Österreich. Zwei Wallfahrer sind gestern aufgrund ihres fortgeschrittenen
Alters auf dem Weg zur Mariazeller Papstmesse gestorben. Ein 83jähriger erlag nach Angaben des Roten
Kreuzes einem Herzinfarkt, ein 80jähriger einem Kreislaufversagen. Papst Benedikt XVI. versicherte, für
die beiden während der Heiligen Messe gebetet zu haben: „Wir dürfen sicher sein, daß sie die Muttergottes
direkt zum Herrn hingeführt hat, da sie zur Muttergottes gepilgert waren, um mit ihr Jesus zu begegnen.“
Österreich. Der Pressesprecher des Papstes hat gegenüber ‘Radio Vatikan’ die Aussagen Benedikts
XVI. zur Kinderabtreibung vom Freitag relativiert: „Wenn ich recht verstanden habe, hat der Papst nicht
gefordert, daß ein Gesetz zu verändern, sondern verlangt, daß das Gesetz nicht schlechter wird. Daß
für Christen, und ich glaube für alle Menschen, Abtreibung kein Recht ist, ist absolut klar. Der Papst
hat den Wunsch ausgedrückt, daß die Abtreibung in den österreichischen Gesetzen nach wie vor als Unrecht
bezeichnet werde. Es besteht nämlich das Risiko, daß Abtreibung nicht mehr als Unrecht definiert wird.“
Stabhochsprung
Schweiz. Gestern wurde Mons. Vitus Huonder (65) in der Klosterkirche von Einsiedeln zum
neuen Bischof von Chur konsekriert. Der Wahlspruch des gebürtigen Graubündners lautet: „Alles in Christus
erneuern“. Nach der Weihe antwortete er auf die Frage eines Journalisten, was er der Jugend zu sagen habe:
„Ich besitze einen Stab. Schaut, daß ihr auch einen geistigen Stab habt. Damit könnt ihr Stabhochspruch
machen und in die Höhe finden.“
Schreiender Widerspruch
Deutschland. Der Bischof von Regensburg, Mons.
Gerhard Ludwig Müller, sprach gestern am Rande der Papstmesse in Mariazell über einen des erneuten sexuellen
Mißbrauchs angeklagten Priesters seines Bistums. Er bete für die Familie des Opfers und biete ihr die
Hilfe des Bistums an, so Mons. Müller gegenüber der ‘Mittelbayerischen Zeitung’. Wenn sich die Vorwürfe
bestätigten, dann seien sie ein „schreiender Widerspruch zum priesterlichen Dienst“.
Strafe für Gotteslästerer
Deutschland. Bayern möchte den Gotteslästerungsparagraphen verschärfen. Justizministerin Beate Merk
(CSU) soll dafür bereits eine Bundesinitiative vorbereitet haben. Das berichtete das Boulevardmagazin
‘Der Spiegel’. Derzeit berät die bayrische Landesregierung über den Gesetzesentwurf. Demnach soll nicht
erst eine Beschimpfung von Religion und Kirche strafbar sein, die den öffentlichen Frieden stören könnte.
Auch Herabwürdigung oder Verspottung soll geahndet werden. Anlaß für die Gesetzesänderung war die
kirchenfeindliche Fernsehserie ‘Popetown’.
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Zweifelhaft! Sie unterstellen mir also, der ich von klein auf die Handkommunion gewohnt bin, daß ich
also nicht die gebotene Ehrfurcht vor dem heiligen Sakrament habe? Sie unterstellen also, daß ich der
heiligen Kommunion nicht die Bedeutung beimesse, die sie verdient, nur weil ich meine Zunge nicht aus
dem Mund hängen lasse und warte, bis das sie mit der Hostie belegt wird?
Bruder Theophil bitte unterschätzen Sie die „Äußerlichkeiten“ nicht. Die innere Haltung wird vom äußeren
Benehmen und Betragen, also von der sorgfältigen Treue zu den Riten, genährt. Umgekehrt gilt: wo der
Glaube schon angeschlagen, schwach und krank ist, leidet auch die Sorgfalt bei den Riten. Wie sehr innerer
Glaube und äußere Haltung auf einander angewiesen sind, merkt man doch in der Messfeier: Wo den Leuten
die Hl. Kommunion nicht mehr an der Kommunionbank auf die Zunge gelegt sondern im Vorbeigehen in die Hand
gedrückt wird, leidet die Ehrfurcht. Das größte Manko der Neuen Messe sind nicht die reduzierten Gebete,
sondern die Reduzierung der Ehrfurcht. Das ist das größte Manko der Neuen Messe. Für die Petrusbruderschaft
gilt noch ein anderes: Die kaufen im ganzen Land Paramente, Altäre und Reliquienbehältnisse auf, (für’n
Appel und ‘n Ei, teilweise), die sonst auf die Flohmarkt landen würden. Deswegen sind ihre Sakristeien
reicher als alle Domsakristeien in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo man oft nur noch Betsäcke
in den Schränken findet.
Papperlapapp! Gehnse mal nach Hattersheim. Überzeugense sich selbst. Des Weiteren find ich ercht ärmlich,
wenn die „Heiligkeit“ und der angemessene Umgang mit dieser sich nur an Äußerlichkeiten à la Kniebeuge
festmacht. Das ist genau das Kritikwürdige an euch Piussen…sinnentleerte Formen, Hauptsache die Form
an sich stimmt…
Lieber Bruder Theuphil! Über brüchige Messkaseln oder schmutzige Kelchwäsche brauchte ich mich bei
Besuchen in Piusprioraten nie zu ärgern. Im Gegenteil: Alles strahlte Reinhein, Schönheit und Erhabenheit
aus. Ebenso rein und sauber wie die Altäre, die Paramente und die Kelchwäsche ist auch das gesamte Verhalten
in der Gegenwart des Allmächtigen. Man nimmt es mit den Kniebeugen noch genau und lässt sich nicht einfach
den Leib des Herrn in die Hand drücken, wie ich es immer wieder bei den NOM-Messen erleben muss. Ad maiorem
Dei gloriam – das ist wirklich noch Grundsatz bei den Piusleuten (einschließlich anderer „Tradi“-Gemeinschaften),
leider nicht mehr generell in vielen Diözesankirchen. Was Erzbischof Lefebvre im Kern kritisiert hat,
war die Profanisierung des Heiligen, die in den letzten 40 Jahren immer weiter fortgeschnitten ist. Unsere
Bischöfe beratschlagen zwar über den Klimaschutz und über Ökumene mit denen, die den katholischen
Glauben prinzipiell ablehnen, nicht jedoch über die Frage, wie dem Allerheiligsten wieder die ihm gebührende
Ehrfurcht und Achtung entgegen gebracht werden kann. Schönen Tag noch!
#18 Dr. Otterbeck 10:28:39 | Montag, 10. September 2007
Sonderablässe? Wenn ein Papst äußert, dass soeben Gestorbene bereits Gott schauen, so ist das keine
„Heiligsprechung“ (vgl. Predigt bei der Beerdigung des Papstes am 8. 4. 2005), sondern Aktualisierung
dessen, was bereits Benedikt XII. 1336 in „Benedictus Deus“ formulierte. Wer unbedingt spekulieren will,
was das „Maria hat sie zu Jesus geführt“ heißen sollte, könnte sich allenfalls fragen, ob der Hl. Vater
den Verstorbenen in Mariazell einen besonderen vollständigen Ablass zugewendet hat…
@krak Also das Thema „Lächerlichkeit liturgischer Leinen“ würde ich an Ihrer Stelle als Piusfreak nicht
unbedingt anschneiden. Selten so gekichert wie als Gast auf der Piuskonferenz im Fuldaer Maritim, als
ein weißbeschuhter, weißbehandschuhter selbsternannter Bischof Fellay am Hotelaltar herumlief. Bemerkenswert
die häßlichen Klunker auf seinen langen Handschuhen. Zum Kichern auch die Manipel der umstehenden Priesterlein.
unwürdig jedoch – brüchige Meßgewänder, liturgische Kleidung, die aussieht als wäre sie ein Relikt
aus dem Gipskrieg, schmutzige Wäsche, wie sie in den Piuskapellen, z.B. in Hattersheim getragen wird…
DAS ist ekelhaft!
B-XVI irrt sich gewaltig! wenn er annimmt, daß die beiden Verstobenen nur deshalb sofort in den Himmel
kommen, weil sie auf dem Weg zur Mutter Gottes waren! Das würde der Bibel widersprechen. Um so erschütternder,
daß der hlg. Vater dies nicht selber berücksichtig hat! Es ist unverständlich Menschen Hoffnung zu
machen auf Dinge, auf selbst B-XVI KEINEN EINFLUSS HAT! Wer auf dem Weg ist, ist nicht angekommen. Es
ist überaus der Gerechtigkeit Jesus Christi zuzuschreiben, wenn sich der fromme Wunsch des hlg. Vaters
tatsächlich erfüllt hat! Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament!
#15 Graf von Galen 23:00:04 | Sonntag, 9. September 2007
Wider den Mord an den Ungeborenen Sollte die Stellungnahme des Vatikans zur Abtreibung deren Ernst sein,
können sie es auch ganz lassen. Mit so einer Kuschelpädagogik wird man diesem „abscheulichen Verbrechen“,
wie es sogar VII nennt, nicht gerecht.
Heinrich! Gegen den Heiligen Vater war mein Posting nicht gerichtet. Ich glaube, dass er für dieses Design
nicht verantwortlich ist, ebenso wenig wie für die Gestaltung der Messfeier auf dem Marienfeld 2005.
Ich bin sicher, dass dann die Dinge geschmackvoller ausfielen. Im übrigen bin ich dem Heiligen Vater
sehr dankbar, dass er uns das MP zur Alten Messe geschenkt hat, die ich sehr sehr schätze und liebe.
Auch in diesem Punkt denke ich, dass der Heilige Vater noch viel weiter gehen würde, es aber doch behutsam
angehen lassen muss. Die Rotarier und Freimaurer haben noch zu viel Macht und leider auch die Medien.
Beten wir für den Heiligen Vater, dass Gott ihm noch viel Kraft schenken möge. :)3
Geschmackssache sagte der Affe und biss in die Seife. Also mehr zum Praktischen: Wie soll man denn bei
diesem Kelch nach der Wandlung Daumen und Zeigefinger zusammen halten?
Lieber Krak, bestätigt wieder mal mein Vorurteil (ach wie schlimm!), dass Unwahrhaftigkeit und Hässlichkeit
genauso zusammengehören wie Wahrhaftigkeit und Schönheit. Ach ja, diesen Papst würde ich auch so kleiden!
Lieber Heinrich! Sie brings auf den Punkt! Diese Messgewänder könnten in einem jener Schmierentheaterstücke
zur Anwendung kommen, in denen die Kirche und ihre Vertreter der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
Erinnert irgendwie an Popetown oder ähnliches. Wahrscheinlich waren die auch noch schweineteuer und werden
demnächst bei der nächsten Konzelebration von Kardinal Schönborn und Mitbrüdern im Stephansdom getragen.
Das Häßliche feiert auch 40 Jahre nach dem Konzil immer wieder neu fröhliche Urständ’.
@Romulus Ich gebe Ihnen Recht. Mir haben die Gewänder auch nicht gefallen. Die Gewänder bei der heutigen
Messe im Stephansdom waren da schon besser, wenngleich nicht mein persönlicher Geschmack. Ich persönlich
hätte mir gewünscht, dass man schöne alte Ornate verwendet hätte, wie sie auch Kard. Schönborn schon
verwendet hat. Der Hl. Vater hätte da bestimmt keine Probleme gehabt, da er dem Schönen sehr zugetan
ist. Ich finde es sehr schade, wie die Paramentik in den letzten vierzig Jahren in eine Identitätskrise
geraten ist. Wohlgemerkt, es müssen nicht immer (aber natürlich auch!) römische Ornate sein, es gibt
wunderbare Beispiele für gotische Gewänder. Wenn man zeitgenössische Paramente verwendet, sollten sie
eine klar erkennbare Symbolik besitzen. Ein schön gesticktes Kreuz ist so viel aussagekräftiger als
ein Gewand, das aussieht, als hätte man einen Tuschkasten darüber verschüttet. Ich denke, dem Hl. Vater
haben sie auch nicht gefallen, aber er ist neben vielem anderen auch ein vollendeter Gast. Für alle Freunde
klassischer Paramentik gibt es eine schöne Internetseite: Tridentinum www.tridentinum.it/. Ein Beispiel
für eine wunderschöne gotische Kasel habe ich hier 75.37.101.86/…nts/gothic-gdgb.html. Diese Kasel,
von der man nicht sagen wird, dass sie übermäßig aufwendig oder gar triumphalistisch ist, wäre sicherlich
viel geeigneter gewesen. Sie ist von klassischer Schönheit. Die Leute, die über die Wahl der Paramente
befinden, haben dafür oft leider keinen Sinn. Warum eigentlich?
Enormer Spareffekt Es geht nichts über Brokatgewänder, die Jahrhunderte überdauern. Da mit wird alles
heiliger, würdiger und stilvoller. In der Gegenwart muss alles quadratisch, praktisch und gut sein, auch
bei Regen verwendbar und sollte auch noch wasserundurchlässig von außen, aber schweißaufsaugend von
innen sein. Die gelben Flecken auf den zu sehenden Gewändern sollen wohl an den legendären Ostfriesennerz
erinnern? Hoffentlich sind die Gewänder auch mit den obenangeführten Qualitätskriterien ausgestattet.
Falls Benedikt XVI. denn doch einmal zur Missionsreise nach Ostfriesland aufbrechen sollte, wären die
derzeit in Österreich verwendeten Gewänder dann wieder sinnvoll einzusetzen. Der Spareffekt ist gewiss
enorm. :)3
Echt häßlich Diese Gewänder sind echt geschmacklos. Aber wir leben nun mal in einer Zeit, in der das
Häßliche als schön verkauft wird. In diesem Thread werden sich alsbald welche berufen fühlen selbst
das Geschmacklose zu verteidigen. Eine Schande, wenn man bedenkt, was die RKK einstmals für ein Kulturträger
war, das Erbe der Römer weitertragend und mit dem christlichen Glauben veredelnd.
Diese extrem geschmacklose Meßgewänder hat vermutlich Msgr. Marini zusammen mit Kard. Schönborns Freimaurerfreunden
zu verantworten. Treffender hätte man die „Schönheit der neuen Liurgie“ nicht ausdücken können. Ironie
des Schicksals.
Oh Herr Ratzinger, „Wir dürfen sicher sein, dass sie die Muttergottes direkt zum Herrn hingeführt hat,
da sie zur Muttergottes gepilgert waren, um mit ihr Jesus zu begegnen.“ … was ist das für ein leichtfertiges
Gerede. Was sind Sie denn? Der Nachfolger Petri oder ein Popstar, der alles was er sagt an dem zu erwartenden
Beifall des Publikums misst? Und wenn Sie schon in einer so unsicheren Sache „sicher“ sind, was dürfen
wir Ihnen dann überhaupt noch glauben! Irgendwie erinnern Sie mehr an den Rattenfänger zu Hameln denn
an einen Seelsorger.
scheußliche Messgewänder mit Verlaub gesagt: Die dort zum Einsatz gebrachten blau-gelben Messgewänder
sehen scheußich aus. Als hätte der „Designer“ da mit Farbspritzern herumexperimentiert. Die Farben wirken
wie ineinander verbissen. Da waren selbst die beim WJT 2005 getragenen Gewänder der Conzelebranten noch
anschaulicher. Warum greifen Ausrichter solcher Großveranstaltungen gern auf ein so grell-krasses Design
zurück? Dabei bieten sich hier gute Chancen, die Schönheit der katholischen Liturgie aufstrahlen zu
lassen. Will man sich auf diese Weise der Welt mit ihren bizarren Gepflogenheiten anpassen?