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Unter den Kardinälen der beste + Nicht katholisch + Im Schlafzimmer des Papstes + Triebtäter + Theologie geändert
Generalaudienz im September 2006
Generalaudienz im September 2006
© Flickr-Benützer „factoids“, CC
Unter den Kardinälen der beste

‘Oberösterreichische Nachrichten’: Wird der Papst Latein verwenden?

Christoph Kardinal Schönborn: „Der Papst kann unter allen Kardinälen vermutlich am besten Latein. Der Domchor in St. Stephan wird während der Papstmesse das Credo und das Gloria Lateinisch singen. Gemäß der Tradition des täglichen Chorgebets im Stift Heiligenkreuz ist dort das Beten in lateinischer Sprache vorgesehen.“

Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, im Gespräch mit der Regionalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’

Nicht katholisch

Deutschland. Der sogenannte Künstler des neuen Fensters im Kölner Dom, Gerhard Richter, wies die Kritik von Kardinal Meisner zurück. Richter sprach mit der regionalen Tageszeitung ‘ Rheinischen Post’. Der Kardinal hatte erklärt, das neue Fenster passe eher in eine Moschee oder ein Gebetshaus als in den gotischen Dom. Der selbsterklärt agnostische Künster Richter sagte nun, daß er für eine Moschee niemals gearbeitet hätte. Er gab dem Kardinal aber insofern recht, daß die Fenster „nicht katholisch“ seien. Das Domfenster zeige den Zufall als überwältigende Macht.

Im Schlafzimmer des Papstes

Italien. Ab September 1943 besetzten die Nationalsozialisten Rom. Damals ließ Pius XII. die Päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo samt Gärten für die Flüchtlinge öffnen. Das erwähnte der Vatikanist der deutschen Boulevardzeitung ‘Spiegel Online’, Alexander Smoltczyk, in seiner wöchentlichen Kollumne „Uupps! – et orbi“. Im geschützten Gebiet lebten bis zu 12.000 Menschen: „Die päpstlichen Privatgemächer waren damals den Schwangeren reserviert, und so kamen hier etwa vierzig Kinder zur Welt – eine nie wieder erreichte Fruchtbarkeit im Schlafzimmer eines Papstes.“

Triebtäter

Deutschland. Ein wegen Kinderschändung vorbestrafter Priester (39) aus Regensburg ist nun erneut wegen sexuellem Mißbrauch verhaftet worden. Das gab die Nürnberger Justizpressestelle am Freitag bekannt. Der Geistliche soll einen 12jährigen Jugendlichen in den Jahren 2003 bis 2006 mißbraucht haben. Seit 2004 wirkte der Geistliche wieder in einer Pfarrei. Ein psychologisches Gutachten hatte ihm nach einer Therapie bescheinigt, daß er geheilt sei. Die Pfarrei und die Öffentlichkeit erfuhren erst diesen Juli von der einschlägigen Vorstrafe des Pfarrers.

Theologie geändert

Deutschland. Die ‘Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit’ in Deutschland sorgen sich um das Motu Proprio „Summorum Pontificum“. Das erkärte der Koordinierungsrat aus Bad Nauheim – 30 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main – in einer gestern veröffentlichten Brief an Papst Benedikt XVI. Es könne nicht behauptet werden, daß sich theologisch nichts verändert habe. Der interreligiöse Verein fordert „Klarstellungen“ zur Karfreitagsfürbitte um die Bekehrung der Juden. Sie enthalte angeblich judenfeindliche Formulierungen und solle in keiner Messe und Pfarrei mehr verwendet werden.
      
18 Lesermeinungen
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#18   Dr. Christoph Heger   21:58:37 | Donnerstag, 6. September 2007
@Graf von Galen: Rom „offene Stadt“
Feldmarschall Kesselring … rettete auch die Kunstschätze aus Monte Cassino und erklärte
Rom zur offenen Stadt.
Diesem Verdienst ist das Verdienst des Heiligen Stuhls an die Seite zu stellen.
Das Angebot von Kesselrings lag vor, aber die Alliierten wollten zunächst nicht darauf eingehen. Daß auch sie Rom zur „offenen Stadt“ erklärten war ein hartes Stück Arbeit für die päpstliche Diplomatie. Gott sei Dank, fanden die Amerikaner und Engländer es letztlich aber doch zu peinlich, Rom zum Kriegsschauplatz zu machen.
MfG
Christoph Heger
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#17   Maurice Corvisier   22:05:30 | Sonntag, 2. September 2007
Werter Graf von Galen,
wenn es soweit ist, werden wir dieses (inzwischen empfinde ich es auch so) entsetzliche Fenster ersetzen – vorzugsweise durch eines, das den Heiligen Vater zeigt, wie er das motu proprio (in der linken Hälfte) und die Erklärung über die Einzigartigkeit der Kirche (in der rechten Hälfte) verfaßt und der Kirche schenkt.
In einer Figurenleiste darunter wären alle Stände des dankbaren katholischen Volkes zu zeigen.
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#16   Graf von Galen   21:54:18 | Sonntag, 2. September 2007
Für ein freies und heiliges Deutschland, @ Athanasius
In Italien hatte der praktizierende, gläubige Katholik
Feldmarschall Kesselring das Kommando. Dieser rettete
auch die Kunstschätze aus Monte Cassino und erklärte
Rom zur offenen Stadt. Er verteidigte Italien erfolgreich
gegen eine mehrfache Übermacht der Alliierten.
Dies im Gegensatz zu Generälen an der Normandie-
Front, die nach neueren Untersuchungen anscheinend
Verrat verübten.
Domfenster: Das neue Domfenster habe ich heute
im Dom bewundern dürfen. Es ist überaus
häßlich und paßt dort überhaupt nicht hin. Die Reali-
sierung der Ursprungsidee mit Heiligen des 20’ten-
Jahrhunderts wäre der bessere Weg gewesen.
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#15   methusalix †   14:12:30 | Sonntag, 2. September 2007
@Murx, Heger et alii
Karl Murx: Sollte in keiner Pfarrei mehr verwendet werden?Die sind aber empfindlich, die Juden. Immerhin gibt es aber auch „Nestbeschmutzer“, wie Ariel Toaff, seines Zeichens Professor für Geschichtswissenachaften in Italien. Sein Buch zur Frage des Ritualmordes an Christen fand vor kurzem in Italien die allergrößte Beachtung.
Nicht nur dort. Eine Buchbesprechung und ein Auszug daraus:
Der Befund ist verheerend: Entweder ist dieses Buch der völligen Naivität des Historikers zuzuschreiben, der bislang kaum einmal über den Tellerrand der italienisch-jüdischen Sozialgeschichte hinausgeblickt hat, oder es ist der wohlüberlegte, aber zutiefst zynische Versuch, sich über für eng befundene Fachkreise hinaus Gehör zu verschaffen. Wenn man sieht, wie sensitive Themen unter den Bedingungen der Mediengesellschaft funktionieren, dann darf Toaff sich bald über Einladungen zu Talkshows hier und dort freuen – ich rate allerdings zum Weiterzappen. Denn das Drehbuch ist ja längst bekannt und im fünften Remake sicher nicht mehr witzig: Die Propheten der Kulturunterhaltung werden einen neuen Historikerstreit verkündigen, und das Publikum wird gespannt „dem Juden“ zuhören, der „es ja wissen muss.“ Professionelle und andere Nachrichtenforen überstürzen sich bereits mit Neuigkeiten vom Skandalbuch, in einem antiisraelischen Blog wird Toaff Sicherheitsbegleitung angeraten („… Sie wissen doch, der Mossad …“). …ww.hfjs.uni-heidelberg.de/…r/aufsaetze_kritiken/
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#14   Dr. Christoph Heger   00:36:24 | Sonntag, 2. September 2007
Alle Achtung, Karl Murx!
MfG
Christoph Heger
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#13   Juhuben Cantuja   23:27:45 | Samstag, 1. September 2007
Karl Murx: was ist zu erwaten
was ist seitens Bischof Fellay und Pater Schmidberger zu erwarten falls Rom dem Druck gewisser Kreise nachgeben und die Karfreitagsfürbitten aus dem Ritus des hl.Pius V beseitigt und durch jene Pauls VI ersetzt. Dann wird es in der Tat den Ritus SS.Pii V deformatus anstatt reformatus als ausserordentlichen Ritus geben.
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#12   santo domingo 2   17:15:36 | Samstag, 1. September 2007
Selbst als Agnostiker, dem es egal sein könnte,
habe ich lieber einen Tradi als einen Kinderschänder in der Pfarrei.
Die Frage ist berechtigt. :)3
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#11   Kaktus   17:08:06 | Samstag, 1. September 2007
Kinderschänder bekommen Pfarreien – Tradis nicht!
Ein Kinderschänder wie Hochwürden Peter Kramer bekommt von Bischof G.L. Müller ohne Probleme eine Pfarrei – was müssen Tradis anstellen, um eine Pfarrei mit der Alten Messe (außerordtl. Ritus) zu bekommen?
Lieber Herr Bischof Müller, machen Sie mal eien Vorschlag!
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#10   Dr. Otterbeck   17:00:28 | Samstag, 1. September 2007
@sweet tobacco
Ne, nee. Die DBK würde mich nicht beschäftigen, da ich das „Credo des Gottesvolkes“ glaube. Das hält man da für Altpapier. Ich kann auch keinen Fahneneid auf den Sekretär der DBK leisten!
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#9   Karl Murx   12:56:43 | Samstag, 1. September 2007
Sollte in keiner Pfarrei mehr verwendet werden?
Die sind aber empfindlich, die Juden. Immerhin gibt es aber auch „Nestbeschmutzer“, wie Ariel Toaff, seines Zeichens Professor für Geschichtswissenachaften in Italien. Sein Buch zur Frage des Ritualmordes an Christen fand vor kurzem in Italien die allergrößte Beachtung. …ww.revisionisthistory.org/page10/page10.html
The complete text in English translation of an important book about „Jewish ritual murder“ is now posted on-line. Italian-Jewish scholar Ariel Toaff concludes in „Pasque di Sangue“ („Bloody Passover“) that there is a historical basis to the infamous „ritual murder“ claims, and affirms that some fundamentalist Jews did, in fact, mutilate, murder and crucify Christian children during the Middle Ages. Dr. Toaff is a professor of Jewish Renaissance and Medieval History at Bar-Ilan University in Israel. His father was the Chief Rabbi of Rome. Shortly after it was published in Italy in February 2007, Toaff responded to protests from Jewish groups by agreeing to „recall“ the book.
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#8   Rainer Tobak   12:14:50 | Samstag, 1. September 2007
stat crux
Ich halte das Fenster für ein Hauptwerk des 21. Jh.; besser hätte man die ungeheure Zahl und Vielfalt der Märtyrer des 20. Jh. nicht verewigen können.
Die DBK könnte neben der Anschaffung eines Zufallsgenerators noch einen akademischen Interpreten engagieren, der als Kaffeesatzleser die interessierte Öffentlichkeit und Zeitungsredaktionen mit „Deutungen“ beliefert! Na, Dr. Otterbeck, wäre das nicht was?
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#7   HeinrichvonOfterdingen   11:56:31 | Samstag, 1. September 2007
Lieber Stat crux,
Gegen Gerhard Richter ist sicher auch der kalte Neid im Spiel, der Zorn, der Überdruss.
… wenn ich mir den Richter so im Fernsehn angucke: es ist eher Mitleid.
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#6   stat crux   11:47:09 | Samstag, 1. September 2007
P.S.:
Jeder maßt sich heute zu jedem Kunstwerk eine Meinung an, na schön; aber gezielte Frechheiten zu verbreiten, denen es nicht einmal um die Kunst geht, das ist auch heute KEIN Apostolat, sondern lasterhaft.
Gegen Gerhard Richter ist sicher auch der kalte Neid im Spiel, der Zorn, der Überdruss. „So einer“ in „unserm“ Dom?? Aber: Gottlob, ja!!
Wer im Angesicht dieses Fensters über das 20. Jh. nachdenkt, dem kommen so manche Gedanken…
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#5   HeinrichvonOfterdingen   11:40:51 | Samstag, 1. September 2007
Lieber Herr Otterbeck,
Ich halte das Fenster für ein Hauptwerk des 21. Jh.;
… noch ‘n bisschen früh für eine solche Ernennung, finden Sie nicht auch?
besser hätte man die ungeheure Zahl und Vielfalt der Märtyrer des 20. Jh. nicht verewigen können.
… also darum ist es letztendlich doch gar nicht mehr gegangen, wenn ich die Diskussion richtig verstanden habe. Ihre alte Tendenz alles zeitgeistkonform gesundzubeten?
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#4   Dr. Otterbeck   11:36:57 | Samstag, 1. September 2007
@Rainer
Prof. Gerhard Richter hat kein Honorar verlangt. Im übrigen wurde der „Zufall“ der Farbverteilung künstlerisch korrigiert. Insofern also doch der für Eingriffe offene Zufall?
Ich halte das Fenster für ein Hauptwerk des 21. Jh.; besser hätte man die ungeheure Zahl und Vielfalt der Märtyrer des 20. Jh. nicht verewigen können.
„Moscheefenster“ sind übrigens die Fenster direkt rechts und links neben dem Richterfenster, bloß ornamental.
Und der neue Teppich im Altarraum, sündhaft teuer, hätte besser in einen Saunaclub gepasst.
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#3   Athanasius   11:01:42 | Samstag, 1. September 2007
„Flüchtlinge“
für die Flüchtlinge öffnen
Nicht nur für irgenwelche Flüchtlinge, Herrn des ‘Spiegel’, sondern für die Juden Roms liess Pius XII. sein Palast öffnen. Die Deutschen wachten vor dem Eingang des Palastes, wagten aber wegen widersprüchlicher Befehle von Wehrmachts- und SS-Seite nicht die päpstliche Residenz zu stürmen und die Juden abzuschleppen. DIe Wehrmachtführung in Italien rechnete dann mit katholischem Aufstand, und Mussolini war dagegen. Die SS aber wollte die Juden noch an der Stelle erschiessen.
Das Kölner Domfenster ist einfach anti-theistisch, wenn die Umschreibung durch den Künstler stimmt. Dann wäre jener Künstler übrigens auch kein Agnost, sondern Atheist. Denn ohne Obersten Beweger gibt es nur die Möglichkeit der „Macht des Zufalls“.
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#2   Rainer Tobak   10:34:01 | Samstag, 1. September 2007
Wenn der Zufall den schöpferischen Willen
ersetzt, dann könnte die Kirche Geld sparen: sie erstezt künftig alle Künstler durch einen von der DBK angeschafften Zufallsgenerator.
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#1   Maurice Corvisier   10:00:37 | Samstag, 1. September 2007
Richter: Das Domfenster zeige den Zufall als überwältigende Macht.
Wenn es einen Zufall gibt, gibt es keinen Gott. Damit ist das Thema durch, und das Fenster auch.
Gut, daß er Silikon genommen hat. Wir warten ab.
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