Es wäre sehr abträglich, wenn ein Priester versucht, den Alten Ritus zu feiern und dabei jedes zweite lateinische Wort falsch betont und bei jedem dritten Wort hängen bleibt.
Hw. Norbert Kley, Pfarrer von Rottach-Egern
(kreuz.net) Die Freigabe der Alten Messe ist kein Grund zur Sorge. Das erklärte der Pfarrer von Rottach-Egern,
Hw. Norbert Kley, bereits am 10. Juli in der Tageszeitung ‘Münchner Merkur’.
Rottach-Egern ist ein bekannter
oberbayrischer Touristenort am Tegernsee mit etwa 5.000 Einwohnern.
Pfarrer Kley plädiert dafür, die
ganze Sache „mit großer Gelassenheit“ zu behandeln.
Es sei kaum anzunehmen, daß jetzt in unseren Pfarreien
von heute auf morgen die Nachfrage nach diesem Ritus um sich greifen werde:
„Es gibt über ganz Deutschland
verteilt mehr als 120 Kirchen und Kapellen, in denen an jedem Sonntag die Messe im Alten Ritus gefeiert
wird.“
Ähnlich sei es in anderen europäischen Ländern: „Menschen, die gerne in diesem alten Ritus
der Heiligen Messe beiwohnen wollen, nehmen oft große Fahrtstrecken auf sich, um dorthin zu gelangen.“
Unter ihnen befänden sich auch Familien, Kinder und Jugendliche: „Allein in Deutschland gibt es mindestens
drei Gemeinschaften, die seit Jahren nur den alten Ritus verwenden. Diese Gemeinschaften erfreuen sich
großen Zulaufs.“
Man höre immer wieder, daß es sich nur um eine kleine Schar von Menschen handelt,
die den alten Ritus bevorzugen: „Aber bei der Feier der Heiligen Messe geht es ja letztlich nicht um Zahlen.“
Denn es sei auch eine Tatsache, daß von den 27 Millionen Katholiken in Deutschland lediglich „zwei Millionen
(!)“ regelmäßig am Sonntagsgottesdienst teilnehmen.
Nach Angaben kirchlicher Statistiken liege der
Durchschnitt bundesweit je nach Region zwischen drei und acht Prozent.
Gemessen an der Gesamtzahl der
Katholiken sei das ja auch eine kleine Schar: „Von den Zahlen her sollte man diese ganze Sache also nicht
beurteilen.“
Die Überlegung sei erwägenswert, in bestimmten Regionen eines Bistums die Möglichkeit
zu schaffen, in regelmäßigen Abständen die Heilige Messe im Alten Ritus zu feiern.
Voraussetzung dafür
sei aber, daß der Priester geeignet und in der Lage ist, diesen Ritus würdig zu feiern:
„Es wäre sehr
abträglich, wenn ein Priester versucht, den Alten Ritus zu feiern und dabei jedes zweite lateinische
Wort falsch betont und bei jedem dritten Wort hängen bleibt.“
Nur ein solcher Priester sollte diesen
Ritus feiern, der ihn in Sprache und Gesten auch tatsächlich beherrscht.
Pfarrer Kley sieht in der Freigabe
der Alten Messe auch eine Bereicherung der Riten:
„Wir sollten nicht vergessen, daß es neben dem Ritus
der römisch katholischen Kirche andere Riten gibt, die in Einheit stehen mit der Kirche von Rom.“
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Wie spricht man „excelsis“, „suscipe“ oder „agnus“ aus? Wie spricht man „excelsis“, „suscipe“ oder „agnus“
aus? Hier ein Link zu einem Forum, in dem sich v.a. Sänger sakraler Musik Fragen stellen über die richtige
Ausprache der lateinischen Wörter. Sehr interessant; und: man wird bescheiden bzw. großzügig, wenn
man sich klar macht, dass es neben dem „klassischen“ Latein eines Cicero ein französisches, ein deutsches
etc Kirchenlatein gibt(das jeweils anders klingt) und dazu hin noch das deutsche Schullatein, das abhängig
von dem Jahr, in dem man zur Schule ging, anders klingt, neben dem Latein der heutigen Universitäten: …ww.tamino-klassikforum.at/thread.php?threadid=4707
#28 Aleph † 19:43:23 | Dienstag, 4. September 2007
Benedikt: Wandelt Euch durch neues Denken Das habe ich nicht gesagt. Was Sie nicht gesagt haben, weiß
ich nicht. Aber bestimmt haben Sie was in dieser Richtung geschrieben. Fairerweise hätten Sie anführen
sollten, was Sie nicht haben schreiben wollen.
Benedikt Die 3,6 Millionen von diesem Sonntag und die 3,6 Mio vom nächsten Sonntag müssen nicht die
gleichen Gläubigen sein. Das war in früheren Zeiten natürlich besser: da waren die 3,6 Millionen Katholiken
identisch mit denen, die am nächsten Sonntag der Messe beigewohnt haben.
#24 laetare † 11:08:01 | Montag, 3. September 2007
ach ja… zynisch, hämisch, lustig machen … hast ja recht, aber andererseits, was will man hier anderes
machen. ich mein, wo teilweise schon sogar den befürwortern der inhalte auf dieser seite fad wird, weil
sie immer das selbe spielen (alte messe – schwulenhetze – holocaust-war-nicht-so-schlimm – kreationismuspropaganda –
abtreibung) … das ist so, als ob ein radiosender fünf lieder hat und die in unterschiedlicher reihenfolge
immer wieder abspielt und hie und da alle zehn stunden ein sechstes einstreut (bibelexegese ist böse).
#23 Benedikt 23:56:50 | Sonntag, 2. September 2007
@ Genoveva Ich weiß nicht, woher Hochwürden seine Zahlen bezieht, aber die richtigen sehen so aus: Die
Prozentzahl der sonntäglichen Besucher katholischer Gottesdienste schwankt zwischen 11,2 (Essen) und
23,7 (Görlitz und Erfurt). Jeden Sonntag nehmen 3,6 Millionen Menschen an den katholischen Sonntagsgottesdiensten
teil (und da sind die bisherigen Indult- und Pius-Messen nicht mitgezählt Das widerlegt die Aussage das
Pfarrers nicht. Die 3,6 Millionen von diesem Sonntag und die 3,6 Mio vom nächsten Sonntag müssen nicht
die gleichen Gläubigen sein.
Wunderschön, warum nicht @Gotthard Zum Glück gibt es auch Orte, wo der ordentliche Ritus sehr würdig
und andächtig gefeiert wird. Es wäre traurig, wenn es nicht so wäre. Dass man beide Usus in sehr würdiger,
erhabener und auch in sehr unschöner Art und Weise feiern kann, steht außer Frage. Meine Überzeugung
ist ja auch, dass die liturgische Krise, die es an so manchen Orten gibt, nicht an den nachkonziliaren
liturgischen Büchern liegt, sondern daran, dass so manche Kleriker meinen, anstelle der liturgischen
Bücher eigenen Konstruktionen folgen zu sollen. Und das geht dann oft leider daneben, da es eine verschwindend
kleine Zahl von Klerikern gibt, die etwa spontan Präsidialgebete formulieren kann. Der allergrößte
Teil besitzt weder die theologischen noch die sprachliche Kompetenz. Die liturgische Krise ist Produkt
einer Kreativität, die durch die tatsächliche Fähigkeit so mancher Kleriker nicht gedeckt ist. AUs
meiner Erfahrung ist nicht der NOM an sich das Problem, sondern die mangelnde liturgische Bildung. Und
das hat der Hl. Vater ja auch zurecht im Begleitbrief des Motu proprio dezent, aber sehr deutlich kritisiert.
@Laetare Die Aussprache des Lateinischen ist kontextabhängig. Sus -schipe ist einfach die „kirchenlateinische“
Aussprache, die sich enger an die heute im Italienischen gebräuchliche Aussprache anschließt. C wird
vor e und i wie tsch ausgesprochen. Sus- kipe wäre die rekonstruierte „klassische“ Aussprache, die das
C wie K ausspricht. Darüber hinaus färbt die Muttersprache oft die Aussprache des Latein. Man hört
einfach, ob ein Deutscher, Engländer, Franzose etc. Latein sprucht. Die Franzosen neigen dazu, Verbindungen
wie „an“ (Angelus) etc. zu nasalieren. Ob man sus-tschipe oder sus-cipe sagt, ist Geschmacksfrage und
vom Kontext abhängig: In der Kirche wird meist die italianisierende Aussprache präferiert, im Schulunterricht
würde man meist sus-kipe sagen. Hier von falsch und richtig zu sprechen, ist kaum möglich. Welche Kriteriern
würden Sie zu Grunde legen wollen. Dass es Sie an eine Prager U-Bahn-Fahrt erinnert, ist eine rein subjektive
Wahrnehmung. Offenkundig falsch wäre es, wenn man statt súscipe etwa sucípe sagen, da das i kurz zu
messen ist, so dass sich der Wortakzent auf die drittletzte Silbe zurückzieht (Paenultimagesetz). P.S.:
Warum sind Sie eigentlich so spöttisch? ich habe den Eindruck, dass Sie sich hier vor allem über Dinge,
die sie ablehnen, lustig machen wollen. Klar, da gibt es viele von der Sorte hier und die ständigen Tiraden
gegen den NOM stören mich auch! Aber rechtfertigt das flegelhafte und dümmliche Benehmen von Anderen,
es genauso zu tun?
#20 Gotthard 22:40:56 | Sonntag, 2. September 2007
wunderschön heute war ich in der Messe meiner Pfarrei. Es war wunderschön … rund 45 Messdiener …
und 8 neue Messdiener wurden in die Schar der Ministraten aufgenommen! Weihrauch und Gabenprozession und
Evangelienprozession und Kelchkommunion. Wunderschön als Liturgie – in Deutsch und als NOM.
#19 laetare † 22:18:28 | Sonntag, 2. September 2007
Aussprache und Betonung … aso! Also wenn es falsch ist, ist es falsch, und dann klingt es komisch. Egal
ob wegen der Aussprache oder wegen der Betonung. Und wenn ein Priester vorne steht und so zelebriert,
dass es mich eher an eine Fahrt mit der Prager U-Bahn erinnert, als an einen Gottesdienst, dann kann ich
verzichten. Und … der auf dem Video sagt sustschipe! Aber gut, ich steh hier sowieso auf verlorenem
Posten, denn die Balken-Splitter-Geschichte hat niemand verstanden oder verstehen wollen …
#18 Genoveva 22:05:33 | Sonntag, 2. September 2007
Traue keiner Statistik, … Ich weiß nicht, woher Hochwürden seine Zahlen bezieht, aber die richtigen
sehen so aus: Die Prozentzahl der sonntäglichen Besucher katholischer Gottesdienste schwankt zwischen
11,2 (Essen) und 23,7 (Görlitz und Erfurt). Jeden Sonntag nehmen 3,6 Millionen Menschen an den katholischen
Sonntagsgottesdiensten teil (und da sind die bisherigen Indult- und Pius-Messen nicht mitgezählt
Aussprache und Betonung Man sollte zwischen der Aussprache und der Betonung unterscheiden. Letztere kann
man sehr schön nach dem „Paenultimagesetz“ bestimmen. Nicht umsonst sind die liturgischen Bücher mit
Akzenten versehen. Sie ist von wenigen Ausnahmen abgesehen unstrittig. Die Aussprache ist in der Tat sehr
unterschiedlich und meist durch die Muttersprache geprägt.
„Ars celebrandi“ auch in der Sprache Anmerkung zum Beitrag von „laetare“ Der Schreiber hat offensichtlich
den Inhalt des Beitrags von Hw. Kley nicht richtig gelesen. Soweit ich sehe, geht es Hw. Kley nicht um
die lateinische Aussprache, sondern um korrekte Betonung und flüssiges Sprechen. Meines Erachtens gilt
die „ars celebrandi“ auch für die Anwendung der lateinischen Sprache in der Liturgie, egal ob ein Deutscher,
ein Franzose, ein Italiener oder ein Engländer spricht. Davon einmal abgesehen hat es in der katholischen
Kirche nie Regeln (Rubriken) gegeben, die vorschreiben, wie das Latein auszusprechen ist. Es wurde und
wird in jedem Land anders ausgesprochen. Es wird auch keinen Altphilologen geben, der behaupten wird,
er wisse genau, wie das klassiche Latein zur Zeit der Römer ausgesprochen wurde. Das weiß niemand wirklich.
Und selbst wenn man wüßte, wie im Römischen Senat Latein gesprochen wurde, hieße das noch lange nicht,
dass so auch die Römer gesprochen haben, die am Abend in einer römischen „Taberna“ beisammen saßen.
Ich finde auch nicht, dass sich Hw. Kley über jenen „netten Priester“ lustig gemacht hätte, der in dem
Lehr-Video zur Zelebration des älteren Ritus das Latein korrekt und mit seiner Ausprache verwendet. Es
ist belanglos, ob man „Sus-cipe“ oder „su-schipe“. Auf jeden Fall sagt niemand „sustschippe“, wie „laetare“
meint. Es wäre wirklich schön, wenn man auf kreuz.net nur Kommentare lesen könnte, bei denen man den
Eindruck hat, der Schreiber hat den Text auch verstanden, den er kommentiert.
#15 laetare † 09:49:20 | Sonntag, 2. September 2007
Es wäre sehr abträglich, wenn ein Priester versucht, den Alten Ritus zu feiern und dabei jedes zweit
zweite lateinische Wort falsch betont und bei jedem dritten Wort hängen bleibt. Geh bitte, jetzt macht
der sich über den netten Herrn auf dem Alte-Messe-Lehr-Video lustig und wird dann auch noch auf kreuz.net
zitiert. Man sollte solche Zyniker hier nicht zu Wort kommen lassen. Und nur weil einer suscipe ausspricht,
als würde er eine tschechische Bahnhofstoilette damit meinen, ist er noch lange nicht ungeeignet, um
die alte Messe zu feiern und sie in einem Video anderen zu erklären. Hauptsache er lässt seine linke
Hand liegen, wenn sie nichts zu tun hat. Man muss da schon differenzieren. Und selbst wenn dieses „sustschippe“
mehr nach einer allergischen Reaktion auf den Staub klingt, der über der alten Messe liegt, kann man
doch immer noch behaupten, das wäre eine Aussprachevariante. Und Latein war ja schon lange nicht mehr
die Stärke der Kirche. Seit dem Konzil haben wir das hundertfach auf Audio und Video dokumentiert. Sodano
musste man das Manuskript aus der Hand reissen, wenn man herausfinden wollte, ob er eine Ansprache auf
Italienisch oder Latein hielt. Und vor dem Konzil, naja, die Herrschaften haben vermutlich nur das Glück,
das es relativ wenig Film- und Tonaufnahmen von ihrem Latein gibt. Außerdem: Wenn ein Priester sich verliest,
falsch betont oder hängenbleibt ist das nur halb so schlimm wie wenn er sich verliest, hängenbleibt,
falsch betont und es nicht merkt.
mehr latein in den seminaren Man sollte sich jetzt nicht an der Art und Weise hochziehen, wie die Priester
dieses oder jenes lateinische Wort akzentuieren. Die dort anzutreffenden Unterschiede sind belanglos.
Was die Aussprache des Lateinischen angeht, gibt es eh eine große Variationsbreite: Da gibt es das angeblich
klassische Latein mit der harten Aussprache, (z.B. Kikero oder Käsar), das „offizielle“ Kirchenlatein
(z.B. Zizero, Zäsar) oder das auch nicht selten anzutreffende italienisierte Latein, das auch in der
Piusbruderschaft gebräuchlich und mir persönlich noch am sympathischten ist. Ein Engländer spicht Latein
wieder mit englischem Akzent, ein Franzose wieder auf seine Weise. Aber das spielt doch wirklich keine
Rollex. Ein Kritikpunkt stimmt aber leider schon: Viele Priester haben schlichtweg keine Ahnung von Latein,
weil es sie nicht interessiert, sich dort Grundkenntnisse anzueignen. In den Convikten und Seminaren sollte
also Latein wieder aufgewertet werden. Das kann auch dadurch geschehen, dass man gleichbleibende Teile
der Mess- und Stundenliturgie wieder auf Latein feiert. Schön wär’s jedenfalls. Schönen Sonntag wünscht
euer KRAK DES CHEVALIERS
Betonung Viele können’s nicht. Aber das war auch früher so, deshalb sind die liturgischen Bücher großzügig
mit Akzenten versehen. Und dann macht’s halt die Übung. natürlich kann man beim zügigen Lesen ohne
vorherige Übung schlecht jeden einzelnen Akzent beachten. Ein falsch akzentuiertes lateinisches Wort
ist je nach Situation lästig oder lustig. Wenn die falsche Akzentuierung aus einer klerikalen Hochnäsigkeit
erfolgt (als ob das Latein über die Weihe in die Zunge eingedrungen sei) ist es ein Graus. Und ich nehme
Reißaus.
@Bernardo Genauso ist es! Betonungsfehler sollte jeder Priester mit etwas Übung vermeiden können. Immerhin
sind im Missale Romanum die Akzente dankenswerterweise doch gleich mitgedruckt. Und der liturgische Gesang
muss halt geübt werden.
#11 Dr. Otterbeck 16:56:59 | Samstag, 1. September 2007
@Bernado Die paar Sätze, die im älteren Usus laut gesprochen werden, müsste doch jeder Zelebrant auf
Latein hinkriegen. Die Klippe ist dann wohl die Präfation? P.S. Die Statistik von PMT zugrundegelegt
(40 Orte), halte ich ein Anwachsen der Zelebrationsorte auf rd. 350 bis 400 in Dtld. für möglich. Bei
rd. 16.000 Priestern müsste das quantitativ auch ohne schwerfällige Regularien zu managen sein. Aber
das macht die „alte Messe“ immer noch nicht zum Volkssport.
@ Heggi und Seminarist Bei den 36 oder 39 Indultorten werden alle Messen aufgelistet, wovon die meisten
Werktagsmessen und nur die wenigsten Sonntagsmessen sind. Hier ging es aber genau um die regelmäßigen
Sonntagsmessen im alten Ritus. Auch wenn man die FSSPX-Messen mitzählt und eine großzügige „Dunkelziffer“
mit einrechnet, erscheint mir die Zahl von 120 Messen immer noch zu hoch gegriffen. Aber ich würde mich
hier gerne eines Besseren belehren lassen. Wir dürfen gespannt sein, wieviele regelmäßige Sonntagsmessen
nach dem Missale Romanum von 1962 nach dem 14. September stattfinden werden.
ein vernünftiges Wort endlich mal ein vernünftiges wort aus dem Munde eines Pfarrers. Bislang hat man
ja überwiegend billige Polemik und pauschale Abwehrurteile von Klerikern (einschließlich Bischöfen)
hören müssen. Danke! :)3
B.S. schrieb „Dass Theologen die lat. Sprache beherrschen sollen, hat das Zweite Vatikanische Konzil höchstpersönlich
gefordert, in „Optatam totius“, nr. 13: „Sie (die Alumnen) sollen zudem so viel Latein lernen, daß sie
die zahlreichen wissenschaftlichen Quellen und die kirchlichen Dokumente verstehen und benützen können“.“.
Diese Forderung ist durch Can. 249 in geltendes Recht übertragen worden: „In der Ordnung für die Priesterausbildung
ist vorzusehen, daß die Alumnen nicht nur in ihrer Muttersprache sorgfältig unterwiesen werden, sondern
daß sie sich auch auf die lateinische Sprache gut verstehen und eine ausreichende Kenntnis fremder Sprachen
besitzen, deren Kenntnis für ihre Bildung oder für die Ausübung ihres seelsorglichen Dienstes notwendig
oder nützlich erscheint.“ Wo heute Bischöfe oder Ordinariatsfunktionäre die fehlende Kenntnis der lateinischen
Sprache als Grund heranziehen, die Feier des „usus antiquior“ zu behindern, klagen sie sich selbst des
fortdauernden Verstoßes gegen das Kirchenrecht an.
Seminarist Bei Fsspx sind es 51, bei Fssp imdestens 12 und den anderen sog. Indultorten sind es 36. Das
macht insgesamt schon 98. Dann gibt es weitere nicht aufgeführte Orte, wo regelmäßig Messen im alten
Ritus gefeiert werden, die nur inoffiziell sind, weil der jeweilige Diözesanpriester mehr oder minder
„unter der Hand“ zelebriert. Davon sind mir 6 bekannt. Also insgesamt sind es wohl „locker“ über 100
Meßorte im alten Ritus.
#6 Seminarist 15:28:05 | Samstag, 1. September 2007
@Libertas Mir erscheint die Zahl 120 auch etwas hoch gegriffen. Auf der Seite der PMT werden 39 Standorte
angegeben, dazu kommen nochmals 48 Standorte der FSSPX in Deutschland – macht 85.
Betonungsfehler Wenn man den AOR nicht lesen darf, wegen etwaiger falsch Betonungen des Latein, dann dürfte
in ganz Deutschland ein ausländischer Priester den OR(NOM) nicht mehr lesen. Denn die Betonen die deutschen
Wörter auch oft sehr falsch. Gott schaut glücklicherweise nicht auf die richtige Betonung.
Schöne Stellungnahme Insgesamt eine interessante und sehr ausgewogene Stellungnahme. Wenn doch mehr Kleriker
so denken würden! „Es wäre sehr abträglich, wenn ein Priester versucht, den Alten Ritus zu feiern und
dabei jedes zweite lateinische Wort falsch betont und bei jedem dritten Wort hängen bleibt.“ Wie wahr!
Das gleiche gilt natürlich auch für die lat. Liturgie des ordentlichen Ritus. Allerdings könnte man
diesem Problem in der Theologen- und Priesterausbildung sehr leicht begegnen, wenn man denn wollte. In
der Frage des Lateins ist sehr viel schiefgelaufen. Es kommt im Studium einfach kaum noch vor. Das liegt
natürlich nicht am Fach an sich – es gibt eine unüberschaubare Fülle an theologischen Texten in lat.
Sprache – sondern an einer verfehlten Konzeption der Studienorganisation. Hier wäre schleunigst Abhilfe
zu schaffen. Dass Theologen die lat. Sprache beherrschen sollen, hat das Zweite Vatikanische Konzil höchstpersönlich
gefordert, in „Optatam totius“, nr. 13: „Sie (die Alumnen) sollen zudem so viel Latein lernen, daß sie
die zahlreichen wissenschaftlichen Quellen und die kirchlichen Dokumente verstehen und benützen können“.
Wenn man das Niveau der Lateinausbildung im Rahmen des Theologiestudiums anheben würde, würde man lediglich
den Beschlüssen des Konzils folgen. Auch dies ist ein schönes Beispiel dafür, dass eine rechte Adaption
der Konzilsbeschlüsse zu anderen Ergebnissen hätte führen können.
120 Kirchen und Kapellen? Es gibt über ganz Deutschland verteilt mehr als 120 Kirchen und Kapellen, in
denen an jedem Sonntag die Messe im Alten Ritus gefeiert wird.“ Wie kommt Hw. Kley auf diese Zahl? Wenn
das stimmt, wäre das m. E. relativ hoch. Und auch welche Erhebung stützt sich die Zahl von ca. 2 Millionen
Kirchgängern in Deutschland?