13:10:43 | Freitag, 7. September 2007
Benedikt XVI.
„Die Kirche in Österreich riskiert gar nicht erst politische Konfrontationen, die – nimmt man die Mahnungen des Papstes ernst – eigentlich stattfinden müßten.“ Pressesplitter zum Papstbesuch.

Grußworte des Österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer am Flughafen
© Pressefotos Robert Jäger,
APA-FOTO-POOL Unpolitische Pilgerfahrt„Es ist keine politische Reise, sondern eine Pilgerfahrt. Es sind keine Treffen
mit anderen Konfessionen vorgesehen,
nur ein Gebet vor dem Monument der Schoah als Zeichen unserer Freundschaft
mit den jüdischen Brüdern und um die Einheit zu Gott zu beweisen. Auf meiner Reise will ich vor allem
über Europa und über die christlichen Wurzeln Europas sprechen.“
Papst Benedikt XVI. kurz vor der Reise
nach einem Bericht der österreichischen Tageszeitung ‘Presse’.Schönwetterkirche„Die Kirche in Österreich
riskiert gar nicht erst politische Konfrontationen, die – nimmt man die Mahnungen des Papstes ernst –
eigentlich stattfinden müßten. Die Fristenlösung? Seit drei Jahrzehnten hat sich nicht nur die ÖVP,
sondern offenbar auch die Bischofskonferenz de facto damit abgefunden. […] Der österreichische Katholizismus
ist politisch pflegeleicht geworden – nach außen den Kontroversen ausweichend, nach innen beliebig. Eine
Kirche für alle Jahreszeiten.“
Der österreichische Politologe Anton Pelinka in der deutschen Wochenzeitung
‘Die Zeit’.
Benedikt XVI. in Österreich gelandet

© Pressebild Robert Jäger, APA-FOTO-POOL

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Robert Jäger, APA-FOTO-POOL

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Vorkonziliares Theologiestudium
„Familienfeindlich ist aber vielmehr das vatikanische Junggesellenreservat. Die Familie geringschätzend
ist der Papst. Das Konzil von Trient, bis heute wesentliche Grundlage katholischer Lehre, erklärt am
11. November 1563: »Wenn jemand sagt, es sei nicht besser und gottseliger, in der Jungfräulichkeit und
dem Zölibat zu bleiben, als zu heiraten, der sei verdammt«. […] Mit dem Vatikan als dem Ideal-Biotop
für keusche Homosexuelle, als einem frauenlosen Terrarium, ist ein uralter religiöser Menschheitsirrtum
zu seinem krönenden Abschluß gelangt.“
Die habilitierte Theologin Uta Ranke-Heinemann (79) – der 1987
die Lehrbefugnis entzogen wurde – im Gespräch mit der traditionell antikirchlichen Tageszeitung ‘Der
Standard’.Oberflächlichkeiten„Es ist so, als ob wir schon alles wüßten. Wo der Papst während seines
Österreich-Besuches wohnt (Nuntiatur), was er am liebsten ißt (Apfelstrudel), wann er normalerweise
schlafen geht (22 Uhr) etc. Dieser Papa-Ratzi-Blickwinkel beherrscht die Berichterstattung und wird sich
wohl mit dem Eintreffen von Benedikt XVI. bis an die Grenzen des Erträglichen steigern.“
Walter Friedl
in einem Kommentar für die österreichische Tageszeitung ‘Kurier’.Er kommt für die Gläubigen„Für
wenig Euphorie sorgt der Besuch des Papstes bei einigen heimischen Promis. »Er ist mir zu konservativ.
Es wäre Zeit, daß mal jemand frischen Wind in die Katholische Kirche bringt«, sagte etwa Mariazell-Pilger
Richard Lugner. Der Baumeister wird auch an keinem Termin teilnehmen. »Ich bin in Prag. Mit zwei Frauen«,
meinte der frisch geschiedene »Mörtel« zur APA.“
Aus einem Bericht des österreichischen Rundfunks.
Benedikt XVI. am Innenstadtplatz „Am Hof“

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Jugendlicher Überschwang„Religion soll Privatsache sein, und
die Kirche vom Staat endlich völlig getrennt werden. Statt sich im richtigen Händeschütteln zu üben
oder SchülerInnen fürs Papst-Schauen freizugeben, sollten die Spitzen des Staates lieber über die Abschaffung
des Konkordats von 1933 mit dem Papst diskutieren. Dieser völkerrechtliche Vertrag sichert der katholischen
Kirche Sonderrechte und finanzielle Mittel in völlig inakzeptabler Höhe zu.“
Genossin Sandra Breiteneder,
Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien, in einer Presseaussendung von heute Freitag.Fundis zurückpfeifen
„Als »politisch sehr bedenklich« bewertete heute der geschäftsführende Landesobmann der JVP-Wien,
Sebastian Kurz, die Agitation der Sozialistischen Jugend gegen den bevorstehenden Besuch des Papstes in
Wien. »Die derzeit an Schulen stattfindende sozialistische Propaganda und die geplanten Proteste gegen
den Papst sind die unterste Schublade. Ich fordere deshalb die SPÖ-Führung auf, die eigenen Radikalen
zurück zu pfeifen«, so Kurz.“
Aus einer Presseaussendung der Jungen ÖVP Wien am gestrigen Donnerstag.
Da lacht er nur„Die Großereignisse, da haben wir Phänomene vor uns, die für mich rätselhaft sind.
Elvis Presley ist in antiker Sprache gesprochen längst ein Gott. Oder schauen Sie sich an, was bei Lady
Di passiert ist. Wenn in Rom Millionen Jugendliche zusammenkommen und ‘Viva el Papa’ schreien, und am
nächsten Morgen werden die gebrauchten Präservative zusammengekehrt, dann denkt man nach: Was ist da
los gewesen? Ich weiß nicht, warum sie es tun, und ich habe durchaus Respekt davor, aber mir einreden
zu lassen, da ist was im Gange, eine Neubelebung, da lache ich nur.“
Der von Kardinal Franz König († 2004)
1976 vom Priesteramt suspendierte Adolf Holl im Gespräch mit der österreichischen Tageszeitung ‘Der
Standard’.
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#20
Galahad 16:30:44 | Dienstag, 18. September 2007
#19
Christian Hüller 12:47:24 | Dienstag, 18. September 2007
#18
Bokrug † 16:19:59 | Sonntag, 16. September 2007
#17
Christian Hüller 16:08:33 | Sonntag, 16. September 2007
#16
Bokrug † 15:51:39 | Samstag, 15. September 2007
#15
Christian Hüller 23:46:54 | Freitag, 14. September 2007
#14
Bokrug † 02:31:17 | Donnerstag, 13. September 2007
#13
Christian Hüller 02:27:58 | Donnerstag, 13. September 2007
#12
Bokrug † 23:27:47 | Mittwoch, 12. September 2007
#11
Pelagius III. 18:44:17 | Mittwoch, 12. September 2007
#10
Christian Hüller 18:18:47 | Mittwoch, 12. September 2007
#9
monti 13:14:41 | Samstag, 8. September 2007
#8
Christian Hüller 01:02:16 | Samstag, 8. September 2007
#7
timpressum † 00:45:51 | Samstag, 8. September 2007
#6
monti 22:38:14 | Freitag, 7. September 2007
#5
Gotthard 22:26:02 | Freitag, 7. September 2007
#4
Christian Hüller 22:18:21 | Freitag, 7. September 2007
#3
Maurice Corvisier 17:01:59 | Freitag, 7. September 2007
#2
Krak des Chevaliers 16:45:48 | Freitag, 7. September 2007
#1
PhilomenaWolkenstein 13:20:49 | Freitag, 7. September 2007