daß die „tridentinische Liturgiereform“ auch zeitbedingt und somit defizitär gewesen sei:

„Es bestand offensichtlich die Notwendigkeit, die liturgischen Bücher, Texte und Riten zu verbessern und aus pastoralen Gründen anzupassen, außerdem den Gläubigen eine aktivere Teilnahme zu ermöglichen.“

Somit sei es falsch, ein Idealbild der alten Liturgie mit einem Zerrbild der neuen zu vergleichen.

Fink übersieht, daß die Neue Liturgie von Anfang an als Zerrbild entstand.

Denn gerade die heute als ihre Kernmerkmale empfundenen Elemente wurden allesamt wild und gegen die Anordnungen des Konzils oder der neuen liturgischen Bücher eingeführt:

Mahltische, Handkommunion, ordentliche Kommunionspender, Abschaffung der Meßgewänder, liturgisches Palaver, priesterliche Privatzeremonien.

Auch die Veröffentlichung des Neuen Meßbuches unter Erzbischof Annibale Bugnini († 1982) – dem Sekretär des ‘Consilium für die Implementierung der Liturgiekonstitution’ – verlief nicht in ordentlichen Bahnen.

Es muß erstaunen, daß die heute gültige Neue Messe vor ihrer Einführung von einer eigens einberufenen Bischofssynode abgelehnt wurde.

Es muß verwundern, daß die erste Auflage des Neuen Meßbuches in einer Nacht- und Nebelaktion wieder vom Markt genommen werden mußte, weil sie eine häretische Meßdefinition erhielt.

Und es muß zu denken geben, daß der „Vater der Neuen Messe“ im Januar 1976 von Papst Paul VI. als Apostolischer Pro-Nuntius in den Iran verjagt wurde.

Die Einführung des Neuen Ritus geschah in der Form eines Staatsstreiches. Und die Jahre danach waren von einem nie dagewesenen liturgischen Chaos und Glaubensabfall gekennzeichnet, von dem sich die Kirche bis heute nicht erholt hat.

Doch Fink läßt sich von der Wirklichkeit nicht beirren.

Die Liturgiereform des Zweiten Vatikanums gehe von der „Gemeindemesse“ aus, in der sämtliche Anwesende „Träger der Meßfeier“ seien – schreibt er tapfer:

„Dabei üben alle einen liturgischen Dienst aus, der Priester, die Lektoren, die Ministranten, der Organist, die Kommunionhelfer, der Kirchenchor, ja die ganze Gemeinde.“

Die Wahrheit ist weniger romantisch. Am Sonntagmorgen liegt fast die „ganze Gemeinde“ des Neuen Ritus im Bett.

Und die wenigen, die sich immer noch in die Kirche verirren – bestimmte Gewohnheiten kann man in einem gewissen Alter nicht mehr leicht ablegen – sind als „Träger der Meßfeier“ auch nur beschränkt geeignet.
      
28 Lesermeinungen
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#29   Aleph †   14:37:49 | Freitag, 31. August 2007
NOM = Missbrauch?
Auch wenn es noch so häufig im säuerlichen Ton der Stereotypie wiederholt wird: NOM ist nicht die Abkürzung von „Missbrauch“. Durch die Instrumentalisierung des Begriffs „Missbrauch“ wird von altritueller Seite viel Missbrauch getrieben.
Nach dieser Denke ist wohl nur NOM anfällig für Missbräuche, während der tridentinischen Messfeier allein die Unanfechtbarkeit zuerkannt wird, rein von Missbräuchen zu sein; allerdings mit der Einschränkung, dass die extraordinäre Messe entsprechend der Rubriken in 20 Minuten heruntergehaspelt wird.
Das wird nicht als Missbrauch angeprangert. Sondern als löbliche Notwendigkeit, damit der jeweilige Priester gleich darauf die nächste Messe herunterleiern kann, nach dem Motto: Die glaubenden Laien beten eh den Rosenkranz oder eine gefühlvolle Messandacht, weil sie den Text nicht verstehen. Gott wird den Text zwischenzeitlich bestens kennen.
Also ist die Kürze in diesem Denkschema gerechtfertigt. Außerdem ist der Zeitgewinn willkommen, um sich über NOM täglich seitenlang auszulassen und alle möglichen und unmöglichen Missbräuche bei NOM diabolisch-genüsslich aufzulisten.
Das bestärkt das altrituelle Selbstbewusstsein immens, im wahren Christentum zu sein und ermutigt, andere als Ungläubige, Protestanten und Heiden auf widerliche Weise abzukanzeln und diesen Gruppen ausschließlich schlechteste Machenschaften und finsteres Unkatholisschsein zu attestieren.
So schmilzt das Häuflein der 144 000 Altrituellen wie der Schnee in der Märzensonne. o^/
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#28   Sonja Toepfer   09:29:29 | Freitag, 31. August 2007
Streitgespräch über die Alte Liturgie
Das Streitgespräch im Haus am Dom mit Arnold Angenendt, Kirchenhistoriker, Münster; Albert Gerhardts, Liturgiewissenschaftler, Bonn; Robert Spaemann, Philosoph und Martin Mosebach, Schriftsteller über die Wiederzulassung der lateinischen Messe nach tridentinischem Ritus. Zusammengestellt und in youtube eingestellt von Sonja Toepfer. :-)
www.youtube.com/watch?v=8PZnibTByEc
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#27   Typ   16:30:23 | Donnerstag, 30. August 2007
Auweh
katholisch ist, dass ausschießlich durch die Wandlungsworte des Priesters die Wandlung stattfindet.
Quatsch. Die Wandlung geschieht einzig durch den Heiligen Geist.
Beachte auch die östlichen Anaphoren, wonach erst NACH den Einsetzungsworten um die Wandlung von Brot und Wein durch den Heiligen Geist gebetet wird.
Nix mit „Ich Priester, ich wandle jetzt“. Sondern Demut gegenüber dem Wirken des Geistes, das der Mensch – auch der Priester – nur erbitten kann, und für das nur die Worte Jesu „Das ist mein Leib…“ das Vertrauen geben, dass die Wandlung wirklich geschieht.
DAS ist gut katholisch.
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#26   möchtegern-kathole   00:04:59 | Donnerstag, 30. August 2007
@Gotthard
Sie schrieben: „Manche Denkstrukturen möchte ich doch mal durchschauen können“
Ich bin mir sicher, dass Sie meinen Beitrag von vorhin verstehen – so kompliziert ist der Zusammenhang nicht – aber dass Sie ihn nicht verstehen wollen.
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#25   Credo   21:41:53 | Mittwoch, 29. August 2007
@ Don Camillo
bzgl. Wandlung
Da Sie den Hl. Thomas sicher zur Hand haben, darf ich Sie ersuchen III; 78, 2 und im Anschluss 3b zu lesen
zu 2 Es geht bei der Wandlung um den terminus a quo und terminus ad quem.
Der terminus ad quem der ausschlaggebend ist, wird ausgedrückt durch den Namen, der die Natur dessen ausdrückt, wozu verwandelt worden ist (in facto esse = getan geschehen/eben nicht in fieri=im werden) .
zu 3b Auszug
Es ist also zu sagen, dass die Wandlungsworte zur Substanz gehören.
Jedoch wird durch die ersten Worte: „Dies ist der Kelch meines Blutes“, [oder wie im deutschen sprachigen Messbuch „Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut“] bezeichnet die Umwandlung selber des Weines in Blut, in der Weise wie es eben gesagt worden ist rücksichtlich der Konsekrationsform des Brotes… (in facto esse)
Es ist nach Thomas eindeutig, dass mit dem Wort Blutes oder Blut der terminus ad quem gesetzt wurde (facto esse) und somit die Wandlung statt gefunden hat.
Thomas hat die Theologie, Philosophie – Metaphysik, Logik und Grammatik perfekt beherrscht.
Zum Schluss darf ich Ihnen noch die „Katholische Dogmatik“ von Schmaus (1957) zitieren:
S264ff
…Für das Zustandekommen des Opfersakramentes sind unzweifelhaft wesentlich die Worte: Das ist mein Leib, und: Das ist der Kelch meines Blutes. [Also wieder der terminus ad -Blut(es)]
Nach den meisten heutigen Theologen (1957!) sind nur diese Worte unbedingt erforderlich…Man beruft sich hierfür u.a. auf Thomas von Aquin…
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#24   Gotthard   20:09:19 | Mittwoch, 29. August 2007
@möchtegern-kathole
Beispiel Alter Ritus: nach der Wandlung kniet sich der Priester vor seinem ewigen Herrn, dem Schöpfer von Himmel und Erde nieder. Danach zeigt er die Hostie dem Volk.
NOM: erst zeigt er die Hostie dem Volk, dann kniet er sich nieder.
entsetzlich protestantisch!
Manche Denkstrukturen möchte ich doch mal durchschauen können!
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#23   Don Camillo   20:08:06 | Mittwoch, 29. August 2007
@möchtegern-kathole
Aber die Texte und Handlungen mit protestantischem Gedankengut werden auch durch eine andächtige, würdevolle Feier nicht katholischer.
Welche Texte haben denn protestantisches Gedankengut? Übrigens, von welchen Protestanten reden Sie?
Warum ist der NOM da protestantisch? Weil nach manchen protestantischen Strömungen die Hostie durch das Volk mitgewandelt wird, setzt die Wandlung erst durch das Zeigen ein. Hier ist die berücksichtigung des Volkes vollkommen überinterpretiert, denn katholisch ist, dass ausschießlich durch die Wandlungsworte des Priesters die Wandlung stattfindet. Andere protestantische Interpretation: es findet gar keine Wandlung statt, die Kniebeuge ist nur symbolisch vor Brot als Zeichen des Guten – na da kann man auch die Hostie erst mal zeigen und dann knien.
Da bringen Sie ja Kraut und Rüben durcheinander!!! Nach katholischem Verständnis geschieht während dem ganzen Hochgebet die Wandlung. Ansonsten wäre alles, was nach dem Einsetzungsbericht kommt, völlig nebensächlich, d.h. jedeR könnte das dann lesen. Bezüglich der Chronologie des Kniens: schauen Sie doch mal im Sacramentarium Veronense nach! Und was ist nun hier die ursprünglichere Reihenfolge?
Dazu passen die adaptierten Wandlungsworte: statt „das ist nämlich mein Leib“ nun auf einmal: „das ist mein leib, der für euch hingegeben wird“.
Das hat nichts mit protestantisch zu tun. Man hat sich hier einzig und allein am biblischen Originaltext orientiert!
Und glücklicherweise ist Gott kein Rubrizist!!
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#22   möchtegern-kathole   19:46:39 | Mittwoch, 29. August 2007
Perpetua79 schrieb:
„Dies zeigt einfach, dass die NOM, richtig gefeiert, auch gutsein kann.“
Aber die Texte und Handlungen mit protestantischem Gedankengut werden auch durch eine andächtige, würdevolle Feier nicht katholischer. Und darum geht es.
Beispiel Alter Ritus: nach der Wandlung kniet sich der Priester vor seinem ewigen Herrn, dem Schöpfer von Himmel und Erde nieder. Danach zeigt er die Hostie dem Volk.
NOM: erst zeigt er die Hostie dem Volk, dann kniet er sich nieder.
Warum ist der NOM da protestantisch? Weil nach manchen protestantischen Strömungen die Hostie durch das Volk mitgewandelt wird, setzt die Wandlung erst durch das Zeigen ein. Hier ist die berücksichtigung des Volkes vollkommen überinterpretiert, denn katholisch ist, dass ausschießlich durch die Wandlungsworte des Priesters die Wandlung stattfindet. Andere protestantische Interpretation: es findet gar keine Wandlung statt, die Kniebeuge ist nur symbolisch vor Brot als Zeichen des Guten – na da kann man auch die Hostie erst mal zeigen und dann knien.
Dazu passen die adaptierten Wandlungsworte: statt „das ist nämlich mein Leib“ nun auf einmal: „das ist mein leib, der für euch hingegeben wird“. Auch hier die Abwandlung der Worte hin zu einem protestantischen Verständnis – es wird erst mal das Volk miteinbezogen, obwohl das in den alten Texten nicht der Fall war (bzw. erst dann bei der Wandlung des Weines)
So mal ganz roh hier reingetippt, was andere viel umfangreicher und detaillierter erklärt haben
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#21   Perpetua79   17:58:49 | Mittwoch, 29. August 2007
@ Gotthard
Wie Sozialkatholisch freundlicherweise zitiert hat („Als Messdiener haben wir den Wettlauf mit dem Pfarrer beim Stufengebet immer verloren!“) ging es sehr wohl auch um das Verhalten der Messdiener.
Wieso sollte es einem Messbesucher verborgen bleiben, mit welcher Inbrunst der Priester nebst Messdiener den Altardienst verrichten? Es ist wohl deutlich ob der Messdiener seine Wege geht oder schlurft, ob er mit seinem Partner Witze reißt und die ganze Messe über nur blöd grinst oder ob er, aufgrund des Wissens um das Mysterium fidei, konzentriert und ehrfürchtig und andächtig seinen Dienst vollzieht. Mit Blick auf den Pater: Seine Einstellung zum Altardienst spiegelt sich auch in den Predigten wieder bzw. in seinen Äußerungen in der Beichte oder vor Beginn der Messe, wenn er z.B. daraufhinweist, dass von der Zeit der Wandlung an bis zum Ende der Kommunionausteilung aus Ehrfurcht vor der Gegenwart des Allerheiligsten jeder Gottesdienstbesucher knien sollte (sofern es gesundheitlich machbar ist). Jemand der in seiner Predigt auch Katechese miteinwebt um die Gläubigen auf diesem Wege für die Gnaden der Messe sensibel zu machen, wird nicht mit einer falschen Einstellung den Introitus und die nachfolgenden Gebete sprechen.
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#20   Sozialkatholisch   17:38:17 | Mittwoch, 29. August 2007
@ Gotthard
Na klar!
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#19   Gotthard   17:36:11 | Mittwoch, 29. August 2007
@sozialkatholisch
Hätten sie denn überhaupt gewinnen können?
Hast Du auch Latein im Abitur gehabt?
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#18   Sozialkatholisch   17:06:14 | Mittwoch, 29. August 2007
@ Gotthard
Als Messdiener haben wir den Wettlauf mit dem Pfarrer beim Stufengebet immer verloren!
Hätten sie denn überhaupt gewinnen können?
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#17   Gotthard   17:03:34 | Mittwoch, 29. August 2007
@perpetua
Ich besuche jetzt seit 1 Jahr den trid. Ritus, aber ein Verhalten von den Messdienern wie es hier geschildert wird (wer kann was schneller beten) ist mir noch nie untergekommen!
Nicht das Verhalten von Messdienern wurde geschildert, sondern die Gebetsverrichtung des Priesters…
übrigens: wie willst Du als Messbeiwohnerin beurteilen können, wie das Stufengebet gebetet wird? Das bekommst Du doch überhaupt nicht mit!
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#16   Perpetua79   16:51:03 | Mittwoch, 29. August 2007
trad. Ritus vs. NOM
Wenn ich P. Benedikt XVI. richtig verstanden habe, ist sein Ansinnen mit dem MP nicht eine Herabwürdigung von NOM oder trid. Ritus, sondern ein entgegenkommen für all die Christen denen der trid. Ritus am Herzen liegt.
Es steht m.W. ausser Frage, dass es im NOM sehr viele Arten gibt, diesen Ritus zu begehen. Von Pastoralreferentinnen die Predigen oder den Blasiussegen erteilen, über das Intro von Star Wars zum Einzug und während der Kommunionausteilung bis hin zu einem richtigen Ablauf ist alles möglich, nicht unbedingt alles von Rom erlaubt, aber es wird umgesetzt. Solche Zustände sind ein Ärgernis! Ich habe erst einmal (Kölner Dom) einen NOM erlebt, der ordentlich gefeiert worden ist und der Unterschied zum trid. Ritus war natürlich gegeben, aber der Priester hat mit einer Konzentration und Ehrfurcht die Messe zelebriert die spürbar war und nicht wie ich es in einigen anderen Messen des NOM erlbt habe, sich selbst in den Vordrgrund gestellt. Dies zeigt einfach, dass die NOM, richtig gefeiert, auch gutsein kann.
Der trid. Ritus ist von seinem feierlichen Rahmen her natürlich unschlagbar im Vgl. zur NOM. Ich besuche jetzt seit 1 Jahr den trid. Ritus, aber ein Verhalten von den Messdienern wie es hier geschildert wird (wer kann was schneller beten) ist mir noch nie untergekommen! Ich vermute eher, so wie es am Priester im NOM liegt ob dieser richtig begangen wird, so liegt es auch an der Autorität des Priesters wie sich die Messdiener benehmen und das ist vom Ritus unabhängig.
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#15   stimme der vernunft †   14:56:37 | Mittwoch, 29. August 2007
nonnobis
Mit „Vorbereitung auf die Messe“ ist etwas anderes gemeint als das Herunterleiern irgendwelcher lateinischer Formeln beim Umziehen in der Sakristei.
Werner
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#14   landorganist   14:49:10 | Mittwoch, 29. August 2007
Lieber Herr Doktor Heger,
ich glaube Sie verwechseln da mal wieder was. Schließlich werden von +net stündlich neue Hetzartikel gegen den NOM herausgegeben. Da wundern Sie sich über entsprechende Kommentare, lieber Herr Doktor Heger? Dass es auch im außerordentlichen Ritus Mißbräuche geben kann, und gegeben hat, können Sie sich nicht vorstellen? Es muss doch einen Grund gegeben haben, warum man sich überhaupt mit einer Liturgiereform befasst hat. Wenn alles so toll und so ehrfürchtig zugegangen wäre, wir manch einer es hier weis machen will, hätte doch niemand überhaupt auf solch einen Gedanken kommen dürfen, nicht wahr Herr Doktor Heger? An dieser Stelle machen es sich Tradis und Sedis natürlich einfach: Das Konzil wird zur Räubersynode erklärt und der hl. Stuhl für vakant. So einfach ist die Welt. Und wenn dann die Hirnwindungen völlig aussetzen, wie z. B. bei Herrn Lingen, wird gleich das ganze Staatswesen und die Kirche für ungültig erklärt. Und noch etwas: Von den Forumsteilnehmern die den NOM für ihre persönliche Form der hl. Messe erkoren haben, kommt lange nicht solch ätzende unsachliche und teils unflätige Kritik an der alten Messe, wie es umgekehrt geschieht.
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#13   cum te   14:19:44 | Mittwoch, 29. August 2007
@Heger:
Pius X. begann 1903 zur Tradition zurückzukehren, indem er erklärte, dass die „erste und unentbehrliche Quelle des wahren christlichen Geistes die aktive Teilnahme an den heiligen Mysterien und am öffentlichen und feierlichen Gebet der Kirche“ ist;
m.p. Tra le sollicitudine, cfr. Bugnini, Documenta Pontificia, Bd. I. S. 12 f. zit. nach A.-G. Martimort, Hdb. Litw., dt. 1963, Bd. I, S. 98.
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#12   Dr. Christoph Heger   14:08:47 | Mittwoch, 29. August 2007
Übel gelaunte Gegner der Alten Messe
Die ach so „liberalen“ Gegner der Alten Messe verhalten sich so übel gelaunt, als ginge es nicht um deren Wiederzulassung, sondern um ein Verbot der Neuen Messe. Das spricht sehr für die Alte Messe.
MfG
Christoph Heger
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#11   landorganist   14:04:38 | Mittwoch, 29. August 2007
@Don Camillo
Das beweisen auch die vielen Fotos, die hier geboten werden! :-@
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#10   Don Camillo   13:59:56 | Mittwoch, 29. August 2007
Der ausserordentliche Ritus
hat eine eher feminine Ausdrucksform. Man ist dabei sehr stark auf Äusserlichkeiten bedacht. Dies wirkt dann bei gewissen Priestern etwas seltsam, künstlich und befremdend, aber auf keinen Fall natürlich. So kann die Eucharistie zu einem Schauspiel werden, welches das Tiefe Geheimnis zu verdecken mag.
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#9   Gotthard   13:57:38 | Mittwoch, 29. August 2007
eigenes Erleben
Als Messdiener haben wir den Wettlauf mit dem Pfarrer beim Stufengebet immer verloren!
Ein levitiertes Amt habe ich nie erlebt …
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#8   Sirilo   13:42:46 | Mittwoch, 29. August 2007
Zur Nostalgie der alten Liturgie
1953 bin ich (als Zehnjähriger) Ministrant geworden und habe diesen Dienst 10 Jahre lang bis 1963 versehen. Ich weiß sehr gut, dass bei der alten Liturgie auch nicht alles Gold(brokat) war, was geglänzt und geschimmert hat. Zum Beispiel wußte kaum einer der Ministranten (sofern er nicht am Gymnasium Latein lernte) die Bedeutung der Gebete, die auf Lateinisch gebetet wurden. Ziel der Ministranten war – vor allem beim Stufengebet –, die Gebete genauso schnell herunterzuhaspeln wie der Priester. Und es gab Zelebranten, die stolz darauf waren, eine stille Messe in 15 Minuten herunterzulesen. Die levitierten Hochämter wurden einstudiert wie eine Ballettaufführung mit genauer Choreographie, damit sie das Publikum beeindruckten. Für mich entstand daraus oft der Eindruck einer Selbstinszenierung des Klerus, eine Feier der eigenen Bedeutsamkeit: in kostbaren Kostümen auf einer Bühne hoch über dem gewöhnlichen Volk geheimnisvolle Riten vollziehen. Und nachher in der Sakristei gratulierte der Herr Prälat seinen Kaplänen: „Na, haben wir es heute nicht wieder schön gemacht!“
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#7   Juhuben Cantuja   13:28:01 | Mittwoch, 29. August 2007
Romulus: Die äußere Form wurde oft als Versteck für mangelnde Glaubensüberzeugung benutzt und statt
sind Sie völlig sicher, dass es für den NOM niemals zutrifft?
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#6   Romulus   13:24:38 | Mittwoch, 29. August 2007
@nonnobis – Vorbereitungszeit
Die Vorbereitung bei dem ordentlichen und außerordentlichen Ritus, die erst in der Sakristei beginnt, können Sie sowieso vergessen. Eine gute Vorbereitung beginnt viel früher. Jeder Kleriker weiß das und die wenigsten tun es.
Warum sollte ich gerade auf Dich hören und die „Klappe halten“?
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#5   juergen   13:19:13 | Mittwoch, 29. August 2007
Kommunionspender
Denn gerade die heute als ihre Kernmerkmale empfundenen Elemente wurden allesamt wild und gegen die Anordnungen des Konzils oder der neuen liturgischen Bücher eingeführt:
…, ordentliche Kommunionspender, …
Achwas!?
„ordentliche Kommunionspender“ sind als gegen die Anordnung des Konzils eingeführt worden?
CIC:
Can. 910* – § 1. Ordentlicher Spender der heiligen Kommunion ist der Bischof, der Priester und der Diakon.
§ 2. Außerordentlicher Spender der heiligen Kommunion ist der Akolyth wie auch ein anderer Gläubiger, der nach Maßgabe des can. 230, § 3 dazu beauftragt ist.
o.O
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#3   nonnobisdomine   12:23:02 | Mittwoch, 29. August 2007
@ Romulus
Sie wissen offenbar nicht, wovon Sie faseln.
Haben Sie schon mal eine Vorbereitung zur Hl. Messe in einer Sakristei – wie sie sich immer wieder darstellt – verfolgen können/dürfen?
Wenn nein, dann halten Sie doch am besten Ihre Klappe.
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#2   Gotthard   12:21:53 | Mittwoch, 29. August 2007
Schwachsinn
Die Wahrheit ist weniger romantisch. Am Sonntagmorgen liegt fast die „ganze Gemeinde“ des Neuen Ritus im Bett.
Und die wenigen, die sich immer noch in die Kirche verirren – bestimmte Gewohnheiten kann man in einem gewissen Alter nicht mehr leicht ablegen – sind als „Träger der Meßfeier“ auch nur beschränkt geeignet.
Hier wird ein Schwachsinn verzapft!
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#1   Romulus   12:06:11 | Mittwoch, 29. August 2007
Mißbräuche
Ja, es gab den Mißbrauch der „Alten“ Messe genau wie es den Mißbrauch bei der „Neuen“ Messe gibt! Eins aber ist klar, bei der Alten Messe konnte sich der Priester um eine gute und intensive Vorbereitung der Messe viel besser herumdrücken als bei der neuen. Die äußere Form wurde oft als Versteck für mangelnde Glaubensüberzeugung benutzt und statt Überzeugungsarbeit gab’s Kopfnüsse.
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