Alte Messe
Die Werbesendung eines Küchenzubehör-Herstellers?
Am 22. August lief im Bayerischen Fernsehen eine dreiviertelstündige Werbesendung – für die Alte Messe. Eine Filmbesprechung. Von Friedrich Reusch.
Bischof Richard Williamson von der Piusbruderschaft zelebriert ein Pontifikalamt.
Bischof Richard Williamson von der Piusbruderschaft zelebriert ein Pontifikalamt.
© Priesterbruderschaft St. Pius X.
(kreuz.net) Das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) darf nach 20.00 Uhr keine Werbung mehr ausstrahlen – dessen Regionalsender auch vor 20.00 Uhr nicht.

Dennoch lief kürzlich im Bayerischen Fernsehen ein dreiviertelstündiger Werbefilm – für die Alte Messe.

Die Sendung aus der Doku-Reihe „Stationen“ beschäftigte sich mit dem päpstlichen Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten Messe, das im September in Kraft tritt.

Der Verantwortliche für die Sendung, Karl G. Peschke, setzte sich laut Sendebeschreibung zum Ziel, Freunde und Gegner der Alten Messe zu Wort kommen zu lassen.

Interessant war die Objektivität in der Auswahl der Gegner.

Es wurden nicht – wie sonst in solchen Sendungen üblich – Vertreter von Berufsnörgler-Organisationen wie ‘Wir sind Kirche’ vor die Kamera gebeten. Vielleicht hätte es zu lange gebraucht, um ihnen zu erklären, worum es im Motu Proprio überhaupt geht?

Nein, zu Wort kamen die wahren Feinde der Alten Messe. Man kann die Vorgestellten in drei Gruppen klassifizieren:

• die Neoliberalen: Der sogenannte Liturgiewissenschaftler Hw. Jürgen Bärsch (48) aus Eichstätt durfte seine – wohl eingeübten – Meinungsäußerungen vor einer betonierten Kraterlandschaft vortragen. Diese erinnerte beim ersten Blick an einen buddhistischen Steintempel oder an ein Fernsehstudio der 60er Jahre, in dem Roy Black († 1991) seine Schlager vortrug.

Erst langsam wurde dem Zuschauer deutlich, daß es sich bei der Szenerie um einen Sakralraum mit Altar und Tabernakel handelte. Dieser Kulisse entsprach, was Hw. Bärsch zum Thema zu berichten wußte:

Altes und neues Meßbuch seien eigentlich gleich – bis auf den Pluspunkt der Gemeinschaftlichkeit, den nur der Novus Ordo vorzuweisen hätte.

Verweise auf die stagnierende Zahl der Gottesdienstbesucher seit der Einführung dieses angeblich gemeinschaftlichen Ritus unterließ er.

• die Altliberalen: Konsterniert schaute Prälat Lothar Waldmüller, der Liturgieexperte der Erzdiözese München und Freising, in die Kamera. Er schwärmt davon, daß der Wunsch nach einer „volkssprachlichen“ Liturgie bis zur Reformation zurückgehe – und damals auch erfüllt worden sei.

Eine Frage ließ er offen: Wenn die Kirche damals in ihrem Kampf um die lateinische Messe richtig lag – wie liegt sie dann heute?

Der wichtigste Punkt am Motu Proprio ist für Prälat Waldmüller offenbar, daß der Papst das Zweite Vatikanum nicht revidieren wolle. Das sei für die Kirche „undenkbar“ – ereiferte er sich vor dem nicht recht passen wollenden Hintergrund eines goldenen Hochaltars.

Der Prälat behauptete ferner, daß es dem Papst in erster Linie um die „korrekte“ Zelebration des Novus Ordo ginge.

Ob er glaubt, daß die Rufe nach der Heiligen Messe dann vielleicht verschallen würden?

• die Neokonservativen: Am härtesten wird die Heilige Messe bekanntlich von dieser theologisch-lauwarmen Fraktion bekämpft. Die Neokonservativen wollen die Richtlinien des letzten Konzils mit einem aus den 50er Jahren hinübergeretteten inhaltsleeren Nachdruck auf Recht und Ordnung durchsetzen.

In der Sendung wurden die Neokonservativen durch den Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, vertreten.

Der Bischof saß in einem Fernsehstudio und wurde vermutlich in Ausschnitten gezeigt, die direkt nach dem Erscheinen des Motu Proprio aufgenommen wurden: Er schwadroniert in großem Stil.

Mit dem Grinsen eines Berufspolitikers, der bald eine Wahl zu gewinnen hat, ermahnte er die Piusbruderschaft mit treuherzigem Gesicht: „Besinnt euch, denkt nach“.

Dann deutete er an, daß eine Ausweitung der Alten Messen in seiner Diözese wohl nicht in Frage komme.

Er würde sich aber in dieser Sache noch mit dem Priesterrat besprechen. Das Ergebnis waren vermutlich seine Ausführungsbestimmungen, die er aber inzwischen – vielleicht kam ein Anruf aus Castel Candolfo – wieder relativiert hat.

Bischof Mixa erzählte auch von seiner Zeit als Kaplan: „Ich war gern Pfarrer“.

Den Neuen Ritus hat er nach eigenen Angaben mehrmals am Hochaltar zelebriert.

Ein peinlicher, für Neokonservative typischer Versuch, den Neuen Ritus als spirituell besonders tiefgründig darzustellen, fehlte nicht: Der Bischof entzückt sich vor der Kamera am Schuldbekenntnis, der im Neuen Ritus von Priester und Gemeinde gemeinsam gesprochenen wird.

Solche Perlen – so Bischof Mixa mit wiederum treuherziger Miene – „gab es früher nicht“.

Die Tatsache, daß dieses Schuldbekenntnis in der Neuen Messe eine Option unter vielen ist, die von den meisten Priestern in der Regel nicht verwendet wird, verschwieg er.

Auf die spirituelle Tiefgründigkeit von Nicht von Novus-Ordo-Hits wie Disco-, Motorrad- oder Narrenmessen ging er erst gar nicht ein.

Narrenmessen
Als Verkleidung bei Narrenmessen freut sich der Teufel besonderer Beliebtheit.Faschingsmesse in Wört in Baden-Württemberg, 2007.

Die Gläubigen der Pfarrei kostümieren sich schon seit sieben Jahren zu sogenannten Narrenmessen.In der österreichischen Diözese Klagenfurt gibt es ein eigenes Meßformular für Narrenmessen.

Im Gegensatz zu den blamablen Auftritten dieser drei Herren präsentierte sich der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Franz Schmidberger, geradezu als leuchtendes Beispiel.

Er faßte in seinem Statement kurz zusammen, warum die lefebvristische Tradition auch nach dem Motu Proprio ihre Existenzberechtigung habe:

Pater Franz Schmidberger, Distriktobere der Piusbruderschaft in Deutschland
Pater Franz Schmidberger, Distriktobere der Piusbruderschaft in Deutschland
© Bild Pater Schmidberger: Priesterbruderschaft St. Pius X.
„Wir freuen uns aufrichtig über diesen mutigen Schritt von Papst Benedikt XVI., der Kirche die Heilige Messe wieder zurückzugeben.

Natürlich gibt es darüber hinaus andere Punkte, welche die Kritik des Erzbischofs [Marcel Lefebvre] hervorriefen und die auch durchaus berechtigt sind: zum Beispiel die Religionsfreiheit, der heute praktizierte Ökumenismus, der zum Indifferenzismus hinführt, das heißt zur Ansicht, daß alle Religionen Heilswege sind, daß jeder Mensch gerettet wird. Das sind Dinge, denen wir nicht zustimmen können.“


Wenig. Wichtig. Wuchtig.

Zuvor war die Bruderschaft in einer aufschlußreichen Form mit Verweis auf die Gründe ihrer Ablehnung des Zweiten Vatikanums kurz vorgestellt worden.

Ob gewollt oder nicht – die Sendung wurde zu einem einzigen Werbefilm für die Alte Messe. Das hing auch damit zusammen, daß die Neue Messe – wie anders nicht zu vermeiden – in einer Form gezeigt wurde, die deren wahres Gesicht zeigt, auch wenn es noch weit schlimmere Auswüchse gibt.

Pfarr- und Liturgiealltag
Liturgiemißstände werden heute auch von den Bischöfen gemeinhin toleriert.Die 'Kirchenzeitung' der Diözese Linz präsentiert in ihrer Ausgabe zum Motu Proprio das Beispiel eines würdig zelebrierten Novus Ordo.Eine liturgisch engagierte Pfarrei in Deutschland.

Der Fernsehzuschauer sah Bilder der Alten Messe, zum Beispiel von den Priester- oder Bischofsweihen der Piusbruderschaft in Ecône, und auf der anderen Seite Bilder von einer neuen Messe in der Münchner Kirchengemeinde St. Florian.

Der Priester der Münchner Stadtgemeinde machte zwischen beleibten kleinen Mädchen – sogenannte Ministrantinnen – oder von seiner Gemeinde umzingelt, beim eurhythmischen Beten des Vaterunsers um den Altar einen recht verlorenen Eindruck.

Beim Ecce Agnus Dei wurde nicht gekniet. Trotz des kirchlichen Verbotes, in der Heiligen Messe profane Gegenstände zu benützen, hantierte der Priester mit langen Glasröhren und blechernen Gefäßen. Damit dürfte der durchschnittliche Zuschauer eher die Werbekochsendung eines Küchenzubehör-Herstellers als die Heilige Wandlung assoziiert haben.

Der in dem Film gezeigte kümmerliche Gesang eines volkssprachlichen Liedes zu Meßbeginn konnte der pompösen Sakralmusik, die in den Ausschnitten über die Alte Messe gezeigt wurde, das Wasser nicht reichen. Das war aktive Teilnahme der Gläubigen ohne Rücksicht auf Verluste.

Das architektonische Farbenspiel im Sakralraum während der Heiligen Wandlung in der Novus-Ordo-Gemeinde erinnerte an ein Hippiefestival oder an menschliche Wahrnehmungen unter Drogeneinfluß: Die – offensichtlich ungewollte – Karikatur der neuen Messe war perfekt.

Zu Wort kam im Film auch Hw. Lorenz Gadient (48), Spiritual des Eichstätter Priesterseminars.

Er offenbarte die Zerstörungswut der liturgiekonziliaren Erneuerer und erklärte, welche Riten bei der Neuen Messe weggelassen werden.

Auf der anderen Seite möchte der Novus Ordo nicht mehr, daß die persönliche Figur des Priesters in den Hintergrund tritt. Im Gegenteil: Das Individuum des Priesters soll zur Geltung kommen. Deshalb die neuen Meßgewänder.

Was Hw. Gadient vielleicht nicht weiß: Auch Frauen gehen in der Regel wegen Christus in die Kirche und nicht wegen des Zelebranten. Es ist also nicht nötig, Normenmaße oder Schönheitscastings für angehende Seminaristen in Erwägung zu ziehen.

Dem Fernsehzuschauer – egal ob in der Materie zuhause oder nicht – wurde im Film des Bayrischen Rundfunks deutlich: Der erneuerten Backe-Backe-Kuchen-Liturgie des Neuen Ritus überlassen, würde die Kirche untergehen.

Dagegen kommen beim Anblick dessen, was in den Kirchen der Tradition an Gesängen, Gebeten und Handlungen vollzogen wird, die Worte des ehemaligen Kardinals Joseph Ratzinger in den Sinn, der nach dem Besuch einer altgläubigen benediktinischen Klosterkirche, in der gerade die Liturgie gefeiert wurde, ausrief: „Das ist die katholische Kirche!“.
      
26 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#26   Mathias Wagener   12:13:50 | Donnerstag, 13. September 2007
Die Zeit naht
Die Zeit der Umsetzung und Umbesinnung naht.
Redaktion benachrichtigen
#25   athanasius1957   00:36:22 | Mittwoch, 12. September 2007
frage und bitte
hat einer von euch diesen beitrag zufällig auf video aufgenommen und könnte er/sie mir eine kopie davon zukommen lassen (gegen kostenersatz natürlich).
danke
athanasius1957
Redaktion benachrichtigen
#24   monti   08:01:37 | Dienstag, 11. September 2007
Dieser Satz
kann nur von Gotthard als idiotisch bezeichnet werden.
Idiotisch kann er nur dann sein, wenn er überhaupt keinen Sinn ergäbe.
Tatsache ist aber doch, dass Kleidung (jedweder Art) die sie tragende Person in ihrer Wirkung nach aussen beeinflussen kann.
Den genauen Wortlaut von Herrn Gadient habe ich zwar nicht mehr im Kopf, wenn ich mich recht erinnere, war seine Aussage jedoch sinngemäß einfach die, dass durch den Schnitt der neuen Messgewänder die Figur des Priesters stärker betont würde als durch die alten Meegewänder. Ob er mit „Figur“ die äußere Erscheinung oder die Person des Priesters meinte, kann ich allerdings nicht sagen.
Redaktion benachrichtigen
#23   Gotthard   23:04:33 | Montag, 10. September 2007
Erklärungh!
Das Individuum des Priesters soll zur Geltung kommen. Deshalb die neuen Meßgewänder.
Wer kann einmal bitte diesen idiotischen Satz erklären?
Redaktion benachrichtigen
#22   sacerdos helveticus   20:28:46 | Montag, 10. September 2007
Hw. Gadient und die Alte Messe
Habe den Beitrag des BR nicht gesehen und weiss deshalb auch nicht, was Hw. Gadient konkret gesagt hat.
meines wissens ist aber Hw. Gadient kein Gegner der Alten Messe. Er ist priester des Bistums Basel und hat -wie ich hörte- bereits als er zum Weiterstudium in München war, in St. Peter gelegentlich (ich glaube mindestens einmal wöchentlich) die Hl. Messe im Alten Ritus gefeiert.
Redaktion benachrichtigen
#21   monti   18:45:14 | Montag, 10. September 2007
@auch ich habe den Bericht gesehen, aber…
Zu Wort kam im Film auch Hw. Lorenz Gadient (48), Spiritual des Eichstätter Priesterseminars.
Er offenbarte die Zerstörungswut der liturgiekonziliaren Erneuerer und erklärte, welche Riten bei der Neuen Messe weggelassen werden.
Auf der anderen Seite möchte der Novus Ordo nicht mehr, daß die persönliche Figur des Priesters in den Hintergrund tritt. Im Gegenteil: Das Individuum des Priesters soll zur Geltung kommen. Deshalb die neuen Meßgewänder.
es wird hier der Eindruck erweckt, als ob Hw. Gadient dies begrüße. Tatsächlich stand er meines Erachtens jedoch diesen Neuerungen eher kritisch gegenüber.
Redaktion benachrichtigen
#20   Benedikt   15:08:58 | Montag, 10. September 2007
Mixa…
Bischof Mixa erzählte auch von seiner Zeit als Kaplan: „Ich war gern Pfarrer“.
Soso…
Redaktion benachrichtigen
#19   catharina   15:00:33 | Montag, 10. September 2007
Übrigens zeigte der Film…
… die Heilige Messe in der überlieferten Form aus der Münchner Damenstiftskirche, Zelebrant P. Walter Huber von der Priesterbruderschaft St. Petrus. Nur, weil das hier gar nicht erwähnt wurde.
Redaktion benachrichtigen
#18   Lorenz   14:55:41 | Montag, 10. September 2007
@ Br. Theuphil; Zwangstaufe
Was Sie eben geschrieben haben, scheint mir eine Überinterpretation der Worte des Piusbruders. Die Kritik an der Religionsfreiheit impliziert hier keine Zwangseinweisung in eine Heilsgemeinschaft, wie sie im Islam geübt wird. Es gilt, was der Hl. Vater richtig betont: Ohne die Fähigkeit zu guter Rede und rechtem Denken, kann man niemanden bekehren. Die Kritik an der Religionsfreiheit ist Kritik am Laizismus und kein Aufruf zu gewalthaftem Proselytismus. Es geht um das erste Gebot als Kollektivnorm, um die Anerkennung von Gottes Herrschaft in der Welt, also um das Christuskönigtum. Dies bedeutet, dass staatliche Herrschaft sich nicht unter dem Vorwand der Religionsfreiheit seiner Bindung an die Tora des Herrn (B XII) entledigen darf. Die Position dieser Lesart teilen vielleicht nicht nur Altkonservative.
Redaktion benachrichtigen
#17   Romulus   14:22:59 | Montag, 10. September 2007
Sehr guter Artikel
Ich habe die Sendung gesehen und der kommentierende Artikel trifft die Sache wirklich gut. Vielen Dank für diesen Artikel.
Redaktion benachrichtigen
#16   Bruder Theuphil   13:53:48 | Montag, 10. September 2007
WIE BITTE?
„Natürlich gibt es darüber hinaus andere Punkte, welche die Kritik des Erzbischofs [Marcel Lefebvre] hervorriefen und die auch durchaus berechtigt sind: zum Beispiel die Religionsfreiheit“
Das geht ja wohl entschieden zu weit! Dieser Piuspater fällt in Zeiten der zwangstaufen zurück!
Redaktion benachrichtigen
#15   Friedrich Reusch   13:48:21 | Montag, 10. September 2007
@ Sirilo
Die Sendung wurde in kreuz.net unter „Termine“ rechtzeitig angekündigt.
Redaktion benachrichtigen
#14   GerdEric   13:25:05 | Montag, 10. September 2007
Jesus Marienverehreung
Mal salopp ausgrdrückt: „Weib, was willst du von mir! Hier diese „Neo-68er* Kommune“ ist meine Familie!“
*ohne Frauen, reine Männerkommune ;-)
Redaktion benachrichtigen
#13   landorganist   13:22:29 | Montag, 10. September 2007
Ach Ruhrpotti,
Ihr ständiges Herumgefake nervt. Das ist jetzt aber wirklich zu duchsichtig! Wie hoch war nochmal Ihr Taschengeld, das Ihnen die Redaktion zahlt?
Redaktion benachrichtigen
#12   juergen   13:22:03 | Montag, 10. September 2007
Marien- / Heiligenverehrung
Es gibt keine „Erziehung“ ohne Vorbilder! Jesus Christus war ein solches Vorbild, die Marienverehrung gehört dazu wie die Heiligenverehrung!
Marien- und Heiligenverehrung hat Christus also schon selbst vollzogen?
Ja, ne! Is Klar.
Redaktion benachrichtigen
#11   r.ruhrgebietler   13:14:19 | Montag, 10. September 2007
Es wird Zeit
daß die zur hhlg. trid. Meßliturgie gehörenden Hochaltäre und die dazu passenden Darstellungen der Heiligen wieder in gültig geweihte Kirchen einziehen – alleingültig und ausschließlich!!
Es gibt keine „Erziehung“ ohne Vorbilder! Jesus Christus war ein solches Vorbild, die Marienverehrung gehört dazu wie die Heiligenverehrung!
Redaktion benachrichtigen
#10   landorganist   13:11:47 | Montag, 10. September 2007
@zeitundewigkeit
Vielen Dank für Ihr freundliches Angebot. Die Rechtschreibfehler (ich gebe zu, ich kann es manchmal auch besser :-$ ) dürfen Sie gern behalten.
@Marcilius
Es ist müßig, hier über den Kunstbegriff zu streiten und führt zu nichts. Ich selber würde wohl kaum Orgelmusik der Avantgarde spielen, aber damit gebe ich nur meinem persönlichen Kunstempfinden Ausdruck. Andere sehen das anders, und das respektiere ich. Damit sind wir auch schon beim richtigen Thema. Leider setzen die hier schreibenden Traditionalisten ihre Ansprüche und Ansichten für absolut. Sie lassen andere Ansichten nicht gelten, vielleicht sind sie dazu auch gar nicht in der Lage. Mit ihrer Borniertheit schaden sie nur dem Anliegen, der alten Messe eine gewisse Geltung zu verschaffen. Ich für meinen Teil habe nichts gegen die Feier der Messe im außerordentlichen Ritus. Jeder der dort seine Andacht finden kann, soll diese Form wählen. Allerdings lasse ich mir nicht meine Katholizität absprechen, weil ich den NOM wähle. Leider geschieht dies hier fast täglich. Der Intention des hl. Vaters wird hier täglich entgegengesteuert. Scheinargumente werden vorgebracht, um den einen gegen den anderen Ritus auszuspielen. Das es dann seitens der „Modernisten“ entsprechend widerhallt lässt nicht wundern. Da helfen leider auch die gutgemeinten und von mir wohl gelesenen Appelle eines Lesers Namens Stromberg nicht. Die Katze lässt das Mausen nicht, und +net lässt das Hetzen nicht. Schade!
Redaktion benachrichtigen
#9   Bernd Stromberg   13:04:11 | Montag, 10. September 2007
@Marsilius
Mit den Messgewändern in Mariazell gebe ich Ihnen Recht. Da waren die Kaseln im Stephansdom schon bedeutend angemessener, ohne wirklich künstlerische Offenbarungen gewesen zu sein. Ohnehin war die Hl. Messe im Stephansdom sehr schön und erhebend. Auch die Kirchenmusik war einfach richtig toll. Das kann man von Mariazell leider auch nicht sagen. War irgendwie nicht so gut durchdacht und vorbereitet wie die Hl. Messe im Stephansdom. Die Messe im Stephansdom war ein schönes Beispiel dafür, dass man auch im NOM und in der Volkssprache eine sehr schöne, würdige und gepflegte Liturgie feiern kann, wenngleich ein lat. Pontifikalamt die Krönung gewesen wäre, mit der Präfation im tonus sollemnior;-) Aber man kann ja nicht gleich alles haben.
Redaktion benachrichtigen
#8   Marsilius Ficinus   12:33:37 | Montag, 10. September 2007
@Landorganist
Sie haben mich falsch verstanden, was irgendwie an meiner Formulierung liegt. Es geht nicht um moderne Messgewänder an sich. Dass der Hl. Vater die Gewänder von Mariazell als schön empfunden hat, daran würde ich zwar stark zweifeln, aber das wäre Spekulation und ist nicht das Thema, sondern die Betonung der individuellen Person des Zelebranten. Gerade das will der Hl. Vater nicht. Er hat etwa in „Das Salz der Erde“ betont, dass es nicht auf die individuelle Person des Zelebranten ankommt, weil der Hl. Vater die Liturgie als objektive Handlung versteht, eben als etwas Vorgegebenes.
Dass die individuelle Person stärker durch neuere Messgewänder hervorgehoben wird, würde ich so auch nicht sagen. Ich fand übrigens die Schnitte der Kaseln von Mariazell gar nicht schlecht, aber die Gestaltung war doch sehr unschön, ohne jede Symbolik. Es wirkte auf mich wie ein willkürlich ausgeschütteter Tuschkasten, ohne erkennbare Strukturen, ohne erkennbare Ordnung, Pardon! Lieber Landorganist, wir sind Kollegen. Man kann auch ein Brett auf das Orgelpedal legen und dann mit den Fäusten auf die Tasten schlagen. Manche würden das bestimmt für experimentelle Kunst halten, vielleicht sogar ein solches Konzert besuchen. Aber mal ehrlich, würden Sie das als Musik bezeichnen wollen? Oder nicht eher als exzentrischen Versuch, mit wenig Aufwand als Künstler zu gelten, als „teuflisches Geplärr“, um den größten unserer Zunft zu zitieren? Denken Sie mal drüber nach!
Redaktion benachrichtigen
#7   zeitundewigkeit   11:56:03 | Montag, 10. September 2007
@ Herr landorganist
darf ich Ihnen mein Rechtschreibprogramm (läuft auf Linux) schenken?
Redaktion benachrichtigen
#6   landorganist   11:49:46 | Montag, 10. September 2007
So, und was bitte
denkt der hl. Vater über „moderne“ Messgewänder? Die Bilder aus Mariazell scheinen eine eindeutige Sprache zu sprechen.
Barocke Kaseln waren auch mal modern…jede Zeit hat Ihre Ausdrucksformen. Es wäre schlimm, wenn die Kirche bei kitschigen Gibsfiguren stehengeblieben wäre.
Redaktion benachrichtigen
#5   Marsilius Ficinus   11:41:50 | Montag, 10. September 2007
Sterilität
Ich habe den Film gesehen. Die dort gezeigten Ausschnitte aus dem ordentlichen Usus wirkten auf mich eher steril. Das ist natürlich ein subjektiver Eindruck, aber der außerordentl. Ritus machte einen wäremeren, einen innigeren Eindruck. Ich glaube nicht, dass es an den liturgischen Büchern gelegen hat, sondern einfach an der konkreten Feiergestalt der gezeigten Ausschnitte. Es wurde zwar keine gravierende mißbräuchliche Praxis im ordentl. Usus gezeigt – wenn ich mich recht erinnere-, aber die gesamte liturg. Atmospäre war eher verhalten, vielleicht etwas kühl. Auch manche Kommentare waren schon etwas merkwürdig. Man merkte ihnen an, dass ihnen das Motu proprio eigentlich ein Dorn im Auge ist, aber da es ja nun einmal vom Hl. Vater selbst kommt, hat man sich ein wenig gewunden. So direkt wollte keiner seine Empfindungen angesichts des Motu proprio zeigen. Interessant war auch der Hinweis, dass bei den moderneren Messgewändern stärker die individuelle Person des Priesters betont werden solle. Woher diese Überlegung stammt, ist mir bis heute nicht klar. Und dass der Hl. Vater da ganz anders denkt, ist ja auch evident. Insgesamt war es kein Totalverriß des außerordentlichen Ritus, aber man merkte den meisten Befragten schon eine gewisse Reserviertheit an, was aber auch kein Wunder ist. So manche der Befragten stammten aus der Konzilsgeneration, die mit diesen Dingen oftmals nicht objektiv und sine ira et studio umgehen kann. Na ja, dass können viele Tradis ja auch nicht;-) Leide…
Redaktion benachrichtigen
#4   zeitundewigkeit   11:34:50 | Montag, 10. September 2007
@landorganist
Das der NOM ebenso würdig und festlich gefeiert werden kann, hat der Papst eindrucksvoll im Stephansdom bewiesen.
Natürlich kann der NOM „ebenso würdig und festlich“ gefeiert werden. Aber durch die Riten, Gebete und die theologische Tiefe der lateinischen Texte erleichtert der alte Ritus eine würdige Feier der Hl. Messe und führt den Priester tiefer ein in das Mysterium von Tod und Auferstehung Christi. Freilich ist eine intensivere Vorbereitung zur Zelebration des alten Ritus nötig als beim NOM.
Redaktion benachrichtigen
#3   stimme der vernunft †   10:36:05 | Montag, 10. September 2007
wer ist eigentlich
der dümmlich grinsende Kasper auf dem 3. Bild von oben?
Und warum ist er als Ministrant verkleidet?
Redaktion benachrichtigen
#2   landorganist   10:21:56 | Montag, 10. September 2007
Typisches
Hetznet-Blabla.
Das der NOM ebenso würdig und festlich gefeiert werden kann, hat der Papst eindrucksvoll im Stephansdom bewiesen. Die +net-Nattern sollten sich seine Worte über die Feier einer würdigen Liturgie mal zu Herzen nehmen, dann wäre schon viel gewonnen, auch für die alte Messe.
Übrigens erstaunlich, dass bei weiblichen Ministrantinnen (die der hl. Vater übrigens ebenso herzlich im Innenhof des erzb. Palais begrüßte) auf das Körpergewicht geachtet wird. +net, dein Niveau ist wirklich unterirdisch.
Redaktion benachrichtigen
#1   Sirilo   10:18:55 | Montag, 10. September 2007
Manipulation
Hätte Kreuz.net die Freundlichkeit besessen und seinen Lesern vorab diese Sendung angekündigt, dann hätten sie selber das Programm sehen und beurteilen können. Statt dessen ein tendenziöser Bericht drei Wochen später. Welche Aktualität!
Interessant ist allerdings in diesem Artikel die Aussage, dass es eine „lefebvristische Tradition“ gibt. Das bestätigt meine schon lange gehegte Vermutung, dass diese sich von der katholischen Tradition unterscheidet und etwas eigenes, speziell Ausgedachtes darstellt.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Alte MesseEr wird selber im Alten Ritus zelebrieren Alte MessePrälat Ratzinger will die Alte Messe besuchen Alte Messe„Mir geht es um die Einkehr, die innere Ruhe“ Alte MesseMit großer Gelassenheit Bischöfe zur Alten Messe„Wir werden Regelungen finden“ Alte MesseDas Motu Proprio fördert die Ökumene Alte MesseForm- und inhaltslose Liturgien Alte MesseDer Albtraum von Romano Guardini Alte MesseAngebot an die Priester PaderbornWarum das Motu Proprio so dringend notwendig war Diskussion in Frankfurt„Einer Kümmerverfassung des Religiösen verfallene Halbheiden“ Alte MesseNein, nein und nochmals nein Kardinal LehmannVerletzende Formulierungen Alte Messe„Es war wie nach Hause kommen“ Alte MesseWenn der Diener zum Herrscher wird
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net