Nach der Veröffentlichung des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ gibt es im deutschen Sprachraum zahlreiche neue Orte, wo die Alte Messe zelebriert wird.
(kreuz.net) Die deutsche katholische Laienorganisation ‘Vereinigung der Initiativkreise’ hat Bilanz gezogen.
Im Juli hatte die Organisation jene Gläubigen, die in ihren Pfarreien um eine Alte Messe baten, aufgefordert,
eine Kopie ihres Antrages zuzusenden. Auf diese Weise könne die Bitte mit anderen Anträgen gebündelt
werden das nächstmögliche Ziel erreichen.
Die Septemberausgabe des monatlich erscheinenden Mitteilungsblattes
‘IK-Nachrichten’ berichtet, daß die Aktion auf eine sehr starke Resonanz gestoßen ist:
„Wahrscheinlich
erreichten sogar alle unsere vorangegangenen Aktionen zusammengenommen keinen solchen Rücklauf.“
Schon
zu Redaktionsschluß am 14. August waren an zahlreichen Orten beachtliche Gruppengrößen erreicht.
Die
‘IK-Nachrichten’ nennen als Richtwert die im „höchst problematischen“ Erlaß des Bischofs von Augsburg,
Mons. Walter Mixa, geforderten 25 Gläubigen.
Eine solche Gruppengröße ist – allein durch die den ‘IK-Nachrichten’
vorliegenden Anträge – in folgenden Städten gegeben oder weit überschritten: Berlin, Fulda, Kleve,
Köln, Bonn, Mainz, Koblenz, Frankfurt, Hanau-Steinheim, Wiesbaden, München, Garmisch, Rosenheim und
Würzburg.
Einige Priester haben schon jetzt bekanntgegeben, ab dem 14. September regelmäßig im
Alten Ritus zu zelebrieren.
Manche baten die ‘IK-Nachrichten’ die neuen Meßzeiten für den Alten Ritus
noch nicht zu veröffentlichen: „Wir respektieren diesen Wunsch, auch wenn wir die Einschätzung der Situation
nicht teilen.“
Bei folgenden Orten durfte das Informationsblatt bereits jetzt zusätzliche Alte Messen
ankündigen.
Klotten/Mosel (Bistum Trier)
Auf Antrag der Gläubigen wird ab Sonntag, 16. September,
in der Pfarrei St. Maximinus in Klotten – vierzig Kilometer südwestlich von Koblenz – jeden Sonn- und
Feiertag um 8.00 Uhr eine Alte Messe zelebriert.
Regensburg
Am Fest des Erzengels Michael, am dem 29.
September, zelebriert der Geistliche Rat Walter Lang in der Stiftskirche St. Johannes im Alten Ritus.
Nach Informationen der ‘IK-Nachrichten’ möchte der Bruder des Paptes, Prälat Georg Ratzinger, daran
teilnehmen.
Türkheim (Bistum Augsburg)
Ab Oktober zelebriert ein Priester der Priesterbruderschaft
St. Petrus jeden Sonn- und Feiertag in der Kapuzinerkirche in Türkheim – vierzig Kilometer südlich von
Augsburg – eine Alte Messe.
St. Pölten
In der St. Pöltner Prandtauerkirche wird die Sonntagsmesse
ab dem 23. September im Alten Ritus zelebriert. Bisher durfte der Kirchenrektor nur die Werktagsmessen
im überlieferten Ritus feiern.
Fulda
In der Stadt Fulda finden ab 16. September jeden Sonntag abend
Messen in der Pfarrkirche St. Sturmius statt. Bislang erlaubte Bischof Heinz Josef Algermissen nur zwei
Alte Messen im Monat – jeweils am 2. und 4. Freitag abend. Eine Sonntagsmesse kam nach dem Indult vom
Februar 2003 „nicht in Betracht“.
Tann (Bistum Passau)
Am Fest Kreuzerhöhung zelebriert ein Pater der
Ordensgemeinschaft Servi Jesu et Mariä zum Wallfahrtstag der Pfarrkirche Tann eine Alte Messe. Der niederbayerische
Markt Tann befindet sich zehn Kilometer nordöstlich von Marktl am Inn, dem Geburtsort von Papst Benedikt
XVI.
Die dort geplanten Alten Sonntagsmessen scheinen sich offenbar nicht realisieren zu lassen.
Die
‘IK-Nachrichten’ künden dafür eine regelmäßige Alte Messe am Freitag abend und am Samstag abend an.
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44 Lesermeinungen
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@Tridentinus – Dogmatik? Die Äusserungen der von Ihnen bemüten Anne sind dogmatisch höchst mangelhaft.
M;üßte Jesus Christus erst einen Dogmatiker fragen ob’s denn richtig ist, die hlg. röm.-kath. Kirche
wäre schon lange zusammengebrochen! Im Zusammenhang mit dem Ehesakrament ist mir gleich etwas häresieverdächtiges
in dieAugen gesprungen. Vielleicht lesen Sie mal über das Leben der Elisabeth von Thüringen… Gottlob
hat die FSSPX auf sowas nie was gegeben! Sie hat auch wichtigeres zu tun – Grundsicherung und Wahrung
des trid. hlg. Messopfers vor jeglichem Angriff aus jedweder Ecke (besonders gg. den NOM)! Peinlich, dass
Fulda als Ort von „Einsprechungen/Visionen angegeben ist. Peinlich ist nur, daß Sie sich aufspielen der
Richter über Gott zu sein. Er hat immer zu den Seinen gesprochen und wird bei Ihnen nicht Station machen
und Ihre Erlaubnis holen was ER wann, wie, wo, zu wem sagt.
#43 Rheinländer 09:26:22 | Montag, 10. September 2007
Nochmals an alle, die sich freimachen können: Dankwallfahrt im Rheinland! Wallfahrt nach Bödingen als
Dank für die Wiederzulassung der alten lateinischen Messe durch unseren Papst Benedikt XVI. Samstag,
15. September 2007 Fest der Sieben Schmerzen Mariens Fußpilger: 7.30 Uhr ab Rathaus Ruppichteroth-Schönenberg
nach Bödingen zum Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes. Für diese, für die Familien und alle Gottesdienstbesucher
aus der Umgebung, die mit dem Auto kommen: 11.30 Uhr Lateinische hl. Messe in Bödingen Zelebrant und
Prediger: Pater Rodrigo Kahl OP Dominikaner des Klosters Walberberg Anschließend herzliche Einladung
zu einem Pilgerimbiß! Bödingen, bei Hennef gelegen, war früher der größte Marienwallfahrtsort Westdeutschlands.
Dort wird ein Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes verehrt. Ich gebe gerne weitere Info per mail!
Sieben-Meilen-Stiefel Dann müssen die Augsburger aber Sieben-Meilen-Stiefel anziehen, wenn Sie in St.
Margareth keinen Platz mehr bekommen, um rechtzeitig in Türkheim der Missa tridentina beiwohnen zu können.
Vielleicht wäre eine sicherere Adresse das „Heiligtum“ in Wigratzbad.
@Typ. Die theologische Konzeption des Allgemeinen Priestertums aller Gläubigen gegenüber dem „Kultpriestertum“
ist mir schon bekannt, mir ging es mehr um die Terminologie. Meist verwendet man kollektive Termini (Sacerdotium,
königliche Priesterschaft etc.). Von daher meine Frage nach Kirchenväterbelegen (oder sonstigen) für
sacerdos. Der Taufritus scheint ein solcher zu sein. Danke.
#40 Tridentinus 09:24:42 | Freitag, 7. September 2007
@Marsilius/Ruhrgebietler Marsilius: Ichdanke Ihnen. Genau darauf wollte ich hinaus! Ruhrgebietler: Die
Äusserungen der von Ihnen bemüten Anne sind dogmatisch höchst mangelhaft. Im Zusammenhang mit dem Ehesakrament
ist mir gleich etwas häresieverdächtiges in dieAugen gesprungen. Gottlob hat die FSSPX auf sowas nie
was gegeben! Peinlich, dass Fulda als Ort von „Einsprechungen/Visionen angegeben ist.
@ Marsilius Aus Zeitmangel nur eine Antwort zum letzten Absatz: Wir brauchen nicht die Kirchenväter,
um das zu klären, es genügen: 1. der erste Petrusbrief („ihr seid ein königliches sacerdotium“) 2.
der Taufritus („Sacerdos, König und Prophet“) 3. Das II. Vatikanische Konzil Mehr Autorität zur theologischen
Beweisführung kann man nicht heranziehen.
@Typ: Zu starke Trennung der Weihestufen Ich denke, Sie trennen die Weihegrade zu stark voneinander, so
dass die Einheit des Weihesakramentes aus dem Blick gerät. Vielleicht kann man den Aufstieg innerhalb
der Weihehierarchie als Erweiterung der sakramentalen Kompetenz beschreiben. Man muss auch bedenken, dass
schließlich jede Weihe wie auch die Taufe einen Charakter indelebilis einprägt. Auch der zum Presbyter
geweihte Diakon verliert seine Diakonenweihe nicht, als ob sie durch die Presbyterweihe verdrängt oder
ersetzt würde. Somit besitzt ein Presbyter immer auch die diakonale Vollmacht. Umgekehrt gilt das natürlich
nicht. Ein Diakon besitzt keine potestas consecrandi. Der Bischof wiederum hat gegenüber dem Presbyter
erweiterte Kompetenzen. Ich vermute, Sie wollen die „Zeichenhaftigkeit“ gewahrt wissen. Ich würde auch
sagen, dass es nicht das Ideal ist, dass ein Presbyter „diakoniert“. Aber aus praktischen Erfordernissen
wird dies vor allem im usus antiquior unumgänglich sein, da zur feierlichen Liturgie nun einmal Leviten
dazugehören. Von der Theologie des Ordo her gesehen ist das auch unproblematisch. In der alten Papstliturgie
haben sogar Kardinäle „levitiert“. Das macht man heute nicht mehr, zumal auch genügend Diakone in Rom
vorhanden sind. Allerdings bei der Spendung von „urbi et orbi“ sind zwei Kardinaldiakone in Dalmatik und
mit weißer Mitra anwesend. Was den Terminus „sacerdos=alle Getauften“ angeht, müsste man einmal in die
Kirchenväter schauen, wie sie das Allg. Priestertum aller Gläubigen bezeichnen.
@Freinsberg – Sie legen fest was obskur ist?? ist ja sonderbar! Gott muss sich also bei Ihnen, der landorgel,
gotthard und wie sie alle heißen erst die Genehmigung holen, damit er sprechen darf?? tz tz tz… wie
Stolz der Mensch doch sein kann! Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament.
#35 Defensor Fidei 23:05:53 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Typ Es gibt den sacerdos, das sind in der Kirche alle Getauften Ich weiß nicht, woher Sie das haben,
aber das stimmt so gerade nicht. Der „sacerdos“ meint eben gerade den Priester im kultischen Sinn. Der
Episkopos ist kein Presbyter und kein Diakonos. Der Presbyter ist kein Episkopos und kein Diakonos. Der
Diakonos ist kein Episkopos und kein Presbyter. Sehr wohl aber ist der Episkopos „oberster Priester“,
nämlich oberster Sacerdos seiner Diözese. Presbyter ist er nicht – auch wenn er es in den allermeisten
Fällen einmal gewesen ist. Auf diese Begriffsspielereien lasse ich mich nicht ein. Priesteramtskandidaten
werden vor ihrer Priesterweihe zum Diakon geweiht und damit Kleriker (Nach früherem katholischen Kirchenrecht
(bis 1972) erfolgte die Aufnahme in den Klerus bereits durch die Tonsur). Jede Teilhabe am kirchlichen
Dienst im Klerus setzt das Diakonat voraus; auch Priester und Bischöfe bleiben Diakone, empfangen mit
den weiteren Weihestufen jedoch besondere Vollmachten. Diakonat, Presbyteriat und Episkopat sind sakramentale
Weihestufen. Sie sind jedoch nicht drei verschiedene Sakramente, sondern bilden zusammen das eine Sakrament
des Ordo. Die priesterliche Gewalt findet sich in ihrer ganzen Fülle im Episkopat, in weniger vollkommenerem
Grad im Presbyteriat; die niedrigste Stufe der Teilnahme an der priesterlichen Gewalt findet sich im Diakonat.
Wenn Sie diese Aussagen für falsch halten sollte, dann bitte ich Sie mir die Quelle zu nennen, auf die
Sie sich berufen.
@ Defensor So schwer war’s doch gar nicht zu verstehen: Es gibt den sacerdos, das sind in der Kirche alle
Getauften. Es gibt Amtsträger, nämlich Episkopoi, Presbyteroi und Diakonoi. Der Episkopos ist kein Presbyter
und kein Diakonos. Der Presbyter ist kein Episkopos und kein Diakonos. Der Diakonos ist kein Episkopos
und kein Presbyter. Sehr wohl aber ist der Episkopos „oberster Priester“, nämlich oberster Sacerdos seiner
Diözese. Presbyter ist er nicht – auch wenn er es in den allermeisten Fällen einmal gewesen ist. Und
deswegen ist es höchst sinnvoll, dass der Episkopos in der Liturgie nicht die Aufgaben eines Diakonos
übernimmt, nicht die einen Ministranten und nicht die eines Lektors. Und deswegen ist es höchst sinnvoll,
dass der Presbyter in der Liturgie nicht die Aufgaben eines Lektors übernimmt, nicht die einen Ministranten
und auch nicht die eines Diakonos.
#33 athanasius1957 19:48:34 | Donnerstag, 6. September 2007
priester spielt diakon?!?!?!! Ist dann der Facharzt (Assistenz=Diakon) in einem operativen Fach, der seinem
Fachkollegen (Operateur=Priester) bei einer Operation assistiert, auch Theaterspieler? o^/
#32 Defensor Fidei 19:31:32 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Typ Pardon, aber ich frage mich wirklich, ob Sie uns hier alle veralbern wollen. Sie haben ursprünglich
die Behauptung aufgestellt – ich zitiere: „Ein Priester ist kein Diakon.“ Ich habe Sie daraufhin gefragt,
ob Sie denn auch glauben, dass ein Bischof kein Priester sei. Wenn Sie daraufhin ohne Klarstellung inhaltlich
auf meeine Frage eingehen und statt des Begriffes Priester das Wort „Presbyter“ verwenden, dann muss ich
davon ausgehen, dass Sie mit „Presbyter“ den Priester meinen. Für diese Auslegung spricht auch, dass
Sie selber in ein und demselben Beitrag die Begriffspaare „Presbyter/Diakonus“ und „Priester/Diakon“ inhaltlich
gleich verwendeten. Eine Gleichsetzung liegt schließlich auch deshalb nahe, weil in der Kirche der „presbyter“
bis heute die offizielle lateinische Bezeichnung des kirchlichen Amtsträgers ist, den man in deutscher
Sprache gewöhnlich „Priester“ nennt. Seit der Spätantike werden die Presbyter der Kirche auch „sacerdotes“
(= Priester im kultischen Sinn) genannt. Gemeinsam bilden sie unter dem Bischof, dem „Hohenpriester“,
das Presbyterium, den „Ältestenrat“, des jeweiligen Bistums. Das „allgemeine Priestertum“ aller Getauften,
das Sie in diesem Zusammenhang noch erwähnen, ist schließlich wieder etwas ganz anderes. Der „Presbyter“
war immer ein Amtsträger. Wenn Sie jetzt also versuchen, sich damit rauszureden, dass ihr „Presbyter“
etwas ganz anderes sei, dann kommen Sie damit nicht durch.
Presbyter est sacerdos secundi ordinis Schon in der Alten Kirche unterscheidet man deutlich zwischen sacerdotium
und ministerium. Zum ersteren rechnet man Bischof und Presbyter, zum anderen den Diakon, später auch
den Subdiakon, da dieser zum höheren Klerus gehört. Die Presbyter werden auch gerne als sacerdotes secundi
ordinis bezeichnet. Es handelt sich wie schon gesagt um eine Ämterlaufbahn. Dass der jeweils Höhere
die Kompetenzen der unteren Stufen besitzt, liegt auf der Hand. Bischof und Presbyter haben im Unterschied
zum Diakon die potestas consecrandi, die etwa dem Diakon fehlt. Der Bischof hat darüber hinaus Jurisdiktions-
und Weihevollmachten, die dem Presbyter fehlen. Ein Presbyter kann sehr wohl die liturgische Funktion
eines Diakons ausüben, nicht jedoch die eines Bischofs, sieht man von genau beschriebenen rechtlichen
Ausnahmen ab. Ich würde konzedieren, dass es natürlich sinnvoll ist, dass ein anwesender Diakon diakonale
Funktionen ausübt. Wenn dieser allerdings nicht da ist, kann diese Funktion in feierlichen Liturgien –
und um die geht es – ein Presbyter übernehmen, der dann entsprechend seiner liturgischen Funktion eine
Dalmatik trägt. Für den usus antiquior würde Gewohnheitsrecht gelten, aber auch im usus recentior gibt
es kein bindendes, explizites liturgierechtliches Verbot. Es ist nicht der Idealzustand, aber durchaus
theologisch zu vertreten, wenn nicht genügend Diakone vorhanden sind. Für den usus antiquior gilt dies
besonders, da die Leviten eine noch umfangreichere Aufgabe haben.
@ Defensor Sie gebrauchen einen anderen Begriff von Priester als ich. Der Bischof ist selbstverständlich
oberster SACERDOS seiner Diözese, denn alle Getauften sind ja SACERDOTES, wie ihnen ja bei ihrer Taufe
mitgeteilt wurde und wie das II. Vatikanum freundlicherweise klargestellt hat. Aber PRESBYTER ist der
Bischof noch lange nicht, nur weil er einmal einer war. Er ist ja auch kein LAICUS mehr, nur weil er einmal
einer war.
Gießen Noch einmal meine Frage von weiter oben: Weiß hier jemand, wie es jetzt mit Alten Messen im Raum
Gießen (Oberhessen) aussieht? Dort hatten Gläubige bislang vergeblich um eine Indultmesse gebeten.
#28 Defensor Fidei 18:50:34 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Typ: Unterscheiden Sie Weihestufe und Funktion Selbstverständlich ist ein Bischof kein Presbyter. Wäre
er Presbyter, wäre er ja zugleich sein eigener Mitarbeiter Äh…meine Frage war eigentlich eher rhetorischer
Natur. Selbstverständlich ist ein Bischof gleichzeitig auch Priester. Nach katholischem Verständnis
ist ein Bischof das Oberhaupt einer Diözese, als deren oberster Lehrer, Priester und Leiter er wirkt.
Das ist auch nur logisch, weil das Weihesakrament ein mehrstufiges ist. Es handelt sich bei der Diakonatsweihe,
der Priesterweihe und der Bischofsweihe um ein und dasselbe Sakrament, das nur in unterschiedlichen Stufen
und in unterschiedlicher Fülle gespendet wird. Schon allein aus diesem Grund ist Ihr Einwand völlig
unhaltbar. Falsch ist, dass das Diakonenamt verlangt, dass jemand „mindestens Diakon“ ist. Es verlangt,
dass jemand Diakon ist. Alles andere ist Staffage Lesen Sie bitte genau was ich gesagt habe. Ich sagte
nicht, dass das Diakonenamt verlange, dass jemand mindestens Diakon sei, sondern ich sagte, dass die Aufgaben
eines Diakons innerhalb der Messfeier verlangen würden, dass jeder, der sie ausführt mindestens Diakon
sei. Das ergibt sich aus der Stufung des Weihesakramentes. So wie also auch ein Flugkapitän bei einzelnen
Flügen mal – neben einem anderen Flugkapitän – auf dem Stuhl des Copiloten Platz nehmen kann und damit
die Aufgaben eines Copiloten wahrnimmt, so kann ein Priester innerhalb der Liturgie – neben einem anderen
Priester – auch die Aufgaben eines Diakon übernehmen.
#27 Benedikt 18:42:33 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Seminarist Gegenfrage: Unterscheidet sich der Charakter der Diakonenweihe eines „Ständigen Diakons“
von dem eines „gewöhnlichen“ Diakons? Das wird Ihre Frage beantworten…
#26 Seminarist 18:38:40 | Donnerstag, 6. September 2007
Ständiger Levit? Nun aber die Fragen aller Fragen zum Themenkomplex Diakon: Kann ein ständiger Diakon,
der logischerweise im ordentlichen Ritus geweiht wurde, in einem levitierten Amt im ausserordentlichen
Ritus als Diakon fungieren?
#25 Sirilo 17:54:36 | Donnerstag, 6. September 2007
Veräppelung Jesu durch Pseudoseher „Wie sehr liebe Ich die Frauen, die lange Röcke tragen zu Meiner
Ehre…“ soll Jesus laut einer von „ruhrgebietler“ zitierten Erscheinung gesagt haben (siehe unten). Es
ist schon eine arg dämliche Verstiegenheit, wenn Tradikreise Pseudoerscheinungen kreieren, die ihren
Standpunkt unterstützen sollen, und dabei Jesus ins Lächerliche ziehen durch die absurden Sätze, die
sie ihm in den Mund legen. Jesus Christus hätte mehr Respekt verdient, gerade von Katholiken.
#24 Gotthard 15:25:00 | Donnerstag, 6. September 2007
Rollenverteilung Jeder soll nur das tun, was ihm/ihr zukommt – aber sie/er soll es auch tun. So mal in
freier Diktion die Bestimmung der Liturgiekonstitution. Beispiel: Aufgabe des Diakons in der Messe ist
die Verkündigung des Evangeliums. Nur wenn kein Diakon anwesend ist, kann auch der Bischof oder Priester
das Evangelium verkünden – allerdings nicht in der liturgischen Kleidung des Diakons!
#23 landorganist 15:13:32 | Donnerstag, 6. September 2007
So, nach dem nun anscheinend alle alten Messen in Deutschland abgekündigt worden sind, ergeht die Bitte
an die Redaktion auch alle NOM-Messen, sagen wir mal für den kommenden Monat, für ganz Deutschland zu
publizieren. Die Sache mit dem Priester der einen Diakon spielt, ist wirklich zum Schießen. Ob sich der
hl. Vater ein solches Theater mit der Freigabe wünscht?
#21 r.ruhrgebietler 14:49:57 | Donnerstag, 6. September 2007
@Maledica, palestrina und andere, denen der Himmel zu fein ist! Ihr satanischer Hass gg. die hlg. trid.
Messliturgie ist nur durch Ihre Dummheit noch zu toppen! Sie laufen wirklich Ihrer Errettung für den
Himmel freiwillig davon. Tz tz tz so was was von ausgemachter Dummheit! Lesen Sie doch mal hier www.anne-botschaften.de/…007/020907Fulda.html.
Wenn Presbyter diakonieren, ist das kein „Theater“: Theologisch-historische Hintergründe In der Alten
Kirche sind Diakonat, Subdiakonat und anderen niederen Weihen Weihestufen, die eine beträchtliche Zeit
hindurch ausgeübt werden konnten. Allerdings bestand natürlich die Möglichkeit der Beförderung, d.
h. ein Subdiakon konnte Diakon werden u.s.w. In Rom etwa wurden die Bischöfe sehr oft aus dem Kreis der
7 Diakone genommen. Man muss sich den altkirchlichen Klerus als cursus honorum vorstellen, als Laufbahn.
Im Laufe der Zeit wurden die Ämter unterhalb des Presbyterates immer mehr zu Durchgangsstufen zur Presbyterweihe.
Das bedeutet nicht, dass ein Diakon durch die Presbyterweihe seine Diakonenweihe verlieren würde. Da
man für eine entfaltete Liturgie natürlich Diakone (Subdiakone) braucht, hat es sich eingebürgert,
dass diese liturgische Funktion auch Presbyter übernehmen. Sakramententheologisch ist das kein Problem.
Es besteht nun in der Liturgiereform die Tendenz, dass jeder genau das tun soll, was seinem Stand bzw.
Weihegrad entspricht, so dass ein Presbyter, wenn ein oder mehrere Diakone da sind, nicht „diakonieren“
sollte, zumal der ständige Diakonat eingeführt worden ist. Allerdings ist es aus „pastoralen Gründen“ –
sit venia verbo – theologisch sicherlich vertretbar, dass beim Fehlen von Diakonen diese Aufgabe von Presbytern
übernommen werden kann, die dann Dalmatik tragen. Es gibt m.W. auch in der nachkonziliaren Gesetzgebung
kein ausdrückliches Verbot, das in diesem speziellen Falle des Fehlens von Diakonen auch kaum zu rechtfertigen
wäre.
#19 r.ruhrgebietler 14:39:28 | Donnerstag, 6. September 2007
@zum Glück katholisch – Altötting! Hier die Anschrift! …und der Welt geht es viel besser! Zeiten:
– 9.00 h sonntags – 7.15 h dienstags, mittwochs, samstags – 18.00 h montags, donnerstags, freitags donnerstags:
in den Anliegen des Priestertums 18.30 h hl. Messe und Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten an
jedem Sonntag am oder nach dem 13. des Monats: Einzelsegnung der Kranken mit dem Allerheiligsten Altarsakrament
Anschrift: Priorat Maria Hilf, Dr. Hiemer Str. 3, D-84503 Altötting/Oberbayern Telefon: 08671 – 132 01
Telefax: 08671 – 132 71
@ Defensor Fidei Selbstverständlich ist ein Bischof kein Presbyter. Wäre er Presbyter, wäre er ja zugleich
sein eigener Mitarbeiter. Falsch ist, dass das Diakonenamt verlangt, dass jemand „mindestens Diakon“ ist.
Es verlangt, dass jemand Diakon ist. Alles andere ist Staffage.
#17 Defensor Fidei 14:23:23 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Typ Das ist kompletter Unsinn. Dazu genügt ein Blick auf die Weihegebete. Ein Presbyter ist zu anderen
Dingen beauftragt als ein Diakonos, also kann man nicht beides zugleich sein Wenn ich jetzt sagte, daß
ein Bischof auch gleichzeitig Priester sei, hielten Sie mir dann auch entgegen, daß dies kompletter Unsinn
sei? Schließlich ist ein Bischof zu ganz anderen Dingen beauftragt und die Weihegebete sind auch andere
als bei der Priesterweihe. Kann aus Ihrer Sicht jemand Priester und Bischof zugleich sein? Die Staffage
(dass also Bischof oder Priester auch noch die Klamotten… Diese Ausdrucksweise zeugt von unglaublicher
Sachkenntnis und Feinfühligkeit. Wenn er in einer Messe den Diakonenpart übernimmt, ist das nichts
anderes als ein Theaterspiel Mit Theater hat das nichts zu tun. Vielmehr übernimmt er in der Messe die
Aufgaben, die speziell einem Diakon zukommen. Wer diese Aufgaben übernimmt muß mindestens die Weihe
zum Diakon empfangen haben.
@ Benedikt Es geht nichts ums Fühlen, sondern darum, dass es ein sachlicher Widerspruch ist, zugleich
Priester und Diakon zu sein, wie ein Blick in die Weihegebete zeigt.
#14 Benedikt 13:47:37 | Donnerstag, 6. September 2007
@ Typ Ein Priester ist kein Diakon Finde ich ehrlich gesagt nicht. Ein Priester sollte sich durchaus auch
dem Dienstamt weiter verpflichtet fühlen, das das Diakonenamt bedeutet.
@ Tridentinus Das ist kompletter Unsinn. Dazu genügt ein Blick auf die Weihegebete. Ein Presbyter ist
zu anderen Dingen beauftragt als ein Diakonos, also kann man nicht beides zugleich sein. Die Staffage
(dass also Bischof oder Priester auch noch die Klamotten der anderen Weihestufen zusätzlich trägt) ändert
daran nichts. Ein Priester ist kein Diakon. Wenn er in einer Messe den Diakonenpart übernimmt, ist das
nichts anderes als ein Theaterspiel.
#12 Tridentinus 12:51:19 | Donnerstag, 6. September 2007
@Typ! Sehr geehrter Typ! Selbstverständlich bleibt ein Priester auch Diakon. In diesem Fall könnte man
das sogar sakramententheologisch argumentieren. Der Subdiakonat ist die erste Höhere Weihe, aber wohl
noch nicht sakramental. Diese wird nicht seit 1968 nicht gespendet, wurde aber im Gegensatz zu den Niederen
Weihen von Paul VI. für den Ordentlichen Usus nicht abgeschafft, weil seine Sakramentalität diskutabel
ist. Auch die heutigen Beauftragungen erlöschen ja wohl nicht durch den Empfang der Priesterweihe. Wer
unerlaubterweise per saltem extraordinario Usu zum Diakon geweiht wird, hat alle durch die Niederen Weihen
erteilten Vollmachten. Analog kann man für einen Priester argumentieren, der Ordinario Usu zum Diakon
und Priester geweiht wurde (und daher nicht zum Subdiakon etc.), der Extraordinario Usu als Subdiakon
fungiert. Als Diakon kann er das sogar sakramental begründet, also nichts von Theaterspiel!
Wunderbar! Das Levitenamt wird vom Kirchenrektor von St. Sebastian/Salzburg zelebriert, dem sein Kaplan
als Diakon und der Imsterberger Ortspfarrer als Subdiakon assistieren. Fantastisches Theaterspiel, das
im MR von 1970 zurecht abgeschafft wurde: Ein Mann, der kein Diakon ist, spielt Diakon!
#10 athanasius1957 12:38:12 | Donnerstag, 6. September 2007
confiteor vor der kommunion des volkes dieses scheint im mr 1962 nur mehr im levitierten amt auf und wird
dann aber gesungen. nachdem es dort und sonst aber zumeist usus war, hat auch die „eccl. dei affl. kommission“
dies in den hl. messen, wo das volk kommuniziert, als legitimen brauch empfohlen (nihil obstat=nichts
steht dagegen!).
@ Malledica Da muss man aber auch erst mal abwarten wie die tridentinische Messe von den meisten Amtspriestern
gefeiert wird. Ich habe gehört das die allgemeine Schuldvergebung vor der Kommunion wegfallen soll weil
sie nicht im Schott von 1962 steht, weiß einer da was genaueres?
#8 Maledica 12:15:34 | Donnerstag, 6. September 2007
FSSPX hat z.B. in Essen ein Priorat @potti Na und? Wer will sich schon freiwillig in die Klauen einer
Sekte begeben, wenn die Messe aller Zeiten von Priestern gelesen wird, die in der VOLLEN EINHEIT stehen!
Prozessual denken! Wenn man sich aufmerksam umschaut und auch einmal über den deutschen Tellerrand hinausblickt,
sind also schon Erfolge zu verzeichnen. Wer davon ausgeht bzw. erhofft hat, dass quasi über Nacht plötzlich
in allen Kirchen der usus antiquior gefeiert wird, verkennt das Procedere kirchlicher Strömungen und
Prozesse, im Grunde wie auch die Gegner des usus antiquior, die gerne spöttelnd fragen, wo denn die Massen
seien, die den usus antiquior ersehnen. Ganz allmählich wird dieser in das Bewußtsein zurückkommen,
in manchen Gegenden stärker als in anderen. Das Entscheidende ist zunächst etwas anderes, das zur jetzigen
Situation viel wichtiger ist: Der Geruch des Unanständigen ist durch das Motu proprio beseitigt und zwar
von höchster Stelle. Die Hemmschuhe sind kirchenrechtlich ablegt und nun müssen dieselben noch aus der
Mentalität vieler Kleriker und Laien allmählich verschwinden. Und das braucht natürlich Zeit. Der usus
antiquior hat sehr gute Chancen, mit dem usus recentior in friedlicher Koexistenz zu bestehen. Und man
sollte nicht die Inspiration vergessen, die von diesem ausgehen kann, wenn immer mehr Kleriker und Gläubige
mit ihm in Kontakt kommen, die in der Regel den usus recentior besuchen. Ein Zelebrant, der gerne und
andächtig den usus antiquior feiert und diesen schätzen gelernt hat, wird aus dem usus recentior kein
Happening mit Discosound und selbsterfundenen Texten machen. Doch dies alles braucht Zeit. Auch große
kirchliche Bewegungen haben diese gebraucht
#6 Rheinländer 11:54:35 | Donnerstag, 6. September 2007
Dankwallfahrt im Rheinland!! Wallfahrt nach Bödingen als Dank für die Wiederzulassung der alten lateinischen
Messe durch unseren Papst Benedikt XVI. Samstag, 15. September 2007 Fest der Sieben Schmerzen Mariens
Fußpilger: 7.30 Uhr ab Rathaus Ruppichteroth-Schönenberg nach Bödingen zum Gnadenbild der schmerzhaften
Muttergottes. Für diese, für die Familien und alle Gottesdienstbesucher aus der Umgebung, die mit dem
Auto kommen: 11.30 Uhr Lateinische hl. Messe in Bödingen Zelebrant und Prediger: Pater Rodrigo Kahl OP
Dominikaner des Klosters Walberberg Anschließend herzliche Einladung zu einem Pilgerimbiß! Bödingen,
bei Hennef gelegen, war früher der größte Marienwallfahrtsort Westdeutschlands. Dort wird ein Gnadenbild
der Schmerzhaften Muttergottes verehrt. Ich gebe gerne weitere Info per mail!
#5 Tridentinus 11:37:37 | Donnerstag, 6. September 2007
Imsterberg/Tirol Am Sonntag, den 16. September 2007 wird in der Pfarrkirche zu den Sieben Schmerzen Mariens-Imsterberg/Tirol
um 17 Uhr eine hl. Messe extraordinario Romano Usu als Levitenamt statt. Dabei wird die Äussere Feier
des Patroziniums statt. Auf dem Hochaltar dieser Kirche befindet sich eine gotische Pieta, die früher
Ziel einer inzwischen eingeschlafenen Wallfahrt war. Das Levitenamt wird vom Kirchenrektor von St. Sebastian/Salzburg
zelebriert, dem sein Kaplan als Diakon und der Imsterberger Ortspfarrer als Subdiakon assistieren. Anschliessend
an den musikalisch als Orchestermesse von Mozart gestalteten Gottesdienst wird der Zelebrant, der über
eine liturgiewissenschaftliche Fragestellung promoviert, einen Vortrag über Summorum Pontificum Cura
und dessen Bedeutung für die Römische Liturgie halten.
Was ist los in Gießen? Kreuz.net berichtete am 19. Dezember 2006: Seit dem 30. September 2002 warten
über 300 Bittsteller für die Alte Messe in Gießen in Oberhessen auf eine Antwort von Bischof Lehmann.
Quelle: www.kreuz.net/article.4394.html Was ist jetzt los in Gießen? Nach dem Motu Proprio müsste dort
in Zukunft eine Alte Messe angeboten werden. Weiß da jemand etwas Genaueres?
#3 palestrina 11:05:33 | Donnerstag, 6. September 2007
@ruhrgebietler was wollen Sie denn? Da findet eine alte Messe in Regensburg statt und Prälat Ratzinger
sagt, er will da hingehen. Was ist daran falsch? Vielleicht haben Sie ja auch nicht genau gelesen? Und
vielleicht achten Sie auch darauf, dass man „tridentinisch“ mit „trid.“ und nicht „tried.“ abkürzt.
Trid. Messe in Altötting Am Fest Kreuzerhöhung findet im bayerischen Gnadenort Altötting eine Messe
im tridentinischen Ritus statt. Falls ich Zeit und Ort im Internet finde, gebe ich sie an.
nicht nur FSP FSSPX hat z.B. in Essen ein Priorat in dem NUR die ewig gültige hlg. Messliturgie zelebriert
wird! Zeiten: – Sonntag 8.00 h und 9.45 h (Hochamt) – Wochentag 7.15 h (Sa 8.00 h) und 17.45 h (Dienstag,
Freitag) Anschrift: Priorat St. Bonifatius, Bottroper Str. 295, D-45356 Essen Telefon 0201 – 664922 Telefax
0201 – 669075 Anfahrtsweg: Buslinie 166 vom Hauptbahnhof bis Haltestelle Hafenstraße, 5 Minuten Fußweg
S-Bahnhof Bergeborbeck, 9. Minuten Fußweg Autobahn A 42, Ausfahrt Bottrop/Essen-Bergeborbeck, dann 5
Minuten Richtung Essen-Zentrum, Kirche auf der rechten Seite –.-.-.-.- Nachtrag .-.-.-. Prälat Ratzinger
sollte es besser wissen – er hat sicherlich als Ministrant NUR tried. gedient; er hat seinen Schwur Jesus
Christus gegenüber im tried. Ritus abgelegt. Also: warum wird das Thema jetzt stilisiert?? Herr Prälat:
wann stehen Sie endlich gg. den NOM auf und machen Front dagegen, wie es Ihr Amt erwartet!!!