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„Gott mit uns – doch Gott sind wir“ + Wiens Jungendgottesdienste strahlen aus + 11 Männer zu Tode gehungert + Roms Ehegericht ist vielbeschäftigt + Was ist „Kirche in Not“?
„Gott mit uns – doch Gott sind wir“Polen. Zu den Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz sandte der Heilige Vater den Erzbischof von Paris, Jean-Marie Kardinal Lustiger, als päpstlichen Delegaten. Der Kardinal äußerte sich vor „Radio Vatikan“. Das jüdische Volk sei Träger einer Transzendenz, die vom westlichen Atheismus abgelehnt und geleugnet werden könne. Die menschliche Person trage aber die Spuren dieser Transzendenz in sich: „Dostojewski läßt einen seiner Helden sagen: ‘Wenn Gott nicht existiert, können wir alles tun.’ Das sei ein prophetisches Wort.“ Es sei darum gegangen, den Zeugen zu töten, um für das Gesetz der Nationalsozialisten göttliche Autorität beanspruchen zu können. Frei nach dem Motto: Gott mit uns – doch Gott sind wir. Es sei darum gegangen, den Überbringer der Botschaft zu töten, um die Botschaft zu unterschlagen. Die Juden seien nicht aufgrund persönlicher Verantwortung ermordet worden, sondern aufgrund dessen, was sie darstellten.
Wiens Jungendgottesdienste strahlen aus
Österreich. Die von der Wiener Erzdiözese organisierten „Geist ist Geil“ Gottesdienste, die im Rahmen einer Serie stattfinden die „find, fight, follow“ heißt, werden nun auch in der Diözese Innsbruck organisiert. Unter dem Motto „wundern, warten, werden, wirken“ wird nach der Aussage eines Werbeprospektes der Diözese möglich, was der Gemeindegottesdienst nicht bieten könne: „Der Gottesdienst – ein Festival“. Die Diözese Innsbruck wirbt für „außergewöhnliche Jugendgottesdienste“ mit atemberaubendem Sound, beeindruckenden Lichteffekten, tanzender Begeisterung und gespürtem Miteinander. Am 30. Januar wird der Innsbrucker Dom, der Sankt Jakob geweiht ist, dem Großereignis seine Pforten zum ersten Mal öffnen.
11 Herren in Krankenhaus zu Tode gehungert
Großbritannien. Die britische Tageszeitung „Telegraph“ berichtete am 19. Januar von der langsamen Hinrichtung elf älterer Herren in einem Krankenhaus in Derby. Derby liegt im Zentrum des Landes zwischen Manchester und Birmingham. Laut einer gerichtsmedizinischen Untersuchung wurden die Männer zu Tode gehungert. Die Opfer waren zwischen 67 und 93 Jahre alt und litten an unheilbaren Krankheiten. Der Gerichtsmediziner meinte kategorisch, daß es unannehmbar sei, einem Patienten am Ende seines Lebens Nahrung und Flüssigkeit zu verweigern. Sollte man allerdings der Ansicht sein, daß es „zum Besten eines Patienten sei“, ihm Nahrung und Flüssigkeit zu verweigern, solle man als Todesursache einen „natürlichen Tod“ angeben. Eine andere Angabe wäre unrichtig.
Das Vatikanische Ehegericht ist vielbeschäftigt
Vatikan. Heute werden Mitglieder der „Rota Romana“, des obersten kirchlichen Appellationsgerichtes, vom Heiligen Vater in Privataudienz empfangen. Das Gericht beschäftigt sich unter anderem mit der letztinstanzlichen Überprüfung von Ehegültigkeitsverfahren, die bereits von den Diözesangerichten entschieden wurden. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl solcher Fälle verdoppelt. Im Jahre 2003, dem letzten statistisch ausgewerteten Jahr, stammten die meisten Ansuchen um die Ungültigkeitserklärung einer Ehe aus Italien. Es waren 331. Es folgten 172 Anträge aus den USA und 121 Anträgen aus Polen. Dagegen sandte der ganze afrikanische Kontinent nur 11 Einsprüche nach Rom. In Afrika gibt es kaum Ehegerichte. Auch deshalb ist die Zahl möglicher Berufungsverfahren stark begrenzt. Die Statistik sagt nicht, wievielen Einsprüchen stattgegeben wurde.
Was ist „Kirche in Not“?
Deutschland. Der Präsident des katholischen Hilfswerks Kirche in Not/Ostpriesterhilfe, Hans-Peter Röthlin, spricht am 14. Februar um 19.00 Uhr in der Katholischen Akademie Hamburg über die weltweite Arbeit des internationalen Hilfswerkes. „Kirche in Not“ ist ein Hilfswerk päpstlichen Rechts, das der Prämonstratenserpater Werenfried van Straaten 1947 gegründet hat. Es hilft vor allem bei der Aus- und Weiterbildung von Seminaristen und Priestern, bei Bau und Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen, bei der Übersetzung und Verbreitung der Bibel und anderer religiöser Literatur und bei der Ausstrahlung religiöser Rundfunkprogramme. Mehr Informationen unter: www.kirche-in-not.de.
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