Alte Messe
„Mir geht es um die Einkehr, die innere Ruhe“
Wer es vorzieht, in die äußerst künstliche Lateinmesse zu gehen, kann nur merkwürdige Motive haben: Will er einfach in Ruhe gelassen werden? Pressesplitter zur Alten Messe.
Alte Messe in Stockholm
Alte Messe in Stockholm
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Einheit in mobiler Gesellschaft

„Eine Botschaft der Einheit der Kirche in einer immer mobileren Gesellschaft sieht der Krumbacher Dekan Ludwig Gschwind im Schreiben des Papstes: »Wenn, wie beim Weltjugendtreffen, viele tausend Menschen aus aller Welt zusammenkommen, steigert es das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gläubigen, wenn die Messe in einer allen vertrauten Sprache gefeiert wird.«“

Aus einem Artikel der Tageszeitung ‘Augsburger Allgemeine’ vom 11. Juli..

Wie die Alte Messe entstanden ist

„Bei der sogenannten Tridentinischen Messe, entstanden im Zeichen der Auseinandersetzung mit dem sich formierenden Luthertum, werden die Gebete in lateinischer Sprache gelesen.“

Thomas Krazeisen in der ‘Eßlinger Zeitung’ vom 9. Juli.

Der Weißkirchener Pfarrer beweist gar nichts

„Daß jener Weißkirchener Pfarrer gelegentlich mit dem alten Ritus seine Kirche fülle, könne nicht nur wegen des Einzugsgebietes kein gewachsenes Interesse belegen – so Dr. Schult, Arzt für Psychotherapie: »Gäbe es im Bistum einen Priester, der präpariert wäre, konzentriert Männerseelsorge anzubieten, Gottesdienste zu Ängsten, Wünschen und Versuchungen der Männer, wäre auch seine Kirche gefüllt. Und das gilt für jeden, der sich eine Gruppe herausgreift.«“

Aus einem Artikel des hessischen Lokalblattes ‘Main-Spitze’ vom 11. Juli.

Man muß die Liturgie verstehen

„Diejenigen, die das wollen, sollen sich einen Priester suchen, der das tut. Ich täte mich schwer damit und käme mir seltsam vor, weil eine Lateinmesse etwas äußerst Künstliches wäre. Man muß ja nicht nur bloß Latein können, sondern die Liturgie verstehen und sie lebendig feiern.“

Pfarrer Ulrich Franke der Gemeinde St. Agatha in Dorsten in einem Artikel der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ vom 9. Juli über die Freigabe der Alten Messe.

Rätselhafte Motive

„»In St. Laurentius wird es keine lateinische Messe geben, so lange es keine Gruppe gibt, die das wünscht«, stellt Pfarrer Wilhelm Ausel fest. Und die müsse, um diese dem so genannten tridentinischen Ritus entsprechende Messe zu feiern, auch gleich einen Priester mitbringen. »Ich kann das gar nicht«, sagt Pfarrer Ausel. »Ich frage mich ohnehin, welche Motive jemand haben sollte, eine solche Messe zu erleben. Will der in Ruhe gelassen werden?« Denn im Verlauf des Gottesdienstes werde von dem Priester meist sehr leise und zudem noch den Kirchenbesuchern abgewandt gebetet.“

Aus der Tageszeitung ‘Westfälische Nachrichten’ vom 12. Juli.

Einkehr und Ruhe

„»Das Große Latinum besitzt hier kaum jemand«, sagt ein junger Rechtsanwalt. Aber darauf käme es auch gar nicht an. »Mir geht es um die Einkehr, die innere Ruhe, zu der man in einer solchen Messe besonders gut findet.«“

Aus einem Artikel von Joachim Peter in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 23. Juli über die altgläubige Kirche Sankt Afra in Berlin-Wedding.

Gutgemeinter Impuls

„Das Papstwort sollte eher als gutgemeinter Impuls dafür eingestuft werden, daß die »Verheutigung des Glaubens« aus dem Jahr 1970 auch im Jahr 2007 durchaus wieder die lateinische Messe beinhalten dürfe.“

Der Landsbergs Dekan Thomas Rauch und der Landsberger Stadtpfarrer und Prodekan Reiner Hartmann in der ‘Augsburger Allgemeinen’ vom 16. Juli.

Weniger aktiv

„Der alte Ritus zeichnet sich zudem durch eine weniger aktive Teilnahme der Kirchgänger an der Messe aus.“

Aus einem Artikel von Pierre Roh auf der Webseite ‘jugendkirche.org’.

Mehr auf Gott ausgerichtet

„Der traditionelle Ritus ist mehr auf Gott, der neue mehr auf den Menschen ausgerichtet.“

Pater Dirk-Josef Schneider in einem Artikel der Tageszeitung ‘Rheinische Post’ vom 4. August.
      
15 Lesermeinungen
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#15   johannes XXIII   15:46:59 | Mittwoch, 5. September 2007
Lieber Bernd Stromberg
Vllt hätte ich meine Ausführung etwas weiter ausführen müssen. Es sind NICHT die Traditionalisten, die mich stören. Es sind die Fanatiker wie ruhrgebietler und Pünktchen, die andere Meinungen nicht zulassen. Es wird viel zu sehr missverstanden, dass die beiden Riten getrennt werden, sowohl was äusserlichkeiten als auch theologische Hintergründe angeht. Sie sollen eine Symbiose (in diesem fall geistige) sein, die zu einem neuen Glauben anregen soll und die Kirche in sich zu einen, und sich wieder auf die eigenen Wurzeln zu berufen. Das wird bei vielen fanatischen Menschen auf beiden Seiten leider missversatnden, und daraus entsehen diese Konflikte. Und wenn mir mal hier und da ein Wörtchen rausrutscht so sollte es einfach überlesen werden ;-)
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#14   Pippifax   10:23:44 | Mittwoch, 5. September 2007
Naja Gilbert,
lesen Sie doch einmal hier www.spiegel.de/…,1518,503814,00.html etwas über die Renaissance des lateinischen an deutschen Gymnasien. Ich glaube, da haben Sie sich ein wenig verschätzt. An meinem Gymnasium (kein altsprachliches Profil) haben, als ich dieses in den Neunzigern besuchte, etwa 60 Prozent der Schüler Latein gelernt.
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#13   Bernd Stromberg   23:37:51 | Dienstag, 4. September 2007
Lieber Ioannes XXIII,
mich stören auch die herablassenden und provozierenden Einlassungen gegenüber der „Forma ordinaria“, die hier leider üblich sind. Dennoch muss ich auch Ihnen widersprechen: Sie sprechen vom „Ritus extraordinaria“. Machen Sie aus dem -a ein -us, und fast alles ist richtig. Ihr seliger Namensgeber wäre schon ein wenig traurig über Ihren Lapsus, denn er war ein großer Liebhaber des Lateins; seine berühmte Apostolische Konstitution „Veterum sapientia“ kennen Sie sicherlich. Zum anderen gibt es nur einen Ritus, nämlich den römischen, der sich in eine forma ordinaria und eine forma extraordinaria aufgliedert. Einen „Ritus extraordinarius“ gibt es also nicht. Gestört hat mich überdies der Terminus „Hanseln“. Warum? Nun, Sie machen ja das gleiche, was die Hardcoretradis auch machen. Sie würdigen die Anhänger der „f. extraordinaria“ herab. Das ist genauso unzulässig, wie von „V2-Sektierern“ zu sprechen. Denn beide „Usus“ sind Erscheinungs- bzw. Anwendungsformen des einen römischen Ritus. Sie machen den gleichen Fehler den auch die Tradis machen, wenn Sie die „forma extraordinaria“ abwerten. Lesen Sie einfach noch mal das Motu proprio unseres Hl. Vaters und lassen Sie sich von so manchen komischen bis verletztenden Bemerkungen hier nicht durcheinander bringen. Weder die einen noch die anderen sind per se die besseren, überlegenen Christen, auch wenn manche es glauben. Das 2. Vatikanum ist ein recht wichtiges Konzil unserer Zeit, aber der Katholizismus beginnt nicht erst 1962;-)
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#12   johannes XXIII   14:47:20 | Dienstag, 4. September 2007
ruhrgebietler
Wenn sie meinen zu wissen, dass Christus „uns“ (Ide NOM-„Anhänger“, also die katholiken), dann wissen sie sicher auch, wann jesus zurück auf die Erde kommt und das jüngste gericht abhält. Sie wissen ja sowieso alles, so wie anscheinend die meisten Tradis. So sieht es dann auch in unserer Kirche aus, bei den trid. Gottesdiensten: Es kommen ja, obwohls den gottesdienst schon 4 jahre gibt (indultmesse) gerade mal 20 hansel, die meinen, DIE Kirche zu sein. Leider kommen dabei auch nur höchsten 5 aus unserer Gemeinde, die anderen haben längeren Anfahrtsweg. Und, obwohl es nun den ritus extraordinaria „wieder“ gibt, ist die Prophezeiung der kreuznettern oder besser kreuznattern nicht eingetroffen: Die Kirch ist nicht voller und der Altersdurchschnitt liegt klar über 70, wohingegen unsere anderen ordentlichen Gottesdienste nen alterschnitt von 40-45 haben. Hmmm, komisch… Woran liegt das bloß?? Achso: Am Vaticanum II, dass ja alles kaputt gemacht hat…Wann seht ihr Fanatiker endlich ein, das IHR NICHT die kirche seit und es nie sein werdet. jeder der sich gegen die Neue Messe stellt ist somit ien Schismat, also min. ein FSSPXler, wer scih auch noch gegen das Vaticanum II. stellt ist ein Sedisvakantist, und das sind bekanntlich die, die sich durch beleidigungen anderen Religionen gegenüber komplett lächerlich machen. Möge der heilige geist ENDLICH eure herzen erleuchten, ihr habts nämlich verdammt nötig. Und kommentieren braucht ihr das nicht, es kommt eh immer dasselbe.
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#11   Aleph †   11:09:03 | Dienstag, 4. September 2007
r.ruhrgebietler
So ein sektiererischer Schwachsinn: Ein katholischer Priester ist in erster Linie immer noch ein Mensch, kein Christus. Niemand hat er sich verschrieben. Er ist immer wie jeder andere Mensch auch für sich selbst verantwortlich und gehalten sich seines Verstandes zu bedienen („Sapere aude“).
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#10   r.ruhrgebietler   07:39:24 | Dienstag, 4. September 2007
Was für ein Schwachfug!
Ulrich Franke – nicht Berufener!
Man muß ja nicht nur bloß Latein können, sondern die Liturgie verstehen und sie lebendig feiern.
Das hätte er sich weit vor seiner persönlichen Prüfung „Bin ich tatsächlich von Jesus Christus in SEINE Nachfolge berufen?“ überlegen MÜSSEN! Die Aussicht, in Deutschland einen beamtenähnlichen Status als „Priester“ zu genießen(!) ist ja wohl nur eine materielle Überlegung!
In der Glaubensfrage zur Zelebration der hhlg. tried. Messlituergie ist nun Latein DIE SPRACHE der hlg. röm.-kath. Kirche. Auch das mußte er schon vorher gewußt haben!
Auch folgende Punkte hat Ulrich Franke bei seiner Prüfung in den Wind geschlagen:
Ein rk. Priester hat sich Jesus Christus bis in den Tod verschrieben und nicht dem PGR oder der Frauengemeinschaft oder einer sonstigen charismatischen Bewegung. Seine Heimat ist der Beichtstuhl! Seine Wirkstädte ist der Altar, seine Arbeit die würdige Zelebrierung des hlg. Messopfers, seine Freizeitbeschäftigung ist das sammeln von Seelen für den Himmel, seine Kleidung das Skapulier. Sein Gürtel ist der Rosenkranz, seine Mutter ist die Jungfrau Maria! Sein Knappe im Kampfe gg. den Satan ist der hlg. Erzengel Michael! Sein Banner in den Wogen der Welt ist Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament und auf den Prozessionen! Er ist unermüdlich um die Seelenrettung seiner Gemeinde bemüht!
Fazit: Er ist ein absolut nicht berufener und unwürdiger „Priester“! Er ist das, wovor Jesus Christus immer gewarnt hat.
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#9   Bokrug †   20:43:18 | Montag, 3. September 2007
Lukas-Evangelium Kapitel 8
Jesus das Licht der Welt
12Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das aLicht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. 13Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du gibst Zeugnis von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr. 14Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch bwenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr; denn cich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wißt nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe. 15Ihr richtet nach dem Fleisch, dich richte niemand. 16Wenn ich aber richte, so ist mein Richten gerecht; denn ich bin’s nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat. 17Auch steht in eurem Gesetz geschrieben, daß zweier Menschen Zeugnis wahr sei. e 18Ich bin’s, der von sich selbst zeugt; und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir. 19Da fragten sie ihn: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; fwenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater.
a: Kap 1,5; 1,9; Jes 49,6; 60,20; Mt 5,14-16 b: Kap 5,31 c: Kap 7,28 d: Kap 3,17 e: 5. Mose 19,15 f: Kap 14,7
20Diese Worte redete Jesus an dem Gotteskasten, als er lehrte im Tempel; aund niemand ergriff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
a: Kap 7,30
Jesu Weg zur Erhöhung
21aDa sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen.
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#8   Rodolfo Panetta   20:34:49 | Montag, 3. September 2007
Ja, ich will in Ruhe gelassen werden!
Während der heiligen Messe möchte ich mich kontemplativ in das Mysterium versenken und nicht von anthrozentrischem Gequatsche abgelenkt werden.
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#7   Bokrug †   18:49:40 | Montag, 3. September 2007
Der Gott des Christentums ist EL: Gott Abrahams, isaaks und Jakobs…
Die große Popularität des Mondgottes im Juda der späten Königszeit läßt weiter den Schluß zu, daß im Zug der allmählichen Durchsetzung der Alleinverehrung JHWHs auch wesentliche Charakterzüge des Mondgottes in die Vorstellung von JHWH integriert wurden, was durch die Betrachtung epigraphischer wie ikonographischer Belege überprüft wird.“ Im übrigen zeigt diese an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen angefertigte wissenschaftliche Arbeit natürlich auch, daß von einem Monotheismus in dieser Zeit bei den JHWH-Verehrern nicht zu sprechen ist, bestenfalls von einem Summodeismus.
In unsere Betrachtungsweise der zyklischen Entwicklung gestellt, erlauben wir uns die Ergänzung, daß die hier zu Tage tretenden Züge JHWHs einen weiten Weg vom ursprünglich monotheistischen Impuls des Sonnenkultes Echnatons über den henotheistischen Vulkangott am Sinai zum nunmehrig lunare Züge erhaltenden höchsten Gott zurückgelegt hat, immer in Anpassung an die jeweilige kulturelle Umgebung der hebräischen Stämme. Jesus, der Christus, wird schließlich die solare Dimension bis hin zur Identifikation als Sol Invictus inkarnieren.
–-----------------------------------------------
Dies finde ich insofern auch bezüglich des Islam interessant, als es ja die Sure „Ya Sin“ als „Herz des Koran“ und auch „Herz Allahs“ gibt.
Ein Symbol Christi in der heiligen Messe ist die MONSTRANZ. Ebenso wie die Hostie ein Auferstehungs- und Sonnensymbol!
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#6   Defensor Fidei   18:44:29 | Montag, 3. September 2007
Die Sprache ist zweitrangig
Wer die Alte Messe nur wegen des Latein wieder haben will, der hat nicht begriffen worum es eigentlich geht. Eine lateinische Messe kann ich nämlich auch im NOM haben. Das entscheidende ist die Liturgie, die Gesten und die Gebete. Auf den Inhalt kommt es an und nicht auf die Verpackung. Eine Alte Messe in der Volkssprache ist mir deshalb auch um ein vielfaches lieber als eine NOM-Messe auf Latein. Die Sprache ist absolut zweitrangig.
Abgesehen davon glaube ich aber nicht, daß man das gläubige Volk mit den wenigen lateinischen Wechselgrüßen, Gebeten und feststehenden Teilen (Credo, Gloria, Agnus Dei) in der Messe überfordert. Was Muselmanen, Juden und andere Religionen können, dazu sollte die Christenheit doch allemal in der Lage sein.
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#5   Aleph †   18:23:30 | Montag, 3. September 2007
Ein bißchen unverständlich schöner
Mit dem bisschen Latein beim Sonntagsgottesdienst wird sich das Bildungsbürgertum nicht mehr aus den Gräbern erheben. Darüber sollten sich die Lateinliebhaber nicht hinwegtäuschen.
Latein ist schön, macht was her, vermittelt Erhabenheit. Leider ist Latein aber die Sprache einer Minderheit, die dem humanistischen Bildungsideal nachtrauert. Die Mehrheit spricht denglish, egal ob das von Lateinliebhabern gutgeheißen wird oder nicht.
In den Schulen hat Latein weniger Zuspruch, weil es sich nicht ähnlich wie Englisch, Französisch oder Spanisch anwenden lässt. Mit Latein wird nichts besser, vielleicht manchmal ein bißchen unverständlich schöner…! Aber dafür Latein lernen: Cicero aufsagen oder Gesänge des Ovid…?
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#4   Artois †   17:34:59 | Montag, 3. September 2007
@Latein
Ich kann mich Vorpostern nur anschließen. Wer, auch als heutiger Jugendlicher weltweit, noch einen Rest von Liebe zur Kirche verspürt, de wird auch die Liebe und das Verständnis für Latein spontan kultivieren – und verstehen, worum es geht. Man versteht eben mit dem Herzen, und das katholische Herz versteht Latein und weiß, was „Credo“ bedeutet.
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#3   semper reformandus   17:17:55 | Montag, 3. September 2007
@schwänzer
Die Vertrautheit mit der Muttersprache der Kirche ist heute natürlich nicht mehr Realität, sollte aber das Ziel einer echetn Reform sein. Das Latein erst de facto zu töten und dann zu höhnen, es sei tot, ist geradezu diabolisch.
In Köln erzählte man noch vor wenigen Jahren den Witz, wie klein Tünnes erstmals ins Ausland reist, kein Wort veresteht, nach dem Besuch des sonntäglichen Hochamtes aber erfreut nach hause meldet: „Ich versteh hier kein Wort, aber wisst ihr wat? In der Kirche sprechen Se kölsch!“
Diese Anekdote würde heute natürlich nicht mehr funktionieren. Und zwar nicht nur, weil es zu viele Schulschwänzer gibt.
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#2   Aleph †   17:04:36 | Montag, 3. September 2007
Latin
Die Jugendlichen sind doch nur nach Köln gefahren, weil sie alle hervorragend Latein beherrschen und den Papst auf dem Rheinschiff segnen sehen wollten. Wenn das keine Gründe sind…! :-!
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#1   schulschwänzer   17:02:31 | Montag, 3. September 2007
Latein eine vertraute Sprache unter Jugendlichen???
Wenn, wie beim Weltjugendtreffen, viele tausend Menschen aus aller Welt zusammenkommen, steigert es das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gläubigen, wenn die Messe in einer allen vertrauten Sprache gefeiert wird.
Wieviel von den vielen Tausenden Jugendlichen ist den Latein vertraut?
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