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Sonntag, 2. September 2007 17:02
Flüsse voller Blut, abgeschlagene Köpfe, unbestattete Leichen
„Der Welt geht es sehr schlecht. Sie läuft ihrem Untergang entgegen und wird in einen Abgrund stürzen – mit zahllosen und unaufhörlichen Unglücken.“
Unsere Liebe Frau von Kibeho
Unsere Liebe Frau von Kibeho
(kreuz.net) Die Kleinstadt Kibeho befindet sich im Südwesten von Ruanda in der Diözese Gikongoro. Dort fanden vom 28. November 1981 bis zum 28. November 1989 die ersten kirchlich anerkannten Marienerscheinungen in Afrika statt.

Darüber berichtete ‘Echo aus Afrika’, die zehnmal jährlich erscheinende Zeitschrift der St.-Petrus-Claver-Sodalität.

Landschaft in der Südprovinz von Ruanda
Landschaft in der Südprovinz von Ruanda
Ruanda ist ein kleiner, sehr dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika.

Am 28. November 1981 erschien die Jungfrau Maria zum ersten Mal dem damals 16jährigen Mädchen Alphonsine Mumureke. Die Muttergottes stellt sich ihr als „Mutter des Wortes“ vor.

Alphonsine war damals Schülerin im Mädchenkolleg von Kibeho, das von Schwestern geleitet wurde.

Anderthalb Monate später erschien die Muttergottes zwei weiteren Schülerinnen des Kollegs: Natalie Mukamazimpaka, die damals 17 Jahre alt war, und Marie Claire Mukangango, damals 20jährig.

In dieser Zeit herrschte in Ruanda Frieden. Die Muttergottes warnte vor Gefahren, die dem Land und der ganzen Welt drohten, wenn man fern von Gott lebt.

Zehn Jahre später ereignete sich in Ruanda ein Bürgerkrieg, der im Jahr 1994 zu einem mörderischen Völkermord führte. Bei den Gewalttätigkeiten wurde auch eine der Seherinnen, Marie Claire mit ihrem Ehemann getötet.

Im Erscheinungsort Kibeho befand sich während des Bürgerkrieges ein Lager für aus dem Kongo repatriierte Ruander. Dort lebten zwischen 165.000 und 200.000 Personen. In diesem Lager fanden furchtbare Schlächtereien statt.

Ausgestellte Leichen des Völkermords in Ruanda
Ausgestellte Leichen des Völkermords in Ruanda
Am schlimmsten wüteten die Morde am Wochenende des 22. Aprils 1995. Viele Menschen wurden in der Schule umgebracht, wo die Erscheinungen stattfanden.

Über zehn Jahre vorher – am 19. August 1982 – hatten die Visionäre von Kibeho über furchtbare Schauungen berichtet: Flüsse voller Blut, abgeschlagene Köpfe, unbestattete Leichen.

Die Muttergottes von Kibeho verkündete ihnen deutliche Worte: „Bereut, bereut, bereut! Bekehrt euch, so lange es noch Zeit ist.“

Oder: „Der Welt geht es sehr schlecht. Sie läuft ihrem Untergang entgegen und wird in einen Abgrund stürzen mit zahllosen und unaufhörlichen Unglücken.“

Am 15. August 1982 sahen die Seher die Muttergottes in Tränen.

Mehrmals richtete die Jungfrau Maria an die Seherin Alphonsine das geheimnisvolle Wort: „Der Glaube und der Unglaube werden zusammen erscheinen, ohne daß man es merkt“. Auf Französisch: „La foi et l’incroyance viendront ensemble sans que l’on s’en aperçoive.“

Die Muttergottes sprach auch vom Leiden – so am 15. Mai 1982: „Niemand kommt ohne Leiden in den Himmel“ Oder: „Ein Marienkind trennt sich nicht vom Leiden.“

Auch das Gebet wurde während der Visionen erwähnt: „Die Menschen beten nicht. Selbst unter jenen, die beten, sind viele, die nicht beten, wie es recht ist.“

Heiligtum der Schmerzen Mariens in Kibeho
Heiligtum der Schmerzen Mariens in Kibeho
Am 15. August und am 28. November 1983 verkündigte die Muttergottes das finstere Wort: „Betet ohne Unterlaß für die Kirche, denn große Bedrängnisse erwarten sie in der kommenden Zeit.“

Heute lebt die Seherin Alphonsine (42) als Klarissin in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste.

Die Seherin Nathalia (43) ist in Kibeho geblieben, wo sie oft mit den Pilgern betet.

Der Seherin Marie Claire (1961-1994) hatte vom 2. März bis zum 15. September 1982 Erscheinungen.

Die Muttergottes teilte ihr den Wunsch mit, daß der in Vergessenheit geratene Rosenkranz der Sieben Schmerzen Mariens in der Kirche wieder verbreitet werden solle.

Gegenwärtig läuft ein Gedenkjahr für das Marienheiligtum Notre Dame de Kibeho. Es dauert noch bis zum 28. November 2007.

© Titelbild Muttergottes: kibeho.org
© Landschaftsbild Ruanda: Jonathan Serex, CC
Bildquelle Heiligtum Kibeho: Kirche in Not
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 41 Lesermeinungen:
Donnerstag, 6. September 2007 19:26
katharina viktualia: ui, ui, ui …
„mörderischer Völkermord“? – tautologische Tautologie ?

„Am schlimmsten wüteten die Morde am Wochenende …“ Zu häufiger Konsum von „Wetterberichten“ beeinflusst Ihr Formuliervermögen!

„Schauungen“??? vielleicht doch eher Sichtungen?

Sonst aber sehr spannend … bin jedenfalls ein Fan von Gedenkjahren
Mittwoch, 5. September 2007 21:36
methusalix †: @Defensor
Dieses Bild behauptet nun entweder, daß Christus ein normales ungezogenes Kind war oder aber, daß Maria, die aufgrund der Verdienste Jesu Christi von jeder Sünde frei war, die gleiche ungeheuerliche Ungerechtigkeit begangen hätte wie später die Folterknechte.

Hierin liegt der Skandal.


Grossartig! Ein Bild, das einem Dogma widerspricht. Dazu muss man wirklich ganz katholisch sein.

Haben Sie da vielleicht noch mehr Beispiele? Das Thema beginnt mich zu interessieren, da es der Kreationismusdebatte, die Schönborn vom Zaun gebrochen hat, durchaus ähnlich ist.
Mittwoch, 5. September 2007 20:42
Defensor Fidei: @ methusalix
Dresche für Kinder sollen „unkatholisch“ sein? Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens

Sie müssen schon genauer lesen. Ich sagte nicht, daß es unkatholisch sei, wenn man einem ungezogenen Kind einen Klapps verpaßt oder ihm den Allerwertesten versohlt. Das Problem ist ein ganz anderes. Hätten Sie meine Frage, was denn mit dem Bild ausgesagt werden solle, beantwortet, wären Sie bestimmt auch von selber drauf gekommen:

Jesus selber war ohne Sünde. Er hat also mit Sicherheit nie etwas getan, was es auch nur im Ansatz gerechtfertigt hätte, ihn dafür zu bestrafen, geschweige denn, ihn zu schlagen. Man denke in dem Zusammenhang nur an den rührseligen Choral „Wer hat Dich so geschlagen“ aus den Passionen von Bach. Allein der Gedanke, daß derjenige, der als einziger ohne jede Sünde war, geschlagen worden ist, zerreißt einem – untermauert durch die wunderbare Musik – fast das Herz.

Dieses Bild behauptet nun entweder, daß Christus ein normales ungezogenes Kind war oder aber, daß Maria, die aufgrund der Verdienste Jesu Christi von jeder Sünde frei war, die gleiche ungeheuerliche Ungerechtigkeit begangen hätte wie später die Folterknechte.

Hierin liegt der Skandal.
Mittwoch, 5. September 2007 20:17
Bokrug †: Irrtum…
…im NT wurde das Frauen schlagen untersagt – zudem sollte man seine Frau gut behandeln.

Zudem: Man sollte seine Kinder nicht einschüchtern.

Gewaltlosigkeit wurde ohnehin gepredigt.

Historisch setzten sich Christen für die Sklavenbefreiung und auch Abschaffung der Gladiatorenspiel ein.

Den Grosskaufleuten zum Trotze…

http.//www.vergessene-buecher.de

http://www.artfond.de/geldseite.htm
Mittwoch, 5. September 2007 20:05
methusalix †: @DefensorF.
@ methusalix

berühmtes Gemälde von Max Ernst

Was soll uns mit diesem Bild gesagt werden? Offensichtlich drückt dieses Bild eine Sichtweise über Maria und das Jesulein aus, die mit dem kath. Glauben nicht vereinbar ist.


Dresche für Kinder sollen „unkatholisch“ sein? Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens.

Die Kinderprügelei per Gesetz mit Sanktionen bedroht zu haben ist NICHT der Verdienst der RKK, ganz im Gegenteil.
Es ist eines der zentralen Ziele der 68er und es wurde erreicht.

Vielleich giften deswegen noch heute so viele erzreaktionäre Katholiken dagegen.
Mittwoch, 5. September 2007 17:02
HomCat: Sagen…
Obwohl ich es nicht besser weiß, und nur denken kann, würde ich mal behaupten, daß der Rosenkranz ein Mitbringsel mittelalterlicher Reisen in den Osten war… Sozusagen das ver-christliche Gebetskettchen der Buddhisten…

Aber eine Marienerscheinung hört sich auch gut an, keine Frage
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