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Papst empfing Nahostpolitiker + Grausamster Machiavellismus + Nicht in unserem Sinn + Die Zustimmung wächst + Durchaus untergriffig
Paptbesuch im Marienwallfahrtsort Loreto am letzten Wochenende
Paptbesuch im Marienwallfahrtsort Loreto am letzten Wochenende
© Pietre e Parole – aCerasa.it, CC
Papst empfing Nahostpolitiker

Italien. Papst Benedikt XVI. empfing gestern Donnerstag den israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres (84) und den saudi-arabischen Außenminister Prinz Saud Al Faisal (66) in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo. Thema des gut halbstündigen Besuchs war das Leiden der Bevölkerung im Nahen Osten. Wie üblich bezeichnete der Pressesaal des Vatikan das Gespräch als „herzlich“. Die beiden Politiker absolvieren einen mehrtägigen Besuch in Italien.

Grausamster Machiavellismus

Vatikan. Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Elio Sgreccia, hat die britische Genehmigung zur Herstellung von Mensch-Tier-Mischwesen kommentiert. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Mons. Sgreccia sieht in der Züchtung der Hybridwesen einen „monströsen Akt“ gegen die menschliche Würde. Er warnte vor dem Risiko, Monster heranzubilden: „Das Gute muß mit guten Mitteln geschaffen werden.“ Andernfalls herrsche in der Wissenschaft grausamster Machiavellismus.

Nicht in unserem Sinn

Rumänien. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, hat sich vom Dokument der Glaubenskongregation über die Kirche distanziert. Das berichtete das deutsche Boulevardmagazin ‘Spiegel online’. Der Kardinal äußerte sich im rumänischen Hermannstadt (Sibiu) bei der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung. Das Schreiben ist nach Kardinal Kasper „ungeschickt formuliert“. Er sei von Anfang an gegen den Halbsatz gewesen, der besagt, daß Protestanten „nicht im eigentlichen Sinn“ Kirche sind. Sein Vorschlag lautete: „nicht im gleichen Sinn“ oder „nicht in unserem Sinn“.

Die Zustimmung wächst

Österreich. Die Zustimmung zum Aufruf an den Heiligen Vater, eine neue Kampagne gegen die Kinderabtreibung zu starten, wächst. Seit Ende August haben sich weitere Lebensschutzorganisationen dem Aufruf angeschlossen. Jüngste Unterzeichner sind die ‘Aktion Lebensrecht für Alle’ und der ‘Bundesverband Lebensrecht’ unter dem Vorsitz von Dr. med. Claudia Kaminski, die Südtiroler Bewegung für das Leben unter Vorsitz von Bernhard Eschenberg und der österreichische Verein ‘leben-ohne-Dich’, der Eltern hilft, die ihr Kind durch Früh-, Fehl- oder Totgeburt verloren haben.

Durchaus untergriffig

„Im übrigen ist genau das Anliegen des einreisenden Papstes: Schaut nicht auf mich, sondern auf Christus. Das ist auch eine gute Nachricht für Protestanten und ihre durchaus berechtigte Papst-Skepsis.“

Der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner in einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung ‘Die Presse’ vom 1. September.
      
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