Muselmanen
Ich möchte nicht zynisch sein
Der Teil des Christentums, der am schwierigsten aus Europa auszurotten ist – sind die kirchlichen Immobilien. Von Professor Rudolf Grulich.
Notre Dame in Paris: eine der frühesten gotischen Kathedralen Frankreichs.
Notre Dame in Paris: eine der frühesten gotischen Kathedralen Frankreichs.
© Flickr-Benützer „mambo1935“, CC
(kreuz.net) Ich möchte nicht zynisch sein. Dennoch möchte ich fragen: Wie prägend sind in Europa noch die abendländischen Traditionen und welche christlichen Werte haben wir noch?

Wie christlich-religiös ist eine ‘Europäische Union’ geprägt, die heute den Gottesbezug in ihrer Verfassung nicht erlaubt und in der Präambel keinen Hinweis auf christlich-religiöse Werte zuläßt?

Eine Europäische Union, die den italienischen Politiker Rocco Buttiglione als Mitglied der Europäischen Kommission ablehnt, weil er als Katholik die Lehre seiner Kirche zur Homosexualität ernst nimmt?

Oder denken Sie an die Staaten in der ‘Europäischen Union’, die in der Frage der Euthanasie die Grenzen des Christlichen bereits überschritten haben.

Aber Europa hat noch ein Kulturchristentum als Identität, christlich geprägte Landschaften und Städtebilder mit Kirchen, Kreuzen und Denkmälern.

Diese Identität würde sicher durch den Türkei-Beitritt noch rascher schwinden als das heute schon durch Masseneinwanderung von Millionen Muslimen als Gastarbeiter, Asylanten, Emigranten und Flüchtlingen geschieht.

Türkei – Schmelztiegel der Kulturen
Die Lage der Türkei in AsienDer Taksim-Platz in IstanbulIn Istanbul trifft man Frauen, die sich komplett verschleiern…

Aber vergessen wir nicht, daß es in der ‘Europäischen Union’ seit Jahrhunderten bodenständige Gruppen von Muslimen in Griechenland, Zypern, Polen, Litauen, Bulgarien und Rumänien gibt.

Die Muslime in allen anderen Staaten der ‘Europäischen Union’ sind dagegen erst im Gefolge der modernen Wanderströme, vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg, ansäßig geworden – durch Einbürgerung vieler Muslime in europäischen Ländern und durch Heirat europäischer Frauen mit Muslimen ist die genaue Zahl der Anhänger des Islam bei uns schwer zu bestimmen.

Wie in der Türkei fiel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Zahl der Christen der Bevölkerung sehr weit ab, so geschah es auch ähnlich in Algerien und anderen Staaten.

Parallel gibt es dagegen seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts bereits Millionen von Muslimen in den ehemals rein christlichen Ländern West- und Mitteleuropas.

In fast allen Staaten der ‘Europäischen Union’ leben heute zum Teil deutlich mehr Muslime als Christen in der Türkei.

Der Kirchengeschichtler und Islamkenner Rudolf Grulich in einem Interview mit dem Hilfswerk ‘Kirche in Not’.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Bokrug †   13:50:25 | Sonntag, 16. September 2007
Gegengift zur Postmoderne…
Gegengift zur Postmoderne…
de.wikipedia.org/…i/Athanasius_Kircher
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Nach seinem Tod wurde Kirchers Werk bis ins späte 20. Jahrhundert weitgehend mit Nichtachtung gestraft. Seitdem erfährt es aber eine gewisse Renaissance. Man führt Kirchers Wiederentdeckung auf die Ähnlichkeiten seines eklektizistischen Ansatzes mit der Postmoderne zurück. „Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Kirchers Geschmack für Trivialitäten, Täuschung und Wunder wieder gefragt.“ „Kirchers postmoderne Qualitäten umfassen unter anderem seine Subversivität, seine Berühmtheit, seine Technomanie und seinen bizarren Eklektizismus.“ Da ein Großteil von Kirchers wissenschaftlicher Arbeit heute nicht mehr aktuell ist und wenige seiner Werke übersetzt wurden, liegt das heutige Interesse mehr auf deren ästhetischer Qualität als auf dem eigentlichen Inhalt. Eine Reihe von Ausstellungen hat bereits die Schönheit von Kirchers Werken herausgestellt:
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Ferner…
Das Leben des Philosophen als harmonisches Scheitern…
…denkzettel-philosophie.de/…nkzettel2/krause.pdf
Für soziale Gerechtigkeit
www.kath.net/detail.php?id=16794
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#9   mannstein   17:07:51 | Donnerstag, 6. September 2007
Hangolein
Now I’ve heard everything. It’s the Germans’ fault specifically Rommel that the Muslims have become our enemies. Give me a break. There was never a problem between Germany and the Arab states after WWII. In fact Germany has had the best relations with the Arabs of all European countries. It is the present German politicians that are doing their best to destroy this long lasting friendship. Merkel’s recent statement that Germany’s interests are inseperable from Israel’s interests is a fine example.The problems started because the US and Britain have supported Israel unconditionally to the detriment of the Palestinians. Every UN sanction against Israel at the UN has been blocked by a US veto at the Security Council. That’s the reason the Arabs are outraged.
What else are the Germans going to be scapegoated for?
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#8   virOblationis   07:39:15 | Donnerstag, 6. September 2007
Verstehe nur ich nicht?
Die USA wurden als meltingpot of nations bezeichnet.
Aber – noch einmal die Frage – inwiefern kann man die
„Türkei. Schmelztiegel der Kulturen“ nennen?
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#7   Mr. Poppins   23:16:48 | Mittwoch, 5. September 2007
sirilo
Da Hangolin ein Zweitnick von Sentinel ist, liegen Sie damit richtig.
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#6   Sirilo   23:02:55 | Mittwoch, 5. September 2007
@Hangolin
Da Sie offensichtlich meinen Beitrag von 11:21 Uhr nicht genau gelesen haben und offenbar über keine fundierten Kenntnisse der Geschichte der Kolonialisierung des muslimischen Raums durch westliche Mächte verfügen (z.B.: die Briten saßen nie in Saudi-Arabien), ist es sinnlos, auf Ihre Posting einzugehen und zu antworten.
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#5   Hangolin   20:24:41 | Mittwoch, 5. September 2007
@Sirilo
Im alten Ägypten oder Saudi-Arabien, als dort noch die Briten saßen, gab es keine Probleme mit den Mullahs, Kameltreibern oder sonstigen falschen Heiligen.
Und das ging auch bis 1917 gut so!
Die erste falsche Kolonialisierung war durch General Rommel, der sich quasi quer durch Nordafrika mit seinen Panzern eine Schneise bahnte.
Die zweite falsche Kolonialisierung setzte ein, als die Firma Halliburton (Ölkonzern aus Texas) mit der saudischen Familie Bin Laden einen genialen Deal einfädelte. Als das saudische Königshaus davon erfuhr und die Verträge für ungültig erklärte (das war im Jahr 2000), begann erst der eigentliche Aufstieg der Mullahs, Kameltreiber, etc.
Doch die wirkliche Kolonialisierung geschieht in diesen Ländern jetzt durch die VRC (Volksrepublik China), die mit bedeutend härteren Methoden dort an die Ressourcen heran geht, als es der christliche Westen jemals tun würde.
Dennoch bekommt der Westen den islamischen Terror zu spüren. Also stellt sich hier eigentlich nur eine Frage: Sind nur die Menschen dumm, oder die Europa nur im Allgemeinen?
Der Islam ist nicht das Problem – die Menschen sind es!
Sagten auch schon die Bilderberger auf ihrer letzten Konferenz.
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#4   nonnobisdomine   15:37:01 | Mittwoch, 5. September 2007
Nicht zynisch sein …
Gut und schön.
Doch die Zyniker, ja die Gegner der Kirche und die Gottesleugner setzen anders an.
So haben sie ihren Ansatzpunkt z.B. an dem Glockengeläut gefunden – insbesondere in den Schweizer Gefielden.
Das Glockengeläut stößt diesen Herrschaften auf. Die fühlen sich belästigt und nennen das dann noch als Krankheit.
Glockengeläut ruft die Gläubigen zum Gebet. Die Ungläubigen mögen sich zurückhalten – sie brauchen sich ja nicht gerufen zu fühlen.
Mehr sage ich momentan mal nicht. – Sonst wird es mir wieder mal vom kreuz.net- Forum oder den kreutz-Forumshetzern negativ ins Buch geschrieben.
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#3   r.ruhrgebietler   14:38:52 | Mittwoch, 5. September 2007
Unverständlich, Herr Professor!
Wie schon zu Zeiten Jesu Christi wollen die Menschen sich nicht bekehren! Gott anerkennen, in Demut anbeten und sich IHM reuevoll zuwenden! Zu Recht haben die Päpste erkannt, daß der röm.-kath. Glaube der einzige ist, der zur seligen Auschauung Gottes führt! Dazu gehören auch die Gebäude, die würdig und ehrfurchtsvoll die herrlichkeit des einzigen seligmachenden Glauben unterstreichen und verdeutlichen. Die Gebäude scheinen aber nicht einmal mehr Bischöfen zu trotzen: sie verscherbeln sichtbare Zeichen des wahren Glaubens für Peanuts. Welch eine Verantwortung vor Jesus Christus! Diese Bischöfe sind Schuld an der zunehmenden islamisierung Europas und der ganzen Welt. Diese Bischöfe sind die wahren und wichtigsten Mitarbeiter der Irrgläubigen!
Mir wird schlecht diesen Gedanken weiter zu entwickeln!
Es lebe die Tradition und das allerheiligste Altarsakrament!
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#2   Sirilo   11:21:12 | Mittwoch, 5. September 2007
Blick in die Geschichte
Wer sich über die Zahl der Muslime ereifert, die sich in Europa niederlassen, der sollte einen Blick zurück in die Geschichte tun und sich vor Augen halten, dass europäische Staaten (Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Österreich, Niederlande) längere Zeit überseeische Länder mit muslimischer Bevölkerung als Kolonien besetzt hielten. Wer diese Kolonialgeschichte mit der Ausbeutung der jeweiligen Länder als in Ordnung empfindet, der sollte sich nicht wundern, dass jetzt Menschen muslimischen Glaubens nach Europa kommen, um hier bessere Lebensmöglichkeiten zu suchen.
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#1   virOblationis   11:07:23 | Mittwoch, 5. September 2007
Frage
„Türkei. Schmelztiegel der Kulturen?“
Das verstehe ich nicht. – Oder ist gemeint, daß andere Kulturen darin eingeschmolzen werden im Sinne eines Untergehens?
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