Er war ein sehr beliebter Priester. Dann wurden seine sexuellen Verfehlungen bekannt. Er erhielt eine zweite Chance. Jetzt steht das Bistum unter Beschuß.
(kreuz.net, Regensburg) Das Bistum Regensburg muß sich gegenwärtig für einen schweren Pädophilieskandal
verantworten.
Der Fall begann vor fast 10 Jahren. An Ostern 1999 vergriff sich ein heute 39jähriger
Priester des Bistums Regensburg sexuell an zwei Knaben (9, 12).
Ein Gericht verurteilte ihn im Jahr 2000
zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung.
Der frühere Kfz-Mechaniker unterzog sich einer Therapie. Scheinbar
mit Erfolg. Ein psychologisches Gutachten bescheinigte dem sexuell Verdrehten Genesung. Ein weiterer Sachverständiger
bestätigte das Urteil.
Die Ortschaft Riekofen
Nach einer vierjährigen Bewährungsfrist in einem Altenheim setzte das Bistum
Regensburg den vorbestraften Kinderschänder wieder in der Pfarrseelsorge ein. Der Priester kam in die
Pfarrei Riekofen – 30 Kilometer südöstlich von Regensburg.
Ende Juli berichteten die deutschen Medienunternehmen
über den wegen Kindesmißbrauchs vorbestraften Pfarradministrator. Die Pfarrei erfuhr von der Presse
über die Vergangenheit ihres Geistlichen.
Das Regensburger Ordinariat verteidigte die zweite Chance.
Schließlich sei der Knabenschänder geheilt.
In der Pfarrei Riekofen war der Seelsorger offenbar beliebt.
Dort starteten Gläubige eine Unterschriftenkampagne für den Priester.
Doch am letzten Donnerstag platzte
die Bombe. Der Priester wurde erneut wegen sexuellen Mißbrauchs verhaftet. Er soll einen 12jährigen
Jugendlichen zwischen 2003 bis 2006 geschändet haben.
Das Bistum Regensburg suspendierte den Priester
mit sofortiger Wirkung. Der Geistliche erlitt einen Nervenzusammenbruch.
Am Sonntag ließ der Regensburger
Bischof Gerhard Ludwig Müller in der Pfarrei Riekhofen einen Brief verlesen.
Er bat, keine vorschnellen
Urteile zu fällen. Die Aufklärung des Falls liege in den Händen der Justiz. Den Betroffenen sprach
Mons. Müller sein tiefstes Mitgefühl aus. „Ich bitte Sie, im Glauben nicht irre zu werden.“
Der Bürgermeister
von Riekofen, Armin Gerl, warf der Kirchenleitung am Sonntag Versagen vor: „Die Schuld muß man dem Ordinariat
geben.“
Gleichzeitig erklärte der Bürgermeister, daß der Knabenschänder „ein guter Pfarrer“ gewesen
sei: „Jetzt ist er nur noch ein armer Teufel.“
Auch andere deutsche Organisationen – wie die kirchenfeindliche
und auf sexuelle Themen fixierte Vereinigung ‘Wir sind Kirche’ und die ‘Initiative gegen Gewalt und sexuellen
Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen’ – übten heftige Kritik am Bistum für den erneuten Einsatz eines
Knabenschänders.
Die Regionalzeitung ‘Mittelbayerische’ will sogar von mehreren Mißbrauchsopfern wissen.
Sie bezieht sich auf „Insider in Riekofen“.
Am Montag ernannte der Regensburger Bischof Müller Prälat
Gottfried Dachauer (57) zum neuen Seelsorger für die betroffenen Pfarreien.
Prälat Dachauer empfing
1978 die Priesterweihe. Er wirkte 22 Jahre in der Pfarrseelsorge, leitete von 2001 bis 2006 das Regensburger
Priesterseminar und war danach als Priesterseelsorger tätig.
Nun sagte Bischof Müller auch seine Teilnahme
an der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Hermannstadt in Zentralrumänien ab.
In einer
schwierigen Situation wie dieser möchte der Bischof nicht fernab seiner Diözese sein – erklärt das
Bistum auf seiner Webseite. Mons. Müller möchte die weiteren notwendigen Maßnahmen persönlich anstoßen
und begleiten.
Email-Adressen der Empfänger
47 Lesermeinungen
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#47 Kurt K. 10:09:27 | Mittwoch, 19. September 2007
Was verschwiegen wird! Erstaunlicherweise ist der +net-Artikel zu diesem Fall gar nicht so falsch, verschwiegen
wird allerdings das Verhalten des Bischofs Müller und seines Stabs im ersten Fall 1999. Da hat die Kirchenführung
die Eltern und die Kinder überredet, die ganze Sache zu verschweigen und stattdessen Schweigegeld bezahlt.
Als die Eltern vom Bistum verlangten zu versprechen, den Kinderschänder-Pfarrer wenigstens nicht mehr
in die Nähe von Kindern zu lassen, lehnte die Kirche dies ab. Auch den Vorbehalt einer Anzeige lehnte
die Kirche ab. Die Eltern unterschrieben schliesslich den Maul-Halt-Vertrag mit dem Bistum. Erst eine
Bekannte des Vaters (die nicht an den Knebelvertrag gebunden war) zeigte den Pfarrer dann an. Ergebnis:
Eben jenes eine Jahr auf Bewährung. Und erst dann Abzug aus dieser Gemeinde (Viechtach). Dann wurde der
Pfarrer nach Riekhofen versetzt. Dort konnte niemand von dessen Vergangenheit wissen, denn das Bistum
hatte seine Zeit in Viechtach aus seiner Vita entfernt. Und von wegen „Thearpie“. Schon 2001 feierte der
Kinderschänder mit Kindern Firmung. Es ist weniger ein Massenphänomen von Priestern, die sich an Kindern
vergreifen. Das eigentliche Problem ist, wie die Kirche damit umgeht. Vertuschung und Verschweigen. Bei
vielen vielen Fällen. Und das ist eine Sauerei.
Der Ruf nach Selbstjustiz oder Galgenjustiz beweist… …dass unser Rechtssystem- Gott sei Dank! -von
anderen Menschen erschaffen wurde, die nicht in schwarz/weiß und gut/böse gedacht haben. Mit „Schwanz
ab!“ befriedigt man vielleicht momentane Rachegelüste, löst aber kein Problem. Wie die Justiz längst
weiß: Drastische Strafen schüren bei Tätern keine Ängste, weil diese immer darauf bauen, nicht erwischt
zu werden. Es macht mehr Sinn zu überlegen, warum ein Mensch etwas tut, was ihn dazu trieb und inwiefern
man Bedingungen schaffen kann, die künftig das Risiko einer Wiederholung oder erneuten Ausübung eines
anderen minimieren. Bei Sexualstraftätern muß allerdings der Schutz der Allgemeinheit Vorrang haben.
Wer nach Blutrache schreit, der soll sie gefälligst selbst ausüben und nicht erwarten, dass ein Justizbediensteter
einen auf Schlächter macht. Das ein Opfer einer Vergewaltigung Rachegefühle hat und Hass empfindet,
ist wohl nachvollziehbar. Er/Sie ist aber nicht der beste Ratgeber in Sachen Bestrafung.
#45 crossword 08:40:37 | Samstag, 8. September 2007
pascal123 um es mit nachdruck zu betonen: erwachsenen haben die finger von kindern und jugendlichen zu
lassen. der oa priester ist offenbar krank und hätte daher das recht auf die behandlung, zu der sich
eine humane gesellschaft verpflichtet hat. ich nehme an, dass so ein mensch durchaus unter seinem trieb
und seinen taten leidet, so wie ja viele „sünder“ durchaus nicht aus vergnügen und spaß an der freud
sündigen, wenn wir mal bei diesem, von mir nicht sehr geliebten ausdruck bleiben wollen. es geht hier
auch um die verantwortlichen, die ihm sein amt übertragen haben. wenn ich Ihnen in dieser heiklen thematik
in zwei punkten widersprechen darf: so ferne keine gewalt im spiel ist, ist jede enge menschliche beziehung,
vor allem aber die sexuelle natürlich von einem gewissen maß an verführung bestimmt. verführung im
sinne, sich so attraktiv wie möglich zu präsentieren, seine (körperlichen) vorzüge auszuspielen etc.
–-- das interesse des anderen wecken usw… selbstverständlich kann auch ein 12jähriger „verführen“.
wir müssen uns davon frei machen, kinder und jugendliche als asexuelle wesen zu betrachten. wenn ich
mich an dieses alter erinnere, da war schon sehr viel neugierde und sogar bedürfnis, sexualität zu erleben.
in meinem fall war ich mit sicherheit nicht an gleichaltrigen interessiert, sondern an erwachsenen. (so
wie ich auch heute an erwachsenen und glücklicherweise nicht an kindern und jugendlichen interessiert
bin) … für punkt 2 ist leider kein platz mehr…das nächste mal! lg
#44 Pascal123 17:17:48 | Donnerstag, 6. September 2007
Mitleid Mitleid mit Marco können Sie gerne haben, habe ich auch. Da liegt der Fall aber anders. 1. ist
Marco nicht deswegen vorbestraft 2. Ist Marco selbst noch fast ein Kind 3. War das Mädchen keine Schutzbefohlene
von Marco 4. Ist Marco kein Pfarrer. Wenn der Pfarrer unschuldig sein sollte, dann tut es mir für ihn
leid was er durch machen musste. Aber zu sagen er wäre ein armer Teufel. Das geht etwas zu weit. Unschuldsvermutung
hin oder her, er ist Rechtskräftig verurteilt, wenn er dann nochmals den gleichen Fehler begeht, ist
er nicht nur selber Schuld sonder auch nicht Bemitleidens wert, dann hat er es nicht besser verdient.
Er hat für seine 1 Tat gebüßt das reicht. Ich erwehre mich dagegen den Opfern Mitschuld zuzuweisen
indem man in den Raumstellt das sie die Taten vielleicht forciert haben, selbst wenn liegt das Verbrechen
beim Täter( in diesem Fall beim Pfarrer) und bei niemand anderem. Kinder suchen vielleicht Nähe und
Geborgenheit aber wohl kaum Sex mit weitaus älteren Partnern.
#43 Sweetdragon † 17:14:06 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Lorenz mit Tätern habe ich kein Mitleid – warum auch. Niemand hat sie gezwungen zu tun was sie getan
haben. Nein, mir tut auch der Marco nicht leid, denn sollte er das Mädchen wirklich vergewaltigt haben,
dann hat er Schuld. Leid tut er mir wenn sich herausstellt, das das Mädchen gelogen hat. Wäre der Täter
ein Türke und die Tat in Deutschland passiert würde keiner Mitleid haben weil er vielleicht betrogen
worden ist sondern man würde „Hängt ihn auf „ in der Presse lesen. Bei dem Pfarrer handelt es sich ja
auch nicht um einen Ersttäter, der vielleicht hereingelegt worden ist, sondern dieser Pfarrer ist bereits
vorbestraft wegen sexuellen Mißbrauchs von Kindern. Das steht ja auch im Artikel. Da sollte nicht nur
er bestraft werden, sondern auch gleich die Verantwortlichen, die ihn wieder auf Kinder los gelassen haben.
Beihilfe zu sexuellen Mißbrauch. Sie sind in meinen Augen genau so schuldig.
#42 Lorenz 17:05:22 | Donnerstag, 6. September 2007
Lieber Pascal und süßer Drache, gestatten sie mir wenigstens mit allen Opfern Mitleid zu haben. Weiter
unten hat jemand von Ihnen geschrieben, er müsse k…, wenn das Mitleid Dritter nicht nur denen zuteil
wird, mit denen sowieso alle Mitleid haben, sondern auch denen, mit denen sonst keiner Mitleid hat. Der
Typ in Antalya (Marco?) tut mir auch leid, welche Schuld er auch haben mag. Immerhin zeigt der Titel des
Beitrages, das Zitat vom Riekofener Bürgermeister „Nur noch ein armer Teufel…“, dass diese Sicht auf
die Dinge nicht völlig skurril ist. Und bitte unterstellen Sie mir keine Sympathie für irgendwelche
Gewalthandlungen. Danke.
#41 HarroMeyer † 16:23:26 | Donnerstag, 6. September 2007
Da fehlt mir die christl. Toleranz Warum denn gleich den Schniedel ab? Der ist doch auch von Gott! Gott
macht es eben einigen schwer. Da gibt es welche, denen kann man eine junge Frau nackt ins Bett legen:
Dann beten die ihr „Vater unser“ weiter. Ob das so in den Entwicklungsplan Gottes passt, wage ich zu bezweifeln.
Da waren schon die alten Propheten anderer Meinung: s.Lot in der Genesis. Der durfte es gar mit seinen
jungen Töchtern treiben. Mit Gottes Zustimmung, denn sie wurden hinterher schwanger
#40 Pascal123 15:59:37 | Donnerstag, 6. September 2007
@Lorenz Was ist das denn für ein Stuss. Selbst wenn ein Jungendlicher( mit 13 Ist man eher ein Kind als
Jugendlicher) sich in seinen Pfarrer verlieben sollte, ist der Vollzug Strafbar und gehört geandet. Kindesmißbrauch
hat nichts mit Liebe oder Zuneigung zu tun, sondern mit Macht über einen Menschen gepaart mit sexueller
Befriedigung. was gibt es da differenziert zu sehen, selbst wenn es von dem Jungen ausgegangen sein sollte
hat der Pfarrer dafür zu sorgen dem kind und seiner Seeele keinen Schaden zu zufügen.Mit diesen Argumenten
entschuldigen Sie das Verhalten von Tätern und schieben den Opfern eine Teilschuld zu. „Wenn Frauen kurze
Röcke tragen sind Sie selbst Schuld wenn sie vergewaltigt werde“, oder wie darf man das verstehen.Wenn
der Pfarrer tatsächlich schuldig ist,gehört er bestraft und ins Büro versetzt und nicht wieder in eine
andere Pfarrei versetzt.Sollte er unschuldig sein, sollte rehabilitiert werden, aber bitte keinen Möglichkeit
des Zugriffs auf Kinder bekommen.
#39 Sweetdragon † 15:41:07 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Lorenz In welcher Schulklasse dieser Erde haben nicht spätestens im Alter von 13 alle Jungen von Sex
mit ihrer Lehrerin geträumt, wenn diese altersmäßig nicht gerade jenseits von gut und böse war? Und
selbst wenn es so gewesen ist – dann hat der Erwachsene dafür zu sorgen, das es nicht zum Vollzug des
Geschlechtsverkehrs kommt. Schließlich hat er die Verantwortung dafür, das Kinder nicht geschädigt
werden. Pädophile, die Kinder vergewaltigen, gehört der Schniedel ab – da gibt es für mich kein wenn
und aber. Wer Kinderpornos hat, Fotos von Kindern in verfänglichen Posen (und damit meine ich jetzt nicht
die Babynacktfotos oder Baby in der Badewanne, die wohl sehr viele Eltern haben ohne jeglichen sexuellen
Gedanken) der gehört hart bestraft. Du hörst dich an als wäre das für dich alles no Problem, Pädos
sind ja nicht so… Ich kann dir nur nochmal sagen, rede mit den Opfern dieser Tiere, die ihre Triebe
nicht unter Kontrolle haben. Die anderen Menschen ihr Leben kaputt gemacht haben nur um ihre eigenenTriebe
zu befriedigen um mal Spaß zu haben. Kinder können niemals gleichberechtigte Sexualpartner sein – auch
kein noch so verliebter 13 jähriger. Und ja – ein erwachsener Mensch egal ob Mann oder Frau, der seine
Triebe nicht unter Kontrolle hat dem kann man nur zu rufen – selber Schuld – wenn er erwischt wurde.
#38 Lorenz 13:38:02 | Donnerstag, 6. September 2007
Empörungseifer Der Thread lässt sich aber auch nicht aus der geliebten Skandalbahn herauslenken. Hier
wollen alle nur verbranntes Fleisch riechen. Wo bitte finden sich im Beitrag Hinweise, die eine differenzierte
Sicht ermöglichen. Weiter unten wurde gesagt es sei frevelhaft von mir, die Möglichkeit in Betracht
zu ziehen, dass das sexuelle Interesse vom Jugendlichen ausging, weil dies völlig unmöglich sei. Allein
die Erwägung sei ein verwerfliches apologetisches Konstrukt. In welcher Schulklasse dieser Erde haben
nicht spätestens im Alter von 13 alle Jungen von Sex mit ihrer Lehrerin geträumt, wenn diese altersmäßig
nicht gerade jenseits von gut und böse war? Ich bleibe gern dabei und sage es gern nochmal ganz deutlich.
Wer beim Stichwort Pädophilie durchdreht und nur noch „Schnidlwutze“ abschneiden möchte ist ein klassischer
Verfolger. Einem im Fokus solcher Skandawut Stehendem ein „selber Schuld“ zuzurufen ist bereits sehr unkatholisch.
Was ist dann erst mit dem hier laut zu vernehmenden Ruf „schindet ihn“?
#36 Yersinia 21:06:44 | Mittwoch, 5. September 2007
@Luther: Studie: Sex liebste Freizeitbeschäftigung junger Pärchen na so was; wohl was ganz was Neues?
und ich alte Naive dachte immer, Rosenkranzbeten wär up to date! aber gut, dass du da ein so ein scharfer
Beobachter des Zeitgeistes bist! Danke!
Stimme ich zu! Genau! Auch im Sinne des „Täters“ wäre es, wenn die Sache schnell aufgeklärt wird. Aber
Sie haben indirekt ein viel Schlimmeres Problem angesprochen: die Verurteilung vorab durch die Medien,
vor allem Antiklerikal! Es steht doch für nahezu jeden „normalen“ Bürger auf der Strasse fest, dass
dieser Priester, der dazu noch ein normaler Mann ist, wieder mal Schlechtes gemacht und ein Kind missbraucht
hat! Ja, typisch katholische Kirche…etc etc etc.! Und das sehe ich auch als grosses Problem an!
#34 DocRöntgen 12:50:17 | Mittwoch, 5. September 2007
@Luther Damit sprechen Sie ein weiteres Problem unserer Justiz an: Aber eine Stufe zurück! Der Mann ist
noch nicht staatlich veurteilt und bis dahin gilt er für mich als frei und unschuldig! Die schleppende
Bearbeitung solcher Fälle, anstatt möglichst schnell Licht in die Angelegenheit zu bringen. Gerade,
wenn es darum geht, erneute Fälle aufgrund einer möglichen Beweislage zu verhindern. Aktenberge werden
hin-und hergeschoben, während Täter und Opfer sich theoretisch dauernd über den Weg laufen.
Ja, das stimmt durchaus und Rückfälle gibt es ja auch in nichtkirchlichen Kreisen… Wie soll ein Bistum
vorgehen?! Das ist schwer. Eine einfache Entlassung ist nicht moeglich. Vorgehen: Diese rechtlichen Schritte
an den Staat geben. Dieser bestimmt Strafe und die „Haftung“ und dann wird er psychologisch untersucht
und gestützt und „geheilt“…dann kommt ein Gutachter, sogar zwei, sprechen ihn als geheilt aus und dann
ist er wieder frei. Das ist nunmal unser Grundgesetz! So…jetzt kann das Bistum ewig darauf rumpochen,
ihn nach Timbuktu versetzen und ihn dann vollends überwachen lassen. Moeglich! Klar! Noetig??? Der Priester
und der Staat haben „grünes Licht“ gegeben. Das Bistum muss sich darauf verlassen, auch wenn es eben
nunmal vielleicht etwas unsicher ist! Aber eine Stufe zurück! Der Mann ist noch nicht staatlich veurteilt
und bis dahin gilt er für mich als frei und unschuldig!
#32 DocRöntgen 11:52:36 | Mittwoch, 5. September 2007
@Luther: Vorsicht… Den Vorwurf einer Wiedereinsetzung lasse ich mir nicht gefallen, denn das Gutachten
kam immerhin aus einer psychologisch (voellig unkirchlichen) Hand! Diese Gutachten sind gefährlich, wie
wir mittlerweile aus vielen Fällen rückfällig gewordener Triebtäter wissen. Der Gutachter kann isch
immer darauf berufen, dass zum Zeitpunkt der Untersuchungen kein Hinweis auf eine mögliche Rückfälligkeit
mehr bestand. Das sogenannte Restrisiko wird dann in Kauf genommen- manchmal mit fatalen Folgen. Eine
notfalle lebenslange Sicherungsverwahrung scheint mir da angebrachter. Vorschläge wie Zwangskastration
mögen Rachegelüste bedienen, sind letztlich aber kein Garant. Bei Kindesmißbrauch geht es ja nicht
immer und nicht nur um mechanische Triebbefriedigung, sondern um eine Machtdemonstration, die Lust am
Unterdrücken etc.- auch ein kastrierter Mann kann sich einiges einfallen lassen, um diese Gelüste zu
befriedigen. Auf einen rein sexuellen Aspekt lässt sich das nicht reduzieren, sondern diverse psychische
Faktoren, die einen Menschen zu einem Triebtäter machen. Letztlich muß das Allgemeinwohl vor individuellen
Betrachtungen zu einer möglichen „Heilung“ des Täters stehen. Die richter, die einer Freilassung zustimmen,
müssen schließlich nicht dafür gerade stehen, wenn dann etwas passiert.
Sie haben Recht Und nein keine Frau, kein Kind hat Schuld wenn es vergewaltigt wird- die Opfer zu Tätern
machen ist ja so einfach und der arme Pfarrer er kann einem leid tun. Das ist absolut richtig. Da stimme
ich Ihnen voll zu! Und ich denke, der Bischof hat Recht, wenn er sagt, dass die Justiz sich dem Fall annimmt
und schnellstmöglich diese geschihcte aufklärt und dieser „Priester“ entsprechend rechtlich verurteilt
wird. Trotzdem: es ist große Vorsicht geboten. Diese Thema ist total erhitzt, gerade wenn etwas „katholisch“
passiert (das ist klar, denn in einer sexualisierten Gesellschaft, in der der Sex einen so hohen Stellenwert
hat www.shortnews.de/start.cfm?id=665331, werden natürlich gerade die Menschen schnell verurteilt, die
von sich aus auf Sex verzichten). Und deshalb muss man ganz vorsichtig sein. Immerhin gilt der Rechtsspruch
„In dubio pro reo“ immer noch und bei allem Übel und bei allem „Hass“ der sich aufbaut, muss das christ.
Herz immer auch erstmal nüchtern und im Gebet für das moegliche Opfer und auch dessen Peiniger bleiben.
Solange seine Schuld aber noch nicht durch die Justiz entsprechend bewiesen wurde, bleibt er erstmal unschuldig.
So ist die Rechtslage! Und wir sollten uns daran halten! Noch was: Ich finde, und ich habe den Fall jetzt
mal beobachtet, dass das Bistum gut reagiert hat. Den Vorwurf einer Wiedereinsetzung lasse ich mir nicht
gefallen, denn das Gutachten kam immerhin aus einer psychologisch (voellig unkirchlichen) Hand!Auf irgendetwas
muss sich auch ein Bischof und ein Ordinariat verlassen
#28 Sweetdragon † 23:12:03 | Dienstag, 4. September 2007
@ Lorenz Über das Leid, dass nun auf dem Pfarrer lastet, ist mit dem erwähnten Nervenzusammenbruch allerdings
schon Einiges gesagt. Der Arme er tut mir so leid … Wenn ich höre das da jemand Mitleid mit dem Vergewaltiger
hat, dann könnte ich kotzen. Der Typ hat Kinder mißbraucht, zu seiner Erbauung um seine Lust zu befriedigen.
Für den war das superoberklasse. Die Kinder haben mit Sicherheit keinen Spaß daran gehabt sondern nur
Angst. Rede doch mal mit den Opfern von solchen Pervesen, ob Pfarrer oder Onkel oder Papa ist da völlig
egal. Deren Leben ist in den meisten Fällen zu Ende, die Opfer werden kaum noch angstfrei leben können.
Reden sie mal mit Vergewaltigungsopfern, auch mit Frauen. Die werden ihnen schon das passende sagen zu
dem Typ der seinen Schwanz nicht unter Kontrolle hatte. Und nein keine Frau, kein Kind hat Schuld wenn
es vergewaltigt wird- die Opfer zu Tätern machen ist ja so einfach und der arme Pfarrer er kann einem
leid tun. Aber klar, man muß ja Mitleid haben mit Schweinen. Kastrieren und Schluß, dann kann er
keinem mehr was tun. Und es gibt KEINEN Unterschied im Leid der Opfer, egal ob das hier oder im Ausland
passiert – oder sind den ach so tollen Christenmenschen buddistische, muslimische ect. Kinder nichts wert
und die darf man ruhig kaputt machen? Pfui Teufel – jeder der ein Kind anfasst sollte lebenslänglich
sitzen. Und bevor sie fragen – ja ich bin Betroffene. Und Nein niemand kann einem helfen diese Dinge dauerhaft
zu vergessen.
#27 Aleph † 21:57:41 | Dienstag, 4. September 2007
Naturgesetzmäßigkeit Das ist immer das gleiche Spiel: plötzlich spricht keiner mehr von dem skandalösen
Fall, niemand etwas wissen davon. Alles versinkt in Schweigen und denkt, wie schön dass auch diesmal
der Kelch wieder vorüber gegangen ist. Da muss doch eine Naturgesetzmäßigkeit dahinter stecken…?
#26 Aegidius 21:52:25 | Dienstag, 4. September 2007
Das Oridnariat ist selber schuld Man sollte den Bischof von Regensburg mit anzeigen: wegen Beihilfe zum
sexuellen Mißbrauch. Das hätte der junge Mann, in Würzburg, mit dem Weihbischof auch machen sollen.
Jetzt geht es bestimmt wieder ans Vertuschen und Verschleiern, damit ja nichts an die Öffentlichkeit
gelangt.
#25 Pater Ralf 21:40:58 | Dienstag, 4. September 2007
Ordinariat ist selber schuld Ob Priester oder nicht einfach sein schnudlewutz wegschneiden und Problem
ist gelöst, und gar keine Chance geben für einen zweit anfang in einer Pfarrei. Ordinariat ist selber
schuld…
@ Sigurd Es ist ja alles richtig, was Sie schreiben. Ein kleiner Einwand richtet sich aber gegen den etwas
gesetzesfrommen Hinweis auf die Rechtslage. Wenn hier im Forum einer damit Abtreibung rechtfertigte, bekäme
der aber Zunder. Es bleibt nach der Artikellektüre offen , wer einem mehr leidtun sollte: der Junge oder
der Pfarrer (eine Vergleichbarkeit des Falles mit Kindersextourismus kann ich mir nicht vorstellen; ein
wohl zuwenig beacheteter Ansatz zur Differenzierung zwischen Pädophiliefällen dürfte im Alter des jüngeren
Betroffenen bestehen). Über das Leid, dass nun auf dem Pfarrer lastet, ist mit dem erwähnten Nervenzusammenbruch
allerdings schon Einiges gesagt.
@Lorenz: Differenzierung ist angebracht, aber… …die Spekulationen, ob hier eine „gewaltfreie Liebesbeziehung“
zwischen Kindern und einem Pfarrer ebenfalls denkbar ist, halte ich für sehr gefährlich. Erstens: Kinder
sind leider durch Erwachsene manipulierbar. Sollte der Pfarrer beispielsweise entgegengebrachte Sympathie
erkannt haben, könnte er den Kindern (Jungen) weisgemacht haben, dass zu dieser Zuneigung „etwas mehr“
gehört- was sie ihm als Erwachsenen und Vertrauensperson (!) leider geglaubt haben könn(t)en. Das Jungs
in diesem Alter von sich aus sexuelle Begierde geäußert haben sollen, ist ja wohl auszuschließen. Zweitens:
Manch ein Thailandtourist, der des Kindesmißbrauchs überführt wurde, sagte hinterher: „Wieso? Die haben
doch freundlich gelächelt, die wollten das!“ Drittens: Selbst, wenn Minderjährige derartige Anstalten
gegenüber Erwachsenen machen (äußerst unwahrscheinlich!), spricht unser Gesetz eine klare Sprache:
Der Erwachsene/Volljährige muß sich hüten, darauf einzugehen. Dies dürfte einem Pfarrer wohl geläufig
sein. Also finde ich Ihre Kritik in diesem Fall verkehrt. Sehen Sie sich diese niederländische Partei
an, die den rechtlichen Rahmen für Sex mit Kindern schaffen will: Das hat mit Liebe nix zu tun- da wollen
erwachsene Menschen einen Freibrief für den Zugriff auf „junges Blut“ haben. Hehre Ziele? Nein: Eine
Geilheit, die sie gefälligst mit wehrhaften Partnern ausleben sollen und nicht in diesem Machtgefüge,
dass sich automatisch aus dem Altersgefüge ergibt! Meine Meinung!
Sieg der politischen Korrektheit? Das Bistum hat mit seiner zweiten Chance natürlich nichts falsch gemacht.
Wieder einmal berauscht sich die Öffentlichkeit an Gewalthandlungen gegenüber Kindern. Das Problem:
Die Medien drehen bei dem Thema immer völlig durch und fahren ihr ganzes Lieblingsfeuerwerk auf, dass
die Verfolgung und moralische Vernichtung eines „Schuldigen“ zum Inhalt hat. Das Thema Pädophilie ist
dabei ein todsicherer Kandidat für völlige Undifferenziertheit und höchste Empörungsseligkeit. Politisch
unkorrekterweise sei angemerkt: In dem Wort steckt die Endung -philie (Liebe). Im Beitrag erfahren wir
nichts über das wahre Ausmaß an Gewalt oder Manipulation. Die Möglichkeit, dass es sich um eine gewaltarme
Libesbeziehung oder gar um gegenseitige Zuneigung handelt (Beziehung von „2003-2006“) wird gar nicht in
Erwägung gezogen. Kein Zweifel darf die Empörungsseligkeit trüben. Es wäre sehr wider die in der Bergpredigt
formulierten Gebote, wenn sich hier (der Thread liest sich fast so) nun Tradis und Schwule versöhnungshalber
an der öffentlichen Erledigung des Riekofener Pfarrers einträchtig delektierten.
#21 Pascal123 17:45:02 | Dienstag, 4. September 2007
Garantiert nicht Leider wird das nicht genügend differenziert, das muss ich zugeben. Deswegen muss man
immer wieder darauf hinweisen. Solange man versteht das HS nichts aber auch gar nichts mit Pädophilie
zu tun hat, soll mir das reichen. Aber +.net vermischt das so gerne damit man 1. ein Argument gegen HS
per se hat 2. in besonderer Form ein Argument gegen HS Priester hat,nur leider klappt das nicht. Außer
bei Menschen die das so wollen oder so sehen wollen oder denken Sie hätten es so zu sehen, weil es imer
wieder „vorgebetet“ wird, bitte diese Formulierung nicht wörtlich nehmen. Was mich viel mehr erschreckt,
das einfach der selbe Fehler immer wieder gemacht wird. Will man warten bis das mit den Versetzungen einmal
klappt und der Priester nicht wieder Kinder mißbraucht um dann auf diesen einen Fall verweisen zu können.
Die vergangenheit muss der RKK doch gezeigt haben das Versetzen in andere Gemeinden das Problem nicht
beseitigen sondern noch vergrößern. Damit macht man sich Mitschuldig an den Kinder, wieder besseres
Wissen Pädophile Priester zu versetzen.
#20 Aleph † 17:33:55 | Dienstag, 4. September 2007
Pascal 123 Das ist aber auch eine verflxt schwierige Materie, über all kann man da anecken oder bleibt
in den Widerhaken hängen. Ob das im richtigen Leben auch immer so fein säuberlich getrennt abläuft?
#19 Pascal123 17:28:33 | Dienstag, 4. September 2007
@gilbert Ein homosexueller Priester kann auch pädophil veranlagt sein, aber nicht zwangsläufig, weil
er homosexuell ist. Nein das kann man nicht sagen. Entweder man ist Homosexuell, Pädophil oder Päderast.
Pädophil=Neigung zu Kinder beiden Geschlechts Päderast=Neigung zu Kindern des eigenen Geschlechts Alle
3 genannten sexuellen Ausprägungen sind miteinander nicht vergleichbar, da Sie alle eine ganz unterschiedliche
Sexuelle Ausrichtung haben. Ein Priester der Kinder Mißbraucht ist Pädophil oder Päderast, das bitte
ich zu unterscheiden. Wir unterscheiden ja auch zwischen Christen Katholischen Glaubens und Kreutz.netlern
#16 santo domingo 17:07:07 | Dienstag, 4. September 2007
@ gilbert Genau, Ein homosexueller Priester kann auch pädophil veranlagt sein, aber nicht zwangsläufig,
weil er homosexuell ist. das verhält sich zueinander wie Nichtraucher zu Opelfahrer.
#15 Aleph † 17:01:07 | Dienstag, 4. September 2007
Doc Röntgen Mag sein, dass ich das missverstanden habe. Sorry. Das Thema ist komplex. Können wir uns
darauf einigen: Ein homosexueller Priester kann auch pädophil veranlagt sein, aber nicht zwangsläufig,
weil er homosexuell ist.
#14 santo domingo 16:58:31 | Dienstag, 4. September 2007
@ Pascal123 Zustimmung! :)3 Und wir wollen doch ausdrücklich festhalten, daß besagter Priester nicht
wegen Homosexualität und auch nicht wegen Pädophilie, sondern wegen Kindesmißbrauchs vorbestraft ist.
Das Bistum Regensburg wird sich, eben weil es sich um einen bereits vorbestraften Täter handelt und letzteres
beim Bistum auch bekannt war, kritische Fragen gefallen lassen müssen. Was bei heterosexuellem Mißbrauch
nicht anders wäre.
#13 DocRöntgen 16:55:32 | Dienstag, 4. September 2007
@Gilbert: Sie haben meinen Vorwurf nicht verstanden Pädophilie allgemein und solche Fälle, wie hier
beschrieben, haben ihre Wurzel nicht in Homosexualität. Diese Verquickung ist und bleibt eine Verzerrung,
um Homosexualität zu kriminalisieren. Es dürfte eine ganze Reihe homosexueller Kirchenbediensteter geben,
denen kein Mißbrauch von Minderjährigen vorzuwerfen ist. Insofern ist es wenig hilfreich, beides in
einem Atemzug zu nennen.
#12 Aleph † 16:48:10 | Dienstag, 4. September 2007
Doc Röntgen Das ist nicht miese Verquickung. Homosexusalität ist Fakt. Die kommt auch nicht vom Tisch,
aufgrund welcher Heilmethoden auch immer. Sie ist als solche zu akzeptieren. Das konnte über lange Zeiträume
mit Hilfe von Höllen- und anderen Bildern massiv verhindert werden, in der unmittelbaren Gegenwart aber
immer weniger. Das wirkt sich sogar auch bei kreuz.net. aus. Um Bewusstseinsänderung und Ängste in der
breiten Bevölkerung abzubauen, wird es aber noch eine Zeit brauchen. Das geht nicht von heute auf morgen.
Vor etwa 30 Jahren wurde das Thema Homosexualität ganz anders behandelt, als es heute üblich ist. Da
wäre ein CSD auch in kleineren Städten völlig undenkbar gewesen, oder schwule Abgeordnete in Parlamenten
oder gar Bürgermeister. Heute findet noch nicht einmal die CDU etwas dabei. Und das ist gut so…!
#11 DocRöntgen 16:35:15 | Dienstag, 4. September 2007
@Gilbert: Schon wieder diese miese Verquickung… Damit ist die Homosexualität katholischer Priester
zwar nicht vom Tisch. …sagen Sie im Kontext mit einen Fall von Kindesmissbrauch. Als wäre dies der
logische Schluss aus Homosexualität. Schade, dass Sie diese kreuz.net-typische, böswillige und faktisch
verkehrte Behauptung aufgreifen. Das Eine hat mit dem anderen nichts zu tun, auch wenn hier immer wieder
versucht wird, akzeptierte Homosexualität als Pforte zu sexuellem Mißbrauch zu deklarieren. Pädophilie
betrifft sowohl Mädchen, als auch Jungen- die häufigsten Fälle gibt es innerhalb der Familie. Insofern
wird hier ein völlig flascher Eindruck vermittelt. Vielleicht auch deshalb, weil das „heilige“ Familienbild
nicht angekratzt werden soll. Aber das ist scheinheilig und ein destruktives Verdrängungsmittel.
#10 Aleph † 16:34:41 | Dienstag, 4. September 2007
Stimme der Vernunft Vielleicht können ihm die Personalmanagment-Kenntnisse helfen, Wirr- und Drangsaligkeiten
auf Erden besser zu bewältigen. Sie wissen ja: Vertrauen ist gut, aber Vorbauen besser.
Pascal 123 Kenntnisse im Personalmanagement sind sehr wohl notwendig. Von einem konkreten Fall weiß ich,
dass ein pädophiler Priester unbedingt bei einer Gemeinschaft Dienst tun sollte. Erst auf massive Proteste
der Eltern wurde das Vorhaben abgeblockt. Ist das notwendig, solche Konflikte aufzubauschen und bei den
Eltern Ängste zu schüren. Dem pädophilen Priester wäre damit ja auch nicht gedient. Warum wird dann
von uneinsichtigen Leuten ein konfliktträchtiges Problem geschaffen? Deshalb meine ich, dass Kenntnisse
im Personalmanagement manchen Ordinariaten zur Ehre gereichen.
#7 Pascal123 16:01:32 | Dienstag, 4. September 2007
@Gilbert Ich glaube dazu muss man keinen Managmentkurs belegen, umzu wissen das ich einen Pädophil veranlagten
Pfarrer nicht wieder in eine Pfarrei stecken, wo er wieder Kontakt zu Kindern hat.Das sagt der Normale
Menschenverstand. Egal ob das Gutachten sagt er ist Geheilt, denn zu heilen ist Pädophilie nicht, man
kann damit Leben ohne dieser Sexuellen Orientierung nachzugeben, aber zu heilen gibt es da nichts.
Ach so? die kirchenfeindliche und auf sexuelle Themen fixierte Vereinigung ‘Wir sind Kirche’ Wie schön,
dass ausgerechnet kreuz.net zu dieser Einschätzung kommt… Mehr Hass auf Kirche und Kirchenvertreter
und mehr Fixierung auf sexuelle Themen als bei kreuz.net habe ich eigentlich noch nirgendwo erlebt.
Eine Frage des Personalmanagements Bei der Vergangenheitsgeschichte im Riekofener Fall wäre es klug gewesen,
das Ordinariat hätte den Priester im akademischen Bereich oder in der Altenpflege eingesetzt. Musste
es unbedingt wieder eine Pfarrei sein, wo Konflikte dieser Art viel leichter auftreten, vorprogrammiert
sind? Es wäre in hohem Maße wünschenswert, wenn auch Generalvikare einen Managementkurs zum Personaleinsatz
belegen würden. Dann könnte gewährleistet sein, Klippen wie Kindesmissbrauch weiträumig zu umgehen.
Beiden, dem Generalvikar und dem betroffenen Priester wäre gedient. Fälle dieser Art wird es immer wieder
geben. Sie sind nicht aus der Welt. Sie sollten sich nicht kläglich wiederholen. Es liegt zum großen
Teil am Personalmanagement. Damit ist die Homosexualität katholischer Priester zwar nicht vom Tisch.
Der Schaden für alle betroffenen Personen wäre jedenfalls geringer. Dazu gehört eine gehörige Portion
Offenheit, keine Mauschelpraxis.