Benedikt XVI.
Eine Vermutung jagt die andere
Die Kirche sagt, daß die Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist. Doch der Papst ist überzeugt, daß das Johannesevangelium erst danach zusammengeschustert wurde.
Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Brasilien
Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Brasilien
(kreuz.net) In seinem Buch „Jesus von Nazareth“ behandelt Papst Benedikt XVI. auch die sogenannte „johanneische Frage“.

Diese befaßt sich mit der lehramtlich geklärten Autorenschaft des Johannesevangeliums.

Benedikt XVI. beginnt seine Überlegungen mit der Aussage des Johannesevangeliums: „Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr“ (Joh 19,35).

Für den Papst und auf der Aussageebene des Evangeliums ist klar, daß dieser Augenzeuge mit dem Jünger identisch ist, der unter dem Kreuz stand und „den Jesus liebte“ (Joh 19,26).

„Aber, wer ist dieser Jünger?“ – fragt der Papst und antwortet: „Das Evangelium identifiziert ihn nie direkt mit Namen.“

Seit Irenäus von Lyon († 202) betrachte die kirchliche Tradition einhellig den Apostel Johannes als Lieblingsjünger Jesu und Verfasser des Johannesevangeliums.

Johannes, der Evangelist
"Hl. Johannes Evangelist" - des aus Griechenland stammenden Malers El Greco († 1614).Kreuzigungsszene in der Kirche St. Markus in Mailand aus dem 14. Jahrhundert. Rechts der Heilige Johannes und Augustinus.Der Heilige Johannes - des spanischen Barockmalers Diego Velázquez († 1660).

Auch das Johannesevangelium weise auf einen Verfasser hin, der Christus von der Taufe am Jordan bis zu Abendmahl, Kreuz und Auferstehung begleitet habe.

Der Papst erachtet es angesichts des heutigen Forschungsstandes grundsätzlich durchaus für „möglich“, im Zebedaiden Johannes den wahren Autor des Johannesevangeliums zu sehen.

Doch die Komplexität in einer angeblichen „Redaktion“ des Evangeliums wirft für den Papst „doch“ weitere Fragen auf. Seine Antwort:

„In diesem Zusammenhang ist eine Nachricht des Kirchenhistorikers Eusebius von Caesarea (ca. † 338) wichtig. Eusebius berichtet uns von einem [nicht erhaltenen] fünfbändigen Werk des ca. 120 gestorbenen Bischofs Papias von Hierapolis [heutige Türkei], der darin erwähnt habe, er habe die heiligen Apostel selbst nicht mehr gekannt oder gesehen, aber die Glaubenslehre von solchen empfangen, die den Aposteln nahegestanden hätten.

Er spricht dabei von anderen, die ebenfalls Jünger des Herrn gewesen seien, und nennt die Namen Aristion und einen Presbyter Johannes.

Wichtig ist nun, daß er zwischen dem Apostel und Evangelisten Johannes einerseits und dem Presbyter Johannes andererseits unterscheidet. Während er den Ersteren persönlich nicht mehr gekannt habe, sei er dem letzteren selbst begegnet (Kirchengeschichte, III 39).“


Buchcover des Jesusbuchs
Buchcover des Jesusbuchs
Diese Randnotiz von Bischof Papias ist für den Papst beachtenswert.

Aus ihr und aus verwandten Indizien ergebe sich – glaubt der Papst –, daß in Ephesus eine Art Johannes-Schule bestand, die sich auf den Apostel Johannes zurückgeführt habe.

Dort habe ein „Presbyter Johannes“ als die bestimmende Autorität gewaltet.

Den Presbyter Johannes identifiziert der Papst mit dem Absender und Verfasser des Zweiten und Dritten Johannes-Briefes. Der Verfasser dieser zwei Briefe nennt sich in der Tat „Presbyter“ (2 Joh 1,1; 3 Joh 1,1) – Ältester – ohne Namenszusatz.

Für den Papst ist der von Papias erwähnte Presbyter Johannes – „ganz offensichtlich“ – nicht identisch mit dem Apostel Johannes. Trotzdem glaubt er, daß der Presbyter und nicht der Apostel der Verfasser zweier Johannesbriefe sei, obwohl die kirchliche Tradition immer den Apostel Johannes als Verfasser ausgewiesen hat.

Dann ergießt sich der Papst in Spekulationen. Die „geheimnisvolle“ Gestalt des Presbyters müsse dem Apostel eng verbunden gewesen sein – meint er. Vielleicht habe er Christus noch gekannt – mutmaßt er weiter. Nach dem Tod des Apostels habe er ganz und gar als der Träger seines Erbes gewirkt – spekuliert er schließlich.

Beide Gestalten seien in der Erinnerung schließlich „immer mehr ineinandergeflossen“ – unterstellt er endlich und meint:

„Jedenfalls dürfen wir dem ‘Presbyter Johannes’ eine wesentliche Funktion bei der endgültigen Textgestaltung des Evangeliums zuschreiben.“

Der geheimnisvolle Presbyter habe sich dabei immer als Treuhänder der vom Zebedaien empfangenen Überlieferung gewußt – erzählt der Papst zuguterletzt eine ganze Presbyter-Legende, für die es keine harten historischen Grundlagen gibt.

Nach so vielen Mutmaßungen schließt sich Papst Benedikt XVI. „mit Überzeugung“ der Schlußfolgerung des emeritierten konservativ protestantischen Neutestamentlers von Tübingen, Peter Stuhlmacher (75), an:

„Für ihn gilt, »daß die Inhalte des Evangeliums auf den Jünger zurückgehen, den Jesus (besonders) geliebt hat. Der Presbyter hat sich als sein Tradent und Sprachrohr verstanden«.“
      
35 Lesermeinungen
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#35   Gotthard   20:31:56 | Freitag, 31. August 2007
@ruhrgebietler
Insofern trifft es sich sehr gut, daß es die Wallfahrt nach Fulda gibt, die Weihe Deutschlands an das unbefleckte Herz Mariä immer und immer wieder vollzogen wird!
Eure privaten Frömmigkeitsübungen in Fulda interessieren doch nicht weiter.
Wie wäre es, wenn diese „Weihe“ im vierteljährlichen Rythmus wiederholt würde? …
das raumstellende Hotel wird wohl nichts dagegen haben.
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#34   Brandenburgis   14:05:18 | Freitag, 31. August 2007
@engelhardt
Unfehlbar sicher auf dem Boden der Wahrheit steht derjenige, der das lehrt, was von ALLEN, an ALLEN ORTEN und zu JEDER ZEIT in der Kirche gelehrt wurde. Dieses Traditionsprinzip auf biblischer Grundlage wurde vom hl. Vinzenz von Lerin, übrigens einem Elsässer auf biblischer Grundlage formuliert und von ihm damals übrigens ZU RECHT gegen einige Sätze des hl. Augustinus ins Feld geführt.
Wer sich an dieses Traditionsprinzip hält, der lehrt und lebt katholisch, wer es verletzt ist unfehlbar aus der Kirche ausgeschlossen, möge er auch Papst, Kardinal, Bischof oder Theologieprofessor sein.
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#33   Artois †   11:04:12 | Freitag, 31. August 2007
Ich stelle eine
Kurze Übersicht über Fatima bzw. die Rußlandweihe und das 3. Geheimnis in den nächsten Tagen als Leserzeitung ein.
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#32   engelhardt †   08:52:41 | Freitag, 31. August 2007
Was fuer ein verzerrtes Verstaendniss…
…der Bedeutung von „Wahrheit“ muss man haben, um eine Tradition fuer Wahrheit zu halten, nur weil sie tradition ist?
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#31   franco.felice   08:10:26 | Freitag, 31. August 2007
@sirilo
Sie kritisieren hier „selbsternannte Glaubenswächter“. Dass der Papst auch ein solcher, sogar der größte ihrer ist, übersehen Sie. Vor noch nicht langer Zeit hatte man in Deutschland ähnliche Leute, die sich bedingungslos einem anderen unterordneten und dessen Verstandeskraft über seine „minderen“ Untergebenen hinweg fleißig rühmten, während sie ihre eigene an der Garderobe abgaben. Wie das mit solch „rechtmäßigem Oberhaupt“ und dessen „rechtlosen Unterhäuptern“ ausging, kann jeder nachschlagen.
Es stimmt in der Tat, dass sich auch dieser Papst, und er ist nicht der erste der das tut, neben sophistischen – sonst gäbe es das Papsttum nicht mehr – auch akribische Gedanken macht. Zu letzterem hat er ein Recht wie jeder andere auch. Wenn er aber versucht, die Geschichte von bald 2000 Jahren nachzubessern oder anfängt, wie nebenbei aber genau wissend zu „komponieren“, dann muss er sich bei jenen, denen das überhaupt noch auffällt, ähnlicher Ungläubigkeit stellen, kraft derer das Papsttum, an Christus vorbei selbst seine Macht aufbauen konnte.
Allerdings, der jetzige Papst, und das kann ihm keiner nehmen, versteht es meisterhaft das Augenmerk auf lapidarste Splitter und nicht auf den Balken (die von Jesus abgelehnte, irdische Macht nebst Krone und einer über die Zeiten gerettete, in Saus und Braus lebende Priesterschaft) zu lenken. Und wer auf diesen Leim nicht eingeht, der ist laut Sirilo ein potentieller „Beinpinkler“. Und da denkt man, Dr. Mabuse käme nur im Film vor.
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#30   Perpetua79   07:27:12 | Freitag, 31. August 2007
@Sirilo
Gut gesprochen! Dem kann sich jeder gute Christ, der ob seiner Taufe zur einen und wahren röm.-kath. Kirche zählt, nur anschliessen! Es ist einfach schockierend das es Christen gibt, die es sich zu einer Art Sport gemacht haben, alles was aus Rom kommt anzufeinden. Papst Benedikt hat auch in seiner Autoruität als habilitierter Theologe geschrieben und mir ist bisher kein Artikel in kreuz.net bekannt, wo ein Theologe so angegangen worden ist. Es liegt hier die Vermutung nahe, dass die vehemente Ablehnung der Gedanken Ratzingers auf seine Doppelrolle zurückzuführen ist. Wobei nicht vergessen werden darf, dass er in der Wissenschaft zu den brilliantesten Theologen seiner Zeit zählt, so die Aussage meiner theol. Dozenten – selbst der Dozent für systematische Theologie der ev. Fakultät erkennt dies neidlos an! Aber Deutschland hat ja anscheinend nicht nur knapp 50 Mio Bundestrainer die alles besser wissen, denn wie sagte schon eine bekannte „niveauvolle“ Zeitung: „Wir sind Papst!“
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#29   r.ruhrgebietler   07:15:55 | Freitag, 31. August 2007
@Sirilo – SIC
und wenn wir diese Evangelium lesen stellen wir fest, daß wir gerade in dieser Endzeit uns befinden! Das der hlg. Vater darob gequält aussieht sollte doch jedem klar sein. Schließlich hat er es zu verantworten, das die ewig gültige Zelebration immer noch nicht verbindlich auf der ganzen Erde eingeführt ist! Er hat es zu verantworten, daß tausende Seelen von Klerikalen ala Algermissen, Lehmann, Mixa, Martini, Lustiger etc. in die Hölle fallen, obwohl sie es hätten verhindern können!
Insofern trifft es sich sehr gut, daß es die Wallfahrt nach Fulda gibt, die Weihe Deutschlands an das unbefleckte Herz Mariä immer und immer wieder vollzogen wird! Sinniger Weise wird wohl Algermissen nicht am Festhochamt konzelebrieren ^-^
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#28   Robert Ketelhohn   23:59:55 | Donnerstag, 30. August 2007
Verschlagen oder bekloppt
Weil du nichts als das Spiegelbild deines eigenen Innern siehst – und das nicht einmal merkst.
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#27   Marina   23:56:22 | Donnerstag, 30. August 2007
warum sieht Papst Benedikt immer…
so verschlagen aus?? Wie ein berechnender Fuchs? Hat man ihn jemals mit so klarem Blick gesehen wie z.B. Papst Pius XII oder gar Pius X????
o.O :-@
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#26   Robert Ketelhohn   23:04:46 | Donnerstag, 30. August 2007
Eusebs Mißverständnis aufgesessen
Leider ist Benedikt XVI. hier auch dem Eusebschen Mißverständnis des Papiastextes aufgesessen.
Näheres dazu hier:
kreuzgang.org/viewtopic.php?p=19362
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#25   Sirilo   20:03:24 | Donnerstag, 30. August 2007
Evangelium secundum Ioannem
Schlagen wir doch einmal das NT im lateinischen und griechischen Text auf: Da steht „Sanctum Iesu Christi Evangelium secundum Ioannem“ /griechisch: „kata Ioannän“/, d.h. „Heiliges Evangelium Jesu Christi nach Johannes“. Da steht nicht „Evangelium des Johannes“ oder „Das von Johannes verfasste Evangelium“, sondern „Evangelium *nach* Johannes“. Diese Formulierung, die seit 2000 Jahren in der Kirche gültig ist, gestattet durchaus die Überlegung, ob nicht ein Lieblingsschüler des Lieblingsschülers dessen Berichte nach dessen Tod in eine endgültige Form gebracht hat.
Ich sehe keinen Grund, den Papst ob solcher Überlegungen so anzugehen, wie es hier einige selbsternannte Glaubenswächter tun. Hier auf Kreuz.net schreiben etliche private Ersatz- und Überpäpste, die es als fromme Übung verstehen, dem rechtmäßigen Oberhaupt der katholischen Kirche ans Bein zu pinkeln. Dabei können sie dem von ihnen Angepinkelten nicht im geringsten das Wasser reichen…
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#24   Ansbach.Dragoner   19:51:07 | Donnerstag, 30. August 2007
Die Hauptkampflinie
liegt heute in der Ausseinandersetzung mit dem totalitären Relativismus.
Hören wir auf des Papstes weise Worte:
„Einen klaren Glauben nach dem Credo der Kirche zu haben, wird oft als Fundamentalismus abgetan. Während der Relativismus, bei dem man sich von einer Glaubenslehre zur anderen hinreißen lässt, als die einzige, den heutigen Zeiten entsprechende Verhaltensweise erscheint. So entsteht eine Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als das letzte Maß aller Dinge nur das eigene Ich und dessen Gelüste versteht.“
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#23   VirFortis   17:52:51 | Donnerstag, 30. August 2007
Artois
der Papst muß sanft sein am Ruder um die Kursrichtung zu ändern. Wenn er zu fest und ruckartig macht reißt das Steuerrad ab.
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#22   Bokrug †   17:51:06 | Donnerstag, 30. August 2007
Ich…
…halte Ratzinger durchaus für einen ernsthaften Christen…
Viel bedenklicher finde ich die Vernachlässigung der kirchlichen Soziallehre durch den Opus Dei Man…
Zum Beispiel das Nicht-Beachten des Wucher-Verbotes – und der faule Friede mit der Freimaurerei.
www.vergessene-buecher.de
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#21   hähnchen   17:49:00 | Donnerstag, 30. August 2007
@artois
Das mit Fatima müssen sie mir leider erklären, selbstredend ist Ihr Text für einen NOM-Menschen nämlich leider nicht. Wer viel weiss und seiner Berufung flgend dies dem Pöbel mitteilt ist Ihrer Ansicht nach also ein höchmütiger Gelehrter, auch das leider unverständlich , etwa neidisch ?
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#20   Artois †   17:45:14 | Donnerstag, 30. August 2007
@hähnchen
Wie ich sagte, und wie ich auch hier auf x-net mehrfach zeigte, habe ich (fast) das gesamte Schrifttum des hl. Vaters gelesen, sogar eine eigene Bibliographie desselben erarbeitet.
Für mich zeugt die Publikationswut Ratzingers von einem geistigen und theologischen Hochmut ohne gleichen in der gesamten Kirchengeschichte. Und es ist Symptom (!!) dieses Hochmuts, daß er sich stets sehr geschickt als konservativ positionierte, hie und da die Alte Messe las, den Treuen pseudo-orthodoxe Brosamen vor die Füße warf etc.
Ich gebe gern zu, daß ich mich selbst etliche Jahre täuschen ließ, bis mir anläßlich seiner lügenhaften Publikation des Fatima-Geheimnisses die Augen geöffnet wurden. Ja – es ist wahr: Hier sitzt ein völlig skrupelloser Mann ohne Treu und Glauben auf dem Stuhle Petri.
Magnificat: Gewaltige stößt Gott vom Stuhl hinunter in den Schwefelpfuhl. Die Niedern pflegt Gott zu erhöhen, daß sie wie Stern am Himmel stehen. Die Reichen lässt Gott bloß und leer, die Hungrigen füllt er mit Gaben, daß sie auf seinem Gnadenmeer stets Reichtum und die Fülle haben.
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#19   hähnchen   17:36:19 | Donnerstag, 30. August 2007
@artois
Sorry, artois, wohl zuviel stella artois getrunken, was ? Sie merken offensichtlich gar nicht, dass Sie anscheinend nicht mehr katholisch sind, sondern einer gegenreformatorischen Sekte angehören…wie kann man dem Heiligen Vater nur so etwas vorwerfen ? Jmals was von ihm gelesen ? Sie können doch lesen, geben sie es zu. o^/
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#18   Artois †   17:28:46 | Donnerstag, 30. August 2007
Es ist offensichtlich,
daß der hl.Vater schon lange den kath. Glauben verloren hat. Dies beweist unbezweifelbar seine Haltung zu Fatima. Wer eine Weihe vortäuscht, bzw. eine vorgetäuschte Weihe wissentlich propagiert, wie er tat, der kann wohl kaum katholisch sein, glaubt er doch wohl, daß er Gott und die Gottesmutter betrügen KANN!
Auch sein gesamtes Schrifttum gibt in erschütternder Weise davon Zeugnis, daß er weder Treue zum Glauben, noch Treue zur Kirche kennt.
Zur Frage der Tradition: Das Traditionsprinzip ist in der Lehre der Kirche und auch in der hl. Schrift felsenfest gegründet. Wer es leugnet, oder wer auch nur von ihm abweicht, leugnet die Kirche und leugnet den katholischen Glauben – mit allen, ja tatsächlich mit allen Konsequenzen!
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#17   hähnchen   17:18:46 | Donnerstag, 30. August 2007
@stimme aus dem Tradiland
Aha, sehr aufschlussreich, ich meinte eher ein Tradiland-Seminar…Da kommen sie nämlich her, das riecht man…
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#16   Sentinel   17:04:37 | Donnerstag, 30. August 2007
@hähnchen
Das Problem an der Sache ist, das die Tradition den Aussagen des Papstes Recht gibt!
Klar, heutzutage geht die Meinung über den Autor des Johannes-Evangeliums und der Offenbarung sehr weit auseinander. Aber nicht nur Apologeten beschäftigen sich mit der Thematik, sondern auch wirkliche, echte Christen.
Jene Christen, die sich in einem Land, das immer weiter islamisiert wird, als Verfolgte fühlen. Warum sollen sie nicht ihren Traditionen treu bleiben, obwohl sie Gejagte sind?
Genauso verhält es sich mit jenen, die die Tradition wahren. Und damit sind nicht die Piusbrüder gemeint! Jene befolgen die rein LeFebrvistische Tradition – und das jene nicht mit der der römisch-katholischen Kirche ident ist, kann man sehr gut an derer DVD erkennen.
Tradition ist das, daß die katholische Kirche ausmacht. Wer dies nicht versteht, erkennt nicht, daß das NOM, daß gegen die Tradition gerichtet ist, sich bereits selbst erledigt hat.
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#15   Stimme aus dem Tradiland   17:02:01 | Donnerstag, 30. August 2007
@ Kikerikii – Gott sei dank kam ich nie in ein Seminar!
Gott sei dank kam ich nie in ein Seminar, denn es hätte mich den Glauben vielleicht endgültig gekostet. Ich bin Gott auch dankbar dafür, dass ich nicht die Kirche (Diözese) als Arbeitgeber bekam, wie ich aber vorhatte, sondern einen anderen Weg einschlug.
Dies deshalb, da ich die Tradition damals nicht kannte und in einem V2-Seminar kaputtgruppendynamisiert und vergenußspechtelt worden wäre – zwar wäre ich dann ausgetreten, aber der Schaden wäre schon geschehen gewesen. Ähnliches – wenn auch nicht in der gleichen Schärfe – wäre auch bei der Kirche als Arbeitgeber zu bemerken.
Es ist schlimm genug, wenn – so nach glaubwürdigen Augenzeugen, welche dort beschäftigt sind – schamlose Weiber („kirchliche“ Angestellte) bauchfrei mit Pumps und Miniröcken in den bischöflichen Ordinariaten herumgehen (…).
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#14   hähnchen   16:47:53 | Donnerstag, 30. August 2007
@Stimme aus dem Tradiland
Sie sind ja ein besonders Kaputter, wohl eines der Seminare durchlaufen ,was ? HAAHA
Gruß , Stimme aus dem Knast
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#13   Stimme aus dem Tradiland   16:28:57 | Donnerstag, 30. August 2007
Federvieh & Lorenz
@ hähnchen: Ihre Intelligenz und Ihr Niveau überragt dafür nicht diejenige des Tierchens, nach dem Sie sich benennen…
@ Lorenz: Es ist ein bedeutender Unterschied, ob der hl. Apostel Johannes einen Schreiber hatte (höchst wahrscheinlich), dem er diktierte, oder einen in seiner Tradition stehenden Nachfolger (Schüler kann man nach BXVI. gar nicht sagen, weil nicht einmal sicher ist, ob dieser Presbyter seinen apostolischen Namensvetter überhaupt persönlich gekannt hat), der eigenständig geschrieben hat und sich lediglich dem Andenken des Apostels verpflichtet fühlte (so der hl. Vater in seinem jüngsten Buch).
Bedeutend für die Autorität des Evangeliums, seine theologische Bedeutung und seine Authentizität.
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#12   hähnchen   16:11:27 | Donnerstag, 30. August 2007
Pius X in Reinkultur
Hier merkt man deutlich, wer hinter kreuz.net steckt bzw. sich versteckt: Piushausen pur. Intelligenz auf Seminaristenniveau und ein abwertender Ton gegenüber dem Heiligen Vater, der zudem recht gelehrt ist. Danke für den Schwachsinn, den ich hier immer wiedr lesen darf, Hauptsache Tradition, oder ?
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#11   Heggi   16:09:51 | Donnerstag, 30. August 2007
landorganist
Spinnen Sie doch hier nicht herum. Ob Sie sich jemals mit der Entstehung der Evangelien überhaupt (und dann noch ernsthaft) auseinander gesetzt haben, darf wohl mehr als nur bezweifelt werden. Gerade beim Johannes-Evangelium gehen die Meinungen der Exegeten und Historiker weitest auseinander. Man wir diese Frage auch beim lebenden Ppst kritisch sehen dürfen. Und lesen Sie mal dazu, was Klaus Berger dazu als nicht Unbedarfter geschrieben hat. Außer Polemik fällt Ihnen schon lange nichts mehr ein.
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#10   Lorenz   15:39:12 | Donnerstag, 30. August 2007
Bitte um Aufklärung.
Wo hat der Heilige Vater denn etwas der Tradition Widersprechendes gesagt? Was Papst und Schrift sagen deutet doch alles darauf hin, dass der hochbetagte Apostel Johannes dem jüngeren Presbyter Johannes Ende des ersten Jahrhunderts in die Feder diktiert hat. Es bleibt bei der apostolischen Verfasserschaft, wenn er diesen „Sekretär“ um Hilfe gebeten hat. Selbst anzunehmen, dass der Presbyter soetwas wie ein Ghostwriter gewesen sein mag, ein in schriftstellerischen Dingen erfahrener Helfer, der einen eigenen Werttschöpfungsanteil bei der inhaltlichen Verfassung innehat, ist kein schwerer Traditionsbruch. Diese letzte Variante ist insofern die Wahrscheinlichere, als der Hinweis auf den, der es bezeugt, so klingt, als sei mit diesem nicht der (Aus-)Formulierende, sondern der bericht-, also zeugnisgebende Verfasser gemeint.
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#9   Sentinel   15:37:40 | Donnerstag, 30. August 2007
@Gotthard
Tradition ist auch alles!
Würde man die Traditionen aus der Kirche herauslassen, ginge es dort zu wie in einer Moschee – in der ändern sich die Zustände und Rituale auch alle 15 Minuten!
Das die traditionellen Christen dies erkannt haben – und es auch pflegen, kann in diesem Fall nicht gegen diese sprechen.
Als wahrer Christ nimmt man die Traditionen ernst. Auch wenn sie einem altertümlich vorkommen. Aber die meisten Traditionen sind ja auch altertümlich. Dies wird Ihnen jeder Moslem bestätigen, wenn es um eine Steinigung oder einen Ehrenmord geht!
Genau aus diesem Grunde sollten die deutschen Christen sich mehr auf ihre christlichen Traditionen berufen und sie auch leben.
Traurig ist, daß so wenige Christen dies wirklich verstehen. Die meisten müssen sich erst einen Talar überstülben, um es zu begreifen.
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#8   Sozialkatholisch   15:36:30 | Donnerstag, 30. August 2007
@ Gotthard
Wer ist denn ihrer Meinung nach der Autor des Johannesevangeliums und der Apokalypse des Johannes?
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#7   Gotthard   15:33:57 | Donnerstag, 30. August 2007
profund
Theologie auf +net? Ich kapier es nicht!
Die anonymen Autoren werden immer armseliger. KEIN Argument … außer Tradition!
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#6   Stimme aus dem Tradiland   15:33:16 | Donnerstag, 30. August 2007
Kurios ist höchstens Ihre hartnäckige Ignoranz, landorganist
Sonst wäre Ihnen aufgefallen, dass spätestens seit der lehramtlichen Entscheidung der päpstl. Bibelkommission (von kreuz.net im Artikel verlinkt) die Frage der Autorenschaft des Johannesevangeliums seit dem Jahre 1907 verbindlich gelöst ist – im Sinne der Autorenschaft des hl. Apostels Johannes!
BXVI. agitiert hier also gegen das durch seine Person verkörperte Lehramt in einer privaten – nicht in seiner Eigenschaft als Papst herausgegebenen – Schrift. Bloß, weil irgendwo ein „Presbyter Johannes“ genannt wird.
„Presbyter Johannes“ wurde z.B. auch der legendäre christliche Herrscher „im äußersten Orient“ genannt, welcher 1145 erstmals durch Otto v. Freising erwähnt wurde und dem 1177 sogar Papst Alexander III. schrieb. Allerdings erfolglos, da er – so er tatsächlich mit dem Fürsten Yeliutaschi des Turkvolkes der Kara-Kitai identisch war, wie Christof Dahm im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon von Traugott Bautz www.bautz.de/…Johannes_d_pri.shtml schreibt, bereits 1143 verstorben war.
Den modernistischen Theologen würde sicher ins Konzept passen, wenn dieser – sonst unbekannte – türkischstämmige Fürst des 12. Jahrhunderts als Autor des Johannes-Evangeliums anzusehen wäre. Dann endlich – so meinen sie – wäre ihrer Meinung und nicht die der der „bigotten, ungebildeteten und dummen“ (so ihre implizite Ansicht) Autoren der hl. Schrift der Vorzug zu geben.
Dieser Wunsch ist der Urheber sämtlicher Spätdatierungstheorien für die Hl. Schrift, welchen offenkundig auch der hl. Vater anhängt.
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#5   semper reformandus   14:55:21 | Donnerstag, 30. August 2007
@Papstkritiker
wie gut, das der Heilige Vater glech zu Anfang seines Buches festhält, dass es sich nicht um einen Lehramtlichen Akt handelt. Über diese Selbstbeschränkung hatten sich einige hard-core-Tradis noch aufgeregt, spätestens jetzt müssen sie ihm dafür danken …
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#4   Sozialkatholisch   14:34:08 | Donnerstag, 30. August 2007
Gefällt mir auch nicht
was der hl. Vater da gesagt hat, es waren aber nur Spekulationen und keine Feststellungen.
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#3   Bokrug †   14:33:11 | Donnerstag, 30. August 2007
Johannes-Evangelium
Siehe www.kathpedia.com einzuarbeiten, siehe hier:
www.kathpedia.com/index.php?title=Johannes…
Ich muss die Zeit gut einteilen und werde solche Fragen eher auf www.kathpedia.com
66.102.9.104/search?q=cache:QrjBru…
Zitat:
es gibt (sehr) gute Gründe anzunehmen, daß der Apostel und Augenzeuge Johannes der Verfasser des nach ihm benannten Evangeliums ist.
Diese These vertritt z.B. der Geschichtswissenschaftler Prof. Dr. Hugo Staudinger (Die historische Glaubwürdigkeit der Evangelien, 7. Auflage, Wuppertal-Zürich/Brockhaus, S. 42 f.):
Zitat:
„[…] im Jahre 1935, erfolgte eine Sensation. Der britische Papyrologe Colin H. Roberts gab ein aus Ägypten stammendes als p 52 eingeordnetes Papyrusfragment heraus, das etwa aus dem Jahre 125 stammt. Es ist auf beiden Seiten beschrieben, ist also nicht Teil einer Schriftrolle, sondern eines Codex. Die Vorderseite konnte Roberts als Johannes 18,31-33und die Rückseite als Johannes 18,37-38 entziffern. […] Mit dieser Entdeckung waren alle bis dahin gängigen Hypothesen, die die Entstehung des Johannes-Evangeliums tief im 2. Jahrhundert ansetzten, eindeutig widerlegt. Da dieses Evangelium um das Jahr 125 herum schon in Ägypten verbreitet war, muß es spätestens um die Jahrhundertwende abgefaßt sein.“
Und weiter (ebenda, S…
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#2   landorganist   14:29:42 | Donnerstag, 30. August 2007
So, und nun
zeigen die Hetznet-Theologen dem Papst aber mal wo der Hammer hängt!!!
Schon komisch. Auf dem Stuhle Petri sitzt einer der ganz großen kirchlichen Gelehrten, allseits, auch von denen, die mit ihm Schwierigkeiten haben, anerkannt, und dann kommt Hetznet daher und wirft sein ganzes theologisches Wissen :-D in die Waagschale, und meint es besser zu wissen. Curios!
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#1   Stimme aus dem Tradiland   14:11:30 | Donnerstag, 30. August 2007
Ich kann überhaupt nicht verstehen oder nachvollziehen,
warum sich der – bekanntlich außerordentlich intelligente – hl. Vater auf solche Spekulationen mit tönernen Füssen überhaupt einläßt, auch dann nicht, wenn ich zugrunde lege, dass er das tatsächlich glaubt. Letzteres würde bedeuten, dass er der hl. Überlieferung nicht glaubt.
Wahrscheinlich ist das eine Ausformung des theologischen Hochmutes, es doch besser zu wissen als die Altvorderen. Hochmut allerdings kommt vor den Fall. Das sollte der hl. Vater nicht vergessen.
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