11:21:47 | Montag, 3. September 2007
Lebensrechtler werden von der Politik hart bedrängt. Schlimmer ist die innerkirchliche Kritik. Die „Allianz für die ungeborenen Kinder“ appelliert an Papst Benedikt XVI.

Benedikt XVI. und der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer
© Dragan Tatic/HBF – www.papstbesuch.atHochwürdigster Heiliger Vater!
Ihr Besuch in unserem Land macht uns große Freude. Diesen Besuch möchten
die Mitglieder dieser Allianz zum Anlaß nehmen, Sie dringend um Ihre Hilfe und um Ihre Stärkung beim
Lebensschutz zu bitten.
Österreich – eines der reichsten Länder der Welt – ist für Ungeborene besonders
gefährlich. Seit 3 Jahrzehnten wird bei uns circa jedes 2. ungeborene Kind getötet, teilweise öffentlich
gefördert mit Steuergeldern, teilweise sogar in öffentlichen Krankenhäusern.
Christen sind immer für
die Ausgegrenzten und Schwachen eingetreten. Ungeborene Kinder sind von allen am schutzlosesten. Sie können
nicht weglaufen und protestieren.
Menschen, die gegen Abtreibung aufstehen und für Menschenrechte ungeborener
Kinder eintreten, werden bei uns nicht nur von der Politik hart bedrängt, sondern bekommen auch innerkirchliche
Kritik zu spüren.
Gleichzeitig wissen wir um die große Not, die hinter jeder Abtreibung steht, die
Leiden, die damit einhergehen und aufgearbeitet werden müssen, die große, brachliegende Chance der Ortskirche,
hier heilsam tätig zu sein.
Es gilt mit dem unverkürzten „Evangelium des Lebens“ eine echte „Kultur
des Lebens“ aufzubauen und durch Leben und Tat, in Liebe und Wahrheit zu bezeugen.

Ein Abtreiber ermordete dieses Kind in der 7. Lebenswoche
In diesem Geist appellieren
wir inständig an Sie, Heiliger Vater Benedikt, bitte bestärken Sie uns
1) die ganze Realität mit eindeutigen,
klaren Worten zu benennen:schutzlose ungeborene Kinder, allein gelassene Frauen und Mütter. Väter,
die sich aus dem Staub machen. Schweigemauer in Kirche und Gesellschaft. Kindestötung als Geschäft,
viele Mittäter, viele Lügen.
2) als Christen wieder glaubwürdig zu werden:Obwohl besonders schutzbedürftig,
wurden ungeborene Kinder und ihre Mütter dem „freien Spiel der Kräfte“ überlassen. Auch in der katholischen
Kirche hat es viele Versäumnisse gegeben. Zeichen der Reue und Wiedergutmachung setzen.
3) Lebensschutzgruppen
zu fördern:Diese Gruppen wertschätzen und ernst nehmen, mit allen Mitteln der Kirche unterstützen,
finanziell, medial und ideell. Zusammenarbeit und Allianzen fördern.
4) die Ungeborenen ins Bewußtsein
zu holen:Umfassende Aufklärung über diese Lebensphase in allen katholischen Einrichtungen und Schulen.
Der namenlosen getöteten Ungeborenen in jeder heiligen Messe gedenken. In jedem katholischen Friedhof
Gedenk- und Begräbnisstätten einrichten.
5) den enormen Druck auf Mütter und Ungeborene abzubauen:
Mütter und Kinder schützen von Beginn der Empfängnis an. Mit allen Mitteln des Rechtsstaates, des
Kirchenrechts und der kirchlichen Caritas. Alle katholischen Einrichtungen sollen „Mütter in Not“ aufnehmen
und unterstützen.
6) die Väter endlich wachzurütteln:Ihre Mitverantwortung als Väter für ihre
ungeborenen Kinder einfordern. Männern und Vätern ins Gewissen reden. Umdenkprozesse bei ihnen fördern.
7) wirksame Maßnahmen im öffentlichen Raum zu setzen:Regelmäßige Gebetsprozessionen und Kundgebungen.
Zeichen des Protests gegen Abtreibungen setzen. Wirksame kirchliche Sanktionen für Katholiken, die sich
an Abtreibung beteiligen oder diese befürworten. Umfassende kirchliche Hilfe für die vielen Menschen,
die an den Folgen der Tötung ihres Kindes leiden.
Die Katholiken Österreichs und alle Menschen guten
Willens können ganz sicher eine Trendwende bei der Tötung ungeborener Kinder bewirken. Bitte bestärken
Sie uns dabei, Heiliger Vater!
30. August 2007
Unterzeichner des AppellsAktion Lebensrecht für Alle
e.V. (Claudia Kaminski, Deutschland)
Bundesverband Lebensrecht e.V. (Claudia Kaminski, Deutschland)
Europ.
Ärzteaktion (Dr. Bernhard Gappmaier)
Human Life International (Mag. Dietmar Fischer)
Jugend für das
Leben (Dipl.-Päd. Norbert Rauscher)
Österr. Lebensbewegung (Dr. Wolfgang Machold, Wien)
Pro Vita (Dr.
Alfons Adam)
Bewegung für das Leben (Bernhard Eschenberg, Mörtschach)
Pro Sancta Ecclesia e.V. Initiativkreis
von Laien u. Priestern (in W, NÖ u. Bgld, Mag. Th. Lintner)
IACK – International Alliance of Catholic
Knights (Peter P. Hauser, Salzburg)
UNEC – Union der Nationen Europäischer Christen (GS Winfried Wuermeling,
Paris)
Familie der Divine Innocence (für den deutschen Sprachraum Elfriede M. Henley, Surrey (GB))
Paula
Bachmann, Pflegehelferin, Oberhofen im Inntal
Mag. Hermann Bahr, Hinterbrühl
Dr. Florian Baumgartner,
Kinderarzt, Goldegg
Wallfahrtspfarrer P. Robert Bösner OSB, Maria Dreieichen
Kaplan Ing. Mag. Markus
Doppelbauer, Sedrun (CH)
Maria Fellner und Georg Fellner, Vogau
Alexa & Dr. Christof Gaspari, Maria Enzersdorf
Dr. Rudolf Gehring, NÖ Landesobmann „Die Christen“, Perchtoldsdorf
Jutta & Johannes Graf, Linz
Diakon
Klaus Hanisch, Mindelzell (D)
Mag. Dr. Martin Hofer, Lehrer, Wieselburg
Johann & Marianne Hollaus, Hürm
Pfarrer Msgr. Prof. OStR Dr. Ernst Kallinger, Wien
Dipl.-Ing. Hedwig & Dipl.-Ing. Andreas Kirchmair, Piberegg
Rita Klasz, VS-Lehrerin, Dipl. Erwachsenentrainerin & SC i.R. Dipl.-Ing. Dr. Walter Klasz, Wien
Christine
Lang, Linz
Martina Lintner, St. Pölten
Dipl.-Ing. Alexander Pachta-Reyhofen, Wien
Mag. Emmerich Pesl,
Bäcker & Konditor, Kindberg
Dr. Richard Piaty, ehem. Präsident der österr. Ärztekammer, Fehring
Dr.
Josef Preßlmayer, Gesundheitspsychologe, Steinbach
Walter Ramm, Vorsitzender der Aktion Leben e.V. Deutschland
(D)
MMag. Wolfram Schrems, Bildungsreferent, Wien
MinRat i.R. Dr. Gerhard Seibold, Wien
Christa & Wolfgang
Stadler, Patzmannsdorf
Mag. Gernot & Maria Pilar Steier, Neulengbach
Norbert & Monika Steinacher, Zell
am See
Peter zu Stolberg, Wien
Zsuzsanna Stolberg, Wien
Dr. Inge Urban, Spittal/ Drau
em. Univ.-Prof.
Dr. Wolfgang Waldstein, Mitglied der päpstl. Akademie für das Leben, Salzburg
Mag. Bernhard Wenger,
Notar, Wernberg
Hon. Prof. DI. Dr. Heinrich Wohlmeyer, ehem. Präs. d. Österr. Ges. für Biotechnologie,
Lilienfeld
Der Appell wurde am 31. August an den Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, übermittelt.
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