Eine Selbstverständlichkeit
Ein deutscher Weihbischof hat kürzlich erklärt, warum und wie er Priester geworden ist. Das Priesterseminar war „ganz eindeutig“ von geistlicher Lebensführung geprägt.
(kreuz.net) Anläßlich seines fünfzigsten Priesterjubiläums sprach der Weihbischof der Diözese Würzburg,
Mons. Helmut Bauer (74), mit dem ‘Würzburger katholisches Sonntagsblatt’.
Weihbischof Bauer wurde im Juli 1957 vom damaligen päpstlichen Nuntius in Deutschland und späteren Kardinal, Erzbischof Aloysius Muench († 1962), in der Seminarkirche St. Michael mit weiteren zwanzigen Diakonen und drei Ordensleuten zum Priester geweiht.
Sein Wunsch, Priester zu werden, sei in ihm gewachsen:
„Das Leben mit der Kirche, besonders mit den Gottesdiensten – Heilige Messen, Andachten, Bittgänge, Brauchtum – war eine Selbstverständlichkeit.“
Der engagierte Heimatpfarrer, Hw. Theo Diem, war immer bestrebt, geeignete Buben für das Knabenseminar Kilianeum zu gewinnen: „So hat er meine Eltern davon überzeugen können, mich 1943 dort anzumelden.“
Für die Eltern auf dem Bauernhof sei das eine schwere Entscheidung gewesen. Doch sie sagten zu: „Wenn der liebe Gott es will – und auch der Heimatpfarrer –, dann wollen wir es versuchen. Bub, wir geben dir unseren Segen, mach es gut.“
Im Knabenseminar reifte der Wunsch weiter, Priester zu werden. Es herrschte eine gute Atmosphäre im Internat. Priesterliche Erzieher trugen das ihre bei. Die Familie ging innerlich mit:
„Natürlich gab es in der Pubertät auch Gedanken, aus dem Kilianeum auszutreten.“
Einige Bücher zur Liturgie – zum Beispiel „Liturgie und Persönlichkeit“ von Dietrich von Hildebrand – erschlossen dem zukünftigen Weihbischof die Schönheit, die Bedeutung und den Geist der Liturgie.
Auch die bedrückenden Erfahrungen des nationalsozialistischen Regimes und des totalen Krieges ließen in ihm den Entschluß reifen, in der Kirche mitzuwirken und – sozusagen – „die Welt wieder in Ordnung zu bringen“.
Das Ansehen der Priester war wegen ihres äußeren und inneren Widerstandes gegen die Nationalsozialisten sehr hoch.
Mons. Bauer besuchte das Priesterseminar in den Jahren 1952 bis 1957. Es war noch ganz „von der Tridentinischen Konzilszeit geprägt“:
„Doch waren wir in den Nachkriegsjahren von den demokratischen Umschulungen, auch wenn wir keine Luftwaffenhelfer oder Soldaten gewesen waren, geprägt worden.“
Es gab die Schülermitverwaltung am Gymnasium oder den ‘Allgemeinen Studentenausschuß’ – an der Universität: „Beim ‘Allgemeinen Studentenausschuß’ war ich sogar zwei Jahre lang im Vorstand tätig.“
Das Priesterseminar war „ganz eindeutig“ von geistlicher Lebensführung und von der entsprechenden Tagesordnung geprägt: „Freiräume wie heute gab es damals noch nicht.“
Dadurch habe sich ein reiches Innenleben entfaltet: „Wir konnten uns spirituell – und das ganz konzentriert – auf den Beruf als Priester vorbereiten.“
Der Weihbischof glaubt, daß das Priesterseminar heute anders zu führen ist als damals. Man müsse berücksichtigen, daß junge Menschen sich heute mehr mit dem Lebensstil unserer modernen Zeit zurechtfinden müßten.
Auch Eigenständigkeit werde von ihnen gefordert: „Ich bin aber froh, gerade durch die damalige Form des Priesterseminars geistlich geprägt und gehalten worden zu sein.“
Im Übrigen sei Hw. Josef Stangl und spätere Bischof von Würzburg († 1979) im letzten Jahr seiner Studienzeit Regens gewesen: „Er brachte eine gewisse »Öffnung« des Priesterseminars ein.“
Unter ihm sei eine recht brüderliche Atmosphäre zu spüren gewesen:
„Kurz vor unserer Priesterweihe wurde er zum Bischof von Würzburg ernannt, aber seine Bischofsweihe war erst zehn Wochen nach seiner Ernennung, so daß wir nicht von ihm, sondern vom damaligen päpstlichen Nuntius in der St. Michaelskirche geweiht wurden.“
© Bilder: Markus Hauck, Pressestelle Bistum Würzburg
Weihbischof Bauer wurde im Juli 1957 vom damaligen päpstlichen Nuntius in Deutschland und späteren Kardinal, Erzbischof Aloysius Muench († 1962), in der Seminarkirche St. Michael mit weiteren zwanzigen Diakonen und drei Ordensleuten zum Priester geweiht.
Sein Wunsch, Priester zu werden, sei in ihm gewachsen:
„Das Leben mit der Kirche, besonders mit den Gottesdiensten – Heilige Messen, Andachten, Bittgänge, Brauchtum – war eine Selbstverständlichkeit.“
Der engagierte Heimatpfarrer, Hw. Theo Diem, war immer bestrebt, geeignete Buben für das Knabenseminar Kilianeum zu gewinnen: „So hat er meine Eltern davon überzeugen können, mich 1943 dort anzumelden.“
Für die Eltern auf dem Bauernhof sei das eine schwere Entscheidung gewesen. Doch sie sagten zu: „Wenn der liebe Gott es will – und auch der Heimatpfarrer –, dann wollen wir es versuchen. Bub, wir geben dir unseren Segen, mach es gut.“
Im Knabenseminar reifte der Wunsch weiter, Priester zu werden. Es herrschte eine gute Atmosphäre im Internat. Priesterliche Erzieher trugen das ihre bei. Die Familie ging innerlich mit:
„Natürlich gab es in der Pubertät auch Gedanken, aus dem Kilianeum auszutreten.“
Einige Bücher zur Liturgie – zum Beispiel „Liturgie und Persönlichkeit“ von Dietrich von Hildebrand – erschlossen dem zukünftigen Weihbischof die Schönheit, die Bedeutung und den Geist der Liturgie.
Auch die bedrückenden Erfahrungen des nationalsozialistischen Regimes und des totalen Krieges ließen in ihm den Entschluß reifen, in der Kirche mitzuwirken und – sozusagen – „die Welt wieder in Ordnung zu bringen“.
Das Ansehen der Priester war wegen ihres äußeren und inneren Widerstandes gegen die Nationalsozialisten sehr hoch.
Mons. Bauer besuchte das Priesterseminar in den Jahren 1952 bis 1957. Es war noch ganz „von der Tridentinischen Konzilszeit geprägt“:
„Doch waren wir in den Nachkriegsjahren von den demokratischen Umschulungen, auch wenn wir keine Luftwaffenhelfer oder Soldaten gewesen waren, geprägt worden.“
Es gab die Schülermitverwaltung am Gymnasium oder den ‘Allgemeinen Studentenausschuß’ – an der Universität: „Beim ‘Allgemeinen Studentenausschuß’ war ich sogar zwei Jahre lang im Vorstand tätig.“
Das Priesterseminar war „ganz eindeutig“ von geistlicher Lebensführung und von der entsprechenden Tagesordnung geprägt: „Freiräume wie heute gab es damals noch nicht.“
Dadurch habe sich ein reiches Innenleben entfaltet: „Wir konnten uns spirituell – und das ganz konzentriert – auf den Beruf als Priester vorbereiten.“
Der Weihbischof glaubt, daß das Priesterseminar heute anders zu führen ist als damals. Man müsse berücksichtigen, daß junge Menschen sich heute mehr mit dem Lebensstil unserer modernen Zeit zurechtfinden müßten.
Auch Eigenständigkeit werde von ihnen gefordert: „Ich bin aber froh, gerade durch die damalige Form des Priesterseminars geistlich geprägt und gehalten worden zu sein.“
Im Übrigen sei Hw. Josef Stangl und spätere Bischof von Würzburg († 1979) im letzten Jahr seiner Studienzeit Regens gewesen: „Er brachte eine gewisse »Öffnung« des Priesterseminars ein.“
Unter ihm sei eine recht brüderliche Atmosphäre zu spüren gewesen:
„Kurz vor unserer Priesterweihe wurde er zum Bischof von Würzburg ernannt, aber seine Bischofsweihe war erst zehn Wochen nach seiner Ernennung, so daß wir nicht von ihm, sondern vom damaligen päpstlichen Nuntius in der St. Michaelskirche geweiht wurden.“
© Bilder: Markus Hauck, Pressestelle Bistum Würzburg
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Mittwoch, 27. Februar 2008 15:08
peter strub: geeignete Knaben
Wie müssen wohl Knaben geeignet sein für das Priesterseminar?
Montag, 3. September 2007 15:10
Aleph: Christian Hüller
Dafür bin ich auch…!
Montag, 3. September 2007 13:44
Christian Hüller: Anfrage
Die Kommentare zum Artikel könnte man bis dato alle streichen, oder sehe ich das falsch?
Montag, 3. September 2007 12:30
Aleph: Bolligru
Besonders wenn ich Ihnen Antworten kann, verbindet sich hoher Genuss mit honorablem Gefühl, Ihnen die Meinung gesagt zu haben. Im übrigen spielen Sie nicht Klette. Ich habe kein Interesse, von Ihrem Lehm erfolgt zu werden. Oder sind Sie gegen Honorar dazu beauftragt, Diffamierungskampagnen einzuleiten?
Montag, 3. September 2007 11:57
Baron Bolligru: Sagen Sie, Gilbert, werden Sie für Ihre unsäg-
lichen Peinlichkeiten eigentlich für Zeilen oder für Anschläge mit / ohne Leerzeichen bezahlt?
Montag, 3. September 2007 11:31
Aleph: r.ruhrgebietler
Wohl ganz schon im V-I-Denken gefangen. Aber nur V-II bietet Auswege aus dem Labyrinth. Einfach mal anwenden. Hilft auch in Ihrem speziell schweren Fall.
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