11:21:39 | Sonntag, 2. September 2007
Ein deutscher Weihbischof hat kürzlich erklärt, warum und wie er Priester geworden ist. Das Priesterseminar war „ganz eindeutig“ von geistlicher Lebensführung geprägt.

Festmesse zum 50. Priesterjubiläum des Würzburger Weihbischofs Helmut Bauer am 21. Juli 2007 im Kiliansdom.
© Markus Hauck, Pressestelle Bistum Würzburg(kreuz.net) Anläßlich seines fünfzigsten Priesterjubiläums sprach der Weihbischof der Diözese Würzburg,
Mons. Helmut Bauer (74), mit dem ‘Würzburger katholisches Sonntagsblatt’.
Weihbischof Bauer wurde im
Juli 1957 vom damaligen päpstlichen Nuntius in Deutschland und späteren Kardinal, Erzbischof Aloysius
Muench († 1962), in der Seminarkirche St. Michael mit weiteren zwanzigen Diakonen und drei Ordensleuten
zum Priester geweiht.
Sein Wunsch, Priester zu werden, sei in ihm gewachsen:
„Das Leben mit der Kirche,
besonders mit den Gottesdiensten – Heilige Messen, Andachten, Bittgänge, Brauchtum – war eine Selbstverständlichkeit.“
Der engagierte Heimatpfarrer, Hw. Theo Diem, war immer bestrebt, geeignete Buben für das Knabenseminar
Kilianeum zu gewinnen: „So hat er meine Eltern davon überzeugen können, mich 1943 dort anzumelden.“
Goldenes Priesterjubiläum von Mons. Bauer

© Markus Hauck, Pressestelle Bistum Würzburg

© Markus Hauck,
Pressestelle Bistum Würzburg

© Markus Hauck, Pressestelle Bistum Würzburg

© Markus Hauck, Pressestelle
Bistum Würzburg

© Markus Hauck, Pressestelle Bistum Würzburg

© Markus Hauck, Pressestelle Bistum Würzburg
Für die Eltern auf dem Bauernhof sei das eine schwere Entscheidung gewesen. Doch sie sagten zu: „Wenn
der liebe Gott es will – und auch der Heimatpfarrer –, dann wollen wir es versuchen. Bub, wir geben dir
unseren Segen, mach es gut.“
Im Knabenseminar reifte der Wunsch weiter, Priester zu werden. Es herrschte
eine gute Atmosphäre im Internat. Priesterliche Erzieher trugen das ihre bei. Die Familie ging innerlich
mit:
„Natürlich gab es in der Pubertät auch Gedanken, aus dem Kilianeum auszutreten.“
Einige Bücher
zur Liturgie – zum Beispiel „Liturgie und Persönlichkeit“ von Dietrich von Hildebrand – erschlossen dem
zukünftigen Weihbischof die Schönheit, die Bedeutung und den Geist der Liturgie.
Auch die bedrückenden
Erfahrungen des nationalsozialistischen Regimes und des totalen Krieges ließen in ihm den Entschluß
reifen, in der Kirche mitzuwirken und – sozusagen – „die Welt wieder in Ordnung zu bringen“.
Das Ansehen
der Priester war wegen ihres äußeren und inneren Widerstandes gegen die Nationalsozialisten sehr hoch.
Mons. Bauer besuchte das Priesterseminar in den Jahren 1952 bis 1957. Es war noch ganz „von der Tridentinischen
Konzilszeit geprägt“:
„Doch waren wir in den Nachkriegsjahren von den demokratischen Umschulungen, auch
wenn wir keine Luftwaffenhelfer oder Soldaten gewesen waren, geprägt worden.“
Es gab die Schülermitverwaltung
am Gymnasium oder den ‘Allgemeinen Studentenausschuß’ – an der Universität: „Beim ‘Allgemeinen Studentenausschuß’
war ich sogar zwei Jahre lang im Vorstand tätig.“
Das Priesterseminar war „ganz eindeutig“ von geistlicher
Lebensführung und von der entsprechenden Tagesordnung geprägt: „Freiräume wie heute gab es damals noch
nicht.“
Dadurch habe sich ein reiches Innenleben entfaltet: „Wir konnten uns spirituell – und das ganz
konzentriert – auf den Beruf als Priester vorbereiten.“
Der Weihbischof glaubt, daß das Priesterseminar
heute anders zu führen ist als damals. Man müsse berücksichtigen, daß junge Menschen sich heute mehr
mit dem Lebensstil unserer modernen Zeit zurechtfinden müßten.
Auch Eigenständigkeit werde von ihnen
gefordert: „Ich bin aber froh, gerade durch die damalige Form des Priesterseminars geistlich geprägt
und gehalten worden zu sein.“
Im Übrigen sei Hw. Josef Stangl und spätere Bischof von Würzburg († 1979)
im letzten Jahr seiner Studienzeit Regens gewesen: „Er brachte eine gewisse »Öffnung« des Priesterseminars
ein.“
Unter ihm sei eine recht brüderliche Atmosphäre zu spüren gewesen:
„Kurz vor unserer Priesterweihe
wurde er zum Bischof von Würzburg ernannt, aber seine Bischofsweihe war erst zehn Wochen nach seiner
Ernennung, so daß wir nicht von ihm, sondern vom damaligen päpstlichen Nuntius in der St. Michaelskirche
geweiht wurden.“
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Aleph † 15:10:06 | Montag, 3. September 2007
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Aleph † 12:30:42 | Montag, 3. September 2007
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Aleph † 11:31:59 | Montag, 3. September 2007
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maliems 13:31:19 | Sonntag, 2. September 2007
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laetare † 13:29:42 | Sonntag, 2. September 2007